Unterhaltszahler un...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Unterhaltszahler und Babyjahr?

Seite 2 / 3
 
(@nadda)
Registriert

Och Leute,

Ponyhof funktioniert aber lang nicht in jedem Fall. Und auch wenn es hier im Forum extrem wenig Väter gibt die keinen Unterhalt für ihre Kinder bezahlen so gibt es in der deutschen Realität doch schon ne ganze Menge dieser Väter.

Ponyhof geht nur wenn ein KV zahlen kann/will. Will/kann er nicht kann auch die Erstfrau schaun wo sie bleibt, mit aller Verantwortung, mit aller Arbeit, mit aller Pflicht.

Dann kann KV vielleicht noch ein bisschen im Leben von Erstfrau Terror machen (macht vielen ja Spass) und das wars dann.

LG
Nadda


AntwortZitat
Geschrieben : 05.10.2011 13:24
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

um das Ganze mal wieder vom Kopf auf die Füsse zu stellen: Wer glaubt (oder glauben will), dass man als "Erstfrau" eine Versorgungsgarantie auf Lebenszeit hat und jede Menge Kinder kriegen kann, muss einfach dafür sorgen, eine solche "Erstfrau" zu werden anstatt sich einen "gebrauchten Mann" mit Unterhaltspflichten und Altlasten ans Bein zu binden. Es gibt doch genügend unverheiratete Männer ohne Kinder - wo ist das Problem?

Und @ sibbi: Es gibt auch Leute, die in eine wohlhabende Familie hineingeboren wurden, nicht wirklich arbeiten müssen und trotzdem immer fett Kohle in der Tasche haben. Das ist nach Deiner Definition zwar auch nicht "gerecht", aber einfach die Realität.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 05.10.2011 13:53
(@united)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

vielleicht mal zum Thema (wenn gestattet) …

Hier geht es nicht um die Erstfrau, sondern um ein Erstkind.

Frage: Kann die Geburt eines weiteren Kindes grundsätzlich Auswirkungen auf den KU für Kind 1 haben ?
Antwort: Ja, da ein weiterer Unterhaltsberechtigter im gleichen Rang.

Frage: Kann ein Unterhaltsverpflichteter seine Leistungsfähigkeit durch bewusste Einkommensreduzierung absenken ?
Antwort: Ja, aber nicht zu Lasten des ersten Kindes.
Für die Ermittlung des unterhaltsrelevanten Einkommens wäre dann fiktiv das bis dato erzielte Einkommen fortzuschreiben.

Wenn der Mindestunterhalt für Kind 1 auch bei fortgeschriebenen Einkommen nicht gewährleistet wäre, könnte ein Gericht ferner ggf. auch eine Absenkung des Selbstbehalts bzw. die Anrechnung weiterer fiktiver Einkünfte vornehmen.

Besten Gruß
United
(der sich in seinem Mutterland trotz aller Ungerechtigkeiten immer noch wohl fühlt)


AntwortZitat
Geschrieben : 05.10.2011 13:56
(@sibbi1986)
Zeigt sich öfters Registriert

Brille 007 nein die ex ist nicht reich geboren, macht sich einen lockeren Lenz auf Kosten des Steuerzahlers, ihren Ex und meiner Mutter. Komischer Weise darf der Pflichtige deiner Meinung nach  sein Einkommen nicht bewußt senken, es darf ja nicht zu Lasten des 1. Kindes gehen, aber doch auch nicht zur Lasten des 2. Kindes. das muss nämlich leiden, wenn die Mutter arbeiten gehn muss und nicht viel zuhause ist, das die ex zuhause liegen darf, denn sie hat ja Kinder zu betreuen. Das 2. Kind ist genauso viel wert und so unschuldig wie das 1. Kind.


AntwortZitat
Geschrieben : 05.10.2011 16:52
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus sibbi!

