Guten Morgen,
mal wieder quält mich eine schlaflose Nacht, denn meine Freundin hat sich mit meiner Tochter von mir getrennt.
Wir haben uns vor etwas mehr als 2 Jahren kennen gelernt und schon 4 Monate später wurde sie schwanger.
Ganz schön früh, aber wir waren uns beide einig, daß wir eine Familie gründen möchten.
Meine Tochter ist jetzt 1 Jahr und 2 Monate alt.
Die Schwangerschaft ist nicht optimal gelaufen, da sie von ihrem Chef gemoppt wurde und sie erhielt ein Arbeitsverbot.
In der Zwischenzeit habe ich im Haus meiner Eltern renoviert und jede Menge Geld in die Renovierung versenkt.
Unsere Tochter kam auf die Welt und alles schien in Ordnung zu sein, doch schon nach wenigen Tagen begannen die
Probleme. Unsere Hebamme hatte uns das falsche Stillverhalten beigebracht und somit hat die kleine Maus immer nur
geweint. Wir gingen auf dem Zahnfleisch. Das lies sich relativ schnell abstellen, da ja nur vernünftig gestillt werden musste.
Aber das Problem ging mit KISS (Kopf Induziertes Seiten Syndrom) weiter. Die kleine Maus weinte weiter. Jede Nacht musste
sie getröstet werden. Meistens 5-7x pro Nacht. Das hielt so etwa bis zum 1. Lebensjahr an.
In der Zwischenzeit zeigte sich immer mehr, daß meine Freundin immer mehr Probleme mit meinen Eltern bekam und nur
noch Ablehnung zeigte. In Wirklichkeit wollte niemand etwas böses, aber es wurde grundsätzlich alles negativ aufgefasst.
Die Umstände wurden immer schlechter und ich musste ständig den Vermittler spielen. Jedesmal geriet ich in heftige
Diskussionen und war doch nur der Überbringer der schlechten Nachrichten. Irgendwann sagte ich dann, daß ich das nicht
mehr machen kann und sie doch bitte selbst diese Gespräche führen soll. Macht auch noch bis heute in meinen Augen den
größten Sinn. Nicht ein Wort wurde geredet.
Irgendwann hat sie nur noch geschimpft und von früh bis spät mit mir geschimpft. Es fing damit an, daß ich morgens sehr
früh aufstehen musste, um mit dem Hund raus zu gehen. Wenn ich unter der Dusche stand, kam sie ins Badezimmer und
fing an mich anzuschreien, daß ich nicht so laut sein sollte. Natürlich wachte die kleine jedesmal von der Schreierei auf und
nicht wegen mir. Aber es stellte sich heraus, daß ich nun den Generalsündenbock spielen soll.
Irgendwann habe ich dann abgeschaltet und mir diese Wut und den Zorn nicht mehr angetan, habe sie sozusagen mehr oder
minder ignoriert. Daraus resultierte dann endgültig die Trennung.
Direkt nach der Trennung wurde mir ständig heftig mit Kindesentzug gedroht. Ich hab oft auf sie eingeredet, damit ich meine
Tochter sehen darf und meistens hat das auch funktioniert. Soweit ist erst mal alles klar, aber in der letzten Zeit häufen sich
ganz kurzfristige Terminänderungen, die sie in meinen Augen völlig grundlos vornimmt.
Trotz alle dem hab ich versucht die Beziehung irgendwie zu retten, habe mich mit Psychologen unterhalten und war auch bei der
Seelsorge der Kirche.
Unsere Probleme sind in Wirklichkeit nur Geringfügigkeiten, aber und das ist wirklich nicht nur meine eigene Sicht, nutzt Sie mich
nur aus und ist schamlos egoistisch. Jedesmal wenn sie ruft, komme ich und kümmere mich um das Kind. Ich habe deswegen
schon einige für mich sehr wichtige Termine abgesagt, aber von ihrer Seite kommt rein gar nichts mehr. Sie macht es wie immer
und stellt nur Forderungen. Sie möchte von mir auf Händen getragen werden, dafür daß sie mich echt mies behandelt.
Vielleicht werde ich in den nächsten Tagen/Wochen/Monaten verstehen, daß meine Tochter jetzt ohne mich aufwächst und das die
Beziehung vorbei ist, aber es ist schwer zu verstehen und zu begreifen.
Ein großer Streitpunkt war ein Umzug.
Aufgrund dessen, daß das Geld sowieso schon immer knapp war und ich den Umbau (50.000€) noch abzahlen muss, habe ich keine
Möglichkeit gesehen in eine Wohnung zu ziehen, geschweige denn Eigentum zu kaufen. Diese Möglichkeit besteht einfach nicht.
