Hallo
irgendwie bin ich bei der Suche nach Hilfe im www auf diese Seite gestoßen und fand die Beiträge ganz produktiv.
Ich bin Mitte November aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen und wohne jetzt alleine. Meine Frau wohnt mit den beiden Kindern (Sohn 16 Jahre, Tochter 14 Jahre) weiterhin in unserer Eigentumswohnung. Ich habe die Trennung bereits seit einem halben Jahr angekündigt, da sie immer wieder gegen mich Gewalt angewendet hat. Nach einer erfolglos verlaufenen Eheberatung war der nächste Wutanfall von Ihr dann der Auslöser für meinen Auszug. Zuerst versuchte Sie mich wieder zurückzugewinnen, aber ich habe mich entschieden, dass ich mein weiteres Leben ohne Sie führen möchte. Ich habe versucht alle Dinge, die mit der Trennung zusammenhängen möglichst vernünftig zu regeln und mit Ihr zu besprechen. Nachdem sie gemerkt hat, dass ich es Ernst meine und ich nicht mehr zu Ihr zurückgehen werde hat Sie mich gebeten keinen weiteren Kontakt mehr zu Ihr aufzunehmen. Dies habe ich mittlerweilen auch schriftlich von Ihrer Anwältin bekommen.
Ich habe auch den Schlüssel unserer Wohnung auf Ihren Wunsch abgegeben und warte immer noch auf persönliche Dinge von mir, welche Sie mir nicht geben will. Einen Teil meiner Kleidung, sowie meine Bücher hat sie bei strömendem Regen einfach vor die Türe geworfen. Den Kindern hat sie erklärt, dass sie das jetzt gebraucht hat, weil ich sie verlassen habe.
Mir ist vollkommen klar, dass sie durch meinen Auszug in ihrer Eitelkeit sehr stark verletzt wurde, aber ich konnte das Zusammenleben mit ihr nicht mehr weiter ertragen.
Sie ist jetzt noch depressiver als zuvor und ist auch schon seit unserer Trennung krank geschrieben und geht nicht mehr arbeiten. Zu den Kindern habe ich sehr guten Kontakt und die verstehen meine Entscheidung so weit ganz gut. Mein Sohn möchte sogar zu mir ziehen, doch es wird von Seiten meiner Frau bzw. meiner Schwiegereltern stark dagegen gearbeitet.
Kann mir vielleicht jemand einen Tip geben, wie man mit einer stark depressiven Frau umgeht? Ich möchte schon gerne wieder Kontakt mit ihr aufnehmen und mit ihr reden, denn es verbinden uns ja immerhin 2 Kinder miteinander und es gibt noch viele Dinge zu regeln. Alles über einen Anwalt zu machen finde ich äußerst blöd.
Ich gebe die Hoffnung nicht auf dass die Zeit vielleicht doch einige Wunden heilt.
Mir geht es emotional sehr gut, obwohl das Ganze doch Spuren hinterläßt, aber ich stehe voll und Ganz zu meiner Entscheidung mit allen Konsequenzen.
Gruß Peter
Hallo Peter,
schlimme Sache...aber auch irgendwie nix neues:(
Ich denke, Du solltest Deiner Frau einfach nur Zeit geben und erstmal Abstand nehmen!
Wenn Du Glück hast, beruhigt sie sich wieder.
Da Ihr ja noch im Trennungsjahr seit, dürfte das nicht so schlimm sein, was Dinge zu regeln gibt.
Wichtig ist in erster Linie mal, daß der Kindesunterhalt gezahlt wird und natürlich auch der Trennungsunterhalt für Deine Frau.
Ich würde jetzt garnicht groß in sie eindringen.
Wenn Du weiter einen sehr guten Kontakt zu Deinem Sohn hast, versuch später mal mit ihm zu reden, daß er vielleicht mal mit der Mutter redet.
Auch in Anbetracht dessen, daß er auch für die Schwester spricht und somit die Frau wieder zur Vernunft bringt.
Dein Sohn könnte auf jeden Fall zu Dir, wenn er es wünscht, alt genug wäre er ja!
alles noch aufgewühlt und blutig...laß mal etwas Gras über die Sache wachsen!
Ich drücke Dir die Daumen und wünsche Dir viel Kraft.
alles Liebe Melly
Hallo Peter,
ich spüre eine Unentschlossenheit. Auf der einen Seite hast du die Trennung komplett vollzogen, auf der anderen Seite suchst du Kontakt zu ihr, willst ihr helfen. So lange du in diesem Konflikt steckst, ist es schwierig für dich, das Erlebte tatsächlich und endgültig zu verarbeiten.
Beide Kinder können im Alter begründet allein entscheiden, wo sie leben möchten. Sollte es zwischen den Eltern Uneinigkeit geben, so wird das Gericht die Kinder einzeln anhören und ihren Wünschen entsprechen, wenn nicht kindeswohlgefährdende Gründe dagegen sprechen.
Die KM macht mir nicht den Eindruck, dass auch sie an einer einvernehmlichen Trennung interessiert ist. Das Vorliegen einer Depression sehe ich angesichts ihrer Handlungen auch nicht. Ich habe da eine ganz andere Vermutung...
Melly schrieb:
Wichtig ist in erster Linie mal, daß der Kindesunterhalt gezahlt wird und natürlich auch der Trennungsunterhalt für Deine Frau.
