ich will nicht mehr...
 
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ich will nicht mehr!

 
(@polly)

Hallo ihr Lieben,

habe schon häufiger über meine Situation gepostet, deshalb nur noch eine kurze Zusammenfassung: ich lebe mit meinem Lebensgefährten seit zwei Jahren zusammen, er hat eine sechsjährige Tochter, die oft bei uns ist (auch in der Woche) und seit 4 Monaten sind wir Eltern einer gemeinsamen Tochter.
Mein Verhältniss zu seiner Tochter war Anfangs super, kränkelt aber seit etwa einem Jahr immer mehr. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass ich mich mit der Kindsmutter gar nicht verstehe.
Ich unterstütze meinen Partner weiterhin, sei es finanziell oder hole sie bei der Kindsmutter an den Besuchstagen ab (sie besteht auf festen Abholzeiten, die er aus beruflichen Gründen nicht immer einhalten kann).
Aber ganz ehrlich, ich will nicht mehr.
Seine Tochter mag vielleicht eine schwierige Phase haben, aber ich bin genervt.Sie ist wahnsinnig anstrengend und behandelt uns immer mehr wie Menschen zweiter Klasse, ich weiss sie bekommt das von zuhause mit. Anscheinend überträgt sich die Meinung der Kindsmutter auf die Tochter.
Aber ich habe keine Lust mehr mich besonders zu engagieren. Jedes Jahr bastel ich für sämtliche Verwandte (einschliesslich dem Teil mütterlicherseits) Geschenke, ich selber habe noch nie eines von ihr bekommen. Ich könnte tausend Beispiele nennen.
Hole ich sie ab, muss ich mich an die starren Abholzeiten halten, zu denen meine Tochter meist schläft, weil es sonst wieder Theater mit der Kindsmutter gibt. Also wird das Kind geweckt, bei Wind und Wetter stapf ich zum Haus der Kindsmutter, wo man mich auch bei strömenden Regen mit Kind mal 10 Minuten warten läßt! Aus dunklen Zimmer wird dann unser Abmarsch beobachtet.
Ich will nicht mehr. Es ist schön, wenn sie bei uns ist, aber ich will einfach nicht mehr so eingebunden sein, weil es mich einfach verletzt! Mittlerweile ist hier jedes Besuchswochenende spätestens Sonntags Streit.
Gleichzeitig plagt mich ein schlechtes Gewissen, weil ich weiss, wenn ich nicht mitmache, sieht mein Lebensgefährte seine Tochter sehr viel weniger!

Grüße Polly


Zitat
Geschrieben : 04.12.2005 18:13
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Polly,

schon eine schwierige Lage in der du dich da befindest. Vor allem weil sich alles so eingespielt hat, wie es jetzt läuft.

Hast du dich mal gefragt, wie der Umgang zwischen Vater und Tochter ablaufen würde, würde es dich nicht geben?

Ich glaube du musst dich von manchen Dingen befreien. Es kann nicht sein, daß du alle Dinge übernimmst, die den Ablauf des Abholens und des Hinbringens angeht.

Zu den Basteleien.
Das musst du nicht auch noch übernehmen. Wenn du mit ihr bastelst ist das schön. Du bist aber nicht auch noch verantwortlich für Basteleien (Geschenke) für die Familie mütterlicherseits. Da soll sich diese mal schön selbst drum kümmern.

Wenn du das gerne machst, dich das nicht belastet spricht ja nichts dagegen. Anscheinend wächst dir das ganze aber zur Zeit über den Kopf, was ich auch gut verstehen kann.

Du schreibst, daß ein Umgangswochenende mit Streit zwischen dir und deinem Partner endet.
Ihr seid jetzt auch eine kleine Familie. Wenn die Situation so bleibt wie sie ist, ist ein grundliegendes Problem zwischen euch beiden vorprogrammiert.

Ich weiss, du möchtest nur helfen und dem Vater den Umgang mit seiner Tochter aus 1. Ehe ermöglichen. So lange dabei niemand auf der Strecke bleibt ist das ja auch in Ordnung so. Es zerrt aber nun an deinen Nerven und an deinen Kräften.

Ich denke du solltest etwas Verantwortung ablegen. Ihr müsst gemeinsam nach einem anderen Weg suchen. Dein Partner muss mit der Km sprechen und versuchen andere Lösungen, andere Zeiten für den Umgang zu finden.

Wie sieht denn solch ein Streit am Sonntagabend aus? Endet dieser mit gegenseitigen Vorwürfen?
Ich frage jetzt mal nach, da man hier vielleicht mal einen Ansatz für ein ernsthaftes Gespräch ohne Streit finden könnte.

