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Diskussion: Gesundheitsfolgen von Trennung und Scheidung

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(@eskima)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Bezug: http://www.vatersein.de/forum-topic-7221.0.html

Moin,

ich hatte gestern mit meinem Mann eine Diskussion darüber, ob es sich nicht um eine Körperverletzung handeln könnte, wenn jemand nachgewiesenermaßen aufgrund von Scheidungsfolgen krank wird. Konkret fiel mir dabei Umgangsboykott ein.

Das Problem dürfte sein, ein entsprechendes Attest über die Gesundheitsfolgen zu bekommen, in denen ganz klar die Ursache definiert ist...

Wie seht ihr das?

Gruß

eskima


Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht sieben Meilen in seinen Schuhen gegangen bist - Indianische Lebensweisheit
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Zitat
Themenstarter Geschrieben : 06.09.2006 12:14
 Uli
(@Uli)

Liebe Eskima,

Das Problem dürfte sein, ein entsprechendes Attest über die Gesundheitsfolgen zu bekommen, in denen ganz klar die Ursache definiert ist...

Das Problem dürfte sein, dass kaum ein Arzt die Kausalität zwischen Scheidung und Gesundheitsfolge im individuellen Fall herstellen wird, weil das Leben zu vielschichtig ist. Das Problem besteht doch schon bei berufsbedingten Erkrankungen. Die Betroffenen haben hier ein Spießrutenlaufen zu vollbringen, da die Berufsgenossenschaften sich in diesen Fällen winden wie ein Aal. Ähnlich düfte es sein, wenn Du versuchtest, dem Staat an die Karre zu fahren. Ich denke mal, das geht nur global über solche Studien wie die hier genannte.

Konkret sehe ich das Vorgehen öffentlicher Organe gegen meine Familie und mich als ganz klare Körperverletzung. Erst mein gestriges Telefonat mit dem Sozialamt hat mich zunächst mehr als zornig gemacht und dann um den gesamten Schlaf gebracht. Und so soll man dann noch einen Arbeitstag überstehen, um das erwirtschaftete Geld abzugeben.  😡

Uli


AntwortZitat
Geschrieben : 06.09.2006 12:27
(@eskima)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Uli,

okay, ich führe mal näher aus: gestern abend hab ich Maischberger geschaut, es ging dort im Insolvenz. Unter anderem wurde auch über das bekannte Unternehmen "Moskau" gesprochen. Die gehen zu den Schuldnern und platzieren sich in drohender Haltung und schwarzen Klamotten (Glatze) dort vor der Haustür. Wenn nicht geöffnet wird, dann fragen sie auch bei den Nachbarn rundum, wann denn X wieder zuhause wäre. Sie sprachen von einer Erfolgsquote von 80% und schlossen daraus, dass viele Schuldner einfach nicht zahlen wollen.

Ein Experte meinte nun, dass schon mehrere Schuldner, die Besuch der Firma "Moskau" bekommen haben, in der Psychiatrie gelandet sind, weil sie dem Druck nicht standhalten können und dass damit der Tatbestand der Körperverletzung gegeben sei.

Über diesen Druck kam ich dann zum Familienrecht. Wenn ich behaupten würde, dass mein Mann mich tätlich angegriffen hätte (ohne Beweise!) und er das bestreiten würde, hätte er trotzdem für mindestens eine Nacht das Haus zu verlassen.

Irgendwie ist da was extrem in der Schieflage und deshalb kam für mich die Frage nach der Körperverletzung auf.

Oder aber anderes Beispiel: vor Jahren gab es soviel Rosenkrieg, dass mein Mann krank wurde und ein Attest bekam, dass er keine Schichtarbeit mehr machen durfte. Natürlich kann man nicht "beweisen", dass es der Rosenkrieg war, der krank gemacht hat. Die Frage war ja schließlich, wo kann man Streß abbauen um den restlichen Streß besser verarbeiten zu können und das ist in dem Fall eben die Arbeit.

Aber ein Körperverletzung ist diese Psychoschiene, die ich auch bei dir lieber Uli sehe, schon. Und ich sehe, dass Männer unendlich wenig in der Hand haben um sich zu wehren.

LG

eskima


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AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 06.09.2006 12:46
(@Platt)

Hi,

erkenne ich denn selber ob ich durch solche Geschichten krank werde. Ich möchte noch einige Zahlen nennen.

