Einmal alles anders...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Einmal alles anders... aber trotzdem nicht einfacher

Seite 2 / 3
 
(@zahltag)
Nicht wegzudenken Registriert

Moin LBM,

nichts sorry - hast recht - von 0 auf 100 wird auch nicht zielführend sein, aber nach und nach sollte man diesem"Macht euch mal ein schönes Wochenende" schon näher kommen - natürlich sollte bzw. muss hier auch vom KV was positives und zielorientiertes kommen...war wohl ein weng zu kurz gedacht von mir, danke für deinen Hinweis.

Gruß Zahltag


AntwortZitat
Geschrieben : 07.07.2012 00:42
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

erstens ist es mir gar micht mehr gestattet, dem KV unbegleiteten Zugang zu dem Kund zu gewähren. Ich muss mich genauso an die Regelungen halten wie er. Die Umgangsbegleitung ist nicht von mir gekommen, sondern vom JA und vom Gericht. Entschieden auf Grundlage eines Familiengutachtens und einer kurzen Einschätzung einer Psychiaterin des Gesundheitsdienstes.

Bist du sicher, dass ihr das nicht einvernehmlich dürft?

Also das JA oder ein Gutachter kann sowas jedenfalls nicht verbieten und ein Gericht sicher zumindest insofern nicht, dass es nur auf Antrag aktiv wird und ich kann mir nicht vorstellen, dass er dich verklagen wird, weil du keinen betreuten Umgang mehr willst.

Würdest du denn einen unbetreuten Umgang zulassen?

Oder hast du eine Vorstellung, wie der Umgang ablaufen könnte?


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 07.07.2012 00:43
(@kiki76)
Schon was gesagt Registriert

Nach allem, was bisher passiert ist, denke ich wirklich, dass begleiteter Umgang das Beste ist. Zumal der KV den auch will. Und wenn so viele Fachleute das Gleiche befürworten, kann es ja so falsch nicht sein. Ich dachte, vielleicht könntet ihr mir Tips geben, wie ich die Annäherung beim begleiteten Umgang erleichtern kann. Der KV will mich unbedingt dabei haben, daher liegt gefühlt viel Verantwortung für das Erleben meiner Tochter bei mir.

Mir kam die Entscheidung des JA vor wie eine Anordnung. Zumal sie Psychiaterin mehr oder weniger "Gefahr im Verzug" beim JA gemeldet hat und dann alles ganz schnell ging.

Das Gericht hat den Umgang offiziell ausgesetzt und der KV hat die Auflage bekommen, sich uns nicht zu nähern. Das geschah nicht aufgeund meiner Initiative, sondern auf Initiative ser Beratungsstelle.

Den Schritt, dass überhaupt begleiteter Umgang stattfinden kann, bin ich in Zusammenarbeit mit dem Betreuer gegangen.

Ich glaube, dass die Verfahrensweisen etwas anders sind, wenn es wirklich um eine Gefährdung des Kindswohl geht und nicht nur offensichtlich um einen Streit zwischen den Eltern. Die Gefährdung habe ich nicht gemeldet, sondern eine Psychiaterin vom gesundheitlichen Dienst, die mit ihm lange gesprochen hat und anschließend nochmal die Beratungsstelle.

Ich bin von allen Stellen genauso auf den Kopf gestellt worden wie der KV. Das Gutachten betraf mich genauso, wie den KV.

Hier habe ich das Gefühl, dass ich mich durchweg rechtfertigen muss. Aber dafür habe ich auch zu viel hinter mir. Ich bin die Mutter und dadurch bei euch als kämpfenden Vätern mit euren eigenen Erfahrungen und Geschichten wahrscheinlich wirklich nicht richtig. 😉 ich glaube, wäre ich ein Papa, wärd ihr mir gegenüber nicht so kritisch.