KU ist vollkommen ok, hingegen ist auf Grund der Gewaltanwendung seitens der KM ernsthaft zu überlegen, dass gem. § 1579 BGB der Unterhaltsanspruch verwirkt ist. Letztlich geht es hier (auch) um Geld und zwar um das des KV. Und ich habe kein Verständnis dafür, dass die KM auch noch Ansprüche gegen den herausgeprügelten KV geltend macht. Da ist irgendwo Schluss und der Gesetzgeber hat dieses entsprechend definiert.
Naja, ist ja erst der Anfang, Peter. Teile uns mit, was dich bedrückt und wir werden dir helfen.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Hallo Deep....
stimmt du hast Recht, aber ob das Gericht das auch so sieht, wenns drauf an kommt?:(
Oft ist es doch so, daß die Frau da in Schutz genommen wird.
Die kann sich am Ende doch alles erlauben.
Interessant wäre das schon, das mal versuchen durchzusetzen, da die Frau ja jetzt weiter krank geschrieben ist und somit eine hohe Unterhaltsforderung ins Haus flattern könnte.
Ist ein sehr guter Denkanstoß!
Ich frag mich, warum die Ex von meinem Mann nicht auf ihn eingeprügelt hat:(
Verbal hat sie das gemacht, aber das glit ja nicht :exclam:
Gruß Melly
Weißt du, Melly, wir sind halt noch Neandertaler 😀
Der Mann haut mit der Keule das Mammut um und die Frau politisiert am Lagerfeuer. Leider will die Gesellschaft dies nicht akzeptieren. Hundertausend Jahre der Entwicklung lassen sich aber nicht in 30 Jahren wegemanzipieren 😛
Die Damen haben jedoch aufgeholt. Nach neuesten Untersuchungen geht die körperliche Gewalt zwischenzeitlich zu gleichen Teilen von Mann und Frau aus. Das Frauenministerium gibt diese Studie allerdings nicht frei. Warum nur?
Noch ein Rat an Peter: Dein Verhalten und deine Motivation ehrt dich. Solch edles Verhalten ist aber nur dann sinnvoll, wenn es erwidert wird, man es sich "erlauben" kann. Großmut nützt dir nichts, wenn dir die "die Hosen ausgezogen werden". Das was du an Mehr gibst, bekommst du nicht mehr zurück.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Hallo Melly, Hallo DeepThought,
danke für Eueren Beistand.
Ich versuche halt in der Situation mein Gesicht zu wahren, vor allem vor den Kindern und ich denke man muß Gleiches nicht mit Gleichem vergelten. Ich bin ein sehr ruhiger und besonnener Typ und vielleicht hat dieser krasse Gegensatz mich damals gerade zu meiner Noch-Frau hingezogen. Ich bin immer gelassen geblieben, egal ob sie mir ins Gesicht gespuckt ,oder mich die Treppe hinunter gestoßen hat. Diese ruhige Art hat sie dann meist noch mehr auf die Palme gebracht. Ich habe diese Dinge jedoch nie nach Außen getragen sondern einfach ertragen, auch der Kinder wegen. Für viele Bekannte oder die "Leute im Dorf" war es ein Schock, dass wir uns getrennt haben, da wir äußerlich ein perfektes Paar abgegeben haben. Aber von der schönen Fassade kann ich nicht leben. Gute Freunde von uns Beiden jedoch können mich sehr gut verstehen. Leider redet meine Frau mit diesen Freunden jetzt kein Wort mehr, eben weil sie mich verstehen können.
Ich habe viele Bequemlichkeiten und eine top Eingerichtete Luxuswohnung verlassen und wohne jetzt in einer kleinen bescheidenen Wohnung mit den alten Möbeln meiner Oma, die es vor 40 Jahren als ich das Licht der Welt erblickte bereits gab. ABER ich fühle mich jetzt viel wohler.
Aber es war ja nicht alles nur schlecht in über 16 Jahren Ehe, dennoch ich habe mich nach langen Gesprächen mit einem guten Freund dazu entschlossen meinen eigenen Weg zu gehen.
Das mit der körperlichen Gewalt ist natürlich sehr schwer nachzuweisen. Die einzigen Zeugen die es gibt sind die Kinder und die möchte ich hier nicht mit hineinziehen. Diese Gewaltattacken waren über die 16 Jahre verteilt, mal mehr mal weniger. dazwischen gab es dann auch sehr schöne Zeiten, weil ich so funktioniert habe wie sie wollte. Aber ich bin halt auch noch ein Mensch mit Fehlern und Eigenheiten. Sie war nur dann zufrieden wenn ich alles für Sie aufgegeben hätte.
Ich habe überhaupt keine Ahnung was jetzt an Forderungen auf mich zukommt. Ich habe nach dem Schreiben von ihrer Anwätin ebenfalls einen Anwalt mit der Vertreung meiner Interessen beauftragt. Ich bin sehr an einer einvernehmlichen Regelung interessiert, aber ich will mich auch nicht über den Tisch ziehen lassen.
Kann Sie denn überhaupt einfach das Arbeiten aufhören?? Sie ist jetzt wegen Depressionen krankgeschrieben, war jedoch in der Zwischenzeit bereits 2x beim Skifahren und geht noch regelmäßig zum Lauftreff. (Sie läuft Marathon)
Warum erhöht sich eigentlich Ihr Unterhaltsanspruch wenn sie krank ist? Ich glaube nicht, dass sie ihr ganzes Leben umkrempeln will und auf krank macht, nur um mehr Geld von mir zu bekommen. Sie ist ja noch jung und muss jetzt auch begreifen, dass sie auf eigenen Beinen stehen muss.
Vielleicht habt Ihr ja noch ein paar Erfahrungen zu berichten.