Selbst mir Nebenjob komme ich nicht annähernd dann an meine Verpflichtungen.
Den Plan Eigentum zu kaufen hat sie jetzt und auch schon als sie noch bei mir lebte. Es ist mir wirklich ein Rätsel wie sie das machen will,
aber ihre Familie will sie wohl dabei unterstützen. Ich habe mehr als die Sorge, daß dieser Plan zu 100% vor die Wand knallt.
Leider wird dann auch meine Tochter dann darunter leiden.
Momentan kann ich meine Tochter Freitags und Samstags für ein paar Stunden sehen. Ich bin schon froh darüber, daß ich überhaupt diese
Zeit habe und zum Glück ist diese Zeit immer wunderschön. Ich spüre wieviel Liebe meine Tochter braucht und vor allem auch von mir.
Ich bin wirklich der einzige mit dem sie so schmust und kuschelt. Die Mutter versteht das nicht und meint, daß es daran liegt, daß ich ihr
alles erlauben würde. Das stimmt natürlich nicht, denn auch bei mir gibt es Regeln, die meine Tochter befolgen soll, aber sie kann sich
bei mir entfalten und ich brauche auch so gut wie nie etwas verbieten. Sie läßt sich von mir problemlos wickeln und auch die restlichen
Probleme die die Mutter hat, gibt es bei mir gar nicht. Ich vermute, daß es daran liegt, daß sich das Kind einfach bei mir geborgen fühlt und
ich sehr liebevoll mit ihr umgehe. Es herrscht großes Vertrauen zwischen meiner Tochter und mir.
Es ist auch schön zu wissen, daß meine Tochter mich trotz der wenigen Stunden pro Woche ( 7 Std.) mich nicht vergisst und mich auch noch
liebt.
Mir fehlt es sehr, daß ich von der Arbeit nach Hause komme und die kleine mit ausgestreckten Armen auf mich zugelaufen kommt.
Wenn ich morgens (oder auch sehr oft in der Nacht, weil ich nicht mehr schlafen kann) und das lehre Kinderbett sehe, stehen mir
regelmäßig die Tränen in den Augen.
In den letzten Wochen standen die Sterne gar nicht so schlecht. Die Mutter und ich haben uns wieder in die Arme genommen und auch
geküßt, aber es reicht ein falsches Wort und sie bestraft mich tagelang dafür.
Ich selbst habe langsam keine Kraft mehr an dieser Beziehung zu arbeiten und ihr scheint das völlig egal zu sein. Ich denke, daß ist
ein klares Zeichen.
Manchmal tut es gut sich seine Sorgen von der Seele zu schreiben und vielleicht habt ihr ja auch ein paar Ratschläge für mich.
Martin
Hallo und herzlich willkommen bei VS!
Eine Frage zu Beginn: Hast du, gemeinsam mit der KM, etwas zur Erklärung des gemeinsamen Sorgerechts unterschrieben oder meinst du, dass du es zumindest hinbekommen könntest, dass die KM das in einem guten Moment unterschreibt?
Was sind deine Ziele für die Zukunft? Ausweitung der Umgänge oder wie möchtest du, dass es weitergeht?
LG
das Schwarzwaldmädel
Hallo,
wir sind nicht verheiratet, hatten das aber vor und die kleine Maus trägt auch noch meinen Nachnamen.
Wenn ich könnte würde ich das auch rückgängig machen, denn welches Kind hat einen anderen Nachnamen
als die Mutter? Das war ein großer Fehler.
Wir waren uns damals unserer Sache so sicher, daß ich auch das Sorgerecht bekommen habe. Da gibt es keine
Probleme.
Ja, was die Zukunft angeht, da liegen zwischen Wunsch und Realität vielleicht Welten.
Das Umgangsrecht würde ich schon gerne ausweiten, damit die Kleine auch mal bei mir übernachten darf.
Diese ständigen Konfrontationen mit der KM sind nicht sonderlich förderlich, aber nun mal unumgänglich.
Heute habe ich einen guten Tag erwischt. KM musste lange arbeiten und mein Schatz war heute 5 Std. bei mir!!!
Eine wunderschöne Zeit haben wir verbracht 🙂
Ich habe die KM auch auf die Möglichkeit der Übernachtung angesprochen. Sie möchte es noch nicht, aber sie könnte es
sich schon vorstellen. Plan: Wir werden unsere Tochter mehrfach zusammen ins Bettchen legen und später ich alleine.
Wenn es klappt, dann darf ich!
Das ist schon mal ein riesengroßer Fortschritt wie ich finde, aber die Meinung kann manchmal mehrmals am Tag kippen.
Mal sehen... Aber den Ansatz finde ich spitze und auch eigentlich ziemlich fair.