LG

Kiki


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 07.07.2012 01:31
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hier habe ich das Gefühl, dass ich mich durchweg rechtfertigen muss. Aber dafür habe ich auch zu viel hinter mir. Ich bin die Mutter und dadurch bei euch als kämpfenden Vätern mit euren eigenen Erfahrungen und Geschichten wahrscheinlich wirklich nicht richtig. 😉 ich glaube, wäre ich ein Papa, wärd ihr mir gegenüber nicht so kritisch.

Nein das stimmt nicht ganz  😉

Aber maßgeblich gibt es hier boykottierte Väter, daher wird Dir in dem Fall etwas mehr auf den Zahn gefühlt. Wäre aber schön, wenn Du Dich dem stellst.

Ich würde diese Umgänge so weiter ermöglichen und wenn er sich seiner Tochter da nicht von selbst annähern kann oder will, dann ist das sein ureignes Problem. Tür offen halten, aber alleine durchgehen lassen.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 07.07.2012 01:35
(@kiki76)
Schon was gesagt Registriert

Hallo LBM,

danke für deine Antwort. Und auch für deinen Rat. Damit kann ich etwas anfangen. 🙂

Ich verstehe auch die Skepsis der Papas. Letztendlich gehts mir ungekehrt genauso. Das ist der Grund, warum ich hier überhaupt gelandet bin. Ich wollte mir einfach mal einen Eindruck "von der anderen Seite" machen (klingt doof, ich weiß). Nicht um den KV meiner Tochter zu verstehen... Das habe ich aufgegeben. Aber um einfach andersherum das Bauchgrummeln abzubauen, wenn ich die Geschichte eines "kämpfenden Papas" höre. Es sind eben nicht alle, wie mein Ex und das muss ich mir ab und zu vor Augen führen. Man fängt aufgrund eigener Erfahrungswerte schnell an, andere abzuurteilen und das möchte ich für mich nicht.

Gute Nacht!

Kiki


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 07.07.2012 01:58
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Kiki

Hier habe ich das Gefühl, dass ich mich durchweg rechtfertigen muss. Aber dafür habe ich auch zu viel hinter mir. Ich bin die Mutter und dadurch bei euch als kämpfenden Vätern mit euren eigenen Erfahrungen und Geschichten wahrscheinlich wirklich nicht richtig. 😉 ich glaube, wäre ich ein Papa, wärd ihr mir gegenüber nicht so kritisch.

Ich glaub das kann man schnell wiederlegen - hier haben sich schon Väter nach ein paar Beiträgen wieder abgemeldet - da hier nicht nach dem Mund geredet wird, wie es sich halt viele am Anfang wünschen, damit ihre Position gestärkt wird. Aber das ist ja auch die Chance, neue Eindrücke mitzunehmen. Was man daraus macht, ist ja jedem seine Verantwortung.

Auf Beppos und meine Nachfrage hast Du übrigens immer noch nicht geantwortet. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 07.07.2012 01:59
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Ich verstehe auch die Skepsis der Papas. Letztendlich gehts mir ungekehrt genauso. Das ist der Grund, warum ich hier überhaupt gelandet bin. Ich wollte mir einfach mal einen Eindruck "von der anderen Seite" machen (klingt doof, ich weiß).

Nein, das klingt überhaupt nicht doof.
Ich habe immer großen Respekt wenn sich jemand auf die andere Seite des Zauns begibt, um die Sicht der Anderen zu erfahren.

Genau das widerlegt eben auch den Verdacht, dass du eine Kindesbesitzerin bist, die den Vater ausgrenzen will.

