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Auf Eis

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(@demian)
Schon was gesagt Registriert

Hallo liebes Forum,

Habe Euch schon länger mitverfolgt und mich heute entschlossen Euch mal beizutreten. Auch in der Hofffnung, hier ein paar neue Impulse oder Ratschläge bezüglich meiner Entscheidungen bzw. eine Beurteilung meiner Verhältnisse zu erhalten.

Ich bin 36 und meine Frau 38.

2007
Kurz bevor unser Sohn (3) auf die Welt kam, habe ich meinem Großvater das Haus abgekauft (auf meinen Namen), welches ich ihm nun für eine recht geringe Rate (400€/Monat) abzahle.

2009
Wie soll es anders sein, sonst wäre ich ja jetzt nicht hier, es hat ordentlich gekriselt und nachdem ich schon ein paar Monate unten und sie oben geschlafen hat, bin ich "durchgebrannt" und habe mir im Dez09 eine Wohnung gemietet.
Zusätzlich habe ich eine nette Frau kennengelernt, die mir sehr zur Seite stand, mit der ich dann auch ein paar Mal was hatte, aber es ist keine Affäre oder so geworden.

2010
Mit Abstand betrachtet fielen mir viele Fehler und viel Wertvolles an meiner Familie auf, so dass ich mich nach 4 Monaten wieder darauf einstellte, einen Neuanfang zu begehen.
Meine Frau hatte auch bei jemand anderem Trost gefunden aber nach einem schönen Wochenende, dass wir im Mai 2010 als Familie verbracht haben, sah es auch so aus, als wenn sie ebenso vieles verzeiht und vieles anders sieht.

Doch sie wollte auf einmal nicht von ihrem Neuen ablassen, scheiden will sie sich aber auch nicht. Warum? Weil sie sich nicht sicher ist, ob das, was sie tut, richtig ist.

Mittlerweile ist im Dez 2010 sozusagen unser Trennungsjahr abgelaufen und ich frage mich, ob ich vertrauen und allem eine Chance geben soll, oder ich nur allzu dumm bin und mich weiterhin an der langen Leine selbst zugrunde richte.

Die Situation (rationell):
Wir haben das selbst ausgemacht, keinen Anwalt genommen.

Ich verdiene so 2150 € netto.
Ich zahle ihr 950 € inkl. Kindesunterhalt
Meinem Großvater zahle ich 400 € für mein Haus, in dem sie lebt.

Meine Wohnung kostet ja auch noch und ein Auto habe ich auch.

Frage nun öfter bei ihr, ob sie Verständnis dafür hat, dass ich diese auf Eis Situation nicht bis in alle Ewigkeit mitmache, denn wie ihr ja selber seht, kann ich genauso gut HartzIV anmelden und mir einen schönen Tag machen.

Sie meint, wenn wir uns scheiden lassen, wäre ich nicht viel besser gestellt.

Aber ist es nicht so, dass ich ihr momentan die "Miete" ihrer Behausung + den Unterhalt von 950 zahle und im Falle einer Scheidung, sie von ihrem Unterhalt ihre Wohnung selbst finanzieren müsste?

Ich hoffe ihr erkennt mein Dilemma, denn ich will eigentlich nichts mehr als unsere Familie zu retten, muss aber (wie mir auch Freunde raten) irgendwann die Reißleine ziehen, denn niemand kann allen Ernstes 5 Jahre Bedenkzeit brauchen um zu wissen, ob er diese Ehe will.

Allerdings würde ich dann, so wie sie selbst sagt, mir abschminken können, meinen Sohn mehrmals die Woche zu sehen oder mich bei ihr aufzuhalten, denn dann würde sie ebenfalls auf rational stellen.

Ich muss also, um selber glücklich leben zu können, das töten, was ich liebe, wenn ihr versteht.

Würde mich freuen, wenn mir jemand ein paar Zeilen dazu schreibt, denn im Bekanntenkreis sind keine Verheirateten/Geschiedenen, so richtig weiß keiner, worum es geht.

Grüße

Demian

PS:: Meine Frau arbeitet momentan nicht.


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 14.01.2011 18:51
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Demian,

Sie meint, wenn wir uns scheiden lassen, wäre ich nicht viel besser gestellt.