Du willst es so nicht mehr, was ich verstehen kann. Es muss also ein Kompromiss her bevor eure Beziehung auch noch in der Krise ist.

LG
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 04.12.2005 18:46
(@polly)

Hallo Tina,

vielen Dank für Deine Antwort.
Eigentlich spiele und bastel ich ja wirklich gerne mit ihr und habe Geschenke für alle mit ihr gebastelt, damit sie nicht das Gefühl hat, man würde hier einen Teil ihrer Familie für weniger wichtig erachten.
Es ist halt alles mit ihr so anstrengend geworden, weil sie so fordernd ist. Dazu kommt, dass sie eine sehr große Klappe hat und sich da sehr oft im Ton vergreift. Ist das so mit sechs Jahren? Sie fängt auch an uns Vorwürfe zu machen, sie ist irgendwie die Stimme ihrer Mutter geworden. Es erschöpft mich so sehr. Und wenn es hier dann knatscht, liegt es schon an mir. Ich knurre dann alle an...und habe meine Ruhe. Denn ich brauche auch mal Ruhe!

Zu den Abholgewohnheiten: Wie schon mal ausgeführt waren diese früher flexibler und wurden stetig abgesprochen. Aber da hat die Kindsmutter ja auch selber gearbeitet und brauchte diese Flexibiltät selber.
Jetzt besteht sie auf einer festen Abholzeit. 18 Uhr. Mein Lebensgefährte kann aber wegen Schichtdienst eine Woche im Monat sie erst um 18.30 Uhr abholen. Außerdem hat er eine Woche im Monat Spätschicht bis 23 Uhr.
An diesen Tagen hole ich die Kleine ab. Mir wäre es lieber, er würde sie immer abholen, dann halt mal erst um 18.30 Uhr. Und wenn er bis 23 Uhr arbeitet würde sie halt nicht zu uns kommen. (Da haben die beiden ja eh nichts voneinander). Aber die Kindsmutter läßt da nicht mit sich reden. Er hätte diese Scheidungsfolgenvereinbarung damals unterschrieben (da hatte er noch keinen Schichtdienst) und sollte jetzt nicht wegen seines "verpfuschten Lebens" jammern. Ja, so ist der Umgangston.
Entweder es läuft so oder sie kommt halt in der Woche gar nicht mehr zu uns. Gäbe es mich nicht, würde er sie also nur alle 2 Wochen übers Wochenende haben.

Grüße Polly


AntwortZitat
Geschrieben : 04.12.2005 19:32
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Polly,

also ist es so, daß du das Kind auch in der Spätschicht abholst und dein Partner erst um 23.00 Uhr nach Hause kommt?
Dann haben die beiden doch wirklich nichts voneinander. Oder geht es jetzt um die Tage an denen er bis 18.30 Uhr arbeitet.
Dann solltet ihr doch überlegen ob sie nicht eine halbe Std. später abgeholt werden kann.

Wenn bei der Scheidungsfolgevereinbarung der Schichtdienst noch gar nicht zur Sprache gestanden hat, ist das Einlenken der Km eher wohl nur Freckigkeit, wie leider so oft.

Was nun die Tonlage der Lütten dir gegenüber angeht.
Ich finde eine 6-jährige muss schon verstehen können, wo die Grenze ist. Sprich mit ihr bei Gelegenheit mal darüber. Mach ihr klar, daß es nur miteinander geht und dass halt dazu gehört, daß man auch mal zurücksteckt. Ich meine ganz kindgerecht. Sie sollte schon merken, daß sie eben mit dir nicht den " Molli" machen kann.

Nimm dir Zeit für dich, auch wenn Umgangswochenende oder Umgangstag ist. Dann muss Papa sich eben beschäftigen, damit du mal Luft holen kannst.

So hart das jetzt vielleicht auch klingen mag. Es ist nunmal Umgang zwischen Vater und Tochter. Wenn Vater den Umgang zeitlich nicht hinbekommt oder arbeiten muss, solltet ihr überlegen, ob die 14 Tage-Regelung nicht doch effektiver ist.

Ich muss zugeben, mir fehlt nun etwas der Überblick. Du reibst dich meiner Meinung nach zu sehr auf. Sicher kann dein Partner nichts für seine Arbeitszeit und der Rubel muss schließlich rollen.
Für den Ablauf des Umgangs kannst nicht du verantwortlich sein. Außerdem habt ihr noch ein gemeinsames Kind. Wenn du mit den Nerven fertig bist und gereizt bist nützt das eurem gemeinsamen Kind auch nichts.

