Hallo an alle,
ich habe vor langer Zeit hier schon mal gepostet, jetzt aber meinen nick vergessen und mich so noch mal angemeldet. Als Lebensgefährtin eines Vaters einer 5 jährigen Tochter finde ich es einfach interessant eure Geschichten und Einstellungen zur zu lesen und vieles hat mir auch schon sehr geholfen (in menschlicher und auch rechtlicher Hinsicht).
Wir haben das Glück, dass mein Süßer seine Tochter sehr oft sieht. Sie ist jedes zweite Wochenende von Fr abend bis Mo morgen bei uns und zwei Tage in der Woche übernachtet sie bei uns. Somit verbringt sie sie Hälfte ihrer Nächte bei uns.
Soweit, sogut.
Seit einem guten Jahr leben wir jetzt alle im gleichen Stadtteil und ich habe mich auch wirklich bemüht. Sie hat hier ein sehr geliebtes Dornröschenzimmer, massig Spielzeug, wir unternehmen viel mit Ihr, manchmal wird auch mal eine Freundin eingeladen. Am Anfang habe ich mich super mit ihr verstanden, aber mittlerweile ist nicht mehr alles so rosig.
Wenn sie in der Woche da ist, ist auch alles stressfrei, nur am Wochenende wird es mir oft zuviel. Ungelogen dudelt den ganzen Tag ein Hörspiel im Kassettenrekorder. Alleine mag sie nicht spielen, ständig muss sie jemand unterhalten. Sie geht so selbstverständlich an alles was mein ist. Wenn Freunde von mir da sind, werden die sofort in Beschlag genommen.
Ich habe mit ihr geredet, mit meinem Freund geredet. Ich habe versucht meine Freiräume zu verteidigen. Ich wollte ein paar Regeln einführen, z.B. zwei Kassette-freie Stunden am Nachmittag. Das wird auch letzlich durchgesetzt, doch schauen mich dann immer zwei mit großen Augen ganz vorwurfsvoll an. Mein Freund versteht mittlerweile , dass auch ich hier mein Zuhause
habe. Seine Tochter sieht das glaube ich nicht so, mittlerweile bin ich wohl die, die allen Spaß verdirbt. Und so fängt sie langsam an, mich wegen jedem Kleinkram anzulügen. Das macht mich so fuchsig.
Wir leben, als wenn mein Freund ein Umgangsvater wäre, der sein Kind alle 14 Tage für ein paar Stunden sieht und es dann
natürlich verwöhnen will. Tatsächlich übernehmen wir aber fast die Hälfte des kindlichen Alltags, ich denke, dann sollte da auch etwas mehr normalität wallten. Und ich glaube da ist der größte Knackpunkt: wieviel Vater ist mein Freund für sein Kind?
Nach der Geburt seiner Tochter ist er zuhause geblieben und hat die Erziehungszeit genommen, während seine Frau arbeiten gegangen ist. Sie hätte es vielleicht lieber andersrum gesehen, aber aus finanziellen Gründen hat man das so geregelt.
Als das Kind drei war und im Kindergarten ganztags betreut werden konnte haben sich beide getrennt. Er ist in eine Winzwohnung in der Nähe gezogen, hat sich auf die schnelle einen schlechtbezahlten Job gesucht, das Kind blieb bei ihr und er hat von Anfang an Unterhalt für das Kind bezahlt. Begründet wurde diese Regelung damit, dass er ja nicht alleine für das Kind sorgen könne, weil er ja nicht genug verdienen würde. (Hätte man so auch bei einer Mutter nach drei Jahren Erziehungsurlaub argumentiert?). Von Anfang an ist das Kind die Hälfte der Zeit bei ihm, hat er zusätzlich zum Unterhalt Urlaube und Kleidung des Kindes mitfinanziert, bringt er das Kind zum Kiondergarten usw. Trotzdem behauptet die Mutter sich um alles alleine kümmern und alles alleine bezahlen zu müssen. Das gesamte Umfeld der Kleinen benimmt sich, als hätte mein Freund die Mutter sitzengelassen. Vom Kindergarten wird nur die Mutter über Besonderheiten informiert. Ich werde dort ignoriert und wenn man doch mal mit mir redet teilweise geduzt (letztens musste ich erfahren, dass man mich für weitaus jünger hält und sich Gedanken macht, ob in meinem Alter ein Kind nicht zu viel ist). Seine Tochter wächst damit natürlich auf und irgendwie übernimmt sie diese Haltung, dass Papa lustig ist und nett und spassig, aber der wahre Elternteil ist die Mutter.
Mich macht das so wütend, das ist so ungerecht und ich will nicht eine Fünfjährige hier größziehen, für die es hier nur ok ist, wenn hier ständig der Ausnahmezustand herrscht und die ihren Papa nicht ernst nimmt.
Wie ihr euch sicher denken könnt, gibt es noch so viele Punkte, die mich bedrücken, die ich nicht verstehe, bei denen ich Fragen habe. Dies nur als Einstieg und - ihr denkt es euch sicher-um Dampf abzulassen.
Vielen Dank Polly
Hallo Polly,
das wird dir jetzt nicht wirklich helfen, aber ich kann dir trotzdem sagen, dass es mir in vielen Dinge ähnlich geht wie dir. Das bezieht sich auf das Verhältnis Umgangsvater - neue Frau - Kind, auf das Drumherum wie Kindesmutter, Kindergarten etc., aber auch ein bisschen auf die Vorgeschichte, als "unsereins" noch nicht auf die Bildfläche getreten war.
Okay, ein paar Sachen sind auch anders; aber ehrlich, ich habe einen Moment überlegt, ob da jemand "für mich" leicht abgeändert, damit es nicht gleich auffällt, meine Geschichte mit meinen Problemen niedergeschrieben hat.
Leider kann ich da jetzt nicht wirklich tiefer drauf eingehen (wegen des Umfangs, aber auch wegen der "späten" Stunde). Du solllst aber wissen, dass es nicht nur dir manchmal so geht, wie es dir eben geht. Manchmal hilft ja schon dieses Wissen.
