Kind oder kein Kind...
 
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Kind oder kein Kind.....

 
(@Baerchen35)

das ist hier die Frage!!! ;( Die mich so ziemlich mitnimmt,
weil mal wieder alles vom Geld abhängig gemacht wird!!

Wir möchten ein Baby!!
Er: geschieden, 2 Kinder (9 + 11), nur die beiden bekommen Unterhalt, seine Ex nicht
ich: geschieden, keine Kinder
wir: gemeinsam Haus gemietet, beide Job

Da das Geld jetzt schon knapp ist, befürchten wir dass das in der ersten Zeit mit Kind überhaupt nicht mehr geht!
Welche Unterstützung kann ich beantragen?
Habe ich Anspruch auf wohngeld? (wir haben getrennten mietvertrag)
Wird sein unterhalt neu berechnet?

Fragen über Fragen....

Hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen!

Liebe Grüße
Jutta


Zitat
Geschrieben : 22.11.2005 17:15
 Olga
(@olga)
Rege dabei Registriert

Hallo Baerchen35,

erst mal ein herzliches Willkommen hier bei Vatersein.

Deine Frage kann ich sehr gut nachvollziehen. Aber ich möchte dir sagen, mach es nicht vom Geld abhängig.
Die Frage ein Kind zu haben oder nicht kann man meines Erachtens nicht an materiellen Dingen fest machen. Man kann sehr wahrscheinlich keine großen Sprünge machen und muss eine Menge Kompromisse eingehen, aber wiegt das Lachen eines Kindes nicht viel mehr?

Meine Situation gleicht Deiner sehr und ich habe mir mit meinem Partner die gleichen Fragen wie du gestellt. Und doch haben wir uns nun gemeinsam für ein Kind entschieden. In der Zwischenzeit bin ich nun in der 16-ten Schwangerschaftswoche und wir freuen uns sehr.
Auch ich habe vorher versucht herauszufinden, welche Unterstützung wir vom Staat oder wem auch immer erwarten können. Aber die zuständigen Stellen lassen sich im Vorfeld nicht gerne auf eine verlässliche Aussage ein.

Fest steht, sein Unterhalt wird neu berechnet, da er dann drei Kindern unterhaltsverpflichtet ist. Und ob ihr Erziehungsgeld erhaltet hängt vom vorhandenen (seinem) Einkommen ab. Manchmal gibt es von der Caritas eine Hilfe in Form einer Einmalzahlung für die Erstausstattung.

Auch bei uns sieht es finanziell bestimmt nicht rosig aus. Ich werde relativ schnell wieder arbeiten gehen müssen, da es sonst nicht zu schaffen ist. Ich habe auch ein wenig Angst und schlechtes Gewissen davor, mein Kind dann zu einer Tagesmutter zu geben. Aber viel schlimmer als das fände ich den Gedanken, kein Kind zu haben.

Ich weiß nicht, wie groß dein, euer gemeinsamer Kinderwunsch ist. Meiner Meinung nach müssen beide absolut dahinter stehen, sonst schafft man es nur schwer die finanziell enge Zeit zu überstehen.

Tut mir leid, dir keine genauere Auskunft geben zu können. Aber ich hoffen, du findest die richtigen Entscheidungshilfen.

Lieben Gruß
Olga


Das Leben ist wie ein Duschvorhang.... Kann schimmeln, muss aber nicht! =)

AntwortZitat
Geschrieben : 22.11.2005 18:26
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

wenn die Wahl noch möglich ist, sollte der finanzielle Aspekt gleichwertig zu allen weiteren stehen.

Kinder benötigen Liebe, das ist so. Sie benötigen auch in gewissem Umfange finanzielle Mittel. Neue Studien haben doch jüngst belegt, dass Kinder aus "nicht so gut ausgestatteten" Familien in der Bildung das Nachsehen haben. Ferner stehen Studiengebühren schon heute an und werden noch weiter steigen. Das zur Verfügung stehende Einkommen wird sich perspektivisch nicht in gleichem Maße entwickeln wie die Kosten. Und irgendwelche neuen Zulagen des Staates werden durch Kostenerhöhung abgefedert (Erhöhung des KG und kurz danach Erhöhung der KiGa-Gebühren).

