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Kinder- und Jugendpsychatrie in NRW / Münsterland

 
(@PhoeniX)

Hallo

Ich bräuchte lebensnahe Informationen über folgende Kliniken:

  • Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Münster (UKM Münster)
  • Abteilung für Kinder- und Jugendpsychatrie der Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln (Universität Witten / Herdecke)
  • Westfälische Klinik Marl-Sinsen (Haardklinik)

Gern auch via PN. Suche sowohl positives wie auch negatives.

Gruß

Martin


Zitat
Geschrieben : 13.12.2007 13:13
(@lavendel)
Rege dabei Registriert

Hallo, Phönix,
ich kann über Datteln berichten. Hast du konkrete Fragen?
Grüße: Lavendel


Das Dasein ist eine Tatsache, das Leben aber ist eine Kunst.

AntwortZitat
Geschrieben : 13.12.2007 14:03
(@PhoeniX)

Hallo Lavendel

Es geht mir um die persönlich gewonnenden Eindrücke.

Wie ist die Zusammenarbeit mit den Eltern?
Hat die Therapie deiner Meinung was gebracht?
War das Kind dort zufrieden?
Wie lange war das Kind dort?
Hat man als Elternteil die möglichkeit dort zu bleiben oder muß das Kind allein dort hin?
Wird dort viel medikamentös gearbeitet?

Gruß

Martin


AntwortZitat
Geschrieben : 13.12.2007 14:20
(@lavendel)
Rege dabei Registriert

Hallo, Phönix,

ich habe die Zusammenarbeit mit mir als sehr positiv empfunden. Die Mitarbeiter (Ärzte und Fachpersonal) waren wertschätzend, haben aber auch mit deutlichen Worten nicht hinterm Berg gehalten.
Es gibt regelmäßige Elterngespräche und Fallbesprechungen, wo die Anwesenheit der Eltern erwünscht ist.

In meinen Augen hat der stationäre Aufenthalt viel gebracht. Es hat eine breit gefächerte Diagnostik gegeben; ebenso eine sehr gute verhaltenstherapeutische Arbeit, die auch zu Hause umsetzbar war.
Auch die therapeutischen Empfehlungen für die Zeit nach dem Aufenthalt waren "richtig".

Das Kind fand es nicht prickelnd, 6 Wochen dort sein zu müssen, hat aber nach dem Aufenthalt schon bemerkt, dass ihm der Aufenthalt dort sehr viel gebracht hat. Dies ist ebenso der Eindruck der Lehrer / Therapeuten sowie Verwandter und Bekannter gewesen.
Er hat sich damit arrangiert und sich auf die Dinge dort eingelassen, was aber eine Zeit gebraucht hat.

Die Kinder gehen alleine dort hin. Jedes Wochenende verbringen sie zu Hause. Außerdem gibt es zwei Besuchstage pro Woche für Eltern und Angehörige. Dann kann man die Klink auch verlassen.

Bei uns wurde nicht medikamentös gearbeitet.
Es bestand der Verdacht auf ADHS wegen eines schlechten Testergebnisses. Dann  wurde von uns beiden Eltern die Zustimmung zur Wiederholung des Tests unter Ritalin eingeholt. Letzten Endes ist dabei rausgekommen, dass Ritalin nix bringt, bzw. dass kein ADHS vorliegt.
Unser Sohn war dort auch erkältet, da gab's dann eben entsprechend Medikamente, ebr doch eher "sanft".
In unserem Fall kann ich sagen, dass sie sehr gründlich diagnostizieren, bevor Medikamente ins Spiel kommen. Ob man das generalisieren kann, weiß ich nicht.

Von Marl-Sinsen hört man allerdings, dass dort sehr fix mit Pschopharmaka hantiert wird.


Das Dasein ist eine Tatsache, das Leben aber ist eine Kunst.

AntwortZitat
Geschrieben : 13.12.2007 14:36