Gespräch mit Ex suc...
 
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Gespräch mit Ex suchen? Erfahrungen gesucht!

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(@upanddown)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,

ich bin seit fast 2 Jahren die LG eines eines typischen Scheidungsvaters, wie man sie in diesem Forum in großer Zahl findet. Seit Oktober 2006 unterstütze ich meinen LG, so gut wie es geht, beim regelmäßigen Umgang mit seiner 4-jährigen Tochter. Seit Oktober 2007 übernachtet das Kind 1x monatlich bei uns und, so der Richter will, ab Ostern 1x monatlich 2 Übernachtungen.

Nun herrscht zwischen KM und KV seit der Trennung "Eiszeit" mit allem, was so dazugehört. Alles läuft nur über die Rechtsanwälte, das Jugendamt wollte vermitteln, hat aber nicht funktioniert usw. letztendlich leidtragend ist das Kind, weil das natürlich auch spürt, was da los ist.

Nun reift in mir eine Idee und ich wollte gerne mal hören, was ihr dazu denkt oder ob jemand Erfahrungen damit gemacht hat.

Ich hatte bis dato mit der KM keinen Kontakt. Ich bleibe bei der Abholung und bei der Rückgabe des Kindes immer im Auto sitzen. Die Frau macht mir auch ein bisschen Bauchgrummeln, denn allein der Gesichtsausdruck ist der pure Hass.

Nun versuche ich mir mal vorzustellen, wenn das mein Kind wäre, wie es mir gehen würde. Ich denke, ich würde wissen wollen, mit wem meine Tochter die Zeit beim Vater verbringt. Und schliesslich habe ich dieser Frau definitiv nichts getan.

Nun würde ich gerne, sobald das Gericht die Umgangsregelung geklärt hat, versuchen, ob sich die Ex auf ein "Kennenlerngespräch" mit mir einläßt, in der Hoffnung, dass sie mich als "Neutrum" akzeptiert und so vielleicht eine Kommunikationsbasis entsteht, die dem Wohl des Kindes dient. Dann könnte man vielleicht wenigstens mal wichtige Informationen über das Kind austauschen.

Was haltet ihr davon und wer hat das in so einem hochstrittigen Fall schonmal probiert?

Grüße, Upanddown


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 09.03.2008 12:29
(@babbedeckel)
Registriert

Moin,

Ich hatte bis dato mit der KM keinen Kontakt. Ich bleibe bei der Abholung und bei der Rückgabe des Kindes immer im Auto sitzen. Die Frau macht mir auch ein bisschen Bauchgrummeln, denn allein der Gesichtsausdruck ist der pure Hass.

Nun versuche ich mir mal vorzustellen, wenn das mein Kind wäre, wie es mir gehen würde. Ich denke, ich würde wissen wollen, mit wem meine Tochter die Zeit beim Vater verbringt. Und schliesslich habe ich dieser Frau definitiv nichts getan.

Nun würde ich gerne, sobald das Gericht die Umgangsregelung geklärt hat, versuchen, ob sich die Ex auf ein "Kennenlerngespräch" mit mir einläßt, in der Hoffnung, dass sie mich als "Neutrum" akzeptiert und so vielleicht eine Kommunikationsbasis entsteht, die dem Wohl des Kindes dient. Dann könnte man vielleicht wenigstens mal wichtige Informationen über das Kind austauschen.

Was haltet ihr davon und wer hat das in so einem hochstrittigen Fall schonmal probiert?

Dein Anliegen ehrt dich ja. Aber solange bei der EX, der pure Haß da ist, würde ich´s nicht versuchen.
Wenn, dann sollte dein LG "vorsichtig"  mal anfragen...vlt. schriftlich
Hat die EX eigentlich einen Freund ? Wenn nein, würde ich erstmal warten.
Wenn du der Trennungsgrund warst, dann würde ich erstmal "länger" abwarten.
...meine Meinung.
Meine EX würde das NIE wollen, die frägt lieber das Kind aus  :gunman:
...bei ihr ist auch der pure Haß vorhanden  :exclam:

Gruß
babbedeckel


Ein Ruin kann drei Ursachen haben: Frauen, Wetten oder die Befragung von Fachleuten (Georges Pompidou)

AntwortZitat
Geschrieben : 09.03.2008 13:18
(@andreadd)
Registriert

Hallo upanddown,

ich würde dir davon abraten. Die Verständigung ist Sache der Eltern. Es macht keinen Sinn, wenn du dich noch unnötig in die Schusslinie bringst. Außerdem birgt das immer die Gefahr, dass nach Gesprächen behauptet wird, du hättest das falsch verstanden und du dann als der Depp da stehst.

