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(@zulangezustill)

@sehrtraurig und brille

Ich finde euren Disput nicht gut. Ich verstehe sehrtraurig im Anliegen, aber was brille meint, ist nicht von der Hand zu weisen. Man schlägt für die kleine Aussicht, eine große Schlacht zu gewinnen, jeglichen Weg gütlicher Einigung in den Wind. Verliert man die Sache mit dem ABR, gibts zukünftig an jeder Front um die Ohren, und ob das so gesund ist, da habe ich auch meine Zweifel.

Ich hatte ähnliche Probleme und Gedanken. Mir war am Ende wichtig, überhaupt noch Einfluss auf das Wohl meiner Kinder, auch was den Umgang angeht, zu haben. Also habe ich meine Frau betreffs der Kindererziehung sanft etwas auf den Weg gebracht, um ihre Lage zu verbessern und ansonsten mit ihr eine friedliche Regelung getroffen, was Unterhalt usw. angeht. So habe ich regelmäßigen, eigentlich unbeschränkten Umgang mit den Kids und ein halbwegs normales Verhältnis zu meiner Nochfrau.

Ich denke, für mich war das der beste Weg und meine, brille wollte deutlich darauf hinweisen, dass David diesen Weg gerade für immer vermauert. Dem ist auch so.

Am Ende muss David eh selbst entscheiden, was er tut. Ich habe auch Hochachtung davor, wenn er das Risiko eingeht. Was rauskommt, wird die Zukunft bringen. Aber was euch beide angeht, Argumente sind beiderseits verständlich und nun ausreichend dargelegt, insofern bringt es nix, den Disput weiterzuführen und durchzukauen.

Danke

David, ich wünsche dir alles Gute und dass es so ausgeht, wie du es dir wünschst. Ich hatte damals den Mut nicht, muss aber eben auch sagen, es gab alternativ vernünftige Wege, auch wenn sie langwierig waren. Gibts die bei dir nicht, dann kämpfe, aber wohlüberlegt. es geht nicht darum, was für dich oder deine Ex rauskommt und wer den großen Sieger macht bei der Nummer, es geht am Ende rein ums Kindeswohl, das sollte man nie vergessen.


AntwortZitat
Geschrieben : 17.07.2007 12:39
(@davidol77)
Rege dabei Registriert

Hallo Zusammen,

morgen Dienstag, 23.07.07  ist es soweit, der Termin vor Gericht, 12:00.
Beamtin vom JA ist als Zeugin geladen. Nach Ihrer Aussage fand Sie meine Begründung für den Antrag zum ABR sehr gut und Sie sagte zu meiner Anwältin, dass Sie es toll findet wie ich für meinen Sohn kämpfe. :thumbup:

Ich habe noch ´ne Frage an Lutz:
In deinem Fall habe ich gelesen, dass eine Bekannte einem Richter deine Geschichte geschildert hat und das dieser von einer gerichtlichen Einigung abgeraten hat.

Wieso, wegen der Äußerung des JA Beamten, oder einfach im Allgemeinen?
Denn wenn man sich deine Geschichte mal so durchliest, dann ist das ziemlich haarsträubend und man denkt, dass es zum Wohle der Kinder eigentlich nur die Lösung bei Dir hätte geben dürfen.

Bis dann

David


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 23.07.2007 12:52
(@sehrtraurig)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo!

Sowohl der Richter als auch meine RAin hatten mir damals von einer gerichtlichen Auseinandersetzung abgeraten.

Einziger Grund für diese Ratschläge war die zu erwartenden Stellungnahme des JAes. Natürlich hätte mir bei gegenteiliger Stellungnahme keiner eine Garantie hinsichtlich meiner Erfolgsaussichten gegeben, meine Chancen wären aber deutlich höher gewesen.

Denn wenn man sich deine Geschichte mal so durchliest, dann ist das ziemlich haarsträubend und man denkt, dass es zum Wohle der Kinder eigentlich nur die Lösung bei Dir hätte geben dürfen.

Da hast Du vollkommen recht. Das Kindeswohl hat damals leider niemanden interessiert.

Aber: Jeder Fall ist anders!!!!

