Moin,
nach ein paar Monaten Trennungsstress sollte man eigentlich in der Lage sein, ein Wort wie "Spasti" schlicht unkommentiert zu überhören - aber egal: Dass Ihr nicht weiterkommt, wenn Ihr ständig aneinander hochgeht, solltest Du inzwischen geschnallt haben. Und zu einer Eskalation gehören immer zwei; einen ruhigen und besonnenen Menschen anzuschreien und zu beschimpfen macht nämlich keinen Spass und geht ins Leere. Und "wer hat angefangen?" spielt schon seit dem Kindergarten keine Rolle mehr.
Jetzt einfach ihre Klamotten auf die Strasse zu stellen wäre wieder so eine kopflose Aktion: Du musst das schon mit Fristsetzung ankündigen. Ansonsten hast Du sehr schnell eine Schadenersatzklage am Hals wegen des von Dir verschuldeten Verschwindens/Unterschlagens wertvoller (!) Gegenstände. Es ist kein Spaziergang, dann zu beweisen, dass da kein neuer Fernseher und keine Schmuckschatulle dabei war.
Und wie gesagt: Aktuell geht es nur um ein paar Möbel oder Hausrat. Wenn Ihr versucht, auf dieser Basis auch über Sorgerechts- oder Umgangsfragen zu diskutieren, werdet Ihr achtkantig scheitern.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo Martin,
du hast es erfasst! Wir können nicht miteinander reden. Ich habe ja auch schon mal geschrieben, daß sie unmittelbar vor den Besuchsterminen bei mir
anruft und mich grundlos anschreit. (Damit das Kind das auch mitbekommt! Daran gibt es wirklich keine Zweifel)
Und was die anderen Fragen angeht, habe ich ja bereits den psychologischen Dienst mit ins Boot genommen, damit ich überhaupt mein Kind sehen kann.
Mit ihr zu reden ist völlig unmöglich und das will ich auch gar nicht.
Ich bin kein Engel, ich habe sicher auch an vielen Sachen eine Teilschuld, aber was die hier veranstaltet geht überhaupt nicht mehr!
Aus einer SMS zu lesen, daß ich Krieg möchte, finde ich schon sehr eigenartig.
Mag sein, daß es meine objektive Sicht der Dinge ist, aber an einer gütigen Einigung ist sie nicht interessiert, genauso wenig wie sie mir ein halbes
Jahr vorgespielt hat, daß sie uns eine Chance geben würde. Warum sie so ist würde ich gerne verstehen, aber ich kann es nicht.
Ich lasse sie in Ruhe, bestehe zwar auf meine Termine mit meiner Tochter, ansonsten nichts. Keine Anrufe, keine SMS, einfach nichts...
Was soll ich da noch falsch machen?
Daß ihre Klamotten jetzt hier verschwinden müssen ist Fakt. Sie hat ein leer stehendes Haus in dem die Sachen sowieso früher oder später
untergebracht werden und meine Wohnung kann ich kaum noch betreten, weil hier alles voll steht. Am Sonntag hat sie es selbst gesehen und
mir zugesichert, daß die Sachen diese Woche verschwinden werden. Es sind wirklich keine Zustände wie ich hier "hausen" muss.
Nächste Woche sollen Handwerker zu mir kommen und da bauche ich den Platz. Ist es denn wichtiger, ihr wieder in den allerwertesten
zu kriechen, damit ja nichts passiert oder darf ich mal langsam wieder ein normales Leben ohne Terror und Boshaftigkeiten führen?
Es kann doch nicht angehen, daß sie sogar über meine eigenen 4 Wände entscheidet. Das Thema steht schon länger im Raum und jetzt bin ich konkret
geworden, weil sie sich einfach um NICHTS kümmert.
Wie stelle ich eine Frist? Formlos per Einschreiben, per Anwalt?
Gruß,
Martin
Guten Morgen,
gut, daß noch niemand geantwortet hat.
Heute morgen habe ich eine SMS erhalten, in der neue Termine vorgeschlagen wurden.
Ich habe darauf hin einfach zurück gerufen und wir haben uns ordentlich unterhalten
können. Keiner von uns beiden ist ausgeflippt... es war nicht grandios, aber ok.
