Hallihallo!
Ich habe gerade in LBs Kita eine echt frustrierende Woche hinter mir. Gestern erfuhren wir per Anschlag am schwarzen Brett, dass die Erzieherin der Gruppe das Handtuch geworfen hat. Sie ist allein für 16 Kinder zwischen 3 und knapp 5 Jahren zuständig und hat von den Eltern, deren Kinder im Sommer von der Krippe in die Kitagruppe gewechselt haben, wohl massiv Feuer bekommen. Dass sie allein wohl kaum was schaffen kann und alles merken kann, wenn sie ein Windelkind wickelt, ein weiteres auf dem Klo sitzen hat und 14 andere Kinder im Gruppenraum, leuchtet wohl jedem ein. Dass Eltern dann ein Problem haben, weil ihr Kind mal Entenfüße hat oder die Hose verkehrt rum an (weil sich eben auch die Kleinen so gut es geht allein anziehen sollen), finde ich dann recht lächerlich.
Jedenfalls hat man selbst uns Elternvertreter nicht informiert und nun stehen wir da, mit einer anderen Erzieherin.... Eine Art und Weise von der Leitung, aber auch von den "Mobbingeltern", die mich richtig annervt.
Nun, heute holt meine Mutter LB ab und stellt fest: Kind hat schiefen Hals. In der Gruppe ist ein 3jähriger Knirps, der die anderen Kids wohl recht massiv haut, kratzt, kneift, beißt und schubst. Seit der im Sommer in die Gruppe gewechselt ist, hatte Lausebacke schon die diversesten Bisse, Kratzer und zwei Mal ein blaues Auge. Hatte zur Folge, dass er nach einigen Wochen morgens Mordstheater geschlagen hat und nicht mehr in die Kita wollte. Die (rausgemobbte) Erzieherin hat ihr Bestes versucht, der Krümel hört aber nicht auf mit seinen "Brutalitäten". Nachdem ich Lausebacke sagte, er solle sich mit Worten wehren bzw. er solle seine Erzieherin informieren, sich aber überhaupt nix tat, habe ich ihm dann "erlaubt" bei der nächsten Attacke mal zurück zu hauen, kneifen, kratzen, was auch immer. Ein paar Tage später wurde mir dann vermeldet: "Der C. hat mich heute gehauen, da hab ich dem aber eine zurückgescheuert!!!" und seitdem war Ruhe. Bis heute. Da wurde dann so geschubst, dass Lausebacke unglücklich fiel und nun einen schiefen Hals hat. Kinderarzt hat gleich ans KH verwiesen zum Röntgen, KH hat jetzt an Durchgangsarzt verwiesen und Kind eiert nun mit schiefem Hals durch die Gegend. Toll auch.
Hab dann heute zum ersten Mal die Mutter angerufen, die dann erst mal leicht auf der Palme war, weil "immer ihr Kind der Buhmann" ist. Es war zwar ein recht ruhiges Gespräch, weil ich ihr versucht habe klarzumachen, dass ich ihr jetzt nichts Böses will, aber mein Humor da aufhört, wo kindliche Raufereien (zT mit Gegenständen) blaue Augen oder Arzt-/KH-Besuche zur Folge haben. Wir sind uns zwar vom Prinzip einig, dass das alles "Mist" ist, nur wie wir/sie/die Kita was ändern soll, weiß ich nicht.
Wie bringt man einen 3jährigen davon ab, seine Mitstreiter zu verletzen?? Auch die Kita hat von positiver Aufmerksamkeit bis "kurzfristiges Entfernen" des kleinen Rambos in eine andere Gruppe alles versucht, aber es nimmt kein Ende.
Hat hier vielleicht jemand Erfahrungen aus dieser Kombination "rabiater" 3jähriger in Verbindung mit viel zu großer Kitagruppe mit bescheidenem Betreuuerschlüssel?
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hey
Vielleich wäre es überhaupt erstmal auch interessant zu wissen, wieviel Betreuer/innen bei entsprechend großer Guppenzahl vor Ort zu sein haben!
Darüber sollte es sicherlich Vorschriften geben u dann wäre eben die Frage ob der Kiga sich entsprechend an diese Bestimmungen hält..
Naja u ein 3jähriger der so "drauf" ist, naja da dürfte schon vorher wohl was schief gelaufen sein, hier wären ansich die Eltern gefordert gewesen, bzw. sind es..