Ich glaube, sie hat nicht damit gerechnet, das meine Tochter und ich so schön miteinander spielen können, richtig Spaß
haben und der Rest wie wickeln und füttern, etc... so reibungslos bei uns funktioniert. Die Kleine verweigert sonst wohl
sehr häufig bei ihr... Früher stand fast immer die KM daneben und hat uns alles mögliche verboten. Wir konnten uns so
gut wie nie alleine beschäftigen. Eigentlich lernt meine Tochter mich jetzt erst wirklich kennen und es scheint ihr sehr zu
gefallen.
Ich will nicht überschwänglich klingeln, aber das war ein so wunderbarer Tag. Endlich kann ich auch mal zufrieden ins
Bett gehen. Hoffentlich bleibt es so mal längere Zeit!
Gruß vom Martin
Hallo,
wir sind nicht verheiratet, hatten das aber vor und die kleine Maus trägt auch noch meinen Nachnamen.
Wenn ich könnte würde ich das auch rückgängig machen, denn welches Kind hat einen anderen Nachnamen
als die Mutter? Das war ein großer Fehler.
Hallo Martin,
bei mir ist das genau so und ich finde das als keinen Fehler ... im Gegenteil, damit hat Deine Tochter immer und auch in ein paar Jahren etwas von Dir.
Und geht man vom schlimmsten Fall aus, dass der Kontakt sich verliert, kommt vielleicht der Moment wo sich Deine Tochter fragt " wieso habe ich diesen Nachnamen?" ...
Also ich würde das niemals mehr rückgängig machen.
Und es ist heute sicher keine Seltenheit das Kinder einen Nachnamen haben der weder zu Mutter/Stiefmutter, Vater/Stiefvater oder irgend welchen Halbgeschwistern passt ... ich sag nur Patchworkfamiliy... 😉
Gruss
Mappi
Entmündigter Vater nach § 0815 dt.
Mutterbestimmungsrecht (MBR)
hallo Martin
ich habe das gleiche durchgemacht wie du. Auch erst viele Streitereien, Stress und im Endeffekt Trennung bzw Scheidung. Ich wollte auch erst meine Ex zurück haben ( Sie hat sich von mir getrennt als ich erfaren habe dass Sie mir fremd geht, und ich wollte Ihr noch alles verzeihen :rofl2:) ich könnte mir nicht vorstellen ohne meine Kinder zu leben. Jetzt nach 5 Jahren kann ich nur sagen: GsD dass Sie mich damals verlassen hat, ich bin Ihr dankbar dafür!!! Wenn ich daran denke wie wir damals gelebt haben, das war doch kein Leben mehr, auch für die Kinder war das nicht gut, nur noch Streit jeden Tag, das tut keinem gut. Und jetzt trotz allem (wenig Geld, kein guten Kontakt zu den Kindern) kann ich sagen ich bin glücklich! Dank meiner Freundin, die mich sehr unterstützt, wir sind fast 5 jahren zusammen und wir haben uns noch nicht mal ein mal gestritten, es gibt natürlich Auseinandersetzungen aber die verlaufen friedlich, hoffentlich es bleibt auch so.
Was ich dir damit sagen wollte, vlt ist es besser wenn ihr getrennt bleibt?!? Es gibt halt Paare die können nicht miteinander und dann soll man sich lieber trennen.Natürlich ist das jetzt für dich unvorstellbar, für mich war meine Trennung auch ein Weltuntergang, ich könnte nicht arbeiten, nichts essen ( 23 kg abgenommen) , war wie im falschem Film aber das Leben geht weiter! :thumbup: :thumbup: :thumbup:
Hallo Martin
kann mich 100% der Aussage von papa 3 Kids anschlißen so blöde wie es sich anhört die Zeit heilt alle Wunden,bringt dir sicher jetzt gerade nichts aber du wirst sehen es geht weiter.
Habe genau die selbe Sache hinter mir, lasse es gut sein schaue nach deinem kleine Mädchen und lass deine EX sagen was sie will.....
Bei mir wurde alles schlecht gemacht was ich gemacht habe .....
Es ist nicht einfach und wenn du in das Bett deine kleine schaust war es sicher nicht die letzte Träne,aber es wir besser ganz sicher du brauchst Zeit.....
alles gute .... 🙂
Guten Morgen,
Die eine Frage hast du noch nicht beantwortet 😉
Eine Frage zu Beginn: Hast du, gemeinsam mit der KM, etwas zur Erklärung des gemeinsamen Sorgerechts unterschrieben oder meinst du, dass du es zumindest hinbekommen könntest, dass die KM das in einem guten Moment unterschreibt?
