Mein Freund wird vo...
 
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Mein Freund wird von der Mutter seines Kindes terrorisiert

 
(@besorgtefreundin)
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Liebe Porenmitglieder

auf der Suche nach einer Beratung für sogenannte Wochenendväter bin ich auf euer Forum gestoßen. Ansonsten wird sich ja im Internet auch vor allem viel um alleinerziehende Mütter gekümmert, sodass man zu vielen Themen gar nicht so viele Informationen bekommt bzw. es für Neulinge in dem Thema erst einmal alles total unübersichtlich wirkt.

Ich muss gleich vorweg sagen, dass ich die Anfrage an Sie nicht für mich stelle, sondern für meinen Freund, der eine fünfjährige Tochter hat.

Das Kind war nicht geplant und um ehrlich zu sein auch nicht gewollt. Die Mutter hatte ihm damals versichert, sie würde die Pille nehmen und er war mit 24 leider so „doof“, dass er darauf reinfiel. Zwei Jahre später hat sie das noch bei einem anderen Mann gemacht, sodass wir mittlerweile von zwei Kindern sprechen, die unter schwierigen Verhältnissen mit einer egoistischen Mutter aufwachsen, die vor allem eines wollte und zwar einen Versorger.

Während sich der andere Vater jedoch gar nicht um das Kind kümmert und auch keinen Kontakt möchte, hat mein Freund sich seiner Verantwortung gestellt und zugleich auch noch Verantwortung für das dreijährige zweite Kind von ihr übernommen, was sonst ohne Vater aufwachsen würde. Alle 14 Tage hat er also immer beide Kinder bei sich. Unterhalt zahlt er jedoch nur für das Leibliche und auch Rechte hat er theoretisch nur an dem einen Kind. Gerne würde er die Kinder noch öfter bei sich haben, aber die Mutter, man kann es nicht anders sagen, ist eine Hexe, die nur über ihre Anwälte mit ihm spricht und die ihm niemals mehr Zeit mit den Kindern zugestehen würde - schon allein, weil sie weiß, dass sie ihm damit eine Freude machen würde. Mehrere Versuche über Jugendamt und Co. oder auch persönlich mit ihr zu sprechen sind immer wieder gescheitert.

Des Weiteren instrumentalisiert sie die Kinder auf perfide Art und Weise und kümmert sich auch nicht richtig bzw. veruntreut den Unterhalt. Das Problem ist, dass ich das als Freundin nicht mehr mitansehen kann. Diese Frau zerstört meinen Freund psychisch komplett. Er scheint vollkommen entrechtet und kann nichts dagegen tun, dass sie z.B. seinen Unterhalt zweckentfremdet. Termine mit dem Jugendamt nimmt sie einfach nicht wahr. Jetzt will er die Kinder zu sich holen, aber ich zweifele daran, dass ihm das gelingen wird, wo wir doch in einem Staat leben, wo die Mutter so viele Rechte hat und der Vater gefühlt nur Pflichten.

Es ist z.B. so, dass sie seit Januar das Essensgeld für die Kinder für die Kita nicht mehr bezahlt hat, obwohl sie das Geld ja sogar vom Amt bekommen müsste und nicht aus seinem Unterhalt bestreiten muss. Wobei ich dazu sagen muss, dass wir nur ziemlich sicher annehmen, dass sie von Hartz4 lebt, es derzeit aber nicht mit 100iger Sicherheit sagen können. Sie betreibt nebenbei eine „Modelpage“ bei Facebook. Aber auch da wird schätzungsweise nichts bei herumkommen bzw. sieht das eher so aus als sei es so etwas wie ein "nettes Hobby“. Eine weitere Sache ist, dass sie die Kinder nur mit den Klamotten, die sie am Leib tragen, zu ihm schickt und er deswegen gezwungen war (und immer noch ist) über die Jahre hinweg alle möglichen Dinge, Klamotten, etc. zusätzlich anzuschaffen, die sie eigentlich auch von seinem Unterhalt kaufen sollte. Neulich hatte seine Tochter z.B. dünne Sandalen mit, sodass er mit ihr auch an dem Wochenende wieder in den nächsten Schuhladen gehen musste, um feste Schuhe zu kaufen. So kassiert die Frau mehr oder weniger doppelt von ihm ab, weil er einerseits Unterhalt zahlt und sie andererseits die Kinder so instrumentalisiert, dass er gar nicht anders kann als noch zusätzlich Dinge zu kaufen, obwohl das Geld durch den Unterhalt auch so schon oft knapp bei ihm ist. Sie fliegt dann dafür wie letztens geschehen in den Urlaub (in dem Fall hat sie die Kinder ausnahmsweise mal eine Woche bei ihm gelassen).