Naja u irgrndwann auch der Kiga, wenn es so ein entsprechendetr Qerulant ist, dann müßte auch irgendwann der Kiga handeln, wenn das Kind nicht tragbar für den Kiga ist, also eben z.B. massiv gewalttätig ist u die Eltern nichtz ebenfalsl gegensteuern können oder wollen...
Zumindest sollte auch der Kiga mit den Eltenr sprechen...denn so kann es wohl kaum weiter gehen...
Klingt zumindest so als wenn auch da innerhalb der Familie etwas nicht ganz stimmt..
Mehr fällt mir jetzt ehrlich gesagt auch nicht dazu ein..
Gruß
Jens
Hallo LBM!
Wie bringt man einen 3jährigen davon ab, seine Mitstreiter zu verletzen?? Auch die Kita hat von positiver Aufmerksamkeit bis "kurzfristiges Entfernen" des kleinen Rambos in eine andere Gruppe alles versucht, aber es nimmt kein Ende.
Hat hier vielleicht jemand Erfahrungen aus dieser Kombination "rabiater" 3jähriger in Verbindung mit viel zu großer Kitagruppe mit bescheidenem Betreuuerschlüssel?
LG LBM
Einen Rat aus der "Ferne" ist m. E. in solch einer Situation nicht ganz einfach. Da ich Erfahrungen aus diversen Kitas habe, weiß ich, dass es immer einen guten Weg geben kann - solange auch alle mitspielen. Sprich die betroffenen Eltern, Leitung, Erzieherinnen. Erst einmal sollte das Thema thematisiert werden, auch auf nem Elternabend. Ein ausführliches Gespräch mit der zuständigen Erzieherin zu dieser ganzen Problematik ist selbstverständlich unabdingbar. Es kommt vor allem auf die Professionalität der Erzieherin an, denn diese ist bei einem "Rabauken" tagtäglich in vielen Situationen gefordert. Doch völlig ohne ein Mitmachen der Rabauken-Eltern und evtl personelle Unterstützung(z. B. bei schwierigen Fällen ggf. eine zusätzliche stundenweise Integrationserzieherin) ist auch die Erzieherin überfordert.
Es kommt aber tatsächlich auf die genaue Gegebenheit vor Ort an, um hier Tipps zu geben die letztendlich auch ein positives Ergebnis nach sich ziehen. Also u. a. seit wann gibt es dieses Thema, was wurde bereits versucht, seit wann ist Rabauke in der Gruppe, wie ist die Gruppensituation insgesamt, Tagesablauf, Rituale etc...
Auch ist es wichtig, was die Erzieherin dazu meint, warum sich Klein-Rambo so verhält, wie er sich eben verhält. Welche Position bzw. Rolle hat "Rambo" in der Gruppe, wie verhält er sich in anderen Gruppen usw...?
In unserer Kita wenden wir in solchen Fällen - die selten vor kommen - eine Vielzahl von Maßnahmen an. Und nur "SO" ist oftmals eine Lösung in sichtbarer Nähe. Nach dem ein Austausch unter Kollegen stattgefunden hat, ein Elterngespräch etc, suchen wir nach konkreten Umsetzungstipps, wie z. B. Rabauke mehr Raum zu geben sich auszutoben, Positives von Rabauke bestärken, Rabauke besondere Dinge machen lassen, wie beispielsweise (bei uns) Öltröpfchen vor dem Mittagessen verteilen und sich ein Spruch aussuchen, Buch auswählen bei der Ruhestunde usw. Dieses gibt Rabauke positives Feedback und lenkt die Energien in "gesunde" Bahnen.
Rabauke's Eltern sollten mit ihrem Sohnemann angemessen sprechen - nicht nur einmal. Die Zusammenarbeit von Eltern und Erzieherinnen ist auch ein Muss!
Unbedingt wichtig ist es auch solche "Hau-und Kratzthemen" im Morgenkreis gemeinsam mit den Kindern zu thematisieren, Kinder nach Lösungen suchen lassen, etc. Wir haben z.B. gemeinsam mit den Kindern Regeln erstellt und alle haben dann unterschrieben. Natürlich sollte auch - wenn situativ angebracht - konsequentes Handeln der Erzieherin erfolgen, z.B. bei Hauattacke eine "Ausszeit" von ein paar Minuten, oder ein (minutenweiser)Ausschluss bei einer Vorleserunde.
