Hallo,
gibt es denn einen Titel? Wenn ja, muss er diesen zurückfordern. Was die abgebrochene Ausbildung angeht, meine ich, dass "einmaliges Irren" keinen Grund darstellt, jetzt den Unterhalt einzustellen. Sollte sie diese Anwandlung noch mal bekommen, sieht es anders aus. Sie ist jetzt in der Bringepflicht, nämlich die Ausbildung zügig fertig zu machen. Was ist sie denn, wenn sie aus dieser - was war's? - Modeschule?
Na dann lass uns mal den Ausgang des Gesprächs miterleben.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Ok, kein Anwalt, dazu wird es wegen seiner Sturheit aber kommen.
@ Lausebackesmama: Modenäherin.
Nach der letzten Lohnabrechnung bekommt er bei seinem neuen Job 1188€ netto. Verstehe ich das richtig, dass gerade mal 88€ dann an sie gingen? Oweia. Zumal er immer noch freiwillig seit Jahren monatlich 50€ überweist. Und sie hat sich bitterlich beschwert.
Was ist ein Titel? Sorry, das sagt mir gar nichts. Muss ich mal googlen.
Hey,
ein Titel ist eine Jugendamtsurkunde, auf der steht bis wann er wieviel Unterhalt zu zahlen hat. Frag ihn bitte, ob er sowas hat. (Davon gehe ich mal aus)
Er muss diesen Titel entweder zurückfordern oder aber auf Herausgabe klagen. Ansonsten kann daraus weiter vollstreckt werden.
Sollte er 1188 netto haben, dann diesen Wert x 12 plus Weihnachtsgeld oder weitere Sondergratifikationen und dann wieder durch 12 teilen. Davon 5% ab für berufsbedingte Aufwendungen und ggf, wenn er eine hat, bis mx 4% für Altersvorsorge.
Ich sehe da keinen weiteren Raum für KU.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Er hat keinen Titel. Was bedeutet das jetzt?
Nach der Trennung hat er sich mit seiner Ex außergerichtlich geeinigt, das einzige Schriftstück dazu ist die Empfangsbestätigung von XXXX €, von ihr unterschrieben, so weit ich das weiß.
Irgendwie sehr blauäugig von beiden, oder?
Oh Mann, ich studiere BWL und komme mit seinem Lohnbescheid nicht klar. Also, 1188€ landen auf dem Konto, da wurden aber schon 200€ abgezogen, zwecks Unternehmenkredit abstottern, den er für die XXXX € aufgenommen hatte. Wie ist das einzuordnen?
Ich persönlich nehme gerade Abstand von der Idee, ein Parallelstudium in Jura aufzunehmen, igitt, ist das Familienrecht ein Haifischbecken.
Habe gerade die Seite trennungsfaq.de gefunden. Witzig bis deprimierend.
Ich hoffe, ich darf das mal hier zitiere: """Unterhalt aufgrund einer Einkommensfiktion kann natürlich niemand bezahlen. Ein Schreiben an die Empfängerinnenseite dokumentiert die Situation: "Hiermit zahle ich von meinem fiktiven Einkommen aus fiktiver Arbeit XXX EUR fiktiven Unterhalt für MONAT, JAHR. Eine Kopie dieses Schreibens lege ich als Quittung zu meinen Akten. [Unterschrift]".""" Ich musste doch irgendwie lachen, auch wenn es sehr traurig ist.
Hallo Eleanna,
na das ist doch schon mal eine Ausgangsbasis, dass es KEINEN Titel gibt! Denn dann kann auch niemand vollstrecken.
Für den Betriebskredit sehe ich allerdings schwarz. Aus der Quittung wird nicht hervorgehen, dass die Summe XXXX als Unterhalt gedacht ist und der Betriebskredit wird sicher auch nirgends als "Unterhaltsvorauszahlung von-bis" dokumentiert sein.
Ich würde an der Stelle des LG ab dem Monat, wo er zur Zahlung von Unterhalt nachweislich, also schriftlich aufgefordert ist, die Hälfte der Summe (s.u.) zurücklegen und ansonsten Töchterlein erst mal auffordern, alles anzuschleppen, was er benötigt, um
a) seine generelle Unterhaltsverpflichtung feststellen zu können (ihre Bedürftigkeit muss nachgewiesen sein) und
b) seinen Anteil an der Verpflichtung berechnen zu können.