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 22.11.2005 19:47
(@Baerchen35)

Guten Morgen und danke für Eure Antworten!
Der finanzielle Aspekt war bisher immer der Grund warum ich den Kinderwunsch zurückgesteckt habe und auch der falsche Partner. Den Richtigen habe ich mittlerweile, könnte mir keinen besseren Papa vorstellen. Bleibt das Problem Finanzen!!
Wir müssen halt nur zusehen wie wir die erste Zeit überstehen, da ich in meinem Job auch ohne weiteres von zu Hause aus arbeiten kann.
Wichtig ist uns dabei auch, dass ich weiter die Miete aufbringen kann. Wir haben zusammen ein Haus gemietet (Platz für Kinder reichlich) und soviel Arbeit dort reingesteckt das unser Herz dranhängt.
Aber vielleicht hat Olga recht und man sollte es auf sich zukommen lassen. Schließlich haben wir schon reichlich geschafft und das können wir auch schaffen!!

Dir Olga erstmal Glückwunsch und alles Gute für die Schwangerschaft...

Liebe Grüße
Jutta


AntwortZitat
Geschrieben : 23.11.2005 09:09
(@choice)
Schon was gesagt Registriert

Zunächst mal herzlichen Glückwunsch an Alle, die hier Nachwuchs erwarten!

Aber zu der Frage, Kind oder kein Kind, möchte ich hier noch einen weiteren Aspekt beitragen:
Ich bin seit 1,5 Jahren geschieden, habe 2 Kinder, die bei der KM leben. Kontakt zu den Kindern bestens, auch zur KM ist es zufriedenstellend und im Sinne der Kinder positiv. Unterhalt zahle ich für die Kinder.

Seit 10 Monaten habe ich eine neue Partnerin, die selbst noch keine Kinder hat, aber ein eigenes Kind will. Ich bin hier sehr skeptisch.
Ein erstes und vordergründiges Argument von mir gegen ein (aus meiner Sicht) weiteres Kind ist auch die finanzielle Seite. Und die auch in diesem Thread angeführte "Beruhigung", es würden die Alimente neu berechnet, sobald ein weiteres Kind da ist, ist zwar relativ positiv für die finanzielle Gesamtbelastung, für mich aber eher ein weiteres Argument GEGEN ein zusätzliches Kind, da ich ein schlechtes Gewissen gegenüber meinen bestehenden Kindern hätte: Warum müssen sie auf etwas verzichten, nur weil ich eine neue Partnerin und ein zusätzliches Kind habe?
Und nicht nur das Geld, auch die Zeit, die Aufmerksamkeit und die Zuwendung müsste dann ja mit einem neuen Menschen geteilt werden.....

Hat jemand bzgl. der Frage "Kind oder nicht Kind?" auch schonmal in diese Richtung gedacht? Wie habt Ihr Euch dann entschieden?


AntwortZitat
Geschrieben : 28.11.2005 16:33
(@eskima)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo choice,

da ich ein schlechtes Gewissen gegenüber meinen bestehenden Kindern hätte: Warum müssen sie auf etwas verzichten, nur weil ich eine neue Partnerin und ein zusätzliches Kind habe?
Und nicht nur das Geld, auch die Zeit, die Aufmerksamkeit und die Zuwendung müsste dann ja mit einem neuen Menschen geteilt werden.....

Hättest du dir diese Fragen auch in dem Maße gestellt, wenn deine Exfrau zu Ehezeiten gern ein drittes Kind gehabt hätte?

Gruß

eskima


Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht sieben Meilen in seinen Schuhen gegangen bist - Indianische Lebensweisheit
21dbc1b8a029e54556e0e8e32d0b6d64

AntwortZitat
Geschrieben : 28.11.2005 17:03
(@choice)
Schon was gesagt Registriert

Hallo choice,

da ich ein schlechtes Gewissen gegenüber meinen bestehenden Kindern hätte: Warum müssen sie auf etwas verzichten, nur weil ich eine neue Partnerin und ein zusätzliches Kind habe?
Und nicht nur das Geld, auch die Zeit, die Aufmerksamkeit und die Zuwendung müsste dann ja mit einem neuen Menschen geteilt werden.....

