Moin,
Meine Frage bezog sich aber darauf, zu erfahren, was denn der (für mich) beste Zeitpunkt wäre.
Ich beantworte mal die Frage, wieso der Januar 2010 finanziell in meinen Augen denn ein guter Zeitpunkt gewesen wäre ...
Trennungsjahr ist rum, d.h. Scheidungsantrag kann eingereicht werden:
- Stichtag für Versorgungsausgleich erreicht
- Ende der Zugewinngemeinschaft
- Forderung nach Arbeitsaufnahme erscheint aussichtsreicher (im Trennungsjahr: keine Chance), ggf. fiktives Einkommen ansetzbar, weil zumindest Teilzeitarbeit zumutbar
- ggf. Wohnvorteil ist objektiv anzusetzen (im Trennungsjahr: lediglich "angemessen")
Steuervorteil für 2010 bliebe gewahrt.
Ob Dir das hilft ?
Besten Gruß
United
Hallo Ihr Lieben,
Ist jetzt einige Zeit vergangen und natürlich auch einiges passiert.
Weil Ihr mir hier direkt zur Seite standet mit Rat und Anregungen, möchte ich Euch mal auf dem Laufenden halten.
Wie ich geschrieben habe, habe ich mich lange Zeit zurückgenommen, auch weit über das Trennungsjahr hinaus, weil ich immer noch hoffte, das es eine Aussicht auf eine Familie geben wird.
Sie gab mir ja auch allen Anlass dazu, in manchen Andeutungen lesen zu können, das sie selbst gerade eine schwere Krise hat (was ich ihr sofort abkaufe) und sie mich sogar sehr lieb hat und bedauert, das es so gekommen ist mit uns.
So weit, so romantisch.
Da ich meine Lebenszeit auf diesem Planeten als begrenzt ansehe und daher ungerne, wie es hier einer so schön ausgedrückt hat, "an langer Hand verhungere", habe ich ihr seit Frühjahr mehr und mehr klar gemacht, sie solle sich mal entscheiden, wie sie sich ihr zukünftiges Leben nun vorstelle: Als alleinerziehende Mutter oder als Familie. Denn das, was wir bis dahin hatten (1 Mutter in meinem Haus + Lover, wenn sie ihn sehen möchte und einen Vater der immer und jederzeit in den Startlöchern stehen muss, wenn Not ist oder die Signale für Familie wehen), das hielt ich nicht mehr aus.
Jedesmal aber, wenn ich ihr zu einer einzigen Frage (auf die ich bis HEUTE keine Antwort habe) ihr ein letztes Wort abringen wollte, wurde sie fuchsteufelswild. Wurde ausfallend und fing mit den niedersten Keulen wie Kind oder Zerstören von Eigentum an. Diese Frage lautete: "Warum willst Du die Scheidung nicht?".
Denn ich sagte ihr mehrmals, das mein Pensum echt erschöpft ist, ich ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben möchte und mich daher scheiden lassen werde, da sie sich eh nicht von mir helfen lässt, bzw. auf unsere Familie keinen großen Wert mehr legt.
Jedes Mal nämlich, wenn ich in unser ehemaliges Zuhause kam, war irgendeine Flugreisenseite auf dem Rechner zu sehen und sie schaute nach dem nächsten Kurztrip oder Fernreise, die sie mit ihrem Lover + unserem Sohn beging.
Ich hatte die Faxen so dicke...
Fast aus Frust aber auch aus Spass meldete ich mich bei einer Singlebörse an und da ich ja eh nichts wirklich suchte... ach was soll ich sagen: habe eine wahnsinnig tolle Frau kennengelernt. Purer Zufall wenn man so will.
Sie als Auslöser und Verstärker habe ich endlich erkannt, was für ein mieses Spiel da die ganze Zeit ablief.
Bin zum Anwalt, zum Steuerberater hab alles eingestielt und ihr die Scheidung mitgeteilt.
Ihr Ende März gesagt, mein Haus stünde für Familie und ich würde nicht an sie und ihren Liebhaber vermieten (Angeblich ist er sogar mehr als das, trotzdem ist sie froh, das er ständig auf Montage ist und nur max 2 Wochen am Stück im Lande ist...ja ein Familienmensch halt) und sie hätte bis September/Oktober Zeit, sich was neues zu suchen. Eigentlich müsste das reichen. Dachte ich.
Ich habe dann im Mai mal nachgefragt und siehe da, ja sie hat sich eine Wohnung (1) angesehen, das war aber voll doof sagt sie, die Vermieter wollen einen gar nicht so gerne, wenn man nicht arbeiten geht und alleinerziehend ist.
Ich habe ihr sogar angeboten mit zu suchen, schließlich ist es unser Sohn, der da mitziehen muss. Nein, nichts zu machen. Im gesamten Raum +15km (und wir wohnen im Ruhrgebiet!) keine einzige passende Wohnung.
Habe dann mal gefragt, wonach sie denn sucht, was so ihre Parameter sind.
Ja, also so bis 450 kalt darf es kosten. Muss aber 90 qm groß sein, einen Garten haben, zwei Badezimmer und leider leider kann sie Laminatböden nicht ausstehen, es sollte daher am besten ein Echtholzparkett drin liegen.
Ja und Paterre, selbst 1. Etage nur sehr sehr ungern wegen der Katzen.
Aha. Soso.
In etwa entprach dieses Gesuch bis auf die QM-Zahl meinem Haus.
Jaja.
Ich also wieder zum Anwalt und die Verhältnisse und Chancen dieser neuen Situation abgeklopft.
