Hilflose Ohnmächtig...
 
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Hilflose Ohnmächtigkeit und Wut

 
(@hrrossi39)
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Hallo zusammen,

ich habe vor einigen Tagen schon einmal hier gepostet, damals verbunden mit einem Hilferuf, jetzt möchte ich dieses Forum erneut dazu benutzen meine Geschichte etwas detailierter zu schildern. Dieser Entschluss meine Geschichte hier nieder zu schreiben und damit einzugestehen dass ich allmählich am Ende meiner Kräfte angelangt bin war nicht einfach für mich, denn ich bin eigentlich mein ganzes Leben lang eher der „Kämpfertyp“ gewesen und gehe nicht unbedingt mit meinen Gefühlen haussieren.  Doch durch die Ereignisse der letzten Monate gewinne ich mehr und mehr  das Gefühl, dass ich mich ständig auf „Messers Schneide“  bewege und allmählich daran zerbreche.
Aber zu meiner Geschichte und die so geht:

Ich bin 31 Jahre und habe zwei Söhne, die ich über alles in der Welt liebe, die mein ganzer Stolz sind und die ich seit mittlerweile knapp 9 Monaten nicht mehr gesehen habe.
Alles begann vor ca. 4 Jahren, ich lebte damals (arbeitsbedingt) im Ausland. Dort lernte ich auch meine (Ex-) Frau kennen. Für mich war es damals Liebe auf den ersten Blick – auch wenn sie zum Zeitpunkt unseres Kennenlernens noch verheiratet war –sie lebte aber bereits in Scheidung. Wir haben dann 4 ziemlich intensive Monate miteinander verlebt und kurz vor ihrer Abreise beschlossen, dass wir uns möglichst bald wiedersehen wollten. Nach etwas über 3 Monaten kam sie dann inzwischen geschieden auch zurück und blieb für 2 weitere Monate. Während dieser Zeit ist es dann auch passiert, dass sie schwanger wurde. Für uns beide war von Anfang an klar, dass wir das Kind behalten und zusammen großziehen wollen. Da ich aber einen über mehrere Jahre gehenden Arbeitsvertrag hatte, und in dem Land in dem ich arbeitete ein Zusammenleben in „Wilder Ehe“ nicht so ohne Weiteres mögliches gewesen wäre, musste geheiratet werden.
Im Nachhinein kann ich mich nur darüber wundern, aber ich hatte bei der ganzen Sache kaum Bedenken, auch wenn wir uns eigentlich kaum kannten.

Wie dem auch sei. Alles kam wie geplant, wir heirateten und kurz darauf wurde auch mein Großer geboren. Einer der schönsten und glücklichsten Tage meines Lebens.

