Unterhalt mal ander...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Unterhalt mal anders regeln...

Seite 1 / 5
 
(@roman3)
Rege dabei Registriert

Eine Frage beschäftigt mich seit kurzem und ich stelle sie mal einfach hier rein. Es geht um den Unterhalt für meine Tochter, den ich noch gute 10 Jahre zahlen muss, es sei denn sie will mal zu mir, was ich nicht ganz ausschliesse. Grob gerechnet geht es um 35.000 Euro. Als Vater (ok, als Mutter auch) will ich natürlich, dass sie mal einen guten Start hat, mein Erbe antritt etc. (dass wofür ich gearbeitet habe eben). Dennoch ist die heutige Zeit mit vielen Risiken behaftet und wenn ich mal einen Unfall habe und meine Selbständigkeit an den Nagel hängen kann, dann bin ich schnell ein Sozialfall, wo alle Werte schnell drauf gehen. Nun zu meiner Frage. Wäre es möglich der KM einen Deal vorzuschlagen? Der Deal würde so aussehen. Ich schenke meiner Tochter eine Immobilie (Wohnung) mit heutigem Wert von 35.000 Euro und zahle keinen Unterhalt mehr, habe allerdings noch Verpflichtungen gegenüber den Banken. Die KM erhält die monatlichen Mieteinnahmen für meine Tochter, die 20-30% weniger ausmachen als der monatliche Unterhalt. Dafür aber steht ein konstanter Gegenwert, der stetig im Wert steigt und der meiner Tochter gehört, ihr Leben lang.

Hintergrund dieses Gedankens ist, dass man mir nichts wegnehmen kann, was mir nicht mehr gehört, falls der Fall der Fälle eintritt, also eine Absicherung für meine Tochter und ein Verzicht der KM auf einen Schuldtitel mir gegenüber.

Ich weiss, ein absurdes Anliegen mit vielleicht vielen Risiken behaftet, aber die Frage beschäftigt mich doch sehr.


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 11.09.2005 04:48
(@vaterohnerechte)
Schon was gesagt Registriert

Ich würde nicht unbedingt empfehlen es so zu machen.Denn ich meine wenn die Wohnung Deiner Tochter gehört, sie Minderjährig ist kann die KM sie verkaufen.Muß nicht sein ist aber ein gewisses Restrisiko


AntwortZitat
Geschrieben : 11.09.2005 10:04
(@kleinegon)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Roman3,
eine grundsätzlich gute Idee. Folgende Punkte würde ich beachten:
1
Der Kindesunterhalt ist von Dir zu leisten, nicht aus dem Vermögen des Kindes. Ebenfalls ändert sich die Höhe regelmäßig (Anpassung der Lebenshaltungskosten -- zB Düsseldorfer Tabelle). Eine Absenkung des laufenden Kinderunterhaltes, auch mit Vereinbarung durch die Mutter, schließe ich deshalb aus. Vater muß nur dann weniger bezahlen, wenn die KM nach einer Erhöung der DT vergisst, diese Erhöhung beim KV einzufordern.
2
Das Sorgerecht besteht aus vielen Einzelrechten, z.B. Aufenthaltsbestimmungsrecht, Gesundheitssorge, aber auch die Vermögenssorge. Diese müßtest Du Dir gerichtlich übertragen lassen.
3
Jetzt wird es heikel:
Du schenkst Deiner Tochter eine Wohnung, die neben Kosten auch Einkommen erzielen kann (kann deshalb, da Wohnungen auch leerstehen!!). Jetzt mußt Du mit Deiner Tochter, als dessen rechtlichen Vertreter, einen Vertrag schließen, dass Du die Einnahmen aus ihrem Vermögen erzielst und daraus den Kindesunterhalt (zumindest anteilig) begleichen willst. Verträge mit sich selbst könnten rechtlich angefochten werden. Zusätzlich kommt natürlich das Finanzamt: Deine Einnahmen erhöhen sich. Daraus könnten Steuerschulden entstehen und die Ex könnte auch noch etwas als Unterhaltsanspruch abzweigen. Auch könnte Deine Es hergehen und behaupten, dass Du Dein Vermögen verringerst, also um Zinseinkünfte, die Dir dann fiktiv hochgerechnet würden und daraus der ExUnterhalt aber auch der Kindesunterhalt zu berechnen wäre. Also sehr kritisch zu betrachten.
4
Die Vermögenssorge endet auf jeden Fall mit der Volljährigkeit Deiner Tochter. Dann kann sie mit der Wohnung machen was sie will. Da Du auch ihre Ausbildung finanzieren mußt (bis zum 27. Lebensjahr) und Du schreibst, dass Du noch ca. 10 Jahre zu zahlen hast, müßte Deine Tocher jetzt zwischen 16 und 17 Jahren sein. Lohnt sich das ??
5
Dein Ansinnen scheint auch zu sein, die regelmäßigen Zahlungen nicht mehr auf Deinem Konto zu sehen. Dies kann ich nachvollziehen, als eine stetige schmerzhafte Erinnerung (wenn Wunden aus der Scheidung vorhanden sind).
Eine einmalige Kindesunterhaltszahlung mit dem Kauf einer Wohnung sehe ich deshalb sehr kritisch.
6
Dein Ansinnen, das Kind im Falle aller Fälle abzusichern, könnte auf andere Weise erfolgen. Zum Beispiel mit einer Ausbildungsversicherung für das Kind. Ob sich das rechnet, inwieweit Deine Ex da mitmacht und einen Teil des Kindesunterhaltes mit einbringt, und ob damit die Zahlungspflicht z.B. während eines Studiums für Dich entfällt, darüber weiß ich leider nichts.
Setze Dich doch mal mit einem Versicherungsfritzen zusammen und erfrage die Konditionen und Bedingungen.