Hättest du dir diese Fragen auch in dem Maße gestellt, wenn deine Exfrau zu Ehezeiten gern ein drittes Kind gehabt hätte?

Gruß

eskima

Ein klare Antwort: NEIN!
Allerdings ist das aus mehreren Gründen aus meiner Sicht nicht vergleichbar, weil zb. abgesehen davon, dass wir (in aufrechter Ehe) eigentlich kein drittes Kind mehr wollten, eine Teilung von Zeit und/oder Finanzmitteln bei einem dritten Kind innerhalb eines gemeinsamen Haushaltes nicht so schwerwiegend bzw. (zumindest subjektiv) einschneidend wäre wie eben eine Situation wie die jetzige.

Man kann meine Unsicherheit bzgl. einem dritten Kind mit meiner neuen Partnerin auch einfach so zusammen fassen: Ich habe (hätte) ein schlechtes Gewissen gegenüber meinen bisherigen Kindern (und das hätte ich bei einem dritten Kind mit meiner ex in aufrechter Ehe nicht gehabt).....


AntwortZitat
Geschrieben : 28.11.2005 17:41
(@jensb2001)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hey!

Hättest du dir diese Fragen auch in dem Maße gestellt, wenn deine Exfrau zu Ehezeiten gern ein drittes Kind gehabt hätte?

Ich denke das tun alle..entweder nach einem, oder nach zwei Kindern, oder eben nach dreien..usw...
Und das ist es..in der Ehe hätte man vermutlich zwei Kids z.B. groß gezogen...trennt man sich aber, u kommt ein neuer Partner, so will man mit dem dann Kinder..u mitmal ist der Grundsatz dahin..
Schon sind es dann drei oder vier .. oder oder..

Und es ist nunmal eindeutig so das Kinder für eine lange Zeit finanzielle Mittel benötigen..

In der ersten Ehe wären diese für auch vermutlich mehrer Kinder nicht da gewesen..
Aber trennt man sich, u hat einen neuen Partner, dann muß es eben einfach gehen, ich denke das viele so denken..aber doch wissen das es finanzielle eigentlich gar nicht wirklich realisierbar ist..
Und ob das wirklich dann so richtig ist, zu entscheiden: weitere Kinder?

Wenn man aber auch dennoch auch auf der anderen Seite den Wunsch nach einer intakten Familien verstehen kann..

Dennoch sollte das im Sinne aller wohl überlegt sein denke ich..

Wenn es auch wahrlich nicht nur um das finanzielle geht..aber er ist nunmal doch ein wichtiger Aspekt, ohne den es nunmal eigentlich nicht geht...u den man nicht vernachlässigen sollte.

Gruß
Jens


AntwortZitat
Geschrieben : 28.11.2005 17:47
(@jensb2001)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

P.S.

Und auch die dadurch evtl. entstehenden finanziellen Sorgen können auch eine neue Familie dann schnell belasten.. und zu Problemen führen...

Gruß
Jens


AntwortZitat
Geschrieben : 28.11.2005 17:48
(@eskima)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

rehi,

vorab: mein Mann und ich haben keine gemeinsamen Kinder. Als wir uns kennenlernten wollte ich schon keine Kinder mehr, weil ich nicht noch einmal von vorne anfangen wollte, meine Tochter war so 13/14.

Ein/e Eifersucht/Neid seiner Kinder auf meine Tochter würde ich nicht ausschließen. Bei meiner Tochter hab ich derlei Gefühle nicht feststellen können, eher Neid auf die gute Vater-Sohn-Beziehung, die sich aber in überschaubaren Grenzen hielt. (hier ist die Rede von Stiefgeschwistern)

Ich denke aber, dass in einer Zweitehe Kinder wachsen und gedeihen können. Es gäbe auch die Möglichkeit, dass die (Halb)Geschwister sich sehr mögen und sich nicht als Konkurrenz empfinden.

