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Einmal alles anders... aber trotzdem nicht einfacher

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(@kiki76)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,

ich habe mich hier mal ein bisschen durchgelesen und muss sagen, dass ich immer wieder schockiert bin, was so auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird, wenn es zu Elterntrennungen kommt. Zwar bin ich die Mutter, aber ich könnte trotzdem ein paar Ratschläge und Meinungen brauchen, denn es geht schon um die "Vater-sein-Problematik".

Aber erst einmal meine Geschichte:

Bevor unsere kleine Tochter auf die Welt kam, habe ich 5 Jahre lang mit dem KV in Südtirol gelebt. Die Kleine war ein absolutes Wunschkind, zumindest von mir. Wir haben es zwei Jahre versucht, bis ich schließlich nach zwei Abgängen mit ihr schwanger war. Die einzige Reaktion des KV auf den positiven Test war ein "Ach du Sch..." Da hatte ich noch gehofft, dass er vielleicht nur Angst hat, dass wieder etwas passiert.

Mit zunehmendem Bauchumfang wurde er aber immer merkwürdige. Seine Familie hat ein großes Hotel in Südtirol und er hat immer Essen mitgebracht von dort. In der Schwangerschaft nur Dinge, die ich nicht essen sollte (rohes Rindfleisch, Rohmilchkäse, Schinken...) Er hat angefangen im Wohnzimmer auf dem Sofa zu übernachten, hat mich noch weniger irgendwo mit hingenommen, als zuvor, teilweise wurde er total agressiv und hat mit Dingen nach mir geworfen.

Als dann die Wehen einsetzten (nachts), hat er mich nur angeschnautzt, ich hätte doch am nächsten Tag sowieso einen Termin im Krankenhaus, so schlimm könnte es wohl nicht sein, dass ich es bis dahin nicht mehr aushalte. Ich kam mir vor, wie im falschen Film. Nach einigem Betteln hat er mich dann doch gefahren. Wir mussten bis zum Krankenhaus 75 km. Die Strecken sind in Südtirol einfach anders, vor allem, wenn man in einem Bergdorf wohnt.

Meine Tochter und ich sind bei der Geburt beinah gestorben. Es war letztendlich alles ziemlich dramatisch und die Ärzte mussten mich sogar wieder "zurückholen". Er hat das ganze leider verschlafen, weil er so müde war. Ich war ja mittlerweile schon so einiges gewohnt, nachdem er auch nicht beim Ultraschall dabei sein wollte, wenn er mich mal zum Arzt gefahren hat. Aber das war dann doch heftig.

Die ersten drei Wochen nach der Geburt, hat er sich zuhause so gut wie nie blicken lassen. War immer im elterlichen Hotel, wie er mir sagte. Nach drei Wochen hatten wir dann nach etlichen Streitereien wegen unserer unterschiedlichen Auffassung vom Vater-sein entschieden, dass ich besser erstmal für 2 Wochen zu meinen Eltern nach Deutschland fahre, damit ich etwas Hilfe bekomme, da der Kaiserschnitt nicht richtig heilen wollte und meine Kurze mit einem Geburtsgewicht von fast 4,5 kg auch wirklich kein Leichtgewicht war.

Nach einer Woche in D zeigte die Kleine ein merkwürdiges Verhalten der Augen, was zunächst einen Schlaganfall befürchten ließ. Sie wurde im Krankenhaus immer wieder durchgecheckt und eine endgütige Entwarnung wurde mir nicht gegeben. Das hat mich so aufgewühlt, dass ich dann anschließend mit Gallenkolliken flach gelegen hab und der Arzt sagte, dass ich keinesfalls mit einem Säuglich eine 1000km Autofahrt überstehen würde. Daraufhin drehte er am Telefon durch, hat mir gesagt, ich solle meinen Arzt von der Schweigepflicht entbinden, ihm die Blutergebnisse senden und er würde dann entscheiden.

Das habe ich natürlich nicht getan. Woraufhin er gekommen ist, um uns zu holen. Als er dann mit bei meinen Eltern war, hat er meinen PC benutzt und seinen Mail-Account offen gelassen. Als ich dann selbst an meinen PC gegangen bin, habe ich gesehen, dass er einen Haufen "Betreff Bussi Mails" von mir fremden Frauen dort stehen hatte. Damit habe ich ihn konfrontiert und als er dann anfangen wollte, zu lügen ala "ich weiß auch nicht, wie das kommt", habe ich ihn auch gleich mit seiner kompletten Verhaltensänderung seit Beginn der Schwangerschaft konfrontiert. Er wurde böse, hat mir seine Mail-Accounts und Passwörter genannt, damit ich mich überzeugen könne, dass er mir nichts verheimliche, und ist nach Südtirol abgedampft.

Erst wollte ich gar nicht schauen, aber meine Mutter meinte, wenn er mir das schon nahelegen würde, solle ich es ruhig tun. Dann wäre ich wieder beruhigt. Aber von wegen. Dabei kam nach und nach mehr über seine ganzen Lügen heraus. Er hatte mehrere Dates mit Prostituierten, als ich schwanger war und auch schon davor. Er hat permanent andere Frauen angebaggert, war auf sämtlichen Flirt- und Sex-Sites im deutschsprachigen Raum angemeldet. Er hat komplette Existenzen erfunden, wie zum Beispiel seinen besten Freund, einen Anwalt. Es kam dann mit der Zeit immer mehr raus. Nichts aus seinem Lebenslauf stimmte.

Ihr könnt es euch sicher denken... ich habe mich dann von ihm getrennt. Und ich bin in Deutschland geblieben, weil mich nichts außer ihm in Südtirol gehalten hat. Er hatte mir vor der Trennung versprochen, wir würden nach Deutschland ziehen, weil ich da unten immer unglücklich war. Er hatte sogar erzählt er hätte schon einen Job und ich solle nach einer Wohnung suchen, was ich auch getan hatte. In die Wohnung bin ich dann mit meiner Tochter allein eingezogen.

Da war die Kurze mal gerade 2 1/2 Monate alt. Jetzt wird sie bald 3. Seitdem herrscht Krieg. Ich bin all seinen Bitten nachgekommen. Er wollte Umgang einmal im Monat. Den hat er bekommen. Dann ist er durchgeknallt und ist zum Ka gegangen. Dort hat er erzählt, er dürfe seine Tochter nicht sehen, ich würde die Tür nicht öffnen, was natürlich nicht gestimmt hat. Mit den JA wurde dann ein gemeinsames Elterngespräch vereinbart, zu dem dann schon eine psychiatrische Sachverständige mit eingeladen wurde, weil unsere Geschichten so weit auseinander driffteten. Nach etlichen lügen über seine Geschichte und Drohungen gegen mich bei dem Gespräch meinte die Psychiaterin, ich müsse sehr vorsichtig sein, weil er mir wirklich gefährlich werden könne. Sie schlug ausschließlich begleiteten Umgang in einer Erziehungsberatung vor. Klar war ich damit einverstanden. Diese Termine haben monatlich stattgefunden. Ich habe nie auch nur einen Termin abgesagt.

