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Eine weitere gescheiterte Beziehung...

 
(@hemator)
Schon was gesagt Registriert

Erstmal ein herzliches Hallo an alle Mitleser.

Auch ich bin froh, das ich dieses Forum entdeckt habe, um in meiner jetzigen Situation von Aussenstehenden einige Tipps oder Sichtweisen zu bekommen.

Dann fange ich mal an :

Ich habe vor neun Jahren meine jetzige Exfreundin kennengelernt. Sie hatte zu dem Zeitpunkt zwei kleine Mädchen von 4 und einem Jahr und hatte sich kurz bevor ich sie kennen lernte von dem Vater ihrer zwei Töchter getrennt, weil dieser wohl Alkoholiker war und sie schlecht behandelte.

Es war Liebe bei uns auf den ersten Blick und sie zog auch bald mit ihren Kindern zu mir in meine Stadt, da sie 250 Kilometer von mir entfernt wohnte. Wir zogen in eine kleine Wohnung und ich brachte mich sehr in die Beziehung ein, auch zu ihren Töchtern.
Zu der Großen Tochter allerdings konnte ich nie ein inniges Verhältnis aufbauen, weil sie mich von vornerein ablehnte und mich auch nicht wirklich an sie ran ließ.
Zu der Kleinen klappte es besser und sie sagte dann auch Papa zu mir und wir kamen gut miteinander aus.
Nach drei Jahren Beziehung wurde unser Sohn geboren, es war ein Wunschkind.

Wir hatten bis dahin manchmal Streit, der aber immer schnell beigelegt werden konnte.Es lief eigentlich alles ganz gut, aber heiraten wollte ich Sie nicht, ich kann heute nicht mal sagen, warum eigentlich,vielleicht war nicht mehr genug Liebe da.
Irgendetwas hielt mich immer davon ab, vielleicht Vorahnung ?
Nun ja, nach der Geburt unseres Sohnes gab es für mich eigentlich nur noch ihn.
Das ich mich oftmals falsch verhalten habe und meiner Ex nicht mehr die nötige Aufmerksamkeit geschenkt habe war ein Fehler, aber mein Sohn und ich sind ein Herz und eine Seele und er hängt sehr an mir. Ich wollte eben immer für ihn da sein und mich um ihn kümmern und ins Leben begleiten.
Wir fingen an, uns öfter zu streiten.Es waren eigentlich immer Kleinigkeiten, aber der Lebenswandel und die Ansichten meiner Ex und meine gingen immer weiter auseinander. Ich wurde langsam unglücklich mit der Situation und wir stritten noch häufiger.
Da die Wohnung langsam zu klein wurde und wir uns nur noch angifteten, zogen meine Ex und die drei Kinder etwa zehn Autominuten in eine größere Wohnung und ich nahm mir eine kleine Einraumwohnung.
Wir blieben aber trotzdem noch ein Paar, dachten aber, das eine Rückzugsmöglichkeit für mich vielleicht etwas bewirken und retten könnte.
Leider hatte meine Ex diese Möglichkeit, mal für ein oder zwei Tage alleine zu sein nicht, das war von mir sicherlich unfair.
Meistens aber war ich natürlich bei meiner Familie in der großen Wohnung und es wurde auch eine zeitlang etwas besser.
Nun aber begann sich meine Exfreundin in den letzten Monaten irgenwie zu verändern.
Sie wurde verschlossener, wortkarger und irgendwie kälter zu mir. Wir stritten uns meistens über ihre Unsauberkeit, da mich das störte und ich nicht einsah, wenn ich von der Arbeit kam, das Sie nicht mal die Wohnung aufräumen konnte und alles verschmuddelte, sie sich nicht richtig um die Kinder kümmerte.
Ich machte ihr viele Vorwürfe und sie wollte sich aber im Gegenteil von mir nichts sagen lassen.
Vor einer Woche nun, mein Sohn war mit sechs Jahren gerade in die Schule gekommen, sagte Sie mir in einem
Gespräch, das Sie seit einigerzeit nichts mehr für mich empfinden würde und das die Beziehung beendet sei.
Sie brauche mehr Freiheiten und fühlte sich durch mich eingeengt und bevormundet.
Ich sagte, wir müssen an unseren gemeinsamen Sohn und die Kinder denken, aber sie ließ nicht mit sich reden.
Und so saß ich zunächst völlig geschockt in meiner Wohnung und dachte ich sei in einem schlechten Film.
Das wir uns beide seit langem nicht mehr richtig geliebt haben und unsere Beziehung nur noch wegen den Kindern aufrecht erhalten wurde, war mir bewußt.
Und doch sitzt der Schmerz auch heute noch sehr tief.
Wir haben nächste Woche einen Termin wegen des gemeinsamen Sorgerechts, da legt mir meine Ex keine Steine in den Weg, sagt sie.
Nun hängt aber mein Sohn wie gesagt sehr an mir und kommt mit der Situation auch nicht wirklich gut zurecht, Zumal er gerade in die Schule gekommen ist und auf seinen kleinen Schultern nun eine große Last liegt,die er zu tragen hat.
Er würde gerne bei mir wohnen.
Ich schaue mich nun nach einer größeren Wohnung um, damit er, wenn er mich besucht auch etwas mehr Platz hat.
Jetzt zu meinen Sorgen und Fragen :
Der Umgang meiner Ex mit ihren neuen Bekannten ist leider nicht sehr aufbauend, ich merke wie sie menschlich immer mehr abrutscht und kälter wird.Vielleicht hat Sie auch schon einen Neuen.
Sie arbeitet von nachmittags bis abends um zehn und will diese Stelle auch behalten auf Kosten der Kinder, denn auf Dauer kann ich, wenn wir nun getrennt sind und irgenwann ein neuer Mann kommt ja nicht mehr in ihrer Wohnung auf die Kinder aufpassen.
Da sie wie gesagt auch sehr schmuddelig ist und die Körperpflege und Erziehung der Kinder vernachlässigt, mache ich mir große Sorgen um die Zukunft vor allem meines Sohnes.
Das ist zwar egoistisch den anderen beiden gegenüber aber drei Kinder kann ich beim besten Willen nicht bei mir aufnehmen, und die beiden Mädchen wollen auch bei der Mutter bleiben.
Jetzt weiß  ich icht, ob ich, wenn ich das GSR habe, meinen Sohn zu mir holen sollte und kann. Er ist das Wichtigste in meinem Leben und ich könnte nie wieder glücklich sein, wenn ich wüßte, das er bei seiner Mutter leidet.