Würde mich auf eine Rückmeldung freuen.

Kleinegon


Hast Du nur eine Möglichkeit, dann bist Du in einer Zwangslage. Bei zwei Möglichkeiten hast Du nur das Entweder - Oder. Such Dir eine dritte Möglichkeit. Jetzt hast Du Wahlmöglichkeiten und es beginnt die Verantwortung in Freiheit.

AntwortZitat
Geschrieben : 11.09.2005 10:49
(@roman3)
Rege dabei Registriert

Ich würde nicht unbedingt empfehlen es so zu machen.Denn ich meine wenn die Wohnung Deiner Tochter gehört, sie Minderjährig ist kann die KM sie verkaufen.Muß nicht sein ist aber ein gewisses Restrisiko

Genau dass sollte natürlich per Vertrag (Notar) ausgeschlossen werden, denn wenn ich z.B. einen Deal mit Bargeld anbieten würde (35.000,- Euronen), dann wären die garantiert innerhalb von 2 Jahren weg und zwar ohne dass meine Tochter einen Cent davon auf ihrem Sparbuch wiederfinden würde. Ein anderes Risiko wäre, wenn die KM in Harz4 landet, dann muss doch das Vermögen der Kinder drann glauben oder? Das wäre ein Unsicherheitsfaktor.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 11.09.2005 16:04
(@Aniram)

Hallo Roman !

Ich bin immer wieder erschrocken, wie fast alle Unterhaltspflichten davon
ausgehen, daß die Exen das Geld innerhalb kürzester Zeit verschleudern.

Es gibt unheimlich viel zu bekritteln und ich halte das Verhalten vieler
Frauen wirklich mehr als verabscheuungswürdig.

Aber sogar der geldgierigsten Mylady kann man doch nicht automatisch
unterstellen, daß sie das gesamte Geld verpulvert. Das kannl ich einfach
nicht glauben.

wenn die KM in Harz4 landet, dann muss doch das Vermögen der Kinder drann glauben oder?

Auch das kann ich mir nicht vorstellen. Sie kann das Vermögen ihres
Kindes verwalten, alles andere wäre doch Veruntreuung und somit
strafbar.

Wobei... die Exen machen so manches was strafbar ist und kommen
ungeschoren davon.

Trotzdem fällt es mir schwer, das zu glauben und Du selbst gehst
doch davon aus, daß auch Deine Ex sich einen guten Start für eure
gemeinsame Tochter wünscht.

