Anschlußfinazierung...
 
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Anschlußfinazierung Haus/Pertnerin hälftige Darlehnsnehmerin oder lieber allein

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(@ruediger)
Schon was gesagt Registriert

Moin Moin
Ich bin seit 2000 verheiratet. Haben zwei Kinder 4,5 und 10,5. Noch sind wir zusammen, obwohl die Sterne nicht gut stehen. Aber von Trennung ist noch keine Rede. (wir arbeiten an unsere Beziehung). Nun steht die Anschlußfinazierung von unserem 2002 gebauten Haus an. Im Grundbuch stehe ich allein, da ich das Grundstück von meinem Vater geerbt bekommen habe. Ins Haus und Hausrat sind von mir ebenfalls 60000 € gespartes gefloßen. Meine Frau hat keinerlei Vermögen mit in die Partnerschaft gebracht. Die Kredite liefen bislang gemeinsam. Ich denke aber daran, die Anschlußfinazierung allein durchzuführen, da ich Alleinverdiener bin und somit das Einkommen meiner Frau keine Rolle bei der Finazierung spielt. Ist dieses Vorgehen in Hinblick auf eine Trennung sinnvoll? Im Falle einer Trennung möchte ich das Haus unbedingt halten und falls möglich auch die Kinder. Mir ist klar, wenn ich ausziehen würde, hätte ich im Hinblick auf die Kinder keienrlei Chance das diese bei mir bleiben würden. Mit dem Haus (und den Großeltern als Nachbarn) bestünde zumindest die Möglichkeit das der Große aus freien Stücken bei mir bliebe und vielleicht dann ja auch der Kleine. Ob meine Frau die Kinder überhapt im Falle einer Trennung haben will ist mir im Moment nicht klar, denke abber spätstens wenn Sie Ihre kontoauszüge liest wird Sie die Liebe zu den kinder entdecken. Meine Faru könnte niemals das Haus halten da Sie bislang noch keine Arbeit hat. Ich weiß, das meine Frage nicht von 100% vertrauen zu Ihr spricht. Ich möchte unserer Partnerschaft weiterführen. Aber man weiß ja nie wie es kommt.
Gruß Rüdiger


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 22.07.2011 11:09
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

ein Haus gehört dem, der im Grundbuch steht - Punkt. Wer im Kreditvertrag steht, ist für die Eigentümer-Eigenschaft unerheblich. Es wird lediglich beim Zugewinn-Ausgleich die (eventuelle) Wertsteigerung des Hauses berücksichtigt, also das Delta zwischen Bau-/Anschaffungskosten und heutigem Marktwert. Dieses kann nach 9 Jahren auch durchaus negativ sein; Immobilien steigen nicht automatisch im Wert.

Warum also solltest Du aus einem Haus ausziehen, das Dir alleine gehört? Damit Deine DEF ein Gratis-Dach über dem Kopf hat?

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 22.07.2011 11:20
(@Inselreif)

Hi ruediger,

Die Kredite liefen bislang gemeinsam. Ich denke aber daran, die Anschlußfinazierung allein durchzuführen

ergänzend zu brille:
Warum solltest Du es ändern? Wenn Deine dann-Ex mit in der Kreide steht, kann das Deine Situation verbessern. Du zahlst dann gemeinschaftliche Schulden ab, was besonders nach Ablauf des Trennungsjahrs etwas anders zu bewerten ist als der Abtrag des Darlehens an einer selbstgenutzten Immobilie. Ausserdem hast Du eine gewisse "Lebensversicherung" - wenn sie Dich mit Unterhalt überzieht und Du die Bank nicht mehr bezahlen kannst, ist sie erst mal dran. Und um so besser, wenn sie jetzt sogar in der Krise noch explizit der Verlängerung zustimmt, kommt sie später auch nicht mehr so einfach wieder "raus".

Nachteile können sich allerdings beim Zugewinnausgleich ergeben, um genaueres zu raten müsste man Unterhalt und Zugewinn abschätzen.

Ich würde diese Position trotzdem nicht ohne Not aufgeben. Aus der Haftung entlassen kannst Du sie später immer noch recht einfach, wieder reinholen nie mehr.

