Betreuungsunterhalt...
 
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Betreuungsunterhalt fordern oder nicht fordern?

 
(@mphak)
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Hallo liebe Vatersein Gemeinde

Im Juni hat sich mein Freund von mir getrennt.
Ich war zu diesem Zeitpunkt bereits in der siebten Woche schwanger.
Doch an dem Tag, an dem ich es ihm eigentlich sagen wollte, hat er schluss gemacht.
So kam es, dass ich es ihm erst hinterher gesagt habe.

Diese Schwangerschaft war zwar nicht geplant, aber da wir wochenlang ohne Verhütung miteinander geschlafen haben, war es letzten Endes auch kein Unfall.
Ein zweites Kind (ich habe bereits eins von einem anderen Mann) wäre für mich ok gewesen.

Für ihn allerdings nicht. Er forderte von mir, dass ich das Kind abtreibe. Da ich aber bereits vor zwei Iahren schon mal von ihm schwanger war und dieses Kind verlor, war eine Abtreibung für mich kein Thema. Wenn das Kind zur Welt kommen will, dann soll es das auch tun.

Ich war bei einer Beratungsstelle und die Beraterin hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass mein Plan, das Baby in eine KiTa zu bringen und dann trotzdem sechs Stunden arbeiten zu gehen nicht aufginge.
Da ich bald mit 2 Kindern alleinerziehend wäre. Sie hat mir vorgeschlagen, zu einem Anwalt zu gehen und Betreuungsunterhalt einzufordern.

Nach diesem Gespräch bin ich natürlich auch zum Anwalt gegangen.
Er hat mich darüber aufgeklärt, dass mir in der Tat Betreuungsunterhalt zustehe und rechnete anhand meiner Angaben, dass dieser für mich alleine schon 500 Euro wären. Zumindest in dem Fall, wenn ich von einer 35 Stundenwoche auf eine 20 Stundenwoche wechsel.

Zuhause habe ich mich mal hingesetzt und habe mir durchgerechnet, ob er diesen Unterhalt überhaupt drei Iahre lang tragen könnte.
Er verdient ungefähr 1700 bis 2000 Euro im Monat. Das Gehalt schwankt immer mal, da dieses Schichtabhängig ist.
Wenn ich seine Gesamtausgaben berechne, die er hatte, als wir noch zusammen waren, hatte er mit der Hälfte der Miete bereits schon 1300 Euro ausgegeben.

Ietzt mach ich mir Gedanken darüber, ob es wirklich richtig wäre, neben Kindesunterhalt auch noch Betreuungsunterhalt für mich von ihm zu fordern. Ich würde ihn damit letzten Endes an das Existenzminimum treiben, mit dem er nicht auskommen würde.

Andererseits, wenn wir noch zusammen wären, würde er schließlich auch für mich und meinem Sohn mit aufkommen müssen, wenn ich von den Arbeitsstunden runter ginge.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun?


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 29.08.2011 01:24
(@sibbi1986)
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Wieso für dich und deinen Sohn?  Dein 1. Kind ist nicht sein Problem, für diese 1. Kind muss er nicht zahlen. Spätentens wenn du nicht genug geld zum Leben hast und zur Arge gehst, wird die dich auffordern Betreuungsunterhalt zu fordern.

Nach neuster Rechtsprechung muss die Kindesmutter eine Vollzeitstelle annehmen, wenn das Kind drei Jahre alt ist und du einen Betreuungsplatz hast. Das finde ich richtig so, meine Mutter ging bei beiden Kindern nach 8 Wochen arbeiten. Da gab es keinen Betreuungsunterhalt


AntwortZitat
Geschrieben : 29.08.2011 09:52
(@Wolkenhimmel)

Moin Mphak,

natürlich steht Dir BU eigentlich zu... aber wenn ich Du wäre, dann würde ich vor allem Wert darauf legen finanziell unabhängig zu sein, sprich auf keinen Fall die Arbeitszeit verkürzen.

Meine Erfahrung sagt auch, dass es durchaus möglich ist mit einem Kleinstkind 6h oder mehr arbeiten zu gehen, man muss sich nur rechtzeitig um eine vernünftige Betreuung kümmern, bzw den Vater entsprechend einbinden.

Das "der KV sieht sein Kind alle 2 Wochen am WE" Modell halte ich persönlich für die schlechteste aller Lösungen, vor allem für das Kind, aber auch Du würdest Dir mit so einer Variante viel Flexibilität (und auch mal freie Abende!) nehmen.

