Hi,
sie hat ja noch ihre Wohnung, die sie auch nicht aufgeben will. Ich habe ihr gesagt, daß es bei mir so gut wie keine
Veränderung gegeben hat. Sie hatte ja (und hat noch) ein Problem mit meiner Mum, die unter mir wohnt.
Ich bleibe auch auf jeden Fall hier wohnen, hier bin ich aufgewachsen und fühle mich wohl. Das wird sie akzeptieren
müssen, wenn sie mich wieder will.
Problem Therapie: hab ihr gerade die Telefonnummer von einer Dame gegeben, die mir über die Trennung hinweghalf
und die auch Paar-Therapien anbietet. Ob sie bereit dazu ist weiß ich nicht. Ich hatte ihr ja damals schon diesen Vorschlag
gemacht und sie meinte, daß das nichts oder nur wenig bringt. Wenn sie jetzt zu diesem Schritt bereit ist, hat unsere Beziehung evtl.
wieder eine Chance. Dies machte ich ihr auch in unserem Gespräch klar, daß nur über diesen Weg unsere Ehe fortzuführen
wäre. Sollte sie diese Chance nicht nutzen wollen, und sich nicht endlich mal öffnen und über ihre Probleme reden, die sie
schon ewig bedrücken, ist ihr nicht mehr zu helfen. Ich komme nicht an sie ran.
Und Schulterzucken ihrerseits, auf die Frage, was wäre, wenn ihr Freund so ist, wie sie sich das schon immer gewünscht hatte.
Dann wäre ich nämlich in ihren Augen auch nur der Ex. Jetzt erst (oder schon?) sieht sie ihre Fehler ein, die sie gemacht hat und
weiß im Moment nicht, was sie tun soll. Aber diese Entscheidung muß sie treffen. Nur sie hat was zu verlieren.
Gruß
Marcus
No amoi servus!
Ich bleibe auch auf jeden Fall hier wohnen, hier bin ich aufgewachsen und fühle mich wohl. Das wird sie akzeptieren müssen, wenn sie mich wieder will.
Falls Du Dich mit dem Gadanken trägst, es evtl. doch noch mal zu versuchen ... genau das würde ich mal überdenken, ich kann mich dunkel erinnern, dass DAS ein möglicher Trennungsgrund war, oder?
"Müssen" und Vorschriften/Bedingungen sind für eine Beziehung eh´ Gift....
Grüße
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Hallo Marcus,
ich möchte mich Marco anschließen. Auch ich habe in Erinnerung, dass Deine enge Bindung an Mutti eines eurer größten Probleme gewesen ist. Und ich kann Dir aus Erfahrung sagen, dass ein Leben mit Schwiegermutti auf dem Hof die Hölle sein kann.
Irgendwann sollte mal der Moment kommen, wo man sich von der Elterngeneration löst. Sicher hat das jahrhundertelang funktioniert, nur waren ja auch da die Begleitumstände ganz anders.
Für den Fall, dass ihr durch eine Paartherapie zueinander findet und eurer Ehe tatsächlich noch eine Chance geben wollt, solltest Du hinsichtlich der "Mutti-Problematik" kompromissbereit sein. Eine Ehe zu dritt funktioniert einfach nicht, egal ob "Freund" oder "Mutti" im Spiel ist.
Ich bleibe auch auf jeden Fall hier wohnen, hier bin ich aufgewachsen und fühle mich wohl. Das wird sie akzeptieren
müssen, wenn sie mich wieder will.
Übrigens kann die Sache nur funktionieren, wenn ihr gleichberechtigt in die neue Runde startet und nicht, dass einer der Bestimmer und einer der Bittsteller ist.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Moin Marcus,
hör Dich mal im näheren und weiteren Kreis um und versuche, ein Paar zu finden, das nach einer (bösen...) Trennung wieder zusammengefunden hat und zusammengeblieben ist. Ich wette, Du wirst keines finden. Stell Dir die Frage, warum das so ist.
Jede Partnerschaft hat ihre Zeit, und wenn die vorbei ist, war es das. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du mit Deiner Bäckersfrau oder der Briefträgerin glücklich wirst, wenn Du einer dieser Damen morgen einen Antrag machst, ist deutlich höher als mit einer Ex-Partnerin, die mit einem abgeschlossen und gezeigt hat, wie sie mit einer Trennung umgeht.