Vielleicht ein andermal... Steph
Irgendwie kommen wir da durch!
Hallo Polly,
und herzlich willkommen bei VS!
Deine Geschichte scheint für mich kein Einzelfall zu sein, obwohl ich selbst diese Situation noch nicht erleben konnte. Aber oft lese ich hier diese Dinge und nachvollziehbar ist es für mich ebenso.
Dein Freund ist Vater der kleinen. Ich bin mir nicht sicher, ob du dieser Sache von Anfang richtig bewußt gewesen bist. Ich möchte aber mal davon ausgehen, dass er dich nicht damit überracht hat. Und nun krämpelt die kleine Maus euer Leben total um, womit du nicht zurecht kommst. Ich kann es verstehen, dass die Umstellung nicht spurlos von statten geht, aber mit diesen Veränderungen musst du leben.
Die Erziehung der kleinen ist ein ständiger Drahtseilakt. Ich habe selbst meine Kids am Wochenende und versuche, ihnen ein paar richtig schöne Tage zu schenken. Ich will eine schöne Zeit mit ihnen haben. Da passiert eben auch mal etwas, was es vorher nicht gegeben hätte. Ich bin dann selbst sehr weich mit ihnen, wobei ich trotzdem versuche die Erziehung nicht ganz unter den Tisch fallen zu lassen. Man gibt aber immer öfter mal nach, weil man die Kinder nicht verärgern will und sie an sich binden will. Genau das wird wohl auch der Grund für das Verhalten deines Freundes sein. Er will auch nicht, dass seine Tochter lieber zur Mutti geht, anstatt beim strengen Vater zu bleiben.
Du brauchst deine Freiräume, die du auch haben sollst. Trotzdem bist du jetzt angehalten, auch auf die Befürfnisse seiner Tochter Rücksicht zu nehmen. Sie hat nun nicht mehr Mutti und Vati unter einem Dach und nutzt die Möglichkeiten, jeden der beiden zu haben wo es nur geht.
Kinder erkunden die Grenzen, was sie dürfen und was nicht. Bei vielen getrennten Eltern sehe ich selbst, wie diese Grenzen verwischt werden. Allerdings sind diese Grenzen sehr wichtig für die Kinder, um zu wissen wie weit sie gehen dürfen - jetzt und auch später. Vielleicht solltest du dich erst einmal mit deinem Freund hinsetzen und darüber reden. Immerhin müsst ihr beide diese Grenzen festlegen.
Du wirst merken, dass es nur mit Regeln nicht erledigt ist. Kinder sind spontan, darauf sollte man sich einstellen und selbst spontan sein. Dann gewinnt man sie. Eine gute Beziehung zum Kind ist auch die beste Grundlage, dass sie dich und ihren Vater respektiert und auf Anweisung reagiert.
Es bedarf einer ordentlichen Portion Kraft, um solche Dinge zu meistern. Diese Kraft wünsche ich dir!
Tschau
Nico
Der eine wartet, daß die Zeit sich wandelt.
Der andere packt sie kräftig an - Und handelt.
(Dante)
hy polly,
was du von deinem LG schreibst könnte meine geschichte sein,abgesehen davon das bei mir ausser der prinzessin (5) noch der kronprinz (8) mitregieren will. 🙂
die art wie dein LG und du das kind betreuen ist zwar so aufwendig als wäre die kleine immer da, birgt aber mehr probleme bei weniger rechten. 🙁
es ist in der verantwortung deines LG der kleinen und auch eurer umwelt zu zeigen das du nicht nur ein "kindermädchen" sondern seine partnerin bist und als solche auch zu respektieren! 😉
geringschätzigkeiten wie zb. im kindergarten musst du dir nicht gefallen lassen,weise die erzieherinen ruhig einmal deutlich darauf hin in welchem umfang auch du für das kind da bist.
bei der kleinen wirds da schon etwas schwieriger,besserung kann es da nur geben wenn dein LG und du deutlich die gleiche klare linie gegenüber der kleinen vertreten.
wenn der kontakt zu seiner ex noch gut ist schreckt auch nicht davor zurück der kleinen klar zu machen das ihr mit der KM zusammen über das verhalten des kindes sprecht..
mit etwas geduld wird dann auch das verhalten der kleinen dir gegenüber wieder besser. 😉
gruss sandgren 😎
Hallo Polly,
ich kann mich den anderen eigentlich nur anschließen. Das A und O für das Zusammenleben ist die Einigkeit über Erziehungsfragen und Grenzen.
Finden die kleinen nur einen Fitzel an Uneinigkeit werden sie ( verständlicherweise) austesten wie weit sie gehen können.
Ich habe anfangs viele solcher Situationen erlebt. Grinsend wurde vor mir von beiden Kids meines LGs z.B. ein Brötchen zerbröselt, alles schön auf den Boden und über den Tisch verteilt. Auf meine Frage, warum sie das tun würden: grinsen.
Mein LG kam dazu, ohne dass er wusste was gerade am Tisch ablief und beide schauen Papa an und beissen ganz vernünftig in ihr Brötchen.
Ich habe sie dann ignoriert für ca. 1 Std. Ein Gespräch folgte dann zu viert.
Die Kids brauchen Grenzen und Regelmäßigkeit. Sie sollten auch wissen, daß du deine Freiräume brauchst und dass manche Dinge in eurer Wohnung für sie tabu sind.
In einem Gespräch kannst du mit deinem Partner gewisse Dinge festlegen. Danach könnt ihr in den entsprechenden Situationen dem Kind erklären wie ihr euch das vorstellt.
Kleiner Tip:
Wir fragen oft die Kinder, was sie denn ändern würden, oder was sie nicht so toll finden. Anders geht es hier nicht, da mein Sohn ja auch bei uns lebt und somit muss immer eine Lösung für alle her.