Vielleicht könnt ihr uns ja helfen, inwiefern man etwas dagegen tun kann bzw. welche Möglichkeiten er überhaupt hat, gegen all das anzugehen. Hat er überhaupt Chancen, die Kinder zu sich holen? Also vor allem auch das Sorgerecht für das Kind zu beantragen, was nicht sein Leibliches ist? Die Kindergartenleitung möchte ihn dabei unterstützen und hat wohl eine Kindeswohlgefährdung durch die Mutter angezeigt. Seitdem werden Gespräche mit dem Jugendamt geführt. Aber wie wahrscheinlich ist es, dass einer Mutter wirklich die Kinder weggenommen werden aufgrund der geschilderten Dinge?

Daneben wäre die Frage, inwiefern er seine Unterhaltszahlungen kürzen könnte, weil sie ihn doppelt und dreifach draufzahlen lässt bzw. könnte er es irgendwie anzeigen, dass sie das Geld, was ihr vom Amt und von ihm zusteht, nicht für die Kinder benutzt bzw. könnte man sie irgendwie dazu zwingen, dass Geld für die Kinder zu nutzen? Wie sind da generell die Möglichkeiten von ihm, sie ein wenig zur Einsicht zu zwingen, sodass er sich nicht immer so fühlen muss als könne sie mit ihm machen, was sie will. Er will, dass die Kinder alles bekommen, was sie brauchen und er ist gerne bereit, dafür zu zahlen und ihnen alles zu kaufen, aber er will natürlich nicht mit dem Unterhalt für die Kinder ihren Urlaub finanzieren.

Für eine Einschätzung und/oder nützliche Tipps wäre ich euch wahnsinnig dankbar!

Viele Grüße!


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 22.06.2016 19:15
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi

Für  das nichtleibliche Kind wird er nichts bekommen. Da hat er rechtlich nicht mehr zu melden oder beantragen als der postbote von nebenan.
Für sein Kind kann er das gar beatragen und wird es wahrscheinlich auch bekommen. Damit hat er das Kind aber nicht bei sich.dazu bräuchte er das abr und das wird weit schwieriger sein.
wie veruntreut sie den Unterhalt? Haben die Kinder kein bett, keine kleidung, bekommen sie nichts zu essen?


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 22.06.2016 19:25
(@besorgtefreundin)
Schon was gesagt Registriert

Erst einmal danke für deine Antwort! 🙂

Also das Aufenthaltsbestimmungsrecht etc. würde er auch für sein leibliches Kind eher nicht bekommen, ja bzw. stehen die Chancen schlecht trotz dieser Vorkommnisse?

Na ja, natürlich haben die Kinder ein Bett und Kleidung etc, aber wie ich eben schon erwähnt hatte, bezahlt sie z.B. das Geld für das Kita-Essen nicht oder sorgt dafür, dass er zusätzlich zum Unterhalt viele Dinge (Klamotten, Schuhe etc.) kaufen muss, weil sie den Kindern nichts mitgibt, wenn sie bei ihm sind. Das macht sie halt mit Absicht, damit er Sachen zusätzlich kaufen muss und sie mehr vom Unterhalt für sich hat. Heißt, er bezahlt nicht nur Unterhalt, sondern muss auch noch zusätzlich fast jedes WE, wenn die Kinder bei ihm sind, irgendwelche Sachen zusätzlich kaufen.