Ich kann dich verstehen, der Lütten die Tage so angenehm wie möglich machen zu wollen und ihr beizubringen, daß auch der andere Teil der Familie bei euch existent ist ( basteln). Ich würde sie zumindest nicht mehr mit der Nase drauf stoßen. Fragt sie allein danach, kannst du ja noch überlegen oder dann auch basteln. Ansonsten bleibe ich bei meiner Meinung: Das ist Aufgabe der Km, da kannst du dich nicht auch noch drum kümmern, daß die Familie mütterlicherseits zufrieden ist.

Um welche Vorwürfe handelt es sich denn bei der Lütten bzw. was wirft sie euch in solchen Momenten vor?
Ich glaube sie testet gerade aus, wie weit sie gehen kann.
Es kann beim Umgang auch nicht immer alles glänzen.

Ich könnte dir massig Beispiele nennen, von den Spielchen die die Jüngste (5J) meines LGs hier mit mir spielen will.
Ich habe auch auf die Gefahr hin, daß sie böse auf mich ist einen Punkt gesetzt. Habe ihr klar gemacht, daß sie das mit mir nicht macht und ich sie in diesem einen Punkt ( hier ging es um Essensgewohnheiten) ignoriere.
Sie guckte ganz schön erstaunt und nahm mich auch erst nicht ernst. Heute nimmt sie mich ernst, wir ignorieren uns beide was das Thema Essen angeht, aber keiner ist dem anderen böse.

Gäbe es dich nicht....wer würde sich sonst um all das Gedanken machen??

Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich verstehe warum du das alles tust . Ich lese aber auch, daß du überfordert und genervt bist. Das für eine Sache, die nicht deine Aufgabe ist. Der Kv sollte sich überlegen, wie das alles in Zukunft zu organisieren ist.
Vor allem sollte er keinen Umgang stattfinden lassen, der eigentlich keiner ist. Ob die Km nun mitspielt oder nicht. Letztendlich musst du zur Zeit herhalten und das kann es ja auch nicht sein.

LG
Tina

[Editiert am 4/12/2005 von DieMystiks]


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 04.12.2005 20:47
(@schmusepapa)
Registriert

Hallo Polly,

es wurde mal eine Scheidungsfolgenvereinbarung unterschrieben, die aber auf ganz anderen Gegebenheiten beruhte (noch kein Schichtdienst, Mutter arbeitete noch). Die ganze derzeitige Situation ist wenig förderlich fürs Kindeswohl!

Hinzu kommt, dass die "Große" sich jetzt der "Konkurrenz" der "kleinen" Stiefschwester stellen muss. Vielleicht ist das auch ein Grund ihres Verhaltens.

Was ist zu tun? Aus meiner Sicht zwei Dinge:

1. Der Vater muss mit der Tochter über ihr Verhalten reden. Familienleben heisst gegenseitige Rücksichtnahme, auch mit 6 Jahren muss sie lernen was das bedeutet, und das kann sie meines Erachtens mit 6 Jahren. Das ist aber Aufgabe des Vaters. Ich habe gelernt, dass bei Familien, bei denen ein Elternteil nicht der leibliche Elternteil ist, dieser Elternteil nicht den "strengeren" Teil übernehmen darf (Ergebnisse empirischer Familienforschung).

2. Wenn "Ex" auf feste Termine besteht, dann muss auch sie PÜNKTLICH sein und darf dich nicht mit dem kleinen Säugling 10 Minuten vor der Tür stehen lassen. Ich würde zu einem Termin mit dem Jugendamt raten, um die Abholzeiten und Abholtermine ändern zu lassen. Argumentation: Vater macht jetzt Schichtarbeit, Abholung für dich unmöglich bzw. sehr belastend für das Familienleben wegen 4 Monate altem Säugling, der meistens schläft, wenn du das Kind abholen musst. Den Termin bem JA muss aber DER VATER beantragen und wahrnehmen.

Und was kannst du jetzt tun? Mit ihm reden und ihm klarmachen, was der Weg zu einer Besserung der Situation ist, und ihn "nach vorne treten", damit sich was ändert.

Gruß

Martin

P.S. Ich bewundere dich, dass du die Tochter regelmäßig trotz 4 Monate altem Kind abholst. Meine "Ex" hat es zu Ehezeiten nicht geschafft, mich (einmal!) mit dem zweiten Auto abzuholen, als ich mit 7-jährigem Kind und einer Matratze für unsere Tochter (damals 6 Monate alt) eine Autopanne hatte, woraufhin ich mit Taxi und Zug (und einer Matratze fürs Kinderbett) nach Hause fahren musste.