Mir ist kein Fall von hochstrittigen Eltern bekannt, wo das funktioniert hätte.

Liebe Grüße
Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Geschrieben : 09.03.2008 14:41
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin upanddown,

für mich ist eine solche Kontaktaufnahme kein absolutes NoGo. Auch bin ich ein Anhänger der These, dass das, was gestern nicht ging, heute durchaus funktionieren kann - das Leben verändert sich, und Menschen tun es auch. Überdies ist es meines Erachtens ungefähr das Dümmste, was man mit seinem Leben anfangen kann, Feindschaften zu pflegen.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass man das von Dir beschriebene Eis brechen kann (natürlich ohne jegliche Garantie, dass es auch funktioniert). In Deinem Fall würde ich einen Brief schreiben und einfach von mir erzählen. Wichtig dabei: Nur von Dir - wer Du bist, was Du machst, dass Du nicht vorhast, ihre Rolle als Mutter in Frage zu stellen und vor allem, dass Dir an einem auskömmlichen Verhältnis aller Beteiligten gelegen ist.

Keinesfalls dürfte ein solcher Brief irgendwelche Vorwürfe enthalten; auch die Gründe für das Scheitern der Ehe Deines LG sind da vollkommen irrelevant. Ein solcher Brief sollte vor allem dazu dienen, Dich zu entdämonisieren, Dir in den Augen der Ex ein Gesicht zu geben und die Möglichkeit, sagen zu können "Die ist ja gar nicht so, wie ich immer gedacht habe". Enden könnte ein solcher Brief mit dem Angebot (nicht der Forderung!), dass Ihr Euch auch einmal persönlich unter 4 Augen kennenlernt, zu einem der Ex genehmen Zeitpunkt und an einem von ihr vorgeschlagenen Ort.

Wenn Tonfall und Wortlaut in etwa einem Bewerbungsschreiben entsprechen, kann man eigentlich nichts falsch machen. Vor allem kann die Ex einen solchen Brief nicht herumzeigen, um zu beweisen, dass Du eine Unperson bist, mit der man unmöglich etwas zu tun haben will: Die eventuellen "Mitleser" würden mehrheitlich bestätigen, dass ein solcher Brief keine Attacke ist.

Möglicherweise wird ein solcher Brief keine Wirkung zeigen, aber Du hast dann von Deiner Seite aus zumindest ein Friedensangebot gemacht und gezeigt, dass Dir an einem auskömmlichen Miteinander - vor allem zum Wohl des Kindes gelegen ist. Ob die Ex es annimmt, ist natürlich trotzdem ihre Sache. Nur eine Bitte allerdings: Tu das nicht ohne Wissen Deines Partners; sonst ist der Grundstein für einen "Zickenkrieg" gelegt.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 09.03.2008 15:01
(@hajoco)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi,

ich kann "brille007" nur zustimmen.
Allerdings:
Zitat Babbedeckel:
Wenn du der Trennungsgrund warst, dann würde ich erstmal "länger" abwarten.
Zitat Ende

...dann wirst Du wohl nichts erreichen können.

Und wenn Du nichts erreichst obwohl Du eben nicht der "Grund" warst:
Du wirst Dich nie mehr fragen, was wäre gewesen, wenn ich einenBrief geschrieben hätte.
Du hast es versucht - und eigentlich kann es nur besser werden.

Gruß,
Jochen


Die Wahrheit kann man 1000mal erzählen, Lügner brauchen soooon Gedächtnis

AntwortZitat
Geschrieben : 09.03.2008 15:40
(@upanddown)
Schon was gesagt Registriert

Hallo, an alle,

es begeistert mich immer wieder, wie toll die Beteiligung an den gestellten Themes ist. Ein echtes Vorzeige-Forum!