Dazu kommt, das solche Verträge immer so eine Sache sind.

Gruß

Marina


AntwortZitat
Geschrieben : 11.09.2005 16:17
(@roman3)
Rege dabei Registriert

@kleinegon

Hallo Roman3,
eine grundsätzlich gute Idee. Folgende Punkte würde ich beachten:
1
Der Kindesunterhalt ist von Dir zu leisten, nicht aus dem Vermögen des Kindes.
Mein Kind hat ohne diese Schenkung aber kein Vermögen

Ebenfalls ändert sich die Höhe regelmäßig (Anpassung der Lebenshaltungskosten -- zB Düsseldorfer Tabelle). Eine Absenkung des laufenden Kinderunterhaltes, auch mit Vereinbarung durch die Mutter, schließe ich deshalb aus. Vater muß nur dann weniger bezahlen, wenn die KM nach einer Erhöung der DT vergisst, diese Erhöhung beim KV einzufordern.
2
Das Sorgerecht besteht aus vielen Einzelrechten, z.B. Aufenthaltsbestimmungsrecht, Gesundheitssorge, aber auch die Vermögenssorge. Diese müßtest Du Dir gerichtlich übertragen lassen.
Da sehe ich schon wieder schwarz. Das will ich per Vertrag mit Notar regeln.
3
Jetzt wird es heikel:
Du schenkst Deiner Tochter eine Wohnung, die neben Kosten auch Einkommen erzielen kann (kann deshalb, da Wohnungen auch leerstehen!!).

Die Wohnung existiert real und ist sehr gut vermietbar. Ich zahle Steuern auf Mieteinnahmen, meine Tochter auch?

Jetzt mußt Du mit Deiner Tochter, als dessen rechtlichen Vertreter, einen Vertrag schließen, dass Du die Einnahmen aus ihrem Vermögen erzielst und daraus den Kindesunterhalt (zumindest anteilig) begleichen willst. Verträge mit sich selbst könnten rechtlich angefochten werden. Zusätzlich kommt natürlich das Finanzamt: Deine Einnahmen erhöhen sich. Daraus könnten Steuerschulden entstehen und die Ex könnte auch noch etwas als Unterhaltsanspruch abzweigen. Auch könnte Deine Es hergehen und behaupten, dass Du Dein Vermögen verringerst, also um Zinseinkünfte, die Dir dann fiktiv hochgerechnet würden und daraus der ExUnterhalt aber auch der Kindesunterhalt zu berechnen wäre. Also sehr kritisch zu betrachten.
4
Die Vermögenssorge endet auf jeden Fall mit der Volljährigkeit Deiner Tochter. Dann kann sie mit der Wohnung machen was sie will.

Genau das will ich ja erreichen, mit 18 Jahren ist sie verantwortlich für alles.

Da Du auch ihre Ausbildung finanzieren mußt (bis zum 27. Lebensjahr) und Du schreibst, dass Du noch ca. 10 Jahre zu zahlen hast, müßte Deine Tocher jetzt zwischen 16 und 17 Jahren sein. Lohnt sich das ??

Meine Tochter ist 8 Jahre alt und ich habe bewusst nur bis zum 18. Lebensjahr geplant. Danach laufen die Mieteinnahmen weiter. Sie kann aber auch die Wohnung (in meiner Stadt) selbst beziehen und könnte auch bei mir eine Ausbildung machen.

5
Dein Ansinnen scheint auch zu sein, die regelmäßigen Zahlungen nicht mehr auf Deinem Konto zu sehen.

Voll ins Schwarze getroffen

Dies kann ich nachvollziehen, als eine stetige schmerzhafte Erinnerung (wenn Wunden aus der Scheidung vorhanden sind).
Eine einmalige Kindesunterhaltszahlung mit dem Kauf einer Wohnung sehe ich deshalb sehr kritisch.
6
Dein Ansinnen, das Kind im Falle aller Fälle abzusichern, könnte auf andere Weise erfolgen. Zum Beispiel mit einer Ausbildungsversicherung für das Kind. Ob sich das rechnet, inwieweit Deine Ex da mitmacht und einen Teil des Kindesunterhaltes mit einbringt, und ob damit die Zahlungspflicht z.B. während eines Studiums für Dich entfällt, darüber weiß ich leider nichts.
Setze Dich doch mal mit einem Versicherungsfritzen zusammen und erfrage die Konditionen und Bedingungen.