LG
das Schwarzwaldmädel
Hallo zusammen,
ich habe vor 4 Monaten das erste mal hier etwas gepostet und darüber berichtet, daß sich meine Exfreundin sich von mir getrennt hat.
In der Zwischenzeit ist verdammt viel passiert. Eigentlich ist vieles wieder richtig gut gelaufen, bis zu einem bestimmten Tag.
Wir haben zwar noch getrennt gelebt, aber wieder die Absicht gehabt einen Neustart zu wagen. Wir haben unsere Wochenenden soweit
möglich immer gemeinsam verbracht.
Sie hat aus einer Zwangsversteigerung ein Haus gekauft (in meinem Elternhaus hatten wir zusammen gelebt, aber es ging einfach nicht)
und 14 Tage vor dem Einzug habe ich plötzlich wieder Veränderungen an ihr erlebt. Das komplette Wochenende war total super, bis am
Sonntag morgen sie wieder total abweisend zu mir war und mich nur angegiftet hatte. Vorsorglich bin ich nach Hause gefahren, damit es
bloß nicht eskaliert. Später am Mittag haben wir uns wieder mit unserer Tochter im Tierpark getroffen und es ging dann schon wieder einigermassen
gut. Dennoch stimmte etwas nicht.
Fragt mich jetzt bitte nicht woher ich es weiß (das möchte ich hier nicht kundtun), aber am Montag morgen nach einer wie so oft völlig schlaflosen Nacht,
habe ich dann herausgefunden, daß sie sich bereits am Dienstag vor diesem Wochenende an einer Singlebörse angemeldet hatte. Ich war total platt!!!
Ich habe das ganze noch etwas beobachtet und gesehen, daß sie bereits eine Verabredung laufen hat.
Als ich sie darauf ansprach hat sie erst mal alles geleugnet, als ich konkreter wurde, hat sie mich bschimpft, weil ich ihr nachspionieren würde.
Das Treffen sollte mittwochs stattfinden, am Dienstag hatte sie mir bereits gesagt, daß sie nur nach gleichgesinnten (Alleinerziehende) sucht und
reden möchte, aber den Termin abgesagt hatte. Am Mittwoch bekam ich kurz vor Feierabend einen merkwürdigen anruf, ob ich zu Hause sei, weil sie
gerade in der Nähe wäre. Aber wenn ich ja jetzt noch arbeiten würde, dann würde sie doch lieber nach Hause fahren und nicht so lange warten wollen.
Mir war sofort klar, warum sie diesen Anruf getätigt hatte. Ich bekam noch eine SMS, daß sie gerade durch ein Funkloch fahren würde.
Ich habe mich kurzerhand ins Auto gesetzt und bin zum verabredeten Treffpunkt gefahren. Schlussendlich war es dann so, daß mir meine Tochter, meine Ex
und ihr Date in die Arme gelaufen sind. Auch dort sagte sie, daß es nur Kaffetrinken war und sie sich nett unterhalten hätten.
Jedenfalls habe ich gestern meine Tochter abgeholt und da saß dieser Typ schon am Frühstückstisch. Wie es mir dabei ging, könnt ihr euch vorstellen.
Wenn ich heute über die letzten 4 Monate nachdenke, dann komme ich nur noch zu dem Schluß, daß sie es nie ernsthaft mit mir versucht hat.
Zum einen tut die Trennung von meiner Tochter und auch von der Ex höllisch weh und zum anderen verstehe ich einfach nicht, warum sie nicht einfach
gesagt hat, daß es aus ist.
Bis zum letzten Moment hat sie mich glauben lassen, daß wieder alles gut wird.
Wenn ich dabei bedenke, daß unsere Tochter da mit im Spiel ist, wird mir übel. Wir müssen doch irgendwie miteinander klar kommen und
Verletzungen sind da wirklich kein Hilfsmittel. Wenn sie jetzt einen anderen hat, warum lässt sie keine Gelegenheit aus mir weh zu tun?
Umgang habe ich mit dem Kind wirklich nur dann, wenn es ihr in den Kram passt. Ich habe sonst keine Chance meine Tochter zu sehen.
Kann mir jemand sagen, ob ich irgendwo Hilfe bekommen kann, um diesen ganzen Mist zu verarbeiten? Ich kann seit Monaten nicht mehr schlafen
und im Job lasse ich auch so langsam aber sicher nach...
Ich liebe meine Tochter über alles und möchte für sie da sein. Nur habe ich jetzt die Vermutung, daß sie überhaupt nicht an einer gütigen Trennung
interessiert ist.
Vielen Dank fürs Lesen und ich hoffe auf eure Ratschläge,
Martin
Hallo Martin,
tja, die Frauen...