Deep_Thougt, ich habe Deinen Beitrag leider nicht verstanden. habe ich irgendwie einen falschen User benutzt? Ich bin nämlich nicht der Vater sondern die LG zu einem Vater. Kannst Du das nochmal konkretisieren, falss ich was falsch gemacht habe? Danke!

Ja, das mit dem Brief finde ich eine echt gute Idee. Das kriege ich auch absolut sachlich hin. Mein LG und seine Ex haben sich vor 4 Jahren getrennt. Ich war somit nicht der Grund für die Trennung. Und ich werde auch einen Teufel tun, bzgl. der Trennungsgründe bei einem von beiden Stellung zu beziehen. Für mich hat jede Münze 2 Seiten und genauso ist es auch beim Scheitern einer Ehe. Und wenn es nur, wie bei mir, daran gelegen hat, dass sich Menschen mit der Zeit einfach verändern und unterschiedlich entwickeln.

Allerdings finde ich es absolut bedauerlich, wenn man seine kostbare und kurze Lebenszeit damit verbringt, in der Vergangenheit zu leben. Und das tut man, wenn man seine Energie weiterhin an Emotionen für einen Menschen verschwendet, der zum vergangenen Leben gehört und nicht mehr in die Gegenwart und schon gar nicht mehr in die Zukunft. Und das tuen die beiden.

Und wenn ich das irgendwie zumindest entschärfen könnte, wäre das auch für meine Lebensqualität sehr zuträglich. Und was das für dieses Kind bedeuten würde, brauche ich hier wohl keinem zu sagen. Ich würde diese Frau halt auch gerne verstehen. Mal wissen, was sie in mir sieht, wovor sie angst hat. Vielleicht hat sie ja auch angst, dass ich sie, weil ich selbst keine Kinder habe, als Mutter ersetzen will. Solche Ängste könnte ich ihr nehmen, wenn sie mal mit mir sprechen würde.

Mein LG befürchtet natürlich, dass sie ein gemeinsames Gespräch dazu nutzen würde, mir zu erzählen, was er doch für ein schlimmer Kerl ist. Das interessiert mich aber nicht. Ich kenne ihn nun auch schon lange genug und weiss seine Macken - die wir aber alle haben. Darum geht es ja auch gar nicht. Es mag ja sein, dass er ein schlechter Ehemann war. Was ich aber sehe ist, dass er an den Besuchswochenenden ein echt guter und liebevoller Vater ist und sich die KM keinerlei Sorgen machen braucht, wenn ihr Töchterchen hier ist.

Bzgl. des Gesprächs unter 4 Augen teile ich allerdings Andreas Bedenken. In der Vergangenheit wurde eigentlich alles, was wir getan haben, irgendwie negativ ausgelegt. Uns wurden Dinge unterstellt, die wir in keinster Weise gesagt oder getan haben. Z.B. hätte das Kind zuhause zur KM gesagt, sie sei nun nicht mehr ihre richtige Mama und Papa hätte gesagt, sie würde bald nicht mehr bei Mama wohnen und, und und. Alle Versuche, den Kontakt  zur KM etwas zu "enteisen" sind absolut fehlgeschlagen. Deshalb habe ich natürlich Bedenken, dass sie mir nach einem Gespräch unter 4 Augen dann auch alles mögliche unterstellt.

Ich hätte bzgl. meiner Person keine Angst, ein solches Gespräch zu führen. Es gehört zu meinem Job, jeden Tag heikle Gespräche zu führen und dabei absolut sachlich zu bleiben. Das wäre also nicht das Problem. Aber das nützt mich ja nichts, wenn sie mir anschließend alles mögliche unterstellt. Es wäre also schon gut, wenn eine neutrale Person dabei wäre. Nur wer sollte das sein? Die Mutter wohnt ja 320km weg, ich kenne dort niemanden und mit der Dame vom JA spricht die KM nicht mehr.

Hat dazu jemand eine Idee?

Grüße, Upanddown


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 09.03.2008 17:19
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

@Deep: Liegt ev. eine Verwechslung mit dem LG von Soulsister vor?