Würde mich auf eine Rückmeldung freuen.

Kleinegon

Mir geht es eigentlich um etwas anderes Kleinegon. Ich bin nun zwischenzeitlich 50 Jahre alt geworden und beginne gerade eine Selbständigkeit, die, wenn es schlecht läuft...mir einen Verlust von jährlich 20.000 Euro einbringen kann (wir wollen das nicht hoffen). Damit wäre die Wohnung, um die es hier geht schnell weg (damit ich meine Schulden begleichen kann). Ich selbst habe noch eine eigene Eigentumswohnung. Nehmen wir mal an ich rutsche auf die soziale Hängematte. Hätte sofort trotz "schuldenfreier" Wohnung einen Schuldtitel über 35.000,- Euronen an der Backe. Was hätte dann meine Tochter? Ihre Mutter würde sagen, tja Unterhalt hat er in den letzten Jahren nicht mehr gezahlt und ausser Schulden hat er dir nichts hinterlassen. Wenn ich Beamter wäre bräuchte ich nicht über so etwas nachzudenken.

Mich interessieren natürlich auch Meinungen von Unterhaltsbeziehern.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 11.09.2005 16:20
(@roman3)
Rege dabei Registriert

Hallo Roman !

Ich bin immer wieder erschrocken, wie fast alle Unterhaltspflichten davon
ausgehen, daß die Exen das Geld innerhalb kürzester Zeit verschleudern.

Es gibt unheimlich viel zu bekritteln und ich halte das Verhalten vieler
Frauen wirklich mehr als verabscheuungswürdig.

Aber sogar der geldgierigsten Mylady kann man doch nicht automatisch
unterstellen, daß sie das gesamte Geld verpulvert. Das kannl ich einfach
nicht glauben.

wenn die KM in Harz4 landet, dann muss doch das Vermögen der Kinder drann glauben oder?

Auch das kann ich mir nicht vorstellen. Sie kann das Vermögen ihres
Kindes verwalten, alles andere wäre doch Veruntreuung und somit
strafbar.

Wobei... die Exen machen so manches was strafbar ist und kommen
ungeschoren davon.

Trotzdem fällt es mir schwer, das zu glauben und Du selbst gehst
doch davon aus, daß auch Deine Ex sich einen guten Start für eure
gemeinsame Tochter wünscht.

Dazu kommt, das solche Verträge immer so eine Sache sind.

Gruß

Marina

Danke Marina für dein Statement.
Nun, du kennst meine EX leider nicht. Hier ein paar Fakten. Nach unserer Trennung (sie ist mit Tochter ausgezogen) bestand sie ein Jahr danach auf das damals gut gefüllte Sparbuch meiner Tochter (ich habe es dann halbiert). Ihre Hälfte davon ist weg.

Ich habe das gemeinsame Sorgerecht (obwohl nicht verheiratet gewesen).
Sie ist gegen meinen Willen vor 2 Jahren 300 km weit weg gezogen, was z.B. eine 50/50 Regelung völlig aussichtslos macht.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 11.09.2005 16:26
(@Aniram)

Hallo Roman !

Jetzt versteh ich Dich ein wenig besser.

Wenn Deine Ex allerdings tatsächlich so ist, dann wird sie
mit der Regelung, die Dir vorschwebt ohnehin nicht einverstanden
sein. Sie will Bares sehen und das jetzt und auf die nächsten Jahre.

Selbst wenn sie sich jetzt damit einverstanden erklärt, spätestens
wenn sie ohne Geld da steht, wird irgendein findiger Anwalt eine
Möglichkeit suchen den Vertrag anzufechten und Vater Staat
wird Dich zur Kasse bitten.

Ich würde die Finger davon lassen !

Gruß

Marina


AntwortZitat
Geschrieben : 11.09.2005 16:46
 AJA
(@aja)
Registriert

wenn die KM in Harz4 landet, dann muss doch das Vermögen der Kinder drann glauben oder?