AntwortZitat
Geschrieben : 04.12.2005 21:03
(@polly)

Hallo Tina, hallo Martin,

so viele Punkte, also ich versuche es noch besser zu verdeutlichen.

Zum Schichtdienst: meistens ist die Abholung um 18 Uhr kein Problem.
Etwa alle 6 Wochen hat mein Freund eine Woche lang bis 23 Uhr Schicht. Da ist die Einhaltung dieser Umgangsregelung wirklich Quatsch, aber die Kindsmutter besteht halt drauf. In ihren Augen ist es seine Pflicht dafür zu sorgen, dass die Tochter dann versorgt ist. Häufiger hat er aber Schicht bis 18 Uhr, kann die Kleine dann um ca. 18.20 Uhr abholen. Er hat ihr das dann natürlich auch immer mitgeteilt, aber seit ein paar Monaten besteht sie auf 18 Uhr. Es geht wirklich nur um diese 20 Minuten. Entweder immer 18 Uhr oder gar nicht. Ihr Argument: sie braucht Kontinuität in ihrem Leben und halt diese Scheidungsfolgenvereinbarung. Er hat versucht mit ihr eine andere Regelung zu finden, aber sie blockt ab mit dem Argument "er soll nicht über sein verpfuschtes Leben jammern!". Ich finde das sehr verletzend!
Was mit mir ist, "ist ihr egal, denn die ist mir egal".

Insgesamt sind wir wohl der letzte Dreck für sie, und anscheinend wird das auch der Tochter vermittelt. Was wir machen ist halt falsch.
Z.B. erzählt sie uns gestern begeistert, dass bei Ihrer Mutter ein Babysitter auf sie und ihre kleinere Schwester (3 Monate alt, auch dort ist noch ein Baby gekommen) aufgepasst hat. Auch bei Ihrem Onkel hat ein Babysitter auf sie, ihre kleine Schwester und die einjährige Cousine aufgepasst. Im nächsten Atemzug erklärt sie uns aber, dass es ganz schlimm war, als meine Eltern vor 2 Jahren einmal bei Ihr babygesittet haben. Sie wäre ja noch viel zu klein gewesen. Klar, woher das kommt!
Genauso der Vorwurf, dass ihre Mama ja immer alles bezahlen müßte. Dass diese natürlich Unterhalt bekommt erklärt ihr niemand.

Sie erzählt mir auch den ganzen Tag, was sie mir und ihrem Papa alles schenken will. Bekomme ich tatsächlich mal ein Bild von ihr, nimmt sie mir das auch gerne wieder ab, weil sie es lieber ihrer Mama schenken will.

Ach es gibt tausend kleine Geschichten. Ich hab auch eine zu Essensgewohnheiten: seit ich sie kenne, rülpst sie laut und gerne am Essenstisch. Nun haben wir ihr gesagt, dass man das doch vermeiden sollte und wenn es nicht anders geht, die Hand vor den Mund hält und sich entschuldigt. Das klappte auch wunderbar. Seit einiger Zeit sagt sie mir aber, dass ich da etwas überempfindlich bin und rülpst wieder ganz ungeniert. Auch ich habe das ignoriert. Daraufhin fragte sie mich nach einem lauten Rülpser: "is was?". Ist dann aber sehr beleidigt, wenn ich ihr antworte, dass es mir jetzt egal ist, wenn sie beschließt sich am Tisch wie ein Ferkel zu benehmen.

Lange Rede, kurzer Sinn:
ich gebe es langsam auf und wünsche mir, dass die Eltern der Kleinen sich da besser arrangieren, damit ich mich zurückziehen kann.

Es müßte doch möglich sein, dass man der Kindsmutter jeden Monat den Dienstplan vorlegt. Dann kann sie sich darauf einstellen, dass das Kind mal 20 Minuten später abgeholt wird oder halt mal 2 Nächte öfter bei ihr verbringt. Wäre es realistisch so eine Regelung, eventuell mit Hilfe des Jugendamtes zu erarbeiten, oder gibt es nur diese starren Regelungen mit festen Abholzeiten?

Vielen Dank

Polly


AntwortZitat
Geschrieben : 04.12.2005 22:59
(@schmusepapa)
Registriert

Hallo Polly,

wo ein Wille ist ist auch ein Weg...

lies dir mein letztes Post zu deinem Thema nochmal durch und trete "ihn" endlich, damit er was tut! Wie schon gesagt, es ist SEINE Aufgabe, und wenn alle Beteiligte (incl. Jugendamt) nicht komplett bekloppt sind, dann habt ihr eine Chance. Nochmal der "Standardweg":

1. Mit "Ex" reden
2. Wenn das nicht funktioniert, das Jugendamt einschalten
3. Falls das nichts hilft klagen

Ganz wichtig: Jeder dieser Schritte muss gut vorbereitet sein! Die Erfolgsaussichten sind dann nicht schlecht.

