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Psycho-Krieg über unsere Tochter

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(@chris5880)
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Hi und Hallo,
Ich heiße Chris, bin 32 Jahre und stolzer Vater einer 5 Jährigen Tochter. Ich bin seit knapp 2 Jahren geschieden. Mittlerweile lebe ich in einer neuen, sehr glücklichen Beziehung, meine Ex-Frau hat wieder geheiratet und hat mit ihrem neuen Partner auch schon ein neues Kind. Ich möchte kurz erzählen wie es seit Anfang des Jahres so bei mir gelaufen und was so passiert ist.

Am Anfang des Jahres habe ich, um meine berufliche Zukunft zu sichern, eine 2-jährige Umschulung begonnen. Meine Verlobte arbeitet z.Z. in einer 3/4-Stelle und hatte bis vor einigen Monaten noch ein sehr klappriges Auto. Trotz unserer finanziellen Situation haben wir den weiten Weg von knapp 200 Km auf uns genommen (Gesamtweg pro WE: 800 Km) um meine Tochter über das We zu holen. Im März wurden die Probleme mit dem Auto dann so groß das es unverantwortlich gewesen wäre diese Strecke mit diesem Auto zu fahren. Über diesen Umstand unterrichtete ich dann meine Ex-Frau und versuchte es auch meiner Tochter so gut wie möglich zu erklären. Klar war meine Tochter enttäuscht und traurig, hatte diese Situation aber durchaus verstanden. Es standen dann 3 Monate der Entbehrung vor mir und meiner Tochter die ich, so gut es ging mit häufigen Telefonaten versucht habe zu überbrücken.
Anfang Juli bekamen wir dann Unterstützung (von meinen und den Eltern meiner Partnerin) um ein neues Auto zu kaufen. Aufgrund der weiteren finanziellen Belastung hatte ich mich dann mit meiner Ex-Frau darauf verständigt das ich leider nur einmal im Monat die Kleine abhole aber min. 2 mal die Woche anrufe. Das ging soweit auch ganz gut bis meiner Ex dann einfiehl, Oh, es ist ja nur noch ein dreiviertel Jahr bis zur Einschulung und da (Name meiner Tochter) ja leider noch hier und da was in die Hose macht schränkte sie von heut auf morgen den Kontakt ein. (zur Erklärung: Wir haben gemeinsames Sorgerecht). Ihre Erklärung dazu: Sie hätte mit verschiedenen Stellen gesprochen (wie Caritas, Kinderarzt, Betreuerinnen im Kindergarten) welche meinten es wäre für unsere Tochter besser, den kontakt wieder langsam aufzubauen (wegen den 3 Monaten die sie mich/uns nicht gesehen hatte) um sie wieder an uns zu gewöhnen und um das Problem mit dem "in die Hose machen" wieder in den Griff zu bekommen.

Erst habe ich mich natürlich darüber aufgeregt, habe dem ganzen jedoch dann zugestimmt um unnötigen Stress zu vermeiden. Im gleichen Moment habe ich ihr aber auch gesagt das das keine Dauerlösung ist. Mitlerweile ist die Kleine wieder Trocken. Während Telefonaten mit meiner Tochter fragte sie hin und wieder danach wann sie wieder bei uns schlafen dürfe, daraufhin habe ich ihr erklärt das ich mit der Mama darüber sprechen würde. Gesagt, getan. Bis vor drei Wochen war der Stand das ich meine Tochter vorerst ab Januar wieder für eine Übernachtung holen dürfe und wenn das dann gut klappt auch wieder für das gesamte Wochenende.

Nach dem gestrigen Telefonat mit meiner Tochter war meine Welt erst mal zusammengebrochen, denn auf einmal darf ich mir aus dem Mund meiner Tochter anhören das Sie nicht mehr zu uns wolle bzw. nicht mehr bei uns schlafen wolle. Auf Nachfrage bei meiner Ex sagte diese zu mir das dies schon seit der langen Auszeit äußern würde und gesagt hätte ihr würde es besser gefallen wenn wir nur zu Besuch kämen.