Soll ich erst einmal abwarten, ob sich meine Ex wieder fängt oder versuchen meinen Sohn zu mir zu holen ?       Was mache ich, wenn Sie ihn nicht hergibt, obwohl er zu mir will und bei mir wohnen will ?
Ich bräuchte dann eine Betreung, die ihn zur Schule bringt, da ich um halb sieben anfange zu arbeiten.
Alles große Probleme, und ich weiß im Moment wirklich nicht was das Beste ist.
Ich danke euc für eure Aufmerksamkeit und hoffe auf einige Antworten, auch wenn die Fragen etwas allgemein gehalten sind und ich letztendlich doch selbst entscheiden muss.

Gruß
hemator


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 28.08.2011 17:37
(@united)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Hemator,

zunächst willkommen in diesem Forum.

Bescheidene Situation.

Soll ich erst einmal abwarten, ob sich meine Ex wieder fängt oder versuchen meinen Sohn zu mir zu holen ?

Zwischen "Abwarten" und "Sohn zu mir holen" gibt es meiner Meinung nach noch ein paar Zwischenstufen ...

Da Du kein Gemeinsames Sorgerecht hast, stehen Deine Chancen Sohnemann - ohne Einverständnis der Mutter - zu Dir zu holen, bei genau Null.

Wie stellt sich KM die Zukunft vor ?
Da KM offenbar an ihrer Freiheit (auch arbeitstechnisch) gelegen ist, sollte das eine Basis für ein vernünftiges Gespräch (ggf. mit Unterstützung einer Beratungsstelle) sein.
Gemeinsames Sorgerecht und umfangreicher Umgang (Wechselmodell) sollten Deine ersten Ziele sein.