Gruss von der Insel


AntwortZitat
Geschrieben : 22.07.2011 12:16
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Rüdiger,

eine Bemerkung, auch wenn es nicht direkt mit deiner Frage zu tun hat:

Im Falle einer Trennung möchte ich das Haus unbedingt halten

Lass dir in nächster Zeit besser nicht mehr anmerken, dass dir die Hütte dermaßen wichtig ist - du machst dich dadurch unnötigerweise erpressbar.

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 23.07.2011 23:34
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Rüdiger,

ja, ist schwierig zu beantworten. Die pro und cons hast du ja schon lesen können.

Ich würde es auch ein bisschen von der trennungstechnischen Abwicklung sehen. Erst zum Zeitpunkt der Trennung wirst Du feststellen, wie eng ihr trotzdem finanziell miteinander verwoben seid. Da spätestens zu diesem Zeitpunkt alle Konten eh getrennt werden sollten und man heil froh ist bestimmte "Baustellen" erledigt zu haben, würde ich mir dieses "Problem" mit der Anschlußfinanzierung nicht ans Bein binden. Besonders da dann nachher nur nervige Versuche vorstellbar sind, aus dem Vertrag rauszukommen, a la "bin doch eine arme Frau und hab nix... wenn Du dem nicht zustimmt, nehm ich Dir die Kinder weg, räche ich mich durch ... "- der ganz normale Trennungswahnsinn also. Sei froh, dass sie nicht mit ihm Grundbuch steht.

Kalkuliere für Dich mal im Stillen, was die Zahlung von Unterhalt für Deine 2 Kinder, Trennungsunterhalt für eine Ehefrau (das treibt fast jeden unter 2200 Euro netto in arge Probleme, darüber ist es auch sehr übel) plus die Abtragung der Kredite überhaupt möglich ist. Dazu kommen RA-Honorrare / Gerichtskosten von mehreren tausend Euro - und wir reden hier von einer friedlichen Scheidung. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 24.07.2011 01:06
(@zahltag)
Nicht wegzudenken Registriert

Hey Rüdiger,

wie viel ist denn noch offen an darlehen - was hat das haus mal gekostet und für was würdest du es wieder verkaufen können.

dein vorteil -DU bist alleiniger eigentümer und DU wirst niemals aus DEINEM haus ausziehen.

ich würde wahrscheinlich schauen, dass ich das ganze auf 15 jahre neu finanziere und dann einfach mal schauen was passiert gerade in bezug auf trennung. könntest du das haus auch alleine abbezahlen, wenn die trennung wäre und beide kinder bei der km verbleiben würden?

könntest du die kinder ggf. selbst betreuen?

wichtig bei der neufinanzierung wäre mir im hinblick auf eine evtl. trennung, dass ich bei der tilgung flexibel sein kann.

Gruss zahltag


AntwortZitat
Geschrieben : 24.07.2011 01:14
(@ruediger)
Schon was gesagt Registriert

Moin Moin

Das Grundstück haben ich von meinen Eltern geerbet. Ins Haus sind nochmals 70.000 € von meinen Eltern geflossen (hier gibt es einen Kreditvertrag) Zusätzlich habe ich 60000 € mit in die EHE gebracht. Meine Frau hatte nichts. In der EHEzeit hat Sie auch nicht gearbeitet, sondern sich um die Kinder und vorwiegen Haus ( putzen, putzen, putzen ) gekümmert, da Sie sich sonst nicht wohl fühlt. Wr haben es geschafft in unsere Ehe mehrere kleinkredite anzuhäufe, die z. Zt. mit 40000 € auf das Gemüt schlagen. Ich sehe für mich die einmalige Chance die Kleinkredite mit in die Hausfinazierung zu nehmen und damit eine vernünftige Belastung zu schaffen. Der Ablösebertag zur Zeit beträgt 120.000. Somit wären 160.000 € zu finazieren. Mein Einkommen beträgt nettto 2600 €. Um die Kleinkredite zu bedienen, habe ich noch zwei Nebenjobs und verdiene 550 € zusätzlich. Wie hoch müßte ich den bei Trennung den Versorgiunsausgleich für Kinder und Frau ansetzen? Aufgrund unserer Schuldenlage haben wir keinerelei Zugwinn erwirtschaftet.(neues Auto war wichtig usw.usw.)
Ein weiter wichtiger Grund, warum ich nicht aus dem Haus gehen werde, dass ich dann gar keine Cahnce darauf hätte, das die Kinder bei mir bleiebn. der Große würde ja wahrscheinlich angehört werden. Kann aber nicht sagen zu wem er dann gehen würde.