Aber dann reichte ihm das wieder nicht. Er hat mich bei einem Umgangstermin im Beisein unserer 1,5 Jahre alten Tochter massiv bedroht, als der Betreuer kurz den Raum verlassen hat. (Ich mach dich kalt; ich bring dich um die Ecke; was meinst du, warum du das Kinderzimmer nicht zurückbekommen hast; ich hole mir mein Kind...) Die Kurze war danach total verängstigt, ich auch und die Umgangskontakte wurden von der Erziehungsberatung ausgesetzt und ein gerichtliches Verfahren vorgeschlagen. Das startete im letzten April. Durch das Gericht wurde Umgang zunächst untersagt und ein Gutachten in Auftrag gegeben. Nach diesem Gutachten ist der KV ein hochkrimineller Betrüger und Hochstapler. Auch während des Gutachtens hat er noch Drohungen in meine Richtung ausgesprochen (wenn ... nicht passiert, dann möchte ich nicht in ihrer Haut stecken. ich geh mit allen Mitteln gegen sie vor).

Daraufhin sollten erstmal vertrauensbildende Maßnahmen durch den Psychologen der Beratungsstelle angestrebt werden. Wir hatten dann ein paar Termine zusammen und dann kam es auch zum ersten Umgangstermin mit unserer Tochter. Dieser wurde in einem Tierpark gemacht, weil der letzte Termin für sie ja so schlimm war. Sie hatte danach quasi 1 1/4 Jahr keinen Kontakt zu dem KV. Zunächst wollte sie ihn gar nicht in der Nähe haben, hat sich an mir festgeklammert und geweint. Ich habe dann versucht, die beiden immer näher zusammen zu bringen. Aber er ist nur schwer auf etwas eingegangen. Die Kleine war nach dem Termin völlig durch den Wind, will nicht mehr in den Tierpark.

Jetzt hatten wir letzte Woche erneut einen Gerichtstermin. Da wir auf einem guten Weg schienen, wurde das Verfahren ruhend gestellt und wir sollen weiterhin begleiteten Umgang haben. Durch die räumliche Distanz und seine menschliche Unfähigkeit nur alle 10 Wochen. Direkt im Anschluss hatten wir auch noch wieder einen Umgangstermin.

Leider fängt er seit heute wieder an, mich mit Mails zu traktieren. "Es reicht ihm jetzt, er lässt sich das alles nicht mehr gefallen blablabla...

Es ist noch so viel mehr passiert, aber ich denke einfach, ich habe mich immer fair verhalten, habe nie Termine abgesagt, habe ihm nie etwas verweigert. Und das obwohl er mich total im Regen hat stehen lassen. Zunächst kein Unterhalt, meine Möbel, Kleidung, Babybedarf... hat er mir nicht überlassen. Meine zwei Hunde hat er nach der Trennung behalten mit dem Satz "du kannst das Kind haben, aber die Hunde behalte ich". Ich musste mit einem 2,5 Monate alten Säugling mit nichts als den Sachen, die ich für 2 Wochen mit zu meinen Eltern genommen hatte, komplett neu anfangen.

Ich weiß langsam nicht mehr, wie ich mit seinen Launen umgehen soll. Ihr als Väter, was soll ich machen? Ignorieren? Gegenhalten? Er will Vater sein, hat aber keine Lust, auch nur eine Stunde mit dem Kind zu spielen. Dazu muss er immer wieder von dem Betreuer oder mir aufgefordert werden. Wie motiviere ich mich selbst am besten, das weiter für mein Kind durchzuhalten, mir einzureden, dass es das Beste ist, wenn sie mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen, zeigt, das sie ihn nicht will?

Wie geht ihr bei den Umgangskontakten mit euren Kindern um? Fühlt ihr euch gehemmt? Wie lange brauchtet ihr Anleitung? Was würdet ihr euch bei begleiteten Umgängen wünschen, damit es für euch einfacher wäre?

LG

Kiki

Ich hoffe, das war alles nicht zu verwirrend. Ich habe eine Menge weggelassen. Falls deshalb etwas unklar ist, einfach nachfragen.


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 05.07.2012 23:12
(@zahltag)
Nicht wegzudenken Registriert

Nabend Kiki,

herzlich willkommen bei vatersein.

Er will Vater sein, hat aber keine Lust, auch nur eine Stunde mit dem Kind zu spielen. Dazu muss er immer wieder von dem Betreuer oder mir aufgefordert werden.

warum will er denn vater sein, wenn er sich nicht mit eurem kind beschäftigt?
was will er eigentlich genau an umgang haben und findet dieser auch regelmässig statt und warum ist dieser betreut? wo wohnt der kv in der zwischenzeit?
ich denke schon, dass ihn deine anwesenheit "stört" beim betreuten umgang - wissen tu ich es natürlich nicht, aber wie wäre es, wenn du mal den KV und Kind alleine lässt mit dem betreuer - wie lange soll der betreute umgang noch stattfinden?

Gruß Zahltag


AntwortZitat
Geschrieben : 06.07.2012 00:20
(@kiki76)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Zahltag!

Das sind gute Fragen. Leider konnte er die Frage durch die Gutachterin, was er sich für den Umgang wünscht auch nicht wirklich beantworten. Seine Einstellung war: "Die gehört mir auch. Ich zahle schließlich dafür."

Außerdem ist scheinbar nichts anziehender auf die Damenwelt, als ein "verlassener Vater, der für sein Kind kämpft". So präsentiert er sich auch auf Facebook, dass ich schon Hassmails von irgendwelchen Mädels bekommen habe, wie ich ihm das alles antun kann. Dabei mach ich wirklich gar nichts und halte mich an alle Vereinbarungen. 

Die Umgänge sollen ab jetzt in 10-wöchigem Rhythmus stattfinden, weil mehr laut Gutachten nicht gut für die Kleine ist. Er wurde durch sein Verhalten, seine Lebensgeschichte und Aussagen seiner Eltern als Hochstapler und Betrüger "entlarvt". Stand scheinbar auch schon mehrfach wegen Betruges vor Gericht in Italien, was ich vorher nicht wusste.

Allerdings möchte ich diese Umgänge für die Kurze mit ihren nichteinmal 3 Jahren so wenig nervenaufreibend wie möglich gestalten.

Beim letzten Termin bin ich erst noch mit im Raum geblieben, weil sie sich an mir festgekrallt hat. Ich hatte aber noch Seifenblasen für sie und ihn besorgt, damit sie etwas zum beschäftigen haben, was ein wenig das Eis bricht. Dann habe ich das Ganze in Richtung des in dem großen Raum befindlichen Sandkasten gelenkt und die zwei dort allein gelassen. Ich habe mich an den Tisch am anderen Ende des Raums gesetzt. Die beiden haben dann jeder vor sich hin gespielt. Die Kurze in einer Ecke, er in der anderen Ecke. Da mir das dann zu schwierig wurde, dabei zuzusehen, dass er nicht mit ihr sprach und auch sonst keine Anstalten machte auf die zuzugehen, habe ich leise den Raum verlassen und bin im Flur rumgelaufen. Er schafft immer solche Distanz. Jetzt will er, dass sie ihn mit Vornamen anspricht. Was soll ich da sagen??? (der..., dein Vater kommt?)