Denkbar sind Varianten, bei denen z.B. der Vater seine Arbeitszeiten so legt, dass man selbst an 2-3 Tagen unter der Woche seine Stunden "abreissen" kann, an den anderen 2-3 Tagen anders herum, das Kind ist bei dem, der gerade nicht / weniger arbeitet.
Ist natürlich abhängig von Euren Tätigkeiten, aber wenn man wirklich möchte, dann findet sich ein Weg.

LG WH


AntwortZitat
Geschrieben : 29.08.2011 10:27
(@nadda)
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Hi,

wie wäre es wenn du ihm vorschlagen würdest gemeinsam eine Familienberatung/ Mediation durchzuführen.

Es kommt ja mit der Geburt des Kindes noch einiges auf euch zu, nicht nur die finanzielle Seite, sondern auch die Regelungen für Umgang und Sorgerecht wollen klug überlegt werden.

Keine Ahnung wie das bei euch in der Gegend ist, aber hier bekomme ich für ein Baby frühestens ab 9 Monaten einen Betreuungsplatz. Mach dich schlau ab welchem Alter du Betreuung bekommen kannst und in welchem Umfang.

Der Wechsel auf eine 20 Stunden stelle ist zumindest schon mal ein guter Gedanke, zumindest für die ersten 1,5 Jahre würde ich dir nicht raten recht viel mehr zu arbeiten. Ich habe das getan und für mich und meinen Kleinen war es nicht optimal, das hängt aber auch sehr vom Kind ab.

Die Frage ist halt immer wie man es finanziell schaffen kann und das solltest du dir gut ausrechnen. Auch eine Tagesmutter ist ja immer noch mit der Kostenfrage verbunden und wenn du am Ende fast mehr für die Tagesmutter bezahlst als nach Abzug deiner Spritkosten bei deinem Job rauskommt dann ist das auch nicht grade optimal.

Also würde ich mir zuerst überlegen wie du Kosten sparen kannst, (kleinere Wohnung?) dann wie du es schaffen wirst Arbeit und Kinder zu verbinden und danach wieviel Geld dir noch fehlt.

Dann weist du auch genauer wie du weiter vorgehen kannst und kannst das in Ruhe in der Mediation besprechen.

Es stellt sich auch einfach die Frage ob du stillen willst und wie du das beruflich überhaupt hinbiegen kannst. Wenn du problemlos mit dem Arbeitgeber vereinbaren kannst das du jetzt verkürzt danach aber wieder aufstocken kannst würde ich das so machen.

Finanzielle Unabhängigkeit ist immer super, das sehe ich auch so. Aber da hängt halt viel mit dran. Deshalb ist die Mediation auch so wichtig, wenn der Vater dir Betreuungszeiten abnimmt geht vieles einfacher regeln, wenn er sich diesen Vorschlägen komplett verweigert dann bleiben weniger Möglichkeiten.

@ Sibbi
deine Mutter ist so früh arbeiten gegangen, gut und wo wart ihr da???? Ich habe das auch gemacht, Betreuungsunterhalt gab es auch nicht. Aber gut war es auch nicht. Es geht hier ja in erster Linie darum eine gute tragbare Lösung zu finden mit der Mutter, Vater und Kind leben können. Und logischerweise übernimmt ein Mann der mit einer Frau ein Kind bekommt immer auch finanzielle Verantwortung mit für die Gesamtfamilie. Somit auch zumindest indirekt für die bereits vorhandenen Kinder die in dieser Familie leben und die nicht seine Kinder sind. Das das nach einer Trennung so nicht mehr sein kann ist aber eine andere Sachlage.

LG
Nadda


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Geschrieben : 29.08.2011 10:34
(@sibbi1986)
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Ich war bei meiner Oma und dann im Kindergarten, bis ich in die Schule kam. So ging es auch meiner Schwester. Wir studieren heute beide, also hat es uns geschadet? Sicher hat nicht jeder eine Oma!! Aber wird es den Frauen heute mit dem BU nicht zu leicht gemacht die Väter abzuzocken. Früher gab es mehr Kinder weniger Betreuungsplätze und keinen BU.