Diese Theorie der Dame können wir ganz, ganz schnell in die Tonne treten. Im für dich ungünstigsten Fall bleibt dir von deinen 2.150 Euro der Selbstbehalt, den du gegenüber Madame hast, und der beträgt seit Jahresanfang 1.050 Euro. Rückwärts gerechnet heißt das, Unterhalt für Ex und Kind zusammengenommen wären dann 1.100 Euro, allerdings darf Madame sich von diesem Geld 'ne eigene Wohnung suchen. Derzeit zahlst du ihr 950 Euro in bar plus 400 Euro als Sachleistung names "mietfreies Wohnen", das sind zusammen 1.350 Euro. Eine "offizielle" Lösung kommt dich folglich um mindestens (!) 250 Euro im Monat günstiger als das, was du jetzt hast.

Wenn du magst, kannst du noch ein paar weitere Daten hier einstellen (z.B. ob zu deinem monatlichen Netto noch Weihnachtsgeld hinzu kommt, ob du z.B. Fahrtkosten zur Arbeit hast die vor der Unterhaltsberechnung vom Netto abgezogen werden können, und welches Oberlandesgericht zuständig ist) - dann können wir mal eine detailliertere Berechnung machen. Mach' dafür dann aber bitte einen neuen Thread im Unterforum "Unterhaltsrecht" auf.

Oder, du schlägst ihr einfach mal vor: "Schnuckelchen, selbstverständlich bekommst du weiterhin 950 Euro Unterhalt für das Kind und dich - 550 Euro in bar, sowie 400 Euro dadurch, dass ich weiterhin die Kosten für eure Unterkunft bezahle".

PS:: Meine Frau arbeitet momentan nicht.

Das gilt es ebenfalls zu ändern - und wenn Madame sich da zickig zeigt, geht auch das tendenziell besser, wenn ihr klar wird, dass du die Scheidung zügig vorantreibst. Euer Kind ist inzwischen drei Jahre alt, da ist "Mutti bleibt mit Kind daheim" für sie nicht mehr ganz so selbstverständlich durchsetzbar wie noch vor ein paar Jahren.

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 14.01.2011 20:59
(@burzel)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Demian,

das klingt ja schon eher nach Erpressung. Wenn du das so machst, dann mach ich, dass du kein Kind nicht so oft siehst, usw.
Meinst du wirklich, dass du mit so einer Frau noch zusammen sein willst?
Vor allem zahlst du doch ihr Leben, warum sollte sie was ändern. Sie hat sozusagen Kost und Logie frei und kann dann immernoch handieren.
Warumm sucht sie sich nicht zumindest einen 400 € Job, so kann ich einen Teil der Miete beisteuern, denn immerhin wohnt sie in deinem Haus.
Für den Kurzen ist es natürlich besser in seiner gewohnten Umgebung, aber ich glaub du weiß, worauf ich hinaus will.
Hast du dich schon mal mit einem Anwalt gesprochen?
Mach mit deiner Frau einen Mietvertrag, damit  sie in dem Haus erst einmal wohnen bleiben kann und du was in der Hand hast.

Sorry, wenn ich vielleicht etwas zickig klinge, aber ich traue den Frauen nicht mehr.

Liebe Grüße und für dich die beste Lösung  🙂


AntwortZitat
Geschrieben : 14.01.2011 21:29
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Demian,

mal eine ketzerische Frage: Warum muss Deine Frau überhaupt in diesem Haus wohnen bleiben? Du hast es gekauft, Du bezahlst die Raten, es ist Dein Haus und nicht Eures. Es gäbe gute Gründe, dass Du dort demnächst wieder einziehst.

Solange Eure Trennung für Deine Frau "first class life" bedeutet (und das von Dir finanziert wird), wird sie wenig Veranlassung haben, selbst arbeiten zu gehen. Wenn sie selbst Miete bezahlen und ihr Portemonnaie zumindest teilweise selbst füllen muss, könnte das ihre Bereitschaft steigern, Dich auch weiterhin am Leben Eures Kindes zu beteiligen.