Gruß ruediger


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 25.07.2011 11:00
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Rüdiger,

bitte dreh' umgehend die Reihenfolge in deinem Kopf um: Überleg' dir erst, wie du die Kinder behalten kannst, und erst danach, ob und wie du weiterhin dieses Haus finanzieren kannst - sonst bist du nämlich ruck-zuck beides los.

Wie das sein kann? Ganz einfach, das ist für deine Frau nur ein Fingerschnipp: Sie zieht mit den Kindern aus und verklagt dich nicht nur auf Kindesunterhalt, sondern auch auf jahrelangen Unterhalt für sich selber, weil euer Ein-Verdiener-Modell aus Sicht der Justiz bedeutet, dass du böser Mensch sie an der wunderbaren Karriere gehindert hast, die ihr ohne die Ehe mit dir ohne jeden juristischen Zweifel offengestanden hätte - wahrscheinlich wäre sie ohne dich längst Geschäftsführerin eines Hundert-Mann-Unternehmens, mindestens! Rechne ruhig damit, dass du in Summe deutlich (!) mehr als die Hälfte deines Einkommens in Form von Unterhalt bei Madame abliefern darfst - und wie du von dem (trotz Nebenjob kläglichen) Einkommensrest die Schulden bezahlen willst, bleibt erstens ein Rätsel und zweitens einzig und allein dein Problem.

Es sieht nicht viel besser aus, wenn die Kinder bei dir bleiben: Von deiner arbeitsscheuen Ex wirst du nie im Leben Unterhaltszahlungen für die Kinder bekommen, denn im Gegensatz zu uns unterhaltspflichtigen Männern packt die deutsche Justiz unterhaltspflichtige Mütter meist mit Samthandschuhen an; schlimmer noch, mit ziemlicher Sicherheit wirst du ihr noch auf einige Zeit Unterhalt zahlen müssen, Begründung siehe oben. Will heißen: Dein Einkommen muss ausreichen, um dein eigenes Leben, die Kinder, die Ex und das Haus zu finanzieren!

Und bitte daran denken: Ab Januar 2012 ist deutlich weniger Geld verfügbar, weil im Falle einer Trennung ab dem nächsten Jahr kein Ehegattensplitting mehr möglich ist, d.h. du zahlst ab dann deutlich mehr Steuern!

Übrigens, bevor ich's vergesse: Willkommen in der Männerfeindlichen Republik Deutschland. So noch nicht geschehen, lies dir bitte unbedingt unter http://www.trennungsfaq.de/ durch, was dir alles blühen kann - du siehst das im Moment alles noch viel zu optimistisch. Ich sag' ja nicht, dass die dort beschriebenen Horrorszenarien alle tatsächlich genau so bei dir eintreten werden, aber du solltest dir darüber klar werden, was in diesem unserem Lande alles möglich ist, wenn man nur das richtige, d.h. weibliche Geschlecht hat.

Und, ganz konkret: Wenn es irgendwie geht, dann sieh' zu, dass du diesen verdammten Nebenjob loswirst und die gewonnene Zeit nutzt, um dich mehr um die Kinder zu kümmern!

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 25.07.2011 11:35
(@ruediger)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Malachit

1.

Und, ganz konkret: Wenn es irgendwie geht, dann sieh' zu, dass du diesen verdammten Nebenjob loswirst und die gewonnene Zeit nutzt, um dich mehr um die Kinder zu kümmern!