Eigentlich bin ich in Wirklichkeit wieder genauso weit wie vorher und am besten fange ich
nochmal von vorne an. Irgendwie drehe ich mich ständig im Kreis, weil ich auf der einen
Seite versuche mich frei zu machen, aber jeder Versuch ein Schuss nach hinten ist...
Vielleicht sollte ich einen Profi zu Rate ziehen?
Ich möchte nicht zu den zerstrittenen Eltern gehören unter deren Stress das Kind dann hinterher
leidet. Es MUSS auch anders gehen, obwohl ich merke, daß sie daran kein Interesse hat.
Eigentlich müssten wir beide zu einer Therapie, damit wir wieder lernen vernünftig miteinander
umzugehen, aber diesen Vorschlag brauche ich gar nicht erst zu machen, denn wie gesagt
daran besteht kein Interesse.
Gruß,
Martin
Hallo,
kleines Update...
ich habe in den letzten Tagen/Wochen einige Einsichten gehabt.
Meine Reaktionen sind derzeit angemessen, höflich und distanziert.
Es ist fast egal was passiert, aber ich bleibe ruhig und gehe keine
sinnlose Diskussionen/Streits mehr ein. Dafür gibt es immer noch
wahnsinnig viele Vorlagen, aber ich mache das nicht mehr mit.
Seitdem geht es mir persönlich schon deutlich besser, weil ich mich
auch um mich selbst kümmere. Nicht mehr hängen lassen und jammern,
sondern nach vorne schauen und mein Leben wieder in den Griff
bekommen. Ich bin, so meine ich zumindest, auf einem recht guten Weg.
Danke für eure Beiträge, die mir das erst ermöglicht haben!
Ich melde mich dann an dieser Stelle erst mal ab und werde hoffentlich
in keinem anderen Unterforum fragen stellen müssen.
Nochmals vielen Dank,
Martin
Finde ich echt traurig, wirklich kein guter Anfand, wünsche Dir viel Glück
Hallo Sandra33,
vielen Dank für deine Anteilnahme.
Bei mir geht es momentan so weiter wie in der letzten Zeit.
Die meisten Sachen prallen mittlerweile in der Situation einfach
an mir ab, was aber nicht heisst, daß ich mir nicht Gedanken darüber
mache. Es kann ja auch mal etwas dran sein.
Resumee der letzten Treffen beim Umgang: Fast jeder Termin wird mittlerweile verschoben,
Pünktlichkeit gibt es nicht und permanent sinnlose Vorwürfe. Kleidung soll ich selber besorgen,
manchmal teilt sie mir noch nicht mal mit, wann und wieviel das Kind gegessen hat.
Das positive daran: Ich kann nur wachsen!
Die Dame hat ein gewaltiges Problem. Der Ursprung aller Nörgeleien kann eigentlich nur die
eigene Unzufriedenheit sein. Vermutlich auch deshalb, weil ich an diesem Spiel nicht mehr
teilnehme?! Ich habe wirklich besseres zu tun... mal sehen, wann und ob sie begreift, daß ihr
Verhalten keinen Sinn mehr hat...
Das einzige, was mich noch regelmäßig umhaut, ist wenn ich meine Tochter wieder abgeben
muss und danach in diese unglaubliche Leere trete. Soetwas habe ich in meinem Leben
noch nie gefühlt und es tut höllisch weh.
Nochmals vielen Dank an alle Mitglieder des Forums!
Martin
Dieses Gefühl der Leere kennen glaube ich sehr viele hier. Sei stark für dein Kind. Solche Mütter sägen nur auf dem Ast, auf dem sie selber sitzen. Zur Zeit halten sie das Kind noch in den Armen, aber irgentwann wird es flügge und sieht mit seinen eigenen Augen und darauf musst du hinarbeiten !
Das was wir unseren Kindern antun, werden sie unserer Gesellschaft antun. (Judith S.Wallerstein)
Hallo,
ja entweder so oder sie kommt doch noch zur Vernunft.
Durch mein Verhalten gebe ich ihr keine Angriffsfläche mehr und hoffe, daß
sie mit ihren Boshaftigkeiten irgendwann aufhört, weil sie merkt, daß es mir
nichts mehr ausmacht. Das muss doch irgendwann uninteressant werden, oder?