Naja und dann fliegt sie in den Urlaub, was ja von Hartz4 jetzt auch nicht unbedingt drin wäre. Genau nachweisen kann man ihr das natürlich nicht, aber er hätte ihr das Geld für den Urlaub auch genauso gut direkt überweisen können. Er zahlt Unterhalt, muss den Kindern total viel zusätzlich kaufen und sie hat 5 Millionen paar Schuhe und fliegt in den Urlaub. Da stimmt halt etwas nicht. Und das Essensgeld vom Amt für die Kita kommt ja auch nicht in der Kita an. Deshalb die Frage, ob man da irgendwas machen kann.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 22.06.2016 19:32
(@tina10)
Rege dabei Registriert

Hallo besorgte Freundin,

um zunächst all die Unterhaltsfragen zusammenzufassen: Nein, es geht weder Dich noch Deinen Freund etwas an, wie die Kindesmutter den Unterhalt verwendet. Es gibt keine Pflicht zur Rechnungslegung. Diese Möglichkeit der Durchsetzung patriarchaler Vorstellungen wie "ich zahle, also bestimme ich auch", ist in fortschrittlichen Gesellschaften wie der unseren nicht gegeben.

Was Dein Freund gerichtlich durchsetzen kann, ist das Bereitstellen ausreichender und angemessener Kleidung für den Umgang. Ob sich der Aufwand lohnt, muss Dein Freund selbst entscheiden. Es gibt auch die Möglichkeit, eine Grundausstattung selbst vorzuhalten und diese den Kindern nicht nach Hause mitzugeben.

Was die Kindeswohlgefärdung betrifft, ist zumindest nichts, was Du geschrieben hast, diesbezüglich relevant. Auf welche Vorwürfe sich die Anzeige der Kindergärtnerin stützt, davon hast Du nichts geschrieben.

Kleiner Tipp: Kümmert Euch weniger darum, den Lebensstil der Kindesmutter zu Eurem ewigen Thema zu machen als um Euch selbst. Das ist wesentlich konstruktiver.


AntwortZitat
Geschrieben : 22.06.2016 19:35
(@Mrs_Mima)

...und als Ergänzung:

meist liegt die Wahrheit immer irgendwo dazwischen.

Es ist völlig verständlich, dass du den geliebten Partner als das arme betrogene, von den Exen ausgenommene Opfer siehst.
Ist wohl vielen hier so gegangen.
In Wahrheit haben alle Parteien Aktien in der aktuellen Situation.

Und wie schon erwähnt:
weder dein Partner noch du können bestimmen, wofür die KM den KU ausgibt. Davon werden Miete, Lebensmittel, Kleidung, Sport, Strom, Friseur, Klamotten etcpp bezahlt. Das ist in den meisten Haushalten ein Gesamttopf.

Ich hab auch manchmal im März noch nicht das Essensgeld in der Kita bezahlt und zahl das dann z.B. im Mai nach Steuererstattung auf einen Schlag. So what?

Und ein Tipp: kümmer dich nicht um die Angelegenheiten deines Partners. Lass ihn hier selber fragen. Du solltest nicht sein Leben (auch in Teilen nicht) in die Hand nehmen.

Mima


AntwortZitat
Geschrieben : 22.06.2016 19:44
(@besorgtefreundin)
Schon was gesagt Registriert

Hey Tina,

danke für deine Antwort.

Ich wollte wirklich nicht ,dass es so herüberkommt als sei ich für patriarchalische Strukturen. Im Gegenteil. Ich würde mich doch auch als Feministin bezeichnen. 😉 Ich hatte halt vorher nie mit dem Thema zu tun (habe selbst noch keine Kinder) und war fassungslos darüber, was diese Frau seit Jahren veranstaltet. Ja, viel kann man nicht machen, aber es tut mir weh, zu sehen, wie sehr er unter der Situation leidet. Sie hat ihm so viel Selbstwertgefühl genommen, dass er manchmal schon Gedanken hatte, dass er nicht mehr will. Ich schreibe also wirklich aus einer Notsituation heraus und nicht, weil ich der Mutter irgendetwas nicht gönne, was ihr zusteht.

