hallo zusammen,
ganz grob zusammengekürzt:
ich habe eine 13 jahre alte tochter, die ich nicht sehen kann. die mutter wollte nur einen erzeuger(später durch sie erfahren) haben und hatte mich "geangelt". seit dem ich über die schwangerschaft bescheid wusste fing an mein leben aus den fugen zu geraten. ich wurde papa. bis dahin wusste ich noch nicht wie klasse das ist. sie hat sich während der schwangerschaft von mir getrennt und kämpfte darum, eine familie zu sein. sie wollte das nicht weil ich angeblich ihr das kind wegnehmen würde(ich denke da ganz altmodisch: familie = mutter+vater+nachwuchs). sie wollte nicht das ich kontakt zu meiner tochter hatte. die kleine und ich waren aber wie ein herz und eine seele (wenn wir uns dann doch sehen konnten). ich hatte es geschaf, das wir eine zeitlang zusammenlebten, was wohl nicht klappte.
nachdem wir auseinander waren blockierte sie immer häufiger den kontakt zur kleinen. auf nachfragen beim jugendamt erfuhr ich aber, das ich die kleine mit erlaubnis der mutter sehen könne. die mutter gab mir am telefon ganz klar zu verstehen das sie das gegenüber dem jugendamt immer sagen würde aber ich die kleine trotzdem nicht sehen dürfe. das erwähnte ich beim jugendamt und die überraschende antwort war in etwa so, das ich ein schlechter vater wäre und die mutter schon wisse, was gut fürs kind sei. ???? ... ja.. der böse vater ist schuld!!!!
die mutter zog auh immer weiter weg aus meinem einzugsbereich heraus. als es ich es doch mal geschaft hatte die erlaubnis der kindesmutter zu bekommen die kleine mal mitzunehmen, war die kleine vollkommen aufgelöst und total verwirrtt und nur am weinen. die kleine war absolut nicht transport fähig. auf nachfragen sagte die mutter nur sie hätte di ekleine schon des nachts aus dem bett geholt und wach gehalten, damit sie genau so reagiert und das kind bei ihrer mutter bleiben wollte. mit der kleinen konnte man verstänlicherweise nix anfangen und bin wieder gefahren.
ich hatte erschrocken feststellen müssen wie skrupellos die kindesmutter das kind dazu missbraucht, um einen kontakt mit mir zu verhindern. darauf hin fasste ich den entschluss, auf das kind zu "warten" bis es alt genug sei selbst zu entscheiden.
ich hatte alles was damit verbunden war verdrängt.
leider nie verarbeitet
es geschah letztes jahr, das ich einen neuen, job eine neuen ort als kompletten neuanfang angedacht hatte und genau dort traf ich die schwester der kindsmutter und ihre tochter. als die kleine wusste wer ich war, fragte sie mit trauriger mine warum meine tochter nicht sehen könne, das sie darüber sehr traurig sei und ihren papa total vermisst.
da konnte ich nicht mehr, das zeriss mein herz und alles was ich all die jahre verdrängt hatte überwältigte mich total. ich hatte mir bis dahin oft eine arbeit gesucht, wo ich viel arbeite und ich alles vergessen konnte und zu müde war mir gedanken zu machen.
das hat sich gerächt. burnout war die folge und jetzt habe ich genug zeit alles aufzuarbeiten und erneut anzugehen. in einigen therapeuthischen gesprächen wurde dann ein trennungstrauma festgestellt das über 10 jahre alt ist und nie behandelt wurde und mir wurde angeraten eine selbsthilfegruppe aufzusuchen.
deswegen bin ich hier und es ist traurigerweise schön zu sehen, wie viele betroffene es tatsächlich gibt. ich fühlte mich all die jahre sehr allein gelassen und mittlerweile scheint auch das denken bei den menschen umzuschlagen und die dinge nüchterner zu sehen, inkl. jugendamt.
ich würde es gerne alles wieder auf die reihe bekommen, da mich das ganze sehr aus der bahn geworfen hat und das im glauben, das ich meine kleine damit beschützen kann... denn ich war der meinung, das ein wiedersehen, eine wiedeholte trennung durch die mutter und das ganze sich wiederholen würde sich noch schlechter auf die psyche der kleinen niederschlägt, als die situation, wie sie jetzt ist.
sry, wenn das ganze recht wirr klingt, aber ich bin aufgeregt während ich das hier schreibe und es fällt mir nicht wirklich leicht darüber zu schreiben/sprechen.
grüße
Hallo und herzlich Willkommen,
es ist gut das du Dich hier angemeldet hast (auch wenn es ein wenig spät ist). Ich gehe mal davon aus, dass es Dein Ziel ist, einen regelmäßigen Umgang herbei zuführen.