Wie es bei Hartz4 ist weiss ich nicht, aber ich kann mich noch an meinen Antrag auf Alhi damals erinnern und da ging es sehr wohl an das "Vermögen" der Kinder. Sie lagen allerdings mit ihren Sparbüchern knapp unter der Freigrenze, die ein Kind haben darf. Ich möchte mich nicht mehr festnageln lassen, wie hoch dieser Freibetrag ist, aber ist ist ziemlich gering.

Wenn die Gefahr besteht, dass die KM arbeitslos wird ist demgemäss das Risiko diese Wohnung zu verlieren ebenso gross, wie wenn deine Selbstständigkeit den Bach runter geht.

Ich finde deine Gedanken und Sorgen für deine Tochter sehr ehrenvoll, aber ich werde den Eindruck trotzdem nicht los, dass du auf keinen Fall der KM Geld geben möchtest. Vielleicht bin ich da mit einem Unterhaltsverweigerer als KV auch ein bisschen arg vorbelastet. Kam mir nur gerade so in den Sinn, vor allem in Verbindung mit einer Immobilie, die ja nun auch jeder ein bisschen anders beurteilt.

Hast du keinen Anwalt an der Hand, der dir die möglichen Konsequenzen einer Schenkung genauer aufzeigen kann?

Gruß AJA


AntwortZitat
Geschrieben : 11.09.2005 16:49
(@roman3)
Rege dabei Registriert

@ AJA
Wollte erstmal Meinungen sammeln bevor ich einen Anwalt dazu befrage.

Hallo Roman !

Jetzt versteh ich Dich ein wenig besser.

Wenn Deine Ex allerdings tatsächlich so ist, dann wird sie
mit der Regelung, die Dir vorschwebt ohnehin nicht einverstanden
sein. Sie will Bares sehen und das jetzt und auf die nächsten Jahre.

Selbst wenn sie sich jetzt damit einverstanden erklärt, spätestens
wenn sie ohne Geld da steht, wird irgendein findiger Anwalt eine
Möglichkeit suchen den Vertrag anzufechten und Vater Staat
wird Dich zur Kasse bitten.

Ich würde die Finger davon lassen !

Gruß

Marina

@ Marina
Genau daran dürfte es scheitern. Meine EX würde auf keinen Cent des monatlichen Unterhaltes verzichten. Die Immobilie wäre ihr dabei scheissegel. So wird meine Tochter dann mit 18 Jahren keine Vermögenswerte besitzen. Aber immerhin könnte ich ihr einen Querverweis auf diese Diskussion hier liefern, wenn die denn noch auf dem Server ist und ihr sagen...hätte auch anders laufen können....


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 11.09.2005 17:04




 AJA
(@aja)
Registriert

@ AJA
Wollte erstmal Meinungen sammeln bevor ich einen Anwalt dazu befrage.

Wenn du nur rechtsunverbindliche Meinungen willst, hier meine:

MIR wäre eine sicher vermietete Wohnung als KU lieber als jeden Monat die Angst, ob überhaupt Geld kommt. Allerdings könnte ich keine Differenz nach unten hin nehmen. Bei deiner Rechnung liegt der KU derzeit bei ca. 290 €, 30% weniger sind dann nur noch 203 €. Damit liegt der KZ bei 10-jährigen zwar noch über der derzeitigen Mindestgrenze von 170 €, aber ab dem 12. Geburtstag liegt die Grenze bereits bei 220 € (hälftiges Kindergeld jeweils berücksichtigt). Das ist ARG wenig.

Gruß AJA


AntwortZitat
Geschrieben : 11.09.2005 18:30
(@kleinegon)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Roman3,

Sie kann aber auch die Wohnung (in meiner Stadt) selbst beziehen und könnte auch bei mir eine Ausbildung machen.