Berichte nach dem Verfahren mal wie es gelaufen ist. Ich wünsch Dir alles erdenklich Gute für morgen.

LG, Lutz


Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

AntwortZitat
Geschrieben : 23.07.2007 15:44
(@davidol77)
Rege dabei Registriert

Hallo Zusammen,

heute war der große Tag vor Gericht.
Eins vor weg: Es war nicht der große Erfolg aber es ist noch nichts entschieden, der  Richter drängte darauf, einen Kompromiss zu finden und sich in einer Woche wieder zu treffen. Beidseitig angenommen.

Zum Verlauf: zu Beginn konnten beide Parteien die schriftliche Stellungnahme des JA lesen. Die Beamtin war auch zugegen.
In der Stellungnahme stand ungefähr wörtlich : "... empfehle ich, dass das Kind zum Vater kommt, da bei Ihm eine großzügigere Umgangsregelung zu erwarten ist, als bei der Mutter."

Anschließend wurde die KM befragt zu Ihrem Standpunkt. Sie stellte dar, dass ich von Anfang an für den Wegzug gestimmt hätte und damit einverstanden war, dass Sie mit dem Kleinen geht und dass ich jetzt durch Fremdbestimmung meiner Familie eine andere Meinung hätte.
Des Weiteren wurde noch auf die Hepatitis in meiner Familie hingewiesen und dass Sie von meiner Familie während Ihres Examens, was Sie zum Ende der Schwangerschaft und in den ersten Wochen mit dem Kleinen in unserer gemeinsamen Wohnung in der Nähe von OL mit einigen Prüfungen beendete, nicht von meiner Familie unterstützt wurde, wie es Ihr zugesagt war.
Des Weiteren verharmloste Sie Ihr Referendariat, indem Sie sagte, Sie hätte 12 Std. Unterricht, wovon 8 selbst gestaltet werden und 4 nur Besuch sind. Die 8 Std. können noch auf 6 Reduziert werden und groß was vorbereiten muss Sie auch nicht, da es neue Unterrichtsvorlagen gibt, an die Sie sich halten muss und die einiges vorgeben.

Als ich befragt wurde, habe ich zunächst geschildert, wie alles begann, mit der Auseinanderstzung im Ski-Urlaub, Ihr darauf folgender Hinweis, dass Sie die Wohung kündigen will, die Wahrsagerin und dass wir offen über Trennung gesprochen haben.
Der Richter hat mir das dann so ausgelegt, dass man oft zu wenig in einer Beziehung spricht und ich wohl nicht erkannt habe, wie dringend meine Ex nach OL ziehen will, was ich auch bestätigte.
Er meinte, ich wäre wohl ein Typ, der erstmal alles auf sich zukommen lässt. Aufgrund der Tatsache, dass ich offen während der Trennungsphase über die Möglichkeiten Hannover und Osna mit meiner Ex gesprochen habe, lässt vermuten, dass ich anscheinend mal damit einverstanden war und ob es dann nicht möglich wäre, jetzt mal alles zu vergessen, was gewesen ist und einfach mal versuche, mir einen Kompromiss vorzustellen und den vielleicht sogar auszuprobieren, z.B. für die nächsten 3 Monate.
Wenn meine Ex jetzt zusagt, Sie wäre damit einverstanden, dann geht er davon aus, dass Sie Ihn nicht belügt und dass es funktionieren könnte. Sollte sich meine Ex nicht daran halten, dann könne ich ja gerne wieder meine alte Position einnehmen. Kompromiss bedeutet in unserem Fall: Sie geht nach Hannover und ich erhalte großzügige Kontakte.
Ich habe dem nicht sofort widersprochen, da ich ja schon den Eindruck eines Kompromissbereiten Vaters machen möchte.
Trotzdem gab ich zu bedenken, dass die Vergangenheit, die wir vergessen sollen, erst zwei Tage her ist, und dass ich mich durch weitere Dinge in meinem Vertrauen missbraucht fühle, unter anderem dadurch, dass Sie mir Geld entwendet hat, was ich gerne zurück hätte und durch Ihre Handhabung während der Besuche des Kleinen  an  den vergangenen WE´s.