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 09.03.2008 17:33
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi upanddown,

vielleicht ist das in meinem letzten Post nicht klar rübergekommen: Natürlich sollte sich eine briefliche Kontaktanbahnung ausschliesslich auf die Zukunft beziehen und nicht auf die Vergangenheit. Die Gründe für die Trennung interessieren Dich nicht, denn Du willst sie ja kaum rückgängig machen. Und über die Qualitäten Deines LG hast Du nach 2 Jahren sicher eine profunde eigene Meinung; da muss Dir auch niemand sagen, wie er "wirklich" ist; Du willst solche Meinungen auch nicht hören.

Der Sinn eines solchen Briefes sollte eine Brücke zu einem Gespräch sein, die Du der Ex baust. Und nein: Es wäre kein Ausweis von Vertrauen Deinerseits, wenn Du für ein eventuell sich anschliessendes Gespräch einen Zeugen brauchst. Gerade deshalb würde ich an Deiner Stelle ein 4-Augen-Gespräch vorschlagen - zu einer von der Ex vorzuschlagenden Zeit und an einem ihr genehmen Ort. Ggf. auch erst mal telefonisch.

Die jahrelange Beschäftigung mit Anwälten und Gerichten vernebelt oft den gesunden Menschenverstand; man denkt nur noch in "Zeugen" und "Beweisen". Aber was die Ex Dir hinterher unterstellen könnte, ist doch vollkommen ohne Belang - oder dachtest Du, Dein "neutraler Zeuge" wäre bei solchen Unterstellungen immer anwesend und könnte sofort einwenden "Nein, das war gar nicht so!"? Wenn diese Frau böswillig ist, kann sie Dir die Hässlichkeit einer Hexe, das Alter von Methusalem, die Figur einer Regentonne und die Leitung eines Vorstadt-Puffs unterstellen, einfach so und ohne Dich jemals gesehen oder gesprochen zu haben - und Du kannst nichts dagegen tun. Es kann übrigens auch sein, dass die Ex echten Schiss davor hat, Dich sympathisch zu finden - und dass sie Dich deshalb dämonisieren muss...

Bei Friedensverhandlungen muss einfach einer den ersten Schritt machen, ohne "Waffen", ohne Vorbehalte, ohne Netz und doppelten Boden. Und Du kannst diesen Schritt leichten Herzens tun - denn Du hast nichts zu verlieren: "Schlimmstenfalls" bleibt eben alles, wie es ist.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 09.03.2008 17:42
(@hajoco)
Nicht wegzudenken Registriert

@ Upanddown:

schreib doch erstmal...
machst Dir Gedanken, wie Du verfahren sollst...
siehst Du doch aus der Reaktion auf Deinen Brief...

bei einem Gespräch unter 4 Augen kann im Nachhinein jeder alles Mögliche gesagt haben,
und wenn ich um ein vertrauliches Gespräch gebeten werde und sehe mich dann mit einem "Beistand"
konfrontiert - ist gleich "Sense"

Gruß,
Jochen (der Langsame)


Die Wahrheit kann man 1000mal erzählen, Lügner brauchen soooon Gedächtnis

AntwortZitat
Geschrieben : 09.03.2008 17:47
(@annasophie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo,

die Frau meines Ex hat mir damals auch einen Brief geschrieben. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich würde - unabhängig davon ob sie die Frau von meinem Ex ist oder nicht - im normalen Leben nicht mit ihr klarkommen.

Ihr Argument war damals, dass wir zusammen einen Kaffee trinken gehen sollen, damit die Kinder sehen das wir uns gut verstehen. Aus Kinder-Sicht ist das nie gefordert worden. Das Problem liegt eher darin begraben das mein Ex den Kindern sehr viel Müll über die Trennung etc. erzählt hat. ich habe dieses immer nur sachlich richtig gestellt. Und das mein Ex und seine Frau durch die erzählten Unwahrheiten Probleme mit den Kindern bekommen ist auch ganz klar. Aber ich bin nicht diejenige, die dafür grade stehen muss. 

Insofern lehne ich immer nett und freundlich diese Angebote ab. Die Angebote gehen soweit das ich mit den Kindern zu meinem Ex und seiner Frau fahren soll und auch da das Wochenende verbringen, falls die Kinder Heimweh nach mir bekommen.