Zur Erinnerung: Das Kind ist fast 3 Jahre alt und wird nicht mehr gestillt. Alles andere kannst Du auch. Und: Es ist kein Naturgesetz, dass Frauen ihre Erwerbsfähigkeit abhanden kommt, sobald sie mal ein Kind gekriegt haben.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 14.01.2011 22:02
(@mufficrator)
Rege dabei Registriert

Hi

wiso du noch überlegst was zu tun ist erschließt sich mir nicht. Deine Ex droht dir mit Kindsentzug, und nennt das auf rational schalten. Sie sollte mal ganz schnell von dir auf real geschaltet werden,

- sie wohnt mietfrei in deinem Haus und du zahlst ihr noch Unterhalt , ich meine nicht den Kindesunterhalt. Warum

- sie geht nicht arbeiten. Warum

So wie ich das sehe hast du recht gute Karten in der Hand um Sie ein bisschen auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen.

Allerdings denke ich Sie wird die Geschichte auf dem Rücken eures Kindes austragen, jedenfalls nach Ihrer Aussage zum zukünftigen Umgang mit deinem Kind. Du kennst die Frau am besten und weißt am ehesten was zu tun wäre, wir hier können auch nur empfehlen was wir machen würden oder woran wir denken würden.

MC


Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten

AntwortZitat
Geschrieben : 14.01.2011 22:52
(@mateusz74)
Nicht wegzudenken Registriert

Also ich würde ihr auch ganz schnell alle Bezüge bis auf das Kindergeld streichen. Du bist nicht mehr verantwortlich für deine DEF sondern nur noch für dein/euer Kind.

Vielleicht kommt sie dann zur Besinnung und weiß endlich was sie will.


Das was wir unseren Kindern antun, werden sie unserer Gesellschaft antun. (Judith S.Wallerstein)

AntwortZitat
Geschrieben : 15.01.2011 15:00
(@united)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Demian,

ergänzend zu den Vorschreibern:

Momentan spielt die Zeit für Deine DEF (weiterhin Zugewinngemeinschaft, Teilung Rentenanwartschaften), ihr Lebensstandard ist quasi unverändert, alle Nachteile des Getrenntlebens trägst Du.

Wenn Du schreibst, das Trennungsjahr ist "sozusagen" abgelaufen, habe ich ein wenig Bedenken ...
... bist Du offiziell ausgezogen ?
Hast Du Deine Lohnsteuerklasse auf StKl I umgestellt, oder ist das etwa noch III ?

Zur Info: Nach Trennung hat Ex ein Jahr Schonfrist, in dem sie nicht zur Arbeitsaufnahme verpflichtet ist.

Doofe Situation, aber spätestens, wenn erpresserisch gedroht wird, ist die Zeit gekommen, den Schalter umzulegen.

Alle Zahlungen einstellen, halte ich für keine gute Idee, eine deutliche Reduzierung ist aber durchaus angebracht (in welcher Höhe ist nicht zuletzt von der Beantwortung obiger Fragen abhängig) ...

Besten Gruß
United


AntwortZitat
Geschrieben : 15.01.2011 15:52
(@demian)
Schon was gesagt Registriert

Hallo zusammen und Danke für die vielen Antworten!

Ich war echt völlig platt, wie schnell hier die Postings eintrudelten.

Also zu einigen Statements möchte hier noch einmal ergänzen, damit man vielleicht meine Situation besser versteht:

Ich bin ausgezogen, also in eine andere Stadt, in eine Wohnung mit einem Mietvertrag. Ich dachte das reicht fürs Getrenntsein? Auch wenn es vielleicht nicht offiziell definiert wurde, meine Frau würde es, wenn ich die Scheidung einreiche auch so sehen.

Aus vielen Antworten ergibt sich hier oft ein sehr verbittertes Bild der Exfrau, das ist bei mir (noch?) nicht der Fall.
Will sagen, eigentlich verstehen wir uns gut und es wäre schön, wenn wir wieder zueinander finden. Ich will mich also vordergründig informieren, weil ich hoffe, sie durch klare Fakten die Augen öffnen und sie endlich zu einer Entscheidung zu bewegen.