Er befragte die Dame vom JA und die sagte nochmal, dass es gut ist, dass wir so früh hier alles klären, dass Sie aber auch aus Ihrer Erfahrung weiss, dass Paare sich in der Theorie immer auf die Elternebene begeben sollen, dass dies aber gerade nach einer und speziell nach unserer Trennung, die noch so frisch ist, selten funktioniert.

Zum Schluss schlug der Richter vor, dass wir alle am besten jetzt mal alles "sacken" lassen und uns in einer Woche wieder treffen.
Er wies während der Verhandlung auch mal darauf hin, dass er ein Urteil sprechen muss, was von der Gegenseite vorm OLG oft wieder angefochten wird und so weiter und so fort und dass hier Kosten enstehen und Nerven verloren gehen und dass er es begrüßen würde, wenn wir  einen Kompromiss finden  würden, mit dem beide leben können.
Er bezog sich zwischendurch auch auf die Sendung gestern abend im Ersten, was so ein "Krieg" doch für Auswirkungen auf ein Kind hätte.

Auf reine Fakten, wie z.B.  der Ablauf des Auszugs, dass Ausnutzen des Kleinen der Mutter, für die eingenen Interessen, die Schikane bei den letzten drei Besuchen, wo ich das Haus nicht verlassen durfte etc. wollte er kaum eingehen.

Jetzt habe ich zeitgleich zu Beginn der Verhandlung von der Gegenpartei eine Stellungnahme zu meinem ABR Antrag erhalten, 6 Seiten insgesamt, die ich nicht zu Beginn der  Verhandlung lesen wollte, weil mir die Ruhe fehlte, obwohl uns kurz Zeit gegeben wurde.

Danach habe ich es gelesen und es war so verletzend und gemein,  dass es alle guten Absichten wieder zunichte gemacht hat.
Wie sie z.B. mich und meine Familie beschrieben hat ist wirklich unglaublich.

Wenn ich ehrlich bin, möchte ich zur Zeit an meiner Position  nichts ändern.

Kennt von euch vielleicht jemanden, oder hat vielleicht jemand Erfahrungen mit dem Refenrendariat für Gesundheitswissenschaften an Berufsschulen? Nur um die Belastung der Mutter im Referendariat besser abschätzen zu können.

Bis dann

David


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 25.07.2007 00:50
(@nichtaufgeber)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo David!
Gerade jetzt wäre es einfach sich in der Anonymität zu verdrücken - hab Dir ja ne Info/Tip gegeben - aber Du kannst Dich drauf verlassen, wenn Dir danach ist, schreibe, erzähle - ich weiss, auch das hilft!
Also zum Fall:
Der Richter lässt euch Gelegenheit einer Einigung mit Hinweis auf zermürbende, lange, nervenaufreibende Verhandlungen/ Auseinandersetzungen. Noch am selben Tag machst Du gleich eine Erfahrung, dass dem so ist. Sicherlich ist die Angelegenheit nervenaufreibend, strapaziös und achwasweissichwas - ABER: Du musst für Dich selbst entscheiden, ob Du nervlich, seelisch einen Weg gehen kannst, der sicher schwierig und nicht planbar erscheint (*Brille* würde vielleicht sogar sagen, kannst Dir sparen) - ich würde es versuchen - aber sowas wie ein Schreiben von der Gegenseite darf Dich dann nicht mehr beeindrucken. Du hast Dein Ziel vor Augen und bisr der Meinung, dass es das Beste für Dein Kind ist! Macht bei Deiner Schilderung auch Sinn -
Viel Kraft *nichtaufgeber*


Mann/ Frau muss das Licht des Anderen nicht auslöschen, um selbst besser zu scheinen ... (Konfuzius)

AntwortZitat
Geschrieben : 25.07.2007 10:42
(@sandgren)

hy david,

ABER: Du musst für Dich selbst entscheiden, ob Du nervlich, seelisch einen Weg gehen kannst, der sicher schwierig und nicht planbar erscheint (*Brille* würde vielleicht sogar sagen, kannst Dir sparen) - ich würde es versuchen -

und noch viele andere user auch! 😉

so schlecht scheinen die karten auch nicht zu stehen denke ich,
also mut und kraft zusammennehmen dann kannst du es schaffen. 🙂

gruss sandgren 8)


AntwortZitat
Geschrieben : 25.07.2007 11:01
(@jemmy)
Registriert

Hallo David !