Sophie


AntwortZitat
Geschrieben : 10.03.2008 10:27




(@encina-elora)
Rege dabei Registriert

Hallo Upanddown,

also ich habe es nach fast 2 Jahren getan und es hat sich als positiv erwiesen, auch wenn es ständig eine Gradwanderung ist und viel Verhandlungsgeschick braucht. Allerdings sollte dir klar sein, dass du dich damit zwischen die Fronten begibst (ob du willst oder nicht) und es manchmal extrem anstrengend werden kann und es auch manchmal zu einer Belastungsprobe für die Beziehung sein kann.
Ich für mich kann trotz allem nur sagen, hätte ich es nur mal früher getan, das hätte uns vermutlich viel erspart (oder andere Probleme hervorgerufen ;-), wer weiß das schon....)

Liebe Grüße

ee


AntwortZitat
Geschrieben : 10.03.2008 11:07
(@upanddown)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,

die letzten beiden Beiträge finde ich hochinteressant, da sehr gegensätzlich.

Also, erstmal zu Sophie. Bei Deinen Worten klingelt es bei mir so ein bißchen im Kopf. Woher weisst Du denn, dass Dein Ex den Kindern so viel Müll erzählt hat? Ich frage deshalb, weil uns ja auch dauernd unterstellt wird, dass wir das Kind beeinflussen würden und gegen die Mutter aufbringen würden. Und ich schwöre, bei allem was mir heilig ist (und das ist eine ganze Menge), dass weder mein LG noch ich im Beisein des Kindes jemals schlecht über die Mutter gesprochen haben, das Kind nie ausgefragt haben und nie in irgendeiner Form Einfluss auf das Denken und Handeln des Kindes genommen haben.

Und müssen die Kinder eigentlich erst den verbalen Wunsch äußern, dass die Erwachsenen sich endlich anständig benehmen und wie normale Menschen miteinander umgehen? Sollte es nicht selbstverständlich sein, dass man im Interesse des Kindes sachlich miteinander umgeht? Es erwartet doch keiner, dass die Beteiligten Freunde werden und sich regelmäßig zum Kaffeetrinken treffen. Wenn alle mal einen Schritt aufeinander zugehen würden, dann wäre doch schon viel gewonnen. Und jedes Kind leidet, ob nun bewusst oder unbewusst, unter dem Spannungsverhältnis der Erwachsenen. Vielleicht solltest Du Deine Haltung nochmal überdenken. Ich gebe brille/Martin absolut recht. So ein Gespräch ist ein Versuch und Du hast nichts zu verlieren. Im schlimmsten Fall bleibt alles wie es ist.

Und ee, Hut ab und ich finde es super, dass es bei Dir geklappt hat. Eine Gratwanderung ist es so oder so. Es betrifft mich ja auch, wenn wieder ein böser Brief vom RA kommt oder ein Bericht von der VP etc. Dann habe ich immer einen LG, den ich wieder aufbauen muss. Dann muss ich immer aufpassen, dass ja alles gut geht, wenn das Kind da ist. Letztes Wochenende hat sich die Kleine beim Rumtollen gestoßen und da ist mir schon wieder das Herz in die Hose gerutscht, was da wieder von der KM nachkommt, wenn die den blauen Fleck sieht. Da renne ich dann wie angestochen mit Eisbeutel und Arnika-Kügelchen rum. Und außerdem nervt es mich total, dass wir uns dauernd mit dem Thema beschäftigen müssen. Mal ganz davon abgesehen, dass dafür RA und Gerichte die Tausender nur so wegfliegen.

Ich werde mir jetzt mal ganz intensiv Gedanken machen, was ich in den Brief reinschreibe. Vor der nächsten Verhandlung am 18. schicke ich eh nichts weg, also habe ich ja noch viel Zeit. ee, vielleicht hast Du ja dbzgl. einen Tip für mich.

Grüße, Upanddown


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 10.03.2008 15:35
(@annasophie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo upanddown,

die Kinder selbst haben mir gesagt, dass Papa und C. schlecht über mich reden. Ebenso haben die Kinder bestimmte Dinge zur Trennung gesagt, die so nicht gewesen sind und sie gar nicht wissen können, es sei denn ihr Vater hat ihnen so etwas gesagt.

