Moin Tuptik,
Du hast bereits Angst vor dem, was als 27igstes passieren könnte ...
Mach doch bitte Schritt 1 als erstes.
Reden könnt Ihr ja offensichtlich (noch).
Angst vor einem potenziell mütterfreundlichem Jugendamt, Angst vor einem potenziell mütterfreundlichen Richter und Angst vor der Nicht-Durchsetzbarkeit der HKÜ-Übereinkünfte sind aktuell ein schlechter Ratgeber.
Jeder Einzelfall ist anders, genauso wie die Beteiligten in jedem Einzelfall anders sind.
Insofern höre auf, negative Rückschlüsse aus "ähnlichen" Fällen aus diesem Forum zu ziehen. Deine Ausgangssituation ist definitiv besser als die der Meisten, die hier landen.
Gruß
United
Hallo,
in den USA bleiben wollen viele, die Realität ist, dass die USA nicht wirklich ein Einwanderungsland sind und die Ausländerbehörde auch dort überhaupt keinen Spass versteht. Im Prinzip hat sie die Möglichkeit dort illegal zu leben, für eine weisse Frau mit Kind ist das nicht so einfach. Die Nachbarn wissen wer sie ist und die kennen ihren Sheriff. Mit einem Touristenvisum eingereist, ist man nach 3 Monaten Aufenthalt illegal in den USA.
Durch eine Heirat kann sie einen Aufenthaltsstatus für sich erhalten, aber nicht für das Kind, zumindest nicht ohne Deine Zustimmung. Eine Arbeitserlaubnis hat sie damit auch noch nicht. Festgestellte Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht/Ausländerecht oder auch kleine Straftaten (z.B. Diebstahl im Kaufhaus) führen sehr schnell zu einer Abschiebung mit Einreiseverbot. Üblicherweise denkt bei Illegalen in den USA an Menschen aus Mittelamerika, aber Europäer, die sich illegal aufhalten, werden auch nicht anders behandelt.
So einfach wie viele glauben ist es bei weitem nicht in den USA zu leben, ich will, weil es da so schön ist, bringt nichts.
Sicher bleibt ein Restrisiko, aber die Vorstellung, wenn ich erst einmal in den USA bin, dann kann ich dort auch "auf ewig" bleiben, stimmt definitv nicht.
Es ist viel einfacher in Europa zu verschwinden, weil Bürger der EU sich überall aufenthalten dürfen und auch niederlassen können. Aber selbst in Europa kann nicht einfach jeder wohnen und arbeiten wo, wann und wie er will.
VG Susi
Danke, das beruhigt mich ein wenig.
Ansonsten habt ihr recht, nicht zu viel in die Zukunft denken, vielleicht erledigen sich ein paar Sachen von selber.
Im Moment denke ich, dass ich meine 3 Wochen Ferien von der Mutter einfordern werde und wenn sie sich stur stellt, dann gehe ich damit (und erstmal nur damit) zum Jugendamt. Dann kann ich schon mal vorab fühlen, wie die sich verhalten und welche Position sie beziehen. Sind ja noch ein paar Monate bis dahin, da sollte sich was regeln lassen.
Viele Grüße
Moin nochmal,
Du schwankst aktuell zwischen "voreiligem Aktionismus" und "Verharren in der Passivität" ...
Mach Dich zum Henker nochmal nicht kleiner als Du bist !
Wenn Du selbst davon ausgehst, daß KM in der Position wäre, Dir irgend etwas verbieten zu können (und erst dann, wenn es quasi verboten wurde, aktiv zu werden), dann wird es schwierig, Dir zu helfen.
Ich bleibe dabei.
Sprich mit dem JA. Erkläre Eure Situation. Schlage einen Vermittlungstermin vor.
"Wir haben uns als Paar getrennt und brauchen aus Deiner Sicht, aufgrund tlw. unterschiedlicher Ansichten, Unterstützung bei der Aufrechterhaltung der Elternebene."
Sprechen und vermitteln funktioniert einfach besser, wenn man sich noch nicht - haßerfüllt - zerstritten hat.
Gruß
United
Wenn Du selbst davon ausgehst, daß KM in der Position wäre, Dir irgend etwas verbieten zu können (und erst dann, wenn es quasi verboten wurde, aktiv zu werden), dann wird es schwierig, Dir zu helfen.
Hier liegt ja der Hund begraben. Ich weiß nicht, was sie darf und was nicht und was ich darf und was nicht. Mit logischem denken kommt man hier nicht weit. Dass KM und KV anders behandelt werden ist nun mal die Tatsache.
Im Moment gehe ich noch von der perfekten und gerechten Welt aus ;). Also auf das Beste hoffen und das Schlimmste befürchten, da man weiß, dass die Welt doch etwas anders ist.