Sodele, soviel erst mal zu meiner Geschichte.
Ich weiß langsam echt nicht mehr weiter. Solche Worte habe ich noch nie von meiner Tochter gehört vor allem weil schon sehr oft zu Mir und meiner Partnerin gesagt hat das sie nicht mehr zu Mama will, sondern bei uns bleiben will.
Ich vermute, da meine Ex ja immer 4 Wochen Zeit hat (und mir ist sie wirklich nicht wohlgesonnen) meiner Tochter was weiß ich zu erzählen bzw. sie zu manipulieren. Ich habe zwar keine Beweise dafür, doch ist es mehr als komisch das meine Tochter vor einer Woche noch danach fragt wann sie wieder mit zu uns darf, und dann gestern sowas.

Was kann ich tun denn dieser Psycho-Krieg bzw. Dieses Machtgehabe meiner Ex geht schon seit 2 Jahren und so langsam gehe ich daran kaputt.

Mfg Chris


Anm.: Realname enfernt. Bitte Forenregeln beachten
**edit: einer war noch vorhanden 😉


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 29.11.2012 12:55
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Chris.
Zunächst einmal möchte ich Dir den Kopf ein wenig waschen! Deine Geschichte zeigt einmal mehr, wie wichtig ein kontinuierlicher Umgang ist - und zwar für das Kind, wie auch für die KM (damit sie sich ja nicht an was anderes "gewöhnt"...). Den Fehler, den Umgang auszusetzen und auch jetzt nur einmal im Monat zu realisieren, den musst Du Dir schon selbst ankreiden... Klappriges Auto ist irgendwie eine blöde Ausrede, was ist mit Bahnfahren etc (Frage am Rande: wer hat denn die Entfernung geschaffen? und warum?) .

versuchte es auch meiner Tochter so gut wie möglich zu erklären. Klar war meine Tochter enttäuscht und traurig, hatte diese Situation aber durchaus verstanden.

Fehler! Hier Verständnis bei einer 5jährigen zu erwarten ist absolut nicht altersgemäß.

auf einmal darf ich mir aus dem Mund meiner Tochter anhören das Sie nicht mehr zu uns wolle bzw. nicht mehr bei uns schlafen wolle. Auf Nachfrage bei meiner Ex sagte diese zu mir das dies schon seit der langen Auszeit äußern würde und gesagt hätte ihr würde es besser gefallen wenn wir nur zu Besuch kämen.
[...]
Ich vermute, da meine Ex ja immer 4 Wochen Zeit hat (und mir ist sie wirklich nicht wohlgesonnen) meiner Tochter was weiß ich zu erzählen bzw. sie zu manipulieren.

Manipulation kann sein, ist vielleicht auch gar nicht so unwahrscheinlich, wenn KM sich mittlerweile eine neue Familie bastelt, aber es ist auch möglich, dass eine 5jährige das "mal so dahin" sagt, insb. da sie höchstwahrscheinlich sehr, sehr enttäuscht ist, dass es diese Auszeit beim Umgang gab. Nochmal: eine 5jährige versteht nicht, dass ein Auto klapprig ist und du nicht vorbei kommen kannst. Für sie scheint klar, dass Papa sich nicht/ weniger um sie kümmert...

Genauso wenig solltest Du im Übrigen diese Worte Deiner Kleinen auf die Goldwaage legen:

vor allem weil schon sehr oft zu Mir und meiner Partnerin gesagt hat das sie nicht mehr zu Mama will, sondern bei uns bleiben will.

Und schon gar nicht KM damit konfrontieren. Denn sollte Km diese Worte ernst nehmen, dann schaltet sie mit Sicherheit noch eine Spur mehr auf stur...

Was kann ich tun denn dieser Psycho-Krieg bzw. Dieses Machtgehabe meiner Ex geht schon seit 2 Jahren und so langsam gehe ich daran kaputt.