Komischer Weise darf der Pflichtige deiner Meinung nach  sein Einkommen nicht bewußt senken, es darf ja nicht zu Lasten des 1. Kindes gehen, aber doch auch nicht zur Lasten des 2. Kindes.

Das ist nicht UNSERE Ansicht, sondern die der Gesetzgebung und der Familengericht in D.  An diese sind wir nun mal gebunden und natürlich entscheidet doch jeder selbst, welche Risiken man bereit ist, einzugehen oder auch nicht.
Wir plädieren hier oft genug für eine Gleichstellung nach einer Trennung, für mehr wirtschaftliche Eigenveratntwortung mancher Ex-Ehepartner und für eine Anpassung der familienrechtlichen Grundlage an unserern etwas fortschrittlicheren europäischen Nachbarn.

Verstehe dies bitte als Warnung vor unbedachten Handlungen, unter welchen letztendlich wahrscheinlich die Kids am meisten leiden könnten (und die können wirklich nichts für die "Unvernunft" der Eltern).

Grüßung
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 05.10.2011 17:19
(@sibbi1986)
Zeigt sich öfters Registriert

Hallo Brille 007 hallo Nadda  hallo marco ja da gebe ich dir recht. Kinder können nichts für die unvernunft der Eltern.


AntwortZitat
Geschrieben : 05.10.2011 17:32
(@okina)
Rege dabei Registriert

Hilfe was habe ich hier für eine Diskussion entfacht....

Vielleicht sollte ich die Situation näher beschreiben???
Die KM verdient recht viel. Sie bekommt Kindergeld und Kindesunterhalt. Addiert man das alles, dann kommt man auf das selbe was uns zu zweit zur Verfügung steht.
Dadurch zahlt er ja immerhin keinen TU, bekommt aber auch keinen.
Vielleicht versteht ihr so auch meinen anderen Beitrag? Ich finde es höchst unfair, dass das Einkommen der KM in keinster Weise beachtet wird. Natürlich muss der Papa was für das Kind zahlen, aber dann auch angemessen am Gehalt der Mutter. Das ist hier nicht so. Vielleicht wird es auch nie so sein, aber daher ist das ganz einfach meine Meinung im anderen Beitrag.
Ich fände es sinnvoller, wenn wenigstens ein Teil des KU für gemeinsame Aktivitäten mit dem Kind verwendet werden dürfte oder ab einem bestimmten Alter ans Kind selbst zu zahlen. Ich glaube nicht das der KU beim Kind ankommt um ehrlich zu sein. Aber auch das ist dem Gesetz egal.

Um Zahlen zu nennen....
Er ist 42 bekommt nun 1030 Netto, minus 300 Kindesunterhalt. Das ist weniger als der Selbstbehalt eines Arbeitslosen oder sehe ich da was falsch?
Nun wäre meine erste Frage ob es sinnvoll ist jetzt im Moment einen Titel vom Jugendamt zu holen und die Zweite was man dabei beachten sollte.

Das mit dem Babyjahr... wird wohl so sein, dass der KU dann wegen der neuen Kindes einfach neu berechnet wird.

Die Meinung zu Zweitfrauen hier ist ja recht abartig. Man wüsste worauf man sich einlässt... woher denn? Hatte man vorher noch nie!  😡


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 07.10.2011 21:38
(@mamastudentin)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,

Vielleicht sollte ich die Situation näher beschreiben???
Die KM verdient recht viel. Sie bekommt Kindergeld und Kindesunterhalt. Addiert man das alles, dann kommt man auf das selbe was uns zu zweit zur Verfügung steht.
.