Aber wieso meinst Du, dass der Gang zum JA jetzt voreiliger Aktionismus wäre? Wenn wir uns nicht einigen können...
Viele Grüße
Moin,
Aber wieso meinst Du, dass der Gang zum JA jetzt voreiliger Aktionismus wäre?
Das halte ich nicht für voreiligen Aktionismus, sondern für den richtigen Weg.
Dass KM und KV anders behandelt werden ist nun mal die Tatsache.
Hmmm ... mit solchen "Tatsachen" tue ich mich schwer.
"Gefühlt" mütterlastige Tendenzen sehe ich in der Unterhaltsrechtsprechung.
"Gefühlt" väterlastige Tendenzen bei Umgangsverfahren.
Beim Sorgerecht mittlerweile ein "Mischi-Maschi".
Wenn es um das Aufenthaltsbestimmungsrecht (als Teil des SR) geht, dann findet man mehr Mütter, denen das ABR zugesprochen wird.
Da die Betreuungskontinuität und Erziehungszeiten aber häufig für die Mutter sprechen, ist das durchaus schlüssig.
Genau dieses "häufig" sitzt in vielen Köpfen als "immer" ... das muß man(n) im Einzelfall rauschwaschen.
Am Ende ist aber alles eine Einzelfallentscheidung.
... und jeder Einzelfall wird von mindestens einer Seite als ungerecht empfunden.
Gruß
United
Sprechen und vermitteln funktioniert einfach besser, wenn man sich noch nicht - haßerfüllt - zerstritten hat.
Kommt auf den Tag an 😉
Ansonsten denkt die KM im Moment, dass das Gesetzt es ihr vorschreibt, dass der Kleine bei ihr leben muss. So hat sie es letztens dem Kleinen erklärt.
Auf das Gespräch mit dem JA bin ich sehr gespannt, wo sie vielleicht doch was anderes erfahren könnte. Aber wie schon beschrieben, zu einem Gespräch zusammen beim JA oder einer Vermittlung wird es nicht kommen.
Moin,
Aber wie schon beschrieben, zu einem Gespräch zusammen beim JA oder einer Vermittlung wird es nicht kommen.
Weißt Du woher ?
Ich schließe mich BPs Ausführungen vollumfänglich an.
Das JA wird im ABR-Verfahren ohnehin gehört. Und meiner Meinung nach erhöhen sich die Chancen für denjenigen, der dort zuerst aufschlägt. Dass Du das JA auf Deine Seite bekommst, sobald KM ausgezogen ist, halte ich ohnehin für unwahrscheinlich.
Sofern Deine Exe dort nicht hin will, ist das gut so, denn dann sammelt sie bei denen keine Pluspunkte.
Wie bereits geschrieben, sollte Dein "offizielles Ziel" aber nicht sein, das JA auf Deine Seite zu bekommen, sondern ein gemeinsames Vermittlungsgespräch zu erreichen.
Gruß
United
So einfach wie viele glauben ist es bei weitem nicht in den USA zu leben, ich will, weil es da so schön ist, bringt nichts.
Zumal das obendrein ein Trugschluss ist. Wenn man mal die 5th Avenue verlässt, sieht man an allen Ecken und Enden, dass insbesondere die Infrastruktur die eines 3.-Welt-Landes ist. Und die meisten Leute auf Mindestlohn arbeiten. Wenn überhaupt.
Danke Euch allen,
jetzt sind die ersten Schritte klar. Mal sehen was daraus wird.
Viele Grüße
Hallo,
ok, jetzt mal mit der KM gesprochen und nach anfänglichen Widerständen hat sie sich einverstanden erklärt, dass wir beide zusammen verreisen. 🙂
Auf einmal wurde es sogar positiv aufgenommen, da sie dann Ruhe hat und sich erholen kann. Will jetzt nicht meckern, aber einen komischen Nachgeschmack hatte das ganze zum Schluss dennoch.
Also entfällt der Schritt mit dem JA vorerst und wir können uns an die Urlaubsplanung dranmachen. Also soweit so gut 🙂
Viele Grüße
Hallo Tuptik,
okay, Du sagst selbst, dass Du mit KM gesprochen hast und ihr beide zusammen verreist und das sie sich dann in Ruhe erholen kann, auch wenn das irgendwo einen komischen Nachgeschmack hat.
Wenn das für dich in Ordnung ist, will ich dir nicht reinreden, dann brauchst Du auch nicht weiter lesen.
Ich halte einen solchen Sinneswandel jedoch nur für eine Taktik, dich für den Moment ruhig zu stellen. Wer jetzt nach dem "Warum" fragt, ist als Baby echt mit nem Klammerbeutel gepudert.