Ich bleib dabei: an dem hier geschilderten erkenne ich keinen Psycho-Krieg.
Allerdings: Umgang ist ein Recht von Dir und dem Kind! Zum Wohle des Kindes! Organisation und Kosten hast allerdings Du idR zu tragen.
Um einen regelmäßigen Umgang durchzusetzen, empfehlen wir hier den Umgangs3Sprung:
1. Gespräch mit KM
2. wenn das nicht hilft: Gespräch mit/ bei JA (am Wohnsitz des Kindes)
3. wenn auch hier keine akzeptable Lösung herauskommt: gerichtliche Durchsetzung des Umgangs. Dabei sind der 2-Wochenend-Rhythmus und hälfitge Ferien idR durchsetzbar!

Gruß, toto


AntwortZitat
Geschrieben : 29.11.2012 13:18
(@chris5880)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Toto,
Meine kurze Erzählung beinhaltet nicht alles (denn das würde den Rahmen sprengen). Ja ich weiß das ich die Entfernung geschaffen habe und zwar weil ich in meiner Heimat einfach keine berufliche Perspektive hatte bzw. habe, von daher bin ich weggezogen. Mir ist auch bewusst das meine Tochter das alles nicht so toll findet, nur kann ich an dieser Situation nichts ändern (Zugverbindung sehr schlecht minimum an Fahrtzeit ca. 6 Stunden + 30 min. Bus). Es ist mir momentan auch nicht möglich meine Tochter 2 mal im Monat zu holen (Ich besitze leider keinen Führerschein).

Das klapprige Auto existiert ja nicht mehr, da wir ein neues haben (Dieses wiederum ist von unseren Eltern Vorfinanziert, das Geld zahlen wir in uns möglichen Raten zurück)


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 29.11.2012 13:46
(@marko99)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi,

sorry.... Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg....

Kein Umgang auf ein fehlendes Auto zu schieben, halte ich für eine fahdenscheinige Ausrede.

Ich bin im Ort geblieben, in dem meine Kids wohnen. Obwohl ich beruflich hätte weiter kommen können. Dazu hätte ich jedoch sehr weit weg ziehen müssen... Das kann ich noch, wenn die Kids anfangen mit so Sätzen wie:
"papa, dies Wochenende möcht ich mit Freund X zelten gehen" oder oder oder... Das wird so, denke ich mit dem 7.-10. Lebensjahr anfangen.

Ich sehe es an meiner Nichte. Die ist 11 und ist auch nicht mehr regelmäßig bei ihrem Paps..
Und wenn er mal nicht kann, weil er arbeiten muss, dann ist sie ihm auch nicht (mehr) böse.

Gruß
Marko


AntwortZitat
Geschrieben : 29.11.2012 15:29
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus und ergänzend:
selbst bei einer sechsstündigen Zugfahrt kann Umgang stattfinden, es geht doch um die Zeit, die mit- und füreinander verbracht wird.

Grüssung
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 29.11.2012 15:43
(@chris5880)
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Sehr hilfreich sind die Feedbacks nun nicht unbedingt. Mir geht es nicht um "fadenscheinige Ausreden"! Ich versuche alles um meine Situation zu verbessern. In meinem Heimatort gab es keine Perspektive (innerhalb von 2 Jahren mehr als 10 Jobs über Zeitarbeitsfirmen gemacht), wenn dann zu wenig Arbeit in den Firmen vorhanden ist kann ich da auch nichts für. Desweiteren bin ich der leidtragende, nach der Scheidung, der mit den finanziellen Lasten alleine da steht. Ich spare wo es nur geht um zumindest ein WE mit meiner Tochter zu verbringen, jedoch habe ich nicht das Geld um mir Zugfahrkarten zu kaufen. Wo bitte soll ich das Geld her nehmen?