Etwas in der Art habe ich auch erlebt. Allerdings hatte meine schon solche Treffen, bevor wir getrennt waren. Und die Geschichte mit dem "im Job nachlassen" kenne ich nur zu gut. Bei mir führte das bis zur Kündigung (was mir allerdings nachher mehr als alles andere geholfen hat).
Ich kann Dir nur raten, dass Du ganz schnell etwas für Dein Selbstbewußtsein tun solltest, denn es dürften noch Zeiten auf dich zukommen, in denen Du es brauchen wirst. Alles, was ich aus Deinem Beitrag herauslesen kann, sind Probleme mit Deinem Ego, welches Dir die Dame durch ihre unfeinen Machenschaften arg angekratzt hat. Und du musst leider lernen, über solchen Sachen zu stehen. Ich mußte auch erst einmal verdauen, was gelaufen ist. Aber man schafft es irgendwie und kommt irgendwann an den Punkt, an dem man sich nur noch kopfschüttelnd fragt, was man an diesem Menschen eigentlich so liebte, dass man sich so zum Affen machen ließ.
Wenn Du einen guten Freundeskreis hast, ist das schon die halbe Miete. Leute, die Dir den Rücken stärken und denen Du die Ohren vollquatschen kannst, bis sie qualmen, sind jetzt wichtig. Mach Dir immer klar: diese Frau ist es nicht wert, auch nur eine Träne wegen ihr zu vergießen. Klar tut es weh, wenn sowas passiert, aber das ist das Risiko, wenn man liebt. Wenn man dieses Spiel ohne Einsatz spielen könnte, wäre es wesentlich einfacher.
Führe Dir vor Augen, dass diese Frau Dich wahrscheinlich schlicht und ergreifend ausgenutzt hat. Sie hat Dich eiskalt verarscht! Und wegen so einer willst Du doch wohl nicht die nächsten Monate in Trauer verbringen, oder? Sie weiß, wie sie Dich treffen kann und Du hast Dich offensichtlich treffen lassen. Das mußt Du abstellen und das geht nur mit einem soliden Selbstwertgefühl. Falls Du Dir keine Hilfe von Freuden erhoffen kannst, hilft eventuell auch mal ein Gespräch mit einem Psychologen. Das heisst schließlich nicht, dass man einen an der Waffel hat, sondern das man Hilfe sucht. Wenn gar nichts mehr geht, nimm sie in Anspruch.
Aber um Himmels Willen mach Dir klar, dass Du jetzt sofort die Initiative ergreifen mußt. Es gibt keine Umgangsregelung, also such Dir einen Anwalt (und zwar einen Familienrechtler), der dieser Tante direkt mal einen ordentlichen Schuss vor den Bug versetzt. Denn Du als Vater - verheiratet oder nicht - hast jedes Recht, Deine Tochter zu sehen. Und sie hat im Gegenzug nicht das geringste Recht, Dir das zu verbieten. Im Gegenteil darf sie nicht einmal aktiv etwas unternehmen, was dies unterbindet. Also: Anwalt suchen, Geschütze lden und :gunman:
Lass Dich nicht unterkriegen, sondern unternimm was. Schnell!
Viele Grüße
Gopher
Hallo Martin,
Aber um Himmels Willen mach Dir klar, dass Du jetzt sofort die Initiative ergreifen mußt. Es gibt keine Umgangsregelung, also such Dir einen Anwalt (und zwar einen Familienrechtler), der dieser Tante direkt mal einen ordentlichen Schuss vor den Bug versetzt. Denn Du als Vater - verheiratet oder nicht - hast jedes Recht, Deine Tochter zu sehen. Und sie hat im Gegenzug nicht das geringste Recht, Dir das zu verbieten. Im Gegenteil darf sie nicht einmal aktiv etwas unternehmen, was dies unterbindet. Also: Anwalt suchen, Geschütze lden und :gunman:
Moment, im Gegensatz zu meinem Vorredner: Den Anwalt würde ich für den Augenblick mal außen vor lassen - an diesem Punkt sind wir hier noch nicht. Den Anwalt brauchst du erst, wenn's wegen einer Umgangsregelung vors Familiengericht geht, aber vor diesen Schritt haben die Götter noch zwei andere Schritte gesetzt:
Erstens, rede mit Ex, im Sinne von: Gerade weil wir getrennt sind und gerade weil die Trennung jetzt aus einem offensichtlichen Grund endgültig ist, brauchen wir eine vernünftige Umgangsregelung für unser gemeinsames Kind. Die Botschaft im Subtext lautet: "Ich will nichts, rein gar nichts mehr von dir, denn als Mensch und als Frau bist du für mich gestorben - aber ich werde immer ein Vater für unser gemeinsames Kind sein." Zweitens, falls das Gespräch mit Ex zu keinem Ergebnis führt: Bitte das Jugendamt, dass es zwischen dir und deiner Ex-Freundin bezüglich einer Umgangsregelung vermitteln möge.