Gruß
Peter
dazwischen gab es dann auch sehr schöne Zeiten, weil ich so funktioniert habe wie sie wollte. Aber ich bin halt auch noch ein Mensch mit Fehlern und Eigenheiten. Sie war nur dann zufrieden wenn ich alles für Sie aufgegeben hätte.
...bei diesem Satz läuft es mir eiskalt den Rücken runter, der könnte direkt von mir stammen, aus meinen Erzählungen über meine Ehe...wow....scheint doch noch mehr Menschen zu geben die andere verbiegen wollen...bei meiner Ehe war das haargenau so, und ich habe es irgendwann nicht mehr ausgehalten, es war auch so das, wenn ich mich verbogen hatte und so "funktionierte" wie sie es wollte, dann wurde ich praktisch mit "wohlwollen" belohnt....
eine frage habe ich: hat deine frau nur dir gegenüber gewalt angewendet? Was haben denn eure kinder alles von euren auseinandersetzungen mitbekommen? wäre das nicht grund genug sie zu sich zu nehmen?
dugrobian schrieb:
eine frage habe ich: hat deine frau nur dir gegenüber gewalt angewendet?
Ich meine, dies dem Eingangsposting entnommen zu haben.
dugrobian schrieb:
wäre das nicht grund genug sie zu sich zu nehmen?
Nein, das reicht rechtlich nicht aus. Zudem haben die Kinder ein Alter, in dem sie gerichtlich angehört werden würden, wo sie künftig leben möchten.
OHRI schrieb:
und ich denke man muß Gleiches nicht mit Gleichem vergelten.
Da hst du natürlich Recht. Du musst nur darauf aufpassen, dass für dich etwas übrig bleibt. Nur vom Seelenfrieden wird man nicht satt, zumindest in unseren Regionen.
OHRI schrieb:
Ich bin ein sehr ruhiger und besonnener Typ und vielleicht hat dieser krasse Gegensatz mich damals gerade zu meiner Noch-Frau hingezogen. Ich bin immer gelassen geblieben, egal ob sie mir ins Gesicht gespuckt ,oder mich die Treppe hinunter gestoßen hat. Diese ruhige Art hat sie dann meist noch mehr auf die Palme gebracht.
Ich glaube, du hast dem Beuteschema entsprochen. Das wird dir für die Vergangenheit kein Trost sein, dich aber künftig vor Schlimmerem bewahren können.
OHRI schrieb:
...eine top Eingerichtete Luxuswohnung verlassen und wohne jetzt in einer kleinen bescheidenen Wohnung mit den alten Möbeln meiner Oma, die es vor 40 Jahren als ich das Licht der Welt erblickte bereits gab.
Nur mal aus Interesse: Wie denkt deine Frau über deine Lebenssituation? Wie kommen die Kinder damit klar, wie ist der Umgang gestaltet?
OHRI schrieb
...dazwischen gab es dann auch sehr schöne Zeiten, weil ich so funktioniert habe wie sie wollte.
Und du bist sicher, deine Frau ist depressiv? Depressive Menschen verhalten sich passiv. Sie starren Löcher in die Wand, sind antriebslos. War deine Frau schon einmal in therapeutischer Behandlung?
OHRI schrieb:
Ich habe überhaupt keine Ahnung was jetzt an Forderungen auf mich zukommt.
Das läßt sich auch für uns so aus der Ferne nicht beurteilen. Gibt es Schulden? Wie ist dein monatliches Netto? Wie viel Gehälter beziehst du? Hast du weiteres Einkommen? Seit wann arbeitet deine Frau (auch ggf. mit kleineren Unterbrechungen)? Wie hoch ist ihr Einkommen? Ist Vermögen vorhanden, aus dem Zinsen erzielt werden?
OHRI schrieb:
Warum erhöht sich eigentlich Ihr Unterhaltsanspruch wenn sie krank ist?
Der Ehegattenunterhalt wird berechnet aus dem Einkommen beider Parteien. Wenn ihres niedriger ausfällt, erhöht sich die Differenz zu deinem Einkommen und damit steigt der Unterhalt. So grundsätzlich. Es gibt natürlich viele wenn und aber.
OHRI schrieb:
Ich glaube nicht, dass sie ihr ganzes Leben umkrempeln will und auf krank macht, nur um mehr Geld von mir zu bekommen. Sie ist ja noch jung und muss jetzt auch begreifen, dass sie auf eigenen Beinen stehen muss.
Ich will dich beileibe nicht desillusionieren, doch gibt es Fälle, da kannst du nur noch wegrennen. Und die Handlungsmotive zu irgendetwas sind einem rational denkenden Menschen nicht immer zugänglich. Da kommst du auch mit Ruhe und Besonnenheit nicht weiter.
OHRI schrieb:
Vielleicht habt Ihr ja noch ein paar Erfahrungen zu berichten.
Naja, das ist immer so eine Sache. Kein Fall ist wie der andere und immer so individuell wie es die handelnden Personen sind. Klar, es gibt Situationen, die vergleichbar wären. Du solltest dir mal Uli's Geschichte an einem ruhigen Nachmittag zu Gemüte führen. Das Forum hat auch hilfreiche Tips parat, nicht zu vergessen, die vielen Aufsätze hier auf vatersein.
Auf alle Fälle sind wir da. Und du ahnst noch nicht, was wir alles anzustellen in der Lage sind, wenn es brennt.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Hallo,
ich kann Deep nur zustimmen, ich hab mir auch mal die Arbeit gemacht und die Geschichte von Uli gelesen.
Ich glaub ich war 2 Tage wie gelähmt.