Und genau das ist der Punkt! Die Ex geht arbeiten,deswegen hat sie mehr.
Und KU wird, meines Wissen nach, abzüglich Kindergeldes bezahlt.
Verstehe mich nicht falsch, aber wenn ich deiner Logik folgen würde, dann sieht es so aus: Je mehr die Exe verdient,desto niedriger soll der Anspruch auf KU werden, und indirekt "finanziert" die Exe das neue Glück von KV.
Und Ausagen "KU kommt nicht an,landet nicht beim Kind" finde ich für ,sorry,schwachsinig. Bei zwei Töchtern( ok,20-jährige hat bestimmt einen Nebenjob), hat man viele Ausgaben. Alleine ist es unmöglich in einem Appartment oder wenig zumutbar in einer 2-Zimmer Wohnung mit 3 Personen zu leben. Geschweige den Anziehsachen, Schulbedarf,Handy,Ausflüge. Man kann nicht immer alles nur vom Flohmarkt holen.

D.h. KV steuert mit KU diesen Ausgaben seinen Teil bei.

Und wie würdest du die Sache sehen, wenn dein Partner sich von dir trennt und sich eine Drittfrau besorgt???

Natürlich muss der Papa was für das Kind zahlen, aber dann auch angemessen am Gehalt der Mutter.

Und ab welche Einkommensgrenze soll KU ganz entfallen?Ab 30Tsd/Jhr?ab 1 Mln? Oder soll noch derjenige,bei dem das Kind lebt auch noch Entschädigung zahlen?

Und was sollen AE- KV's und KM's machen, wo der/die andere Elternteil sich freiwillig gar nicht blicken lässt und keinen TU/BU zahlt?

Am Ende leiden die Kinder!

LG,
MS

PS Sorry,wenn es dir etwas laut rüberkommt.


AntwortZitat
Geschrieben : 08.10.2011 00:12
(@oldie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi

Vielleicht versteht ihr so auch meinen anderen Beitrag? Ich finde es höchst unfair, dass das Einkommen der KM in keinster Weise beachtet wird.

Das stimmt so nicht. Würde die KM das 2-3 fache verdienen wie er, könnte sich die Barunterhaltspflicht umkehren.

Deine Agrumentation hingegen, dass Du es unfair findest, dass der Ex und ihren Kindern zusammen ungefähr das Gleiche zur Verfügung steht wie euch beiden, dann überlege aber auch bitte, was notwendig ist, Kinder gross zu bekommen. Du vergleichst einen 3-Personen-Haushalt mit einem 2-Personen. Ist es da eigentlich nicht unfair, wenn den 3 Personen nur das Gleiche zur Verfügung steht wie 2 Personen? Hmm. Auch das 20-jährige Kind wird vermutlich noch nicht auf eigenen finanziellen Beinen stehen sprich, die KM sorgt dann für dieses alleine. Dein Partner hingegen ist wegen Mangelfallberechnung raus, einen zumindest moralischen Vorwurf macht er sich wahrscheinlich nicht, oder zumindest Du. D.h., die Ex stemmt das alleine, irgendwie. Schon mal darüber nachgedacht?

Wenn Dein Partner lediglich 1030€ Netto bekommt ist es bei den dt. Lebenskosten eigentlich schon sowas wie Luxus, ein Kind zu haben. Das ist kein Vorwurf, sondern meine Meinung/Feststellung.

Gruss oldie


Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.

AntwortZitat
Geschrieben : 08.10.2011 00:20
(@okina)
Rege dabei Registriert

Wir arbeiten beide genauso.... nur ist sie halt besser gestellte Beamte und wir verdienen für unsere Gegend ganz normalen Durchschnittslohn. Ist im Osten  nunmal leider nicht sooo viel. Für den KU gab es nur einen Vergleich - mehr nicht. Er wurde nie vom Jugendamt berechnet.

Es geht nicht um das finanzieren des KV und dem neuem Glück (das kann die Ex ja genauso haben und hat dann noch mehr Geld), sondern darum dass Mutti lebt wie die Made im Speck und wir jeden Cent rumdrehen im Moment. Zum KU kommen ja noch Unternehmungen mit dem Kind, Geburtstage usw. dazu. Es sollte bei einer gewissen Differenz angeglichen werden. Dass demjenigen wo das Kind lebt auch mehr zusteht ist logisch, aber irgendwo sollte Schluss sein.