Wenn Deine Tochter 8 Jahre alt ist, die Ex (bösartig gesagt) hinter Deinem Geld hinter her ist, 300 km weit weggezogen ist --- dann ist die Beeinflussung der KM auf Deine Tochter sehr, sehr groß.
Du solltest also damit rechnen, dass eigene Kinder lieber den Vater auf Unterhalt verklagen als ein Angebot von ihm auf eine Ausbildungsstelle von ihm anzunehmen. (bei der Kinderarmut in Deutschland werden in 10 Jahren massenweise Ausbildungsplätze da sein, oder?). Dann kann nur noch Bares für Deine Tochter interessant sein.

Ich würde also lieber den Gang gehen und monatlich den Kindesunterhalt zahlen.

Noch ne Idee: Verschenke die Wohnung an einen Dritten, (z.b. Deep ?) und lass Dir und danach Deiner Tochter das lebenslange Nutzungsrecht im Grundbuch eintragen. Da Kindesunterhalt vor anderen Zahlungsverpflichtungen (aus dem evtl. Konkurs) vorgeht ist Deine Tochter abgesichert, Deine Gläubiger können nicht ran, die Wohnung ist nicht zu verkaufen (und Deep gibst Du monatlich 5 Euro -- zu wenig ??)

Gruß
Kleinegon


Hast Du nur eine Möglichkeit, dann bist Du in einer Zwangslage. Bei zwei Möglichkeiten hast Du nur das Entweder - Oder. Such Dir eine dritte Möglichkeit. Jetzt hast Du Wahlmöglichkeiten und es beginnt die Verantwortung in Freiheit.

AntwortZitat
Geschrieben : 11.09.2005 19:51
(@roman3)
Rege dabei Registriert

Wenn du nur rechtsunverbindliche Meinungen willst, hier meine:

MIR wäre eine sicher vermietete Wohnung als KU lieber als jeden Monat die Angst, ob überhaupt Geld kommt. Allerdings könnte ich keine Differenz nach unten hin nehmen. Bei deiner Rechnung liegt der KU derzeit bei ca. 290 €, 30% weniger sind dann nur noch 203 €. Damit liegt der KZ bei 10-jährigen zwar noch über der derzeitigen Mindestgrenze von 170 €, aber ab dem 12. Geburtstag liegt die Grenze bereits bei 220 € (hälftiges Kindergeld jeweils berücksichtigt). Das ist ARG wenig.

Gruß AJA

AJA, du vergisst aber dabei, dass die Immobilie ein Leben lang Miete einbringen kann, ebenso wird sie eine Wertsteigerung erfahren und in ca. 10 Jahren mindestens 45.000 Euro wert sein, in 20 Jahren vielleicht sogar 60.000 Euro (das Gebäude ist jetzt 10 Jahre alt)

@kleinegon
Die Idee ist echt super! Ob Deep wohl mitmacht?


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 11.09.2005 20:00
 AJA
(@aja)
Registriert

AJA, du vergisst aber dabei, dass die Immobilie ein Leben lang Miete einbringen kann, ebenso wird sie eine Wertsteigerung erfahren und in ca. 10 Jahren mindestens 45.000 Euro wert sein, in 20 Jahren vielleicht sogar 60.000 Euro (das Gebäude ist jetzt 10 Jahre alt)

Roman, nein, das habe ich nicht vergessen. Aber dein Kind muss JETZT grossgezogen werden. Sicher ist es schön, so eine lebenslange Absicherung zu haben, wobei im Rahmen einer Immobilie auch das relativ gesehen werden muss. In 10 Jahren ist das Haus dann schon 20 Jahre alt und die Reparaturen fangen an. Und was die Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt angeht - dafür müsste man schon "Jesus" heissen, um da zuverlässige Prognosen zu treffen. Das gleiche gilt im übrigen für den Mietmarkt. Da müsste die Wohnung schon mindestens in einer krisensicheren Großstadtlage liegen, um da halbwegs optimistisch zu sein bezüglich der möglicherweise zu erzielenden Miete.
Bei uns z. B. ist ein ganzes Stadtviertel wirtschaftsmässig untergegangen (lauter Kleinbetriebe, die der Reihe nach Insolvenz angemeldet haben). Rate mal, welche Auswirkungen das auf den Wohnungsmarkt hatte.

Je länger ich darüber nachdenke - nein, auf diesen Deal würde ich mich nicht einlassen.