Viele Grüße,
Martin
Hallo,
kleines Update:
Das Verhältnis zwischen meiner Tochter und mir ist super!
Anfangs hatte ich erhebliche Bedenken, daß sich meine Tochter zu stark von mir entfremdet,
aber in den letzten Wochen, seitdem wir das machen was uns Spaß macht, ist vieles besser
geworden.
Die Beratung beim psychologischen Dienst ist in meinen Augen total sinnlos, weil selbst dort in
den "Elternvereinbarungen", die schriftlich rausgegeben werden, einfach unwahrheiten stehen, bzw.
ausgeahndelte Kompromisse, die so nicht besprochen waren.
Ursprünglich habe ich diese Geschichte ins Leben gerufen, weil mein Umgang mit Tochter viel zu
sehr auf die Launen von Ex abhängig waren. Heute sind sie vom Gedächtnis der Beraterin abhängig 😉
Ich stehe drüber und habe schon viele Ratschläge aus dem Forum umgesetzt. Eigentlich ist es so,
daß sie hier jederzeit ankommen könnte und ich für alle möglichen Fälle vorbereitet bin.
Im Prinzip wären wir unabhängig und ich glaube, darum ging es unter anderem auch eigentlich.
Vielleicht liegt es auch daran, daß ich mein "neues Leben" nun akzeptiert habe.
Vielen Dank,
Martin
:thumbup:
Mach weiter so und lass dich nie von deinem Kurs abbringen, denn es ist der richtige Weg!
Ich wünsch dir ganz viel Kraft und Geduld und du wirst sehen, du bekommst es tausendfach in Form von strahlenden Kinderaugen zurück 😉
LG, das Schwarzwaldmädel
Hallo Schwarzwaldmädel,
danke, Zuspruch kann ich immer wieder mal gebrauchen und das tut gut! 🙂
Es könnte sein, daß sich vielleicht auch mein Singlestatus schon bald ändert.
Ich hätte im Leben nie daran geglaubt, daß es so schnell gehen kann.
Ein wenig verknallt bin ich schon :redhead: und freue mich, daß ich überhaupt noch soetwas fühlen kann 😉
Es ist schön zu wissen, daß selbst das so geschundene Internet noch solche Plätze wie diesen hier bereit hält!
Viele Grüße vom Mart
Es könnte sein, daß sich vielleicht auch mein Singlestatus schon bald ändert.
Holla, jetzt kommt aber Bewegung in die Sache 😉
Das würde auch den Blick zurück etwas entkrampfen...
Viel Glück, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Hallo,
grundsätzlich ist vieles besser geworden, obwohl ich dafür auch wieder viele
faule Kompromisse eingehen musste. Aber grundsätzlich kann ich zunächst
einmal damit leben.
Allerdings merke ich, daß ich unzufrieden werde. Jede Woche wird es schlimmer
und ich habe mich natürlich gefragt woran das liegt und was ich dagegen tun könnte.
Ich sehe meine Tochter regelmäßig an 2 Tagen für insgesamt 8 Stunden.
2 Stunden gehen bei der Fahrerei verloren und 1-2 Stunden für den Mittagsschlaf.
Bleibt netto gar nicht so viel übrig, weil vorallendingen der eine Tag kürzer als der andere
ist.
Meine Überlegung war: Übernachtung der Tocter bi mir würde die Zeit ganz ungemein
erhöhen und auch dem guten Verhältnis zu mir sicher noch beitragen.
Ich komme mir jedesmal, wenn ich die Kleine nach Hause fahre wie ein Verbrecher vor.
Die Kleine ist jetzt in dem Alter in dem sie merklich ihre Grenzen austestet und manipuliert,
vielleicht kommt auch daher der Gedanke, aber grundsätzlich bin ich schon unzufrieden.
Daher habe ich die KM bereits 2x gefragt, ob sie sich das jetzt vorstellen könne.
Antwort war ganz klar: Nein. Sie ist noch zu klein dafür. Ausserdem erträgt sie es nicht, wenn
die kleine nachts aufwacht und nach ihrer Mama ruft.
Das letzter Argument finde ich sehr abwegig, habe aber nichts weiter dazu gesagt.