Wenn die Kinder spüren, daß sie einbezogen werden und an den Regeln mitbasteln dürfen, ist es einfacher. Sie fühlen sich nicht einfach bevormundet sondern eher gleichberechtigt.
Dann ist es auch einfacher mit Spontansituationen umzugehen. Läuft etwas mal aus den Fugen reicht bei uns dann meistens der Satz" das ist aber nicht unsere Abmachung". Die Kids sagen den Satz hin und wieder auch, denn wir als Erwachsene sind auch nicht perfekt. Sie sind dann außerdem stolz wie Oskar auch uns mal zurechtzuweisen 😉
So ist es ein Miteinander und das macht einiges leichter.
Was das Kindergartenpersonal angeht kann ich Sandgren nur recht geben. Als Zweitpartner/in steht man in solchen Dingen immer etwas im Hintergrund. Man kann aber schon deutlich machen, daß man eben auch zum Leben der Kids gehört.
Mach dir darum nicht zu viele Sorgen, was irgendwelche Leute sagen. Viele Menschen sind mit der Thematik überfordert oder wollen auch nicht drüber nachdenken. Da gilt dann das alte Schema, daß ein Zweitpartner eben gar nichts zu sagen hat.
Ich überhöre so etwas inzwischen und es macht riesen Spaß zu fünft irgendwo aufzutauchen und Fragen wie" Wie bekommt ihr das so hin?" ernten.
Also lass dich nicht verrückt machen. Viel wichtiger ist es, in euren vier Wänden eine für alle akteptabele Situation zu schaffen. Das erfordert oft Geduld und viele Gespräche aber es lohnt sich auf alle Fälle.
Viel Glück
Tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Vielen Dank für die Antworten. Schön zu wissen, dass es anderen ähnlich geht. Auch interessant, wie Väter die Situation sehen.
Zu Papa Nico möchte ich da aber noch mal klarmachen, dass es ja gerade nicht darum geht, dem Kind nur ein paar schöne Tage zu bereiten. Ich verstehe vollkommen, dass man sein Kind vielleicht auch zu viel verwöhnt, wenn man es nicht sooo oft sieht. Aber bei einer 50:50 Regelung ist das in meinen Augen nicht praktikabel und verantwortbar. Es sei denn, man nimmt in Kauf sich zum Sklaven des Kindes zu machen und sein Kind wirklich zu verziehen.
Ihr habt schon recht, im Grunde kommt es nur darauf an, dass mein Freund und ich an einem Strang ziehen und wir drei hier bei uns ein schönes Zusammenleben haben.
Ganz schuldlos bin ich natürlich nicht an der Situation. Zu Beginn unseres Zusammenlebens habe ich wirklich sehr viel für seine Tochter getan. Da die Mutter da auch noch Single war und oft ausgehen wollte oder auf Geschäftsreise war, war die Kleine viel bei uns, während mein Freund gearbeitet hat. Es gab eine Zeit, in der sie nur mir ihr Herz ausgeschüttet hat (da sie ja nun auch wusste, dass ich nicht direkt tieftraurig werde, wie es bei Eltern der Fall sein kann.) Da ich zu der Zeit 3 Monate frei hatte, war ich wahrscheinlich die Person, die ausschließlich für Sie da ist. Jetzt ist es sicher schwer zu verstehen, dass ich genau wie alle anderen Zeit und Raum für mich will. Und ich bin da im Erkämpfen auch nicht immer nett, ich gebe es zu.
So ist die Situation für mich.
Etwas möchte ich aber noch zu euch Vätern sagen.
Durch eure Antworten und die Posts im Thread übers Grenzen setzen ist mir aufgefallen, dass einige sich bemühen die Zeit mit den Kindern so zu nutzen, dass sie eine ganz besondere (Verwöhn)-Zeit haben, dass man im Vergleich mit der Mutter standhalten kann. Dafür machen einige ganz schön viel mit.
Gerade solche Aussagen, wie "dann habe ich Dich nicht mehr lieb" werden einfach so hingenommen. Ich habe das als Kind auch mal zu meinen (glücklich verheirateten) Eltern gesagt und man hat mir schnell klargemacht, dass man so etwas nicht sagt, um Druck auszuüben, dass das wehtut und auch erklärt werden muss. Ich denke, das ist bei Trennungskindern nicht anders.
Der zweite Punkt ist, dass man doch auch als Vater aktiv an der Erziehung teilhaben will.
Sicher ist es nicht so passend alle zwei Wochen anzufangen perfekte Tischmanieren einzuüben, aber man will doch sicher Werte mitgeben, Dinge und Sichtweisen, die einem viel bedeuten, mit dem Kind teilen können und dem Kind ein Leben vorleben, das dem Kind so etwas wie eine Leitlinie ist. Und ich denke, spätestens da ist Grenzen setzen nötig.
Vielleicht ist das der Punkt, wo sich die Männer emanzipieren müssen, dass ihr Einfluss auf das Kind wirklich zählt, wichtig ist und wirklich auch eine Verantwortung ist.
Ich hoffe keiner fühlt sich jetzt irgendwie angegriffen, ich kenne eure Geschichten nicht und meine nichts persönlich.
Jetzt habe ich aber noch ein Problem und würde mich wirklich über Tipps freuen:
Mein Verhältniss zu der Kindsmutter ist eigentlich nicht vorhanden, das ist auch ausdrücklich von mir gewünscht. Zu Beginn unserer Beziehung hat sie ein paar echte Ausraster gehabt. Dazu ist sie super unverschämt zu meinem Freund und beeinflusst ihre Tochter auch teilweise gegen mich.
Ich bin wirklich nicht besonders scharf darauf Kontakt mir Ihr zu haben. Damit sie mich auch endlich in Ruhe lässt (denn sie kam auch mal gerne hier unangemeldet vorbei um im Hausflur rumzuschreien) habe ich ihr vor einigen Monaten eine wirklich gepfefferte email geschrieben und jetzt ist auch gut.