Gruß AJA

P.S.: Kleinegons Idee hat was 😉


AntwortZitat
Geschrieben : 11.09.2005 20:09
(@roman3)
Rege dabei Registriert

Roman, nein, das habe ich nicht vergessen. Aber dein Kind muss JETZT grossgezogen werden. Sicher ist es schön, so eine lebenslange Absicherung zu haben, wobei im Rahmen einer Immobilie auch das relativ gesehen werden muss. In 10 Jahren ist das Haus dann schon 20 Jahre alt und die Reparaturen fangen an. Und was die Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt angeht - dafür müsste man schon "Jesus" heissen, um da zuverlässige Prognosen zu treffen. Das gleiche gilt im übrigen für den Mietmarkt. Da müsste die Wohnung schon mindestens in einer krisensicheren Großstadtlage liegen, um da halbwegs optimistisch zu sein bezüglich der möglicherweise zu erzielenden Miete.
Bei uns z. B. ist ein ganzes Stadtviertel wirtschaftsmässig untergegangen (lauter Kleinbetriebe, die der Reihe nach Insolvenz angemeldet haben). Rate mal, welche Auswirkungen das auf den Wohnungsmarkt hatte.

Je länger ich darüber nachdenke - nein, auf diesen Deal würde ich mich nicht einlassen.

Gruß AJA

P.S.: Kleinegons Idee hat was 😉

AJA, ich habe die Immobilie gerade vor 3 Monaten erworben und wir haben jetzt den absoluten Tiefstand bei Immobilienpreisen. Die Wohnung befindet sich super zentral gelegen in einer sehr bekannten Norddeutschen Stadt mit 150 T Einwohnen, einer Universität und jährlichen Einwohnerzuwächsen. Absolut kriesenicher! Glaub mir.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 11.09.2005 20:20
 AJA
(@aja)
Registriert

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass monatlich für die nächsten 10 Jahre zu wenig Geld da ist. Wenn schon so ein Deal, würde ich mich maximal darauf einlassen, wenn irgendwie gewährleistet werden kann, dass wenigstens der MINDEST-Unterhalt fliesst.

Gruß AJA


AntwortZitat
Geschrieben : 12.09.2005 18:53
(@big-blue)
Rege dabei Registriert

hallo roman3,

meine subjektive und nicht rechstverbindliche meinung als um den unterhalt geprelltes kind:

SUPER-Idee!

Meine Mutter hat zwar nichts unterschlagen, aber mein Vater wurde nicht müde, nicht zahlen zu können und (für den Zeitraum vor meinem 18. kann ich es nicht beschwören) aber danach habe ich zwar hier und da mal nen "fuffi" zugesteckt bekommen, aber eben keinen regelmässigen unterhalt - gar keinen, also auch nicht einfach weniger... mit eigener Wohung (hätte ich ja nicht müssen, ich weiss) und auto ... blöd, wenn dann nur mama zahlt! Wie unendlich hätte ich mich gefreut, wenn ein netter Mann im dunklen Anzug vor meiner Tür gestanden hätte und gesagt: Ihr Vater zahlt zwar keinen Unterhalt, aber dafür habe ich hier ne Immobilie für sie (natürlich vorausgesetzt, die Immobilie hat Ihren Wert und verursacht nicht in erster Linie Schulden).

die 35.000 EUR sind doch (wenn ich jetzt richtig kalkuliere) quasi auch nochmal vom 18. - zum max. 27. LJ (also erster Bildungsweg) fällig, oder? In meinen Augen machst du also mit dem Kauf der Immobilie eh keinen Fehler, wenn´s sich denn machen lässt...

Was den Deal, den du dir vorstellst betrifft, könnte ich mir nach deiner Schilderung nur vorstellen, dass die Ex nicht mitmacht...

Meine Meinung aber grundsätzlich, wenn deine Selbständigkeit so risikobehaftet ist - und wessen ist das nicht? - dann würde ich als Mutter lieber weniger als gar keinen Unterhalt für meine Kinder bekommen... und bevor jetzt alle KMs auf miich einprügeln: Ich stehe nicht darauf, wenn sich Väter drücken, aber ich finde es gut - vorausgesetzt roman äussert hier im Forum seine tatsächlichen Beweggründe - wenn ein Vater soweit denkt!