Berufsunfähigkeit

2003

anerkannte BU Männer ca. 90.000  Anteil BU wegen psychischer Erkrankung 27%
anerkannte BU Frauen ca. 90.000  Anteil BU wegen psychischer Erkrankung 36%

Tendenz steigend

Wobei es Männern schwerer fällt eine psychische Erkrankung zu zugeben. Man beachte auch die Selbstmordrate bei Männern.

Interessant wäre auch die Frage, wieviel Antidrepressiva verschrieben werden und was das alleine schon für Kosten verursacht.

Ironie on

BU wegen Herz/Kreislauf- , Bewegungsapparat  sind out. Macke ist in. Ironie off

Selbst Krebs die anerkannter Maßen geißel der Menschen bringt es bei BU nur auf insgesamt 15%

Platt


AntwortZitat
Geschrieben : 06.09.2006 12:49
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Platt,

wir haben gestern abend hier auch über dieses Thema gesprochen.

Mein Gedanke war auch, daß eine Statistik ganz interessant wäre. Hier würde wahrscheinlich für den Anfang  eine Statistik der Psychologen und Psychotherapeuten reichen.
Ich glaube die Kosten sind hier durch Therapien und auch verordnete Antidepressiva enorm hoch. Dazu kommen die psychosomatischen Krankheiten/Beschwerden.

Ich glaube die Herrschaften unserer Gesetzesgebung werden nur wach, wenn sie raffen, welche Kosten ihre eigenen Gesetze verursachen. Dazu müssten sie aber auch mal nach rechts und links gucken und das wird wohl schon schwierig *g.

LG
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 06.09.2006 15:56
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin!

Ich finde den Ansatz zwar gut, aber wie soll das denn gehen?? Wie man u.a.  in dem Thread "Wie geht Ihr mit dem Leid um" nachlesen kann, leiden viele von uns NACH der Trennung unter

- Depressionen
- Schüttelfrost-Attacken
- Arbeitsunfähigkeit
- Selbstmordgedanken
- Herzleiden
- zerschlissenen Zähnen
- Fettleibigkeit
- Gewichtsabnahmen
- Atembeschwerden
- Perspektivlosigkeit
- Aphatie
- Antriebslosigkeit
- Migräne
- Alkoholismus
- Alpträumen
- Schlaflosigkeit

und und und

Aber wenn ich jetzt mit meinen zerknirschten Zähnen, der nächtlich zerkratzten Stirn, dem Untergewicht, meinen Depressionen zum Arzt gehe, dann wird der doch nicht viel mehr sagen als "reißen Sie Sich zusammen!" mir ein paar Pillen geben oder mich zum Psychologen schicken. Der wirds schon wieder richten. Und wenn ich darum bitten würde mir ein Attest auszustellen aus dem hervor geht, daß das alles meine Exe bzw die Handhabung des Deutschen Familienrechts schuld ist - der lacht mich doch aus. Oder???

Wenn Ihr meint, der lacht mich nicht aus, dann schreibt das bitte und ich sitze morgen in der Praxis meines Arztes und komme mit nem Attest zurück. Versprochen!

Milan


AntwortZitat
Geschrieben : 06.09.2006 16:33
(@Platt)

Hi,

der lacht mich doch aus. Oder???

Ironie on. Zumindest uns, wir beide sind doch absolute Weicheier. Ironie off

Männer weinen nicht
Männer sind hart wie Kruppstahl
Männer haben Nerven wie Drahtseile
Männer verdienen aufgrund ihres Geschlechts mehr
Männer können gefährliche und anstrengende Arbeit verrichten
Männer sind nicht sentmental
Männer können immer nur eine Sache auf einmal
Männer sehen als relativ locker
Männer kümmern sich nicht um ihren Nachwuchs
Männer haben keine Gefühle
Männer ziehen in den Krieg

Da kann es doch nicht sein, dass eine so schwache Frau diese harten Typen fertig machen kann. Uns beide schon, wir sind nämlich Weicheier.

Und weil wir beide Weicheier sind, trauen wir uns gar nicht mal zu hinterfragen, ob wir wirklich krank sind. Man will sich ja nicht der Lächerlichkeit ganz preisgeben.

Irgendwann wird das ganze explodieren, nämlich dann, wenn diese Männer dann wirklich zum Arzt gehen. Ich bin mir sicher, da lacht dann keiner mehr.

Was ich auch prima finde, ist dass Frauen 5 Jahre älter werden. Wie kommts.