Gruß

Martin


AntwortZitat
Geschrieben : 04.12.2005 23:45
(@elly25)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Polly,
ich befinde mich in einer recht ähnlichen situation. Also ich kann dir nur den tipp geben dich etwas zu distanzieren, und die Umgangsregelungen deinen Freund zu überlassen... Und wenn es mal nicht geht, dann gehts eben nicht. Wärst du nicht da, müssten sie das auch auf die reihe kriegen...
Ich weiss, dass das nicht immer einfach ist und, dass man einfach nur helfen will, aber ich glaube, dass es auch für die grosse wichtig ist zu spüren, dass ihr papi sich um sie kümmert und dafür sorgt, dass sie zu euch kommt
Ausserdem brauchst du auch etwas Kraft für euer kleines!!!
Was bei uns ganz gut funktioniert, ist die PAPA-Zeit, d.h.,dass sich unser papa ganz bewusst zeit für seine tochter (auch 6 Jahre) nimmt und einen nachmittag lang nur etwas mit ihr unternimmt. Das tut beiden sichtlich gut und das verhältniss zu ihr ist seitdem auch viel entspannter.
Ausserdem haben wir einen 14-Tage Rhytmus eingeführt, damit beide Kinder alleine Zeit mit ihrem Vater verbringen können und ihn nicht immer "teilen" müssen. (Unser Papa arbeitet ziemlich viel, sodass unser kleiner ihn unter der Woche nur sehr selten zu Gesicht bekommt).
Und dass mit dem Dienstplan sollte eigentlich auch zu regeln sein, jedoch muss dein partner in dieser hinsicht aktiver werden!
Ich kann dir echt nur den rat geben, dich etwas zurück zu nehmen und "die machen lassen".


AntwortZitat
Geschrieben : 05.12.2005 02:28
(@big-blue)
Rege dabei Registriert

hallo polly,

auch wenn dein beitrag schon ein paar tage alt ist, gebe ich mal schnell meinen senf dazu, weil ich glaube teile von mir wiederzulesen...

ich kann mich nur den anderen anschliessen, wenn sie sagen, dass du dich da rausziehen solltest, der umgang ist einer zwischen vater und tochter und du bist unterm strich beiwerk und solltest das auch bleiben (dürfen).

was ich mich in solchen situationen immer frage: wieso kann ich nicht aus meiner haut? wieso kann ich dem vater nicht seine verantwortung für sein kind ganz alleine überlassen? habe ich da evtl. angst, ihn versagen zu sehen und damit sein bild in mir anzukratzen? meist kann ich diese frage (auch in ganz anderen situationen mit meinem partner) so oder so ähnlich stellen und dann auch bejahen... in diesen situationen zwinge ich mich (und das ist teilweise höllisch) ihn machen zu lassen, damit er mir beweisen kann, dass er´s auch alleine schafft und ich dann nochmal sicherer bin, dass er der richtige für mich ist... schliesslich möchte ich mit einem erwachsenen mann zusammen sein und nicht mit jemandem, der mir als zusätzliches Kind "am rockzipfel hängt"...

das hört sich vermutlich hart an (falls es überhaupt verständlich ist), aber ich habe festgestellt, dass man (nein, ICH) viele Sachen übernimmt, um sich nicht den Ängsten auszusetzen, dass andere Menschen versagen könnten...

Also auf deine Situation übertragen: Sprich mit deinem Partner und mach ihm klar, dass du ihn zwar nicht hängen lässt, aber er seinen Belangen schon selbst nachkommen muss und (um es ganz drastisch zu formulieren) schliesslich hast du das Kind nicht in die Welt gesetzt sondern er... das meint nicht, dass du irgendwas boykottieren oder sabotieren sollst, sondern dass dein Mann auch "schon gross ist" und sich selber kümmern kann, du bist nur zur Unterstützung und als Partnerin da, nicht als Zweitmutter...

Alles Gute,
big blue


AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2005 17:25
(@papi74)
Registriert

Hallo Polly,

ich kenne das Problem auch, wenn meine Kinder bei mir zu Besuch sind...haben Sie sich am Anfang auch daneben benommen (6 & 9 Jahre)... Auch mit den Unarten am Tisch hatte ich zu kämpfen.