Sollte das alles eingetroffen sein, braucht er auch keinen Anwalt. Unterhalt berechnen können wir hier ganz gut, wenn natürlich nicht rechtsverbindlich und rechtsberatend.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Danke dir! Ich werde es ihm sagen.
Er hat jetzt die Idee, in ihre Stadt zu ziehen, sodass sie bei uns wohnen kann. Er hätte kein Problem, dort wieder Arbeit zu finden, da er bei einem internationalen Unternehmen arbeiten und das seit Jahren und auch schon bei mehreren Niederlassungen und er den dortigen Chef kennt.
Mir wird schlecht bei dem Gedanken, da seine Tochter nur ein paar Monate jünger ist als ich. Mein LG ist fast doppelt so alt wie ich und ich habe echt Bedenken, ob ich mit der Situation klar komme. Wenn es anders nicht geht, werde ich mich damit abfinden müssen. Ich könnte gerade heulen, weil das für mich wieder eine komplette Umstellung bedeutet, was mir als Borderlinerin nicht leicht fällt.
Wenn sie bei uns wohnt, fällt vermutlich die Unterhaltsforderung weg und der Vorteil wäre auch, dass wir in dieser Stadt wesentliche niedrigere Wohnpreise hätte (wir haben schon nachgesehen), obwohl die Wohnung fast doppelt so groß sein muss (sie hat eine komplette Wohnung eingerichtet und mein LG hat klargemacht, dass sie ein großes - das größte? - Zimmer bekommt). Ich habe echt keine Ahnung, wie ich darauf reagieren soll.
Mir war klar, dass ich mit einem Mann mit "Altlasten" zusammen komme und ich liebe ihn. Aber gerade fällt es mir sehr schwer, mich damit abzufinden. Und ich habe das dumpfe Gefühl, dass mein Einwände überhaupt nicht zählen. Ist zwar OT, aber wie kann ich ihm klarmachen, dass ich jetzt wieder ein Jahr warten muss, weil Ausbildungsstellen für 2009 in guten Unternehmen schon längst vergeben sind, bzw. die Bewerbungsfristen abgelaufen sind? Ich kann mich auch nicht mehr für das nächste Semester an einer der Unis in der Nähe bewerben und was bringt es mir, in einer Uni 300km entfernt eingeschrieben zu bleiben? [In Bayern gibt es noch Studiengebühren, die ich gerade NICHT zahlen kann und ich weigere mich, meine Eltern anzupumpen- wenn es garnicht anders geht, beiße ich in den sauren Apfel.] Ich habe eine Lücke im Lebenslauf, der ansonsten astrein ist. Und ich muss mir einen neuen Therapeuten suchen und meine "Stammklinik" und mein Vertrauensarzt ist dann erst mal unerreichbar. Ich sehe für mich dann schwarz, lieber zahle ich den Unterhalt aus eigener Tasche, auch wenn es weh tut und ich für jemanden arbeite, den ich nicht einmal kenne.
Er hat mich als Borderlinerin kennengelernt, er weiß von meinen Probleme, aber momentan denkt er nur an seine Tochter und ich kann sehen, wie ich klarkomme. Eigentlich kein Problem, weil ich stabil bin, aber in eine Umgebung ohne soziales Netz zu ziehen. Ach du sch**ße...*heul*
Hallo Eleanna,
Borderline hin oder her, hältst Du es für sinnvoll, so zu springen, wie es Dein Partner fordert? Außerdem glaube ich kaum, dass die Tochter freiwillig bei ihm einzieht. Er kann es nicht erzwingen. Und wenn man mal die Umzugskosten gegenrechnet, wird Unterhalt zahlen wohl billiger.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo eleanna,
so einfach ist das auch nicht. Sie ist nicht mehr minderjährig und kann somit nicht so einfach gezwungen werden zu ihm zu ziehen. Ich glaube er verrennt sich da in eine Idee, die zum scheitern verurteilt ist.
Auch wenn er dann keinen direkten KU mehr zahlt kommen trotzdem Kosten auf ihn zu und die dürften auch nicht niedriger sein.