Ich freue mich, dass du da bist, auch wenn ich Mühe habe, eine Lösung oder einen Rat zu finden.
Da ist Lausebackesmama deutlich eher berufen, die ebenfalls große Mühe hat, Lausebacke Umgang mit dem, etwas schwierigen, Lausebackespapa zu ermöglichen.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 07.07.2012 02:10
(@kiki76)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Ingo,

um auf deine und Beppos Nachfrage zurück zukommen:

Wie ich schon auf LBM's Beitrag geantwortet habe, fiel in Bezug auf den KV mehrfach der Verdacht einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Endgültig belegen ließe sich das aber nur durch ein psychiatrisches Gutachten, was dann vom Gericht in Auftrag gegeben würde, wenn ich den Umgang komplett unterbinden wollen würde. Übrigens würde dann natürlich auch von mir ein Gutachten erstellt, denn das würde die Gegenseite sicher auch fordern. 😉

Ich bin genauso durchleuchtet worden wie der KV, vom JA sogar noch mehr, da er wirklich viel Mist erzählt hat, der sich leicht widerlegen ließ. Da die Kurze bei mir wohnt, haben sie natürlich schnell gehandelt. Auch die Psychiaterin hat mich genauso wie ihn "seziert". Und bei der Gutachterin hatte ich genauso viele Termine, wie er. Es gibt über mich auch einen Berucht, wie über ihn. Allerdings steht über die Kurze und mich nix negatives drin.

Und nun zu meiner Einschätzung meiner "Schuld" an der Sache: ich habe dem KV vertraut, habe ihm und an ihn geglaubt. Dafür habe ich mir Vorwürfe gemacht. Die Psychiaterin hatte mir gesagt, dass das kein Fehler ist, sondern man das Bindungs- oder Beziehungsfähigkeit nennt.

Mittlerweile gebe ich mir keine Schuld mehr. Ich gebe auch den anderen Menschen, die er betrogen hat, keine Schuld, also warum mir? Ich kann auch mittlerweile akzeptieren, dass er so ist, wie er ist. Er kann nicht aus seiner Haut, ob es wirklich eine Persönlichkeitsstörung ist oder er nur kriminell ist, was die andere Alternative wäre, sei mal dahingestellt.

Ich möchte bei dem ganzen Chaos nur erreichen, dass meine Tochter weiß, wer ihr Vater ist und Kontakt zu ihm hat. Was den Rahmen und die Häufigkeit betrifft, verlasse ich mich gern auf Leute, "die sich damit" auskennen. Und in dem relativ kleinen Handlungskreis, der mir dann noch bleibt, möchte ich Wege finden, es bedtmöglich zu machen.

Ich will weder alles nochmals rechtfertigen, noch möchte ich den KV schlecht machen. Das waren alles Fakten, die in den letzten Jahren zusammen getragen worden sind.

Ich liebe die Kurze wirklich über alles und will ihr sicher nicht schaden, indem ich zur Kundsbesitzerin werde, wie ihr es nennt.

Nochmal Gute Nacht! 😉

Kiki


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 07.07.2012 02:36
(@kiki76)
Schon was gesagt Registriert

Grrr, Rechtschreibteufel hat sich eingeschlichen. 😉 Handytastatur ist murks, aber hatte keine Lust mehr, den PC hochzufahren.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 07.07.2012 02:41
(@zahltag)
Nicht wegzudenken Registriert

Moin,

Und in dem relativ kleinen Handlungskreis, der mir dann noch bleibt, möchte ich Wege finden, es bedtmöglich zu machen.

konntest du aus den Antregungen die du hier bekommen hast schon Ideen diesbezüglich entwickeln - wie sehen diese aus?

Gruß Zahltag

P.S. Wie würdest du dir den Umgang zwischen Vater und Kind vorstellen und wie würde er sich diesen vorstellen - mal abgesehen von allem was war - vielleicht kann man auf der Schiene etwas sinnvolles auf die Beine stellen.


AntwortZitat
Geschrieben : 07.07.2012 11:02




(@kiki76)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Zahltag!

In den zwei gemeinsamen Eltergesprächen, die wir mit unserem Betreuer hatten, hat sich der KV nicht sehr viel zu dem "wie" geäußert. Er hat lediglich darauf bestanden, dass ich dabei bleiben muss.

