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Vermögensbildung über Sparbuch unterhaltsmindernd? (Zugewinn statt Unterhalt)

 
(@frischerpapaverzweifelt)
Schon was gesagt Registriert

Inzwischen verändert sich meine emotionale Verzweiflung in Richtung sachlicherer Themen, und ich hätte gerne mal fachkompetenten Rat zu Folgendem:

J. Schausten schreibt in Trennung, Scheidung, Unterhalt für Männer:

Altersvorsorge kann Unterhalt mindern

Neben den Beträgen, die zur Schuldentilgung dienten, können aber auch Beträge, die zur Vermögensbildung zurückgelegt wurden, bei der Bedarfsermittlung zu berücksichtigen sein. Haben Sie monatlich einen bestimmten Betrag, z.B. in einen Aktienfond, eine Kapitallebensversicherung oder auf ein Sparbuch (!) eingezahlt, haben diese Beträge die Lebensumstände nicht geprägt und sind bei der Bedarfsermittlung abzuziehen. … 10 % des Nettoeinkommens nicht übersteigen …

Das würde bedeuten, wenn vor der Trennungentscheidung ein Dauerauftrag auf ein Sparbuch eingerichtet wurde und monatlich 400 EUR eingezahlt wurde, dadurch später jeden Monat ca. 172 EUR weniger Unterhalt zu zahlen sind? Nach 2 Jahren sind 9600 EUR Vermögen aufgebaut, davon bekommt sie 4800 EUR einmalig per Zugewinnausgleich. Die hätte ich dann nach 28 Monaten jedoch wegen des veringerten Unterhaltes wieder raus.

Richtig? Praktikabel? Kann das ein normales Sparbuch sein? Oder bis 65 Jahre festgelegt? Oder wo ist der Haken?  :question:


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 17.10.2006 03:03
(@weisnich)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo FPV,
geniale Idee!

Ich hatte, leider zu spät, ziemlich die selbe. Spätestens vor einer Trennung ist nämlich eine Riesterrente o.ä. abzuschliessen.
Ich habe irgendwo gelesen  (>hier<), dass bei anhängig Beschäftigten nur 4-5% des Einkommens und auch nur dann, wenn es schon vor der Ehe der Fall war, angerechnet werden. Das entspricht in etwa der Riesterrente.

Und das musss klar abgegrenzt sein gegen Vermögensbildung. Also Kohle auf ein Konto für später packen ist nicht.

Gruß,
Michael


AntwortZitat
Geschrieben : 17.10.2006 09:40
(@frischerpapaverzweifelt)
Schon was gesagt Registriert

Hat nicht irgendeiner von euch eine bessere Antwort?

Ich sehe das auch noch immer nicht so düster. Schließlich heißt es in Weisnichs Referenz auch: "... die Anlage eines bloßen Sparvermögens könne dagegen als anzuerkennende Art der Altersvorsorge gewertet werden." ... "Die Anerkennung muss daher der Prüfung im Einzelfall überlassen bleiben."

Ich richte am besten gleich einen Dauer-Lasteinzug für ein Sparkonto ein. Ich will schließlich für unsere gemeinsame Zukunft im Alter sparen. Ich bin ja noch verheiratet, und die Hoffnung stirbt zuletzt.

Oder?


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 18.10.2006 00:36
(@schmusepapa)
Registriert

Hallo Frischer und verzweifelter Papa,

ist ne super-Idee - wie @Weisnich schon schrieb.

Warum legst du nicht gleich 1000 € an? Oder dein ganzes Gehalt? Dann kannst du gar nix mehr zahlen...
Mach ne Riesterrente o.ä. für 4 - 5 % deines Einkommens. Die Chancen, dass das anerkannt wird, sind groß. Alles andere wird schwierig.

Frag doch mal einen Rechtsanwalt, der kann dir deine Frage sicherlich am besten beantworten. Und wenn der sagt, sowas geht, dann lass es uns bitte alle wissen.

Gruß

Martin
- der leider auch keine bessere Antwort hat -


AntwortZitat
Geschrieben : 18.10.2006 01:33
(@frischerpapaverzweifelt)
Schon was gesagt Registriert

Wie auch immer, ich werde einfach mal machen. Geld von einem Konto auf ein anderes zu pumpen kostet nix. Wenn es am Ende funktioniert hat, gebe ich Bescheid. Ich muss dringend was tuen gegen meine Altersversorgungs-Ängste.

- äh ich meine gegen die Ängste einer ausreichenden Altersversorgung für meine Familie.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 18.10.2006 23:18