Unsere Termine beim psychologischen Dienst sind gescheitert, da sie darauf bestand die Termine
während meiner Arbeitszeit statt finden lassen zu müssen. Warum das nicht (mehr) geht, hat
mehrere Gründe, soll aber auch erst mal nicht Thema werden.
So, wonach ich euch fragen möchte: Meine Tochter ist heute genau 20 Monate alt geworden
und ich kenne wirklich keinen ernsthaften Grund, warum sie nicht bei mir übernachten sollte.
Als Vater sollte ich schon in der Lage sein meine Tochter auch mal nachts zu trösten.
Ansonsten ändert sich doch nichts. Die KM hat vielleicht noch nicht erkannt, welche Vorteile
ihr das bringen würde und das sie das nicht ohne Weiteres sofort zulässt, kann ich auch verstehen.
Aber trotzdem bedrückt mich diese Situation und aus den vielen Fehlern die ich in der Vergangenheit
gemacht habe, würde ich mich auch nicht davor scheuen jetzt doch den Weg zum Familiengericht
einzuschlagen. Das meine ich in dem Sinne, daß ich mich viel zu oft mit fadenscheinigen Argumenten
habe abwimmeln lassen.
Wie kann ich sowas vielleicht doch konsequent aber aussgerichtlich lösen?
Mir fehlen die Ideen dazu...
Viele Grüße,
Martin
Hallo Martin,
ich kann Dein Anliegen verstehen. Deine beschriebenen Umgangszeiten halte auch ich für unbefriedigend, zumal Du ja erhebliche Fahrzeiten hast.
Da muss für Deine Tochter und Dich mehr drin sein. Dränge konsequent auf Ausweitung und dazu zählt auch Übernachten. Das geht sicher nicht von heute auf morgen, sodern sollte schrittweise stattfinden und bedarf auch einer gewissen Regelmäßigkeit. Ich meine hieran fehlt es bei Dir, was die KM wohl gezielt verhindert.
Regelmäßiger ausreichender Umgang zu beiden Elternteilen ist jedoch essentiell für eine gute Entwicklung des Kindes uns seine Bindung und Beziehung zu beiden Eltern.
Ich habe bei mir die sog. Salamitaktik gefahren, d.h. sukzessive immer bisschen mehr gefordert. Das ging von einigen Stunden über Vormittage/Nachmittage, Mittagschlaf, einen ganzen Tag mit abends bringen bis zu Urlaub und ganzen Wochendenden.
Da musst Du einfordern und solltest zuvor genau überlegen, welche Zeiten sich mit Deiner Arbeit verbinden lassen. Ich habe die Erfahrung gemacht, was man in diesem Punkt nicht explizit fordert, bekommt man nicht.
Und wenn es außergerichtlich mit der KM wirklich nicht geht, dann musst Du halt den gerichtlichen Weg gehen, so bedauerlich das sein mag. Aber langsam in die Gänge kommen solltest Du...
Viele Grüsse
Ich habe die Erfahrung gemacht, was man in diesem Punkt nicht explizit fordert, bekommt man nicht.
Wir raten hier meist ja dazu, auf seine eigentliche Forderung gleich noch was oben drauf zu packen, damit man auch wieder "Streichmasse" hat.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Hallo Martin,
natürlich ist @staengler hier zuzustimmen. Beim Umgang immer gleich mehr einfordern...
Viele Grüsse
Beim Umgang immer gleich mehr einfordern...
...wobei die Anmerkung erlaubt sein muss, dass es bescheuert genug ist, dass diese "Verhandlungen" (ich würde eher "Geschachere" dazu sagen) nicht bei "50:50" anfangen, sondern bei "100:0" - und der umgangsbegehrende Elternteil anschliessend "froh" sein soll, wenn er ein "90:10" herausgehandelt hat.
Warum fällt mir bei solchen Geschichten immer wieder der Uralt-Joke mit dem >>>Cola-Automaten<<< ein?
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Warum fällt mir bei solchen Geschichten immer wieder der Uralt-Joke mit dem >>>Cola-Automaten<<< ein?
weils gut ist, weils passt und man sich bei all dem Sch.iß auch mal ein herzliches lachen gönnen sollte 🙂
minna
Wenn die Sonne der Intelligenz tief steht werfen selbst Zwerge lange Schatten...