Hört sich positiv an.
Wenn du allerdings:

Wenn ich ehrlich bin, möchte ich zur Zeit an meiner Position  nichts ändern.

so denkst, möcht ich dir dringend anraten, dir eine sehr gute Begründung für den Richter zu überlegen, denn dieser ist ja offensichtlich vehement auf einen Vergleich gepolt. Du darfst also in keinen Fall in seinen Augen als "Sturkopf" erscheinen, vielmehr müssen deine Gründe ihm einleuchten und ihn überzeugen, dass du keine andere Wahl hast, als bei deinem Standpunkt zu bleiben.
Möglicherweise hilft dir dabei sogar der Schriftsatz, welchen du erst im Nachhinein gelesen hast. Das funzt allerdings nur, wenn EX den Inhalt bei der nächsten Verhandlung nicht revidiert. Ich bin aber auch der Meinug, dass du dabei bleiben solltest!

Wenn nämlich:

Wenn meine Ex jetzt zusagt, Sie wäre damit einverstanden, dann geht er davon aus, dass Sie Ihn nicht belügt und dass es funktionieren könnte. Sollte sich meine Ex nicht daran halten, dann könne ich ja gerne wieder meine alte Position einnehmen. Kompromiss bedeutet in unserem Fall: Sie geht nach Hannover und ich erhalte großzügige Kontakte.

Madame weg ist mit dem Kind, glaube ich nicht, dass es so leicht wird Kiddy wieder zurück zu holen. Mal davon abgesehen, wird EX ein paar Monate die kompromisbereiteste Person auf der Welt sein und wenn dann das Kontinuitätsprinzip zugeschlagen hast, bist du wieder da, wo du jetzt bist, nur hast du dann vermutlich nicht mehr die geringste Chance etwas an der, dann vorherschenden Situation, zu ändern.


Die Lüge wird nicht zur Wahrheit, weil sie sich ausbreitet und Anklang findet. (Mahatma Ghandy)
Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen (Edmund Burke).
Everybody wants to rule the World

AntwortZitat
Geschrieben : 25.07.2007 13:27
(@babbedeckel)
Registriert

Hi David,

ich bin auch der Meinung, daß du deinen Weg, den du eingeschlagen hast, weiter zu verfolgen.

Begründungen gibt es doch zuhauf:

  • JA sagt selber, daß du derjenige bist, den Umgang "besser" zu unterstützen
  • Formuliere die Argumentation wegen dem Referendariat aus, mache dich schlau
  • Kompromiß, bzw. erweiterte Umgang ist seitens der KM nicht zu erwarten
    • Oma, Opa, Verwandte hätten wohl auch keine Chance, den Kleinen zu sehen. Beweis dürfte hier das letzte Schreiben sein-
    • ...und was dir noch so einfällt  😉

    Zu verlieren hast du m.E. nichts, nur zu gewinnen !!!

    kraftvolle Grüße
    babbedeckel


Ein Ruin kann drei Ursachen haben: Frauen, Wetten oder die Befragung von Fachleuten (Georges Pompidou)

AntwortZitat
Geschrieben : 25.07.2007 17:57
(@davidol77)
Rege dabei Registriert

Hallo Zusammen,

nach einiger Überlegung denke ich, sollte ich auf folgende Dinge achten:

Was ist dem Richter wichtig und was ist dem Richter unwichtig?

Folgendes scheint Ihm unwichtig zu sein:
1. Was in der Vergangenheit passiert ist
2. Wie der Kleine untergebracht ist, denn er erwähnte, das z.B. ein Kinderhort zur Förderung der Kontakte und des Kindes eher förderlich ist, als wenn er nur von einer Person groß gezogen wird.

Folgendes ist Ihm wichtig:
Ein Kompromiss, oder zumindest eine Lösung, die für beide Elternteile und den Kleinen gut ist
Eine Beratungsstelle zur Lösung der noch bestehenden Differenzen (z.B. Geld) und somit zum Wohle des Kleinen

Bis jetzt raten mir alle von einem Kompromiss ab, vor allem aufgrund der geschehenen Dinge und der damit zu erwartenden zukünftigen Dinge.
Und aufgrund der Tatsache, dass noch so einiges im Raum steht (z.B. Geld entwendet), was während der Kompromiss-Probezeit geklärt werden muss, wird ein Kompromiss wahrscheinlich auch gar nicht klappen.