ICh habe das Problem dahin gehend gelöst, dass ich das Thema einmal mit beiden durchgesprochen habe und Konsequenzen angedroht habe.
Als die beiden dann mal wieder sich daneben benommen haben...habe ich die dann auch durchgezogen...die Konsequenzen...nichts dramatisches...aber es hat mir gezeigt...Kinder brauchen Grenzen.

Was Deine Abhoöerei angeht...finde ich Klasse von Dir... allerdings muß der Vater sich was einfallen lassen, wenn du es nicht mehr schaffst...wie andere bereits vor mir erwähnt haben ist das sein Problem und nicht deins.

Sicherlich willst du helfen...aber auf dauer geht es ja so nicht weiter und je früher Ihr da für Euch eine Lösung findet, desto besser.

Das die KM blockt...mmh das ist Mist...aber da muß ne Lösung her und darum soll sich der KV gefälligst kümmern...egal wie.

ICh wünsche Euch viel Glück 😉


Der Morgen ist immer klüger als der Abend.

AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2005 17:55




(@polly)

Hallo,

ja, da bin ich ja überrascht, dass mein Posting wieder nach oben gerutscht ist.
Mittlerweile ist natürlich auch was passiert bei uns.
Ich hole seine Tochter nur noch ab, wenn er abends (später) nach Hause kommt. Hat er Schicht bis in die Nacht fällt der Umgang für diesen Tag aus (dann sehen sich die beiden ja eh nicht). Wenn er die Kleine erst um 18:30 Uhr holen kann, muss seine Ex halt eine halbe Stunde länger auf die Tochter aufpassen. Sie bekommt natürlich jetzt für jeden Monat einen Schichtplan, so weiss sie wann die Kleine abgeholt wird.
Sie war schon sauer, aber anscheinend hat er sich da nicht auf Diskussionen eingelassen. Ehrlich gesagt habe ich aber nicht groß nachgefragt, ich kann es nicht mehr hören, was ihr alles nicht passt.
So ist man jetzt anscheinend noch schlechter auf mich zu sprechen, mittlerweile wird noch nicht mal mehr die Haustüre aufgemacht, so dass ich mich bei Regen noch nicht mal mehr in der Flur retten könnte. Dafür steht aber Ex oder wahlweise ihr neuer Ehemann hinter der Gardine und beobachtet mich. Aber allein durch die wiedergewonnene Gewißheit, dass man mich nicht zwingt, die Kleine abzuholen macht mir das nicht mehr so viel aus und ich winke fröhlich den Gespenstern hinter den Gardinen zu.
Die Kleine selber ist auch anders seitdem, ich glaube sie merkt deutlicher, dass wir hier nicht die Handlanger und Dienstboten ihrer Mama sind und wird plötzlich sehr anhänglich. Ich merke, dass durch den Stress der letzten Wochen eine Distanz entstanden ist und es ihr weh tut zu sehen, dass wir auch ohne sie eine Familie sind und einiges erleben.
So haben wir letztes Wochenende mit ihr und ihren Freundinnen einen Basteltag veranstaltet und sind am nächsten Tag schwimmen gegangen (samt Baby). Es wird wieder besser.

Zu big blue: nein, ich habe keine Angst meinen Freund "scheitern" zu sehen. Er hat drei Jahre Elternzeit genommen um seine Tochter zu erziehen, offensichtlich hat er kein Problem sich um seine Tochter zu kümmern. Nach diesen drei Jahren haben sich er und seine Ex-Frau getrennt und plötzlich sollte der Lebensmittelpunkt bei der Mutter sein. Ich frage mich immer wieder, ob solche Entscheidungen auch andersrum gefällt werden?
Ich denke, dass dieses Modell (ist ja fast 50:50) mehr gemeinsame Entscheidungen der Eltern erfordert (gemeinsames (!) Sorgerecht) und es immer nötig ist auf veränderte Situationen bei beiden Elternteilen einzugehen, um einen optimalen Kontakt mit beiden Elternteilen zu ermöglichen.
Zeitweise war seine Tochter an den Tagen die sie bei der Mutter verbringen sollte mehr bei den Großeltern, Babysittern oder Kindergartenfreundinnen als bei der Mutter selbst. Diese hätte sich aber eher vierteilen lassen, als den Kindsvater zu bitten auf sein Kind außerhalb der vereinbarten Umgangstage aufzupassen. DAS nenne ich scheitern!

Liebe Grüße und frohe Weihnachten
Polly

zum Geschenke-Basteln: ich kann da irgendwie nicht aus meiner Haut. Gestern habe ich für alle (!) Großeltern Fotoalben gebastelt. Ach, ich weiss auch nicht.


AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2005 19:23
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Polly,

freut mich, daß ihr einen Kompromiss gefunden habt. Sieh einfach drüber hinweg, daß die Km dich nun noch weniger leiden kann.