Wir Männer sind nur einfach dumm. Weil Männer wissen immer ganz genau was andere machen werden. Was noch viel besser ist, wir liefern auch noch die Begründung dafür. So hat es die Gesellschaft doch sehr einfach.

Also ab zum Psychiater und schauen was der sagt. Aber bitte nicht wundern, wenn der dann einen sofort in die geschlossene einweist und einen gleich BU schreibt.

Aber das werden wir in der letzten Konsequenz auch nicht tun. Wir gibt einem Bekloppten schon die Kinder.

Also alle Mann schön weiterrödeln und wenn nichts mehr zu holen ist einfach sozialverträglich sterben. Aber eine Bitte habe ich noch. Nicht vor einen Zug schmeissen. 1. Haben die anderen dann die Verspätungen und 2. Muss dann der Lokführer zum Psychiater.

Platt

War alles nicht ganz ernst gemeint


AntwortZitat
Geschrieben : 06.09.2006 16:57
 Uli
(@Uli)

Wenn Ihr meint, der lacht mich nicht aus, dann schreibt das bitte und ich sitze morgen in der Praxis meines Arztes und komme mit nem Attest zurück. Versprochen!

Ich denke mal, dass er nicht lachen wird. Du wirst wohl auch Dein Attest bekommen. Allerdings steht da vermutlich nur "allgemeines Erschöpfungssyndrom" drauf und nicht Rosenkriegsverletzung. So ist es bei mir zumindest immer.

Ich bin nie so oft krank gewesen, wie die letzten zwei Jahre!

Uli


AntwortZitat
Geschrieben : 06.09.2006 17:07
(@carstenl)
Nicht wegzudenken Registriert

ich sehe solche untersuchungen immer sehr positiv.

hoffentlich passiert es nachher nicht wie bei amend. das man dafür bezahlen muss um an infos zu kommen.

wenn ich bedenke dass amend sein buch auf kosten von vielen eltern geschrieben hat und danach viel geld dafür genommen hat könnte ich heute noch würgen

carsten


AntwortZitat
Geschrieben : 06.09.2006 17:55
(@hajoco)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi,

und bei mir:

2 Infarkte
1 Schlaganfall
Schuppenflechte
Schlafapnoe (richtg geschrieben?)

aber: gesteigerte Erwerbsobliegebheit mit 60 % Schwerbehinderung

LG Jochen


Die Wahrheit kann man 1000mal erzählen, Lügner brauchen soooon Gedächtnis

AntwortZitat
Geschrieben : 06.09.2006 18:29




(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

@Ulli

Allerdings steht da vermutlich nur "allgemeines Erschöpfungssyndrom" drauf

Ja klar - und wenn das dann meine Exe in die Finger bekommt, dann reicht sie einen weiteren Antrag beim AG ein wegen "attestierter Erziehungsunfähigkeit aus Erschöpfungsgründen bei einem Weichei" und hat dann Angst, daß der Kurze mir aus meinen ach so schwachen Armen fällt und sich den Hals bricht.

Wärs nicht so böse, könnt ich mich totlachen. Ach ne, besser nicht. Denn dann braucht die KM ja überhaupt keine Anträge gegen mich mehr einreichen. Das will ich ihr natürlich nicht antun. Sie würde ja glatt den Sinn in ihrem Leben verlieren. Obwohl ... dann könnte sie mich ja noch wegen den anfallenden Beerdigungskosten verklagen.

Ironie off.

Milan


AntwortZitat
Geschrieben : 07.09.2006 02:27
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

ich mache hier jetzt mal einen Querverweis. Hintergrund: Ich habe gestern abend auf RTL das sehr beeindruckende Interview mit der entführten Natascha Kampbusch gesehen. In der Begleitsendung kamen unter anderem auch ihre Eltern zu Wort. Der Vater - ehemals selbständiger Bäckermeister - schien mir besonders unter dem Verlust seiner Tochter und der Ungewissheit über ihren Aufenthalt zu leiden. Resultat: Er hat seine Berufstätigkeit vor Jahren aufgegeben, weil er sie körperlich nicht mehr packte und keine Nacht durchschlafen konnte.