Und was C. angeht; ich hatte vom Bauchgefühl immer ein ungutes Gefühl ihr gegenüber. Habe das die Kinder nicht merken lassen, aber sie ist eine Person die ich noch nicht mal im Bekanntenkreis hätte. Bis vor einem Monat war das nur ein Bauchgefühl, dann gab es aber einen Kontakt in dem mir bestätigt wurde das mein Bauchgefühl richtig war. Insofern halte ich gern small talk mit ihr wenn wir uns sehen, aber ich bin nicht bereit mit ihr Kaffee zu trinken und mich verbal mit ihr auseinander zu setzen.

Zumal C. davon ausgeht, dass weder der Vater noch ich wissen was für die Kinder gut ist, sondern alleine sie. Und entsprechend ist ihre Reaktion. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und redet in Gegenwart der Kinder so über die Kinder dass es nicht positiv ist. Letztes Beispiel war: "T. ist ja sportlich, aber für eine Sportschule absolut ungeeignet". Dazu muss man wissen, dass sie T. noch nie hat spielen sehen und T. seit 2 Jahren in den Ferien nur sieht. Und auch keine entsprechende Aus- oder Fortbildung hat um dieses äußern zu können. Und das ganze noch in Gegenwart der Kinder. Da muss ich nicht zu beitragen.

Sophie


AntwortZitat
Geschrieben : 10.03.2008 16:34
(@encina-elora)
Rege dabei Registriert

Hi upanddown,

also so einen richtigen Tip kann ich dir da nicht geben, weil ich sie einfach mal angerufen habe als mir mal wieder alles zu blöd wurde und ich das Kind nicht länger leiden sehen konnte. (Natürlich nach Absprache mit meinem Partner, er hatte nämlich genau die gleichen Bedenken wie deiner, nur deshalb hat es 2 Jahre gedauert, übrigens den puren Hass habe ich auch gesehen, war aber letztendlich gar nicht so, sie war sehr froh darüber)

Klar ist es immer eine Gratwanderung, vor allem bei meinem Partner, aber mit "ihr" zu kommunizieren und ihn damit in einer gewissen Weise außen vor zu lassen macht es natürlich noch etwas schwieriger. Vor allem mache ich alles, damit er nicht das Gefühl bekommt außen vor zu sein. Ich spreche immer alles, wirklich alles mit ihm ab, auch wenn ich seine Meinung dazu genau kenne, es ist manchmal sehr mühsam, aber anders für uns nicht zu machen.

Ich versuche es zu vermeiden mit ihr über ihn zu sprechen, was natürlich nicht immer einfach ist, da es nunmal ihn betrifft und es um ihr gemeinsames Kind geht, aber bisher hat es gut geklappt und es kam, natürlich auch wegen fehlender Kommunikation der beiden, auch noch nicht zu einem "..aber deine ....hat auch gesagt, dass....". Wenn so etwas passiert wird es natürlich sehr schwer und dann würde ich mich auch zurückziehen, das habe ich ihr auch deutlich gesagt. Und da sie sehr froh darüber ist gewisse Dinge mit mir besprechen zu können, wird es auch hoffentlich so bleiben.

Bei uns war die Situation allerdings so, dass ihre Tochter sehr darunter gelitten hat, dass da ein ständiger Kampf stattfindet und sie jetzt überglücklich ist, dass ihre Mutter und ich aus ihrer Sicht nun "Freundinnen" sind. Also anders als bei AnnaSophie wollte die Kleine es auch. Allerdings ist es erstaunlich was Kinder sich so alles ausdenken, was die "andere Seite" alles gemacht und gesagt haben soll, nur um "diese Seite" vermeintlich zufrieden zu stellen.

Und bei "blauen Flecken" ruf ich nun einfach an und gut ist es.....