Ich würde also gerne aufgrund der Geschehnisse auf mein ABR beharren (da das Vertrauen nicht da ist), gleichzeitig aber den Besuch einer Beratungsstelle vorschlagen, am besten schon mit einem festen Termin.  Des Weiteren einen großzügigen Umgang des Kleinen zur Mutter (der (Umgang) mir übrigens sehr wichtig ist, trotz allem), z.B. im Wechselmodell, wobei ich hierrüber noch nicht genug Informationen habe, wie sich das z.B. auf den Kleinen auswirken könnte.

Soweit erstmal

Ciao

David


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 25.07.2007 20:34
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin David,

Bis jetzt raten mir alle von einem Kompromiss ab, vor allem aufgrund der geschehenen Dinge und der damit zu erwartenden zukünftigen Dinge.
Und aufgrund der Tatsache, dass noch so einiges im Raum steht (z.B. Geld entwendet), was während der Kompromiss-Probezeit geklärt werden muss, wird ein Kompromiss wahrscheinlich auch gar nicht klappen.

ich wollte und werde mich in Deiner Angelegenheit mit Meinungsäusserungen zurückhalten, da ich die Realitäten des deutschen Familienrechts deutlich anders einschätze als Du und mancher andere. Einen Tipp habe ich trotzdem für Dich: Irgendwelchen sachfremden Käse ("...Geld entwendet...") mit Umgangsfragen zu vermischen, zur Begründung der Charakterlosigkeit Deiner Ex heranzuziehen oder irgendwelche Kompromisse davon abhängig zu machen wird Dir achtkantig auf die Füsse fallen. Wenn Du schon dieses ABR-Verfahren durchziehen möchtest, bleib wenigstens ganz stringent beim Thema und lass alles andere konsequent aussen vor - es hat mit Eurem Sohn nicht das Geringste zu tun.

Just my 2 cents
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 25.07.2007 22:01




(@nichtaufgeber)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo guten Morgen David!
Da gebe ich *Brille* uneingeschränkt recht, wenn Du das durchziehst, musst Du wirklich alles, was auf gegenseitige Bezichtigung/ Streit abziehlt herauslassen. Der Richter soll sich ja ein Bild davon machen, dass Du es in der Zukunft für den Kleinen Besser machst. und das in ein paar Minuten. Also überzeuge ihn mit vollständigen Plänen, Deine Eltern, Omas und Exe! sind mit eingebunden (zeige ja keinen Hass) - erzähle ihm von Deinen Vorstellungen - Schule, Berufsbild, ecetera, ecetera. Haste ihn auf Deine Krankenkasse angemeldet, kennste seine Leherer? Und wie gesagt, halte Dir immer vor Augen: Der andere wird nur "Schlechter", wenn Du "Besser" bist, aber nie wenn Du ihn schlechter machst, getreu nach dem Motto: "Um selbst besser zu scheinen, musst Du das Licht des Anderen nicht auslöschen." Konfuzius
Viel Kraft und auch Glück *nichtaufgeber*


Mann/ Frau muss das Licht des Anderen nicht auslöschen, um selbst besser zu scheinen ... (Konfuzius)

AntwortZitat
Geschrieben : 26.07.2007 10:16
(@davidol77)
Rege dabei Registriert

Hallo zusammen,

gestern war der zweite Termin vor Gericht.