Da dachte ich mir gleich....vergiß die eigenen Probleme, denk dran, es gibt Menschen die kämpfen härter und schlimmer als ich gekämpft hab und was wir jetzt mit meinem Mann noch kämpfen, wo die Ex meint ein Blutsauger spielen zu müssen:(
Es stimmt, Frauen können hundert Mal sagen sie nehmen nur das wichtigste, aber wehe wenn sie merken, sie können auf leichten Weg zu viel Geld kommen, daß ihnen nicht die Bohne zusteht.
Da gehen die auch über Leichen!
Ich bin froh, daß ich meinen Mann jetzt soweit hab, nicht mehr zu sagen die Ex tut ihm leid, weil sie nunmal Neurosen hat und somit das Leben nicht mehr so auf die Reihe bekommt.
Das Thema ist zum Glück jetzt durch und sie hat das erreicht, was ich von Anfang an gesagt habe.
Hass ist jetzt da und wie!
Traurig, daß es oft soweit kommen muß, wenn ein Partner bei einer Trennung völlig verbohrt und uneinsichtig ist.
Ich wäre froh gewesen, auch im Namen meines Mannes, wenn ich die Seite hier vorher entdeckt hätte und mich gut informieren hätte können.
Viele Menschen wissen ja nicht was bei einer Trennung so alles auf sie zukommt.
Aber wichtig ist doch immer daß man den Weg geht, daß man aus dem Tunnel rauskrabbelt und in die Sonne guckt und da auch bleibt!
Wir stehen in der Sonne, ab und an kommen Wolken vorbei, die einen Schatten auf uns werfen, aber besser als in der Dunkelheit!
Deep ich seh das auch so wie Du...ich finde unser Rechtssystem ist sowas von vergreist, da schütteln so manch andere Länder nur den Kopf drüber.
Es kann nicht sein, daß Menschen zu Boden gedrückt werden, nur weil sie sich trennen wollen.
Gerade Väter haben da wirklich oft sehr schwere Karten, gerade was das Aufenthaltsbestimmungsrecht betrifft.
die Ämter und Gerichte verschließen oft die Augen und wollen ja keinem Recht geben, da so ein Urteil gleich große Wellen schlagen würde.
Warum soll eine Frau Aufstockungsunterhalt bekommen, nur weil sie das Glück hat, daß der Mann sowas von blöd ist das Haus zu übernehmen und dann auch noch einen Wohnvorteil hat?
Kein Mensch spricht mehr von Schulden, die er übernommen hat, die werden in der Unterhaltsberechnung nicht mehr berücksichtigt.
Sie macht sich jetzt ein tolles Leben klotzt mit Geld rum und er muß gucken wie er über die Runden kommt.
Hmpf...ich sollte mich nicht so aufregen bringt eh nix.
Was sind denn das für Menschen, die nix aber auch nix an den Gesetzen ändern?
Ich kann es verstehen, die denken soll doch jemand anders auf gut Deutsch der Ex oder die Ex für den Lebensstandard aufkommen und nicht der Staat.
Besser ich geh jetzt auf die Couch*grinz
Schönen Abend noch...
Melly
Es stimmt, Frauen können hundert Mal sagen sie nehmen nur das wichtigste, aber wehe wenn sie merken, sie können auf leichten Weg zu viel Geld kommen, daß ihnen nicht die Bohne zusteht.
Da gehen die auch über Leichen!
Moin,
ich weiß nicht, aber bei derartigren Verallgemeinerungen gruselts mich immer. Weißt du auch, warum? Weil meine Hoffentlich-bald-geschiedene-Ex mich zwar angestochen hat, aber zweimal weder Polizei, Jugendamt (beim letzten Mal) oder Amtsgericht (auch beim letzten Mal) überhaupt dafür zu interessieren waren.
Ich bin 1,91 m groß und 85 kg schwer, sie ist 1,58 und wiegt knapp 40 kg.
Wilhelm Busch: "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf."
Und genau solche Klischees verhindern, daß sie nicht als das gesehen wird, was sie ist, sondern als das, was sie darstellt. Nur daß du das Klischee genau umgedreht hast.
Menschen sind wie Menschen sind, nämlich individuell intelligent oder bescheuert oder auch raffiniert. Nur sieht man das niemandem an wie eben das Geschlecht (obwohl ich auch da manchmal zweifel :)).
Gruß, Xe
Hallo
ich habe mir gerade Uli´s Geschichte ausgedruckt (über 100 Din A4 Seiten) und auch schon ein wenig darin gelesen. Ich entdecke etliche Parallelen zu meiner Situation, jedoch in stark abgemilderter Variante.
Ich habe den Vorteil, dass meine Kinder mit 14 und 16 Jahren schon sehr wohl selbst erkennen können was los ist und auch in der Lage sind eigene Entscheidungen zu treffen und diese auch ggü meiner Frau durchzusetzen. Insbesondere unser Sohn ist hier sehr selbstbewußt. Die Leistungen in der Schule sind eher besser geworden nach unserer Trennung. Der Kontakt mit den Kindern verläuft reibungslos. Ich kann anrufen wann ich möchte und kann auch die Kinder sehen wann immer es auch geht. Ich betrete zwar nicht mehr unsere alte Wohnung, ich warte halt vor der Türe bis mein Sohn oder meine Tochter rauskommen. Meine Frau lässt sich dann nicht sehen.