@ Marko99, schön für dich das du im Ort geblieben bist. Diese Option hatte ich nicht, denn zwischen Zeitarbeitsfirma und der BA hin und her zu tingeln um irgendwie den Monat zu überstehen ist nicht wirklich förderlich. Außerdem geht es mir nicht darum im Job weiter zu kommen sondern endlich wieder eine Perspektive auf einen (vernünftigen) Job zu haben. Da ich nach meiner Ausbildung 2002 zum heutigen Zeitpunkt als ungelernt gelte, habe ich lediglich "Hilfsjobs" ergattern können, und dies ist auf die Zukunft gesehen keine wirkliche Alternative.

Der Gedanke wieder zurück zu ziehen war mir auch schon in den Sinn gekommen, doch ist dies nicht wirklich möglich, oder sollte ich nun meine angefangene Umschulung in die Tonne treten? Das wäre dann wohl nicht im Sinne des Erfinders.
Nach der Umschulung sieht die Sache wieder anders aus, d.h. Job in der nähe meienr Tochter suchen, wieder hin ziehen und gut ist.

Ich habe mich in diesem Forum angemeldet weil ich mir Hilfe erhofft habe, jedoch werden mir nur Vorwürfe entgegen gebracht was ich sehr schade finde.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 29.11.2012 16:50
(@hexesyl)
Nicht wegzudenken Registriert

Also die einzige Hilfe, die dir bleibt, ist beim JC/ Arge einen Antrag auf Mehrbedarf zu stellen. Ist zwar lästig und anstregend, vielleicht kann dir da geholfen werden. Genauso gut kriegst du eventuell Wohngeld und wenn du mit deiner Neuen schon ein Kind habt, gibt es eventuell Kinderzuschlag.

Also, Wohngeld und Kinderzuschlag gehen vor ergänzend Hartz IV.

Ansonsten frag mal in der Diakonie nach


A life lived in fear is a life half lived

AntwortZitat
Geschrieben : 29.11.2012 17:13
(@chris5880)
Schon was gesagt Registriert

Danke Hexesyl, der erste kontruktive Vorschlag bzw. Hilfe.
Naja, Kind ist momentan nur in Planung 🙂 aber die Idee mit dem Antrag auf Mehrbedarf könnte gehör finden.

z.Z. bekomme ich Aufgrund der Umschulung 954 ,- € (also ALG I). da ja, wenn ich mich nicht irre, 950 ,- € sind Selbsterhalt, und neben den laufenden Fixkosten müsste es möglich sein.
Ich werde da mal einen Termin machen und mich weiter informieren, sowie bei der Diakonie vorstellig werden.

mfg Chris


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 29.11.2012 17:20
(@zwergnases-mama)
Rege dabei Registriert

Huhu von mir auch noch eine Überlegung
wenn man die Bahn früh genug bucht, gibt es Rabatte (für die Fahrt mit der Tochter zu Dir und wieder an ihren Wohnort zurück). Und die anderen Wege würde ich über Mitfahrgelegenheiten organisieren (normale Autofahrten dürften da preislich weit drüber liegen). Ich würde allerdings nicht mit deiner tochter über Mitfahrgelegenheiten fahren, wenn du die Menschen nicht kennst.
Wichtig ist aber schnell wieder regelmässigen Umgang zu bekommen. Mit 5 Jahren hat die Lütte noch nicht die Sicherheit, dass Papa alles mögliche versucht, dies kann sie noch gar nicht nachvollziehen.

Gruß Zwergnases Mama


AntwortZitat
Geschrieben : 29.11.2012 17:25
(@chris5880)
Schon was gesagt Registriert

Da muss ich mal schauen wie es mit der Mitfahrgelegenheit oder auch mit der Vorbestellung vom Zugticket aussieht.
Es gibt da ja so eine einschlägige Seite wo man unkompliziert Mitfahrgelegenheiten suchen kann.

So ich hab noch etwas zu tun, schaue morgen wieder vorbei

LG Chris


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 29.11.2012 17:32




(@marko99)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi Chris,

ich habe vor kurzem eine Ausbildung zum Coach gemacht. Und dass was du von mir und anderen bekommst, sind keine Vorwürfe.
Seit meiner Lehre kenne ich folgenden Spruch:
"Wer sich rechtfertigt, der will sich nicht bessern.." Und das mit dem "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg." der passt.