Jetzt ziehe ich einen Vergleich - wohlgemerkt: Nicht mit der Tochter! Was dieses beeindruckende Mädchen in 8 Jahren durchgemacht hat, ist wohl (und hoffentlich auch für die Zukunft) ohne Beispiel. Nein, mein Vergleich bezieht sich auf den Vater: Die Mehrheit der Fernsehzuschauer konnte sicher übereinstimmend nachvollziehen, dass er seine Selbständigkeit ersatzlos an den Nagel gehängt hat, weil ihn die Ereignisse psychisch derart fertig gemacht haben. Aber: Hätten oder haben genau die gleichen Menschen oder einfach die Allgemeinheit auch Verständnis für einen "normalen" Vater, dem sein Leben durch den Verlust seiner Kinder komplett aus den Fügen gerät, wenn der "Entführer" der Kinder namentlich bekannt und "nur" die leibliche Mutter der Kinder ist?

Die meisten von uns sind Väter aus Überzeugung. Das ist mehr als eine Berufstätigkeit oder ein Hobby - es ist ein Lebensinhalt, den Frauen in Deutschland ungestraft und einseitig beenden dürfen, wenn ihnen unsere Nasen nicht mehr passen oder irgendwer ihnen flüstert, dass es ihnen ohne uns besser geht als mit uns. Die gesellschaftlichen und juristischen Bedingungen in unserem Land erlauben das. Und ausser den selbst Betroffenen regt sich kaum jemand darüber auf.

Ohne missverstanden werden zu wollen: Es kommt m. E nicht so sehr darauf an, WARUM jemand nicht mehr Vater sein darf, sondern vor allem, dass so etwas überhaupt möglich ist.

Nachdenklich Grüsse
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 07.09.2006 02:56
 Uli
(@Uli)

Hallo zusammen,

ich führte gerade ein langes Gespräch mit Prof. Goeschel. Er rief mich auf meinem handy an. Dieser Mann hat meinen Abend gerettet! Der ist ja toll drauf, ich habe fast Tränen gelacht. Er möchte meine Story auf jeden Fall mit verwerten und wird mich mit weiteren Infos versorgen.

Ein ganz toller Kontakt!  :thumbup:

LG Uli


AntwortZitat
Geschrieben : 15.09.2006 21:34
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo zusammen!

Ich habe mit meinem RA darüber gesprochen. Er hats natürlich nur auf meinen persönlichen Fall bezogen kommentiert.

Er sagte, es gäbe tatsächlich die Möglichkeit zu einem Arzt zu gehen und mir meine ganzen "Ausfallerscheinungen" attestieren zu lassen. Auch meine Umsatzeinbrüche würden in direktem Zusammenhang dazu stehen. Jedoch hält er es für ausgeschlossen, daß der Arzt bereit wäre in seinem Attest als Ursache meinen Famrechtsstreit zu nennen. Er meint das würde auf eine Diagnose ála Burnout-Syndrom hinauslaufen.

Und meiner Ironie gab er recht. Er meinte, wenn das meine Ex in die Hände bekäme, dann würde ich nie wieder die Sonne sehen was meinen Sohn angeht. Die KM und ihre Kampf-RAin würden es gnadenlos ausschlachten und mir -mit nicht wenig Aussicht auf Erfolg- meine Erziehungseignung versuchen aberkennen zu lassen.
------------------

Und als meine JA-SB vergangenen Freitag bei mir zum Hausbesuch war, sprachen wir auch darüber. Sie war über die Väter-Begleiterscheinungen bestens informiert und hat da im Laufe ihrer Amtszeit wohl schon versucht Dinge in die Wege zu leiten. Sie sagte aber auch, daß dies noch lange nicht in den Richterköpfen angekommen sei.

Ich erwähnte eine "Studie die gerade gemacht wird zumThema" und, daß es da wohl auch schon diverse Projekte gibt. Sie war total offen dafür. Natürlich hatte ich arge Hemmungen allzu frei mit ihr darüber zu sprechen. Aber zumindest in "meinem" JA ist man sich bewußt darüber, daß wir Väter oft mächtig unter die Räder kommen und so eine Studie würde dort wohl auf offene Ohren treffen.

Das alles nur mal so als Resonanz. Ich denke ich werd mich auch mit dem Professor in Verbindung setzen.

Grüße,
Milan


AntwortZitat
Geschrieben : 16.09.2006 00:23
 AJA
(@aja)
Registriert

Da hier nicht eindeutig "für Frauen geschlossen" drüber steht, möchte ich meinen unmassgeblichen Senf dazu geben.

Offensichtlich ist es so, dass Männer unter Trennungen mehr leiden als Frauen. Das habe ich hier auch schon des öfteren schlüssig lesen können.