Erst wenn diese Vermittlung scheitert, kannst du (übrigens mit ziemlich guten Erfolgsaussichten) beim Familiengericht aufschlagen. Dafür, und tatsächlich erst dafür, solltest du dann einen Fachanwalt für Familienrecht haben.
Viele liebe Grüße,
Malachit.
P.S. Kopf hoch, das Leben geht weiter, und deine Tochter braucht dich!
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Hallo Martin,
eine ganz andere Überlegung noch: Es ist keineswegs ein Naturgesetz, dass Kinder nach einer Trennung unbedingt bei der Mutter bleiben müssen. Allerdings ist unsere männerfeindliche deutsche Familienjustiz da anderer Meinung, d.h. auf dem juristischen Weg ist da wenig zu machen.
Aber, falls du dir das vorstellen kannst - du könntest mal vorsichtig bei deiner Ex nachfragen, ob eure Tochter auch bei dir leben kann (hätte für deine Ex-Freundin den Vorteil, dass sie das flotte Leben mit ihrem neuen Schwarm wesentlich unbeschwerter genießen könnte), oder ob ihr vielleicht ein Wechselmodell einrichtet.
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Moin MArtin,
ich habe Deine Threads mal zusammengeführt; das ist übersichtlicher.
Zwischen Deinem ersten Post im September und dem heutigen lese ich nichts von einer Paar- oder Gesprächstherapie; die einzige Veränderung ist wohl, dass Ihr nicht mehr zusammenwohnt. Sich aus dem Weg zu gehen reicht aber nicht für einen Re-Start; eine Krise wie die beschriebene sitzt man nicht einfach aus. Kann es sein, dass Du einer Illusion aufgesessen und/oder die Zeichen Deiner Ex falsch gedeutet hast, die in Wirklichkeit längst (und auch weiterhin) auf gepackten Koffern sass?
Fragt mich jetzt bitte nicht woher ich es weiß (das möchte ich hier nicht kundtun), aber am Montag morgen nach einer wie so oft völlig schlaflosen Nacht,
habe ich dann herausgefunden, daß sie sich bereits am Dienstag vor diesem Wochenende an einer Singlebörse angemeldet hatte. Ich war total platt!!!
Ich habe das ganze noch etwas beobachtet und gesehen, daß sie bereits eine Verabredung laufen hat.Als ich sie darauf ansprach hat sie erst mal alles geleugnet, als ich konkreter wurde, hat sie mich bschimpft, weil ich ihr nachspionieren würde.
ja, mit solchen Aktionen, die ich jetzt mal irgendwo in der Ecke "Handy-Kontrolle, fremde Mails lesen etc." verorte, kann man Rest-Vertrauen endgültig killen. Es gibt nun einmal kein wie auch immer geartetes Recht, im Leben des Partners herumzuschnüffeln (und bei Nicht-Partnern erst recht nicht). Sie ist ja nicht Dein persönlicher Besitz, sondern ein freier Mensch, der auch andere Pläne haben kann als Du.
Wenn Du klug bist, beschränkst Du Dein Selbstverständnis ab sofort auf Deine Vaterrolle und lässt die Frau in Ruhe mit jedem "wir wollten aber doch...", "wie konntest Du nur...?" oder "ich muss aber doch noch eine Chance kriegen..." und selbstverständlich auch mit allen Schnüffeleien in ihrem Privatleben, denn das schafft Distanz anstatt Brücken zu bauen. Betrachte und behandle sie ausschliesslich als Mutter Eures gemeinsamen Kindes und kommuniziere das höflich, freundlich und respektvoll - aber halte Dich aus ihrem Privatleben heraus; das geht Dich nichts an. Man kann einen Menschen weder erfolgreich zum Beginnen noch zum Fortsetzen einer "Beziehung" bequatschen; das muss er schon von sich aus wollen.
Ich bin ziemlich sicher, dass die Beziehung zu Eurer Tochter und Dein Umgang profitieren wird, sobald Deine Ex erkennt, dass Du ihr nicht ständig mit Dingen in den Ohren liegen willst, die sie schon lange nicht hören oder diskutieren möchte. Möglicherweise ist dann auch das von Malachit vorgeschlagene Wechselmodell eine denkbare Option.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Guten Morgen,
und vielen Dank für euere Antworten!
Auch wenn manche Worte für mich gerade etwas hart sind, aber im Grunde habt ihr alle mehr oder weniger Recht.