LG

ee


AntwortZitat
Geschrieben : 10.03.2008 17:02
(@upanddown)
Schon was gesagt Registriert

Hallo, Sophie,

es ist schon wirklich schwer, in diesen oft verfahrenen Beziehungen zwischen Ex-Next-Kinder usw. eine vernünftige Ebene reinzubringen. Wie gesagt, Kaffeetrinken und Smalltalk will ich mit der KM auch nicht. Und wenn sie sich mir gegenüber feindlich verhalten will, obwohl ich ihr nichts getan habe, dann kann ich es nicht ändern.

Nenn´ mich naiv, aber es könnte doch wirklich alles so einfach sein. Einfach dem Kind einmal im Monat freitags sagen "viel Spass beim Papa", uns ein bisschen drauf vorbereiten, weil das Kind ja immer krank ist, und sonntags wieder fröhlich entgegennehmen. Dafür bräuchte es kein JA, Kein VP, keinen RA und keine Richter.

Ich weiss ja nicht, wie Dir das geht, aber vielleicht bist Du ja auch mal froh, wenn Du mal ein paar Tage für Dich hast und Du wüsstest, da ist ein Papa und seine LG, wo das Kind gut aufgehoben ist. Sattdessen wird hier oft der Umgang des Vaters mit seinem Kind als Zwangsmaßnahme für Mutter und Kind dargestellt.

Ich stelle mir auch vor, dass man einfach mal bzgl. des Wochenendes flexibel was absprechen könnte. Es könnte ja sein, dass  Mama oder Papa mal ein bestimmtes Wochenende nicht passt, weil z.B. die Oma Geburtstag hat oder so. Dann könnte man darüber doch einfach mal reden, statt stur auf irgendwelchen Gerichtsbeschlüssen rumzureiten. Einfach nur "normal" miteinander umgehen, mehr verspreche ich mir von so einem Gespräch nicht.

Grüße, Upanddown


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 10.03.2008 17:15
(@annasophie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Upanddown,

ich habe den Kindern jedes Wochenende bei Papa gesagt: viel spass und wenn sie zurückgekommen sind: wars schön?

Seit 2 Jahren nimmt er sie nur noch in den Ferien und ich versuche seit November 07 eine Einigung für die Ferien 08 zu erzielen. Immer wenn ich meine das das geklärt ist kommen von seiner Seite Änderungswünsche. Langsam haben die Kinder auch keine Lust mehr dazu, weil wir immer umplanen müssen. Brückentage will er auch nicht haben.

Und ich muss ehrlich sagen, als er sie noch jedes 2. Wochenende genommen hat war das wie Urlaub für mich. Ich habe das immer sehr genossen.

Und was die Geburtstage angeht; das habe ich auch seinen Eltern gesagt: wenn es früh genug gesagt wird ist das kein Problem. Problematisch wird es nur dann, wenn er sagt: Übermorgen hole ich die Kinder nicht, aber das Wochenende darauf und wir das entsprechende Wochenende schon verplant haben. Da stelle ich mich auch auf die Hinterbein (habe ich mich gestellt), weil eine Geburtstagseinladung erhält man normalerweise nicht 2 Tage vor dem Termin. Ansonsten habe ich immer versucht die Wochenenden und die Ferien so zu legen, dass die Geburtstage seiner Familie damit abgedeckt sind.

Und ein normales Umgehen mit seiner Frau habe ich auch. Ich habe ihr sogar stundenlang zugehört als er einen Unfall hatte um in Krankenhaus lag, weil sie jemanden zum zuhören brauchte.

Sophie


AntwortZitat
Geschrieben : 10.03.2008 19:21
(@upanddown)
Schon was gesagt Registriert

Hallo, ee,

einfach anrufen ist in meinem Fall leider nicht. Die KM läßt einen Kontakt nur per Mail zu. Wir haben keine Telefonnummer von ihr. Ist meines Erachtens auch nicht in Ordnung. Es könnte ja mal was mit der Kleinen sein und wir haben keine Möglichkeit, die KM schnell zu erreichen.

Ich habe ihr bis dato nur einmal eine Mail geschrieben, weil mein LG ins Krankenhaus musste und am nächsten Wochenende die Kleine nicht holen konnte. Damals hat sie mir auch für ihre Verhältnisse recht freundlich unterhalten. Die Antworten auf die Mails von meinem LG fallen sehr viel unfreundlicher aus.