Mein Freund hat Schichtdienst und kann daher alle paar Wochen die Kleine nicht bei Ihrer Mutter abholen. An diesen Tagen bringt ihre Mutter die Kleine abends zu uns, wenn ich da bin. Sie kommt dann nicht bis zu unserer Etage (weil ich das nicht will), die Kleine geht die letzte Treppe alleine. (Ich weiss, das hört sich so bescheuert an, aber ein Knackpunkt für mich war, dass sie meinte ein Recht zu haben unsere Wohnung zu sehen und das hat sie gnadenlos eingefordert. Daher habe ich klargemacht, das sie bei uns einfach nichts zu suchen hat).
Also finden jetzt bei uns herzzerreissende Trennungsszenen vor der Tür des Nachbarns statt. Die Mutter auf den Knien und noch einmal muß das Kind gedrückt werden, und sie wird sie so vermissen (bis morgen) und sie hofft, dass es ihr gut geht. Das will ich wirklich nicht noch vor meiner Tür haben und ich versuche solche Situationen zu vermeiden, indem ich sie vom Kindergarten abhole etc.
Jetzt will die Mutter aber bis zur Tür kommen, weil Ihre Tochte so traurig ist, wegen der Situation. Ich kann das ja verstehen, aber sie kann das einfach nicht immer so einfordern. Ich will sie nicht hier haben und wenn sie das anders haben will, dann muss sie ihr Verhalten ändern.
Was diese Geschichte angeht, bin ich jetzt so eine Prinzipienreiterin geworden. Das hatte jetzt zur Folge, dass mein Freund der Mutter mitgeteilt hat, dass die Kleine heute nicht kommen kann und er sie erst morgen spät abholt. Die Mutter hat ein Riesentheater gemacht, dass es seine Pflicht sei, dass sie bei ihm ist und wenn er nicht kann, muss er sich um Betreuung kümmern.
Jetzt fühle ich mich natürlich extrem schäbig. Ich weiss ich sollte die Größe haben, sie souverän hier an der Tür zu empfangen. Aber so läuft es immer. Sie macht total Terror, beschimpft meinen Freund, erzählt ihrer Tochter, was wir alles falsch machen und wie gemein wir sind, bis man entnervt aufgibt, weil es nicht gut fürs Kind ist.
Puh, das war jetzt ne Menge, vielen Dank fürs Lesen.
Viele Grüße
Polly
Hallo Polly,
natürlich kann ich deine Sichtweise verstehen, wer läßt sich schon gerne in der eigenen Wohnung anpöbeln...
Aber eines möchte ich dir zu bedenken geben. Die Übergabesituation im Treppenhaus ist für das Kind eine Zumutung, die dem, was du auszustehen hattest, in nichts nachsteht.
Vielleicht kannst du dich mit der KM verständigen, dass die Übergabe demnächst erstmal in eurem Wohnungsflur (bei geschlossenen Zimmertüren) stattfindet und ihr es gemeinsam hinbekommt, wenigstens das Kind zu schonen?
Ich würde mal versuchen, ihr eine Mail zu schreiben und nur aus der Sicht des Kindes zu argumentieren (ohne Beleidigungen). Vielleicht denkt die KM ja einmal darüber nach.
Viel Glück!
Andrea
Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama
Hallo Polly,
wie wäre es, wenn Du sie nicht in eure Wohnung lassen willst, dass Du dich auf dem Weg nach unten begibst und die Tochter deines Freundes abholst?
Denke doch bitte in dieser Situation, wie Andrea schon schreibt, an das Kind und nicht an Dich.
Und ganz ehrlich:
Schon bei deinem ersten Schreiben hatte ich ein wenig das Gefühl, dass es Dir nur um Dich geht. Dieses Gefühl hat sich jetzt bei mir verstärkt. Und zwar dadurch, dass die Tochter nicht zu euch kann, weil Du Dich da nicht bwegst. Ich muss der Mutter da schon recht geben, dass Dein LG verpflichtet ist, sein Kind entsprechend zu nehmen.
Wie oder was soll sie denn bitteschön dem Kind erklären, warum es nicht kann?
Das bedeutet jetzt nicht, dass ich das Verhalten der Mutter für richtig finde, nur ist es so, dass in dieser Situation einer in diesem Machtgehabe nachgeben muss. Wie heißt es so schön: Die klügere gibt nach....
LG
Biga
Momentmal!
Natürlich geht es in meinen postings hauptsächlich um mich, da ich hier ein Forum gesucht habe, in dem ich vielleicht ein bisschen Hilfe und Rat finde. Ich versuche meine Beweggründe und auch meine Zweifel offen und ehrlich zu beschreiben.
Vielleicht sollte ich noch mal versuchen klar zu stellen, dass die Tochter der beiden in etwa gleich viel Zeit bei beiden Elternteilen verbringt. Oft kommt es zu Termin-Verschiebungen, wobei diese aber zu 90% von der Mutter ausgehen und auch sehr kurzfristig sind. Ich bin stets die, die sich kurzfristig bereit erklärt, die Kleine dann zum Kindergarten zu bringen oder während Spät- und Nachtschichten hier auf sie aufpasst. Sie kennt es nun wirklich, dass sie mal nicht oder auch öfters als vereinbart bei uns ist.
Dazu kommt, dass sie in der Zeit bei Ihrer Mutter nachmittags und an Wochenende noch von einem Babysitter, den Großeltern, zwei Kindergärtnerinnen oder Müttern aus dem Kindergarten betreut wird.
Ich weiss nicht, was man mir erzählt hätte, wenn ich geschrieben hätte, dass mein Freund in "seiner" Zeit all diesen Leuten seine Tochter zur Betreuung gibt.
Ich bin die, die Plätzchen mit ihr backt für ALLE Familienmitglieder, die dafür sorgt, dass alle Familienmitglieder Weihnachts-, Geburtstags- und Muttertagsgeschenke erhalten. Da beide Elternteile zweitweise finanziell nicht gut dastanden, habe ich nötige Kleidungsstücke für die Kleine bezahlt.
