Hallo zusammen,
in einer attraktiven Gesprächsrunde währen der besinnlichen Jahreszeit kam eine Thematik auf, die ich hier mal darstellen möchte:
Bei der wahl der Partner, speziell in den Ehen die bei 20 bis 30 Jahrigen zustandekamen, zog sich eine Art Trotzverhalten durch die Gesprächsrunde. D.h. bei der Wahl der Partner wurde ein Antikurs zum Elternhaus gefahren.
Als Beispiel: Jahr 1980, 2 Töchter aus gutem Haus, Mutter Hausfrau mit hang zur Reinlichkeit, Vater Abteilungsleiter in Chemiefirma mit hang zur Sekretärin, der für Töchter nur das beste will, am besten Akademiker im öffentlichen Dienst, Sicherheit etc.
Und dann biegt die Tochter mit soner Krachlatte um die Ecke und sagt das isser.
Wir haben dann festgestellt, das wir irgendwie alle so ein Strickmuster hatten. Ausbruch aus der Spießigkeit?
Wie sieht das bei euch Usern so aus?
Gruß Solstart
Der geistige Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null und dass nennen sie dann Standpunkt - Albert Einstein
Hallo Solstar,
also ich denke das trifft sicher nicht bei jedem zu...schade wenn man sich nen Partner nimmt um die Eltern zu verletzen.
Ich hab mir meinen Partner ohne solch Gedanken ausgesucht.
Den ersten und den jetzigen Ehemann.
Ich denke nicht, daß es bei jeden ein Strickmuster gibt.
Meine Eltern haben uns zum Glück soweit erzogen, daß wir schlicht selbst wissen müssen, was wir zu tun haben.
Meine Mutter sagt immer, ich muß mit meinen Entscheidungen glücklich werden und es hat sich schlicht nie jemand eingemischt.
Ein großes Lob meiner Eltern, die mich haben "laufen" lassen. :thumbup:
Sicherlich war mein Vater nicht sonderlich erfreut, als ich mich von meinem Mann getrennt habe, denn wer schmückt sich nicht gerne mit einem erfolgreichen Schwiegersohn der Arzt ist.
Aber ich muß ja mit diesem Mann leben oder auch nicht.
Ich würde mich ja auch nicht in das Leben meiner Eltern einmischen und sagen was sie besser machen sollen.
Ich denk unsere Familie ist schlicht auf dem Zweig..leben und leben lassen.
Gruß
Melly
Hallo Solstart!
Ich finde es normal, dass Kinder nicht auf alles hören, was die Eltern sagen oder wollen. Diese Art von Selbstbewußtsein zeugt doch von einer guten Erziehung. Den Mut zu eigenen Wegen kann ich nur befürworten. Es wäre doch schlimm, wenn die Kinder alles so machen, wie es Mutti und Papa sagen. Sie müssen eigene Erfahrungen im Leben machen und auch mal abstürzen, um auch das Leben von der Kehrseite kennenzulernen. Das man nicht immer die Geflogenheiten der Eltern dabei einhält, sondern den eigenen "Stil" entwicklt, ist ebenfalls ganz wichtig.
Wenn Väter ihren Kindern vorschreiben wollten, welchen Mann oder welche Frau sie zu heiraten haben, kann das auf Dauer nicht funktionieren. Selbst wenn diese Ehe zerbricht, hat doch die Tochter in deinem Beispiel ganz wichtige Erfahrungen sammeln können - wenn auch nicht die schönsten! Dein Beispiel ist sicher ein Extrem, wenn man unterstellt, dass sie ihren neuen bewußt so gewählt hat. In diesem Fall ist es sicher (nur) eine Trotzreaktion dem Vater gegenüber und sicher nicht dauerhaft.(Meine Vermutung...)
Mir hat gottlob keiner vorgeschrieben, was ich zu tun und zu lassen habe. Ich habe damals geheiratet und bin Vater geworden. Ich kannte und kenne die Meinung meiner Familie, aber damit ist es auch gut.
Ich weiß nicht, ob ich dein "Strickmuster" auf jeden beziehen kann. Jeder findet seinen Weg und bricht aus dem Elternhaus mit all seinen "Vorzügen" aus - der eine mehr, der andere weniger. Sicher wollen viele junge Leute die "Spießigkeit" ihrer Eltern nicht übernehmen, aber es wird auch für viele immer ein Bestandteil des Denken und Handeln sein. Ich glaube nicht, dass man so etwas pauschalieren kann.
Tschau
Nico
Der eine wartet, daß die Zeit sich wandelt.
Der andere packt sie kräftig an - Und handelt.
(Dante)
Hi @all
ob es ein Strickmuster gegen die Eltern ist oder war, kann ich nicht sagen.
Ich habe aber auf jeden Fall genügend Freunde gehabt, die meinen Eltern nicht passten, vor allem zwischen meinem 16. und 20.tem Lebensjahr.
Danach hatte ich mich wohl ausgetobt und konnte es ruhiger angehenlassen. Ob meine Partner meinen Eltern ab dann passten kann ich nicht wirklich sagen, denn ich war dann ausgezogen.
Was ich aber auf jeden Fall sagen kann, ist das der Vater meines Kindes jemand ist, der der super Schwiegersohn ist/war (wenn auch nicht Arzt 😉 ). Leider hat es mit dem ja nicht geklappt (vielleicht weil meine Barbies nie einen Ken hatten und ich damit immer schon alleinerziehend 😎 siehe http://www.vatersein.de/modules.php?name=eBoard&file=viewthread&tid=2313 )
Vielleicht wollte ich mit ihm tatsächlich insbesondere meinem Vater etwas beweisen, nämlich die geliebte (nicht immer) brave Tochter kann es auch...
Letztlich hat es nicht geklappt - ein Stückchen scherlich weil er in das Strickmuster meiner Eltern passte, aber nicht in meins.
Liebe Grüße
Biga