Die Nebejobs werde ich im Moment auf keinen Fall aufgeben, solange die Finazierung nicht in einem erträglichen Rahmen ist. z.Zt. 1600 € montl. für alle Kredite ist auf Dauer unerträglich. Daher möchte ich sehen, alle Kredite und Darlehn auf ca. 1000 € zusammenzudampfen ( 3% Tilgung). Erst wenn die Finanzierung steht könnte ich auf die Zusatzjobs verzichteten und dann sinnvoll meine Frau zur arbeitsaufnahme bewegen (fördern). Im Übrigen halte ich  es auch bei Fortführung der Bezeihung für notwendig, das meine Frau arbeitet, da Sie sich permanet beschwert dass Sie keine sozialer Kontakte hat.
Daher auch meine Eingangsfrage, wie stelle ich eine Anschlußfinazierung sinnvoll auf die Beine. Wenn die steht kümmere ich mich um diese Aufgabenverteilung.

bitte dreh' umgehend die Reihenfolge in deinem Kopf um: Überleg' dir erst, wie du die Kinder behalten kannst, und erst danach, ob und wie du weiterhin dieses Haus finanzieren kannst - sonst bist du nämlich ruck-zuck beides los.

Was schlägst Du vor ? Ich freue mich über Deine Kritik, und nehme Deine Bedenken sehr ernst. Aber ich weiß nicht, was ich im Momnet ändern kann.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 25.07.2011 15:39
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin.
Der Gegenanwalt und deine Ex werden sich sehr darüber freuen, dass du diese Nebenjobs hast, denn damit erhöht sich deine Verteilmasse, die für Unterhalt, also für Ex zur Verfügung steht.
Für deinen Kredit wird nichts davon berücksichtigt.
Sie werden dir auch untersagen, diese Jobs aufzugeben, wenn du merkst, dass du nichts davon hast, denn dann hat sie sich längst daran gewöhnt.
Natürlich wird sie dieses schöne Zusatzeinkommen auch davon abhalten, sich selbst eine Arbeit zu suchen, denn es geht ja so auch und ist viel bequemer.
Und da es ja auch dem Kindeswohl dienlich ist, wenn Mutter möglichst viel Zeit für sie hat, wird das auch gerne so festschreiben.

Daher solltest du diesen Plan nochmal überdenken. Und zwar schnellstens.

Gruss Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 25.07.2011 15:54




(@ruediger)
Schon was gesagt Registriert

Vielen Dank Beppo

Daher solltest du diesen Plan nochmal überdenken. Und zwar schnellstens.

Gruss Beppo

Mein Problem ist halt, dass die Finazierung jetzt geändert werden muß, da wir finanziel mit dem Rücken an der Wand stehen Ohne die Jobs würden wir den nächsten Monat nicht sehen. Rechnungen werden schon jetzt von mir nach den Dringlichkeit bezahlt. Ich kann die Anschlußfinazeirung nicht ellenlang verschieben, und schauen ob sich alles wieder einläuft. Da ich im Grunde ja ein anständigies Gehalt habe, um eine Familie mit Haus bazahlen zu können denke ich im Moment nicht über eine Aufgabe nach.
wie gesagt, ohne die Nebenjbs wären wir heute zahlungsunfähig. Da ich mich noch nicht in Trennung befinde stellt sich mir wieder die Eingangsfrage.
Frau mit in die Kredite oder nicht, und was mache ich wenn Sie sagt ja gerne, dann aber auch bitte in das Grundbuch?

Gruß Ruediger


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 25.07.2011 16:22
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Rüdiger,

Im Übrigen halte ich  es auch bei Fortführung der Bezeihung für notwendig, das meine Frau arbeitet, da Sie sich permanet beschwert dass Sie keine sozialer Kontakte hat.

Sieht Madame das genau so? Dann ist die Lösung verhältnismäßig einfach: Du gibst die Nebenjobs auf, und deine Frau beginnt einen Teilzeitjob, mit dem sie in etwa genau so viel Geld in die Haushaltskasse bringt wie das, was deine Nebenjobs bislang abgeworfen haben. Selbstverständlich würdest du in diesem Falle größere Anteile an Kinderbetreuung und Hausarbeit erbringen als bisher; du kannst sie ja mal unverbindlich fragen, was sie von so einer Änderung hält - ihre Reaktion darauf könnte aufschlussreich sein hinsichtlich der Frage, wie sie wirklich tickt.

Und wenn es wirklich zur Trennung kommt, verbessert es deine Position ungemein, wenn (a) Madame bereits bewiesen hat, dass sie zu einem gewissen Grad auch für sich selber sorgen kann und (b) bei dir dann weniger zu holen ist als im Moment.