Doch jetzt begannen die eigentlichen Probleme. Bereits kurz nach der Geburt, war meine Frau wie ausgewechselt. Sie begann damit sich selbst zu schlagen oder in anderer Form zu verletzen.
Anfangs noch vereinzelt und ich dachte dies könne mit der Schwangerschaft und all den hormonellen Umstellungen die Frauen- im Anschluss an eine solche so durchmachen- zusammenhängen. Doch die Wochen vergingen und es wurde einfach nicht besser. Im Gegenteil.
Ich stand dieser ganzen Sache sehr hilflos gegenüber. Ich habe meine Ex immer wieder darauf angesprochen, doch die hat immer nur abgeblockt und mir erklärt, dass sei nur die Anspannung und die ungewohnte Umstellung auf die neuen Lebensumstände etc. Mein Vorschlag, das sie sich professionelle (sprich: psychologische) Hilfe holen solle, lehnte sie rundweg ab. Da ich durch meine Arbeit zeitlich sehr stark eingeschränkt war um meine Ex zu entlasten habe ich dann eine Haushaltshilfe/ Kindermädchen eingestellt, die zur Hand gehen sollte. Dies schien anfänglich auch eine gewisse Verbesserung zu bringen. So das, die nächsten Monate wieder in normalen Bahnen verliefen. Bis die Mutter meiner Ex uns mit ihrem Besuch beehrte. Die beiden haben eine sehr besondere Beziehung zueinander, so dass es fast sofort zu Streit zwischen beiden kam. Am Ende des ganzen war jedoch ich der Buhmann – die Einzelheiten des Streits lasse ich jetzt mal außen vor, sonst sprengt meine Geschichte hier den Rahmen.
Kurz um die Beziehung zwischen uns beiden begann sich rapide zu verschlechtern und die Selbstverletzungen begannen erneut, wurden sogar noch heftiger. Jetzt ging es sogar soweit, dass sie sich auch mit dem Kind auf dem Arm immer wieder selbst schlug etc.
Dies waren für mich immer die schlimmsten Momente, denn einerseits musste ich irgendwie versuchen ihr das schreiende Kind aus den Armen zu nehmen und beruhigen und andererseits musste ich auch sie irgendwie beruhigen.
Endlich hatte ich sie dann soweit, dass sie die Hilfe eines Psychologen in Anspruch nahm und es trat eine gewisse Verbesserung ein – zumindest was ihre Selbstverletzungsattacken anging, die Beziehung blieb ruiniert. So dass ich dann eine Scheidung ernsthaft ins Auge faste. Ich war bereits beim Anwalt, sie war zurück in Deutschland bei ihrer Mutter und alles schien klar. Irgendwie habe ich mich dann aber doch dazu überreden lassen, es doch noch einmal zu versuchen.
Es lief dann ein paar Monate auch ganz gut, bis alles von vorne beging. Hinzu kam, dass wir uns immer häufiger stritten, was gut für das Kind sei. So bestand – und besteht sie vermutlich immer noch- darauf das Kind zu stillen, auch wenn mein Großer damals bereits über 1 ½ Jahre alt war.
Kurzum wir stritten so ziemlich in allen Aspekten der Kindeserziehung miteinander, sei es die Ernährung, Körperpflege etc. Was dazu führte, das wir nun mehr eher nebeneinanderher lebten als miteinander. Mit einigen wenigen Ausnahmen und eine dieser Ausnahmen sollte dazu führen, dass ich jetzt Vater von zwei Kindern bin.

Dann kam der Tag der Rückkehr nach Deutschland, wegen des ganzen Umzug-Stress‘ war es verabredet, dass sie in etwas einen Monat vor mir zusammen mit den Kindern nach Deutschland zurückkehren und bis die Wohnung in Deutschland eingerichtet wäre bei ihrer Mutter bleiben würde.
Das war im August letzten Jahres.
Im September – ich war inzwischen auch wieder in Deutschland- bekam ich dann den Anruf, in dem mir meine Ex mitteilte, dass sie die Scheidung wolle. Da ich inzwischen auch nicht mehr wollte –im Gegenteil wirklich erleichtert war, habe ich natürlich sofort eingewilligt. Ich hatte diese ständigen Selbstverletzungsattacken und auch die ewigen Streitereien einfach satt.
Wir haben dann vereinbart, uns an einem Wochenende noch einmal zu treffen um über alles zu reden, sie wollte auch die Kinder mitbringen, die ich ja immerhin seit einem Monat nicht mehr gesehen hatte. Dazu kam es aber nicht, stattdessen fand ich eines Tages einen Brief in meinem Briefkasten, in dem mir durch den RA meiner Ex mittgeteilt wurde das sie das alleinige Sorgerecht beantrage, da ich eine Gefahr für das wohlergehen der Kinder und für sie sei. Denn so der Vorwurf:
„ich hätte sie mehrfach geschlagen und mich nicht um die Kinder gekümmert“, außerdem wurde mir vorgerechnet wie viel ich zu zahle habe seit AUGUST also seit der „einvernehmlichen Trennung.
Ich bin natürlich zunächst aus allen Wolken gefallen und dachte das kann alles nur ein schlechter Scherz sein.
Naja jedenfalls bin ich dann ebenfalls zum RA und habe meinerseits das Sorgerecht beantragt.
Dazu kommt, dass ich gleichzeitig auch den Exmann meiner Ex ausfindig gemacht hatte und der mir erzählte, dass meine Ex sich auch in erster Ehe ständig selbst verletzt haben und obendrein mehrfach mit Selbstmord gedroht habe. Das Ganze ist auch aktenkundig, denn sie wurde sogar kurzfristig mal eingewiesen!
Nach dieser schockierenden Erfahrung habe ich dann sofort das Jugendamt eingeschaltet.
Der „gute Mann“ vom JA war dann auch mal überraschend (mit einer Vorankündigungsfrist von 2 Wochen) vor Ort um sich die Kinder anzuschauen und nach etwa einer ½ Std. wieder zu verschwinden. Mir teilte er dann mit, dass es den Kindern gut ginge, ich bräuchte mir keine Sorgen machen und im Übrigen sei der Fall für ihn damit erledigt.
Die Antwort meiner Ex ließ nicht lange auf sich warten, denn bereits eine Woche nach dem der „Experte“ vom JA vor Ort war, kam ein neues Schreiben vom RA meiner Ex. Darin wurde zunächst noch einmal behauptet ich hätte meine Ex geschlagen, neu war allerdings, dass ich mittlerweile zum N A Z I mutiert war. Außerdem riss jeglicher –ohnehin spärlicher- Kontakt endgültig ab. Rufe ich an legt meine Ex sofort auf. Gleiches gilt auch für den Rest meiner Familie (Mutter und Geschwister, die sind Paten meiner beiden Kinder)
Da es inzwischen bereits November war und ich die Kinder immer noch nicht wiedergesehen hatte, habe ich zusätzlich zum Antrag auf ABR ein Eilverfahren auf Umgang beantragt. NOVEMBER!!!!