Eine andere Sache ist, das du dir überlegen solltst, obn due wirklich mit einem Mann zusammensein mölchtest, der bereit ist über deine Gefühle und Bedürfnisse ohne weiteres hinwegzugehen und anscheinend nicht wirklich dafür offen ist Kompromisse zu finden.
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Hallo ihr beiden,
und danke für eure Antworten, fühle mich ziemlich alleingelasssen und bin sehr froh über euer Feedback.
@Lausebackesmama: Ich traue mich nicht, ihm das zu sagen und momentan denkt er nur über die Problematik nach. Mein Kompromiss wäre hart, wieder so zu wohnen wie vor der Beziehung und eine Wochenendbeziehung führen - mit 500km zwischen uns. Was bei mir mehr reinhaut, weiß ich nicht. Es ist ja noch nichts in trockenen Tüchern, wir reden auch noch einmal drüber, aber für ihn ist das alles kein Problem und ich kann ihm irgendwie nicht klar machen, was ich an Bedenken habe und wie berechtigt diese auch meiner Sicht sind.
Und nein, ich springe nicht, wenn er sagt "Spring!". Trotz des Altersunterschieds habe ich alle Freiheiten der Welt und er hat nur ein einziges Mal über meinen Kopf hin etwas entschieden und da habe ich ihm klargemacht, dass ich das nicht möchte. Danach kam es nie wieder vor. Ich würde wegen ihm mitziehen, wenn es nicht anders ginge. Nur die Tatsache, dass er momentan so auf den Umzug, "Ich will meine Tochter nicht verlieren"-Trip ist, damit komme ich nicht klar.
@ midnightwish: Richtig, habe ich ihm schon gesagt und BEVOR wir umziehen, würden wir auch mit seiner Tochter reden. Ich habe ihm auch gesagt, dass ihre Idee mit "eigener" Wohnung usw. wohl eher der Grund war, sich für diese Schule zu entscheiden als die Schule selber. Was es erst recht nicht einfacher macht.
Das mit den zusätzlichen Kosten ist sowohl ihm als auch mir bewusst, aber sie würden schon dadurch abgemildert, dass wir gut 100€ weniger an Miete/NK zu zahlen hätte. Hier, wo wir jetzt wohnen, wohnen wir schon relativ "billig", der Unterschied ist wirklich krass.
Ich stelle mir das ganze ziemlich grausig vor. Ich mache doch nicht die Haushälterin für eine Kleinfamilie, die mE sowieso eine Katastrophe wird. Und auch wenn er meint, dass ich dort die gleichen Chancen habe wie hier, ist das nicht so einfach. Sie ist nicht einfach, er definitiv nicht und ich bin manchmal eine Katastrophe.
Aber wie kann ich ihm das deutlich machen ohne ihn zu verletzen? Und ich will nicht in die Spalte rutschen, dass ich ja einfach nur gegen seine Tochter bin.
Wie soll ich mich als seine Partnerin durchsetzen, wenn sie nur ein paar Monate jünger ist als ich? Ich will wahrhaftig nicht die Mutterrolle, am liebsten wäre mir kein Kontakt, aber wenn es um Regeln zum Zusammenleben ginge, stände ich vermutlich auf einsamen Posten, wenn es jetzt schon damit beginnt, dass wir eine Wohnung nach dem Kriterium suchen: "Sehr großes Zimmer allein für meine Tochter." *kreisch*
Irgendwie muss ich auch über mich selber lachen, ich schaffe es immer wieder, mich in die schwierigsten Situationen zu bringen, nur diesmal geht es um meine Beziehung, die ich nicht nach dem Motto "Wenn's zu kompliziert wird, gehe ich" eingegangen bin, sondern ich liebe ihn und wäre auch bereit, einiges mitzumachen, aber das bringt mich an meine persönlichen Grenzen und ich habe keine Lust, wieder in einer Klinik zu landen, nur damit Frau Töchterchen zufrieden gestellt wird.
Hi eleanna
Das seine Tochter zu ihm zieht? Sag mir einen Grund dafür den sie haben sollte. Sie hat wahrscheinlich genau wie Du das Bedürfnis, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Und wie soll das dann bei euch aussehen? Schon jetzt sprühst Du nicht gerade vor Sehnsucht und Sympathie nach/zu ihr, jedenfalls sehe ich keine Freude in Deinen Worten.