Entscheidungen sind nämlich bei uns beiden nicht unbedingt unsere Stärke. Darum geht es mir. Wenn Sie dann sagt, ok, dann entscheide ich mich gegen Dich, dann ist das auch in Ordnung. Ich will nichts lieber, als klare Verhältnisse.

Also Steuerklasse umgestellt usw. habe ich aus obigen Gründen auch nicht getan. Hab mich noch nicht mal umgemeldet, eben weil ich immer davon ausgegangen bin, dass dies nur ein Zustand auf Zeit ist.

Sie meinte ja zuletzt, wenn ich das Gefühl habe, ungerecht dabei weg zu kommen, sollten wir schauen, wie denn die Teilung des Einkommens gerecht wäre und dann würde sie schauen wie wir es hinkriegen, denn sie will auch nicht, dass sich einer bei der Sache ungerecht behandelt fühlt.
Wir informieren uns eben lieber auf eigene Faust und nehmen erst einen Anwalt, wenn wir uns wirklich trennen, alles andere verursacht nur noch mehr Kosten.

Diese Drohung mit Kindesentzug nehme ich gar nicht mal allzu ernst, sie wurde bei einer emotional aufgeheizten Situation ausgesprochen und ich denke, wie auch andere hier, spätestens nach 2 Wochen kommt sie wieder an und fragt, ob ich den Kleinen auch mal nehmen könnte.

Sie geht nicht arbeiten, ja so ist es. Aber: Sie hat wirklich alles dafür getan und wollte nichts lieber, als endlich wieder in ihren Job zu kommen. Keine Kita gefunden, Arbeitgeber schaltet bei ihr in puncto Teilzeit auf einmal auf Durchzug und will bei ihr ein Exempel in der Firma statuieren, ich habe das alles mitbekommen und es ist wirklich so. Sie fängt im August wieder an und wir haben ab dann auch einen Kitaplatz sicher. Was würde es, vor allem auch meinem Sohn helfen, wenn ich ihr bis dahin alles kürzen und aus dem Haus werfen würde (was rechtlich auch gar nicht möglich ist)?

Also denn. Dann werd ich ihr morgen mal die Pistole auf die Brust setzen, halt Euch auf dem Laufenden.

Grüße

Demian


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 17.01.2011 12:41
(@staengler)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Servus demian,

wenn es so ist:

Aus vielen Antworten ergibt sich hier oft ein sehr verbittertes Bild der Exfrau, das ist bei mir (noch?) nicht der Fall.
Will sagen, eigentlich verstehen wir uns gut und es wäre schön, wenn wir wieder zueinander finden. Ich will mich also vordergründig informieren, weil ich hoffe, sie durch klare Fakten die Augen öffnen und sie endlich zu einer Entscheidung zu bewegen.

dann sollte es aber nicht vor dem Hintergrund Haus und Geld bzw. Kindesentzug geklärt werden.

Dafür muss man ruhig und auf Augenhöhe miteinander reden können.

Dann werd ich ihr morgen mal die Pistole auf die Brust setzen

Sowas klingt da eher kontraproduktiv.

Gruß, Michael


sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle

AntwortZitat
Geschrieben : 17.01.2011 12:51
(@annasophie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo,

warst du schon verheiratet als du das Haus übernommen hast?

Wie hoch könnte eine Miete sein, die du erzielen würdest, wenn du das Haus fremd vermietest? Mehr als die 400 €?

Sie hat von dem Unterhalt die Miete zu zahlen, kann sie das nicht, muss sie ausziehen.

Sophie


AntwortZitat
Geschrieben : 17.01.2011 13:13




(@demian)
Schon was gesagt Registriert

Hi Michael,

Nein, ich denke nicht, dass es kontraproduktiv ist, aber es ist genau das, was ich mit "dann müsste ich das töten, was ich liebe" meinte.

Sie ist so eine Person, die nicht sonderlich belastbar ist und irgendwie momentan in dem Gedanken lebt, alles hat noch ganz ganz viel Zeit und ist gut so, wie es ist.

Genau das ist eben mein Dilemma. Soll ich ihr aus Liebe wenigstens noch die Zeit bis August geben auch wenn ich es nicht müsste? Viel länger funktioniert das bei mir nämlich echt nicht mehr, denn ich lebe am Limit und kann mir z.B. nicht mal einen neuen Auspuff leisten.