Meine Tochter hat zu ihren Halbgeschwistern väterlicherseits einen sehr guten Draht, immer gehabt, und wesentlich mehr Kontakt zu ihnen als jemals mit ihrem Vater...

Es gibt manches, was einfach nicht berechenbar ist und vieles kommt anders als man denkt. Ich glaube heute, dass niemand sein Leben wirklich durchplanen kann.

Gruß

eskima


Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht sieben Meilen in seinen Schuhen gegangen bist - Indianische Lebensweisheit
21dbc1b8a029e54556e0e8e32d0b6d64

AntwortZitat
Geschrieben : 28.11.2005 18:19




Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallöchen!

Ich würde noch zur Auswahl geben: Elternzeit auf ein Jahr beschränken, dann gibt es dann z. Zt noch 450 Euro EZG pro Monat, die ersten Kinder fließen begünstigend in die Berechnung mit ein.
Im ersten LJ eine gute Krippe suchen (ist mir pers. lieber als TaMu) und mit einem Jahr dann wieder voll einsteigen. Die Kids sind als Krippenkids nicht schlechter dran, auch wenn natürlich jedes Kind einzeln betrachtet werden muss.

Mein Sohn ist in der Krippe seit er 17 Monate alt ist (beim zweiten Kind würde ich es früher machen) und ist superglücklich dort. Ich mache eine Vollzeitausbildung, mein Mann arbeitet ebenfalls Vollzeit und wir kommen langsam wieder so in die Reihe wie "vor der Geburt". Es gibt vielleicht phasenweise finanzielle Einschränkungen, aber mit ein bißchem guten Willen von allen Seiten und gerechten Einschränkungen in alle Richtungen geht alles.

Rein vom Geld würde ich es nur abhängig machen, wenn ich heute schon komplett insolvent wäre.

LG Lausebackesmama


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 29.11.2005 00:02
(@pueppi)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Baerchen35,

ich, selbst leider noch kinderlos, kann Deinen Kinderwunsch gut nachempfinden und vor allem die Enttäuschung darüber, wenn vermeintlich gute Gründe dagegen sprechen. Ich selbst hätte finanziell gar keine Bedenken, denn seit Jahren wirtschafte ich so, daß ein entsprechendes Polster da ist und der Kinderwunsch aus finanzieller Sicht nicht scheitern muß.
Du und Dein Mann scheinen jedoch andere Prioritäten gesetzt zu haben, denn das angemietete Haus, an dem so viel Herzblut hängt, scheint ja bereits unter den derzeitigen Umständen (KU) ganz schön kostspielig zu sein. Wenn der Kinderwunsch so dringend ist, dann überlegt doch mal, ob der viele Platz im Haus es wert ist, finanziert zu werden. Oder wäre eine bescheidenere Bleibe nicht auch ausreichend, dafür aber mit Kinderlachen?
Ich drücke Dir die Daumen und wünsche alles Gute!
Püppi


Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen ? Kurt Marti

AntwortZitat
Geschrieben : 29.11.2005 16:01
 Olga
(@olga)
Rege dabei Registriert

Und auch die dadurch evtl. entstehenden finanziellen Sorgen können auch eine neue Familie dann schnell belasten.. und zu Problemen führen...

Gruß
Jens

Das sehe ich allerdings auch so. Daher denke ich auch, dass es halt absolut wichtig ist, dass beide Partner ohne wenn und aber hinter dem Kinderwunsch stehen. Damit die finanziellen Einschränkungen nicht als sooo belastend empfunden werden.

Jedenfalls erhoffe ich mir das so. 😉 Ich hoffe, ich werde demnächst keines Besseren belehrt.

LG
Olga


Das Leben ist wie ein Duschvorhang.... Kann schimmeln, muss aber nicht! =)

AntwortZitat
Geschrieben : 29.11.2005 16:18