Die Illunsion nehmen will ich dir weiß Gott nicht, aber denk doch mal nach. Anfängliche Widerstände und dann doch ZUSAMMEN verreisen? Merry Xmas & happy easter egg roll in the white house
Viel Glück für die Urlaubsplanung
Jarod, der dir alles Glück der Welt wünscht.......
Hallo,
Das komische Gefühl kommt davon, dass es so problemlos gelaufen ist und ich nicht sicher bin wie lange das anhält.
Mit zusammen meinte ich: Kind + Papa, ohne Mama.
Als anfänglicher Grund wurde einmal aufgeführt, dass sie nicht ohne das Kind 2 Wochen aushalten würde und das Kind auch nicht. Da musste ich lachen, bei der vorherrschenden Betreuung Konstellation. Und dann war das Thema gegessen.
Der Sinneswandel kommt aber dadurch, dass der ominöse Nachbar aus USA zu Besuch kommt und man Zeit zu zweit haben möchte. Das war zwischen den Zeilen rauszuhören. Da es fremdbestimmte Gründe sind, steht die Entscheidung auf wackeligen Füßen. Aber egal, ich mache jetzt erstmal weiter und wenn es gebucht ist, dann steht es für mich fest.
Viele Grüße
Oh oh oh, Tuptik
Kind und Papa hört sich wundervoll an und wenns gebucht ist, auch sicher. Der Sinneswandel und ein Besuch vom Nachbar aus USA in Germany incl, Zeit zu zweit, herrjeeee, setz die Filzbrille ab. Hier wird dir nur Zeit mit dem Kind gegeben, bevor man sich "verliebt" hat und eine gemeinsame Zukunft in den Staaten haben will. Da interessiert dann nicht, ob wer nicht wie lange ohne das Kind aushält.
Das ist jetzt nur mein subjektiver Eindruck.
Gruß
J
Hallo,
Ja, das sich das so oder ähnlich gestaltet habe ich in ein paar Posts zuvor geschrieben. Ob die jetzt Zeit zu zweit haben werden oder nicht ändert nichts an der Tatsache, dass sie vielleicht irgendwann nach USA ziehen wollen wird.
Wenn sie alleine gehen möchte, dann nur vorwärts, wenn sie das Kind mitnehmen will, dann stellt sich die Frage wie ich das verhindern kann. Angeblich geht das nicht ohne meine Zustimmung. Wie das Gericht das sehen wird weiß ich nicht.
Aber sehe auch keine Möglichkeit und keinen Sinn darin zu verhindern, dass die beiden Zeit miteinander verbringen. Wenn sie irgendwann alleine wohnt kann sie auch jeden einladen den sie will. Ich denke hier sollte ich meine Energie nicht investieren sondern dafür sorgen, dass der Kleine bei mir bleibt. Erstmal Schritt für Schritt... Wer weiß was wirklich passieren wird. So ganz glaubwürdig erscheint mir die ganze Angelegenheit auch nicht. Wer weiß, ob das nicht eine Lüge ist um mich zu provozieren oder sonst was.
Viele Grüße
Tuptik, Du begibst dich sprichwörtlich in ein Mienenfeld und weißt nicht, wo kannst Du hin treten, ohne das irgendwo was unter dir hoch geht. Das mal jetzt nur sprichwörtlich.
Wenn KM alleine nach USA will, dann bitte, soll sie doch. Ich hab jetzt ehrlich gesagt keine Ahnung wie das im internationalen Familienrecht ist, ob KM das Kind ohne dein Einverständnis mitnehmen kann. Normal nicht, wie das auch schon irgendwo beschrieben war. Wer aber hindert sie daran, sofern ein Reisepass da is und sie einfach fliegt? Wer kontrolliert, wenn Du vielleicht nicht mal weißt, dass sie sich bereits in den Staaten befindet, ob sie das überhaupt darf? Ich denke nicht, dass hier irgendein Abkommen greift, wenn man nicht weiß, wo findet man KM und Kind.
Versuch erst mal einen Überblick zu bekommen, ob Du nicht auf eine Lüge reinfällst, was ja durchaus möglich ist.
Täuschung gehört ja durchaus zu einem Familienrechtsstreit.
Gruß
Jarod
Hallo,
dass die ganze Situation schwierig ist, habe ich nie bezweifelt.
Und natürlich werde ich die Augen offen halten, um ggf. rechtzeitig über mögliche Pläne der Auswanderung bescheid zu wissen.
Was aber ihren neuen Partner angeht, so will und kann ich da auch nichts tun und mein Fokus liegt auch nicht dort. Wie schon in einigen Threads zuvor beschrieben wurde, ist es ebenfalls einfach ins EU Ausland (dort hat sie Familie) wegzufahren. Dafür braucht sie auch keinen neuen Partner. Die latente Gefahr der Ausreise mit dem Kind habe ich meinem Anwalt geschildert und er meinte, dass es zu wenig sei, um etwas zu erreichen. Also Reisepass verstecken und mehr kann ich zur Zeit nicht tun.