Mutti lebt auch nicht in der Einraumwohnung, sondern im gemeinsamen recht neuem Haus der beiden. Würde das Papa machen hätte er Wohnvorteil. Fair???

Das mit dem nicht ankommen... die Kleine bekommt immer überall nur gebrauchtes. Letztens hat sie gefragt ob wir einen 13 Euro Füller mitfinanzieren. Zu Weihnachten gabs einen Laptop der Stunden zum hochfahren braucht... Ich weiß nicht.... Dafür hat das Haus nun einen neuen Carport.

Wenn er sich eine Drittfrau besorgt, dann ändert das grad nichts. Wir haben keine gemeinsamen Kinder und es ist auch keines unterwegs. Ich mache mir einfach nur Gedanken wie wir um die Runden kommen würden, wenn es soweit wäre.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 08.10.2011 00:34




(@okina)
Rege dabei Registriert

Außerdem geht mal davon aus mich gäbe es nicht. Warum soll ich die Ex mitfinanzieren???


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 08.10.2011 00:47
(@federwolke)
Zeigt sich öfters Registriert

Guten Abend zusammen,

ich hab die Diskussion hier sehr interessiert verfolgt, auch aus eigenem Interesse, da mich gelegentlich ähnliche Fragen herumtreiben wie die TE.
Auch bei meinem Freund und mir ist erstmal noch kein Nachwuchs unterwegs und wird es in den nächsten ein, zwei Jahren wohl auch nicht sein, aber ich frage mich natürlich auch wie's weitergehen soll, was gemeinsamen Nachwuchs angeht, denn auch mein Liebster hat nicht sonderlich viel auf der hohen Kante und lebt unter dem Selbstbehalt. Mich hingegen wird in den nächsten Jahren ein recht gutes Gehalt erwarten, ergo werde ich wohl Hauptverdienerin werden.

Martin hat recht drastisch, aber im Grunde eigentlich vollkommen sachlich gesagt, wie der Hase läuft - nämlich, dass uns Zweitfrauen erstmal GAR NICHTS zusteht und man ja nicht dazu gezwungen wird einen Mann mit Altlasten zu nehmen. Er hat dabei vielleicht ein bisschen solches sentimentales Zeugs wie "Liebe" vergessen, aber damit hätte er anderseits natürlich nicht mehr so unverschämt realistisch sein können. 😉

Aber gerade die hemmungslose Ehrlichkeit und natürlich auch ein wenig das Gefühl der Ungerechtigkeit (Du liebst diesen Mann, liebst auch seine Kinder, aber hast eben AUCH den Wunsch - gerade wenn Du selbst noch kein Kind hast (!) - Mutter zu werden), treibt einem schon ein bisschen die Tränen in die Augen und lässt einen verzweifeln.

Vor allem ist es hart sich einzugestehen, dass der eigene egoistische Wunsch nach einem Baby zur Folge haben wird, dass letzteres es schwer(er) haben wird, während die Mutter der Kinder meines Freundes selbst für ein Grundschulkind den ganzen Tag Zuhause sein will (wird mein einziges Stänkern diesbezüglich bleiben, ehrlich). Ich sehe für meinen Partner und mich momentan lediglich den einzigen Ausweg: dass er weiterhin und ich sehr früh nach der Geburt (wieder) arbeiten gehen muss, was zur Folge eine Fremdbetreuung fürs eigene Kind haben wird (Tagesmutter, Krippe, Oma).
Insgeheim hatten wir mal darüber gesprochen, dass er das Babyjahr übernehmen könnte, aber von dem Gedanken musste ich mich bereits verabschieden.
Nur das wäre der einzige machbare Weg, denke ich. Wenn überhaupt. 🙁

Ein wenig zusammenreißen musste ich mich neulich dann aber schon, als die Große meines Freundes zu mir sagte:
"Wenn ich mal ein Baby bekomme, bleib ich mit dem die ersten 3 Jahre Zuhause, weil das ist das beste. Machst Du das auch, wenn der Papa und Du ein Baby bekommen?"