Pistole auf die Brust setzen heißt, ihr endlich klar machen, worum es ausserdem noch geht, da sie der Meinung ist, so wie sie jetzt lebt, geht dann alles weiter. Auch weil sie meint, man muss sich nicht scheiden lassen, würde doch alles nur teuer für uns. Dabei sieht sie aber nicht, dass ich so niemals was auf die Beine stellen kann, weder eigenes Leben noch vielleicht mal eine neue Frau, wenn sie mich denn wirklich nicht mehr will. Sie meint, dass wäre völlig normal, wie es jetzt läuft.

Ich finde auch nicht, dass ich sie unter Druck setze, denn ein Jahr Bedenkzeit müsste eigentlich nicht gerade wenig sein, oder? Ich will ihr nur klar machen, dass ich nicht noch weitere 5 Jahre auf eine klare Antwort warten werde, ob wir denn unsere Leben jetzt mal trennen und für wen sie sich entscheidet.

Das ist nämlich die Sache, die sie nicht weiß oder wo sie sich nicht sicher ist. Und wenn ich ihr mal klar mache, was im Falle einer Scheidung dann Sache ist, wird sie vielleicht mal aufwachen und sich damit auseinander setzen.

Sie soll sich auch damit auseinandersetzen, dass man, obwohl man ein gutes Verhältnis anstrebt, seine Leben dann trennen sollte. Das, wenn ich das tue, ich ihr nicht bewusst schaden will, auch wenn sich ihr Status natürlich verschlechtern wird. Sondern dass nachdem sie durch ihre Beziehung zu dem Anderem von mir getrennt ist, ich mich auch von ihr trennen muss.

Eine völlig normale Sache oder? Mit jemandem, der einen anderen hat, teile ich nicht mein Leben und ich sorge auch nicht für ihn. Ich mache mich nicht abhängig von jemandem. Welche normale Frau wollte das auch haben, jemanden der trotz neuer Beziehung noch an der Schuhsohle kleben bleibt?

Jeder muss sich doch frei entfalten können und ein neues eigenes Leben aufbauen können. So ein halb mit drin hängen will ich dann nicht mehr haben. Das hat nichts mit Hassen zu tun, sondern mit Selbstbestimmtheit.
Ist der Vater glücklich und selbstbestimmt, dann bekommt auch der Sohnemann davon was ab.

Bis neulich

Demian


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 17.01.2011 13:18
(@demian)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Sophie,

Nein, wir haben erst ein Jahr später geheiratet. Wie schon erwähnt ist es nicht über eine Bank finaziert, sondern ich zahle direkt an meinen Großvater die Raten.

Miete, Mieteinkommen, Wohnwert, darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht.

Also sie meint ja immer, dass wir einfach einen Mietvertrag für den Fall einer Trennung machen, wo sie mir dann die 400 als Miete zahlt.
Das hört sich zunächst danach an, als wenn ich das ja machen könnte aber: Ich als Vermieter zahle dann Grundsteuer, Versicherung, Wartung, etc. und wäre ja immer noch abhängig. Stelle mir die lustige Situation vor, dass sie mit einem neuen Partner auf der Terasse sitzt und ich z.B. den Garagenantrieb repariere, wobei seine Karre in der Garage steht. Ich wäre dann so eine Art Hausmeister.

Hinzu kommt, dass ich auf dem Markt auch eine Miete von 1000 Euro kriegen könnte, von so einer Summe ließe sich dann auch der Unterhalt des Hauses finanzieren.

Außerdem gibt es ja noch den Wohnwert, der dafür sorgt, wenn ich z.B. im Haus wohnen bliebe, dass mir die Differenz zu einer tatsächlichen Miete eines solchen Objekts als Nettoeinkommen angerechnet würde.

Wieso fragst Du, ob vor oder nach der Heirat?

Grüße

Demian


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 17.01.2011 13:27
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin.

Hinzu kommt, dass ich auf dem Markt auch eine Miete von 1000 Euro kriegen könnte, von so einer Summe ließe sich dann auch der Unterhalt des Hauses finanzieren.

