Hi,
kleine Geschichte aus der Nachbarschaft. Im Nebenhaus ist im Frühjahr ein neuer Mieter eingezogen.
Eine nette junge Dame (steht auch alleine im Mietvertrag) mit kleinem Kind (unter 3). Mit ihr zogen 3 Hunde ein und 2 Männer.
Gut, jeder hat so sein Lebensmodell.
Gestern kam meine Große nach dem Nachmittagsunterricht heim und fragte, was denn die Polizei hier wolle und warum die "Neue" da unten ein blaus Auge habe...
Kurz und gut. Einer der beiden Männer hatee wohl im Beise sin eines befreundeten Pärchens die Frau so geprügelt, das diese Pärchen letztednlich die Polizei geholt hat. Diese haben dann den Schläger erstmal entfernt.
Vorhin hatte ich mich mit der anderen Nachbarin unterhalten. Diese hatte ihr vor ein paar Wochen schonmal geholfen, als er sie wohl ziemlich übel zugerichtet hatte. Allerdigns war sie am Ende die Blöde, als die beiden am nächsten Tag wieder Händchenhaltend durch die Gegend marschierten.
Gestern ist sie gegen abend (als max. 3 Stunden nach dem Polizeieinsatz) nochmal unten vorbeigegangen und konnte die Frau, Kind und die beiden Männer einträchtig am Abendbrottisch sitzen sehen.
Was bitte treibt eine Frau dazu sich nicht nur mehrmals verprügeln zu lassen, sondern den Kerl auch noch wenige Stunden später wieder reinzulassen, obwohl die Polizei wohl ein "Platzverbot" ausgesprochen hatte?
Ich kann sowas so absolut nicht nachvollziehen. Ach ja, obwohl das Kind mittendrin war und völlig verstört erstmal eifnach nur rumgebrüllt hat, wird das JA sich nicht einschalten.
Gruß Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Moin,
ich kann mir so etwas nicht vorstellen, warum so etwas passiert. Gewalt darf nie passieren,
egal wie.
Ich kann mir nur vorstellen, dass sie ihm vielleicht hörig ist. Vielleicht hat er ihr auch gedroht.
Man weiss es nicht. Ich denke mal, die Wahrheit wird man wohl nicht herausbekommen.
Verstehen kann ich sie da jedoch nicht. Das ist Körperverletzung und gehört zur Anzeige gebracht.
Gruß
Agent
Mantra:
NEIN, NICHT nächste Woche. Heute noch oder morgen. Und schreib jetzt nix vom Anwalt (...), sondern heb Deinen Hintern samt Eiern hoch und werde aktiv.
Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
Das passt zu der These von Erin Prizzin, der bekannten Feministin und Frauenhausgründerin, die irgendwann zu der Erkenntnis kam, dass es "typische" Gewaltopfer gibt, die sich immer wieder selbst in solch eine Situationen begeben oder sie sogar selbst immer wieder auslösen.
Quasi ein notorisches Opfer.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
dass es "typische" Gewaltopfer gibt, die sich immer wieder selbst in solch eine Situationen begeben oder sie sogar selbst immer wieder auslösen.
in der Tat. Und die Begründungen gegenüber sich selbst und anderen, immer wieder zurückzukommen wie ein winselnder Hund, ähneln sich dann auch: "man darf ihn halt nicht reizen" oder "wenn er nicht besoffen ist, ist er ein ganz Lieber!"
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Richtig!
Ein notorisches Opfer. Meist bereits in der Kindheit im eigenen Elternhaus so erlebt und deshalb als "normale Situation" betrachtend, wenn es dann später im eigenen Leben weiterhin so läuft...
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Hallo zusammen
Bei solchen A......löchern bleiben die Frauen. Und Männer die alles für ihre Frauen tun, nicht schlagen und Trinken werden entsorgt. :puzz:
Na dann Gute Nacht
Heirate oder heirate nicht, egal du wirst es bereuen
Hi
Ich drehe die These vom notorischem Opfer mal um und behaubte, sie werden ausgesucht.