Richtig, aus ihrem Privatleben halte ich mich raus. Das ist auch bereits so und werde ich entsprechend fortführen.
Ich brauchte damals einfach nur die Gewissheit, daß sie tatsächlich so tickt. Ich mag ja naiv sein, aber soetwas wollte/konnte
ich mir nicht vorstellen. Wir stammen aus sehr unterschiedlichen Elternhäusern und ich muss sagen, daß meine Kindheit und
Erwachsenwerden klar besser war. Aber so viel Boshaftigkeit kenne ich fast gar nicht.
Klar spielen hier eine Menge verletzter Gefühle eine Rolle, aber unter dem Strich geht es nur um unsere gemeinsame
Tochter. Eben das Beste für sie. Ich mache mir auch Gedanken darüber, ob es ihr schadet, wenn ich um sie kämpfe?
Die Mutter hat ja einen entsprechenden Einfluss...
UND JA, ich bin auch der Meinung, daß mich meine Tochter braucht!
Wir haben eine Paartherapie probiert, allerdings kam es nur zu 2 Sitzungen, weil wir das Kind nirgends unterbringen
konnten. (Sicher hätte es da Möglichkeiten geben, aber sie wollte nicht...). Die Therpaie konnte in dieser Form nicht
fortgesetzt werden.
Ich habe mich auch breits an das Jugendamt gewandt, weil sie ständig die Termine platzen ließ.
Wir hatten jetzt eine Sitzung beim psychologischen Dienst gehabt. Meine Termine wurden genau 1 Woche lang eingehalten,
danach schon nicht mehr. Im Januar steht der nächste Termin an, aber sie wird das ziemlich sicher absagen, bzw. nicht mehr
Fortführen, weil sie dort zu viele Zugeständnisse machen muss. Da bin ich mir zu 100% sicher!
Meine Ansichten sind auch für die Dame vom psychologischen Dienst nachvollziehbar, jedoch scheint die Mutter da trotzdem im
Vorteil zu sein. Da werden Argumente, aufgrund von Lügen hervorgebracht. Obwohl ich das richtig gestellt habe, wurde ihre
Lüge aufgefasst und als Grundlage für weitere Entscheidungen benutzt. Ich habe zwar wiedersprochen, aber es nutzte nichts.
In diesem Gespräch konnte ich genau zwei Sachen erreichen:
1. Feste Termine
2. Ich darf mit dem Kind unternehmen was ich für richtig halte (Selbst das wollte sie mir vorschreiben)
Der nächste Schritt wäre dann wohl ein Anwalt und später Gericht, obwohl ich das eigentlich verhindern möchte. Ich bin an
einer friedlichen Lösung interessiert, die tatsächlich für beide Seiten ok ist, auch wenn ich Abstriche machen muss!
Es geht mir hier im Wesentlichen darum, daß auch meine Tochter ein Recht auf ihren Vater hat, aber das nicht sagen kann. Ich sehe
mich in der Pflicht dafür zu kämpfen. Selbstverständlich ist es auch so, daß ich die kleine wahnsinnig vermisse....
Gruß,
Martin
Servus Martin,
Malachit und brille007 habe Dir schon sehr gut den Weg aufgezeigt, wie Du
1. mit Deiner Ex umgehen solltest und
2. wie es mit Eurer Tochter und den Umgängen weitergehen kann.
Wenn begonnene Vermittlungsversuche zwischen Dir und Ex zu keinem dauerhaften Ergebnis führen, dann würde ich an Deiner Stelle mit kurzer und sehr klarer und deutlicher Ansage den Weg zum Familiengericht einschlagen.
Für die Zukunft ist es nämlich durchaus wichtig für Dich, dass Ex nicht die Person ist, die die Fäden in diesem miesen Spiel zieht.
Versuche selbst in die Rolle des Handelnden zu kommen, indem Du zielstrebig ohne zögern vorwärts gehst.
Du hast ein Recht auf eine klare Umgangsregelung und ganz klar auch den Wunsch danach. Sogar vor deutschen Familiengerichten haben Väter hier meist gute Karten.
Und insgesamt kanst Du damit auch wieder etwas Selbstbewusstsein tanken. Das kommt Dir dann auch im Job zugute.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Vielen Dank!
Das ist ein wirklich tolles Forum!
Gruß,
Martin
Moin Martin,
Du erkennst schon allein an der Halbherzigkeit, mit der sich Deine Ex an Eurer "Paartherapie" beteiligt hat, dass Euer Interesse an der Fortsetzung Eurer Partnerschaft sehr unterschiedlich gross ist. Zu allen Dingen, die mit Emotionen zu tun haben, kann man auch niemanden zwingen.