Mir geht es bei der ganzen Geschichte um das Kind. Sie ist mach diesen Terminen völlig durch den Wind. Ich kann mir selbst nicht erklären, wieso, aber auf die Besuche folgen minimum 2 Wochen heftigster Trennungsangst, Nachtschreck und Nachtwandeln, Wutausbrüche...

Jetzt bitte nicht wieder über mich herfallen, das ist nicht meine Schuld. Da man heute als Mutter schnell mal als hysterisch abgestempelt wird, wurde das in dem Gutachten überprüft. Und ich bin bewiesenermaßen nicht der Auslöser.

Da es mir nach allem nicht in erster Linie um das Recht des Vaters geht, sondern um das Recht des Kindes auf den Vater geht, möchte ich dennoch, mit großen Abständen, den Kontakt. Ich denke, wenn wir ihn jetzt ganz abbrechen, weil die Kleine so heftig reagiert, können wir später vielleicht gar nicht mehr zurück.

Daher wäre ich für eure Sicht dankbar, wie für DAS KIND der Kontakt einfacher wird. Und jetzt bitte nicht wieder schreiben, dass unbegleiter besser wäre. Für meine Kurze trifft das nämlich zu.

Vielleicht sollte ich anregen, den nächsten Termin mit Begleitung auf einen Spielplatz zu verlegen?

LG

Kiki


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 08.07.2012 12:20
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin.

Vielleicht sollte ich anregen, den nächsten Termin mit Begleitung auf einen Spielplatz zu verlegen?

Wäre vielleicht einen Versuch wert.

Habt ihr denn noch persönlichen Kontakt, bzw. könnt ihr euch über Mail oder ähnliches austauschen?
Kannst du ihm auf diesem Wege Vorschläge machen und bekommst vernünftige Antworten?
Wärest du denn bereit, auch mal, vorübergehend, dabei zu bleiben um es auch für euer Kind einfacher zu machen?


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 08.07.2012 12:44
(@kiki76)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Beppo!

Klar! Ich bleibe immer solange dabei, wie ich denke, dass die Kurze es braucht. Ich versuche dabei den KV ins Spiel zu integrieren und ziehe mich dann immer mehr zurück. Bis ich, im besten Fall, den Raum verlassen kann.

Wir haben Mail-Adressen, aber die Umstände der Umgangskontakte werden mit dem Betreuer besprochen, der dann "vermittelt". Das ist unbedingt notwendig geworden, weil der KV Absprachen mit mir nicht einhält.

Lg

Kiki


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 08.07.2012 13:03
(@biggi62)
Nicht wegzudenken Registriert

Kommt bei mir nur selten vor, Kiki, aber das, was du hier beschreibst, macht mich sprachlos. ???

Ich finde, dass du bislang das bestmögliche aus der besch...eidenen Situation gemacht hast und wünsche dir gute Nerven für die Fortführung der begleiteten Umgangskontakte.

Alle Gute  :thumbup: Biggi


Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.
(J. W. von Goethe)

AntwortZitat
Geschrieben : 08.07.2012 13:16
(@kiki76)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Biggi!

Danke für deine Antwort.  🙂

LG

Kiki


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 08.07.2012 13:28
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Kiki,

Jetzt bitte nicht wieder über mich herfallen, das ist nicht meine Schuld. Da man heute als Mutter schnell mal als hysterisch abgestempelt wird, wurde das in dem Gutachten überprüft. Und ich bin bewiesenermaßen nicht der Auslöser.

Ich will Dir nicht zu Nahe treten, aber trotz dieser so "reinen" Weste" und nur bester Absichten wirkst Du für mich sehr "teflon"-artig. Du gibst an, von Psychologen durchleuchtet worden zu sein und somit sei alles in Ordnung.

Psychologen können aber nur Momentaufnahmen machen. Und wir leben auch (zum Glück) nicht in einer Orwellchen Welt, wo Du 24 Stunden von Externen überwacht wirst. Ob Du, krass gesagt, einem Kind auch nur durch die Blume zu verstehen gibst, "wie traurig die Mama doch ist, wenn Du beim Papa bist" wird nie ein Psychologe mitkriegen - ein Kind durch seine sensibelen Antennen aber schon darauf reagieren.