Natürlich schmeichelt es dem eigenen Ego, wenn der so hochgelobte Neue, dessetwegen man verlassen wurde, sich nach kurzer Zeit als Armleuchter herausstellt. Aber ist die Ex deswegen zu einem anderen oder gar besseren Menschen geworden? Muss man sich selbst zum Notnagel machen und die Tür wieder öffnen, weil gerade nichts Besseres in Sicht ist? Oder weil ein altes "Besitzdenken" die Oberhand bekommt? Ich erinnere an
Sie sieht verdammt gut aus und ich war mir meiner Sache anscheinend zu sicher -
Von Liebe ist auch heute nicht die Rede; bestenfalls von Vernunft. Wobei diese Art der "Vernunft" Eurem Sohn kein bisschen nützt; der kann mit getrennten Eltern, die respektvoll miteinander umgehen, viel mehr anfangen als mit Eltern, die nur seinetwegen unter einem Dach leben. Du könntest Deine Ex für viele Jahre nicht mal mehr zum Friseur gehen oder am PC sitzen lassen, ohne insgeheim zu denken "Ist da wieder was?" Die Punkte, die Eure Ehe gekillt haben, sind auch in Zukunft nicht aus der Welt. Das kann - wenn überhaupt - nur eine Paartherapie klären, die viele, viele Sitzungen haben muss.
Sollte es tatsächlich Euer Schicksal sein, ein Paar zu werden und zu bleiben, ist das auch noch in ein paar Monaten (oder besser: in ein bis zwei Jahren) noch so. Alles andere bedeutet mit fast tödlicher Sicherheit: Gehe zurück auf Los (respektive: Lies deine Threads nochmal von vorn): Die Ereignisse werden sich wiederholen.
Just my 2 cents
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
ihr habt alle recht. In meiner Vergangenheit war das schon so. Warum macht man schluß? Zu 99 % hat die Beziehung beim 2. Versuch auch
nicht lange gehalten. Mir gehts momentan richtig gut, komme super mit dem Nachwuchs klar. Warum soll ich das alles aufs Spiel setzen?
Auch wenn ich wieder arbeiten würde, und mir eine Wohnung leisten könnte - es ist keine Garantie, daß es funkionieren würde. Es ist zuviel
kaputt. Sie hat mir so weh getan, daß ich jetzt schon Angst hab, sie würde wieder gehen. Ich liebe sie einerseits schon noch, aber reicht das
aus? Ich will nicht den Lückenbüßer spielen, wenn es ein paar Monate gut geht und sie dann wieder Lust hat auf was Neues - ne, darauf hab
ich keine Lust. Insgeheim hab ich mir gewünscht, daß sie auf die Nase fällt. Im Bekanntenkreis heißt es jetzt noch: "Das dauert zwischen den
beiden nicht (mehr) lange, daß kann nicht gutgehen" - jeder hat es ihr profezeit. Sie wollte es ja nicht glauben.
Amerikaner würden jetzt sagen: "Strike". Ich tus nicht. Jetzt weint sie sich bei mir aus, daß alles ein Fehler war, daß es zwischen ihr und dem
Freund doch nicht so ist, wie sie sich das vorgestellt hat. Aber ich meine: wenn es nicht er gewesen wäre, dann halt ein anderer. Es hätte
sowieso nicht viel länger gehalten. Da waren so viele Faktoren, die sie gestört haben. Wir haben beide Schuld daran. Daß sich dann noch
ein anderer eingemischt hat kommt noch dazu.
Ich hoffe für Sie, daß sie endlich den Mut hat, eine Therapie zu beginnen. Wenn sie den Schritt dann gewagt hat, bin ich gerne bereit, mal
mitzugehen.
jetzt hab ich wirklich ein Problem:
es ist vor 14 Tagen schon mal passiert, aber heute massiv: unser Sohn fängt auf einmal an zu weinen, und sagt,
daß er seine Mama vermißt. Komischerweise immer abends. Den ganzen Tag gut aufgelegt, nachmittag bei seiner
Freundin zum spielen, abends zum Kinderturnen und auf einen Schlag fängt er an zu weinen und sagt, daß er
zu seiner Mama will. Er war die ganze letzte Woche bei ihr. Wie soll ich darauf reagieren?