Da die Mutter sich querstellt, würde ich versuchen über eine Hilfsorganisation (Caritas o.ä.) ein Vermittlungsgespräch zu suchen.
Sollte dieses sscheitern, so würde ich an Deiner Stelle sofort das Umgangsrecht einklagen. Des Weiteren solltest du Dir überlegen, ob du nicht noch einen Schritt weiter gehst und das GSR (gemeinsame Sorgerecht) einforderst und dieses ggf. auch wieder gerichtlich einklagst.
Suche Dir für beide Dinge einen pfiffigen RA (Rechtsanwalt) und dann sind Deine Chancen recht gut.
Mfg
papi74
Der Morgen ist immer klüger als der Abend.
Sevus leere,
wie lange ist es nun eigentlich genau her, dass Du Eure gemeinsame Tochter gesehen hast?
darauf hin fasste ich den entschluss, auf das kind zu "warten" bis es alt genug sei selbst zu entscheiden.
Dies war leider die falsche Entscheidung von Dir.
Was soll denn das Kind nach vielen Jahren entscheiden über einen Vater, der plötzlich aus ihrem Leben verschwindet und an den es sich kaum mehr erinnern kann. Und über dem ihr von der eigenen Mutter evtl. nur ungutes berichtet wird?
Du hättest bereits damals gerichtlich den Umgang erfolgreich einklagen können. Leider hast Du Dich von ein paar armseeligen Aussagne des Jugendamtes ins Boxhorn jagen lassen und Dich zurückgezogen.
Dem Kind und Dir hast Du damit nichts Gutes getan und der Mutter einen Bärendienst erwiesen.
Gehe es jetzt an, und zwar unverzüglich. Suche Dir einen guten Anwalt für Familienrecht und klage Dein Umgangsrecht ein.
Im Gegensatz zu papi74, würde ich mir allerdings erst mal keine Gedanken über das GSR machen. zunächst mal müssen regelmäßige Umgänge her, und bei denen gibt es erst mal mehr als genug aufzuarbeiten.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Hi leere
So wie dein Name, so fühlst du dich wahrscheinlich.
Ich kann meinen Vorschreibern nur zustimmen, bis hin zum GSR-Antrag, den aber erst nachdem du den Umgang mit deiner Tochter geregelt hast.
....ich bin aufgeregt während ich das hier schreibe und es fällt mir nicht wirklich leicht darüber zu schreiben/sprechen.
Das kann ich mir vorstellen.10 Jahre nagen an einem und du hast viel aufzuarbeiten, gehe es jetzt an und dir und deiner Tochter wird es besser gehen.
Gruss Wedi
Hi Leere,
fülle die Leere zuerst mal mit LIEBE und Stolz! Sei stolz darauf, dass sich dein Kind noch an dich erinnert. Ich weiß nicht wie lange ihr zusammen gelebt habt?! Aber zumindest weiß dein Kind dass es dich gibt!
Sie ist mit 13 Mitten in der Pubertät und ihre Mutter hat es mit Sicherheit nicht immer leicht mit Ihr. Sie fängt an sich selbst zu finden auch zu fragen woher sie kommt und bildet sich ihre Eigene Meinung. Sie glaubt Mama nicht mehr einfach alles und es ist mit Sicherheit noch nicht zu spät für dich.
Ich gehe mal davon aus, dass du mehre Jahre keinen Kontakt gehabt hast?! Jetzt mit Anwalt direkt auf Umgang zu klagen verschärft vielleicht auch die Situation! Wenn du dich mehre Jahre nicht gemeldet hast kannst du nicht einfach mit Pauken und Trompeten einfallen und sagen hoppla da bin ich! Ich würde es zuerst auch wieder über Jugendamt versuchen. Lass dich dort nicht abwimmeln ein Beratungsgespräch mit der Mutter sollte immer drinn sein! Erst dann würde ich den Anwalt einschalten!