Eigentlich recht unkritisch, da ich lediglich auf Eigenbedarf kündigen müsse und da sind 3 Monate Frist bei der geringen Wohnzeit.
Tja, damit hadere ich zur Zeit, werde es aber wohl diese Woche durch den Wanwalt formulieren lassen.
Denn: Wer von Euch will seine Ex und das gemeinsame Kind mit Gewalt vor die Tür setzen?
Dennoch wird sie mir keine andere Wahl lassen. Sie bewegt sich seit 1 1/2 Jahren : Null.
Weder vor noch zurück. Bleibt einfach auf ihrem Sessen sitzen, will nur ihre Ruhe (Sie ist auch sehr empfindlich, wenn unser Sohn mal Junge sein will) und ihr heiliges Bad am Abend ungestört nehmen.
Den Kontrast zu diesem äußerst bedauernswerten Leben sehe ich bei meiner Freundin.
Die hat auch einen Sohn, der ist 9. Sie ist seit fast 8 Jahren alleinerziehend, keine Unterhalt nix, Mann hat sich einfach verp**** und der Junge ist hyperaktiv und nicht mal eine Tagesmutter will ihn haben.
Die wohnen auf 55 qm von ARGE und---
...es geht ihnen dennoch gut! Nein, ohne Sarkasmus!
Ich schreibe dies, weil ich Euch schreiben wollte, wie sehr einem so Kontraste die Augen öffnen können.
Die einen freuen sich, dass sie ein eigenes Schlafzimmer haben und am WE zur Kirmes gehen können und die anderen jammern darüber, das die Wasserhähne bloß aus Bronze sind.
Das was mir immer noch zu schaffen macht;
ist, dass sie jetzt alles über unseren Sohn austrägt.
Ich war bis vor kurzer Zeit jedes WE bei ihm, davon war er jedes 2te bei mir.
Ich war dann Mittwochs und wenn es sonst wie auskam auch unter der Woche abends da und habe ihn oft ins Bett gebracht.
Das ist jetzt vorbei, da angeblich ja alles so laufen muss, wie ich es mir vorstelle. Daher nur noch alle 2 Wochenenden.
Sie ruft nicht mal an und wenn ich unseren Sohn mal sprechen will, dann ist keiner zu erreichen. SMS können 3 jährige noch nicht.
Das ist sehr traurig und ich hoffe, er versteht es irgendwann bzw. kann von sich aus äußern, das er mich besuchen will. Wenn Ihr da aus Eurer Erfahrung mal berichtet, wie die Kleinen so was mit 4, 5 und 6 Jahren so anstellen, wäre ich dankbar.
Wie sich das alles wandelt und die Person eine so andere wird, Ihr habt es mir gesagt, ich wollte es nicht glauben.
Jetzt ist es ja so, das ich mit meiner Freundin und beiden Kindern zusammen was unternehme, wenn mein Sohn am WE bei mir ist. Eigentlich sollte man meinen, kann meiner Ex ja egal sein, kann sich ja freuen, das mein Sohn nicht immer mit Papa alleine auf Spielplätzen rumhängt.
Aber nein, das gönnt sie mir nicht.
Sie schimpft nur noch und eifersüchtelt sogar, indem sie versucht meine Freundin schlecht zu reden, dabei kennt sie sie gar nicht mal.
Mein Sohn erzählt jedesmal begeistert, was wir tolles unternommen haben (wir gehen oft zusammen schwimmen, das hat seine Mutter nicht einmal mit ihm gemacht und er hat richtig Spass daran gefunden O-Ton der Ex vorher "Dafür ist unser Sohn noch zu klein ausserdem hat er Angst vorm Wasser"). Und sie? Sie redet das alles sofort schlecht oder kommentiert mit einem ironischen "Soso, ja DAS ist ja toll, na SUUUUPER". Mein Sohn weiß das irgendwie nicht einzuordnen, er versteht die Ironie nicht, merkt aber, das seine Mutter seine neuen Erfahrungen irgendwie komisch behandelt. Ich finde das bemerkenswert arm und traurig.
Sie fliegt mit ihrem Liebhaber und unserem Sohn nach Madeira, fährt an die Nordsee und sonstwo hin und ich höre meinem Sohn zu wenn er erzählt wie er mit dem Flugzeug geflogen ist oder das Meer gesehen hat. Ich habe das nie schlecht kommentiert oder wollte da nichts von hören.
Ich will nichts mehr als endlich von dieser Frau loskommen (die mehr und mehr krankhafte Züge in meinen Augen entwickelt) und die Beziehung zu meinem Sohn vertiefen.
Ich denke, wie meine Freundin sagt, es ist der bessere Weg, meinem Sohn zu zeigen wie schön er es bei mir hat und haben wird und darauf zu bauen, das vielleicht irgendwann mal er das selber formuliert.
Sie meinte auch, ich solle ruhig in Ihrem Umfeld vermitteln, dass ich ihn jederzeit nehmen kann, so für den Fall, das sie ihn dort abliefert mit den Worten "Sein Papa hat ja keine Zeit."
Was meint ihr? Was ist der beste Weg an seinem Kind dran zu bleiben?
Euer Demian
Was meint ihr? Was ist der beste Weg an seinem Kind dran zu bleiben?
Indem Du Dein Leben so neu ausrichtest, dass Euer Sohn bei Dir bleibt?
Sie will doch eh ihre Ruhe zum Baden etc.
Und allein findet sie auch viel einfacher eine eigene Bleibe.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