Im Dezember stand der Geburtstag meines Großen an, ich hatte über meine Anwältin mitteilen lassen, das ich kurz vorbeikäme (wir leben ca. 600 Km voneinander entfernt) um zu gratulieren und Geschenke vorbeizubringen.
Zwischenzeitlich wurde ich dann- zusätzlich zur Unterhaltszahlung an die Kinder die ich seit September eh schon leiste- dazu verurteilt auch Unterhalt an meine Ex zu zahlen.

Mittlerweile haben wir es MÄRZ!!! Ich zahle, nur die Kinder, die habe ich seit August nichtmehr gesehen.

Vor ein paar Wochen wäre es dann fast zu besagten – im November beantragten – Eilverfahren gekommen.
Meine Ex und ihrer Mutter nutzten die Gelegenheit, mich nicht nur zum prügelnden N A Z I zu machen, wie bereits vorher schon. NEIN dieses mal dachten die beiden wohl sicher ist sicher und haben noch einen obendrauf gesetzt und mir unterstellt, ich könnte mich an den Kindern vergangen haben. Natürlich wurde es nur vorsichtig umschrieben und nicht ausdrücklich behauptet.
Sei es wie es ist, jedenfalls wird jetzt erst einmal darüber entschieden, ob es überhaupt zu besagtem Eilverfahren kommen kann.

So das war meine Geschichte „in Kürze“.

Nachdem ich schon einige der hier veröffentlichten Geschichten gelesen habe weiß ich, dass fast alle hier unter der Trennung von ihren Kindern leiden und ich mit diesem Gefühl nicht alleine dastehe. Doch das ist mir leider nur ein schwacher Trost.
Denn zu dem Gefühl der Leere welches die Trennung von meinen beiden Jungs mit sich bringt –alleine die Tatsache die Beiden nicht mehr jeden Tag um mich zu haben, nicht dabei zu sein wenn sie Fortschritte machen, keinen Anteil mehr an ihrem Leben haben zu können lässt mich schier verzweifeln – kommen noch die bösartigen Verleumdungen meiner Ex und ihrer Mutter.
Das alles zusammen lässt mich wirklich verzweifeln und hat mehr als nur einmal dazu geführt, dass ich ernsthaft über Selbstmord nachgedacht (und auch gleich wieder verworfen habe.
Ich weiß einfach nicht mehr woher ich noch die Kraft nehmen soll mich gegen immer neue Verleumdungen noch zu wehren, die nur zum Ziel haben mich von den Kindern zu trennen.
Es scheint als ob unser Justizsystem Kopf steht. Ich meine wie kann es sein, dass die in der Lage sind mich zur Unterhaltszahlung an meine Ex innerhalb von 3 Monaten zu verurteilen, aber die Tatsache, dass ich meine Kinder seit August (das sind 9 Monate!!!) nicht mehr gesehen habe interessiert scheinbar niemanden?
Wie kann es sein, dass das JA einen **tsts - ID 1** darauf gibt, dass meine Ex aktenkundigen suizidgefährdet war/ist, und nach einem ½ stündigen (vorangekündigtem) Besuch zu dem Ergebnis kommt, da sei kein Veranlassung zum handeln?
Was habe ich denn falsch gemacht?


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 05.04.2008 22:58