Auf der anderen Seite ist es auch so, dass eben diese Männer im Vorfeld das dickere Fell haben und dann plötzlich vom Blitz getroffen sind, wenn Frau eine Entscheidung trifft.

Ich kann natürlich mal wieder nur von mir erzählen. Demütigungen, Verunglimpfungen, vorzugsweise vor den Kindern, von meiner Seite unzählige Versuche, IHN zu einer Eheberatung zu überreden, jahrelanges "Alleinerziehen" in der Ehe, sich vor jeder Verantwortung drücken.

Mich hat das auch krank gemacht, hat aber niemanden interessiert. SEINE Anwältin hat dann wortreich vor Gericht erklärt, wie depressiv und selbstmordgefährdet der arme Mann jetzt ist, herbei geführt durch meine Trennung.

Nicht, dass ich euch nicht glaube, dass euch eure Geschichten wirklich krank machen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob eine solch einseitige Beleuchtung eines Themas tatsächlich den gewünschten Erfolg bringen.

Grüblerische Grüße von AJA


AntwortZitat
Geschrieben : 19.09.2006 22:25
(@eskima)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo AJA,

ich finde, dass du da einen ganz wichtigen Punkt ansprichst.

Frauen kämpfen oftmals um die Ehe, ohne dass Männer das merken, weil sie die Männer nicht erreichen. Das was Frau Kämpfen nennt, nennt Mann dann "rumzicken" oder "Tage haben". Männer erkennen oft nicht die Signale.

Wenn Frauen dann unter sich sind oder zur Kur oder im beim Arzt und über diese Belastung gesprochen wird, dann kommt häufig die Frage, warum Frau denn diese Verhältnisse noch länger mitmacht, ob es ihr ohne Mann nicht vielleicht besser gehen würde.

Wenn Frau dann tatsächlich geht, dann ist es für den Mann wie ein Schlag ins Gesicht, weil er ja die Vorboten nicht erkannt hat, er wird krank, während die Frau langsam gesundet.

Auch wenn ich jetzt verallgemeinert und polarisiert hab, bitte nehmt es mir nicht übel, diese Erfahrungen hab ich auch schon machen müssen.

Gruß

eskima


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AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 19.09.2006 22:31
(@bm-rk)
Registriert

Hallo!

Liebe AJA, liebe eskima,

sicherlich habt ihr recht. Frau kämpft IN der Ehe, Mann kapiert es erst wenn es zu spät ist.
...liegt aber auch daran, dass Frau sich nicht richtig deutlich ausdrückt. Gespräche führen dann zu immer größeren Mißverständnissen. Um mal in Bildern zu sprechen, ich hätte mir zum Aufwecken mal einen Streifschuss gewünscht, aber leider verpasste sie mir einen Bauchschuss.

Es ist nur Schade, dass Frau, dann aufgibt, wenn Mann es kapiert hat.

Es wird auf beiden Seiten gekämpft...aber nicht zeitgleich.

Aber ich denke ihr gebt mir Recht, dass das alles keine Entschuldigung sein kann, für bsp. Umgangsboykott, "den anderen finanziell auszuziehen", Rache auszuüben...
DAS macht krank.

Aber selbst Trennungen ohne diese "Dinge", machen krank...oder sind nicht der Gesundheit förderlich. Ich habe, obwohl ich nicht ausgenommen werde, mich gut meiner Ex verstehe, die Kinder im WM habe....noch lange nicht meine volle Leistungsfähigkeit wieder erlangt.

Gruß BM RK


The Future is not set. --
There is no fate but what we make for ourselves.

AntwortZitat
Geschrieben : 20.09.2006 10:30
(@fujilago)
Zeigt sich öfters Registriert

Hi,

ich hab als selbstständiger eine Krankentagegeldversicherung. NAchdem der Rosenkrieg ne Weile ging und ich nicht mehr arbeiten konnte. Hab ich natürlich Angst um meine EInkünfte gehabt und gedacht: OK, lass dich krank schreiben du bist es. Dann bekommst du wenigstens das Tagegeld.