Desweiteren hat sich meine Frau auf Raten ihrer Hausärztin freiwillig in psychologische Behandlung begeben und bekommt vorübergehend auch Medikamente. Laut Aussage der Kinder ist die Situation so eingermaßen erträglich. Nur wenn mein Sohn dann äußert er möchte gerne zu mir ziehen rastet meine Frau total aus. Gestern war ich mit meinem Sohn zusammen und er sagte zu mir, dass es wohl besser wäre, wenn er noch eine Zeitlang mit Mutter und Schwester zuammenwohnen würde, da er seine Mutter ja auch liebt und er nicht will dass er Ihr mit seinem Auszug weh tut.
Ich kann nicht einschätzen, ob sie mich über den Tisch ziehen will, oder ob sie wirklich nur einfach total fertig ist und deshalb nicht mit mir reden will. Der Brief von ihrer Anwältin war sehr sanft formuliert, und es waren keinerlei Forderungen enthalten, obwohl wir schon seit November getrennt sind. Mein RA sagt dies ist äußerst ungewöhnlich, da in der Regel sofort irgendwelche Forderungen kommen. Auch war keine Frist angegeben, bs wann ich meine Einkommensverhältnisse offenlegen soll. Gut, sie hatte bis Ende Dezember noch Zugriff auf das gemeinsame Konto, aber nachdem sie jeden Kontakt mit mir ablehnt habe ich das Konto sperren lassen und alle, mich betreffenden Abbucher informiert, dass sie zukünftig von meinem Konto einziehen sollen. Bei allen Dinge die Sie betreffen habe ich die Einzugsermächtigung vom Konto widerrufen. Sie hat mir dann über Dritte mitgeteilt, dass Sie nicht versteht, dass ich Sie nicht informiert habe. Sie bekommt jetzt halt täglich irgendwelche Schreiben mit Zahlungserinnerungen.
Das Problem ist halt, dass wir "auf dem Dorf" wohnen und jetzt ziemlich Stimmung gegen mich gemacht wird so z.B. erzählt meine Frau überall rum dass sie kein Geld mehr hat und dass ich mich nicht um die Kinder kümmere. Eigentlich könnte mir das Geschwätz egal sein, aber es berührt mich doch. Ich habe auch das Gefühl, dass mich bestimmte Leute aus Ihrem Umfeld gezielt meiden, aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.
Ich habe ehrlich keinen blassen Dunst von dem was mich in den nächsten Monaten erwartet. Meine Hoffnungen bzw. Befürchtungen gehen von es wird alles wieder Gut und man redet wieder, zumindest auf sachlicher Ebene, miteinander bis hin zum totalen Rosenkrieg.
Wenn es so wird wie bei Uli, dann muss man sich echt fragen, ob so ein Leben noch lebenswert ist. Vielleicht ist es dann Besser alle Zelte hier abzubrechen und irgendwo ganz von Vorne zu beginnen.
Gruß
Peter
Hallo Peter,
nun ja, das ist "normal", daß gegen dich gearbeitet wird.
Man kann einen Menschen auch runter ziehen, indem man ihn schlecht macht.
Man kann Dir wirklich nur empfehlen über die Dinge zu stehen und wenn Dich jemand drauf anspricht, die Wahrheit zu sagen.
nicht den Schuh anziehen lassen, egal wie hart es ist.
Du weißt ja, daß Deine Frau Geld bekommt und daß es da auch ne gesetzliche Regelung gibt, die Frauen mit Kindern Unterhalt gewähren.
Nen Opfer wird immer gesucht, daß geschlachtet werden könnte.
Ich denke desto gelassener Du in Deinem Dorf den Leuten gegenüber trittst, um so eher sehen sie, daß Gerüchte nicht immer stimmen müssen.
War bei meinem jetzigen Mann auch so, da dachte die Ex auch, sie kann ihn in der Nachbarschaft schlecht machen.
Bei der Trauerfeier seiner Mutter jetzt ende des Jahres, wo sie dann auch noch hin gekommen ist, wurde sie eines Besseren belehrt*grinz
Die Nachbarn mögen uns und finden es klasse, daß wir beide so glücklich sind und ich auch viel offener gegenüber Menschen bin als seine Ex war.
Dein Sohn soll selbst entscheiden was für ihn richtig ist, früher oder später kommt er selbst drauf, was er am liebsten will.
Den Abstand den Du von Deiner Frau hältst find ich gut, besser als immer zu versuchen alles wieder gut zu reden.
Auch die Kontosperrung für sie ist korrekt, Du mußt Dich doch auch schützen.
Die könnte Dir das Konto überziehen und Du hast keine Handhabe das Geld wieder zurück zu bekommen.
Normalerweise informiert die Bank die Frau wenn sie Kontovollmacht hatte, wenn die widerrufen wurde.
Also nicht einschüchtern lassen.
Also ich denke die Geschichte von Uli ist für normal Sterbliche nicht mehr nach zu vollziehen und denk nicht, dáß Dir das auch passieren könnte.
Da kommen viele Sachen zusammen, die bei Euch anders liegen.
Haus etc.
Ich bewundere Uli, gerade weil er nicht aufgibt und weiter kämpft, egal um wieviel euro es sich handelt!
Er will Gerechtigkeit und das soll er bitte auch mal bekommen, das wünsche ich ihm von Herzen!
Kopf hoch....informiere Dich unter "Erster Hilfe" hier im Forum, was zu tun und zu lassen ist.
Liebe Grüße
Melly
Hallo,
ich möchte hier noch einmal etwas zu Uli´s Geschichte loswerden. Ich habe gestern Abend noch ein wenig weiter gelesen und kann irgendwie nicht fassen was hier in Deutschland alles möglich ist. Nur weil man eine Entscheidung für sein Leben trifft, die zugegebenermaßen auch andere (Ehefrau, Kinder) betrifft, kann es doch nicht sein, dass man deshalb kein lebenswertes Leben mehr führen kann. Gut, dass es einem finanziell schlechter geht als vorher ist mir bewußt, obwohl ich jetzt meine Finanzen wieder selbst im Griff habe und mich nicht aufregen muß, wenn übermäßig Geld für unsinnige Sachen ausgegeben wird.