Dann sollte sie sich auch klar darüber werden, dass das auch (ungefähr) die Miete sein wird, die sie Dir bezahlen muss. Du kannst Ihr ja einen "Freundschaftspreis" machen, aber doch keine 600 EUR Rabatt! Ich sach mal so, sie wird sich die Wohnung nicht leisten können! Und wenn ich Deine Schilderungen über die Dame so lese, dann denke ich, dass sie sich noch gar keine Gedanken darüber gemacht hat, dass die Miete einer solchen Wohnung eben nicht nur 400 EUR kostet... Ich glaube, sie wird überrascht sein, wenn sie im wirklichen Leben ankommt...

Das solltest Du ihr mal klarmachen! Nicht als "Erpressung" und Rückholversuch. Aber eine finanzielle klare Kante ist wichtig. Und bevor Du H4 brauchst... (vermutlich fällt Dir dann auch die "vermietete" Immobilie auf die Füße - da bin ich aber kein Fachmann!)

Gruß
Toto


AntwortZitat
Geschrieben : 17.01.2011 13:46
(@annasophie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo,

vor der Hochzeit heisst das das Haus allein in deinem Anfangs- und Endvermögen steht. Sie profitiert nur von der Wertsteigerung (sofern es eine gibt).

Wenn du die reale Miete von ihr nimmst, dann musst du alles was an Gewinn übrig bleibt als Einkommen deklarein, dass erhöht dein anrechenbares Netto. Aber das sollte nicht das Problem sein.

Wie ist das, hat dein Großvater ein Nießbrauchsrecht erhalten oder gibt es so etwas nicht bei euerem Kauf?

Was passiert wenn du die Kreditraten nicht mehr zahlst, fällt das Haus automatisch an deinen Großvater zurück?

Als erstes würde ich an deiner Stelle deine Frau anschreiben, dass du von ihr jetzt die ortübliche Miete (Kaltmiete und Nebenkosten - ein Großteil der Kosten können vom Vermieter auf den Mieter umgelegt werden) verlangst, sofern Sie nicht bis zum 30.04.2011 ausgezogen ist. Bis zum 30.04.2011 wirst du von dem zu zahlenden Unterhalt die Kreditrate in Höhe von 400 € einbehalten. - Achtung: geht aber nur wenn es für die Unterhalt an deine Frau keinen Titel gibt. Und du meldest allen Versorgern, dass du ausgezogen bist, die Zählerstände die und die sind und deine Frau jetzt dort allein wohnt. Die werden sie schon anschreiben zwecks Stromabschlag etc.

Sophie


AntwortZitat
Geschrieben : 17.01.2011 13:53
(@demian)
Schon was gesagt Registriert

Ja klar wird die vermietete Immobilie dem Netto hinzugerechnet. Aber in dem Fall hätten beide was davon. Sie erhält ein wenig mehr Unterhalt und ich kann endlich Rücklagen bilden um das Haus zu halten.

Mein Notarvertrag lautet zwar so, dass ich es jederzeit auch einfach zurückgeben kann (in dem Fall würden die geleisteten Zahlungen einfach verfallen und als Miete betrachtet), aber da bin ich mir noch unschlüssig, denn so günstig kommste nie wieder an Eigentum. Wenn ich es zurückgebe und mir dann mit 50 sage, jetzt würde ich aber gerne ein Eigenheim haben, ist der Zug nämlich abgefahren.

Dann lieber eine Zeit lang vermieten und dann später drin wohnen.

Ihr seid echt ein tolles Forum

Demian


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 17.01.2011 14:00
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus demian!

Ich wäre dann so eine Art Hausmeister.

Wärst Du so oder so (oder Du stellst einen ein). Denn als Eigentümer einer vermieteten Immobilie hast Du zu sorgen, dass das vermieteet Objekt und alles was dazu gehört (Garage, Kellerabteil, Treppnehaus, etc.), in Ordnung ist und bleibt.
Der Vermieter ist lediglich für Schönheitsreparaturen zuständig!

