Hallo mewu,
Deine Situation kommt mir ebenfalls stellenweise ziemlich bekannt vor. Mein Mann war mit ihr zwar nicht verheiratet, somit fällt "meine Frau" raus, aber auch ich werde von ihr komplett ausgegrenzt.
Hab mich allerdings mit der Situation abgefunden und leg da auch keinen gesteigerten Wert darauf, obwohl das ganze jetzt schon 6 Jahre her ist.
Zumal bei uns immer das Geld ist, auf dem sie rumhackt. Selbst mein Mann darf seine Kinder abholen und mit Ihnen was unternehmen, sofern wir da sind (650 km Entfernung) aber hat der Kleine Geburtstag, darf er die Geschenke mal eben im Hausflur übergeben und das war´s.
Damit er ja nicht ihren Eltern begegnet. Albern nicht wahr?
Wir haben die Jungs eigentlich auch eine Woche bei uns in den Ferien und wir haben eigentlich eine tolle Zeit miteinander. Klar kamen auch schon mal Worte wie: Du bist nicht meine Mama, du hast mir nix zu sagen. Das saß wie ne Faust im Magen. Hab nur geantwortet: Richtig, Deine Mama bin ich nicht, aber ich wohne hier, und somit sind auch Regeln einzuhalten, die hier gelten. Dabei gings nur darum, Naschpapier in den Müll zu werfen.
Dabei hab ich aber auch die volle Unterstützung meines Mannes.
Auch mit Ihrer kleinen Halbschwester kommen beide super klar. Aber versuch mal einem 6-jährigen zu erklären, dass die kleine nicht mit ihm rein zum spielen darf, weil seine Mama das nicht will.
Du schreibst, dass dein LG noch mittendrin in Scheidung etc. steckt. Ich weiß, ist nicht einfach, aber laß ihn das zum Teil mit sich selbst ausmachen. So sind Männer halt (klingt klischeemäßig, entspricht aber den Tatsachen) und konfrontiere ihn nicht jetzt in dieser Situation mit noch mehr Problemen, sonst geht das Ganze nach hinten los, da er sich wahrscheinlich überfordert fühlt.
Schieb Dich immer mal dazwischen, wenn Du der Meinung bist, der Moment ist richtig dafür.
War auch stellenweise dazu gezwungen, einfach nur still zu halten. Wollte mich miteinbringen, wäre aber ein Schuß nach hinten geworden, dass weiß ich heute. War auch zeitweise etwas eifersüchtig auf seine Ex. Heute lach ich, wie ich je solche Gedanken haben konnte.
Was sein Gefühlsleben in Bezug auf die Kids angeht, da lass ich ihn in Ruhe, sag ihm zwar meine Meinung dazu oder wie ich das sehe, aber letztendlich macht er das mit sich aus.
Der Rest wird völlig normal besprochen und diskutiert.
Aber gewöhne Dich dran, das die Mutter den größten Einfluss auf die Kinder hat und diese zum Spielball machen kann, traurig aber wahr.
Der Große schafft es nicht mit 15 Jahren seinem Vater mal anzurufen oder ne SMS zu schreiben, die Mutter würde ihn auch niemals zu so etwas ermutigen. Im Gegenteil, sie schickt die Kinder ohne Taschengeld zu uns in die Ferien und verlangt indirekt sogar noch ein Geburtstagsgeschenk auf unsere Kosten, aber erinnert die Kinder nicht mal an den Geburtstag des Vaters.
Nun ja zu weit ausgeholt vielleicht, letztendlich möchte ich nur damit sagen, nicht zu ungeduldig sein und Zeit vergehen lassen. Auch nach 6 Jahren ist in Sachen Kinder, Ex und Unterhalt immer noch nicht alles so wie man es sich wünscht. Aber es wird besser und wir sind glücklich.
Ich bin sicher, er weiß was er hat und dass er sich auf Dich verlassen kann. Es sind halt nur zuviele Dinge auf einmal und lass ihn aussortieren, was wichtig ist und was nicht.
Viel Glück und viel Kraft dafür.
LG Medusalem
[red]Selig sind die geistig Armen[red] 