Ich hatte damit ein echtes Problem in unserer Ehe. Vor meiner Heirat kannte ich kein überzogenens Konto, danach war das Konto mit dem Eingang meines Gehalts meistens gerade so wieder ausgeglichen. Egal wieviel ich verdient habe, es hat nie gereicht. Ich habe jetzt seit Anfang Januar begonnen konsequent ein Haushaltsbuch zu führen und dokumentiere und bewerte alle meine Einnahmen und Ausgaben. Und siehe da, man kann auch mit dem Existenzminimum von 840,-- Euro auskommen und trotzdem ein zufriedenens Leben führen. Ich entdecke wieder Dinge an mir, die in den letzten Jahren total verkümmert sind. Ich habe wieder mehr Kontakt zu meinen Freunden und zu meinen Eltern (habe ich total vernachlässigt) und lese auch sehr viel oder höre einfach Musik. In die Glotze gucke ich nur noch sehr selten, was ich früher doch öfters gemacht habe. Na ja am Wochenende geht die Bundesliga wieder los, das werde ich mir dann schon wieder ansehen. Meinen Premiere Decoder (bekam ich von meiner Frau zum Geburtstag) rückt sie nicht raus, aber ich vermisse dieses Ding nicht wirklich.
Ich bewundere Uli und vor allem seine neue Frau, wie sie die Sache durchziehen. Ein Arbeitskollege von mir hatte auch einen recht dramatischen Kampf um seine Tochter ausgetragen. Die Ex Frau von ihm zog dann 500km weg und rückte das Kind trotz Gerichtsbeschluß nicht raus. Er hat den Kampf nach 2 Jahren aufgegeben und zahlt nur noch Unterhalt. Zu seiner Tochter hat er seit 2 Jahren keinen Kontakt mehr. Aber er sagt, wenn er weiter gekämpft hätte wäre seine neue Beziehung wieder in die Brüche gegangen.
Ich bin mal gespannt, wie es bei mir weitergeht. Wie das mit unserer Wohnung weitergeht, haben wir im Falle einer Scheidung per Notarvertrag geregelt. Da meine ganzen Unterlagen inkl. dieses Vertrages spurlos aus unserer Wohnung verschwunden sind (mein Sohn hat nachgesehen) kann ich diesen Vertrag nicht einmal mit meinem RA durchsprechen.
Ich schätze sie hat die ganzen Dokumente zu Ihren Eltern gebracht, damit mir die Kinder nichts aushändigen können, wenn sie nicht zu Hause ist.
So jetzt werde ich meine kleine Pause beenden, und meine ganze Kraft wieder meinem Job widmen.
Viele Liebe Grüße
Peter
Hallo Ohri,
hmmm...Du sagst der notarielle Vertrag ist weg.
Habt Ihr einen ehevertrag gemacht?
Lebt der Notar noch wo Ihr den Vertrag gemacht habt?
Du kannst Dir da eine Abschrift holen.
durch Deinen Anwalt kannst Du auch den Vertrag von Deiner Frau einfordern!
Hab ich auch so gemacht und schwups waren die Unterlagen da!
Der soll mal reinschreiben, daß sie für die Kosten einer Wiederbeschaffung die Kosten übernehmen muß.
Es freut mich für Dich, daß es Dir jetzt in Deinen eigenen 4 Wänden besser geht:)
Ich denke das ist schonmal eine Basis, daß du Kraft für die Zukunft schöpfen kannst.
Ich drücke Dir fest die Daumen.
Liebe Grüße
Melly
PS: habt Ihr Gütertrennung?
Wem gehört denn die Wohnung?
Was ist alles so im Vertrag aufgeführt?
Hallo Melly,
wir haben zwar keinen Ehevertrag gemacht und auch keine Gütertrennung sondern eine ganz normale Zugewinngemeinschaft. Ehrlich gesagt habe ich mir vor über 16 Jahren, als ich geheiratet habe keine Gedanken über solche Sachen gemacht. (Hätte aber nicht geschadet)
Der Notarvertrag regelt letzendlich nur, was mit der Wohnung passiert, wenn wir uns scheiden lassen. Die Wohnung ist in einem sehr alten Haus (über 150 Jahre alt aber außen renoviert) und diese haben wir vor 6 Jahren von den Eltern meiner Frau geschenkt bekommen. Wir haben dann das ganze innen bis auf den Rohbau abgerissen und für ca 130.000,-- DM und hunderten von Arbeitsstunden mit Hilfe von Freunden selbst hergerichtet. Im Vertrag ist halt geregelt, dass im Falle der Scheidung meine Schwigereltern das Haus wieder zurückbekommen, der Mehrwert den wir eingebracht haben ist jedoch an meine Frau und mich auszubezahlen. Finde ich auch in Ordnung so. Ich kenne jedoch nicht den genauen Wortlaut des Vertrages, sondern kann mich halt noch sehr gut an die sinngemäße Erklärung des Notars erinnern. Wenn ich so sehe was bei Uli alles abgeht wird mir Angst und Bange. Ich denke, dass ich von dem Geld und der Zeit die ich hineingesteckt habe nichts mehr sehen werde, jedoch aber den Kredit den wir für den Umbau aufgenommen haben alleine zurückzahlen muß.