Ehrlich gesagt, ich würde sogar so weit gehen und behaupten, du stehst besser da, wenn du die Nebenjobs aufgibst, ohne dass Madame einen entsprechenden Beitrag in die Haushaltskasse einbringt. Klar, bei 2.600 Euro netto und 1.600 Euro Schuldendienst werden die nächsten Monate hammerhart, und du wirst (besser gesagt: ihr werdet) alle irgendwie entbehrlichen Ausgaben radikal zusammenstreichen müssen - aber besser, Madame merkt bereits vor der Trennung, dass das Geld knapp ist. Im Moment hat sie wahrscheinlich die Vorstellung, nach der Trennung würdest du ihr Leben schon weiter im bisherigen Umfang finanzieren - und diese Vorstellung, die muss raus aus ihrem Kopf!

Natürlich wäre es taktisch höchst ungeschickt von dir, die Nebenjobs einfach so hinzuschmeißen. Aber kann es nicht so sein, dass deine bisherigen Auftraggeber schlicht und ergreifend keine Arbeit mehr für dich haben? Oder könnte nicht dein Arzt dir dringend nahelegen, beruflich deutlich kürzer zu treten, z.B. wegen drohendem Burn-Out, drohendem Herzinfarkt, oder was weiß ich ...

Die Nebejobs werde ich im Moment auf keinen Fall aufgeben, solange die Finazierung nicht in einem erträglichen Rahmen ist. z.Zt. 1600 € montl. für alle Kredite ist auf Dauer unerträglich.

Lass dir bitte Beppos Antwort auf der Zunge zergehen: Es geht im Falle der Trennung nicht darum, ob du mit dem Geld aus diesen Nebenjobs dein Haus finanzieren kannst - es geht darum, dass das Geld aus diesen Nebenjobs im Zweifelsfall zum größten Teil als Unterhalt an deine Ex fließt! Im Klartext: Du schuftest sechzig Stunden die Woche, siehst deine Kinder gerade mal jedes zweite Wochenende, und dir selbst bleibt an Geld kaum mehr als der Selbstbehalt von 1.050 Euro (womit klar ist, dass du dir das Haus kurz darauf ebenfalls abschminken kannst). Dies meinte ich mit:

bitte dreh' umgehend die Reihenfolge in deinem Kopf um: Überleg' dir erst, wie du die Kinder behalten kannst, und erst danach, ob und wie du weiterhin dieses Haus finanzieren kannst - sonst bist du nämlich ruck-zuck beides los.

Lange Rede, kurzer Sinn: Bei einer Scheidung ist deine Ex in der Rolle des Jägers; für dich sieht das deutsche Familienunrecht die Rolle der Beute vor; aber im Moment (!) hast du als potenzielle Beute noch die Möglichkeit, dich selbst so unattraktiv zu machen wie möglich. Nutze die Gelegenheit, so lange es noch geht!

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 25.07.2011 16:25
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Rüdiger,

dann auch noch meine Meinung zu dieser Frage:

wie gesagt, ohne die Nebenjbs wären wir heute zahlungsunfähig. Da ich mich noch nicht in Trennung befinde stellt sich mir wieder die Eingangsfrage.
Frau mit in die Kredite oder nicht, und was mache ich wenn Sie sagt ja gerne, dann aber auch bitte in das Grundbuch?

Wenn ich's richtig verstanden habe, dann stehst du bislang alleine im Grundbuch, aber die Hypothek läuft auf euch beide - und genau diese Hypothek muss jetzt kurzfristig verlängert werden. Nun gut, ich an deiner Stelle würde wie folgt vorgehen:

Erster Versuch: Deinem Schnucki möglichst beiläufig erzählen, dass der Vertrag mit der Bank ausläuft und jetzt verlängert werden muss, und du folglich ihre Unterschrift brauchst - und ob es okay ist, wenn einfach alles so bleibt wie es ist. Wenn Schnucki einverstanden ist, einfach machen und nicht weiter darüber nachdenken.