Ich kann mir selbst nicht erklären, wieso, aber auf die Besuche folgen minimum 2 Wochen heftigster Trennungsangst, Nachtschreck und Nachtwandeln, Wutausbrüche...

Auch hier nicht missverstehen, aber genau diese Argumente werden auch von der "Gegenseite" immer wieder gerne ins Feld geführt, wenn es darum geht, Umgang zu verhinden. Wenn ich immer nur selber in Angst vor der nächsten Situation leben, mich als praktisch "gefangen" in einer Umgangssituation sehe, kann das auch auf das Kind nicht postiiv und beruhigend wirken. Gruß ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 08.07.2012 14:09
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Ingo,

ich gehöre zu den Müttern, die immer positiv tanzend und das Kind ermutigend vier Jahre lang alle Kopfstände gemacht hat, ohne negative Untertöne, usw. usf. Wenn ich sauer war, habe ich mich hier ausgekotzt und dem KV immer wieder Lösungen gesucht, vorgeschlagen, auf dem Silbertablett serviert.

Trotzdem war mein Sohn nach Umgängen auf einer Achterbahn. Von euphorisch über traurig, von aggressiv bis zickig, mit Alpträumen und Heulkrämpfen vorm Einschlafen. Und egal ob ich ruhig erklärt, an seinen Verstand (??) appelliert habe oder ausgeflippt bin, der KV war mitnichten in der Lage sich so konstant zu verhalten, dass es seinem Sohn gut ging.

Mach Dich mal vom Gedanken frei, dass hinter einem psychisch belasteten Kind immer eine im Inneren Umgang vereiteln wollende KM steht. Oder dass die psychische Belastung des Kindes eine Erfindung der Mutter ist.

Ich habe meinem Ex, nachdem er unseren Sohn erneut übelst hat vorankündigungslos sitzen lassen, zwei Monate abgetaucht ist und sich anschließend beschwert hat, dass sich keine Sau für ihn interessiert und gejammert hat, dass er ja seinen heißgeliebten Sohn ewig nicht gesehen hat und es ihm sooo schlecht geht, nach 4,5 Jahren Eiertanz gesagt, dass er gerne Umgang haben kann und er mich dann bitte auf eine verbindlich festgeschriebene Regelung verklagen möge. Lass Dir versichert sein, dass ich nie im Leben einen Cent Zwangsgeld zu zahlen hätte, während er seines bis ans Lebensende abwohnen dürfte.

Seitdem ist keinerlei Versuch mehr unternommen worden. Übrigens habe ich mittlerweile ein sehr ausgeglichenes Kind, das zwar sicher ab und an den Papa vermisst, aber eine leibhaftige Erinnerung daran hat, dass es sich ganz grausam anfühlt, Umgänge versprochen zu bekommen, die dann aber nicht stattfinden. Und mein Sohn weiß genau, es hat weder an ihm noch an Mama gelegen.

Weißte, wenn man sich das Bein ausreißt, um seinem Kind den Vater zu erhalten, dann fühlt sich das ziemlich bescheiden an, wenn einem trotzdem unterstellt wird, dass man das Kind manipuliert.

LG LBM

PS: Mein Sohn hat übrigens eine sehr konkrete Vorstellung von seiner künftigen Paparolle und er ist erst 8 Jahre alt. Er wird später sein Kind vom Kindergarten abholen und mit ihm Fußball spielen und mit ihm Geschichten lesen und Fahrrad fahren und ganz viel kuscheln. Und er will nicht so viel arbeiten wie ich, damit er auch Zeit für sein Kind hat. Er projeziert all das, was er von seinem Papa nicht hat, auf das, was er später ganz anders machen wird. Der Junge ist clever. Der braucht keine Mama, die ihm das einredet. Wenn ich meinem Sohn gesagt habe "natürlich hat der Papa dich lieb!" dann hat er mir mit fünf Jahren gesagt: "Und warum kommt er mich dann nicht besuchen?" Und nein, ich habe Besuche nicht abgesagt, boykottiert, oder sonst was.... ER KAM EINFACH NICHT.