Grüßung
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 17.01.2011 14:03
(@annasophie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo,

2150 netto
zzg. Mieteinahme - diese abzüglich Kosten

macht ein Netto von ca. 2600 (als Beispiel)

davon 5 % berufsbedingte Aufwendungen
davon 4 % zus. Altersvorsorge (vom Bruttoeinkommen)
= summe X

Summe x - KU = y - 1050 (Selbstbehalt) = z

Frau erhält Ku + z und zahlt dir 1000 €.

Sophie


AntwortZitat
Geschrieben : 17.01.2011 14:10
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo demian,

Also sie meint ja immer, dass wir einfach einen Mietvertrag für den Fall einer Trennung machen, wo sie mir dann die 400 als Miete zahlt.
(...)
Hinzu kommt, dass ich auf dem Markt auch eine Miete von 1000 Euro kriegen könnte, von so einer Summe ließe sich dann auch der Unterhalt des Hauses finanzieren.

Na, dann haben wir doch schon mal zwei Pflöcke, die wir einrammen können, nämlich eine untere und eine obere Grenze für den fairen Preis, den sie von ihrem Unterhalt zahlen muss, um weiterhin dort wohnen zu bleiben: Der faire Preis wird irgendwo zwischen 400 Euro und 1.000 Euro liegen. Wäre es weniger, zahlst du definitiv drauf. Wäre es mehr, kommt sie günstiger weg, wenn sie ein anderes, vergleichbares Haus anmietet. Wobei die untere Grenze in Wirklichkeit sogar noch ein Stück höher liegt als bei diesen 400 Euro, weil zu den Zahlungen an deinen Großvater noch die sonstigen Kosten des Eigentums hinzukommen (hast du ja schon richtig erkannt - Reparaturen, Grundsteuer usw.)

Und genau das musst du ihr möglichst gleich morgen klarmachen, wenn du mit ihr redest: Erstens, dass es mit diesen 400 Euro eben nicht getan ist, und zweitens, dass zu deinen Unterhaltszahlungen eben auch der faire Preis für die Sachleistung "mietfreies Wohnen" gehört, d.h. dass sie das nicht zusätzlich zum Barunterhalt erhält, sondern dass das mit dem Barunterhalt verrechnet wird. Wenn das erst mal klargestellt ist, geht es "nur" noch darum, dass ihr euch (a) über die Höhe des Unterhaltes und (b) über den fairen Preis für die "Miete" des Hauses einigt. Aus dem Unterschied zwischen (a) und (b) ergibt sich dann, wie viel Euro du zusätzlich zum Kindesunterhalt ggf. noch an sie überweisen musst.

Im Moment ist sie allerdings von dieser Erkenntnis noch meilenweit entfernt, zum Beispiel dieses hier:

Also sie meint ja immer, dass wir einfach einen Mietvertrag für den Fall einer Trennung machen, wo sie mir dann die 400 als Miete zahlt.

Nada. Will sie einen Mietvertrag mit allen Rechten eines Mieters, dann zahlt sie dafür auch den Marktpreis, und das sind dann die von dir genannten 1.000 Euro. Meinetwegen noch abzüglich "Freundschaftsrabatt" in Höhe von zehn oder maximal zwanzig Prozent, aber auch dann reden wir noch von 800 Euro Miete. Die von ihr gewünschten 400 Euro sind jedenfalls Wunschdenken, darüber solltest du nicht einmal diskutieren.

Du könntest die Diskussion allerdings auch anders fahren, wenn du tatsächlich einigermaßen zuverlässig weißt, dass sie das mit dem Job ab August 2011 wirklich ernst meint. Dann steht das morgige Gespräch nämlich plötzlich unter einer viel freundlicheren Überschrift, nämlich: "Wie um alles in der Welt überbrücken wir die Zeit bis August, denn finanziell betrachtet werden das verdammt harte acht Monate". Du selbst hast dieses Problem ja längst erkannt:

Genau das ist eben mein Dilemma. Soll ich ihr aus Liebe wenigstens noch die Zeit bis August geben auch wenn ich es nicht müsste? Viel länger funktioniert das bei mir nämlich echt nicht mehr, denn ich lebe am Limit und kann mir z.B. nicht mal einen neuen Auspuff leisten.