Ehrlich gesagt, will ich mit der (wirklich tollen) Wohnung nichts mehr zu tun haben. Ich will gar nichts haben, aber ich will auch nicht für etwas weiter bezahlen, was mir gar nicht mehr gehört. Der Teufel steckt im Detail und vielleicht gibt es irgendein Detail, welches ein geschickter Winkeladvokat so hinstellen kann dass ich in jeder Hinsicht in die Röhre schaue.
Für mich ist jedoch am wichtigsten, dass es mir gut geht, auch in den relativ einfachen Verhältnissen in denen ich momentan lebe. In meinem Job läuft alles prima und ich habe sehr viele verständnisvolle Menschen um mich herum. Mich hat direkt noch keiner angesprochen, und mir gesagt, dass er mich nicht versteht. Alle andern, die hinter meinem Rücken reden interessieren mich nicht wirklich.
Wichtig ist auch, dass mich meine Kinder verstehen, denn die sind die einzigen die hautnah erlebt haben was alles passiert ist. Jede Bestrebung meiner Frau oder meiner Schwiegereletern auf meine Kinder mit Druck einzuwirken bringt diese nur noch näher zu mir. Ich werde meine Kinder soweit loslassen wie sie es auch wollen und nicht mit Druck oder Gewalt versuchen sie zu mir zu bringen. Sie sollen frei entscheiden wann sie bei wem sein wollen und wenn sie sich dem Druck von meiner Frau oder Ihren Eltern beugen und dann etwas machen was sie eigentlich nicht wollen, so werde ich sie nicht davon abhalten, aber ich werde sie unterstützen wenn sie meine Hilfe benötigen.
Ich sehe jetzt gelassen den ersten Forderungen entgegen die auf mich zukommen und denke erst einmal positiv.
Man kann mir mein Geld nehmen jedoch nicht meine Ehre und die Liebe meiner Kinder.
Viele Grüße
Peter
Hallo OHRI,
na mal keine Panik wegen der Wohnung.
Scheint ja alles notariell geregelt zu sein.
Die Wohnung wird geschätzt und Ihr erhaltet laut Vertrag das Geld zurück, was Ihr in die Wohnung gesteckt habt.
Davon kann der Kredit zurück bezahlt werden.
Der Rest steht Deiner Frau und Dir zu 50% zu.
Ich gehe aber mal von aus, daß Deine Frau da wohnen bleiben kann, die S-Eltern werden sie nicht auf die Straße setzen.
Bedenke dabei auch, daß Deine Frau jetzt Wohnvorteil hat, also mietfrei wohnt.
Die Kredite müssen jetzt erstmal beim Trennungsunterhalt berücksichtigt werden!
Dann erst wird der Trennungsunterhalt berechnet.
Komplizierte Sache, ich hoffe Du hast einen guten Anwalt.
Uli´s Geschichte ist denk ich einzigartig und Deine Kinder sind schon groß genug um alleine zu entscheiden was richtig oder falsch ist.
Mach Dir mal keine Sorgen.
Ich finde es gut, daß Du jetzt erstmal ruhig auf die Sache zugehst und die Forderungen abwartest.
Paß aber auf, daß Du nicht zuviel Geld verlierst!!!
Die Ehre kann man Dir sicher nicht nehmen...zum Glück!Wichtig sind Freunde und Bekannte, die Dir zur Seite stehen und Dich nicht verurteilen.
für die anderen Dampfplauderer setz Scheuklappen auf.
Du bist jetzt am Anfang, ich drück Dir feste die Daumen, daß Du es weiter mit Kraft und Mut schaffst.
du hast übrigens Recht wenn Du sagst, was soll man mit ner tollen Wohnung!
Ich lebte in einem goldenen Käfig und war kreuz unglücklich.
Heute leben wir etwas bescheidener, ich hab keine Sauna mehr im Haus und bin der glücklichste Mensch der Erde.
Es ist doch die Gemütlichkeit und Wärme wo verbreitet wird, nicht der Luxus.
Liebe Grüße
Melly
Hallo,
ich habe gerade meine Gehaltsabrechnung für Januar bekommen und festgestellt, dass ich in Steuerklasse 1 jetzt 450 Euro mehr Steuer zahle als vorher. Muss man eigentlich die Steuerklasse wechseln wenn man getrennt lebt, oder könnte man auch in 3/5 bleiben und sich entsprechend einigen was mit dem Mehr an Netto geschieht? Meine Frau hat jedoch auf dem Steuerklassenwechsel bestanden und ich hatte prinzipiell auch nichts dagegen, da es offensichtlich der korrekte Weg ist.
Ob meine Frau in der Wohnung bleibt weiß ich nicht. Meine Kinder berichteten mir, dass Sie nach einer neuen Wohnung sucht. Keiner kann sich jedoch erklären warum! Es kamen da so Aussagen wie: Ist doch mir egal wie er den Kredit zurückzahlt, ich werde mir das mietfrei Wohnen nicht anrechnen lassen. Aber anscheinend hat sie diese Aktivitäten mittlerweile eingestellt.