Wenn ein Freund von mir es schafft mit ausreichender Planung für unter 40,- von Mallorca nach Deutschland zu kommen, dann ist doch mit entsprechender Planung für dich möglich regelmäßig deine Tochter zu sehen, oder?

Hast du evtl. noch Freunde und Bekannte, die im Ort deiner Tochter wohnen, wo du für die Übergangszeit unterkommen könntest?

Und den "Dreisprung" mit dem Gespräch KM, JA zur Not Umgangsklage darüber solltest du auch ernsthaft nachdenken.

Für jedes Problem gibt es mindestens eine, meisstens jedoch mehrere Lösungswege..

Was da hilft..Perspektivenwechsel...


AntwortZitat
Geschrieben : 29.11.2012 18:18
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus Chris!

Wichtig ist aber schnell wieder regelmässigen Umgang zu bekommen. Mit 5 Jahren hat die Lütte noch nicht die Sicherheit, dass Papa alles mögliche versucht, dies kann sie noch gar nicht nachvollziehen.

..und je schneller das passsiert, desto besser für Euer Kind; vlt. solltest Du KM sagen, dass Du Dich auch für das Recht Eures Kindes auf regelmäßigen Umgang einsetzt.

Überlege Dir einen für Dich praktikablen Umgangsplan, diesen legst Du in schriftlicher Form KM vor um bittest um Bestätigung/Korrektur bis tt.mm.jjjj (14 Tage nach Versand). Das wäre der erste Schritt des Dreisprungs...

Grüssung
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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AntwortZitat
Geschrieben : 29.11.2012 18:32
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Chris.

Mein hilfreicher Vorschlag ist, vor allem Deine Sichtweise zu ändern: "Psycho-Krieg", "eigentlich will das Kind zu uns", "Verständnis beim Kind zu erhalten für Umgangsaussetzung" - all das ist nicht hilfreich, um wieder einen geregelten Umgang aufzunehmen! Insbesondere dann nicht, wenn am anderen Ende des längeren Hebels eine KM sitzt, die (vielleicht?) nur darauf gewartet hat...

Und die Erschwernisse und ggf. höheren Kosten beim Umgang bist Du (bewusst oder unwissentlich) eingegangen, als Du Dich für den Wegzug entschieden hast.

Deshalb mein weiterer hilfreicher Vorschlag, weg von der emotionalen Schiene, hin zu einer konstruktiven Lösung zusammen mit KM oder mittels Sprung2 und 3 des Umgangs3Sprungs.

Hier im Forum gibt es eigentlich immer sehr gute, fachlich fundierte Empfehlungen aus der Praxis. Die einfach vom Tisch zu wischen, weil sie Dir vielleicht nicht passen, ist wenig zielführend. Auch entstehen hier beizeiten sehr kontroverse Diskussionen. Aber wenn, wie bislang in diesem Fall, das Votum vergleichsweise eindeutig ist, solltest Du wenigstens darüber nachdenken.

Achja, und all dies

Meine kurze Erzählung beinhaltet nicht alles (denn das würde den Rahmen sprengen).

können wir nicht wissen.

Gruß, toto


AntwortZitat
Geschrieben : 29.11.2012 18:39
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Chris,

auch wenn Du es wohl nicht so hören magst, sehe ich hier (ohne alle Details zu kennen) auch nicht gerade die "böse KM", die im Hintergrund ihr Spiel treibt.

Wie schon angesprochen, ist der regelmäßige Umgang wichtig. Und aus der Nummer kommst Du nicht raus. Genauso wie wir hier auch den beliebten Exen-Trick, nämlich Entfernung zu schaffen (beliebte Strecke dann aber 800 km einfach), nicht gut heißen. Hier muss der, der die Entfernung schafft auch Lösungen anbieten.