Eigentlich will ich bei den Umgangskontakten gar nicht mit im Raum sitzen. Das ist für mich auch sehr anstrengend. Aber er hat das verlangt also muss ich, bis er das ok gibt, dass ich gehen kann.

Es ist kein unbetreuter Umgang geplant, weil man immer befürchten muss, dass er das Kind in einer Affekthandlung ins Auto packt und mit ihr nach Italien abhaut. Damit hat er hochoffiziell gedroht. Außerdem kann er gutachterlich bewiesen nicht mit ihr umgehen. Deshalb bekommt sie quasi den Betreuer und, wenn benötigt, auch mich an die Seite.

Soviel ich weiß, sind die Ausflüge hier her für den KV immer wieder eine nette Ablenkung vom Alltag. Nach der Trennung stellte sich heraus, dass er eine Vorliebe für die käufliche Liebe hat. Das ist in Südtirol verboten. Hier wohnt er dann (von seinen Eltern bezahlt) in einem Luxushotel und bucht sich dann für ein paar Hundert Euro "Begleiterinnen" für den "Abend danach". Leider ist das keine Mutmaßung, sondern ich weiß es genau.

Letzendlich ist es mir egal, was er mit seiner Freizeit macht. Aber wenn er schon seine Tochter als Alibi braucht, sollte er es ihr auch so angenehm wie möglich machen.

Ich kann schon gar nicht mehr zählen, wie oft ich gehört habe, dass ich den Kontakt ganz unterbinden soll. Manchmal bin ich selbst schon so mit den Nerven runter, dass sich allein die Vorstellung anfühlt, wie der Himmel. Aber ich halte es nachwievor für wichtig, dass ein Kind beide Eltern kennen muss und den Umständen entsprechend auch Umgang braucht. Sie hat ja auch ein Recht darauf. Wenn sie dann aufgrund seines Verhaltens irgendwann einmal die Entscheidung trifft, keinen Kontakt zu wollen, dann stehe ich da hinter ihr. Aber bis dahin möchte ich, dass endlich Ruhe einkehrt. Aber wie machen und nicht zaubern? 😉

Ich freue mich über "väterliche" Vorschläge. Ich bin nunmal eine Mutter, denke und fühle wie eine Mutter. Kann mich schlecht in einen Vater hineinversetzen, wobei ich nicht mal weiß, ob der KV das kann. 😉

LG

Kiki


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 06.07.2012 01:03
(@bagger1975)

Servus Kiki,

erst einmal willkommen hier. Ich habe Deine Geschichte soeben aufmerksam gelesen.

Nun mögen Südländer ggfs. manchmal speziell sein. Das gilt insbesondere auch für das eher bäuerlich und dörflich geprägte sehr katholische Südtirol. Da werden uneheliche Kinder z.T. gern auch als "bankert" gebrandmarkt, wird versucht den guten Schein nach außen hin stets zu wahren bzw. zu diesem Zweck auch viel unter den Teppich gekehrt, nur um ja nicht zum Gerede "der Leute" zu werden.

Man muss es ja nicht gut heissen, aber hast Du das Ganze schon einmal von dieser Warte aus betrachtet bzw. diese gesellschaftlichen Zwänge und Konventionen bislang berücksichtigt, zumal Du ja dort länger gelebt hast und dies eigtl. wissen müsstest?

Hast Du z.B. schon einmal versucht über seine Familie, die dort unten meist sehr hoch gehalten wird, auf ihn mittelbar einzuwirken bzw. diese einzubeziehen? Davon hast Du nichts geschrieben.

Ich kann mir vorstellen, dass auch für die Großeltern, also Oma und Opa väterlicherseits, die von Dir geschilderte Situation wohl ein Alptraum ist. Durften die überhaupt schon einmal ihre Enkeltochter sehen bzw. hast Du zu denen Kontakt und bemühst Dich darum - für Euer Kind?

Auch finde ich es nachvollziehbar, dass der KV (auch wenn es vermutlich Defizite bei ihm zu geben scheint) Unmut über die Umgangssituation anmeldet. Ich finde das eigtl. normal.

Stell Dir das doch alles einmal umgekehrt herum vor, d.h. Du müsstest über hunderte Kilometer 1x im Monat bzw. seltener anreisen, dürftest (auch) Dein Kind nur für Stunden sehen und das v.a. auch nur begleitet...stets beäugt von einem argwöhnenden Betreuer und einem ängstlichem Kindesvater...die Dir beide  "Anleitung" geben...

Prickelnde Vorstellung, oder?

Ich hatte mit meiner Tochter gottlob nicht einen einzigen Tag "betreuten" Umgang und kann Dir deshalb hierzu auch keine Anleitung geben.

Du gibst selbst an, dass er ja Vater sein möchte und die wenigen Umgangskontakte nimmt er ja auch wahr, was eigtl. für ihn spricht.

Vielleicht gibst Du ihm einfach einmal die Möglichkeit, sich in Ruhe mit seinem Kind auseinanderzusetzen bzw. sich zu beschäftigen bzw. signalisierst über die Großeltern Deine Bereitschaft dazu. Dazu bedarf es fester Regeln und Absprachen.

Meines Erachtens, und das kann man Deinen Ausführungen schon entnehmen, hängst Du noch ganz schön in der Paarebene. Die sollte aber abgeschlossen sein.

Evtl. helfen weitere Mediationsgespräche die notwendige Elternebene zu finden und notwendiges Vertrauen aufzubauen, was schon für die Zukunft unerlässlich ist....

Viele Grüsse


AntwortZitat
Geschrieben : 06.07.2012 13:22
(@jack-no7)
Rege dabei Registriert

Moin,
ich sehe das etwas differenzierter. Zunächst einmal finde ich es sehr lobigend, dass du den Umgang zwischen deiner Tochter und ihrem Vater versuchst zu fördern und versuchst die "Beziehungskiste" möglichst davon auszuklammern.
Zumindest wenn ich davon ausgehe, dass alles so stimmt was du schreibst. Das fällt mir persönlich manchmal etwas schwer, da ich ähnliches was du deinem Ex vorwirfst auch vorgeworfen bekomme nur mit dem Unterschied, dass dies alles frei erfunden ist. Dies aber nur als Randbemerkung.

Bis ein Gericht urteilt, dass Umgang nur sehr eingeschränkt stattfindet oder sogar ausgesetzt wird, muss ja schon ein bisschen was passieren.
Und andere Kultur, gesellschaftlicher Druck, Temperament hin oder her: gewisse Dinge gehen einfach nicht und müssen auch nicht toleriert werden.
Man kann in einer emotionsgeladenen Situation mal Dinge von sich geben, die nicht ok sind und die man vielleicht gar nicht so meint. Dafür sind wir letztendlich alle nur Menschen mit unterschiedlichen charakterlichen Stärken und Schwächen. Aber spätestens wenn mich ein Gericht dafür abstraft und mich darauf hinweist, dass mein Verhalten so nicht toleriert werden kann, muss ich anfangen mein Verhalten zu überdenken, egal wo ich her komme. Und dies ist in deinem Fall ja wohl so geschehen.