Tja. Kinder muss man sich leisten können.

In diesem Sinne,
nachdenkliche Grüße
Federwolke

PS. okina: Du finanzierst die Ex nicht direkt mit, aber Du greifst Deinem Partner unter die Arme, damit er für sein Kind aufkommen kann. Das ergibt sich in den eheähnlichen Lebenspartnerschaften automatisch so und ist leider die bittere Wahrheit. Wenn überhaupt, dann finanzierst Du sie nur indirekt mit. Andererseits - wieso die Ex? Gehts nicht eigentlich nur ums Kind?
Unser Leitsatz wohl: Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen..


AntwortZitat
Geschrieben : 08.10.2011 01:10
(@okina)
Rege dabei Registriert

So ist es... das "Zweitkind" ist eben auch weniger wert und muss unter der Erstfamilie leiden.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 08.10.2011 02:27
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Liebe Federwolke,
jetzt muss ich Dich direkt ansprechen, auch wenn es nur noch indirekt mit dem Thema der TO zu tun. Ich lese Deine Beiträge hier idR sehr gerne, aber zu Deinen gerade gemachten Ausführungen muss ich ein wenig widersprechen, da einige Klischees bemüht werden - wie auch in anderen Beiträge dieses Threads.

Jawoll - Kinder muss man sich leisten können. Ob in der Erstfamilie oder Zweitfamilie, ehelich, außerehelich oder wie auch immer.

Und dann kann es durchaus eine rationale Entscheidung sein, dass - bei großen Gehaltsunterschieden - der schlechter verdienende Partner sich beruflich mehr zurück nimmt. Und das kann natürlich auch der KV sein. Wenn Du Dich davon nach eig Aussage verabschieden musst, dann scheint das an der pers. Einstellung Deines Partners zu sein. Und ja, es gibt dabei noch andere Kriterien, wie etwa die angenomme pers Eignung, Lust und Laune Hausfrau/-Mann zu sein etc. aber das muss man sich leisten können.

Aber vielmehr - hier wird an verschiedenen Stellen die sog. "Fremdbetreuung" verteufelt. Warum? Ich bin aus eigener Anschauung bei meiner Tochter überzeugt, dass sie von Krippe und Kita derart profitiert, dass ich mir kaum vorstellen kann, wie man das alleine zu Hause genauso gut machen kann. Aber das soll jede Familie für sich entscheiden. wenn man sich für eine Volleitbetreuungbdes Nachwuchses bis zum Abitur entscheidet (ja, das soll es geben...), dann wieder: das muss die Famlie sich leisten können. Klar ist, dass natürlich ein Tagesablauf und gerade das Wochenende ganz anders abläuft in beiden Erziehungsentwürfen. Die WEs sind sehr intensiv, noch viel mehr wenn man in Trennung lebt.

Ich finde Dein für Zweitfrauen ausgerufenen Leitsatz falsch - warum nicht "gemeinsam sind wir stark" ?

Lieben Gruß toto


AntwortZitat
Geschrieben : 08.10.2011 02:31
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

So ist es... das "Zweitkind" ist eben auch weniger wert und muss unter der Erstfamilie leiden.

Vom Grundsatz her korrekt: Jedes Zweit-, Dritt-, Viert- usw -geborenes muss sich das vorhandene Haushaltsbudget an Geld, Zuwendung, ... mit der älteren Geschwistern teilen. und häufig muss es auch nich Klamotten, Spielzeug, .... Second Hand benutzen.

