Ganz der Papa - oder doch der Postbote?
Vaterschaftstests werden immer einfacher: Wie sie funktionieren, was sie kosten und wie sicher sie sind
Ein Vaterschaftstest bringt Gewissheit - und lässt sich jetzt sogar anonym in der Apotheke machen. (Foto: dpa) Wie läuft der Vaterschaftstest? Die wichtigsten Fragen
Ach, wie niedlich: Mamas Augen sind da, aber wo ist die Ähnlichkeit mit dem Papa? Jedes Jahr lassen rund 50.000 Männer in Deutschland heimlich genetische Vaterschaftstests machen, ohne Einwilligung der Ehefrau - Tendenz steigend. Die Wahrheit kommt per Wattestäbchen: Schnuller, Zahnbürsten oder durchgekaute Kaugummis, alle möglichen Gegenstände, an denen sich Speichelreste des Kindes befinden, werden zusammen mit Speichelproben des Vaters an einschlägige Labors geschickt. Dort kann mit dem genetischen Vergleich der Proben zweifelsfrei geklärt werden, ob eine Blutsverwandtschaft zwischen Vater und Kind besteht.
Die Angst vor Kuckuckskindern ist offensichtlich groß. Mittlerweile hat sich ein florierendes Geschäft mit dieser Angst entwickelt, von dem vor allem private Labore profitieren. Mehr als 100 Labore haben sich darauf spezialisiert, zweifelnden Vätern Gewissheit zu verschaffen. Schon gibt es Billigtests im Internet, die den etablierten Labors Kunden wegschnappen wollen.
Für Menschen, denen die Anonymität über alles geht, gibt es jetzt den daddytest aus der Apotheke: Die Proben von "Vater" und Kind werden in den mitgelieferten Behältern eingeschickt, und per Codenummer lässt sich das Ergebnis des Vaterschaftstests im Internet abfragen.
Die gesamte Branche verzeichnet stark steigende Umsatz- und Zuwachsraten. Kein Wunder angesichts der Tatsache, dass von den 700.000 Kindern, die jedes Jahr in Deutschland geboren werden, rund vier Prozent nicht vom festen Lebenspartner der Mutter stammen.
Wie funktionieren die Tests? Wie teuer sind sie? Und wie genau ist eigentlich das Ergebnis? Sieben Fragen und Antworten zum genetischen Vaterschaftstest.
Wie läuft der Vaterschaftstest? Die wichtigsten Fragen
http://channel1.aolsvc.de/index.jsp?cid=1084334551&sg=Lifestyle_FitGesund
[Editiert am 14/11/2005 von AndreaDD]
Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama
... interessant finde ich das (bisherige) ergebnis der entsprechenden umfrage:
Vaterschaftstest
Es ist mittlerweile so einfach, den genetischen Vater eines Kindes zu bestimmen. Finden Sie heimliche Vaterschaftstest in Ordnung?
81% Ja, denn warum soll ein Mann für ein Kind zahlen, das gar nicht seins ist.
12% Prinzipiell ja, nur nicht heimlich. Man sollte den offiziellen Weg übers Gericht nehmen.
6% Nein, denn durch ein solches DNA-Ergebnis werden intakte Familien auseinandergerissen.
Gezählte Stimmen: 5460
gruss, vor allem an alle 'zweifelnden'
ulli
ein mann geht nicht unter wenn er nicht will,
wehre dich, schlage dich, halte nicht still.....
(fritz grasshoff)
Diese Ergebnisse, Ulli, sind erklärbar.
Guck dir die Väterszene an - wo tummeln sie sich? Genau, im Internet. Und sobald da irgendetwas auftaucht, laufen fast ausschließlich deren Meinungen an. Ich erinnere nur an den schon fast legendären Versuch unserer alten, verbrauchten, neuen, unbelehrbaren und entleerten Unrechtsministerin auf brigitte.de in einem Chat Rede und Antwort zu stehen. Das wurde dann ganz schnell in eine Forumsdiskussion umgebaut und wer schrieb dort? Exakt: Die Väter und Zweitfrauen.
Das Internet ist das Medium der Väter. Waum auch immer.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