Ich glaube, Du stellst gerade wichtige Überlegungen an. Zuerst möchte ich bemerken, dass Dein Freund nicht dorthin umziehen möchte wegen einer Familienzusammenführung sondern aus finanziellen Gründen. Das ist bei leibe kein tragfähiges Konzept für ein gemeinsames Wohnen. Ausserdem möchte ich bemerken, dass Deine Fragen in Richtung 'wo Dein Platz da ist' eine ausserordentliche Bedeutung haben - und zwar für Dich. Meiner Meinung nach grundsätzliche. Die solltest Du Dir auch gegenwärtig schon stellen.
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Hallo Oldie,
da ich fast so alt bin wie sie, weiß ich sogar, dass sie sich weigern wird. Aber ich glaube nicht, dass ihr Vater/mein LG das versteht. Er hat sich, wie midnightwish so gut formuliert hat, in diese Idee verrannt und ist nicht zugänglich für Argumente. Ich hoffe, dass er heute abend etwas besser drauf ist, so dass wir uns vernünftig darüber unterhalten können. Und nein, ich möchte sie nach den letzten Vorfällen nicht sehen und finde sie, soweit ich sie bislang kenne, alles andere als sympathisch.
Ich weiß, dass ich schwierig sein kann und mir fehlt häufig die Toleranz für das Verhalten anderer (s. Thread), einfach weil ich viel durchgemacht habe (O-Ton Therapeut: "Geistiges Alter 75") und mich dann nicht mit solchen Dingen weiterhin rumschlagen will.
Mein Platz? Erste ernsthafte Beziehung und bis lang war es trotz aller Schwierigkeiten toll und wunderschön und vorsichtig ausgedrückt perfekt. Mir fehlt die Erfahrung mit Beziehungen, was es für mich unendlich schwer macht, jetzt richtig zu reagieren. Ich bin zu impulsiv und neige dazu, erst einmal alles ohne Abstufungen zu sehen. Aber: Ich werde diese Beziehung, IHN, nicht einfach aufgeben, nur weil es gerade mal happig wird. Ich denke, dass einzige, was ich momentan von ihm verlange, ist ein klares Bekenntnis zu mir. Wenn ich mich da nicht artikuliere, selber schuld, ich werde das Thema heute abend ansprechen. Vermutlich wird er nur sagen: "Aber das ist doch klar!" *seufz* Irgendwie muss ich da an Senta Berger denken: "Die Liebeserklärung eines Mannes kommt ungefähr so spontan wie das elektrische Licht. Jemand muss erst den Schalter betätigen." Kommt zumindest bei ihm hin.
LG, elanna
Also jetzt hab ich mich grad lang hingelegt:
Irgendwie muss ich da an Senta Berger denken: "Die Liebeserklärung eines Mannes kommt ungefähr so spontan wie das elektrische Licht. Jemand muss erst den Schalter betätigen."
:rofl2: :rofl2: :rofl2: Die hat echt Lebenserfahrung, die Frau!
Zum Rest:
Ich hatte mit 24 auch eine Beziehung mit einem Mann, der damals 40 war. Viele Dinge, die ich zum damaligen Zeitpunkt nicht verstehen konnte, leuchten mir heute ein. Und in vielen Dingen habe ich ähnlich gedacht wie Du heute. Er war meine große Liebe, ich hätte sämtliche Schwierigkeiten auf mich genommen. Ich musste aber im Nachhinein erkennen, dass er das nicht wollte, weil er auf eine gewisse Art und Weise mir mein Leben nicht versauen wollte. (Ich hätte bspw. auf ein eigenes Kind verzichten müssen)
Vielleicht ist der Umzug in einen anderen Ort ein Versuch von ihm sich zu lösen. Mir scheint, dass er den Spagat zwischen Dir und der Tochter innerlich nicht schafft, selbst wenn keiner vorhanden ist. Er ist aber in seinem Kopf.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo lbm,
er hat mehrmals gesagt, dass er mir das Leben nicht kaputt machen will - und ich hoffe, omg, dass das hier kein Versuch ist, sich zu lösen. Wenn, dann will ich eine klare Ansage.