Ich kann nicht verstehn das junge Frauen sich nicht zu stolz sind auf Kosten der Väter zu leben, das gab es in der  Generation meiner Mutter Jahrgang 1964 gar nicht. Die ging voll arbeiten. Der Gesetzgeber lässt es ja zu das Männer gemolken werden unterhaltsrechtlich. Kenne viel Männer im Bekanntenkreis die bluten ohne Ende auch für die Mütter die wollen gar nicht arbeiten gehen. Die nutzen das voll aus. Bekommen ein Kind nach dem anderen, das sie bloss nicht arbeiten müssen.  Hoffentlich kippt das Gesetz nicht das Frauen wenn ihr Kind drei jahre alt ist wieder voll  arbeiten gehen müssen. Die Gerichte stehen immer mehr auf der Seite der Frauen. Ein Kind das eine berufstätige Mutter hat ist viel selbstständiger als andere Kinder deren Mütter nur zu sein hause sind. Früher gab es weniger betreuungsplaätze als heute für unter dreijährige gab es gar keine. Wenn man alleinerziehend ist zahlt das Jugendanmt sogar eine Tagesmuter. Meine Mama arbeitet sogar 3 schichten im Krankenhaus, sie hat uns aber nie vernachlässigt.


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Geschrieben : 29.08.2011 10:49
(@mphak)
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Hallo,

ich habe ia nicht gesagt, dass ich gar nicht mehr Arbeiten möchte.
Im Februar soll das Kind zur Welt kommen. Ab September habe ich in der KITA einen Platz für das kleine.
Deshalb will ich bis September zu hause bleiben und ab September auf vier Stunden/Tag arbeiten.
Mit dem Verdienst einer 20 Stundenwoche würde ich mit beiden Kindern so nicht auskommen.
Der Vater meines ungeborenen möchte von diesem Kind nichts wissen. Er ist gleich nachdem er auf dem Ultraschall das Kleine gesehen hat zur Nachbarin hochgezogen. Ich habe mich gegen eine Abtreibung entschieden, also muss ich das selbst ausbaden.
Also kann ich wohl in Zukunft auch nicht darauf bauen, dass er mir helfen wird. Er möchte es auch seinen Eltern nicht erzählen, dass sie ein Enkelkind bekommen. Seine und meine Eltern wohnen hunderte Kilometer weit weg.

Er wollte auch nicht mit zur Beratungsstelle, ganz zu schweigen mit mir reden.


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Themenstarter Geschrieben : 29.08.2011 11:00
(@sibbi1986)
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Ich wollte damit nicht sagen, das du nicht arbeiten gehen willst. ich möchte nicht alle über einen Kamm scheren.

Ja ich denke auch das du von ihm nichts zu erwarten hast. Leider, denn zum Kinderkriegen gehören ja bekanntlich  zwei. Wenn du 4 h arbeitest musst du zur Arge , denn das Geld mit Kindergeld und Unterhalt wird kaum reichen. Die Arge wird von ihm BU einfordern, das ist klar. Ich will damit nicht sagen, das Männer nicht in der Pflicht sind für ihre Kinder und das Betreuungsunterhalt falsch ist. Nein so meine ich das nicht, es ist nur so das es von vielen faule Müttern schamlos ausgenutzt wird das die Famgerichte grundsätzlcih auf ihrer Seite stehen. Das Männern was Uh angelangt viel zuviel abverlangt wird und oft unmögliches verlangt wird. Wünsche dir alles alles Gute für dich und deine Kinder


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Geschrieben : 29.08.2011 11:10
(@nadda)
Registriert

Hi,

ok, dann kannst du den Vater vermutlich vergessen. Die Chance es sich anders zu überlegen würde ich ihm allerdings trotzdem nochmal geben. Mach einen Beratungstermin aus und lade ihn schriftlich dazu ein, mehr kannst du dann kaum tun.

Ein Umzug in die Nähe deiner Eltern kommt nicht in Frage? Auch wenn du Betreuungsunterhalt forderst musst du mit dem Risiko leben nichts zu bekommen, mach dich also sicherheitshalber mal schlau wie es mit staatlichen Hilfen aussieht.

@ Sibbi
wer keine Oma hat hat Pech, da kannst du deine schönen Ideen dann ganz einfach vergessen weil sie nicht funktionieren. Und ich erlebe leider in den letzten Jahren immer mehr, das Kinder von Müttern die viel arbeiten oft weniger gut entwickelt sind, vor allem dann, wenn sie auch noch einen nicht grade guten Kindergarten besuchen. Die Kinder baden das dann durchaus aus. Eine Mutter die sich bewusst Zeit für ihr Kind nimmt und es fördert tut  gut. Omas tun das auch, ganz klar. Aber schon bei vielen Tagesmüttern ist mit guter Betreuung Essig.