Ja, er hat ganz viel für die Kinder da. Klamotten, Spielzeug etc. Aber er ist da nicht so wie sie, dass er die Kinder dann ohne alles wieder zu ihr schickt. Aber wenn er ihr halt etwas mitgibt, sieht er es danach nie wieder.

Ja im Wesentlichen stützen sich die Vorwürfe der Kindergärtnerinnen nur auf die von mir beschriebenen Punkte, weshalb ich schon immer skeptisch war, ob man da überhaupt auch nur annähernd eine Chance hat, irgendwas zu erzielen. Die Kindergärtnerinnen sind da halt sehr engagiert, aber man weiß natürlich nicht, inwiefern sich die ein oder andere da in ihrer Kompetenz nicht vielleicht auch überschätzt. Inwiefern da noch weitere Dinge vorliegen, weiß ich nicht. Höchstens noch, dass es nach Aussage der Kinder auch nicht besonders sauber und ordentlich zu Hause bei der Mutter sein soll. Ich habe aber auch noch nie gehört, dass man einer Mutter die Kinder wegnimmt, weil sie ihnen nach Ermessen des Vaters nicht genug Liebe gibt oder wegen solcher Versäumnisse wie dem mit dem Essensgeld und irgendwelcher Schikanen dem Vater gegenüber. Er ist da aber so optimistisch und führt halt Gespräche mit Anwalt und Jugendamt und ich wollte mich deswegen einfach mal umhören, ob er überhaupt eine Chance hat oder am Ende dann vielleicht am Boden zerstört ist, weil es nicht klappt.

Wie gesagt, er ist immer bereit, für das Kind zu zahlen und dass er sich auch um das andere Kind kümmert, zeigt ja, dass er ein lieber Mensch ist, der Verantwortung übernimmt. Aber ich finde es nicht fair und er leidet da sehr drunter, dass sie ihn so verarscht und das Geld eben wohl auch oft für sich selbst statt für die Kinder nutzt. Und ja, ich bin gegen patriarchalische Strukturen, aber ich finde schon, dass der Vater ein Anrecht hat, zu verlangen, dass der Unterhalt für das Kind auch für das Kind verwendet wird. Er ist ja nicht ihr unterhaltspflichtig, sondern dem Kind.

@ Mr_Mima:

Ich weiß, dass es im Wesentlichen seine Probleme sind, aber es ist natürlich auch oft Thema bei uns und es ist schwer zu sehen, wenn der Partner leidet. Und er ist halt niemand, der sich von außen Hilfe holt (außer jetzt mit dem Anwalt zu sprechen oder so). Und ich wollte auch nicht alle Frauen als böse darstellen. Ich bin ja selbst eine Frau. 😉 Aber diese Frau kümmert sich nicht wirklich um ihre Kinder und ist ausnahmslos mit sich selbst beschäftigt. Sie hat bereits zwei Männern ungewollt ein Kind angehangen, um ihre Versorgung abzusichern. Zweifelsohne ist es genauso auch die Dummheit des Mannes, wenn er ihr dahingehend vertraut, aber das macht ihre Tat nicht besser, denn am Ende sind die Kinder die Leidtragenden, wie man an dem Kind sieht, was nicht sein Leibliches ist und ohne ihn nicht mal einen Vater hätte. Mütter sind halt nicht immer per se die Guten, nur weil sie Mütter sind. Genauso wenig wie mein Partner natürlich in allem nur das Opfer ist...aber wenn jemand jemand anderen so mutwillig zerstört und dabei auch keine Rücksicht auf seine Kinder nimmt, dann verdient er meines Erachtens nicht, dass man ihn auch noch in Schutz nimmt.

Sie bezahlt seit sechs Monaten kein Essensgeld und hat bereits mehrere Mahnungen bekommen (bis jetzt war die Kita dafür eingesprungen). Jetzt gibt es kein Essen mehr in der Kita, aber wenn er das jetzt wieder bezahlt, hat sie ja wieder einen Weg gefunden, dass er draufzahlt.