Allerdings teilen wir wichtige Eckpunkte, ich möchte z.B. überhaupt gar keine Kinder (aufgrund meiner Erkrankung), ich möchte das keinem Kind antun. Ob ich später mal auf Dauer so stabil bin, dass es klappen könnte, ist ungewiss und dann müsste ich einem Kind immer noch erklären, woher die Narben kommen und weshalb ich so oft krank bin (Folge von jahrelangen Essstörungen). In unserem Beziehungsalltag spielt meine Krankheit GSD keine Rolle oder nur selten, weil er mir unheimlich gut tut.
Außerdem haben wir viele Freiheiten behalten, ich kann ausgehen, wann ich möchte, tun und lassen, was ich möchte, die einzigen Grenzen sind die, die ich mir selber auferlege, weil ich ihm nicht wehtun möchte. Das gleiche gilt für ihn.
Und er will auch nicht, dass ich wegen ihm mich hinten anstelle, aber irgendwie tapse ich immer wieder in diese "Falle" :knockout: .
Dein Beitrag hat mir sehr geholfen, weil er mir klar gemacht hat - danke danke danke - dass ich heute abend wirklich sagen muss, was mich stört, was ICH dazu denke und was ich möchte. Augen zu und durch.
LG, eleanna
Hi eleanna
Ich sage das ja auch nicht von ungefähr so. Habe selber zwei Beziehungen zu jüngeren Frauen gehabt, einmal 10 und dann 15 Jahre unterschied (übrigens jeweils mehrere Jahre lang).
Ich musste aber im Nachhinein erkennen, dass er das nicht wollte, weil er auf eine gewisse Art und Weise mir mein Leben nicht versauen wollte.
Das kann ich defintiv bestätigen. Ich wollte meine LG nicht einengen, erdrücken, Entscheidungsfindung und -freiheit lassen. Das war mein Spagat, und er kann so leicht falsch verstanden werden: der andere fühlt sich dann allein gelassen oder gar vor den Kopf gestossen und sucht Lösungen abseits der Gemeinsamkeit, man entfremdet sich, Missverständnisse sind vorprogrammiert. Ich habe mich teilweise nicht getraut über mir wichtige Dinge zu reden oder habe sie gar verharmlost, wenn es mal zur Sprache kam. Alles unter der Prämisse keinen Druck auszuüben. Aber, ist genau das nicht auch mal notwendig?
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Hi Oldie,
es ist nicht nur manchmal nötig, es ist grundverkehrt, es nicht zu tun. Es zeigt, dass der jüngere Partner nicht ernst genommen wurde. Das ist früher oder später zum Scheitern verurteilt, wie - in meinen Augen - jede Beziehung, in der zwei sich nicht ebenbürtig in die Augen schauen. Der Grund, weshalb ich mir einen neuen Partner wohl schnitzen muss, weil die Messlatte für einen, mit dem ich mir eine Beziehung vorstellen kann, entsprechend hoch liegt.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo Oldie,
nein, insofern fühle ich mich nicht wirklich missverstanden. Ich bin ihm unendlich dankbar dafür, dass er mir keine Vorschriften macht oder sich in meine Ausbildung einmischt. Das ist mein Ding. Wobei das Thema hier eigentlich seins ist, aber wir einfach Infos brauchten. Nach dem ich einige andere Themen hier gelesen habe, wird dieser Thread das einzige bleiben, was ich aktiv gemacht habe in dieser Sache. Alles andere geht mich nichts mehr an, außer seine Entscheidungen betreffen unsere Beziehung gravierend, so wie der Umzug.
Ich werde auch nur den Umzug zur Sprache bringen, wenn er es nicht selber tut, was er aber schon heute morgen mit mir ausgemacht hat - es wird definitiv das Gespräch geben. Ist ja mal wenigstens etwas nach ein paar Tagen fast Funkstille seinerseits, wo ich nicht an ihn ran kam. Und ich werde mir jetzt mal - bildlich gesprochen natürlich - in den Hintern treten, sodass ich heute Abend wirklich das sage, was ich denke und nicht ihm zuliebe alles unter den Teppisch kehre. Weder er noch ich haben ja was davon, wenn ich todunglücklich in einer neuen Stadt hocke.