Trennung -> Ex macht Druck und bedroht -> Verfahren mit Gutachter, Therapie etc. -> Umgangsaussetzung -> langsame Umgangsaufnahme -> erneuter Termin bei Gericht -> Ex macht wieder Druck und bedroht
Du kannst nun wie bisher verfahren, dann wirst Du aber wohl in einer Endlosschleife landen.
Die richtige Frage stellst Du Dir ja schon: mache ich weiter und versuche ich Umgang zu fördern, oder versuche ich jetzt einen Schlussstrich zu ziehen. Einen kompletten Schlussstrich wirst Du nur schwer ziehen können. Selbst wenn Du durch ein Gericht wieder wieder den Umgang aussetzen lässt, selbst wenn Du es irgendwie schaffen würdest, dass sich dein Ex Dir und Deiner Tochter nicht nähern darf, selbst wenn Du irgendwo hin ziehst wo Du denkst, dass er Dich nicht finden kann. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass er - gerade auf Basis seines bisherigen Verhaltens - dann einfach Ruhe gibt oder? Außerdem wird deine Tochter mit zunehmenden Alter anfangen Fragen zu stellen.

So sehr ich verstehen kann, dass Dir langsam die "Lust" vergeht sein Verhalten weiter zu tolerieren würde ich empfehlen, es erneut zu versuchen. Und vielleicht mal mit einer ganz anderen Strategie als bisher.
Da schließe ich mich der Meinung von bagger1975 an. Versuch mal, Dich in seine Lage zu versetzen. Auch die ganzen gesellschaftlichen Aspekte zu betrachten. Versuchen zu verstehen wie es ist, wenn jemand einen permanent beim Umgang beobachtet und dein Ex so automatisch in eine Drucksituation gerät. Die Idee mit den Eltern halte ich für eine gute Idee. Die haben vielleicht noch am ehesten Einfluss auf ihren Sohn.
Ich will deinen Ex und sein Verhalten nicht in Schutz nehmen. Aber du scheinst ja lösungsoffen und -orientiert zu sein. Also warum nicht mal anders versuchen?

Letztendlich wirst du herausfinden müssen, worum es deinem Ex wirklich geht. Will er eure Tochter nur wegen des gesellschaftlichen Drucks sehen und haben? Oder ist sie ihm wirklich wichtig?
Wenn ersteres zutrifft, stehen dir die Wege über ein Gericht ja noch immer offen. Du musst halt damit rechnen, dass du wahrscheinlich nie richtig Ruhe haben wirst.
Die wirst Dich sicherlich auch oft Fragen: warum muss ich eigentlich alles machen? Eigentlich will er doch was von mir. Die Frage kannst Du Dir ganz leicht beantworten: Du bist Mutter und am Wohle Deiner Tochter interessiert. Und dazu gehört nunmal, dass sie auch ihren Papa hat. Und da Du Deine Tochter über alles liebst tust Du auch alles mögliche dafür. Versuch dich nur darauf zu konzentrieren und weitestmöglich alles andere, was privat zwischen euch mal gelaufen ist, auszuklammern. Das wirds leichter machen.

Mein Anwalt hat mir mal gesagt: "Man kann sich so viele Urteile und Beschlüsse holen wie man will. Manche Menschen ändern sich trotzdem nicht. Letztendlich hat man sich den Menschen irgendwann ja mal ausgesucht und die Konsequenzen muss man dafür nun auch ein Stück weit tragen".

Jack


AntwortZitat
Geschrieben : 06.07.2012 14:18
(@kiki76)
Schon was gesagt Registriert

Hallo!

Danke für eure Antworten.

Über die Familie habe ich es bereits versucht. Ich habe den Kontakt direkt nach der Trennung gesucht. Sie waren während der gesamten Beziehung nicht sehr gut auf mich zu sprechen, weil der KV viele Lügen über mich erzählt hat, wie ich erst im Anschluss herausgefunden habe. Außerdem war ich eine "von draußen". Seine Schwester hat mir damals bestätigt, dass sie wissen, dass er immer lügt und auch betrügerisch Geschäfte betreibt. Allerdings ist es eben wegen der dort herrschenden gesellschaftlichen Konventionen schwierig, etwas zu unternehmen. Sie hatten wohl auch schon überlegt, ihn in eine Anstalt einweisen zu lassen, was aber große Kreise gezogen hätte und für sie, als Hoteliere, sehr peinlich gewesen wäre. Deshalb haben sie einfach das ganze Schauspiel ertragen.

Er hatte nicht einmal unsere Trennung "gebeichtet". Die Geschichte, die in dem Dorf angekommen ist lautet: Mein Vater lag mit Nierenversagen im Koma und es müsse abgewartet werden, bis ich nicht mehr stille, damit ich ihm dann eine Niere spenden kann.

Zum Glück ging und geht es meinem Vater bestens.

Der Kontakt zu seiner Familie bestand dann eine Weile. Allerdings wollten sie nicht, dass er davon erfährt, weil sie Angst hatten, dass er dann total durchdreht.  Wir haben sogar mehrere Besuchstermine abgesprochen, sie sind aber leider nie wirklich gekommen. Irgendwann haben sie dann den Kontakt komplett abgebrochen.

Als dann der erste begleitete Umgang stattfand, hat sein Vater den KV begleitet. Natürlich konnte er die Kleine dann auch sehen und Bilder machen. Der Vater hat dann auch noch das Gespräch mit den Umgangsbegleiter gesucht. Dabei hat er dem dann auch erzählt, dass sie wissen, dass der KV starke psychische Probleme hat, ihrer Meinung nach, sogar eine gespaltene Persönlichkeit. Er hat dann zugesagt, dass er seinen Sohn zum Wohle unserer Tochter zu einer Behandlung bringen wird und dass demnächst auch zu unserer Sicherheit zu jedem Umgangstermin ein weiteres Mitglied der Familie des KV mitkommen wird.

Allerdings hat der Umgangsbegeiter auch nochmals in aller Deutlichkeit gesagt, dass mich niemand zwingen wird, mit dem Kind zurück nach Südtirol zu ziehen.

Ein paar Tage nach diesem Termin bekamen meine Eltern einen Brief mit wilden Beschimpfungen von seiner Familie mit dem Schlusssatz "Wir wollen nichts von euch, wir wollen nur ... hier haben". Danach war nichts mehr von ihnen zu hören.

Ich habe mich wirklich um den Kontakt bemüht, habe ihnen auch Bilder geschickt und zu Besuchen eingeladen. Das habe ich alles per Mail gemacht und konnte damit auch dem Vorwurf seines Anwalts, ich würde den Kontakt zu seiner Familie unterbinden, sehr einfach entgegen wirken.