Nimm ihn in den Arm und tröste ihn. Erklär ihm das es ganz normal ist das er die mama vermisst. Du kannst ihm auch erklären ,das du und mama ausgemacht habt, das er immer eine Wochen abwechselnd bei einem von euch ist und ihr daran auch nicht ändern werdet. Vielleicht könnt ihr ja anrufen und "Gute Nacht" sagen.
Du, den ganzen Tag ist er beschäftigt, abends kommt er zur Ruhe und merkt, da fehlt doch jemand den er sehr lieb hat.
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Hallo Tina,
ich hab ihm das schön öfters erklärt, aber dann fängt er nur noch mehr zu weinen an. Es zerreißt mir das Herz.
Bei mir hat er alles, was er sich wünscht.
Angefangen hat alles mit dem 6-tägigen Klinik-Aufenthalt, da waren sie 24 Stunden zusammen. 14 Tage später
fuhren sie für 4 Tage in den Urlaub. Seit dem vermißt er besonders in den Abendstunden seine Mutter.
Ich versuche immer, ihn abzulenken und zu erzählen, was wir morgen alles anstellen. Interessiert ihn nicht.
Grad sagte ich zu ihm, daß er nach dem Baden noch eine große Gute-Nacht-Geschichte von mir vorgelesen
bekommt. Nein, will er nicht, er will zu seiner Mama (die gerade ein ernstes Gepräch mit ihrem Freund hat), kann
sie also tel. wahrscheinlich heute nicht mehr erreichen. Wenn Mama keine Zeit hat, will er bei seiner Oma (ihre
mutter) schlafen. Ich sagte ihm, daß die heute arbeiten muß. Darauf er: dann will ich beim anderen Opa schlafen.
Ich habs dann aufgegeben. Jetzt sitzt er in der Wanne und versuche, ihn auf andere Gedanken zu bringen.
Soll ich nachgeben und ihn bei der KM übernachten lassen oder soll ich ihm erklären, daß er diese Woche bei
mir ist?
Nein, ich denke nachgeben würde das Problem nur verschieben, aber nicht beheben. Zumal du sie ja jetzt nicht erreichen kannst.
Blöde Sache, aber nen ultimativen Tipp hab ich auch nicht.
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Hallo Hotte,
ich würde jetzt erst mal "hart" bleiben und die Situation beobachten. Auf Dauer wäre für mich zu klären, ob es eben "normales Vermissen" eines Menschen ist, der eben gerade mal nicht da ist, oder aber ob euer Sohn vielleicht das Wechseln nicht gut verträgt. Das ist natürlich schwierig rauszufinden.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo Hotte,
das ist kein ungewöhnliches Problem.
Kindergärtnerinnen haben das auch und lösen es auch nicht durch nachgeben.
Sage ihm, dass du das verstehst, und dass es das in Ordnung ist aber dass er heute nun mal bei dir ist.
Kinder müssen und können oft Dinge hinnehmen, die ihnen so erstmal nicht gefallen aber Kindertränen kommen nu mal vor, das ist kein Weltuntergang. Mach du also auch keinen draus.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
jetzt liegt er gottseidank im Bett, bei mir zuhause. Ich hab ihm gesagt, daß keiner ans Telefon geht. Hab ihm
noch eine Geschichte vorgelesen, mit ihm gequatscht, was heute alles los war, was morgen sein wird, mit
ihm ein bißchen gescherzt und schon hatte er wieder gute Laune und jetzt hoffe ich mal,daß er bald einschläft.
Morgen siehts vielleicht hoffentlich besser aus. Ich schließe mich der Kindergärtnerinnen-Meinung an.
Zu der morgen anstehenden OP (Harnleiterverengung) fährt KM wieder mit, hab dann, während er operiert
wird, wieder genug Zeit mit ihr zu reden oder ihr zuzuhören.
Dann verbringt er den halben Tag bis zum schlafengehen mit seinen Eltern, so wie es eigentlich sein sollte.
Und evtl. kann KM ja mit unserem Sohn sprechen und ihm gut zureden, daß er sie nicht zu vermissen braucht,
da sie ja in seiner Nähe ist und an ihn denkt. Mal sehen.
Werde wieder berichten.
Danke für die Tips.