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 08.07.2012 15:40
(@kiki76)
Schon was gesagt Registriert

Ach Ingo!

Wir zwei finden wohl keinen gemeinsamen Nenner. 😉

Warum sollte ich der Kurzen zu verstehen geben, "dass ich traurig bin, wenn sie ihren Umgang mit dem Papa ( der übrigens von seiner Tochter kur Vornamen angesprochen werden will) hat? WIE sollte das die Situation verbessern? Meine Tochter ist noch nicht einmal 3. Es würde niemand auf sie hören, selbst wenn ich ihr einpflanzen würde, dass ich traurig bin und sie keinen Kontakt haben will.

Dass der KV mich im Beisein der kleinen Maus wüst beschimpft und bedroht hat und mich angehen wollte, hast du schon mitbekommen, oder? In der Beratungsstelle? Meinst du nicht, dass so etwas bei einem Kind auch Wunden schlagen kann? Immerhin sehen die Fachleute, die unsere Geschichte jetzt knapp 3 Jahre begleiten das so. Und, "nicht falsch verstehen", die scheinen mir etwas davon zu verstehen.

Nochmal in aller Deutlichkeit: ich will Umgang nicht verhindern!!! Nur einer knapp 3jährigen erleichtern. Ich möchte für uns beide, dass die Zeiten danach nicht mehr so heftig werden.

Mal ganz ehrlich... wenn es nicht wirklich solche Reaktionen bei den Kindern geben könnte, dann würde wohl auch keine Mutter damit durchkommen, wenn sie so etwas "nur erzählt" also versuche bitte einfach zu akzeptieten, dass wir so ein Fall sind, bei dem es so ist.

Ich bin kein "Väterhasser" und auch keine "Kindsbesitzerin". Wenn ich eine obsessive Ader haben sollte, so kann ich diese als "Katzenbesitzerin" voll befriedigen. Wenn ich dir zu "teflon"-artig bin, dann tut mir das leid...für dich. Aber das ist nicht mein Problem. Ich werde jetzt auch aufhören, mich vor dir zu rechtfertigen.

Nur noch eins: wenn ich so wäre, wie du es mir zu unterstellen versuchst, dann hätte ich mich nicht hier, sondern in einem "Wie haue ich meinen Ex am Besten in die Pfanne und benutze dafür unser Kind, aber nur aus Liebe"-Forum angemeldet.

Ich wünsche dir einen schönen Sonntag.

LG

Kiki


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 08.07.2012 15:50
(@kiki76)
Schon was gesagt Registriert

Hallo LBM,

da hast du ja einiges durch! Ich finde es toll, wie dein Sohn sich über seine Zukunft äußert. 🙂 klingt nach einem sehr guten Plan!!! 🙂

GLG

Kiki


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 08.07.2012 15:56
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi Kiki,

das finde ich auch. Und da ich einen SOHN habe, werde ich ihm ganz sicher nicht das Gefühl geben Männer/Väter sind sch****. Ich bemühe mich in allem nicht nur die Situation JETZT zu sehen, sondern auch welche Auswirkungen das in 10, 20 Jahren haben kann.

Mein Sohn weiß übrigens, dass er seinen Papa jederzeit anrufen kann, wenn er will. Wenn er zB einen traurigen Tag hat, dann frage ich ihn: "Möchtest Du Papa anrufen?"  und mittlerweile sagt er selbst schon: "Ach nö, der geht eh nicht ran." Selbst gemachte Erfahrungen halt..... Er hat akzeptiert, dass er seinen Papa nicht verändern kann und scheint für "seine Kinder" dann mal der Held werden zu wollen, den er selbst nicht hatte.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 08.07.2012 16:42




Seite 2 / 3