Ich möchte sein Leben nicht in die Hand nehmen, aber als Partner kann man sich ja einmal schlau machen, was es für Möglichkeiten gibt. Auch im Sinne der Kinder, die von der Mutter instrumentalisiert werden.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 22.06.2016 19:52
(@Mrs_Mima)

hmmm

danke für deine Antwort. Aber ich denke, wir reden immer noch aneinander vorbei.

ER hat dir erzählt, dass er die Schwangerschaften nicht wollte, die Mütter ihn ausgetrickst hätten.
ER wird mutwillig zerstört
DU weisst, was sie alles schon mit Männer abgezogen hat
DU weisst, wofür die das Geld ausgibt.....
to be continued....

von wem weißt du das?

Sie hat bereits zwei Männern ungewollt ein Kind angehangen, um ihre Versorgung abzusichern. Zweifelsohne ist es genauso auch die Dummheit des Mannes, wenn er ihr dahingehend vertraut, aber das macht ihre Tat nicht besser, denn am Ende sind die Kinder die Leidtragenden, wie man an dem Kind sieht, was nicht sein Leibliches ist und ohne ihn nicht mal einen Vater hätte. Mütter sind halt nicht immer per se die Guten, nur weil sie Mütter sind. Genauso wenig wie mein Partner natürlich in allem nur das Opfer ist...aber wenn jemand jemand anderen so mutwillig zerstört und dabei auch keine Rücksicht auf seine Kinder nimmt, dann verdient er meines Erachtens nicht, dass man ihn auch noch in Schutz nimmt.

Eine Beziehung, mindestens 2 Geschichten

Ich hau meinen Verdienst, Kindergeld, Unterhalt in einen Topf und begleiche alles daraus. Auch meinen Schuhkauf oder den Sprit für meinen Roller (den ich zum Arbeiten benötige). Aber auch Ballett für die Tochter, Schuhe für das Eselchen, Brot und Käse...

Du kommst so rüber als wenn du denken würdest, dass dein Partner der allerallertollste ist (was er für dich natürlich ist 😉 und alle andere pöse...

Mima


AntwortZitat
Geschrieben : 22.06.2016 20:05
(@besorgtefreundin)
Schon was gesagt Registriert

Nein, das denke ich ganz sicher nicht. Und ich habe ja jetzt auch schon einiges mitbekommen und das nicht nur vom Hörensagen von ihm. Die Kita-Leitung zeigt ja auch nicht einfach so eine Kindeswohlgefährdung an.

Mir scheint es eher so als wenn du automatisch den Mann zum Bösen machen willst und die Mutter auf jeden Fall im Recht ist. 😉

Ich wollte jetzt hier aber keine Grundsatzdiskussionen führen. Eigentlich hatte ich mir nur ein wenig Hilfe versprochen, weil die Situation vor allem auch immer wieder für die Kinder und ja auch für meinen Freund sehr belastend ist.

Dass ich mir jetzt irgendwie implizit unterstellen lassen muss, wir oder vielmehr er ist vielleicht eigentlich der Schuldige, finde ich nicht sehr fair und ist vielleicht auch nicht sehr vorteilhaft für ein Forum, welches sich Vatersein nennt und wo man dennoch anscheinend auch als Hilfesuchender gleich rundgemacht oder belehrt wird, wenn man es wagt die Mutter als heilige Kuh zu kritisieren.

Ich wollte wie gesagt keine dogmatische Grundsatzdiskussion führen, sondern mich lediglich über Rechte und Pflichten informieren. Und Rechte hat ja vielleicht am Ende auch der Vater und nicht nur die Mutter.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 22.06.2016 20:11
(@Mrs_Mima)

hi,

neee, ich wollte auch nix unterstellen nur dazu ermutigen, die Gesamtsituation zu sehen.
Dieses Forum nennt sich übrigens
vatersein.de
muttersein.de und
elternsein.de

Du wirst also Meinungen/Antworten bekommen die von BET verfasst wurden, bei denen es Konflikte mit der UET gibt und umgekehrt. Durchgeknallten BET und UET, Probleme mit Next, mit Kindern, Wechselmodellen, die toll laufen, Umgänge, die gar nicht gehen...