Zweiter Versuch: Wenn Schnucki sich querstellt, mit der Bank reden, ob es okay ist, wenn du das Darlehen alleine übernimmst, d.h. dass die Bank dein Schnucki aus der Haftung entlässt, und somit deine Unterschrift unter der Vertragsverlängerung ausreicht. Kannst im Gespräch mit der Bank ja durchblicken lassen, dass bei Schnucki ohnehin nichts zu holen ist (und dieser Sachverhalt der Bank eigentlich schon beim ursprünglichen Vertragsabschluss hätte klar sein müssen). Wenn die Bank einverstanden ist, einfach machen und nicht weiter darüber nachdenken.

Dritter Versuch: Wenn die Bank sich querstellt, könnten z.B. deine Eltern irgendwie aushelfen? Etwa, indem sie gegenüber der Bank als Bürge für das Darlehen auftreten, oder indem sie dir Geld leihen, mit dem du dann einen Teil der Hypothek bereits jetzt ablösen kannst (das sollte es der Bank leichter machen, dich als alleinigen Vertragspartner für das dann niedrigere Restdarlehen zu akzeptieren). Wenn sie einverstanden sind, noch mal 'ne Nacht drüber schlafen, ob du deinen Eltern dieses Risiko wirklich an den Hals binden willst - denn ein Risiko ist es für deine Eltern. Was die drohende Trennung für deine Finanzen bedeutet, sollte dir nämlich inzwischen klar geworden sein, und wenn deine Eltern Bürge des Darlehens sind, dann sind sie plötzlich mittendrin statt nur dabei ;-(

Falls nichts von alledem geht, dann hast du immerhin bereits frühzeitig die Erkenntnis gewonnen, dass du im Falle der Trennung bis zum Hals in der Kacke stecken wirst.

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 25.07.2011 16:42
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Rüdiger, wenn euch das Wasser jetzt schon so bis zum Hals steht, steigt es euch mit ner Scheidung mit Sicherheit über den Scheitel.

Selbst wenn alles total friedlich abgeht, fehlen dir schon mal ein paar Hundert € durch den Wegfall der gemeinsamen Veranlagung.
Hinzu kommen dann noch die Kosten für einen 2. Haushalt, ggf. Umgangskosten und evtl. sogar noch 2 mal Kranken und Rentenversicherung. Von Anwaltskosten und sonstigen Bombenschäden gar nicht zu reden.

Die Tatsache, dass deiner Frau zwar nichts vom Haus gehört aber dennoch die habe Schuldenlast trägt, klingt zwar für den Streitfall sehr verlockend, nur abgesehen davon, dass es ziemlich ungerecht ist, nützt dir das trotzdem wenig, wenn sie weder Einkommen noch Vermögen hat, mit denen sie die Schulden bedienen könnte.
Dann hängst du doch wieder alleine am Galgen.

Ich würde daher versuchen, dass sie aus den Krediten raus kommt. Wenn die Bank das denn zulässt.

Da du alleine das Haus im Scheidungsfal vermutlich sowieso nicht halten kannst und es für jeden streitlustigen Anwalt eine ganz wundervolle Beute darstellt, die man liebend gerne für ein kleines Honorar anzündet, würde ich auch versuchen, dieses Haus an deine Eltern zu verkaufen.

Das würde eine ganze Menge Druck aus der Situation nehmen.

Gruss Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 25.07.2011 18:21
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi,

kann Beppo nur zustimmen. Eure Finanzkraft reicht nicht aus, eine Scheidung abzufedern. Allein bei einer friedlichen Scheidung bist du mit mehreren tausend Euro RA-Kosten, evtl. Notarkosten und Gerichtskosten dabei.

Aus meiner Erfahrung mit Banken sind die "Wünsche" nach günstigen Zinsen und Baukrediten aus der Werbung und die Realität leider heutzutage meilenweit auseinander. Wenn Du im persönlichen Bankgespräch sitzt, wird Dir ein seriöser Bankberater sehr schnell Deine finanziellen Grenzen (nach Durchführung seines Scorings) mitteilen. Oder die Zinsen sind weit von den hier genannten Wunschvorstellungen entfernt. Dazu kommt, dass ich diese Modelle, Konsumschulden mit in die Immo-Schulden reinzurechnen grenzwertig finde. Ob das eine seriöse! Bank mitmacht, wage ich zu bezweifeln.