Bei euch läuft es ja jetzt gut und wie du schreibst wirkt die Kleine jetzt auch zufriedener. Winke einfach den Gespenstern weiter freundlich zu *g. Das Wetter wird auch wieder besser 🙂

Lg
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2005 19:43
(@polly)

Hallo an alle,

ach es nimmt kein Ende.
Es tut mir leid, dass ich immer nur Rat suche, aber keinen geben kann. Aber die meisten Themen hier übersteigen dann doch meine Erfahrung und mein Wissen.

Bei uns hat sich ja, wie bereits beschrieben, die Umgangsregelung ganz gut eingespielt. Dafür kommen da natürlich wieder andere Schwierigkeiten auf. Generell gilt für meinen Freund aber immer noch, dass er nichts über einen Anwalt oder über das Jugendamt regeln will.

Nun gut, wir wollten (auch schon mal geschrieben) schon mehrmals mit der Tochter meines Freundes in Urlaub...hat fast nie geklappt, weil die Kindsmutter - trotz Absprachen - eigene Pläne hatte.
Die Feiertagsregelung dieses Jahr sah so aus, dass die Tochter Weihnachten/Sylvester und Ostern bei der Mutter verbringt. Nun gut, in den letzten jahren hieß das dann, dass das Kind Pfingsten beim anderen Elternteil verbringt.
Sie ist nun im ersten Schuljahr, so dass man Urlaub mit ihr nur in den Ferien planen kann. Die Kindsmutter hat jetzt bis einschließlich der Sommerferien alles verplant. Ihm nichts mitgeteilt. Auch Pfingsten kann die Kleine nicht kommen. Er hat das gestern nur auf Nachfrage mitgeteilt bekommen. Er hat so oft mit seiner Ex-Frau gesprochen, dass sie ihm miteinbezeihen muss in ihre Entscheidungen, informieren muss. Ihre Reaktion: Null - nur, dass er ein Jammerlappen ist.
Die Kleine ist nun zum x-ten mal in irgendeinem Sportverein an und abgemeldet worden. Ihrer Meinung nach steht ihm ja auch frei sie irgendwo anzumelden.
Das ist für sie gemeinsames Sorgerecht.
Zum Elternsprechtag wollte sie alleine, als dieser abgesagt wurde, hat sie ihm nicht den neuen Termin mitgteilt. Auf Nachfrage hat er dann gestern erfahren, dass die Kleine unkonzentriert ist, nicht die vorgegebenen Aufgaben löst etc. Ihr ist das aber egal, die Lehrerin wäre eh so unfreundlich gewesen.
Mich wundert das nicht, zu Hause erzählt man der Kleinen ständig, dass alles was sie macht so toll ist. Und durch dieses ständige vom Sportkurs abmelden, wenn es dem Kind zu anstrengend wird, lernt man wohl kaum Durchhaltevermögen!
Es ist so seltsam, die Kleine ist so viele Abende und jedes zweite Wochenende hier, wir bekommen aber nichts mit. Natürlich fällt uns vieles auf, aber die Kindsmutter ist ja nicht bereit mit meinem Freund Auffälligkeiten zu besprechen. Jeder soll sein Ding machen. Irgendwie sind wir nur die Babysitter für ihre Tochter.
Versteht mich nicht falsch, ich wäre sehr für mehr Druck von seiner Seite aus, um ordentliches Mitspracherecht und Ferienregelungen zu haben. Oder sie kommt nur alle 14 Tage und hier ist dann halt Kinderverwöhnzeit!

Aber so ist es anstrengend für alle. Man weiss nie, was bei ihr Zuhause gerade beschlossen wurde und es wirkt sich immer auf unser Leben massiv aus (wie z.B. die strenge Diät, die plötzlich ohne sein Wissen begonnen wurde, und bei uns zu wahren fressanfällen führte). Auch Medikamente werden nicht mitgegeben, dann setzt sie halt mal ein paar tage damit aus.

danke fürs jammern dürfen
polly


AntwortZitat
Geschrieben : 31.01.2006 13:26
(@Aniram)

Hallo Polly !

Zu Deinem Post wäre einiges zu sagen, leider fehlt mir im Moment
die Zeit dafür.

Aber einen Punkt muss ich herausfischen weil ich ihn zu allen anderen
für besonders wesentlich halte.

Auch Medikamente werden nicht mitgegeben, dann setzt sie halt mal ein paar tage damit aus.

Das halte ich für sehr verantwortungslos und wenn Medikamente
schon gegeben werden müssen so ist dabei die Regelmäßigkeit sehr
für den Therapieerfolg vonnöten.