Trotz 50:50 Regelung hat mein Freund keine Kleidung, Kindermöbel oder Spielsachen für seine Tochter mitnehmen können. Das habe ich erstmal finanziert. Ich habe mich um Hautausschläge gekümmert, Ernährungsbücher gewälzt, Puppenhäuser gebastelt und mich wirklich bemüht alles einem Kind zu geben was es braucht.
Natürlich ist mein Freund verpflichtet, seine Tochter zu nehmen. Aber das war jetzt erst zweite mal in 1,5 Jahren, dass er gesagt hat, es klappt heute nicht.
Ganz ehrlich muss ich sagen, dass ich es nicht verstehe, dass ICH mir hier anhören muss, dass es mir nur um mich geht. Wenn die Mutter ihr Kind ständig anderweitig betreuen lässt, sich aufregt, dass sie das Kind von der Backe haben will, dass sie Angst um ihre Selbstverwirklichung und Autonomie hat, wird das verstanden, denn als Mutter ist man ja so gefordert.
Von mir aber wird erwartet, dass ich kurzfristig einspringe, mich völlig den Wünschen der Mutter beuge und halt damit leben muss, dass meine Wünsche nicht soo wichtig sind und das weil ich Mann mit Kind liebe und anscheinend den Fehler gemacht habe, diesen Mann darin zu unterstützen dem Kind ein zweites Zuhause aufzubauen.
Ich habe in meinem vorhergegangenen posting schon gesagt, dass ich weiss, dass diese Übergaberegelung nicht gut ist für die Kleine. Nun ist es aber auch nicht so, dass mein Freund die Wohnung der KM betreten darf, wenn er die Kleine abholt. (Klar, das müssen wir nicht auch so machen!). Er ist noch nicht mal auf ihrem Kindergeburtstag dort erwünscht.
Ich habe auch immer gesagt, dass ich zu einer langsamen Annäherung bereit bin. Ich hatte auch angeboten die Tochter bei der Mutter abzuholen. Aber ich will nicht damit überfallen werden, "morgen geh ich aber dann bis an die Tür".
Mensch, lasst mir doch auch mal etwas Zeit über meinen Schatten zu springen und gesteht doch auch mir zu Probleme damit zu haben auf so eine Familiengeschichte adäquat einzugehen. Den Eltern gesteht man das doch auch zu.
Und vielleicht habe ich ja wirklich absolut, für jeder Mann nachvollziehbare Gründe, dass ich Sie nicht in meiner Wohnung haben will. Habt ihr euch das mal gefragt?
Viele Grüße Polly
Mensch, lasst mir doch auch mal etwas Zeit über meinen Schatten zu springen
Polly, ich denke mal allzu viel Zeit hast du dafür aber nicht mehr, die Karre steht doch schon ziemlich im Dreck. Verhärtete Fronten auf beiden Seiten, zumindest Wohnungstechnisch.
Kann ich schon verstehen, dass du diese Frau nicht in deiner Wohnung haben willst. Aber wäre es denn SO schrecklich mal ein paar Minuten Augen und Ohren zu verschliessen, denn länger wird der Abschied wohl nicht dauern. Und wenn dir ihr Abschiedsgehabe noch so auf den Keks geht - es geht dich schlicht nichts an.
Was glaubst du, wie das Kind sich freuen würde, wenn die KM mal rein dürfte bei euch! Meine Kinder haben monatelang gequengelt, bis ihr Vater sich mal endlich in "ihr" Haus getraut hat. Erst als ich im versichert habe, dass mein LG nicht da ist, kam er rein. Einmal und nie wieder - das nächste Mal hat er wieder vor der offenen Haustür gewartet. Die Kinder fänden es viel schöner, wenn er drinnen auf sie warten würde (irgendwann hat er ja wenigstens den Motor vom Auto ausgemacht 😉 ), aber das kann/will er nicht.
Dieses "du darfst hier nicht rein" auf beiden Seiten verstärkt doch die Unnatürlichkeit der ganzen Situation und gibt dem Kind zusätzlich das Gefühl der dicken Luft.
Polly, du hast doch schon so viel getan für dieses Kind, warum ist es so schwierig die Mutter für ein paar Minuten zu ignorieren?
Gruß AJA
hallo AJA,
danke, dass Du mich nach meinen Gründen fragst. Schon heute als ich das erste mal gepostet habe, habe ich mich gefragt, was ich wohl antworte, wenn man mich danach gefragt. Ich habe entschieden, dass ich einfach mal ehrlich schreibe was in mir vorgeht. Vielleicht kann ich ja dieses Forum jetzt mal kurz für Psychomüll mißbrauchen. Und eventuell verstehen manche, dass hinter jedem Verhalten gute Gründe stehen.
Also:
Als ich meinen Freund über Freunde kennenlernte, hatte ich schon einige Geschichten über ihn, seine Ehe und seine Ehefrau gehört. Die beiden hatten sich gerade getrennt und sie kam recht schlecht bei all diesen Geschichten weg. Er redete aber nicht schlecht über sie, aber man merkte, wie verletzt er war.
Ich weiss nicht warum, aber ich habe vieles was sie machte verstehen können, auch wenn sie so anders ist als ich. Nächtelang haben wir über unsere Leben gesprochen und ich habe versucht ihm einiges über mich, aber auch einfach Frauen im allgemeinen zu erklären. Ich glaube wirklich, dass ihm das sehr geholfen hat. Er konnte sie auch auf einige Punkte ansprechen und die Situation wurde besser, nicht gut, aber immerhin. Ich glaubte echt an die Chance, dass wir eine coole Patchworkfamilie werden und wollte sie auch kennenlernen, da wir uns eigentlich ganz wohl gesonnen waren. Sie hatte zwar ein paar Aussetzer, beschimpfte meinen Freund und war einfach ungerecht, aber man versteht das ja, Trennung usw.