Jeder/Jede hat wie du ihre Geschichte zu tragen und bringt den einen eigenen Erfahrungsschatz ein...

Mima


AntwortZitat
Geschrieben : 22.06.2016 20:19
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo besorgteFreundin,

Dein Ansinnen kann ich verstehen, mir ging es vor 14 Jahren mal genauso 🙂 Man muss als neue Frau da ein bissl aufpassen, dass man nicht zu tief in diese Thematik einsteigt bzw. sich einmischt und seine Kämpfe kämpft.

Faktisch ist es richtig, dass er keine Kontrolle über die Verwendung des Unterhalts hat. Grundsätzlich gilt der Unterhalt als verwendet, wenn ein Kind wohnt, bekleidet ist, Essen hat. Wenn man die Kosten mal zusammen rechnet für Warmmiete fürs Zimmer, anteilige Restwohnungskosten, Strom, Wasser, Nahrung, Kleidung, kommt schon ordentlich was zusammen. Ggf. kommen Kitakosten, Betreuungskosten, später mal eine Busfahrkarte etc. pp. hinzu.

Kauft dem Kind für die Besuchszeit Kleider, die bei euch bleiben. Ruhig gebraucht als Paket bei E*ay und Co.

Wenn die Kita Auffälligkeiten sieht, soll die Kita das auch anzeigen und verfolgen. Der Vater sollte sich hier vor Ort einbringen: Elterngespräch suchen, aktiv in der Kita mitwirken, interssiert sein. Darum bitten, bei Problemen angesprochen zu werden.

Ein Tipp: Begrenzt die Zeit, die das zwischen euch Thema ist. Max. eine halbe Stunde am Tag, besser nicht mal täglich. Und versucht euch zu sagen, die Ex und ihr Verhalten muss euch nicht gefallen. Ihr werdet sie nicht ändern. Ihr könnt nur ein strukturiertes Konzept entwickeln, wie ihr den Ärger, den ihr ihretwegen fühlt, reduzieren könnt. Eben indem ihr bei Kleinigkeiten wie der Kleidung Umgehungslösungen findet.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 22.06.2016 20:46




(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Gut, um es nochmal ein wenig emotionsloser zu gestalten.

"Rechte" könnte er nur am eigenen Kind "erwerben".

Für die Übertragung des ABR (und nur damit könnte er das Kind gegen den Willen der KM zu sich holen) muss er Gründe vortragen können, die eine wesentliche Verbesserung für das Kind bringen.

Derzeit sehe ich noch keine so weit reichenden Vorkommnisse, das es für einen Richter ausreichend wäre. Es würde ja bedeuten, dass das Kind in diesem Fall nicht nur von der Haupbezugperson wegkommt, sondern auch vom Geschwister getrennt wird.

Viel wahrscheinlicher ist es (wenn auch der Kiga eine Gefährdungsmeldung macht), dass das JA der KM eine Familienhilfe anbietet und versucht wird den Kindern und der Mutter in deren Haushalt zu helfen und die Mißstände zu beseitigen.

Zielführender wäre (da das Kind ja auch noch relativ klein ist), den Umgang stückweise auszuweiten. Also nciht nur alle 14 Tage von Fr- So, sondern z.B. bis Montag zum kiga und n der Zwischen woche z.B. nochmal einen Nachmittag oder auch über nacht bis Kiga... und das Stück für Stück bis zu einer 50/50 Betreuung ausweiten. Spart übrigens keinen Unterhalt, da bei einer nicht verdienenden KM er trotzdem Barunterhaltspflichtig bleibt.

