Hallooo,
es geht hier nicht um mich, aber ich wusste nicht, wo es am besten passt, wenn auch nicht meine Geschichte.
Es geht um meine große Schwester und ihren Freund.
Sie 25, er 35. Beide sind jetzt schon über fünf Jahre zusammen. Er hat einen fast siebenjährigen Sohn mit seiner Ex.
Er hat jahrelang drum gekämpft, dass er seinen Sohn sehen darf. Das hat er geschafft. Er darf seinen Sohn seit ca. einem halben Jahr alle zwei Wochenenden sehen, er übernachtet dann bei meiner Schwester und ihm. Also meine Schwester und ihr Freund wohnen schon seit Jahren zusammen.
Ich weiß von ihm, dass sein Sohn irgendwas gegen meine Schwester hat. Er hasst sie nicht oder so, will aber eher, dass sie eben nicht da ist, sondern möchte mit seinem Vater alleine sein. Er hört aber auf meine Schwester und spielt mit ihr ... Das verschweigt der Freund aber meiner Schwester, um ihr nicht weh zu tun, zumal er selbst nicht weiß, wie er das in Worte packen soll. Auch hat er Angst, dass er dann meine Schwester als Freundin verliert.
Ich verstehe mich mit dem Freund sehr sehr gut, finde ihn jetzt aber nicht anziehend oder so, ist wie ein großer Bruder für mich, den ich nicht habe, aber immer irgendwie gewünscht habe. Daher reden wir sehr viel miteinander und plaudern über Dinge, die uns so bedrücken. Er hat mir auch schon ein paar Mal die Augen geöffnet, was Jungs und so betrifft! 😉
Meine Schwester kann eigentlich sehr gut mit Kindern, wir haben sehr viele Kinder in unserer großen Verwandtschaft. Auch mit dem Sohn von ihrem Freund kommt sie klar, aber dann sind ihr doch immer wieder ein paar Sachen irgendwie zu viel, z. B. wenn er rumquengelt, Grenzen austestet ... da ist ihr der Freund ein wenig zu weich. Nicht, dass er jedes Mal nachgibt, aber sie würde viel eher "auf den Tisch" hauen wollen und rigoros "Nein" sagen wollen. Diese Einstellung und "Erziehung" findet ihr Freund wiederum total daneben. Er mag diese harte Schiene was Erziehung betrifft und Authoritätskram nicht wirklich. Sein Sohn soll hören, ja. Er will aber keinen harten Ton anschlagen müssen. Ich hoffe, ihr versteht, was ich so meine und damit sagen will!? 😉 Meiner Meinung nach hat er einen Hang dazu, zu leicht und schnell nachzugeben. Liegt vielleicht daran, dass er seinen Sohn eben nur alle zwei Wochen sieht!? Er will sich aber andererseits nichts erkaufen oder so. Dafür hat er einfach kein Geld. Er möchte aber seinem Sohn möglichst viele verschiedene Dinge bieten. So sind sie fast jedes Mal unterwegs (Kino, Zirkus, Drachen steigen, Kastanien sammeln, Schwimmbad, Fahrradtour, Freizeitpark ...). Er kann richtig gut mit seinem Sohn. Wahnsinn! So einen Mann, Vater wünsche ich mir für meine Kinder, wenn ich denn mal welche habe! Hihi ...
Meine Schwester hat mir mal im Vertrauen gesagt, was er wiederum nicht weiß, dass sie nicht weiß, wie lange sie das noch aushält, weil sie immer irgendwie Angst hat, dass der Kleine sie nicht mag, sie mal nicht mehr mit ihm klarkommt ... Sie bekommt einfach den Gedanken nicht aus ihrem Kopf, dass das Kind nicht ihr eigenes ist und ihr Freund es mit einer anderen Frau hat. Da war ich schon irgendwie sprachlos, weil ich dachte, bei denen läufts echt super. Davon weiß er natürlich nichts, vielleicht ahnt er was, weil er eine sehr gute Menschenkenntnis hat. Ich werde ihm darüber natürlich auch nichts erzählen, aber meiner Schwester hab ich gesagt, dass sie mit ihm reden soll. Kann ja nicht sein. Verstehe ich auch nicht. Ich mein, es geht ja in erster Linie um (s)ein Kind. Und jetzt ist sie schon so lange mit ihm zusammen und sämtliche Treffen haben wunderbar geklappt und auch die Übernachtungen ...