Es wäre angenehm wenn du nicht immer versuchen würdest zu sagen das die bösen Mütter Schuld an allem sind. Es gibt genügend andere Fälle  und es ist einfach nicht angebracht solche Pauschalaussagen ständig zu treffen. Auch deutsche Familiengerichte stehen nicht nur auf den Seiten der Mütter, oder wie erklärst du mir sonst, dass mein Ex keinen Unterhalt für seine Kinder bezahlt und nie BU für mich gezahlt hat obwohl unser Kleiner bei der Trennung noch kein Jahr alt war???

LG
Nadda


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Geschrieben : 29.08.2011 11:12
(@mphak)
Schon was gesagt Registriert

Hallo, ein Umzug näher an meine Mutter heran würde bedeuten, dass ich um auf Arbeit zu kommen täglich 4 Stunden Autobahnfahrt habe.
Diese vier Stunden wäre ich zusätzlich von meinen kleinen entfernt.
Den Iob möchte ich natürlich auch nicht wirklich kündigen, da man heute ia auch zufrieden sein muss, überhaupt einen Iob zu haben.


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Themenstarter Geschrieben : 29.08.2011 11:25
(@united)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Mphak,

zunächst mal Anerkennung für Deine gesunde Einstellung zu diesem Thema und ein herzliches Willkommen …

Dass Du Dich hiermit an dieses Forum wendest und Dir tatsächlich Gedanken über die finanziellen Auswirkungen auf Seiten des Vaters machst, finde ich durchaus lobenswert!

Dass Dir im Falle der Arbeitszeitreduzierung Betreuungsunterhalt zustünde, steht außer Frage.
Dieser ist jedoch auch durch die Leistungsfähigkeit des KV (dem Vater müssen nach Abzug berufsbedingter Aufwendungen und Kindesunterhalt 1.050 EUR verbleiben und mit Teilzeit + BU darfst Du nicht mehr haben als er).
Die von einem Anwalt berechneten 500 EUR solltest Du jedenfalls nicht ungeprüft als Fakt einplanen (zumal die Durchsetzung von BU-Ansprüchen in Anbetracht der Schilderungen wohl auch kein Selbstläufer wird).

Die Chance es sich anders zu überlegen würde ich ihm allerdings trotzdem nochmal geben. Mach einen Beratungstermin aus und lade ihn schriftlich dazu ein, mehr kannst du dann kaum tun.

Bis Februar ist noch ein wenig Zeit, gib ihm die Chance Vater zu sein und signalisiere Gesprächsbereitschaft.

Nicht dem Vater, sondern dem Kind zuliebe – denn angesichts solcher Äusserungen hat er das eigentlich nicht verdient:

Ich habe mich gegen eine Abtreibung entschieden, also muss ich das selbst ausbaden.

Bist Du eine von denen, die Männer zu unverhütetem Spaß zwingt?

Besten Gruß
United


AntwortZitat
Geschrieben : 29.08.2011 12:17




(@nadda)
Registriert

Hi,

ok, dann ist umziehen auch keine Option.
Mach dich mal schlau wie es mit staatlichen HIlfen aussieht, viel geht vermutlich  nicht, aber es ist ja auch schon mal beruhigend zu wissen was einen im schlimmsten Fall erwartet.

Prinzipiell bin ich der Meinung das du das schaffen wirst, auch ohne einen KV wenn der nicht will.

LG
Nadda


AntwortZitat
Geschrieben : 29.08.2011 12:18
(@mphak)
Schon was gesagt Registriert

Hallo United

Nein, zu diesem Typ gehöre ich nicht. Ich hatte die 3 Monatsspritze nicht vertragen und wieder abgesetzt.
Mein Frauenarzt meinte, ich solle mit der Einnahme der Pille beginnen, sobald meine Tage wieder da sind.
Diese sind aber ewig nicht gekommen.
Aus der Situation heraus, hatten wir mit dem Kondom einfach keinen Spaß. Da hat er ihn einfach runtergemacht.
Von da an haben wir halt immer ohne Verhütung miteinander geschlafen.

Ich selbst hatte ia nichts gegen ein zweites Kind. Ich dachte ich war in einer festen Beziehung. Da wir uns in dieser Zeit auch Eigentumswohnungen und Häuser angesehen haben, hätte ich nie daran gedacht, dass er schluss machen könnte.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 29.08.2011 12:35