Mein Psychologin meinte nur: So schlecht geht es Ihnen doch gar nicht, sie könnte es nicht und ich soll zur Ärztin gehen. Die Ärztin hat es dann gemacht, allerdings 14tägig wieder erscheinen. Die Angst, das EX es ausschlachtet während wir in der Umgangsverhandlung sind und dieses demütige Erscheinen beim Arzt hat mich so abgewertet, das ich die Krankmeldungen aufgegeben hab. Die wenigen Krankmeldungen hat Ex natürlich auch eingesetzt zum Glück waren die schon einige Monate her und sie wusste nicht, ob ich immer noch krank geschrieben bin. Natürlich konnte ich sie dann mit Ihrer Strategie auflaufen lassen.

Trotzdem bin ich zZ nicht arbeitsfähig. Hab am Montag erst probiert mal zu arbeiten. Ich war nach wenigen Stunden so unleidlich und unkonzentriert, das ich dem Kunden auf den Nerv ging. So vergrolle ich mir nur noch die Restkunden,die mich gut in Erinnerung haben. Zum Glück bin ich in der Lage von "Erpartem" zu Leben. Aber es ist schon bescheuert, wenn man die Krankentagegeldversicherung nicht nutzen kann, weil man sonst Angst haben mu0ß sein Kind nicht mehr sehen zu dürfen.

Ich bin gespannt wie es sich bei mir mit der Leistungsfähigkeit entwickelt.


Ciao fujilago
Schön wär, wenn's schöner wär

AntwortZitat
Geschrieben : 20.09.2006 10:35
 Uli
(@Uli)

Auf der anderen Seite ist es auch so, dass eben diese Männer im Vorfeld das dickere Fell haben und dann plötzlich vom Blitz getroffen sind, wenn Frau eine Entscheidung trifft.

Ähem, wenn ich mir die Storys anschaue von Deep, mel (aka caju Carsten Lansink), meine bescheidene und viele mehr, dann kann ich hier kein dickes Fell im Vorfeld erkennen. Ausserdem geht hier nicht um die Trennungsgründe, sondern um die männerspezifischen Gesundheitsprobleme von Scheidungen.

Aber ich bin mir nicht sicher, ob eine solch einseitige Beleuchtung eines Themas tatsächlich den gewünschten Erfolg bringen.

Doch, denn Frauengesundheit wird an jeder Ecke und auch völlig einseitig beleuchtet. Männergesundheit nirgendwo. Es gibt auch keine ärztliche Fachrichtung (im Gegensatz zu Frauen), die sich speziell dieser Problematik angenommen hat.

Es ist absolut notwendig und geboten dieses Thema einmal isoliert zu betrachten!

Uli


AntwortZitat
Geschrieben : 20.09.2006 10:51
(@lonesomewolf)
Nicht wegzudenken Registriert

Auch wenn ich jetzt verallgemeinert und polarisiert hab, bitte nehmt es mir nicht übel, diese Erfahrungen hab ich auch schon machen müssen.

ich nehme es dir nicht übel,
dennoch schwillt mir der hals, wenn ich so etwas lese,
denn ihr frauen (jetzt verallgemeinere und polarisiere ich) macht es euch leicht:

Männer erkennen oft nicht die Signale.
...
Wenn Frau dann tatsächlich geht, dann ist es für den Mann wie ein Schlag ins Gesicht,
weil er ja die Vorboten nicht erkannt hat

es ist eine sehr bequeme sichtweise,
der mann ist schuld, denn er hat ja nix kapiert

Wenn Frauen dann unter sich sind oder zur Kur oder im beim Arzt und über diese Belastung gesprochen wird

ich empfinde dieses verhalten als schlichtweg unfair

mit allen wird gesprochen, den frauen, den kurfreundinnen und den ärzten :puzz:

nur mit dem eigenen mann nicht, der soll die "signale" erspüren ...

und wenn er´s nicht tut, weil er´s aufgrund der vielfältigen interpretationsmöglichkeiten schlichtweg nicht kann,
dann ist er selber schuld an den ihn nach der trennung ereilenden symptomen.

knappes resumeé eines guten freundes:

"frauen machen das maul nicht auf, die sagen einfach nix"

ich kann dies aus eigener erfahrung nur bestätigen

wie es ihr in unserer beziehung wirklich ging, teilte mir meine ex erst nach der trennung mit

die sätze, die sie mir damals um die ohren schlug,
die verletzungen, die sie damit hervorrief,
sind es, die mich heute noch, 1 1/2 jahre danach, immer wieder aus dem schlaf reissen

keine frage, ich war blind und "unempfindlich"

aber ex war stumm

zg

wolf


wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun

(j.b.molière)

AntwortZitat
Geschrieben : 20.09.2006 11:22




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