Kurz zum Verlauf in der Woche davor: Ich hatte mich schriftlich nochmal zu einem Kompromiss geäußert und habe für unseren Kleinen das Wechselmodell vorgeschlagen, eine Woche bei mir eine W. bei Ihr für eine Probezeit von drei Monaten.
Als ich den Kleinen dann am WE das erste Mal zu mir holen durfte, hat das dann leider 1,5 Std. gedauert. Meine Ex wollte unbedingt mit mir die noch im Raum stehenden Dinge klären wie Geld,  Möbel etc.. Das wollte ich aber nicht, da ich der Meinung war, dass es im Moment keinen Sinn macht und das ich das gerne mit einem Dritten mediativ klären würde. (Einen entsprechenden Vorschlag hatte ich schon in der schriftlichen Stellungnahme erwähnt.)
Sie meinte dann ich solle Ihr unterschreiben, dass ich nicht mit Ihr reden will und als ich das verneinte wurde ich vor den Nachbarn gezogen um es dort vor Zeugen zu wiederholen.
Anschließend (zurück vom Nachbarn) ging es darum dass ich den Kleinen nur bis Samstag haben solle, wäre vor Gericht so abgemacht worden. Da ich mich diesbezgl. nicht genau erinnern konnte, (für mich war eingentlich klar, WE heißt von Freitag bis So.) bat ich Sie Ihn mir trotzdem bis So. mitzugeben. Das wollte Sie dann davon abhängig machen. ob ich mit Ihr spreche.
Sie machte  dann von sich aus einen Vorschlag wie Sie es aufteilen würde und da ich der Meinung war, dass ein mediatives Gespräch das gleiche Ergebnis gebracht hätte, war ich einverstanden.
Fazit: Ich durfte Ihn bis So. haben.
Darauf ging es um den Autositz. Ich hatte extra einen mit, falls Sie mir den Sitz nicht mitgibt und verneinte Ihre Frage, ob ich einen hätte.
Ich durfte den Sitz mitnehmen, musste aber unterschreiben, dass ich Ihn zurückbringe.
Auf Ihre Frage, was ich am Di. (gestern) vor hätte, antwortete ich, dass ich das Wechselmodell vorschlagen möchte und Sie könne ja gerne darüber nachdenken. Leider war sie diesbezgl. schon voreingenommen, da die Dame vom JA auch schon davon sprach und die hatte Sie aufgrund des Gespächverlaufs beim JA und der Stellungnahme vor Gericht (Kind zum Vater) gefressen.

Als Gestern dann die Sitzung begann, gab es auch von der Gegenseite einen weiteren Schriftsatz in dem das Wechselmodell leider abgelehnt wurde.

Als der Richter dann fragte, wie das WE war und ich die vorige Geschichte vorbrachte, war leider offentsichtlich, dass ein Kompromiss wie das Wechselmodell nicht funktioniert, da wir offensichtlich zur Zeit nicht miteinander reden können und Kommunikation ist nun mal das wichtigste bei diesem Modell.
Der Verlauf des WE wurde dann natürlich noch wieder etwas anders dargestellt etc.
Der Richter sagte dann, ok, es hat hier leider keinen Zweck, ich muss dann wohl eine Entscheidung fällen und wenn wir Pech haben läuft es wie in der Sendung vom Montag, letzte Woche, wo sich jahrelang um den Kleinen gestritten wird.
Die Dame vom JA wurde auch nochmal kurz befragt und die meinte, dass es schade wäre, da Sie das W.modell durchaus für uns geeignet gefunden hätte und neue Studien aus Skandinavien es für die Entwicklung der Kleinen sehr positiv bewerten.
Des Weiteren habe ich aus Ihrer Stellungnahme zwar nicht die Wiederholung vernommen, Kind zum Vater, aber indirekt hat Sie Ihre alte Stellungnahme nochmal bestätigt.

Jetzt wird es wie folgt laufen:
Der Richter entscheidet im Eilantrag in dieser Woche, wohin der Kleine zunächst kommt. Im Laufe der kommenden Wochen und Monate wird dann eine Sachverständige beauftragt, die Ihm in seiner Entscheidungsfindung der Hauptsache (ABR Antrag von mir) behilflich sein wird. Diese Dame wird dann mit jedem sprechen uns besuchen und sehen wie wir mit dem Kleinen umgehen etc.
In ca. drei Monaten ist dann mit einer endgültigen Entscheidung zu rechnen.

Tja. da hilft jetzt nur noch warten.

