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Bayern: Ude (SPD) ist bei mir dann ebenfalls unten durch

 
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo zusammen,

als Oberbürgermeister Münchens gehört(e) Christian Ude zu den kleinen Lichtblicken in der Politik - kaum strebt er nach Höherem, plappert auch er den allgemein vorherrschenden Unfug nach. Soeben auf br-online gelesen:

Treuchtlingen: Die Bayern-SPD hat eine Frauenquote von mindestens 40 Prozent in Vorständen und Aufsichtsräten gefordert. Einen entsprechenden Leitantrag haben die Delegierten auf einem kleinen Parteitag im mittelfränkischen Treuchtlingen verabschiedet. Zuvor hatte der bayerische SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2013, Ude, die deutsche Wirtschaft für die mangelnde Förderung von Frauen scharf kritisiert. Ude sagte, die Wirtschaft habe ein Jahrzehnt lang jämmerlich versagt. Offensichtlich fehle jede ernsthafte Anstrengung auf den unteren und mittleren Ebenen, so Ude.

Gut, das war's dann wohl, damit hat er sich aus meiner Sicht vollständig und endgültig disqualifiziert. Achtzehn Jahre gute Arbeit als Oberbürgermeister sind wie weggewischt, weil er sich wie der ganze Rest seiner Idiotentruppe beim Feminismus einschleimen möchte.

Was ist das eigentlich für eine Demokratie, wo man bei den Wahlen nur die Wahl hat zwischen roter Frauenförderung, grüner Frauenförderung und schwarzer Frauenförderung?

Nix für ungut,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 22.10.2011 19:15
(@ginnie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Malachit

nun sei mal nicht so streng. Das steht doch nur in der Zeitung.

Und die Wirtschaft hat ja tatsächlich versagt. Nicht weil sie keine Frauenquoten eingeführt hat. Sondern weil es immer noch nicht überall hierzulande normal ist, familienfreundliche Arbeitsplätze sprich z.B. -zeiten, Kinderbetreuungsplätze usw. zu etablieren. Und weil es immer noch nicht normal ist dass sowohl Männer als auch Frauen, die ja beide eine gute Ausbildung erhalten (können wenn sie wollen), dann auch arbeiten. Da hat doch die Wirtschaft auch einen Anteil dran, wenn sie die sogenannte Einverdienerehe normal findet und wenn die Wirtschafts-spitzenleute völlig verständnislos sind für arbeitende Frauen die gleichzeitig Mütter sind.
Ob man das nun Frauen- oder Familienförderung nennen sollte, sei mal dahingestellt.

Nur mal so.

ligr ginnie


Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist

AntwortZitat
Geschrieben : 23.10.2011 14:47
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Ginnie,

Da hat doch die Wirtschaft auch einen Anteil dran, wenn sie die sogenannte Einverdienerehe normal findet und wenn die Wirtschafts-spitzenleute völlig verständnislos sind für arbeitende Frauen die gleichzeitig Mütter sind.

Hm, und das erzählst du jetzt ausgerechnet mir, wo ich es für mich selbst und wegen der Kinder geschafft habe, eine Teilzeitregelung mit meinem Arbeitgeber hinzubekommen, übrigens in dieser (relativ kleinen) Firma als Erster außerhalb der Verwaltung?

Nun, man macht es sich m.E. ziemlich einfach, wenn man mit dem Finger auf die anderen zeigt, auf "die böse Wirtschaft" oder wen auch immer sonst. Ich persönlich brauche allerdings kein Verständnis und kein Mitleid, und schon gar nicht brauche ich einen überfürsorglichen Staat, der erwachsenen Menschen Pampers um den Hintern wickeln möchte. Ich habe die Angewohnheit, mich um mein eigenes Zeugs zu kümmern, und dabei reicht es mir völlig aus, wenn mir niemand mutwillig Knüppel zwischen die Beine wirft um jenen einen ungerechtfertigten Vorsprung zu verschaffen, die genau dieses "sich um sein eigenes Zeugs kümmern" nicht tun wollen.

Nix für ungut,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 23.10.2011 15:48
(@ginnie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi

ich meinte doch nicht dich persönlich. Ich meinte es eher allgemein. Ob nun aber "die Wirtschaft" keine Rücksicht auf die Familie nimmt, wenn es um Väter geht, oder ob es die Väter selbst sind, die das nicht umsetzen, was sie könnten, wenn sie wollten, sei natürlich mal dahingestellt.

ligr ginnie


Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist

AntwortZitat
Geschrieben : 23.10.2011 17:40
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

ich bitte, nicht zu vergessen, dass genau dieselben Regierenden, die jetzt wider jede wirtschaftliche Vernunft eine "Frauenquote" fordern, die ersten sind, die Applaus klatschen, wenn es darum geht, entsprechende Damen wegen vorgeblich erlittener ehelicher Nachteile und/oder richterlich verfügten Kinderbesitzes vom Erwerbsleben fernzuhalten und ggf. bis zum St.-Nimmerleinstag durch Ex-Männer alimentieren zu lassen.

Natürlich könnte auch ein gesellschaftliches Umdenken in Richtung "gleichmässige Teilhabe von getrennten Vätern und Müttern an der Erziehung gemeinsamer Kinder" viel in Bewegung bringen, was der Staat in Sachen Betreuung nicht schafft.

Irgendwie müssten sich die Herrschaften halt mal auf ein "Frauenbild 2012" einigen: Sind die Mädels aus amtlicher Sicht denn nun hilfsbedürftige Hascherl (dann nützt ihnen eine Frauenquote nichts) oder sind sie tough (dann brauchen sie keine)...

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 23.10.2011 22:58