Musst natürlich wohl sehen, welcher Anwalt/Notar sich erstmal die Taschen mit einem komplizierten Vertragswerk voll macht 😉

LG,
big blue


AntwortZitat
Geschrieben : 12.09.2005 21:41
 AJA
(@aja)
Registriert

Meine Meinung aber grundsätzlich, wenn deine Selbständigkeit so risikobehaftet ist - und wessen ist das nicht? - dann würde ich als Mutter lieber weniger als gar keinen Unterhalt für meine Kinder bekommen...

Einwand: wenn ich Roman richtig verstanden habe, geht es weniger um das wirtschaftliche Risiko, das seine Existenz bedroht, sondern um die Gefahr eines Unfalles, nach dem er dann möglicherweise erwerbsunfähig ist.
Roman, ich hoffe doch, dass dafür die entsprechende Versicherung besteht?

Ein mögliches wirtschaftliches Risiko besteht wohl auch, dies ist aber in aller Regel absehbar und passiert nicht von heute auf morgen. Dann könnte man über einen solchen Deal immer noch nachdenken.

Dies von einer Mutter, die gerade mal eben den Mindest-KU bekommt und WEISS, wie schwer das ist, damit Kinder gross zu kriegen.

Gruß AJA


AntwortZitat
Geschrieben : 12.09.2005 21:57
(@big-blue)
Rege dabei Registriert

@ AJA: weil ich ja weiss, dass es hier auch viele Mütter (sprich Kinder) gibt, die keinen, zu wenig oder sonstwelchen Unterhalt bekommen, habe ich ja dazugeschrieben, dass ich das alles nur unter der Bedingung befürworten würde, dass romans hier genannte Motive die richtigen sind und dass er sich nicht vor irgendwas drücken möchte! Wie dann im Detail die Regelung aussieht (Miete plus oder "nur" Miete, oder wie auch immer), denke ich ist eh noch nicht genau geklärt und wird sicherlich auch hier im Forum nicht abschliessend geklärt werden...

aber ob die Idee grundsätzlich durchgeht würde mich dann am Ende schon interessieren!

LG,
big blue


AntwortZitat
Geschrieben : 12.09.2005 22:09
(@roman3)
Rege dabei Registriert

Hi big blue!
Nun, mir kommen natürlich immer mehr Zweifel, ob dies eine Alternative wäre, aber als Vorschlag schon mal diskussionswürdig. Es ist auch wirklich nur ein gut gemeinter Vorschlag im Sinne meiner Tochter gewesen. Mit 18 Jahren hatte ich übrigens meine erste Berufsausbildung abgeschlossen und noch umsonst bei meinen Eltern gewohnt, mehr wäre finanziell bei meinen Eltern auch nicht drin gewesen. Alles was danach kam (2.Bildungsweg) habe ich mir selbst erarbeitet und selbst finanziert. Wenn ich heute höre, dass ich bis zum 27. Lebensjahr zahlen darf, denke ich ganz bescheiden an meine zukünftige Rente und frage mich, wie das funktionieren soll (ich bin jetzt 50), zumal der Schritt der mir jetzt bevorsteht sehr wahrscheinlich diese besagte Wohnung draufgehen lässt. Wenn das alles etwas einfacher wäre würde ich es machen, aber so sehe ich mich zur Zeit nur als Versorger eines Kindes, dass nur noch selten bei mir ist. Wer interessiert sich auch schon für die Gedanken von besorgten Väter in unserem Lande? Ich hätte noch ne Alternative zu bieten. Ich nehme das Kind (und zwar gerne) und meine EX macht einen Fulltimejob! Sie ist wesentlich jünger als ich und hat eh die besseren Karten auf dem Arbeitsmarkt, der ja bekanntlich ab 45 Jahren nichts mehr zu bieten hat. Das wäre ein schönes Ziel aber irgendwie unerreichbar. Dabei arrangiert man sich in intakten Familien doch eigentlich immer so.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 12.09.2005 22:13




Seite 1 / 5