Bis dann

David


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 01.08.2007 22:47
(@hamburg2000)
Nicht wegzudenken Registriert

Jetzt wird es wie folgt laufen:
Der Richter entscheidet im Eilantrag in dieser Woche, wohin der Kleine zunächst kommt. Im Laufe der kommenden Wochen und Monate wird dann eine Sachverständige beauftragt, die Ihm in seiner Entscheidungsfindung der Hauptsache (ABR Antrag von mir) behilflich sein wird. Diese Dame wird dann mit jedem sprechen uns besuchen und sehen wie wir mit dem Kleinen umgehen etc.
In ca. drei Monaten ist dann mit einer endgültigen Entscheidung zu rechnen.
Tja. da hilft jetzt nur noch warten.

Hi David,

ich war zum Glück bisher noch nicht in Deiner unglücklichen Lage.
Dennoch hier ein Tipp für Euch drei (bin selbst als Schöffe tätig...):

Betrachte die Sachlage mal aus einer anderen Perspektive. Der Richter hat euch quasi noch eine Woche Zeit gegeben um die Friedenspfeife im Interesse des Kindes zu rauchen. Ebenso hat er Euch im ersten Termin umfassende  Hinweise und Tipps hierfür gegeben.

Also gibt es einen möglichen Königsweg um der - ergebnisoffenen - richterlichen Entscheidung  zuvor zu kommen.

- Stellt sämtliche Streitpunkte schriftlich fixiert bis auf weiteres zurück.
- Formuliert schriftlich ein verbindliches und exaktes WM
- Im Interesse des Kindes !
- Mediation + Probezeit mit reinschreiben

Und dann ab damit zum Richter bevor der sich für eine andere Lösung inkl. zweite Instanz und Folgekosten und Folgestreiteren entscheidet.

Nochmals: Nutzt die Woche die der Richter für sein Urteil benötigt und kommt ihm zuvor.

Der hat Euch beiden bzw. eurem Kind eine letzte Chance für einen friedlichen Weg (und preiswerten Weg) angeboten !

Merke: Der Richter benötigt keine Woche um ein Urteil zu fällen - das geschieht üblicherweise innnerhalb von Minuten...

Und der Hinweis auf weitere Instanzen durch den Richter kam nicht grundlos - die KM wird durch sämtliche Instanzen laufen sofern sie mit dem Urteil unzufrieden ist.


Ich ziehe nicht aus.

AntwortZitat
Geschrieben : 02.08.2007 15:48
(@davidol77)
Rege dabei Registriert

Hi hamburg2000,

das was du vorschlägst ist doch genau das, was ich in meiner schriftlichen Stellungnahme formuliert hatte.

Wechselmodell, mit Vorschlag zur Mediation bei den anderen Streitigkeiten (obwohl wir die jetzt eigentlich geklärt haben).
Des Weiteren Probezeit von 3 Monaten.
Die KM wollte das ja nicht. Ihr Vorschlag war: entweder jedes 2. WE von Do. bis So. oder eine komplette Woche pro Monat.

Und ich glaube, was die KM noch von einer Wochen-Wechsel-Lösung abhalten würde, ist die Geschichte mit dem Unterhalt.
Sie hat Unterhalt beantragt (für sich von mir, da wir eheähnlich zusammengelebt haben) bis Sie im Mai mit der Schule beginnt.
Wenn wir uns einigen sollten, weiß ich nicht genau, ob ich Ihr noch zahlen müsste. Sie rechnet jedenfalls fest damit.
Wenn ich das richtig verstanden habe, hat Sie es zunächst beantragt, die zahlen dann und kommen dann zu mir um den Unterhalt zurück zu fordern.

Ich würde mich allerdings zu gerne einigen.

Bis dann

David


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 02.08.2007 16:54
(@hamburg2000)
Nicht wegzudenken Registriert

Und ich glaube, was die KM noch von einer Wochen-Wechsel-Lösung abhalten würde, ist die Geschichte mit dem Unterhalt.
Sie hat Unterhalt beantragt (für sich von mir, da wir eheähnlich zusammengelebt haben) bis Sie im Mai mit der Schule beginnt.
Wenn wir uns einigen sollten, weiß ich nicht genau, ob ich Ihr noch zahlen müsste. Sie rechnet jedenfalls fest damit.
Wenn ich das richtig verstanden habe, hat Sie es zunächst beantragt, die zahlen dann und kommen dann zu mir um den Unterhalt zurück zu fordern.