Lieber konzentriere ich mich auf meinen ursprünglichen Plan, die Bindung zum Kind und seine Bindung hier zu festigen. Mal sehen was sich daraus ergibt. Soll nicht heißen, dass ich jetzt mich zurück lege und denke, dass hiermit alles erledigt ist. Aber man muss ja auch erkennen, wo etwas zu erreichen ist und wo man die Dinge laufen lassen muss. Die Zeit wird es zeigen, ob ich es kann bzw. konnte.
Viele Grüße
Moin Tuptik,
[...] mein Fokus liegt auch nicht dort.
Kannst Du mal genau erklären, wo Dein Fokus hinsichtlich Umgang mit Deiner WG-Partnerin liegt ?
Deine Äußerung, die nächsten Schritte seien klar, passen m.E. nicht so ganz hierzu:
Also entfällt der Schritt mit dem JA vorerst und wir können uns an die Urlaubsplanung dranmachen. Also soweit so gut 🙂
Wenn Ihr zusammen in den Urlaub fahren möchtet ... ok, kann man machen.
Wieso deshalb der Handlungsbedarf hinsichtlich der Klärung der weiteren Zukunft entfällt, schnall ich nicht.
Mit irgendwelchen Verschwörungstheorien und Geheimplänen Deiner WG-Partnerin solltest Du Dich gedanklich nicht befassen ... kannst Du eh nicht ändern.
Ändern kannst Du vor allem Deine eigene Vorgehensweise.
... und fokussiert geht anders.
Gruß
United
Hallo,
ich sehe, dass ich mit meinen Begrifflichkeiten für Verwirrung gesorgt habe.
Kannst Du mal genau erklären, wo Dein Fokus hinsichtlich Umgang mit Deiner WG-Partnerin liegt ?
Der Fokus liegt dadrauf, dass sie ihre eigene Wohnung bekommt und auszieht. Und das Verhältnis zwischen uns nicht schlimmer wird. Was den Kleinen angeht, so soll es bleiben wie jetzt auch, vor allem dass er in der Wohnung und Schule bleibt.
Deine Äußerung, die nächsten Schritte seien klar, passen m.E. nicht so ganz hierzu:
Wenn Ihr zusammen in den Urlaub fahren möchtet ... ok, kann man machen.
Also ich will nicht mit der KM zusammen in Urlaub fahren, nur mit dem Kleinen. Und das ist geklärt und alle sind einverstanden.
Wieso deshalb der Handlungsbedarf hinsichtlich der Klärung der weiteren Zukunft entfällt, schnall ich nicht.
Ok, damit war eher die kurzfristige Zukunft gedacht: bei der Wohnungssuche helfen, gucken dass der Kleine hier bleibt. Also ungefähr bis zu dem Sommerferien. Danach wird bestimmt wieder vieles anders sein, so dass sich jetzt darüber Gedanken zu machen nicht viel bringt. Immer eins nach dem Anderen.
Mit irgendwelchen Verschwörungstheorien und Geheimplänen Deiner WG-Partnerin solltest Du Dich gedanklich nicht befassen ... kannst Du eh nicht ändern.
Genauso sehe ich es auch. Aber Augen offen halten und gucken in welche Richtung es sich entwickelt werde ich schon.
... und fokussiert geht anders.
Wieso? Ich kann ABR nur beantragen, wenn sie ausgezogen ist. Also helfe ich ihr dabei, da sie es auch möchte. Den Kleinen zu behalten, so dass alles so bleibt wie es ist, hilft mir später bei der Kontinuitäts-Frage.
Korrigiert mich bitte, wenn ich da einen Denkfehler habe, aber für mich sieht das nach einem kleinen Plan aus mir dem Ziel den Sohn zu behalten und ihm eine sichere Zukunft sichern.
Und das geht nur mit ABR, sonst gibt es niemals Ruhe,
WEIL: die KM ist, seit sie 18 ist, nirgendwo länger als 2-3 Jahre geblieben (Europa, Amerika, Südamerika). Jetzt wegen dem Kind ist es eine Ausnahme mit 6 Jahren. Sie gibt es selber zu, dass sie an einem Ort nicht lange bleiben kann und will. Deshalb passt es jetzt auch mit dem Ami. Wie auch immer, ist mir egal, muss sie selber wissen. Aber so ein Vagabunden-Leben will ich für meinen Sohn nicht. Ohne ABR wird es immer wieder diese Unsicherheit geben.Ob mit dem Ami oder ohne.
Ohne diese Auszugspläne würde ich mich mit den Umgang wie jetzt zufrieden geben.
Viele Grüße
