Hallo ihr netten Forumsmitleser und Ratwissenden!
Mal wieder eine Frage von mir, ich hoffe, daß sie in dem Teil des Forums richtig ist, ansonsten verschieben, bitte...
Meine Schwiegereltern haben einen Bauernhof. Dieser sollte, so war es während der Ehe schon ausgemacht, an meine Nochfrau und mich übertragen werden. Dementsprechend (bei den Aussichten...!) haben wir uns mit Arbeitsleistung und finanziellen Mitteln (Nachweise leider beim Schwiegervater in den Unterlagen, dann wohl sicher nicht mehr auffindbar...) eingebracht.
Durch die Trennung hab ich mit dem Hof nichts mehr zu schaffen, die Wahrscheinlichkeit, daß ich ihn nun noch bekomme, ist eher gering :wink:.
Meine Frage: Durch die Mitarbeit auf dem Hof ist eigentlich eine Wertsteigerung eingetreten, die aufgrund der Dauer der Ehe nicht unerheblich ist. Durch das Angebot, den Hof übernehmen zu sollen, ist doch ein Vertrag entstanden, der aufgrund der Trennung nicht mehr weitergeführt wird (Wegfall der Vertragsgrundlage, so meine Anwältin...). Steht mir dann nicht Schadenssersatz für die Arbeitsleistungen zu?
Weiterhin sind in der Wohnung auf dem Hof, welche wir zur Miete bewohnt haben, einige Umbaumaßnahmen durchgeführt worden. Meine Nochfrau meint, diese sind vom Vermieter zu erstatten, also ebenfalls Sache der Schwiegereltern.
Wie seht ihr das, bestehen dort reale Chancen, eine Erstattung zumindest eines Teils der Leistungen zu erhalten? Wenn ja, was setzt man da realistisch an? Meine Schätzungen gehen von etwa 2 Std. pro Tag aus, ich dachte so an 10 €/Stunde.
Danke für eure Kommentare...
Vati_73
Man steckt immer in der Sch...e, nur die Tiefe ändert sich!
Hi Vati73,
also ich habe 1999 etwas sehr ähnliches erlebt, denn meine Oma hat mir versprochen, dass ich eine ihrer 5!!! Eigentumswohnungen erben werde. Wie gesagt "versprochen", also nichts schriftliches vorhanden.
Meine damalige Lebensgefährtin und ich haben in dieser Wohnung gewohnt und fast 60.000 ,- DM in dringend notwendige Renovierungsarbeiten investiert (Leitungen waren marode, Balkon kurz vor dem Zerfall, Laminat ca. 30 Jahre alt und komplett schimmlig, WC ist bei der ersten Notdurft meinerseits aus der Wand gerissen usw.).
Nach der Renovierung wollte meine Oma die Miete erhöhen, denn die Wohnung sei ja jetzt viel besser als vorher :knockout:
Also, lange Rede, kurzer Sinn: Wir sind damals ausgezogen und wollten klagen, aber es haben uns drei Anwälte davon abgeraten, da ohne Vertrag und Zusage der Kostenübernahme durch den Eigentümer dies als Freundschaftsdienst gilt, dessen Entlohnung im Nachhinein nicht gefordert werden kann.
Sieht, glaube ich, für Dich leider nicht so gut aus.
Viele Grüße und Kopf hoch,
K.