Ist es deshalb aber weniger wert?  :knockout:
Ob es darunter leidet??  :knockout:

Gruß toto


AntwortZitat
Geschrieben : 08.10.2011 02:35
(@oldie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin

Ob man über die  staatlich verordneten/zugewiesenen/übrigbleibenden finanziellen Mittel dann persönlich - also z.B. wir hier in diesem Forum - über den Wert eines Menschenleben befindet, stösst mir ziemlich säuerlich auf. Da habe ich eine andere Herangehensweise. Wenn man z.B. den Begriff Zweitfrau als eine Art Zählweise und nicht als Wertung wahr nimmt, würde es schon allein bei diesem Thema anders aussehen. Doch wenn sich jeder Mensch als einzigartig begreift und nur dies zulässt, ohne zu akzeptieren, dass da draussen noch mehr Menschen rumlaufen, dann geht das irgendwann schief. Oder er hat jede Menge Kohle - oder Gummiwände um sich herum - oder einen Beschränkten an seiner Seite.

Aber Kinder dann in das gleiche Schema zu pressen, die Erwachsenenwelt auf sie anzuwenden ->  :gunman:

kopfschüttelnd oldie


Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.

AntwortZitat
Geschrieben : 08.10.2011 04:51
(@nadda)
Registriert

Hi,

denke diese Ansicht, dass die Erstfrauen im "Luxus" leben ist in vielen Fällen einfach falsch.

Auch wenn die Erstfrau vielleicht etwas mehr Geld hat, Kinder kosten auch richtig viel Geld.

Auf der anderen Seite ist es so, dass man als Familie immer zusammenhalten muss, als Zweitfamilie vielleicht etwas mehr. Und vielleicht  muss man erstmal ungewöhnliche Wege gehen um seine Träume zu verwirklichen, aber deshalb müssen das keine schlechten Wege sein.

Und die Erstfrau um die es hier geht bekommt 300€ für zwei Kinder, also 150 pro Kind vom Vater. Das ist kein Luxus. Ich war auch sehr lange Zeit 30h die Woche arbeiten, habe zwei kleine Kinder betreut und für beide Kindergeld und UVG bekommen. Meine Güte sah das auf den ersten Blick nach viel Geld aus. Aber wenn man alle Kosten alleine stemmen muss ist es das nicht.
Da geht mal ein Auto kaputt, da reißt eines der Kinder wieder mal ne Hose oder Jacke kaputt, da brauchen Kinder mehrfach im Jahr neue Schuhe. Da geht irgendwas in der Wohnung kaputt das dummerweise echt benötigt wird, Waschmaschine, Trockner usw. Es hat immer geklappt, aber es war oft auch sehr knapp. Notreserven gab es bei mir nie, weil ich noch die Schulden aus unserer Ehe abbezahle.
Meine Kinder wurden immer gut versorgt, aber wenn mich einer fragt wie alt meine Winterjacke ist dann kann ich das nicht mal mehr wahrheitsgemäß beantworten - die habe ich sicher vor meiner Ehe gekauft und so sieht sie inzwischen auch aus.

Ohne die Hilfe meiner Eltern wäre es oft richtig eng geworden und ich bin meiner Familie sehr dankbar dafür, dass sie immer zu mir und den Kindern gestanden hat.

Es wäre z.B. wesentlich einfacher gewesen wäre ich noch verheiratet gewesen. Ab dem Tag der Trennung hat die Bank freundlicherweise beschlossen das eine Alleinerziehende Mutter keinen Dispo mehr bekommt. Unabhängig von der Tatsache, dass ich vorher auch fast alleine das Familieneinkommen erwirtschaftet habe, auch wenn ich den Dispo selten verwendet hatte vorher, es nimmt einem Spielraum.

Wenn bei dir als Zweitfamilie zwei Leute arbeiten gehen und ihr trotzdem nicht viel Geld habt so könnt ihr das wenigstens gemeinsam stemmen. Die Erstfrau hat das immer alleine  zu tun und das ist nicht immer einfach.