Nochmal zu meiner Anwesenheit bei den bisherigen Umgangskontakten:

Im Prinzip hat unsere Tochter seitdem sie 3 Wochen alt ist nur mehr sehr sporadisch Kontakt. Er konnte sie besuchen, bis ihm das so nicht mehr passte. Auf sein Drängen hin hat das JA ein Gespräch mit uns beiden geführt und aufgrund seiner Drohungen, der Hochstapelei und vieler anderer Probleme dann den begleiteten Umgang angeordnet. Beim letzten begleiteten Umgang vor der Aussetzung war die kleine 1,5 Jahre alt und es war schlicht nicht möglich, dass ich den Raum verlasse. Der KV und die Kleine waren sich total fremd. Er hat die ganze Zeit nur mit seinem Handy gespielt und sich gar nicht wirklich um das Kind gekümmert. Dazu kamen dann noch die immer heftigeren Drohungen und sein allgemeines Verhalten mir gegenüber. Zum Beispiel hat der Umgangsbetreuer immer wieder versucht, dass wir eine vernünftige Vertrauensbasis aufbauen können. Dafür hat er dem KV vorgeschlagen, er könne seinen Willen dazu damit zeigen, dass er mir ein paar meiner liebsten Dinge aus Südtirol mitbringt. Was er dann eingepackt hat, waren blaue Müllbeutel mit alten, dreckigen Hosen von ihm selbst und stinkige, feuchte Hundedecken. Ein paar schmutzige Putzlappen aus dem Hotel waren auch noch dabei.

Der Umgang wird wirklich nicht ohne stichhaltige Begründung ausgesetzt. Dafür sind die Vaterrechte heute viel zu stark. Einfach mal eben sagen, man macht jetzt keinem Umgang mehr, ist nicht.

Bei der Neuaufnahme der Umgangskontakte hat der KV vor Gericht darauf bestanden, dass ich mit im Raum sein muss. Glaubt mir, ich reiße mich da wirklich nicht drum. Sobald ich den Eindruck habe, ich kann gehen, versuche ich, mich ins Nachbarzimmer zu setzen. Ich gebe auch keine klugen Ratschläge, aber er hat vom Gericht die Anleitung für den Umgang durch den Umgangsbegleiter aufgebrummt bekommen. Das hat sogar sein Anwalt voll unterstützt. Die Gutachterin war der Meinung, dass er sogar noch zusätzlich "Schulungen" für den Umgang mit Kindern braucht, ohne das die Kleine dabei ist. Wenn jetzt die hilfreiche Unterstützung des Betreuers nicht ausreicht, damit er sich mehr um das Kind bemüht, bekommt er noch "Trockenübungen und Nachhilfe".

Ich kann jeden Vater verstehen, der bei meiner Geschichte skeptisch ist, weil ihm vielleicht ähnliches vorgeworfen wurde, ohne dass er etwas getan hat. Aber ich kann euch sagen: mit einem kleinen Säugling von 2 1/2 Monaten von heute auf morgen vor dem Nichts zu stehen ist nicht wirklich spaßig. Ich hatte mir mit dem KV eine Familie gewünscht. Wir waren 6 Jahre zusammen, 5 Jahre habe ich mit ihm zusammen gelebt, 2 Jahre hat es nach dem Entschluss bis zu Schwangerschaft gedauert. Da war nichts leichtfertig und darauf ausgerichtet, dass ich mich trennen will.

Dann brach sein Lügengerüst zusammen, durch seine Nachlässigkeit ist alles aufgeflogen. Und danach nehme ich jedes Recht auf eine Trennung für mich in Anspruch.

Allerdings habe ich auch angefangen, mich hier durchzulesen, weil ich einfach mal die andere Seite lesen wollte. Wenn man seine eigene Geschichte im Kopf hat, ist man automatisch skeptisch, wenn man es einmal andersherum hört. Ich kenne das auch. 😉

LG

KIKI


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 06.07.2012 15:06
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Kiki,

Ich kann jeden Vater verstehen, der bei meiner Geschichte skeptisch ist, weil ihm vielleicht ähnliches vorgeworfen wurde, ohne dass er etwas getan hat. Aber ich kann euch sagen: mit einem kleinen Säugling von 2 1/2 Monaten von heute auf morgen vor dem Nichts zu stehen ist nicht wirklich spaßig

.
Ich seh das allerdings auch alles etwas skeptisch - sicher, nach Deiner Beschreibung ist der KV wirklich kein "Sympath" und die Geschichten mit der Geburt etc. lösen sicherlich traumatische Erfahrungen aus.

Auf der anderen Seite gibt es aber KMs die mit dem von dir oben beschriebenen überhaupt kein Problem haben und dann dem KV mal ganz einfach zeigen, "wo Bartel den Most herholt". Und das das Kind dabei der Faustpfand ist, wissen diese ganz genau.

Dein Ex hat halt das, was man auch bei vielen Exen hier findet - Bauernschläue. Und deshalb schafft er Fakten und Du springst. Genau wie eine schlaue Exe erstmal die Bude ausräumt (incl. Kinderzimmer) und vor Gericht noch um Waschmaschine und Trockner streitet. Wie läuft den bei Euch das leidige Thema Unterhalt? Eigentlich ein Schwerpunktthema, um das sich ein Großteil der Konflikte dreht.

Dafür sind die Vaterrechte heute viel zu stark. Einfach mal eben sagen, man macht jetzt keinem Umgang mehr, ist nicht.

Ich finde es gut, dass Du dem KV den Umgang einräumst - aber mach es selbstbewußt und lass Dich nicht in irgendwelche Ecken drängen dabei. Wenn Dir etwas nicht passt, sag es sachlich und arbeitet daran. Allein vom Lesen hier im Forum, kannst Du dir ein "Handbuch für Kindsbesitzerinnen" zusammenstellen, das sich gewaschen hat - und einen KV mit 1000 km Anfahrweg in den Wahnsinn treiben kann. Wie wärs mit der plötzlichen Mutter-Kind-Kur, pünktlich zum nächsten Umgangstermin? Das geht sogar per Rezept und der KV kann nix dagegen machen, ausser wieder zu fahren. Solche "Lösungen" sind aber nicht das Ziel von "Vater sein", sondern das Kind und seine Bedürfnisse sollten im Mittelpunkt stehen. Dafür braucht es aber beide Elternteile.

Ich sehe zur Zeit nur einen Ex-Partner, der viele Schritte übernimmt, die viele Väter hier durchmachen müssen. Warum kamen alle Aktivitäten seitens Umgang nur von ihm? Warum warst Du hier immer passiv, wenn es Dir doch soviel bedeutet?

Dazu wieder das leidige Thema "neue Medien". Rumspionieren auf Facebook sein lassen, Mail-Accounts, die man ohne Probleme auch mal ändern kann und dann keine "Spam-Mail" von irgendwelchen Personen bekommt, sind alles Maßnahmen, die schnell umzusetzen sind und wenig Ärger bringen. Was der KV in seiner Freizeit tut, ist auch seine Sache - genau wie Du sicher auch nicht die nächsten Jahre als Singel leben willst und auch wirst. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 06.07.2012 16:27
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo,

ich bin im Verlauf der Zeit, in der ich mich mit Umgang und Sorgerecht beschäftige, für mich zu dem Ergebnis gekommen, dass die Zusammenkunft von Kindern mit psychisch akut Kranken nicht zu befürworten ist. Damit meine ich nicht, dass jemand mit Burn-Out oder Depressionen, die behandelt werden, keinen Umgang haben soll. Aber wenn akute Borderliner oder Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung (die ich hier vermute) oder akuten Suchtkrankheiten an Kinder geraten, wird es für meine Begriffe gefährlich. Alle diese Krankheiten und Störungen haben eins gemeinsam, sie werden durch Co-Erkrankte gefördert und unterstützt. Und zu Co-Erkrankten können auch Kinder werden. Nicht umsonst gibt es Organisationen wie Alateen. Die Konsequenz daraus ist, dass auch Kinder durch ihre Co-Erkrankungen psychische Eigenheiten und Schäden entwickeln. Alkoholismus, psychische Krankheiten und dysfunktionale Beziehungsmuster der Eltern sind hauptverantwortlich für psychische Erkrankungen, Suchtverhalten und gestörte Beziehungsmuster bei Heranwachsenden.