Zu diesem Zeitpunkt würde ich das Risiko zu hoher Forderungen nicht eingehen ...
... und Vorwürfe an sie sind momentan das, was Dir am wenigsten hilft !

Besten Gruß
United


AntwortZitat
Geschrieben : 29.08.2011 12:44
(@hemator)
Schon was gesagt Registriert

Danke für die Antwort !

Seit einigen Tagen hat sich wieder viel getan, aber leider nicht zum Besten.
Meine Ex hat nun einen neuen Freund, der nach einer Woche Trennung nun auch bei ihr schläft. Sie sagte mir das Sie erstmal keine neue Beziehung möchte um sich über alles klar zu werden und richtig abzuschließen, aber scheinbar waren das alles Lügen und sie hat nur reinen Tisch gemacht, damit der Neue einziehen kann.
Mein Sohn hat natürlich mich gefragt, ob "der Mann" jetzt immer dort schläft und jetzt zu unserer Familie gehört und war auch etwas verstört.
Mir bricht es fast das Herz ihm das alles kindgerecht erklären zu müssen.
Wie gesagt ist mein Kleiner erst seit zwei knapp zwei Wochen in der Schule und nun muss er unsere Trennung und gleich den nächsten "Papa" verkraften.
Die Mutter sitzt mit den Kindern und ihrem Neuen bis spät in die Nacht bei Bekannten.Ob dort auch getrunken wird weiß ich nicht und kümmert sich nach Aussage meines Sohnes überhaupt nicht mehr um die Kinder. Und er muss doch früh zur Schule !
Ich habe schreckliche Angst, das mein Sohn durch diesen Lebenswandel einen bleibenden Schaden davon trägt und bin so verdammt machtlos im Moment !
Wie gesagt haben wir nächste Woche einen Termin beim JA wegen dem GSR und nach einer größeren Wohnung sehe ich mich auch gerade um.
Ich bin total verzweifelt und weiß nicht was ich für meinen Sohn tun kann oder das  die Mutter wieder zur Besinnung kommt und sich anständig und fair den Kindern gegenüber verhält.
Als ich sie gestern darauf ansprach sagte Sie nur, ich habe ihr nicht vorzuschreiben wer in der Wohnung schläft und was Sie abends macht und die Kinder sind glücklich wenn Sie auch glücklich ist.
Wollte das alles mal los werden weil ich innerlich am Platzen bin und zum Wohl meines Sohnes noch freundlich und nett zu seiner Mutter sein muss.
Jetzt also erstmal das Sorgerecht und dann weiter sehen...
Danke fürs Lesen.

hemator


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 31.08.2011 13:28
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin hemator,

ein Tipp vorab, auch wenn es schwerfällt: Deine Ex-Partnerin ist ein freier Mensch; wer bei ihr übernachtet oder wen sie abends besucht, geht Dich nichts an, auch nicht mit Verweis auf's Kindeswohl. Kurz nach der Trennung einen neuen Partner zu haben ist nicht verboten und nicht strafbar; Du kannst damit bei Ämtern und Behörden auch keine Punkte sammeln.

Die rechtliche Position eines Vaters ist dieselbe wie die des Nachbarn oder Postboten: Er kann bestimmte Dinge sehen, aber nichts dagegen tun. Der "Lebenswandel" dieser Frau ist nicht Deine Baustelle; es ist auch nicht Deine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sie "zur Besinnung kommt". Wenn Du Dich mit Gewalt trotzdem ständig einmischst, wird Deine Ex-Partnerin eben die Gräben zwischen Dir und Deinem Sohn noch etwas tiefer machen.

Der Webfehler Eurer Beziehung liegt weit vorher:

Es lief eigentlich alles ganz gut, aber heiraten wollte ich Sie nicht, ich kann heute nicht mal sagen, warum eigentlich,vielleicht war nicht mehr genug Liebe da.
Irgendetwas hielt mich immer davon ab, vielleicht Vorahnung ?
Nun ja, nach der Geburt unseres Sohnes gab es für mich eigentlich nur noch ihn.