Bis zu dem Tag, an dem er nicht das machte, was sie wollte. Es war keine große Sache, aber sie flippte aus und drohte mit Selbstmord. Und schickte am nächsten Tag noch eine email im gleichen Tenor.
Nun kommt meine Geschichte ins Spiel. Selbstmord. Mein erster Freund hat versucht sich umzubringen. Die Mutter meines langjährigen Ex-Freundes hat sich umgebracht, man hat zwei Wochen nach ihr gesucht. Mein Vater hat mehrmals versucht sich umzubringen. Nach meinem Studium habe ich einen langen Auslandsaufenthalt verschoben um ihn zu pflegen und davon abzuhalten. Nach Jahren hatten wir ihn mit Hilfe von Psychologen und viel Geduld soweit, dass er wieder leben wollte.
Aber dann war auch gut für mich. Ich arbeite seit langen daran, diese Erfahrungen aufzuarbeiten. Lange konnte ich keine Nähe ertragen, habe schreckliche Beziehungen geführt und habe mir in meiner Wohnung einen Kokon gebaut in dem ich sicher bin. Ich lasse nicht viele Menschen in meine Wohnung. Ich habe zwei Jahre eine Therapie gemacht und in der Zeit viel geschafft. Ich bin in der Lage eine Beziehung zu führen, zu ertragen, dass ein Kind mich liebhat, auch wenn es vielleicht wieder weg geht. Ich habe wirklich gute Freunde, kann meine Wohnung mit anderen Menschen teilen, mache hier Partys zu der jeder willkommen ist. Ich habe promoviert in der Zeit, habe jetzt einen guten Job, in dem ich auch recht erfolgreich bin. Verdiene genug um mein Leben nach meinen Wünschen einzurichten und auch für andere dazusein.
Aber ich will keinen Selbstmord mehr haben. Seit dem Tag habe ich regelrecht Panik. Sie ist ein Sicherheitsrisiko. Erst wollte ich sie auf keinen Fall sehen. Das ist mir schon klar, dass das nicht geht. Also habe ich um Zeit gebeten.
Sie wollte die Wohnung sehen und ich habe darum gebeten, das um zwei Wochen zu verschieben (war zwei Wochen vor meiner Disputation, wir waren gerade eingezogen, die Wohnung sah aus wie sau). Sie hat gesagt, dass sie dann einfach mit der Kleinen kommt und ich würde es nicht wagen, sie dann nicht reinzulassen. Also habe ich in den sauren Apfel gebissen. nachdem sie weg war, dachte ich, ich müßte ausziehen. Ein Schritt zu weit. Ich habe mich so unsicher in meinem Zuhause gefühlt. Mit der Zeit gab sich das wieder. Da stand sie dann plötzlich unangemeldet vor der Tür und wollte etwas mit mir klären und schrie im Hausflur rum.
Immer wenn ich soweit war über meinen Schatten zu springen, tauchte sie hier auf. Vielleicht ist das nicht so einfach zu erklären, aber ich brauche die Sicherheit in meinen vier Wänden. Dann habe ich ihr diese email geschrieben, dass sie mich in Ruhe lässt.
Ich arbeite an mir und alles was ich immer sage ist, dass ich Zeit brauche. Ich bin schon zu Veranstaltungen gegangen, wo sie auch war um langsam eine Annäherung zu finden. Ich kann nett mit ihrem Lebensgefährten plaudern, aber mit ihr ist es schwer. Ich möchte einfach nicht, dass sie einfach so von heute auf morgen beschließt vor meiner Tür zu stehen.
In einer anderen Situation würde ich sofort erklären was los ist. Aber sie ist so bößartig und es geht halt auch um eine Scheidung und ums Sorgerecht, da will ich ihr nicht so eine Vorlage geben. Auch finde ich, dass es ausreicht, wenn ich etwas einfach nicht will, da ich meinen guten Willen an so vielen Orten zeige.
Ich habe mit der Kleinen gesprochen und ihr gesagt, dass ich mich bemühe, aber dass es noch was braucht.
Aber was sie viel mehr belastet ist die Tatsache, dass ihre Eltern sich streiten, wenn mein Freund sie abholt. Also nicht nur unser Hausflur ist das Problem.
Vielleicht mag manch einer das jetzt besser verstehen und versucht auch in seinem Umfeld die Gründe hinter manchen Verhalten zu suchen. Die Leute sind nicht immer irre (naja, ich vielleicht ein bissche;-))
Viele Grüße Polly
Hallo Polly!
Ich habe jetzt Deine Beiträge gelesen und finde bei alldem, dass Du wohl mehr machst und Deine Handlungen wesentlich mehr überdenkst, als es 99% anderer Zweitfrauen tun, die sich um ein Stiefkind sorgen.
Wenn Deine Wohnungstür Deine Grenze ist, ist das in Ordnung. Natürlich ist das für ein Kind schwer zu verstehen. Aber vielleicht versteht sie ja das Argument, dass sie ein anderes Mädchen aus dem Kindergarten, mit dem sie oft streitet, auch nicht in ihr Kinderzimmer lassen würde. Oder zumindest nicht gern....
Du hast ein Recht auf ein bißchen Egoismus. Ich weiß selber, wie schwer es ist, für so ein kleines Mädchen da zu sein, den Spagat zu schaffen zwischen Verantwortung, Zuneigung, Abgrenzung. Zu zeigen, dass Papawochenend nicht unbedingt Fun pur sein soll. Sondern dass es auch bei Papa Regeln und Linien gibt. Wir sind da an etwas anderem gescheitert, aber das lass ich jetzt mal aus.
Ich finde den Gedanken gut, dass ihr Frauen eine Übergabe an der Haustür macht. Tür ist Tür und man kann sich doch wohl unter Erwachsenen einigen, dass jeder seine Wohnung als Refugium für sich behält. Wenn nicht mal Dein Freund zum Geburtstag kommen darf ....
Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen, dass es ganz ganz wichtig ist, seine persönlichen Grenzen zu nennen und auch zu verteidigen. Zweitfrauen haben oft das Pech, dass sie zwar die Verantwortung übernehmen sollen, auf das Kind zugehen sollen, aber "zu melden" haben sie oft nichts. Und da Du - so entnehme ich es Deinen Beschreibungen - nicht der Gast Deines Freundes bist, sondern ihr zusammenlebt, hast Du in der Beziehung zu der Kleinen die gleichen Rechte, ihr Grenzen zu setzen und ihr auch zu zeigen, wo Du auch mal Du sein möchtest. Oft meinen Exfrauen oder auch "Altfamilienmitglieder" aber, dass man zwar die "Arbeit" machen MUSS, aber rechtlich bittschön die Klappe zu halten hat. Das funktioniert nicht, weil kein Mensch es erträgt, nur zu geben und Pflichten zu haben ohne auch mal zu nehmen und Rechte zu haben!
Du bist scheinbar eine ganz tolle Stiefmama, und dass Du Dir so viele Gedanken machst, spricht für einen guten Charakter, von dem das Kind viel lernen kann.
Also, wenn Du nicht willst, dass sie in Deine Wohnung, Deine Privatssphäre eindringt, dann ist das in meinen Augen VÖLLIG okay!
GLG Lausebackesmama
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo Polly,
dein letztes post macht klarer, worum es eigentlich geht. Um Deine Ängste, deine Gefühle etc. da ja durchaus berechtigt sind.
Ich sage nur nach wie vor, dass es euch in diesem Konflikt keinen Milimeter weiterbringt, wenn keine von beiden versucht irgendetwas zu verändern.
Und es ist einfach so, dass die Kinder in der Regel dann in einen Konflikt kommen, wenn sie die Konfikte der Großen spüren, und sich selbst dafür verantwortlich machen. Und die kleine wird von euch beiden in die Verantwortung genommen, dass es euch gut geht und sie fühlt sich, wie du schreibst auch nicht wohl, wenn mama und papa streiten.
Nur kann sie in keinster Weise diese Probleme lösen. Das müsst ihr tun.
Du beschreibst selbst was Lebensgeschichten mit einem "anrichten" können, sorgt also ihr für dieses Kind, lasst es nicht die Verantwortung für euch übernehmen.
Lösungsorientiert für die konkrete Problematik bleibe ich bei der Haustürvariante, damit könnte doch allen geholfen sein.
LG
Biga
PS: Mein Sohn hat mit 5 Jahren Benjamin Blümchen bis zum abwinken gehört, so dass irgendwann einfach mal keine neuenBatterien für den Cassettenrecorder vorhanden waren. 😉 Nun hört er immerhin schon Geschichten die ich selbst auch hören mag.
Hi.
nur mal kurz zum "Dauerdudeln"sie hat doch ein eigenes Zimmer wenn sie hören will ,erklär ihr das sie es dort machen kann und das dann die Tür zu bleibt weil Du dieses Hörspiel nicht hören magst.Lässt sie die Tür auf muss das Hörspiel ebend ausgemacht werden..schreibe morgen nochwas ist schon spät jetzt 😉
Gruss Delphin
EINE/R ALLEIN kann ein WIR NICHT ZUSAMMENHALTEN
polly, das geht jetzt arg in die Tiefe - hab dir eine PN geschrieben.
Gruß AJA
Hallo an alle,
vielen Dank für eure Antworten und eure Tipps. Jetzt wo ich mal die ganze Geschichte rausgelassen habe, sehe ich alles ein bisschen gelassener.
Zur Übergabe der Kleinen bei uns habe ich mich jetzt so entschlossen: wenn ich hier alleine bin gehe ich ihr und ihrer Mutter entgegen. Das kommt ihrer Mutter sicher eh gelegen, da sie schon in der 4.Etage schwer zu keuchen hat!
Zum Dauergedudel gab es bei uns schon einige Diskussionen bezüglich Tür schließen, Lautstärke runterdrehen etc. Die Kleine meint, dass sie nicht merkt, wenn es zu laut ist, oder halt vergisst die Tür zu zu machen. Daher gilt jetzt, wenn ich sage, dass es reicht, dann reicht es, sprich Kassette aus.
Wir finden schon Lösungen hier bei uns, mein Problem sind nur diese Erwartungen, die an mich als nicht Elternteil gestellt werden, aber anscheinend nicht sonst an Eltern. Aber anscheinend ist das auch normal.
Gerne möchte ich euch ein paar Geschichtchen mit der Ex berichten, vielleicht könnt ihr mir da auch weiterhelfen. Es geht hier nicht um Umgangs-Boykott oder sonstige wirklich üblen Vergehen, sondern um die kleinen Sticheleien im Alltag die so nerven.
Sylvester Mittag wurde uns die Kleine nach einem mehrtätigen Skiurlaub mit einem roten, dicken Auge, Augentropfen und den Worten: "Sie hat eine Bindehautentzündung und muss solche Tropfen nehmen, aber die sind schon länger angebrochen, ihr müsst neue kaufen! Ich habe sie ihr aber die letzten Tage gegeben" ? Natürlich hatte kein Arzt auf, die Tropfen enthielten Antibiotika, waren seit einem halben Jahr angebrochen. Neue gibt es natürlich nur auf Rezept und ich musste mir in der Apotheke anhören lassen, wie ich es zulassen könnte, dass das Kind ohne einen Arzt besucht zu haben diese Tropfen bekommt, dazu noch zu alte, die wahrscheinlich verkeimt sind und wie ich auf die Idee käme, dass das eine Bindehautentzündung ist. Sie hätte ein geplatztes Äderchen (das war deutlich zu sehen) und müsste Heparin-Tropfen nehmen. Gesagt, getan.. nach 2 Tagen war nichts mehr zu sehen. Auf Anfragen meines Freundes kam von der Ex nur die patzige Antwort: ich weiss aber, das es eine Bindehautentzündung war und die Tropfen sind die, die ich dann immer gebe (scheinen ja immer super zu wirken!).