Ganz klar für dich muss sein, du willst geregelten Kontakt mit deiner Tochter!
Vielleicht kannst du noch ein paar Angaben machen. Lebt deine EX alleine oder mit jemanden zusammen?! Hat sie noch weitere Kinder?! Zahlst du regelmäßig Unterhalt?!
Schaue nach vorne nicht zurück, was geschehen ist, ist geschehen, du WILLST es ändern also ÄNDERE es auch! Aber behutsam!
Wünsche dir viel Glück
glaubt nicht dass Gerichte Recht sprechen,
glaubt aber an die Gerechtigkeit.
ich danke euch für eure antworten.
ja, ich hab mich in vielerlei hinsicht ins bockhorn jagen lassen. ich fühlte mich halt alleingelassen und mit ra's hatte ich nie ein glückliches händchen.
die kleine hatte ich mit ca. 3-4 jahren zuletzt gesehen. das die kleine sich erinnert hat sie mir schon mal bewiesen. wo ich sie besuchen durfte zog mich die kleine in ein spielholzhaus im garten, machte alle türen und fenster zu und meinte nur das mutti uns nicht sehen und hören dürfte. wir sassen beide mit dem rücken zur wand und schwiegen und als ich fragte ob sie wisse wer ich sei, nickte sie mit dem kopf und sagte: "mein papa".
das tat weh. trotzdem war ich glücklich das sie mich noch kannte.
sie hat mitlerweile ca. 4 geschwister und die mutter ist verheiratet und wohnt ca. 300 km von mir entfernt.
Unterhalt habe ich immer gezahlt , selbst als es eine zeit der arbeitssuche gab.
warum ich jetzt wieder aktiv werde? weil es eine auzeit gibt, in der ich anfing überhaupt alles zu erkennen und wahrnehmen zu können. ja, seid der trennung meiner tochter fühle ich mich leer.
ja, ich will das ganze angehen und zwar langsam und überlegt und sanft. ich bin stolz au meine kleine, das sie weiss wer ich bin und das es mich gibt. an einen gsr-antrag dsenke ich noch nicht. mir würde der kontakt schon erstmal glücklich machen. was dann käme steht in den sternen. ich will auch erst mit dem jugendamt sorechen, wie man die sache am besten angehen kann(habe jetzt eine neue sachbearbeiterin, die bis jetzt einen guten eindruck macht).
ich möchte hier keine schuldbekenntnisse, -zuweisungen oder in anderer art "schmutzige" wäsche waschen. ich erhoffe einfach geistigen beistand zu bekommen, da es nicht einfach für mich ist damit umzugehen. hier gibt es bestimmt einige mit viel erfahrung, tips und tricks, wie man das ganze angehen kann.
ich hab z.b. einen riesenbammel davor, wie die kleine auf mich reagieren würde, ganz zu schweigen von der mutter.
ich danke euch für eure antworten und teilnahme.
grüße
Hallo,
genau das ist es, was Du beschreibst, wenn aus dieser Situation nur Opfer entstehen.
Das Kind an erster Stelle, weil es von der überforderten, vielleicht auch von der sich selbst überschätzten und rachsüchtigen Mutter, so stark manipuliert wird und so falsche Eindrücke bekommt.
Du wirst das Opfer, weil Du aufgrund von Lügen Dein Kind nicht sehen darfst.
Und die Mutter macht sich selbst zum Opfer, weil es sie anscheinend nicht interessiert, ob sich das Kind den Kontakt wünscht und auch benötigt!
Das Kind wird es ihr irgendwann "danken".
Die Rachsucht und die Verbitterung über die erfolglose Beziehung werden auf den Rücken des Kindes ausgetragen!
Die Macht, das Kind täglich manipulieren zu können, das Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht auszuüben, nutzen die Elternteile, um immer wieder einen Keil zwischen der Vater-Kind-Beziehung zu treiben.
Leider ist es in Deutschland in der heutigen Zeit nicht zu unterbinden. Datenschutz und Bürokratie verhindern zu oft Amtshilfe, die angebracht wäre.
Ich wünsche Dir, Leere, dass Du es mit Deiner Tochter schaffst, ein vertrautes Verhältnis aufzubauen, wieder für Dein Kind da sein zu können, Deiner Tochter zeigen zu können, dass Du für immer der Papa warst, bist und bleibst!