Anwalt habe ich meiner Meinung nach einen ganz guten. Er ist ein Freund von mir, der die Sache sehr ernst nimmt und jederzeit (auch privat) für mich erreichbar ist. Zufälligerweise sind er und seine beiden Kollegen in der Kanzlei auf Familienrecht spezialisiert. Er kennt sowohl meine Frau als auch mich und zuerst sagte er, dass er keinen von uns beiden vertreten wird, da er dabei nur verlieren kann. (Anm. Er wohnt im gleichen Ort wie meine Frau, ich bin in einen Nachbarort ca. 3km entfernt gezogen)
Er hat uns ein gemeinsames Gespräch bei Ihm zu Hause angeboten wo er uns gerne aufzeigen wollte, wie man eine Trennnung vernünftig abwickeln kann. Meine Frau hatte jedoch kein Interesse an diesem Gespräch. Nachdem er mitbekommen hat, welche Front hier, insbesondere durch meine Schwiegereltern, gegen mich gemacht wird hat er sich entschlossen mich doch zu vertreten. Er lässt sich von der Meinung im "Dorf" nicht vorschreiben, wen er zu vertreten hat und wen nicht. Die Gründe für meine Entscheidung hat er in der Vergangenheit teilweise miterlebt. Dass dies aber nur die Spitze des Eisbergs war hat ihn dann aber doch überrascht.
Für meine Schwiegereltern ist meine Trennung von Ihrer Tochter eine gesellschaftliche Katastrophe. Sie legen sehr viel Wert auf die Fassade die sie sich über Jahre hinweg aufgebaut haben. Diese bröckelt jetzt auseinander. Sie haben auch immer schwer gelästert, wenn in Ihrem Freundeskreis sich Kinder getrennt haben. In Wirklichkeit haben Sie jedoch massivste Probleme in ihrer eigenen Ehe. Ich denke dies ist auch ein Grund für die Verhaltensweisen meiner Frau. Mit der Zeit habe ich mitbekommen, dass sie keine einfache Kindheit hatte (Ihr Vater hat Ihre Mutter halb tot geprügelt u.s.w.) Das weiß aber keiner, nach außen hin sieht alles perfekt aus. Ich habe mir deshalb auch viele Gedanken gemacht, bevor ich mich von meiner Frau getrennt habe, aber nur weil sie mir leid tut konnte ich nicht weiter mit ihr zusammenleben.
Meine Schwiegereltern verbreiten jetzt überall genüßlich, dass ich wohl eine neue Freundin hätte, und das dies der einzige Grund wäre warum ich Ihre Tochter verlassen hätte. Sogar meine Eltern haben sie mit dieser Halbwahrheit konfrontiert. Somit ist für sie wieder alles in Ordnung denn jetzt braucht man die wahren Gründe nicht mehr betrachten.
Heute Abend gehe ich erst einmal ein paar Runden im frisch gefallenen Schnee laufen, um mich wieder aufzutanken.
Gruß
Peter
Hi Peter!
Eine bewegende Geschichte, die Du hier erzählst. Es ist sehr spannend. Ich bewundere Deine Konsequenz und Denkweise, die ich als absolut richtig empfinde. Der Weg ist noch lang, aber die Weichen sind richtig gestellt.
Meine Hochachtung, auch wenn Du jetzt ganz andere Sorgen hast. Phill
Hallo Peter,
sobald ihr polizeilich unterschiedich getrennt gemeldet seid, muss der Steuerklassenwechsel sein. Solange du dich nicht ummeldest passiert soweit ich weiss auch nichts.
Ansonsten kommt mir deine Geschichte in Teilen mit umgekehrten Vorzeichen bekannt vor. Mein Ex versuchte mich damals auch überall schlecht zu machen. Hat überall herum erzählt, mein LG wäre schuld an der Trennung und was das für ein Dahergelaufener wäre. Einen Teil seiner Familie konnte er damit überzeugen. Der andere Teil und der gesamte Freundeskreis hat sich zum Glück ein eigenes Bild gemacht. Die Kinder hat er ziemlich belastet, da sie ihren "Stiefvater" sehr mögen. In dem Fall muss ich sagen, zum Glück, dass sie ihn nicht öfter sehen als alle zwei Wochen. Das reicht dann immer an Aufhetzereien. Deine Kinder aber sind ja auch schon älter und können sich wie du sagst ihr eigenes Bild machen.
Nur den Mut nicht verlieren. Bei einer Trennung trennt sich im Umfeld die Spreu vom Weizen. Und pfeif auf die, die nicht hinter dir stehen. Es ist nicht schade um sie 😎
[Editiert am 29/1/2004 von DuldeFrau]
Was man nicht bespricht, das bedenkt man auch nicht recht.
Johann Wolfgang von Goethe
DuldeFrau schrieb:
sobald ihr polizeilich unterschiedich getrennt gemeldet seid, muss der Steuerklassenwechsel sein. Solange du dich nicht ummeldest passiert soweit ich weiss auch nichts.
Einspruch Euer Ehren 🙂
Die Steuerklasse ist ab dem Folgejahr der Trennung zu ändern. Im laufenden Jahr kann sie geändert werden. Dies gilt auch bei getrennt leben in einem Hausstand. Auch die Einkommensteuererklärung kann jeder für sich machen, da die getrennte Veranlagung der Regelfall ist. Die Zusammenveranlagung wird durch beiderseitige Unterschrift auf dem Mantelbogen für jedes Veranlagungsjahr neu erklärt.
Aber es gäbe die Möglichkeit, sich erst gar nicht umzumelden und dann in StKl. 3 zu bleiben. Meldetechnisch könnte ein Zweitwohnsitz angemeldet werden. Auch ist das Finanzamt hinsichtlich eines Versöhnungsversuches immer mit einem Steuergeschenk in Form des Steuerklassenerhaltes dabei. Dies setzt allerdings ein hohes Maß an Vertrauenswürdigkeit und Fairness aller Beteiligten voraus.
Auf die Lügengeschichten würde ich nicht reagieren. Die Wahrheit findet immer ihren Weg, sie macht nur öfters Pause und darum dauert ihre Reise länger.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