Zu Klamotten o.ä. Es ehrt ihn ,wenn er die Sachen anschafft und es nicht übers Herz bringt sie dann bei sich zu behalten. Aber das sollte er tun. Viele Kinder finden es sogar toll, wenn sie bei Papa ihre "Papaklamotten" haben oder Spielzeug, das es eben nur bei Papa gibt. Sie werden trotzdem bei Mama nicht nackt durch die Gegend rennen oder nichts zu spielen haben 😉


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 22.06.2016 20:50
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin besorgte Freundin,

ich würde zusätzlich noch mal mit Deinem Freund über sein "Engagement" bzgl. des nicht leiblichen Kindes sprechen. Es ist ja löblich, dass er sich hier engagiert nur hat er keine Recht an diesem Kind. Eine KM, so wie Du sie beschreibst, wird dieses Kind in Praxis als Druckmittel gegen Deinen Freund nutzen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er so Ansagen wie "Entweder nimmst Du beide Kinder zum Umgang oder Du bekommst gar keinen mehr" präsentiert bekommen hat und als "netter Papa" natürlich auf diese angesprungen ist, um nicht den Umgang zum leiblichen Kind zu gefährden.

Durch Umgang entstehen auch in Eurem / Seinem Haushalt Mehrkosten. Mehrkosten, die überhaupt nicht gedeckt werden bzw. durch eine unwillige KM und ihre Eskapaden noch verstärkt werden. Hier sollte sich Dein Freund auf seine Vaterrolle konzentrieren. Insb. da das übrige Verhalten der KM zu wünschen übrig lässt.
Solltet ihr Zusammenziehen zahlst Du übrigens dann indirekt den Umgang und Platzbedarf für zwei Kinder mit.

Kinder verschlissene Kleidung oder zu kleine Kinderschuhe anzuziehen ist ein beliebter Trick, den wir hier im Forum schon zig mal gesehen haben. Wie Du schon geschrieben hast, soll der KV dazu gebracht werden, neue Klamotten zu besorgen. Hier kann es nur helfen, die Sachen der KM nach Ankunft auszuziehen, das Kind neu einzukleiden und vor der Rückkehr des Kindes zur KM die alten Sachen wieder anzuziehen.

Wie siehst Du denn Eure Zukunft? Plant ihr selber Nachwuchs? Denkst Du das Du mit dieser Situation umgehen kannst? Mach Dir noch mal bewußt, dass eine Ex oft am imaginären Küchentisch dabei sitzt und Eure Pläne für die nächsten Jahre beinflussen kann. Frag Dich auch ganz bewußt, ob Du dieses Verhalten auch in den nächsten Jahren tolerien kannst. Und ggf. bei gemeinsamen Nachwuchs damit klar kommst, dass Dein Partner sogar zwei Kinder im Umgang betreut, für das Du dann indirekt mitbezahlst und ihr weder Unterhalt noch Kindergeld bekommt. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 23.06.2016 00:24
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin besorgte.

Mir ist es ein Anliegen, Dir insb. die Tipps von LBM und mnw ans Herz zu legen, da sie aus meiner Sicht am besten Euer Problem aufnehmen und Euch einen Weg aufzeigen, der Euch wirklich helfen kann!

Der KV muss erkennen, wo er wirklich Verbesserungen (und sei es auch in kleinen Schritten) für das Kind erreichen kann und wo es eben aussichtslos los ist (zB Verwendung des KU, das zweite Kind). Und ganz wichtig -  er muss aktiv werden! Damit meine ich nicht Dein Engagement hier im Forum, sondern sein Handeln nach Hause und vor allem sein Wille, ein selbstbewusster KV zu sein.  Du kannst ihm dabei helfen, als verantwortungsvolle Frau an seiner Seite solltest Du das auch tun (in diesem Fall ihn wohl eher bremsen als aufstacheln), aber pass auf, das Eure Beziehung dabei nicht unter die Räder kommt.

Gruß Toto, der sich über die wahrgenommene "Terrorisierung" im Threadtitel doch arg wundert...


AntwortZitat
Geschrieben : 23.06.2016 09:57
 Mux
(@mux)
Registriert

Moin Besorgte,

zu allererst sollte sich dein Freund hier direkt anmelden, um direkt Anworten zu erhalten und seine Sicht der Dinge zu beschreiben.

Zu Deinen Fragen folgendes:

Hat er überhaupt Chancen, die Kinder zu sich holen? Also vor allem auch das Sorgerecht für das Kind zu beantragen, was nicht sein Leibliches ist?