Denn es ist keine gute Idee, mit jemandem Kinder zu haben, zu dem man nicht vorbehaltlos "ja" sagen kann. Das kannst Du nachträglich zwar nicht mehr ändern, aber Du musst jetzt das Beste aus der Situation machen, damals keinen Trauschein und keine Sorgeerklärung unterschrieben zu haben. Solltest Du tatsächlich eine klitzekleine Chance auf das GSR wahren wollen, ist Einmischung in die Lebensweise der Ex das Falscheste: Sie würde nur erkennen, dass sie sich mit dem GSR Probleme einhandelt, die sie ohne nicht hat.

Der erste Schritt ist die vorbehaltlose Anerkennung der Tatsache, dass ihr Leben etwas ist, was Dich nichts angeht und in das Du Dich nicht einmischst.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 31.08.2011 13:50
(@hemator)
Schon was gesagt Registriert

Danke Martin für Deine Antwort,

klingt alles plausibel was Du schreibst. Es war vielleicht ein Fehler ein Kind zu zeugen mit jemandem, den man nicht heiraten will, aber trotz allem habe ich die Frau geliebt, konnte aber nicht sagen, das ich ein ganzes Leben mit ihr verbringen kann und will. Damals habe ich über viele Eigenarten und Fehler hinweg gesehen, die letzte Zeit konnte ich das nicht mehr.
Naja, der erste Schock ist langsam überwunden und mein Kleiner war seit zwei Tagen bei mir und es war eine schöne Zeit.
Habe ihn dann bei der Mutter abgegeben (Gott sei Dank brachte Sie noch nicht den "neuen Papa" mit raus) und das tat schon weh. Mein Sohn freute sich zwar auf die Mama aber fragte auch gleich,ob er morgen wieder zu mir kann. Als ich meiner Stieftochter auf Wiedersehen sagen wollte, zog sie die Mutter weg und sagte, dem brauchst du nicht mehr Tschüss zu sagen...
Scheiß- Situation.
Ich lasse Sie jetzt auch in Ruhe und melde mich nur wenn es um meinen Sohn geht.
Leider habe ich erst am 15.9. einen Termin beim JA bekommen wegen dem Sorgerecht und ich hoffe bis dahin geht alles glatt.
Noch eine Frage : Wenn ich das GSR habe, darf ich dann auch in die Wohnung der Mutter und sehen, wie mein Kind wohnt ? Denn woher soll ich wissen, ob es bei ihr ordentlich ist oder schon die Mäuse durch die Wohnung laufen.

Viele Grüße
hemator


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 04.09.2011 14:29
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Hemator,

Noch eine Frage : Wenn ich das GSR habe, darf ich dann auch in die Wohnung der Mutter und sehen, wie mein Kind wohnt ? Denn woher soll ich wissen, ob es bei ihr ordentlich ist oder schon die Mäuse durch die Wohnung laufen.

Die Antwort hast du im Prinzip bereits von brille007 bekommen - am besten, du druckst dieses aus und hängst es dir über dem Küchentisch auf, damit du jeden Tag beim Frühstück daran erinnert wirst:

Der erste Schritt ist die vorbehaltlose Anerkennung der Tatsache, dass ihr Leben etwas ist, was Dich nichts angeht und in das Du Dich nicht einmischst.

So lange dies nicht in deinem Kopf ist (und das ist es offensichtlich noch überhaupt nicht), wirst du dir vorhersehbar und unnötigerweise eine Beule nach der anderen holen.

Ein Beispiel: Du hast nächste Woche einen Termin beim Jugendamt, wegen des gemeinsamen Sorgerechts? Fein. Erwähne dort auch nur mit einer Silbe, dass du das GSR nutzen möchtest um zu kontrollieren, ob die KM denn auch ja alles richtig macht - und du bist sofort und unwiderruflich raus aus diesem Spiel. Noch bessere Argumente, einem Vater das gemeinsame Sorgerecht nicht zu erteilen, kannst du fast gar nicht liefern. Das wird nämlich sofort in den Akten festgehalten als: "Der will das GSR doch nur, um der Mutter einen beizupuhlen" ...

Nix für ungut,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 04.09.2011 15:15