Und wenn Du Dich mal einen Meter neben Dich selbst stellst und ehrlich zu Dir bist: Würdest Du eine "Partnerschaft" fortsetzen wollen, wenn Du bereits weisst, dass Deine Partnerin Dich nicht liebt, sondern nur mal eben so "erträgt" - dem Kind zuliebe oder um irgendwelchem Gerede zu entgehen? Möchtest Du jeden Morgen neben einer Frau aufwachen, die so ist, wie Du sie in #12 beschreibst? Falls ja: Warum?
An der Stelle, an der Paaren bewusst wird, dass sie jetzt Hilfe von Dritten in Anspruch nehmen wollen, ist es in 9 von 10 Fällen sowieso bereits zu spät. Deshalb besser ein sauberer Schnitt, nach dem Ihr Euch als Eltern weiterhin respektieren könnt als ein erzwungenes Zusammenleben wie Hund und Katze.
Nimm den Druck raus, da noch irgendwas "fortsetzen" zu wollen oder Dich in ihr Privatleben einzumischen - das wird viele Deiner aktuellen Probleme lösen.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hi Martin,
hier ein Link zu einem recht guten Forum was mir sehr geholfen hat
http://193214.homepagemodules.de/
Nicht unbedingt um die EX back zu bekommen, sondern um mit sich selbst ins Reine zu kommen ! Wenn sie sieht, dass du an dir gearbeitet hast, sich emotional von ihr gelöst hast wird sie dich mit ganz anderen Augen sehen. Ob du sie dann noch wieder willst steht auf einem anderen Blatt Papier !
Allerdings musst du dich wirklich Fragen, ob die Trennung nicht schon lange überfällig war, nachdem dich EX so gemein behandelt hat und immernoch behandelt !
Das was wir unseren Kindern antun, werden sie unserer Gesellschaft antun. (Judith S.Wallerstein)
in diesem Kontext auch lesenswert: >>>HIER<<<
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo,
ich versuche schon eine ganze Weile das alles nur auf das Kind zu reduzieren.
Na klar, sie hat mich öffentlich zur Schau gestellt, bei der Arbeit bin ich weinend
zusammen gebrochen und das war noch längst nicht alles...
Jeder normale Mensch würde kein Wort mehr mit ihr wechseln, geschweige denn
überhaupt Kontakt zu ihr haben wollen.
Trotzdem war ich total geschockt, als ich ihren neuen da am Frühstückstisch gesehen habe.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich sie überhaupt so vermisse oder ob es wegen
meiner Tochter ist. War meine Tochter da, geht es mir i.d.R. immer ziemlich gut danach.
Momentan, aber sowas kann sich echt innerhalb von Tagen derzeit bei mir drehen, möchte
ich sie auch nicht zurück. Ich müsste immer Angst haben, daß sie in ihre alten Gewohnheiten
verfällt und mich nur fertig machen will oder mich auch betrügt, etc.. so eine Frau möchte ich
wirklich nicht haben. Und vor allen Dingen bin ich der Meinung, daß dieses Hin- und Her auch
nicht gut für meine Tochter ist.
Sie war heute wieder total schlecht gelaunt. Jedesmal bevor sie hier ankommt ruft sie an und
schreit mich an. Ich habe ihr das schon öfter gesagt, auch beim psychologischen Dienst, daß das
ganz sicher nicht förderlich ist, aber sie macht es weiterhin... Was muss meine Tochter denken?
Wird sie später genau so mit mir umgehen?
Viele Ratschläge hier waren sogar heute schon sehr gut zu gebrauchen!
Nachmals Vielen Dank!
P.S.: Ich schätze aber, daß ein Termin beim Anwalt und später Familiengericht notwendig sein wird.
Wie kann ich mich darauf vorbereiten? Muss ich da Zeugen nennen, besser ein Tagebuch schreiben
oder was könnt ihr mir empfehlen?
Moin Martin,
in Vertiefung des von Mateusz geposteten Links solltest Du:
- Aufhören, ständig über "was wäre wenn" nachzudenken
- Gleiches für Deinen Nachfolger anwenden
- Dir klarmachen, dass bei einem getrennten Paar keiner den anderen anzuschreien hat oder sich Anpfiffe zu Herzen nehmen muss.
- Deine Ex nicht anders behandeln als ganz normale Nachbarn: Freundlich, aber distanziert.
- Distanz schaffen und Dich auf Deine Vaterrolle beschränken und konzentrieren.
- Dir klarmachen, dass das Jugendamt nicht dafür da ist, Eure Paarprobleme zu lösen und deswegen auch nicht hören möchte, wer wann was warum falsch gemacht hat.
- >>>DIESEN<<< Ratgeber aufmerksam lesen.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