Unabhängig von den regionalen Eigenheiten und der Beziehungsentwicklung empfinde ich den KV in seinem jetzigen Zustand als Belastung für das Kind. Ich unterstelle jetzt dabei, dass die Situation ist, wie sie geschildert wird. Alles andere als unbetreute Umgänge sind gegenwärtig daher gar nicht zu verantworten. Das Schwierige ist, dass diese psychischen Defizite scheinbar nicht gerichtsfest beweisbar sind.

So wenig wie ein Kind als Therapeutikum für kranke Kindesmütter herhalten darf, darf es einem psychisch kranken Kindesvater ohne Kontrolle überlassen werden. Jedenfalls nicht, wenn der drauf ist, wie hier geschildert. Dafür ist die seelische Unversehrtheit des Kindes zu wichtig. Ich würde daher die begleiteten Umgänge weiter gewähren, aber solange das Kind so klein ist und der KV tickt wie er tickt, keine bereitwilligen Zugeständnisse machen.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 06.07.2012 17:09
(@stema)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Kiki,

ich habe mir diesen Faden sehr genau durchgelesen und komme für mich nur zu einem Schluß:

keinen Umgang mehr. Du hast alles versucht, aber der Typ geht echt gar nicht, sorry. Es täte mir leid für eure Tochter, aber hier halte ich echt Gefahr im Verzug. Also ich hätte absolutes Verständnis, wenn der Kontakt abbricht....und das schreibe ich heute zum ersten Mal!!!

Gruß
SteMa.


AntwortZitat
Geschrieben : 06.07.2012 22:19
(@kiki76)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Ingo!

Danke für deine Antwort. Ich habe meine "normale" Mail-Adresse mittlerweile so geblockt, dass bei mir keine Mails ihm, oder seiner Familie ankommen (zumindest nicht von bekannten Mai-Adressen). Auch kann er mich über Facebook nicht anschreiben und ich ihn nicht. Das habe ich auch geblockt. Aber wir haben gemeinsame Bekannte, die mich immer wieder zutexten. Auch habe ich für den Mail-Verkehr mit ihm eine neue Adresse einrichten müssen. Ich muss laut Richter und Beratungsstelle für ihn erreichbar sein, damit er zwischen den Kontakten nachfragen kann, wie es unserer Tochter geht und auch antworten kann, wenn er sonstige Fragen hat. Allerdings darf er mich nur wenn es absolut notwendig ist kontaktieren. Sonst wird die Mail-Adresse wieder abgemeldet und er hat wieder eine Chance vertan.

Davon, dass er immer noch als Betrüger unterwegs ist, weiß ich, weil einer seiner "Geschäftspartner" sich an mich gewandt hat. Der ist darauf reingefallen und wartet seit Ewigkeiten auf einige zehntausend Euro. Daher weiß ich auch, dass er mittlerweile auf diese Art schon einige andere Unternehmer in den Ruin getrieben hat. Das hat für mich nichts mit nachspionieren zu tun. Ich bin einfach froh dass ich mit all dem nichts zu tun habe. Und ich bin froh dass ich das alleinige Sorgerecht habe. Ich befürchte einfach, dass ich die finanziellen Belange unserer Tochter vor ihm schützen muss.

Was das Thema Unterhalt angeht: er zahlt mittlerweile ein wenig Unterhalt. Er ist hier beim Jugendamt mit "frisierten" Bilanzen auf Italienisch aufgetaucht. Daraufhin wurde ein niedriger Unterhaltssatz festgelegt. Das war mir ehrlich gesagt aber auch gar nicht so wichtig. Bevor er gezahlt hat, habe ich Unterhaltsvorschuss bekommen. Mir war es viel wichtiger, einfach nur in Ruhe zu leben. Ich hätte mich nicht wegen dem Geld mit ihm streiten wollen. Er müsste ja eigentlich auch noch Betreuungsunterhalt für mich zahlen. Und mit dem großen Hotel im Hintergrund könnte er das auch. Aber das müsste ich privat einklagen, da das JA gesagt hat, dass sie keinen Titel im Ausland erwirken können. Und dafür habe ich einfach nicht die Nerven gehabt. Und ob es etwas gebracht hätte, ist sehr fraglich.

Warum ich passiv war, was den Umgang angeht? Weil ich keinen Handlungsbedarf gesehen habe. Als wir die Vereinbarung getroffen haben, dass er sein Kind besuchen kann, dachte ich, es wäre alles klar. Als dann der begleitete Umgang angelaufen war, dachte ich, es wäre alles klar...

Hallo LBM,

der Begriff "narzisstische Persönlichkeitsstörung" ist schon mehrfach gefallen. Deshalb wurde auch die Situation für mich teils als gefährlich eingestuft, da ich ein Risiko bin, dass die Fassade einreißen könnte. Gerichtlich beweisbar wäre das allerdings erst durch ein psychiatrisches Gutachten. Und das würde erst gemacht, wenn es wirklich darum geht, den Umgangskontakt total zu unterbinden. Allerdings stellt das Familiengutachten ihm schon kein gutes Zeugnis aus. Er dachte, er könnte die Gutachterin um den Finger wickeln und hat sie heftig angebaggert.

Der KV stellt sich (sehr glaubhaft) als erster Südtiroler Meisterkoch vor, der von Lafer, Witzigmann,  Schuhbeck und der übrigen Kochelite ausgebildet wurde. Davon stimmt NICHTS. Außerdem gibt er an, dass er im Internationalen Olympischen Komitee in der Dopingkomission sitzt. Auch das stimmt nicht. Er war angeblich in der italienischen Jugendskimannschaft, hat Eishockey bei den Kölner Haien gespielt, war Rettungsflieger bei der Bergwacht... Da fragt sich jetzt mit Recht jeder, ob ich da nicht skeptisch geworden bin. Schon, aber ich habe nie jemanden gefunden, der das Gegenteil behauptet hat, bis nach der Trennung. Er hat diese Dinge nach und nach erzählt. Und es war nie so, dass er mir alleine davon erzählt hat. Meist waren wir in der Bar seines Hotels und es waren Angestellte, Gäste oder Familienmitglieder in das Gespräch verwickelt. Nach der Trennung darauf angesprochen, hat die Familie mir erklärt, es wäre ihnen peinlich, deshalb spielen sie mit, damit es keiner merkt.