Aus anderen Kitas habe ich auch schon etwas von nem "Wutsack" zum "Kraftablassen" oder von einer "Schimpfröhre" wo man schlimme Wörter reinruft gehört.
Sie ist allein für 16 Kinder zwischen 3 und knapp 5 Jahren zuständig
Ist aber tatsächlich schon ziemlich viel für eine Erzieherin alleine - besonders wenn es noch Rabauke(n) gibt.
Wir haben auf 16 Kinder 2 Erzieher plus ne Praktikantin. Das ist allerdings meist nur in kleineren Einrichtungen, bei uns ne EIKita, möglich. Große Kitas kommen oft auf 16 Kinder auf eine(oftmals überforderte) Erzieherin.
Nur ein gemeinsames Zusammenarbeiten(s.o.) führt meiner Erfahrung nach zum Erfolg und auch ist jede Situation vollkommen anders.
Hat die Erzieherin jedoch wenig Erfahrung bzw. keine(wenige) Ideen der Sache Herr zu werden, sieht es auch nicht rosig aus. Auf jeden Fall sollte man sie ermutigen(wenn nicht von alleine drauf komm) sich mit ihren Kolleginnen auszutauschen, andere Erfahrungen und Ideen einfließen lassen und auch Dinge auszuprobieren.
Es gibt wirklich viele Lösungsansätze. Wir bei uns haben bisher eigentlich jedes "Problem" lösen können - es haben aber auch alle an einem Strang gezogen und waren offen wir Neues.
Also gemeinsam klappt das schon - nur Mut! Und dann freut sich Klein-LB auch wieder auf Kita!
Wo ist letzte denn? In P.Berg? Und berichte doch bitte wie es weiter geht.
Gruss und viel Erfolg!
Ariba
Hallo ihr beiden!
Vielen Dank für eure Beiträge!
Zunächst mal zur einen Situation: Nächste Woche auf dem Elternabend soll wohl neben der neuen Gruppenerzieherin auch ihre "zweite Hand" vorgestellt werden. Die Leitung scheint wohl verstanden zu haben, dass 1 Erzieherin bei 16 Kindern zu wenig ist. 2 Erzieherinnen pro Gruppe sind m. W. nur in den Gruppen, wo auch I-Kinder sind. Es ist also in unserer Kita "normal", dieser Schlüssel.
Mit der Mutter des "Ninja" hatte ich ja gestern ein längeres Telefonat. Sie selber hat auch schon Gespräche mit der Erzieherin (der Alten) und der Leitung gehabt und eben auch darauf hingewiesen, dass die Betreuung zu wenig gewährleistet ist und sie diese Problem vorher mit dem Jungen nicht hatte. (Dazu habe ich aber von außen Widersprüchliches gehört). Womit ich mich jetzt schwertu' ist, ihr direkt oder indirekt vorzuhalten, dass in ihrer Familie etwas schief läuft. Denn auch mein Sohn hat mit ca. 2 Jahren diese Hauphase gehabt, ohne dass er jemals zu Hause gehauen worden ist bzw. unbeachtet, schlecht behandelt oder sonst was wurde. Allerdings ging diese Phase mit zunehmender Kommunikationsfähigkeit auch schlagartig zurück.
Dass man mit den Kindern solche Zwischenfälle thematisieren sollte, finde ich auch. Die Kinder machen öfter einen Morgenkreis und da würde die Thematik "Was beim Schubsen passieren kann!" (o. ä. ) sicher gut rein passen. Anregen werde ich das.
Heute Mittag hatte ich auch ein deutliches Gespräch wegen beiden Themen mit der Kitaleitung und wir werden uns da auch noch mal zusammensetzen. Letztlich werde ich dann den Elternabend abwarten müssen.
Lausebacke hat GsD nichts an der Wirbelsäule, sondern lediglich eine Art Muskelüberdehnung/Zerrung, wie sie oft auch bei Schleudertraumata vorkommt. Nicht "schlimm" aber schmerzhaft. Letztlich weiß ich nicht, inwieweit er diese Situationen mit provoziert, ich will ihn da keines Falls als Engel hinstellen, er kann schon ein ganz schöner Teufel sein. Nur ist mir halt noch nie zu Ohren gekommen, dass er in irgendeiner Form handgreiflich wird.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