Gerade auch über Mitfahrzentralen ergeben sich auch sehr günstige Angebote. Zum Teil werden diese auch von Lieferfahreren angeboten, die passende Strecken sehr regelmäßig bedienen und eine sehr gute Planbarkeit bieten. Ich denke auch, dass hier sicherlich ein Weg möglich ist, den Umgang zu realisieren. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 29.11.2012 19:53
(@chris5880)
Schon was gesagt Registriert

Erst nochmal Danke für die Antworten. Ich wollte keinem auf die Füße treten doch leider gehöre ich zu den Menschen die emotional sehr schnell berührt sind, wenn es ums Kind geht.
Natürlich werde ich über die angesprochenen Vorschläge nachdenken und abwägen wie ich die ganze Sache am besten geregelt bekomme.

Ich denke mal das der ganze Streß (Umschulung, Kind, Umzug in eine neue Wohnung, suche nach einem Praktikumsplatz etc.) den ich im Moment habe einfach zuviel ist und ich auch deshalb
teilweise ungestüm reagiert habe. Meine Psyche lässt momewntan zu wünschen übrig. Sorry nochmal.

Wenn es Neuigkeiten gibt melde ich mich wieder

LG Chris


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Themenstarter Geschrieben : 30.11.2012 13:22
(@papageorg)
Schon was gesagt Registriert

Hi Chris,

wenn ich die Zahlen noch richtig im Kopf habe werden jedes Jahr 250 000 Ehen mit Kindern geschieden.
In 90 % der Fälle werden die Kinder der Mutter zugesprochen ABR.
In 40 % der Fälle bei kleineren Kindern kommt es zu einem totalen Kontaktabbruch innerhalb des erste halben Jahres.

1.) Du bist nicht alleine.
2.) Wenn du den Kontakt regelmäßig über längere Zeit stabilisieren kannst sind deine Chancen besser als bei vielen.
3.) Denke Regelmäsig und in Jahrzehnten sonst wirst du zur Hochzeit deiner Tochter nicht eingeladen.
4.) Wenn die Mutter den Kontakt zwischen dir und deiner Tochter verhindern will wird sie das schaffen --- Garantiert--

LG


Fortschritt ist nur möglich wenn man intelligent gegen die Regeln Verstößt. Albert Einstein

AntwortZitat
Geschrieben : 30.11.2012 22:30
(@oldie)
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Moin PapaGeorg

4.) Wenn die Mutter den Kontakt zwischen dir und deiner Tochter verhindern will wird sie das schaffen --- Garantiert--

1. Woher nimmst Du die Garantieübernahme?
2. Warum sagst Du das eigentlich überhaupt? Warum, warum und nochmals warum?

Gruss oldie

PS: Nein, ich möchte keine Antwort, nur Dich zum Nachdenken anregen und vielleicht Dich von Dich selbst abzulenken. Doch letzteres ist Spekulation von mir. Sorry.


Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.

AntwortZitat
Geschrieben : 01.12.2012 00:41
(@papageorg)
Schon was gesagt Registriert

Hi oldie,

zu 1.) ich denke du kennst die Tricks mit denen ein Umgang verhindert wird. Dorgen, Gewalt, das Kind will nicht und was es alles so gibt das als Waffe verwendet werden kann egal ob es stimmt oder nicht.
Dann gibt es noch die kurzen Möglichkeiten. 6 Stunden Zugfahrt und das Kind ist nicht da, beim nächsten mal krank, zufällig wegen Autopanne oder so nicht verfügbar und schon sind 3 Monate ohne Kontakt um, dann wegen Entfremdung nur Kontakt unter Aufsicht bedeutet Dreier-Termine, und bis sich das Gericht bewegt ist ein Jahr um und die Frage der Entfremdung steht der Frage, ob ein Kontakt noch in sinne des Kindes ist, gegenüber.
Falls das nicht Hilft kann die Mutter noch umziehen und so den Gerichts-Ort wechseln oder ganz nach Dänemark verschwinden.
Das meine ich mit Garantiert
Die Gerichte entscheiden nicht nach dem Kindeswohl sondern nur unter dem druck der Kindeswohlgefährdung.