Hat der Richter einen Tipp in Richtung Unterhalt gegeben ?
Ansonsten: Frag diskret mal Deinen Anwalt in dieser Richtung.
Ggf. würde ich - abhängig von Deinen finanziellen Möglichkeiten - das WM von der KM "erkaufen".

Finanziell haut Sie dir bzw. dem Kind sowieso mit den Folgeinstanzen richtig rein.

Das erkaufen des WM muss allerdings rhetorisch geschickt eingepackt werden.

Im Erfolgsfall gibt es dann nur Gewinner !

VIEL ERFOLG !


Ich ziehe nicht aus.

AntwortZitat
Geschrieben : 02.08.2007 17:47
(@davidol77)
Rege dabei Registriert

Hallo,

sehr brisant mit dem "Erkaufen".
Sie hat mir nämlich schon vorgeworfen, ich hätte Ihr den Kleinen angeblich abkaufen wollen vor einigen Wochen.
Es gab´da ein Gespräch, daran kann ich mich erinnern, allerdings ging es mehr darum, dass Sie mir vorwarf, ich wäre materiell, aber selbst hatte Sie die ganze Zeit nur vom Geld etc. gesprochen. In diesem Zusammenhang muss ich irgendwas gesagt haben, was Sie mir jetzt als "Kind abkaufen wollen" auslegt. Völliger Quatsch.

Wenn ich jetzt auf Sie zukomme und sage: Hey, ich zahl dir Unterhalt, dafür halte ich die Anzeige wegen Online-Missbrauch zurück (Anzeige läuft noch, denn jemand (Sie?) hat versucht auf mein Konto zuzugreifen und Sie hat noch meine TAN Liste.)
und wir ziehen das WM durch, ich weiß nicht, ob mir das nicht wieder negativ vorm Richter ausgelegt wird.

Bis dann

David


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 02.08.2007 19:16
(@jemmy)
Registriert

Wenn es sich als " abkaufen" darstellt, wäre das sicherlich nicht positiv, wenn du
allerdings sagst " war ja meine Idee und deshalb übernehme ich auch die Kosten
dafür" wäre das wohl eher positiv, da es ja ein weiteres entgegenkommen deinerseits
darstellen würde.
Ist immer die Frage, wie man es verpackt!  😉 In jedem Fall sollte ein Angebot in
dieser Form nur gemacht werden, wenn neutrale Zeugen dabei sind, damit es im nachhinein
nicht sinnverdreht verwendet werden kann.


Die Lüge wird nicht zur Wahrheit, weil sie sich ausbreitet und Anklang findet. (Mahatma Ghandy)
Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen (Edmund Burke).
Everybody wants to rule the World

AntwortZitat
Geschrieben : 02.08.2007 20:09
(@hamburg2000)
Nicht wegzudenken Registriert

Ist immer die Frage, wie man es verpackt!  😉 In jedem Fall sollte ein Angebot in
dieser Form nur gemacht werden, wenn neutrale Zeugen dabei sind, damit es im nachhinein
nicht sinnverdreht verwendet werden kann.

!


Ich ziehe nicht aus.

AntwortZitat
Geschrieben : 03.08.2007 16:51
(@nichtaufgeber)
Nicht wegzudenken Registriert

!

Hallo!
Na zumindest kannste mit dem Text nicht den Ton vergriffen haben . wenngleich ich da keinen tieferen Sinn dahinter sehe. Jemmy gibt ne Info - was willst damit ausdrücken?
Grüße *nichtaufgeber*


Mann/ Frau muss das Licht des Anderen nicht auslöschen, um selbst besser zu scheinen ... (Konfuzius)

AntwortZitat
Geschrieben : 03.08.2007 17:53
(@jemmy)
Registriert

!

Da dieser Kommentar etwas sinnentleert ist, interpretiere ich es mal so,
dass du meinen Beitrag erstklassig fandest.  :rofl2:
Danke dafür!  :thumbup:


Die Lüge wird nicht zur Wahrheit, weil sie sich ausbreitet und Anklang findet. (Mahatma Ghandy)
Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen (Edmund Burke).
Everybody wants to rule the World

AntwortZitat
Geschrieben : 05.08.2007 21:55




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