Ich bin halt noch nicht sicher, was ich in den Brief reinschreiben soll. Eigentlich würde ich ihr gerne einfach nur ein 4-Augen-Gespräch vorschlagen, damit sie mal die Frau kennenlernt, mit der ihre Tochter einmal im Monat ein Wochenende verbringt. Vielleicht kann mal eine Ex raten, wie denn eine solche Ansprache am besten aussehen könnte. Ich kann da leider, oder besser nicht "leider", nicht mitreden.

Grüße, Upanddown


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 10.03.2008 21:08
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi Upanddown,

ich kann Dir nicht als Ex raten, kann Dir aber sagen, dass ich froh wäre, wenn die Next von meinem Mann, die es hoffentlich  mal gibt, mich nicht als Grund für Eifersüchteleien nimmt und lieber versucht sich ein eigenes Bild zu machen.

Ich selber hab damals mit der Ex meines Mannes gesprochen, weil da auch ein Kind aus dieser Beziehung vorhanden war. Und wir haben uns auch relativ gut verstanden und auch teilweise Kindesübergaben ohne Mann geregelt. Problemlos. Das Eis war in sofern gebrochen, als sie merkte, dass ich sie als Mutter ernst nehme. Das kannte sie nämlich noch gar nicht 8)

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 10.03.2008 21:21
(@encina-elora)
Rege dabei Registriert

Guten Morgen Upanddown,

das mit "keine Telefonnummer" kennen wir auch, aber wir hatten zumindest ihre Handynummer. Ich würde den Brief so schreiben wie Martin das vorgeschlagen hat, damit kann man ja nun wirklich nichts falsch machen.

Da ich auch EX bin und mein Verhältnis zu meinem EX anfangs auch sehr problematisch war (er ist Alkoholiker und es sind unschöne Sachen vorgefallen), war ich superfroh als er ne Neue hatte und hätte mir damals gewünscht, dass sie auf mich zugekommen wäre, ich war damals zu verunsichert um es von mir aus zu tun. Also auch als Ex kann ich dir nur dazu raten. 😉 Du hast nichts zu verlieren, oder?

LG

ee


AntwortZitat
Geschrieben : 11.03.2008 09:45
(@smilla)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo upanddown,

ich erlebe die Situation gerade von beiden Seiten...

Zum einen bin ich die "böse" Ex, die jeglichen Kontakt zur Next ablehnt!
Ich möchte diese Frau nicht sehen und absolut nichts mit ihr zu tun haben.
Allerdings muss ich dazusagen, dass sie der Grund der Trennung war und ich
damals sehr wohl das Gespräch mit ihr gesucht habe, sie aber mit einem Grinsen im
Gesicht erst ihre eigene Familie zerstört hat und dann meine!
Trotzdem schicke auch ich meine Kinder zum Papa (und somit auch zu ihr) mit den Worten:
"Viel Spaß"
Mit meinem Ex funktioniert die Kommunikation meist gut, mittlerweile hat er auch eingesehen,
dass ein gemeinsames Kaffeetrinken mit ihr nicht möglich wäre.

Mein LG kann mit seiner Ex gar nicht mehr.
Ich habe mich von ihr immer ferngehalten, weil ich ja die andere Seite kenne und ich mir
dachte, dass ihr das sicherlich unangenehm wäre mir über den Weg zu laufen.
(obwohl ich nicht der Trennungsgrund war....sie hat ihn verlassen)
Nun ist es aber versehentlich mal passiert, dass wir uns zwischen Tür und Angel kennengelernt
haben und wir haben uns kurz begrüsst. Sie war freundlich und sie scheint keinerlei
Probleme damit zu haben, dass es mich an der Seite ihres Ex gibt.

Da Du nicht der Grund für die Trennung warst, würde ich es an Deiner Stelle zumindest einmal
mit einem Brief probieren. Nachdem es sein kann, dass es danach nicht mehr zu einem persönlichen
Gespräch kommt (weil sie das evtl. ablehnt) würde ich in diesen Brief die Dinge schreiben, die Dir
wichtig sind.
Das hat übrigens die LG meines Ex auch gemacht...

LG
Smilla   


AntwortZitat
Geschrieben : 11.03.2008 14:21




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