Er kann das GSR für sein Kind bei Gericht beantragen, an dem Nichtleiblichen hat er keinerlei Rechte oder Pflichten. Ob er eine Chance hat, nur sein
leibliches Kind zu sich zu holen, ist von hier aus - auch wegen der nebulösen Kindeswohlgefährdung - schwer zu beurteilen, in der Regel hat er aber
nur geringe Chancen. Selbst bei einer festgestellten Kindeswohlgefährdung erfolgt ein möglicher Sorgerechtsentzug in mehreren Teilschritten, immer begleitet
von Hilfe und Unterstützung für die Mutter. Erst wenn das Amt bereit ist, das Kind aus der Familie herauszunehmen, kommt evt. der Vater ins Spiel, aber selbst
das ist nicht sicher. 

Der Kindesunterhalt ist zu entrichten, über die Verwendung auch nur nachzudenken, lohnt nicht! Bitte glaub mir, ich mache das seit 13 Jahren mit, und erst wenn man
aufhört, sich drüber aufzuregen und das zu thematisieren, kehrt die Seelenruhe wieder ein. Einzige Stellschraube ist die Höhe des Unterhaltes. Korrekt berechnen, zahlen
und fertig, und nie wieder drüber reden. Ist der KU eigentlich tituliert?

Beim Umgang hat er am meisten Chancen etwas zu machen. Hier lese ich aber nichts vom Problemen, also scheint der 14tägige Umgang vernünftig zu funktionieren? Gibt
es hier ein Urteil oder läuft der Umgang so im Einvernehmen? Das mit dem zweiten Kind würde ich so nicht machen, das Kind hat einen Vater und der hat sich zu kümmern, tut
der das nicht, ist das zwar schade, geht aber Deinen Freund nichts an. Der wahre Beweggrund ist aber - so argwöhne ich ähnlich wie Ingo - dass die Mutter das so will, sonst ist
ja nichts mit freiem Wochenende und dass sich dein Freund hier erpressen lässt. Umgang ist aber im Gegensatz anderen Problemen gerichtlich gut durchzusetzen. Er hat wie gesagt
an dem zweiten Kind keinerlei Rechte, den Umgang mit seinem Kind kann er aber gerichtlich auch gegen den Willen der Mutter durchsetzen.

Versucht Ruhe in den Alltag reinzubringen: Lasst abprallen, was ihr nicht ändern könnt (Kind kommt mal wieder in löchrigen Klamotten wie letztens mein Sohn in total zerfetzten Jeans,
ausgezogen, ab in den Schrank, wird am Ende des Umgangs genauso wieder angezogen, fertig, kein weiterer Gedanke dran verschwenden). Auch teilweise Erfolge, die ich feiern konnte
(kaputte Sachen einbehalten, neue gekauft und mitgegeben, dafür KU gekürzt und drauf gezockt, dass sie nicht aus dem Titel vollstreckt), sind eigentlich nur Siege f. mein Ego gewesen
und ändern an der Situation des Kindes nichts, weil eben seine Mutter ne Schla*mpe bleibt, und solche Aktionen sie wütend machen, was auch nichts fürs Kind bringt, weil das ja bei der KM lebt.

Wenn es nötig wird, handelt konsequent (z.B. wenn Umgang boykottiert wird, weil Madame irgendetwas nicht gefällt), lasst aber die Geschichte nicht zum Dauerthema werden, hat mich
mindestens eine Beziehung gekostet. Meine langjährige Lebenspartnerin hat sich übringes von Anfang an geweigert, sich den Mist von mir anzuhören, geschweige denn selbst aktiv zu
werden. Darüber war ich am Anfang irritiert, habe aber dann gemerkt, dass das Thema einfach nicht so groß wird, und sogar zeitweise völlig aus dem Leben verschwindet, wenn man es
soweit es geht ignoriert. Es handelt sich bei dem Problem um eine Art chronische Krankheit, man muss damit leben, braucht mal ne Therapie, aber muss es ja nicht zum Lebensinhalt werden lassen.

Du solltest Dich da übrigens komplett raushalten; dein Engagement in Ehren, aber es schadet mehr als das es hilft.

LG,
Mux


AntwortZitat
Geschrieben : 23.06.2016 12:36