Da die Kleine recht pummelig ist hat mein Freund angeregt einen Sport zu machen. Tänzerische Erziehung sollte es sein und er hat einen Kurs rausgesucht, an dem er oder ich sie begleiten können und sie angemeldet. Es war abgesprochen, dass die Mutter die Kosten trägt, da wir wirklich ne Menge bezahlen. Natürlich konnte sie sich an diese Absprache nicht erinnern und es gab wieder Theater. Aber jetzt zahlt sie. Aus verschiedenen Gründen (ist jetzt ein bisschen komplizierter, sind aber nachzuvollziehen) soll jetzt aber das Kind in einen anderen Kurs, an dem wir nicht können. Er ist echt traurig. Das hat die Kindsmutter einfach so entschieden, ohne uns Bescheid zu geben. Man steht immer wie doof vor den Tanzlehrern, oder sonstigen Personen, da man nichts mitgeteilt bekommt.
So hat mein Freund auch von den Kindergärtnerinnen erfahren wo seine Tochter überhaupt hinzieht, als sie plötzlich umzog (das durfte seine Tochter ihm nicht erzählen, weil er ja sonst böse wird!?).
Mittlerweile kaufen wir ja schon alles doppelt, was die Kleine so braucht, da die Mutter ihr nur sehr widerwillig etwas mitgibt. Aber manchmal fragt man schon nach. Mein Freund hat zwei Brotdosen für den Kindergarten gekauft, die beide ständig bei der Mutter sind. Auf Nachfrage, ob sie mal wieder eine mitgeben könnte, kommt dann die Antwort: "dann kauf doch noch eine!"
Und vorgestern kommt die Kleine mit einer pitschnassen Unterhose und Strumpfhose zu uns, weil sie sich beim Spielen bei der Mama in die Hose gemacht hat. Auf Nachfrage hat sie gesagt, dass sie ihrer Mama Bescheid gegeben hat, die aber nichts gemacht hat. So läuft halt das Kind mit einer nassen Hose rum.(Mich schockt hier gar nichts mehr, nachdem ich erfahren habe, dass die Mutter ihrer Tochter kurz bevor sie zu uns kommt saubere Sachen aus- und dreckige Sachen anzieht).
Wir sind halt total genervt. Auf alles bekommt man nur einen blöden Spruch. Sie kann machen was sie will und es geht nie um das Kind. Ständig soll man noch mehr bezahlen und ich habe langsam keine Lust mehr.
Mein Freund meint wir sollten einfach aufhören ständig Dinge zu besorgen, für die eigentlich die Mutter zuständig ist. Aber dann steht das Kind hier wirklich ohne Kleidung, Wäsche und Spielzeug (so war die Situation nämlich nach der Trennung). Und sie kann ja nun gar nichts dafür.
Hat jemand mal einen Tipp?
Vielen Dank Polly
Hallo Polly,
die Idee mit dem Entgegengehen ist doch ganz gut. Einen Versuch würde ich auch starten. Berichte mal wie die KM das so emnpfunden hat oder wie sie darauf reagiert hat.
Nun zu den Dingen, die noch geschrieben hast.
Ich kenne das alles von den Kids meines LGs. Die Dinge, die wir gekauft haben, kommen nie zurück, stattdessen löchrige, schmutzige Kleidung oder eben keine Wäsche.
Wir haben jetzt mit der Zeit beide Kinder komplett mit Kleidung, Wäsche, Hygieneartikeln ausgestattet.
Diese Dinge bleiben auch hier und die Kids wissen das.
Sie kommen freitags hierher, ziehen sich um, ihre Klamotten bleiben bis Sontag in ihrer Tasche. Bevor sie sonntags nach hause fahren, ziehen sie die Sachen von ihrer Km wieder an.
Wir haben den Kindern erklärt, daß sie so hier hre Sachen haben, die hier gewaschen und gebügelt werden. Inzwischen ist das für sie völlig selbstverständlich.
Ich würde schon die notwendigen Dinge kaufen, aber versuchen sie bei euch zu halten. Das geht nciht mit allen Dingen (brotdose) aber es schränkt den Ärger schon ganz schön ein.
Lasst euch nciht von der KM ärgern. Es wird immer wieder etwas kommen. Je schneller das an euch abprallt umso besser geht es euch.
Lass sie ihr Spielchen spielen und versucht das gelassen zu sehen.
Ich koche jeden Freitag für uns 5. trotzdem war es auch heute wieder so, daß die Kids kurz bevor Papa kam zu hause noch schnell etwas gegessen haben. Die Ex weiss, daß die Kids hier spätestens um 18.00 Uhr essen.
Ich habe mich früher über so etwas aufgeregt. Mittlerweile ist mir das so egal, daß ich nichtmal mehr drüber nachdenke. Sol sie sich doch die Arbeit machen. Mich ärgert das nicht und morgen schmeckt das Essen auch noch.
Das die Km patzig war, was die Augentropfen angeht ist sonnenklar. Ihr habt sie ertappt. Kenne ich auch von hier zu genüge. Macht einfach weiter so. Setzt sie Kenntnis davon, was bezüglich der Kids bei euch war. Wird sie patzig antwortet mit einem ruhigen gelassenem und freundlichen Gesicht darauf.
Was zu hause beid er Km bezüglich abläuft liegt ja nicht in eurer Hand. Zeigt ihr ruhig eure Einstellung zum Kind und bleibt ruhig dabei. Kids merken was ihnen gut tut und bald wird sich auch die Km wahrscheinlich mal Vorschläge von Euch anhören müssen.
War bei uns auch so. Da ging es darum, daß die Kids selbstgebackene Pizza wollten. Antwort der Km" Kann ich nicht :knockout:
Spruch der 4-jährigen menes Lgs" machen wir hier Pizza, meine Mama kann das nciht, die ist zu dumm"
Was soll man darauf antworten? Nichts. Pizza backen 😉
Gruß
Tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