Mein persönlicher Eindruck, er hat ihr zu viele Schulden, die noch aus der Beziehung mit seiner Ex stammen. Oftmals müssen beide "nur" von ihrem Geld ab Mitte des Monats leben, weil er keins mehr hat. Sie sieht aber viele Dinge nicht, dier er bezahlt in der aktuellen Beziehung, die beide betreffen und auch seinen Sohn. Ich glaub, meine Schwester würde noch viel lieber ein wenig Party machen wollen und mehr über ihr eigenes Geld verfügen wollen.
Wie kann ich den beiden oder wie können sich beide gegenseitig die Ängste nehmen?
Es lief und läuft doch alles wunderbar.
Hi,
wie können sich beide gegenseitig die Ängste nehmen?
ohne grosse Worte: indem sie anfangen, miteinander zu reden. Sei es über Erziehungsfragen (wo man mitnichten einer Meinung sein muss), sei es über das Kind oder über das Geld.
Gruss von der Insel
Was ich total vergessen habe ... er steht nach wie vor unter der Fuchtel seiner Ex. D. h., er hat ständig Angst, etwas mit seinem Sohn falsch zu machen. Sei es in Erziehungsfragen oder bei der Ernährung ... Er hinterfragt sich ständig selbst, ob das, was er eben gerade gesagt oder getan hat, seiner Ex gefallen wird, würde. Der Sohnemann erzählt nämlich seiner Mama alles. Fast alles. Das hat sich auch geändert. Anfangs bekam er wegen jedem Pups einen Brief von ihrem Anwalt oder vom Jugendamt, dass er doch bitte dies und jenes eben nicht machen soll ... Er ist teilweise irgendwie steif, denkt zu sehr darüber nach, was seine Ex in gewissenen Situationen sagen und machen würde.
Ich kann mich noch an das Riesentheater erinnern, was vor ein paar Monaten war, als die beiden das erste Mal zusammen im Schwimmbad waren und beide dann zusammen geduscht haben und davor nebeneinander gepieselt haben. Das hat der Junge seiner Mama erzählt, weil er das erste Mal den "Pipimann" von seinem Vater gesehen hat. Die ist damals fast irre geworden. Das würde nicht gehen ... Ok, ich bin jetzt eine junge Frau und habe selbst keine Kinder, aber ist das nicht normal? Männer gehen doch zusammen pinkeln und duschen und sehen ihre Geschlechtsteile oder ist das bei Kindern, zwischen Vätern und Söhnen anders? Hätte er das jetzt nicht machen dürfen, oder wie?
@babbelschnur
ja solche eine Verhaltensweise kenn ich sowhl von dem KV und auch der KM.
Ich war genauso,habe mir immer sorgen gemacht,ich könne etwas verkehrt machen.
Der KM konnte ich nix recht machen,bis heute. Ich habe mit Hilfe gesucht und bin heute
anders. Ich gehe meinen Weg den ich für richtig halte auch wenn es der KM nicht passt.
Klar hat sie erst vor 2 Monaten wieder geklagt,aber leider ist sie vor Gericht kläglich gescheitert.
Also hier hilft nur eines,Rden, Reden ,Reden. Der KV sollte sich von der KM nicht einschüchtern lassen.
Jeder Elternteil hat seinen eigenen Erziehungsstil und den sollte jeder bei dem anderen akzeptieren.
jenpa
..dem Kind beide Eltern