Der nächste Schwerpunkt seiner Lügen betrifft seine Gesundheit. Er hat dauernd andere schwere Krankheiten: Herzinfarkt, Darmkrebs, etliche schwere Unfälle... Manchmal haben mich Leute angesprochen, wie es ihm denn geht nach seinem Unfall. Ich habe dann immer gedacht, man hätte ihn verwechselt, aber heute weiß ich, dass er das wirklich selbst verbreitet hat.

Schlimm fand ich, dass er erzählt hat, er wäre schonmal verlobt gewesen, aber die Frau wäre tödlich verungückt. An seinem Geburtstag, mit seinem Kind schwanger. Seine Schwester hat mir versichert, dass da nichts dran ist.

Auch über unsere Tochter hat er schon angefangen, solche Lügen zu verbreiten. Angeblich war sie schwer krank... mehrfach. Und ich habe ihn nicht zu ihr gelassen. Sie hatte schon diverse Erkrankungen... angeblich. Bis auf den Verdacht auf einen Schlaganfall, als sie vier Wochen alt war, ist sie zum Glück immer gesund gewesen und entwickelt sich gut. Das hat er sogar der Gutachterin erzählt.

Was ich geschrieben habe entspricht tatsächlich so den Fakten. Ich sehe auch keinen Sinn darin, hier etwas Falsches darzustellen. Dann könnte ich es mir ja gleich sparen. 😉

LG

Kiki


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Themenstarter Geschrieben : 06.07.2012 22:20




(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Kiki,

noch eine Frage um das besser einschätzen zu können: Lebst Du wieder in einer neuen Partnerschaft? LG Ingo


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Geschrieben : 06.07.2012 22:26
(@kiki76)
Schon was gesagt Registriert

Hallo SteMa,

vielen Dank für deine Antwort. Es ist wirklich eine sehr verfahrene Situation. Ich schätze unseren Umgangsbegleiter so ein, dass er den jetzigen Umgang als "Bewährung" für den KV sieht. Reißt er sich nicht zusammen, geht es wieder vor Gericht. Wir haben auch direkt den Leiter der Einrichtung als Begleitung, weil der Psychologe und Pädagoge ist, also vermutlich gut alle Aspekte beurteilen kann. Eigentlich ist dieser auch immer sehr "pro Vater" (ist zum Beispiel stark beim Väternotruf engagiert) aber sieht unseren Fall auch etwas skeptisch.

Ich verlasse mich sehr auf ihn, weil ich es schwer finde, eine Entscheidung pro oder contra Kontakt zu fällen. Erstmal bin ich NATÜRLICH subjektiv und habe auch nicht den Erfahrungshintergrund. Wenn er der Meinung ist, es ist so vertretbar, dann machen wir das. Wenn nicht, dann nicht. Aber er ist auch skeptisch, das hat er vor Gericht deutlich klar gemacht.

LG

Kiki


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Themenstarter Geschrieben : 06.07.2012 22:27
(@kiki76)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Ingo,

nein, ich lebe in keiner Beziehung. Ich hatte zwischendurch einen neuen Partner, aber die Beziehung ist daran zerbrochen, dass ich nicht, wie von meinem letzten Partner verlangt, einfach allen Kontakt zwischen Vater und Kind unterbunden habe. Auch war die Gerichtsverhandlung und der damit einhergehende "Stress" für ihn zuviel. Er hatte für alles die einfache Lösung: "Ich adoptiere die Kleine und fertig." Aber ich wollte einen Partner, keinen neuen Vater für meine Tochter.

Ich hatte den Eindruck, dass wir ohne besser dran sind.

LG

KIKI


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Themenstarter Geschrieben : 06.07.2012 22:42
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Kiki,
ich muss zugeben, dass ich deinen Beiträgen etwas zwiespältig gegenüberstehe.
Zum Einen, weil du für meinen Geschmack etwas viel Müll über seinem Kopf verschüttest und damit schon ein wenig den Eindruck einer Kindesbesitzerin vermittelst, mit denen wir hier, zumindest vom Hörensagen, der anderen Seite häufiger zu hören bekommen.
Andererseits hättest du dich mit so etwas natürlich nicht in ein Väterforum begeben müssen, nur um dir hier Prügel abzuholen.
Eben genau so:

Ich sehe auch keinen Sinn darin, hier etwas Falsches darzustellen. Dann könnte ich es mir ja gleich sparen. 😉

Diese Mühe macht sich nur jemand, der die Situation verbessern will.
Applaus bekämst du woanders billiger.

Was aber immer noch da ist, ist mein Bauchgrimmen hierüber:

Die Kleine war ein absolutes Wunschkind, zumindest von mir.

Ich kann die Probleme des Vaters nicht wirklich beurteilen, nur könnte ich hier die Wurzel des Problems sehen, und in den folgenden Aktionen eine Menge Dünger.
Z.B. deinen Wegzug mit dem Kind und die Tortur des betreuten Umgangs.

Ich habe so etwas zum Glück nie selbst erleben müssen, stelle es mir aber als den absoluten Horror vor.
Vor allem, wenn man dafür noch eine weite An- und Abreise hat und entsprechend erst mächtig unter Strom steht.
Er ist aber trotzdem hin gegangen.
Es scheint ihm also eine Menge daran zu liegen.
Trotz Allem.

Ich habe wenig Zweifel, dass deine Geschichte, in etwa so stimmt, wie du sie darstellst, s.o. aber ich frage mich schon, was ist Ursache und was ist Wirkung.
Vermutlich handelt es sich um einen selbst verstärkenden Regelkreis aus dem ihr nun nicht mehr so richtig raus kommt.

Letztendlich frage ich mich, ob diese Probleme schon vorhanden waren, bevor du schwanger geworden bist und du sie bloß nicht gesehen hast oder ob sie erst durch die Umstände der Geburt entstanden sind.

Siehst du irgendwo einen eigenen Anteil an den Problemen?

Hast du ihn mal gefragt?

Gruss Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 06.07.2012 22:50
(@kiki76)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Beppo,

danke für deine Antwort.

Dass die Kleine ein Wunschkind ist, zumindest von mir, war vielleicht nicht richtig zu verstehen. Ich dachte, sie sei ein Wunschkind von uns beiden. Immerhin sind wir nur mit zusätzlicher Kinderwunschbehandlung zu ihr gekommen. Allerdings lässt mich sein Verhalten mittlerweile stark an seinem wirklichen Wunsch zweifeln. Er macht keine Bilder von ihr, er redet nicht mit ihr... Er hat sogar die früheren Umgangstermine frühzeitig abgebrochen.

Auch hat er mal gesagt, er sei froh, dass ich nicht Südtirol bin. Dort müsste er nämlich Unmengen für mich zahlen.

Und nochmal in aller Deutlichkeit: der begleitete Umgang ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Ich dachte ursprünglich, wir schaffen das auch so. Auf sein Bestreben hin und nach seinen Ausrastern und Märchenstunden beim JA kommen von deren Seite nur noch begleitete Umgänge in Frage, da die Situation als nicht ungefährlich für das Kind und mich eingestuft wird. Für mich ist das auch wirklich kein Spaß!!! Mittlerweile denke ich auch, es ist besser, aber zu Anfang war ich noch naiv genug zu denken, man kann vernünftig Eltern sein, ohne ein Paar zu sein.