Vielemehr sollte wirklich überlegt werden, ob nicht das Haus einvernehmlich verkauft werden könnte. Ansonsten ist der Weg in die Privat-Insolvenz vorprogrammiert. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 25.07.2011 22:06
(@papaaufpapier)
Zeigt sich öfters Registriert

Deine Frau hat ja damals eine Bankbürgschaft für die Hypthek mit Dir unterschrieben. Die Finanzierung läuft jetzt aus. Wenn Du jetzt eine Anschlußfinanzierung machst ohne Deine Frau, ist diese dann nicht automatisch aus der alten Bankbürgschaft draussen? D.h, wenn Du jetzt alleine eine Anschlussfinanzierung machst, ohne Deine Frau, dann fällt Deine Frau zukünftig als Bürge für die Bank weg?

Oder andersrum gefragt, du machst jetzt alleine eine Anschlussfinanzierung, und Deine Frau bleibt dann weiterhin der Bank als Bürge erhalten??

Viele Grüße
papaaufpapier


AntwortZitat
Geschrieben : 09.08.2011 18:50
(@taddy)
Zeigt sich öfters Registriert

Hallo papaaufpapier,

sie ist ja nicht Bürgin, sondern auch Kreditnehmerin. Der Unterschied ist nicht unerheblich.
Aber im Endeffekt hast du wieder Recht, wenn sie die neuen Kredite nicht mit unterschreibt, haftet sie auch nicht. In diesem Fall ist es aber wohl unerheblich, da sie eh nix hat (greif man einer nackten Frau in die Tasche 😉

@Rüdiger
Aber trotzdem Achtung! Bei der Berücksichtigung der Ehebedingten Schulden, sollten die 40 TEUR vielleciht nicht mit dem "Rest" vermischt werden. Streng genommen ist die Baufinanzierung "deins", aber die Konsumentenkredite "EURES". Letzteres kannst du dann bei der Unterhaltsbrechnung berücksichtigen lassen.


Grüße
taddy

Dumm ist der, der Dummes tut! (Forrest Gump)

AntwortZitat
Geschrieben : 19.08.2011 19:29
(@ruediger)
Schon was gesagt Registriert

Hallo
Habe seit letzte Woche Riesen Theater weil sie jetzt erst geblickt hat, dass sie nicht im  Gundbuch steht. Ich habe allerdings die Anschlussfinanzierung auch allein übernommen. Jedes Wort dass Sie durch diese Modell auch bei einer Trennung keine Schulden hat, wird in der Luft zerrissen. Fakt, Sie will ins Gundbuch. Muessen die Gläubiger dauert zustimmen? Kann mir gar nicht vorstellen, dass die das machen.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 21.05.2012 08:27
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin.
kurz vorab: sie hat gar keinen Rechtsanspruch darauf ins Grundbuch zu kommen. Insofern gibt es auch keinen Anlass, zu dem Gläubiger zustimmen müssten! Das Haus ist Deins. Und davon wirst Du im Fall einer Trennung einen Teil, nämlich die Wertsteigerung,im Rahmen des Zugewinnausgleichs abgeben müssen.

Berichte doch mal kurz, wie es zwischenzeitlich weitergegangen ist. und wo ihr mit der Trennung steht.

Und dann sollte mal jmd für dich Zugewinn und Unterhaltsverpflichtungen rechnen - wird auch gerne hier für Dich gemacht!

Gruss, Toto


AntwortZitat
Geschrieben : 21.05.2012 09:35
(@habakuk)
Nicht wegzudenken Registriert

Na,  zumindest ist dann jetzt mal klar wohin die Reise denn geht. Kurz vor einer eventuellen Trennung krach weil Schnucki nicht im Grundbuch steht. Sosos - sicher alles reiner Zufall ....

... oder war Schnucki vielleicht der Meinung das sie dich ja denn problemlos aus dem Haus entfernen lassen kann das ihr ja zur Hälfte gehört, während du die Kosten weiter trägst?
Es ließe sich vermuten das sie da schon weiter geplant hat und besser informiert ist also du glaubst ...


AntwortZitat
Geschrieben : 21.05.2012 10:14




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