Es gibt da keine Zufälle, sondern gezielte suche nach dem ''Opfer''.
Ob Mann oder Frau, egal wer das Opfer oder Täter ist, Menschen sind in jeder Art ''programmierbar'', nicht um sich einen Partner auszusuchen, der sie oder ihn schlägt und dann zu ihn oder ihr zurückzukehren in der Hoffnung, dass das nie wieder passieren wird, sondern das der Täter die ''Macht'' hat das Opfer wieder zurück zu beordern.
Hörigkeit des Opfers und Überlegenheit des Schlägers(Ausnutzers) stellen sich in die Beziehung ein.
Das Opfer sieht es als gewöhnlich an und wächst in die Machenschaften des Täters hinein.
Dabei hat der Bösewicht von Anfang an dieses schwache Wesen gesehen und um seine eigenen psychischen Defizite zu überdecken und genau dieses Opfer ausgesucht um sich selber als stark und überlegen darzustellen.
Gruss Wedi
Das passt zu der These von Erin Prizzin, der bekannten Feministin und Frauenhausgründerin, die irgendwann zu der Erkenntnis kam, dass es "typische" Gewaltopfer gibt, die sich immer wieder selbst in solch eine Situationen begeben oder sie sogar selbst immer wieder auslösen.
Hallo,
damit hat sie auch recht, dazu gibt es zahllose wissenschaftlich harte Bestätigungen.
/elwu
Hi,
Ich hab das mal auf mich wirken lassen.
Es klingt durchaus logisch, das es typische Opfer gibt. Wahrscheinlich auch gerade die Personen, die es in der Herkunftsfamilie nicht anders erlebt haben.
Bedeutet für mich aber wieder, das das Kind dann auch wieder Opfer oder Täter werden wird. Das wäre mir zu einfach, ist aber wohl wahrscheinlich.
Bringt mich aber zur nächsten Frage. Wie und warum sind dann doch Menschen bereit und fähig aus dieser Opferrolle auszusteigen. Oder anders gefragt, was muß passieren?
Kleine "Anekdote" am Rande zu diesem "Fall". Einer der Polizisten hatte ein blaues Auge. Das hat nicht, wie ich angenommen hatte der Kerl im verpasst, sondern die Dame, weil sie wohl mit der Einmischeung der Polizei nicht einverstanden war (obwohl sie wirklich grün und blau aussieht). Manchmal ist es doch lustig, wenn man in der Nachbarschaft einen Polizeibeamten hat, den man kennt 😉
Gruß Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Hallo Tina,
so was hab ich auch schon erlebt.
Wir waren nett essen mit Freunden, kommen aus der Kneipe und hören lautes Geschrei beider Geschlechter. Plötzlich klirrt es, das weibliche Geschrei wird schlagartig noch lauter und hört sich plötzlich nach Schmerzen an. Auch das männliche Geschrei wird lauter und es werden einzelne Worte erkennbar, die ich dank Wortfilter hier nicht aufschreiben kann :wink:. Dann "klatscht" es und es ist klar, was da oben passiert. Einer unserer Freunde verliert die Nerven und brüllt in die Richtung der Wohnung: "Hör sofort auf, deine Frau zu schlagen, sonst hole ich die Polizei".
Was passiert: es wird schlagartig ruhig, dann schleicht die Frau ans Fenster, "sch..." unseren Freund zusammen, er hätte sich da gefälligst nicht einzumischen und es sei schließlich alles in Ordnung.
Wir waren absolut fassungslos und hörten im Wegfahren, dass das Ganze munter so weiter ging.
Tja, sollen sie sich doch schlagen und schlagen lassen. Da ist Hopfen und Malz verloren, wenn es keine Einsicht gibt.
Wenn allerdings Kinder dabei im Spiel sind, würde ich sofort beim JA eine Meldung machen. Und das JA WIRD sich einmischen, jede Wette!
Gruß pk