Ich weiss jetzt nicht um welche Medikamente es sich hier handelt,
aber wenn sich die unregelmäßige Einnahme unter Umständen negativ
auf die Gesundheit der Tochter auswirken sollte, könnt ihr in Teufels
Küche kommen.

Auch wenn das jetzt natürlich eine Unterstellung vorweg ist, aber was
wollt ihr tun wenn die KM behauptet, sie hätte auch die Medikamente
gegeben und ihr hättet sie der Kleinen nicht verabreicht ?

Wenn es sich jetzt nicht nur um Hustensaft handelt dann würde ich
schon ein ernstes Wort mit der Ex reden oder mit dem behandelnden
Arzt. Und eventuell dafür sorgen, daß diese Medikamente auch in
eurem Haushalt vorrätig sind. Dann seid ihr nicht davon abhängig, ob
die KM vernünftig genug ist, sie mitzugeben.

Gruß

Marina


AntwortZitat
Geschrieben : 31.01.2006 14:38
(@bastet1977)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Polly!

Auch von mir ein kurzes Post...

Gemeinsames Sorgerecht ist ein dehnbarer Begriff, um das direkt mit vorzugreifen. Gerade auf die Freizeitaktivitäten werdet ihr, solange die Kleine nicht gefährdet wird, keinen Einfluß nehmen können. Vor dem Prpblem Konsequenz und Durchhaltevermögen stehen wir auch immer wieder.

Auch wenn das nicht mitgeben der Medikamente eine Unterlassung ist, so hat dies, wenn es sich nicht um Medikamente handelt, die die Kleine zum Überleben braucht ( zB Insulin ) keine Konsequenzen. Da liegt aber wiederum der Vorteil des gemeinsamen Sorgerechts. Kontaktiert den kinderarzt und haltet Euch so auf dem Laufenden. Als Vater kann Dein LG Informationen einfordern, allerdings logischerweise nur persönlich, aus Datenschutzrechtlichen Gründen. Vielleicht macht er sich einfach mal einen Termin und bespricht die Situation mit dem Arzt. Auch solche Gespräöche müssen vertraulich behandelt werden!
Abgesehen davon halte ich den Hinweis von Marina für nicht unerheblich, man weiß nie was noch kommt! Wie sagte ich schon, man sollte auf alles vorbereitet sein.

Das mit der Kinderverwöhnzeit alle 14 Tage kenne ich und kann es nachvollziehen...

Was Deinen ersten Beitrag betrifft, werde ich versuchen in den nächsten Tagen die Zeit zu finden, Dir dafür ein paar Lösungsansätze meinerseits zu schreiben...

Halt die Ohren steif! ( Auch wenn Dir danach nicht zumute ist ! ) 🙂

Liebe Grüße,

Tanja


AntwortZitat
Geschrieben : 31.01.2006 23:35
(@rainbow)
Zeigt sich öfters Registriert

ich möcht nur kurz zwei punkte erwähnen:
1) gemeinsames sorgerecht ist imho ein schön klingender ausdruck, der jenen elternteil, bei dem das kind nicht wohnt, während der trennungsphase ein bißchen tröstet. so nach dem motto:"ich hab ohnehin noch verantwortung für mein kind".
unter dem strich bedeutet dieses gemeinsame sorgerecht (in sehr vielen fällen), wenn die mutter nicht will, so gut wie nichts. leider.

2) zum "kind pünklich abholen/zurückbringen": in meinen augen ist das in vielen fällen eine rache der exfrau am exmann. damit kann frau mann treffen.
und nachdem regelungen sich ja selten zum besseren kehren, werden auch nur wenige männer den weg zum JA nehmen. lieber pruzelbäume schlagen - aber das eigen kind doch sehen.
vielleicht klingt das ein bißchen zu schwarz - aber meiner erfahrung nach, halten viele mütter mit dem kind ein sehr starkes "argument" in händen - und nutzen dieses auch gründlich aus.

sonst, polly, möcht ich mich den meinungen der anderen forumsteilnehmern anschließen: versuche dich zurückzunehmen und (so weit es geht) nicht die eigentlichen probleme der ELTERN zu deinen problemen zu machen. unterstützung ja - aber nur bis zu einer (DEINER) grenze.
ich kann mir gut vorstellen, dass dieses problem auch bei deiner partnerschaft zu problemen führt, oder? was sagt dein freund zu dieser situation (vielleicht hab ich das auch überlesen)?

lg

rainbow

ps.: war doch nicht kurz....;-)


AntwortZitat
Geschrieben : 06.02.2006 16:41