Geld ist sicher wichtig, aber Geld ist nicht alles. Wie wäre es denn einfach anzunehmen das die Erstfrau für die Kinder Geld bekommt, es ist so es ist auch nicht grundlos und fertig. Jetzt immer zu glauben jemand anderem gehts besser verbesert eurer Situation gar nicht. Eure Situation verbessert sich durch Taten und Entscheidungen und vermutlich auch durch ein verändern der Einstellung.

Wir reden hier ja auch von KU, der in einem Vergleich festgelegt wurde, da haben mal beide Eltern zugestimmt. Wir reden hier nicht von Wolkengebilden in Unsummen.

LG
Nadda


AntwortZitat
Geschrieben : 08.10.2011 09:50
(@okina)
Rege dabei Registriert

Wie irgendwo schon jemand schrieb: Wenn eine Familie ein weiteres Kind bekommt, dann stecken alle finanziell etwas zurück. Hier tut es aber nur der KV bzw. die neue Familie. Einerseits wünscht sich der Staat mehr Geburten, andererseits werden derart viele Männer auf diese Weise finanziell kastriert.

Versteht das nicht immer falsch. Es gibt ganz sicher auch viele Fälle wo die KM noch nicht arbeiten gehen kann, weil das Kind unter einem Jahr ist oder grad keine Krippenplätze frei sind, wo die Kosten recht hoch sind, wegen Kindergarten und weil das Kind ständig aus der Kleidung raus wächst.
Oder wo beide Expartner gleichviel oder der Mann mehr verdient. Da ist doch auch alles gut und schön.

Die Große zieht nun bald aus und zu ihrem Freund der ausgelernt hat und ganz normal arbeitet. Sie selbst hätte nächstes Jahr ausgelernt.

Im Grunde können wir nur mit der KM reden, wenn es soweit ist und auf ihr einsehen hoffen. Im Moment wäre da aber ganz sicher keine Einsicht da. Da sie nach 2 Jahren noch immer nicht verstehen kann, dass man sich auch auseinander leben kann und mich noch immer für die böse hält.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 08.10.2011 09:57
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Wie ist das denn mit dem Haus? Ist es abbezahlt? Oder bezahlt die Ex evtl. noch den Kredit ab?


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 08.10.2011 12:02
(@united)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Okina,

diese These:

Die Meinung zu Zweitfrauen hier ist ja recht abartig.

halte ich persönlich für ziemlich gewagt ...

... in diesem Forum bewegen sich - neben diversen Zweitfrauen - auch diverse Väter, die mit einer "Zweitfrau" zusammen sind. Und ja: Das ist für beide Seiten nicht immer leicht.

Warum soll ich die Ex mitfinanzieren???

Nochmal: Weder Du noch Dein Freund finanzieren die Ex !!!
Hör bitte auf, die Ex Deines Freundes als das Übel Eurer finanziellen Lage zu sehen.
Wer ständig nur auf das schaut, was andere haben, steht sich selbst im Weg.

So ist es... das "Zweitkind" ist eben auch weniger wert und muss unter der Erstfamilie leiden.

So ist es nicht ! Beide Kinder sind - nicht nur rechtlich - gleich viel wert.
So Du Dich von Deinem Freund trennst, wirst Du feststellen, dass Euch beiden nicht mehr als der Mindestunterhalt fürs Kind erreicht - vermutlich eher weniger, aufgrund vorliegenden Mangelfalls.

Zu Deiner Frage:

Nun wäre meine erste Frage ob es sinnvoll ist jetzt im Moment einen Titel vom Jugendamt zu holen und die Zweite was man dabei beachten sollte.

Momentan ist es so, dass Dein Freund nicht einmal den Mindestunterhalt für ein 12jähriges Kind (das wären 334 EUR) leistet.
Demzufolge könnte dieser Schuss auch nach hinten losgehen.

Besten Gruß
United


AntwortZitat
Geschrieben : 08.10.2011 12:37




Seite 2 / 3