Und da du inzwischen in einer anderen Stadt lebst, ist mutmaßlich "das Auto ist kaputt" gleichbedeutend mit "der Umgang mit dem Kind erfordert deutlich längere Fahrtzeiten".

Im übrigen, blicke mal einfach nur auf die Zahlen:

Ich verdiene so 2150 € netto.

Davon müssen jetzt nicht nur drei Leute satt werden, sondern jetzt auch zwei Haushalte bezahlt werden und nicht mehr nur einer, die Umgangskosten (z.B. Benzin für die Fahrerei) kommen auch noch obendrauf, die gab' ja vorher auch nicht. Eigentlich ist es klar, und ihr muss das möglichst bald klarwerden, dass das jetzt, bei gleichbleibendem Einkommen aber deutlich höheren Ausgaben, finanziell deutlich enger wird als ihr es aus der Vergangenheit gewohnt seid. Und dann es kann ja wohl nicht sein, das bei ihr "alles wie gewohnt" bleibt und nur du den Gürtel enger schnallen musst!

Demzufolge könnte das Ziel für morgen also auch ein "Kassensturz" sein: Wie viel Geld ist überhaupt vorhanden, welche Kosten sind bei ihr und bei dir unvermeidlich, wie viel bleibt dann überhaupt noch übrig, und wie teilt ihr diesen schäbigen Rest gerecht unter euch auf (sofern überhaupt noch was übrig bleibt).

Und dazu die klare Ansage, dass ab August neu gerechnet werden muss - egal ob das mit ihrem Job nun klappt oder auch nicht.

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 17.01.2011 14:10
(@demian)
Schon was gesagt Registriert

@ malachit:

ich lebe schon seit Dez 09 so. Ich weiß wie eng der Gürtel sitzt....


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 17.01.2011 14:27
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin demian,

ich lasse jetzt mal beiseite, dass zu einem "wir kommen wieder zusammen" mehr gehört als ein "ich warte auf die Entscheidung meiner Frau in acht Monaten". Eine gute Basis wäre der Satz "Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben". Alles andere subsummiere ich persönlich als "Verhungern am ausgestreckten Arm".

Sachlich betrachtet hat Deine Frau sämtliche Rosinen in der Hand: Sie hat das Kind, sie wird von Dir fremdalimentiert, sie wohnt in einem Haus zu einem Preis, für den es - vielleicht - eine 2-Zimmer-Wohnung gibt, und sie hat einen Mann, den sie auf Abstand halten kann (was ihre Aussichten auf einen neuen Partner nicht schmälert). Warum um Himmels willen soll sie sich für irgendetwas anderes entscheiden? Doch sicher nicht, damit Du persönlich Planungssicherheit hast und Dich irgendwann einer anderen Frau zuwenden kannst. Sie weiss schliesslich: Solange Deine Kohle für Frau und Kind draufgeht, bist Du für andere Damen vergleichsweise uninteressant. Warum sollte sie an diesem Zustand irgend etwas ändern wollen?

Wenn sie wirklich (!) daran interessiert ist, diese Trennung für beide Seiten fair abläuft, müsste sie eigentlich denken "es geht nicht, ohne eigene Erwerbsarbeit in einem Haus für 1.000 EUR im Monat zu wohnen, während der Finanzier des Ganzen in einer kleinen Butze hausen muss und sich aktuell nicht einmal eine Autoreparatur leisten kann". Allein an ihrer Reaktion auf den Vorschlag, die Hütte ab dem 1.5.2011 zu einem marktgerechten Preis zu vermieten, wirst Du (wenn Du die Augen aufmachst) erkennen, wo ihre tatsächlichen Ziele liegen. Hilfsweise auch an Jobangeboten, die Du auf Portalen wie www.meinestadt.de finden kannst und die sich - oh Wunder! - nicht auf ihren erlernten Beruf beschränken müssen. Ein weiteres (zusätzliches) Modell: Du ziehst ins Haus und sie wohnt irgendwo zur Miete. Und Ihr teilt Euch die Kinderbetreuung per Wechselmodell.

Grundsätzlich gilt: Ein Kind braucht kein Haus. Millionen von Kindern wachsen ohne Schaden in Wohnungen auf.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 17.01.2011 14:47




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