Alles was in Absprache läuft und laufen kann muss und sollte ausgeschöpft werden.

zu 2.) In Chris Fall können wenige ausgefallene Umgänge von seiner Seite und strategisch geplante Verhinderungen alles aufs Spiel setzen.
Soweit ich das beurteilen kann ist ihm Kind und Mutter wohlgesonnen. Damit ist nicht gemeint entgegen kommend sonder offenkundig stellt sich die Mutter nicht gegen einen Kontakt und dies empfehle ich nicht zu verlieren.

Hoffe du verstehst mich und meine Motivation ok ?

LG PapaGeorg


Fortschritt ist nur möglich wenn man intelligent gegen die Regeln Verstößt. Albert Einstein

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Geschrieben : 01.12.2012 03:01
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin PG.
Und danke für Deine Erläuterungen (geht es eigentlich nur mir so, dass ich all dies aus Deinem vorangehenden Beitrag nicht herauslesen konnte?).

Aber wir sind hier ja in Chris' Thread. Ob die KM ihm wohlgesonnen ist und grs auch lfr bereit ist, Umgang zu ermöglichen, wage ich nicht zu behaupten. Aber in jedem Fall ist richtig, dass jeder Umgang, den Chris (aus welchem Grund auch immer) ausfallen lässt, etwaige andere Tendenzen der KM bestärken kann bzw. ihr Munition bietet.

Naja, und so ganz ungewöhnlich ist es ja nicht, dass KM, wenn sie wiederverheiratet sind und es ein Halbgeschwisterchen gibt, plötzlich gerne auf heile Familie machen wollen und Patch-work out ist. Und ganz schnell wird der neue Ehemann als Papa in den Vordergrund gestellt - intern (beim Kind) wie auch extern (Freunde, soz. Umfeld).

Bescheuert, ist aber so...

Gruss, Toto 


AntwortZitat
Geschrieben : 01.12.2012 10:19
(@chris5880)
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Moin moin,

Ich habe keine "strategischen Ausfälle" aufkommen lassen. Die 3 Monate wo es einfach nicht funktionierte, zu meiner Tochter zu fahren schreibe ich mir gerne selbst auf die Stirn.

Ob die KM ihm wohlgesonnen ist und grs auch lfr bereit ist, Umgang zu ermöglichen, wage ich nicht zu behaupten. Aber in jedem Fall ist richtig, dass jeder Umgang, den Chris (aus welchem Grund auch immer) ausfallen lässt, etwaige andere Tendenzen der KM bestärken kann bzw. ihr Munition bietet.

Wirklich wohlgesonnen war Sie mir nie, nach der Trennung/Scheidung, doch Sie verstärkt ihren Unmut und versteckt es nicht einmal.

Und zu

Naja, und so ganz ungewöhnlich ist es ja nicht, dass KM, wenn sie wiederverheiratet sind und es ein Halbgeschwisterchen gibt, plötzlich gerne auf heile Familie machen wollen und Patch-work out ist. Und ganz schnell wird der neue Ehemann als Papa in den Vordergrund gestellt - intern (beim Kind) wie auch extern (Freunde, soz. Umfeld).

Bescheuert, ist aber so...

kann ich nur sagen, ja das ist so. Von Anfang an wurde meiner Tochter eingetrichtert das der "neue" der Papa ist und ich lediglich " der andere Papa".
Wie auch immer, wenn alles klappt haben wir ab Februar eine neue Wohnung welche auch ein Kinderzimmer bietet. Somit habe ich wieder etwas mehr was ich meiner Kurzen bieten kann.

Z.Z. will meine Ex noch verhandeln, wann wir die Kleine wieder übers WE zu uns holen. Wenn es nach ihr ginge dann sollte das ganze auf einen Besuch, für ein paar Stunden, pro Monat beschränkt werden. Doch da lege ich energisch ein Veto ein.
Wie sich das entwickelt teile ich euch gerne später mit.

Bis denne Chris


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 03.12.2012 10:42




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