Inwieweit diese Probleme vor der Schwangerschaft bestanden haben, kann ich gar nicht sagen. Er hat viel "gearbeitet", war selten zuhause. Angeblich im Hotel oder fürs Hotel. Mittlerweile weiß ich, dass er nicht im Hotel war, sondern immer viel mit anderen Frauen unterwegs war oder Bordelle in Österreich besucht hat. Ich war recht isoliert, weil ich eben "von draußen" war, hatte aber eine gute Freundin, die hier aus meiner Heimatregion kommt, die ich aber erst dort kennengelernt habe. Die Einheimischen sind eher zurückhaltens Fremden gegenüber. Ich war das Alibi für seine Familie. Die dachten nämlich er wäre immer bei mir. Da er für ordentlich Zwist zwischen den Fronten gesorgt hat, ging er dem Problem, dass etwas von den Lügen herauskommt, geschickt aus dem Weg. Er hatte immer für alles plausible Erklärungen. Ich habe ihm vertraut.

Wenn ich die komplette Begründung für die Trennung und denn Wegzug aufschreiben sollte, würde es das Forum sprengen. Aber das hatte ehrlich gesagt den Vorteil, dass ich mir ganz sicher war, das richtige zu tun. Es kamen so viele Dinge auf einmal heraus, dass schlagartig meine Gefühle weg waren, weil ich merkte, dass es den Menschen, den ich meinte zu lieben, gar nicht gibt. Zudem war die Kurze noch so klein, das Leben mit ihr so neu und ich hatte so viel um die Ohren, dass ich die Trennung gut wegstecken konnte.

Auch hatten der KV und ich schon über einen baldigen, gemeinsamen Umzug hierher gesprochen. Angeblich hatte er schon einen Job und er hatte mir gesagt, ich solle eine Wohnung suchen. Das hatte ich während der Zeit meines Besuchs bei meinen Eltern auch getan. Ich sollte sogar schonmal einen Mietvertrag unterschreiben. Den Job gab es nicht. Nun... jetzt lebe ich allein mit der Kleinen darin.

Ich habe es aufgegeben, verstehen zu wollen, warum er dies das und jenes mit mir gemacht hat. Jetzt geht es mir nur noch um einen halbwegs vernünftigen Umgang miteinander. Aber ich bin manchmal ratlos, wie ich den bewerkstelligen soll.

Der KV ist vom Richter darauf hingewiesen worden, dass alles, was für den Aufbau eines Vertrauensverhältnissesin seiner Hand liegt. Mal gucken!

LG

Kiki


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Themenstarter Geschrieben : 07.07.2012 00:04
(@zahltag)
Nicht wegzudenken Registriert

Moin Kiki,

Jetzt geht es mir nur noch um einen halbwegs vernünftigen Umgang miteinander. Aber ich bin manchmal ratlos, wie ich den bewerkstelligen soll.

WIe wär es, wenn es dir erstmal darum geht, dass der Umgang zwischen Kind und KV vernünftig verläuft und die ganzen "Aufpasser" mal wegbleiben und Kind und KV mal ein Wochenende unbeschwerten und unbeobachteten Umgang genießen können - wenn du Sorge hast, dass es bei den "Übergaben" zu Problemen kommt, dann macht hierzu einen öffentlichen Ort aus oder frag ne Freundin oder oder oder ob sie die "Übergabe" macht, damit ihr als Eltern nicht in die Versuchung kommt einen unnötigen Streit vor eurem Kind abzuhalten.

Gruß Zahltag


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Geschrieben : 07.07.2012 00:10
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Kiki,

gerade Beppo hat etwas sehr wichtiges gefragt, worauf Du bisher noch nicht eingangen bist: Wo siehst Du denn bei Dir Fehler bzw. Fehlverhalten? Wir die wir hier sind, sind alle fehlbar und haben alle Fehler gemacht in unseren Beziehungen.

Es wirkt immer noch alles sehr "glatt" bei Dir - auf der einen Seite der böse Schlawiner auf der anderen Seite die rein-weiße Kiki, die im Bergdorf sitzt und auf das Panorama schaut - und nicht merkt was vor sich geht. Aus der Forenerfahrung wissen wir, dass Frauen auch oft eine "rosa-rote" Brille aufsetzen, wenn sie ihren "Traumpartner" gefunden haben. Wie siehst Du das? Gruß Ingo


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Geschrieben : 07.07.2012 00:17
(@kiki76)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Zahltag,

erstens ist es mir gar micht mehr gestattet, dem KV unbegleiteten Zugang zu dem Kund zu gewähren. Ich muss mich genauso an die Regelungen halten wie er. Die Umgangsbegleitung ist nicht von mir gekommen, sondern vom JA und vom Gericht. Entschieden auf Grundlage eines Familiengutachtens und einer kurzen Einschätzung einer Psychiaterin des Gesundheitsdienstes.

Zweitens will der KV das gar nicht. Er besteht auf meiner Anwesenheit. Außerdem kennt die Kurze ihn praktisch kaum. Er kann auch nicht mit ihr umgehen.

Das ist alles nicht auf meinem Mist gewachsen.

LG

Kiki


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Themenstarter Geschrieben : 07.07.2012 00:20
(@zahltag)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Kiki,

also langsam aber sicher beschleicht mich auch ein komisches gefühl - so direkt wurde bisher nicht darüber gesprchen, dass ein gericht dies alles so angeordnet hat - auch kann sich eine vater-kind-beziehung nur schwer aufbauen, wenn sie sich nur alle 10 wochen sehen dürfen - die frage wird mal später sein ob der geringe umgangskontakt zum vater nicht schlecht für das kind war.

bisher hatte ich eher rausgelesen, dass das JA dies mehr oder weniger "angeordnet" hat wozu dieses nicht befähigt ist, da sie nur beratend tätig sein dürfen.

diese vermischungen und dieses permanente schlechtreden über den KV bzgl. dir und dem KV hat auch nichts bei dem "Umgangsproblem" zu suchen - das ist die Paarebene.

acu unterhalt hat nichts mit umgang zu tun - naja ein bisschen, da du die entfernung geschaffen hast kann der KV dies bei der KU berechnung zur bereinigung seines nettoeinkommens mit einbeziehen bei der entfernung dürfte da einiges zur bereinigung möglich sein.

du stellst fragen wie du hier was erreichen kannst - dazu kann ich nur sagen, dass das bisherige kein erfolg hatte und auch keinen erfolg haben wird - von daher mein rat aus meinem beitrag zuvor - denk einfach drüber nach...

Gruß Zahltag


AntwortZitat
Geschrieben : 07.07.2012 00:31
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Sorry Zahltag,

das sehe ich anders. Ob der KV in den Puff geht ist für den Umgang tatsächlich völlig wurscht. Wenn er aber psychisch einen an der Waffel hat, ist es das nicht. Das Kind ist drei Jahre alt und kennt vermutlich den Bäcker um die Ecke besser als den leiblichen Vater.

Da kann man nicht einfach so ein kleines Kind übergeben und sagen: "Macht euch mal ein schönes Wochenende!"

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 07.07.2012 00:37




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