Gruß
Marcus
Nicht in der Nähe!
wenn er bei dir ist, ist Mama nicht da Punkt.
Sonst erhöht das sofort die Sehnsucht
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
natürlich hast du recht, Beppo. Wir sollten ihm halt verständlich machen, daß er erst nächste Woche wieder bei ihr
sein kann und daß er sich daran halten muß. Wir werden hoffentlich die richtigen Worte finden.
Nicht mal das mit der nächsten Woche.
Er ist einfach bei dir und ein Andermal bei Mama. Ohne Details. Ohne wenn und aber und ohne Aussagen wie: Ist ja nur bis nächste Woche!"
Es ist einfach ein hinzunehmendes Faktum wie Tag und Nacht, Sommer und Winter.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
ok, habs kapiert. :thumbup:
weitere Neuigkeiten:
Sie hat sich von ihrem Freund getrennt. Wohnt jetzt alleine in ihrer Wohnung und will da auch die nächste Zeit
bleiben. Sie hat einer Paartherapie zugestimmt. Mal sehen, was dabei rauskommt. Freut mich, daß sie endlich
soweit ist. Meine Vorschläge in den vergangenen Jahren hat sie ja ignoriert.
Mein Sohn hat sich mittlerweile beruhigt, hat gestern keine Tränen mehr vergossen.
Gruß
Marcus
Update vom 17.07.08:
ca. 5 SMS, daß sie mich noch immer liebt, total vermißt und sie auf jeden Fall wieder eine Familie sein will.
Problem: sie will nicht mehr in unser Haus (verständlich, wg. meiner Mum), ich will aber nicht ausziehen,
da ich hier alles habe, was ich brauche (noch dazu sehr billig). Eine Therapeutin hat uns vorgeschlagen,
sich mal (auch wg. Arbeit) mit Österreich zu beschäftigen. Wenn dieses Heimweh nicht wäre, wäre es keine
schlechte Idee.
Nochdazu kommt, daß ich Angst habe, daß sie wieder einen Typen kennenlernt, sich wieder verliebt und
ich das alles nochmal durchmachen muß. Was wird dann aus unserem Sohn ???? Jetzt hat er innerhalb
eines Jahres schon zwei Trennungen seiner Mutter hinter sich, eine weitere würde ihm wohl den Rest geben.
Wie soll ich mich verhalten? Habt ihr da Tips für mich?
Servus Hotte!
Ich wiederhole noch mal meine Frage: was willst DU? Ist es für Dich denkbar, mit dieser Frau alt werden zu wollen?
Wir wissen alle, verzeihen kann man vieles, aber vergessen nicht so viel ... und ich habe en Eindruck, dass Dich momentan die (berechtigte) Angst beherrscht, noch mal auf die Nase zu fliegen.
Eurem Sohn zu Liebe wieder zusammen leben halte ich nicht für gut; daher mein Rat:
Seid so gut ihr könnt Eltern für Euren Sohn, lebt jeweils Euer eigenes Leben friedlich und respektvoll miteinander aber nicht zusammen.
Grüße
Marco
*Edit: umformuliert
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Hallo Hotte,
Wie soll ich mich verhalten? Habt ihr da Tips für mich?
Ja, es gab hier mal jemand, der hat etwas ganz ähnliches gefragt und hat entsprechende Antworten bekommen.
http://www.vatersein.de/Forum-topic-12459-start-75.html
Unter Anderen passt z.B. die Antwort #103 recht gut zu deinem Fall.
Leider hat er sich bisher meistens nicht an unsere Ratschläge gehalten.
Zum Glück ging das bisher für ihn trotzdem immer noch relativ gut aus.
Ich fürchte aber, er wird auch dieses Mal nicht auf uns hören!
Ganz ehrlich, die Chance, dass das wieder was wird ist äusserst gering!
Das Risiko, das der nächste Krach dafür dann um so heftiger wird und deine Ex ihre Lektion dann gelernt hat, wie man sich am besten mit Kindern und sprudelnder Geldquelle aber ohne den nervigen Typ dahinter ein schönes Leben bereitet ist enorm hoch.
Ein sorgloses und von dir bezahltes Leben an der Seite eines anderen unbeschwerten Typen gewinnt nach dem nächsten Streit mit dir sicher an Attraktivität.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