Das mit dem Druck: Ich will ihm keinen Druck machen, aber ohne es wahrscheinlich zu wollen, macht er ihn gerade mir, ich muss also irgendwas tun. Selbstverständlich macht immer noch der Ton die Musik und auch wenn ich mich manchmal wie ein Elefant im Porzellanladen benehme, bin ich doch zivilisiert und groß genug, ein Gespräch ohne :gunman: zu führen :wink:. Und da wir bisher noch nie Streit hatten (es gab wirklich keinen Anlass), wird es bestimmt interessant, wenn wir zum ersten Mal in einer wichtigen Sache nicht derselben Meinung sind.
@ lbm: So habe ich das bislang nicht gesehen. Bis jetzt hat er immer Rücksicht auf mich genommen, bzw. mich mein Leben lassen - so wie ich ihn.
Was bedeutet in einer Beziehung ebenbürtig? Gleiches Alter, gleiche Stärke, gleiche Intelligenz? Meine persönliche Meinung, ohne größere Erfahrung, ist, dass sich Nachteile und Vorteile meistens ausgleichen. Ich bin zwar jünger, aber gebildeter und sogar etwas erfahrender, was manches angeht. Dafür habe ich nicht so viel erlebt wie er und er ist praktisch wesentlich begabter als ich.
Grundsätzlich gab es bei uns nicht "Schlag was vor, das machen wir dann" oder "Er hat aber gesagt...". Dazu haben wir beide einen zu großen Sturkopp, als dass wir einfach Vorschriften des anderen hingenommen hätten.
Bislang hatte ich bis auf das eine Mal (eher Missverständnis) am Anfang, als wir uns kennengelernt haben, nie das Gefühl, ihm unterlegen zu sein. Vielleicht bin ich mal wieder typisch Bordie-naiv, aber ich habe mich weder abhängig noch ihm gegenüber minderwertig gefühlt. Wir sind Partner, im wahrsten Sinne des Wortes und was der eine nicht so gut kann, ergänzt der andere und umgekehrt.
LG, eleanna
Hi Eleanna,
nein, das meine ich damit alles nicht. Das ist einfach, wenn man sich gegenüber sitzt und in die Augen sieht und merkt, dass eben gerade all diese Unterschiede nichts bedeuten, weil man einfach ebenbürtig IST.
Ich habe aber festgestellt, das spürt man im betreffenden Augenblick einfach.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Ich muss gerade etwas lachen, weil ich mich an soviele Situationen erinnere, wo uns diese Unterschiede von Außenstehenden deutlich gemacht wurden. Für uns waren und sind sie nicht von Bedeutung, aber ich weiß was du meinst.
Es ist manchmal ziemlich belastend, immer wieder auf den Altersunterschied, etc. angesprochen zu werden. Heikel wird es dann, wenn man an der Supermarktkasse nach meinem Ausweis fragt (Zigarette), während mein Freund daneben steht und uns damit subtil etwas Illegales unterstellt.
Als ich mir gerade Kaffee gekocht habe, ist mir wieder eine Definition von "Liebe" eingefallen, die ich irgendwo gelesen habe. Nämlich "Liebe" in Beziehung als ein bewusstes "Ja", eine Entscheidung, für eine Person. Und nicht nur rosa Wölkchen und Schmetterlinge im Bauch (ist natürlich auch schön). Und ich wusste ja vorher schon, dass es nicht einfach wird, aber ich wollte ihn, so wie er ist. Und ich liebe ihn so wie er ist. Und ich habe kein Interesse daran, etwas an meinem Partner zu ändern. Ich verweise mal wieder auf jemanden, sorry :): Marlene Dietrichs Spruch: "Die meisten Frauen setzen alles daran, einen Mann zu ändern und wenn sie ihn geändert haben, mögen sie ihn nicht mehr." Nein, danke, das Risiko will ich erst gar nicht eingehen :wink:.
Hey,
da kann ich Dir nicht widersprechen. Ein bißchen vielleicht auch noch die Kunst, den anderen zu genießen, ohne etwas Bestimmtes von ihm zu erwarten. Also auch Dinge zu geben, nicht um etwas zu bekommen, sondern einfach, weil man es tun möchte.
Naja, das wird jetzt philosophisch.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo LBM,
wir sind sowieso schon off-topic, aber deine Postings haben mir sehr geholfen, dafür wirklich herzlichen Dank. Einfach, weil ich hier darüber sprechen kann. Mit meinen Freundinnen kann ich darüber nicht sprechen, da sie es einfach nicht verstehen und meine Therapeuten waren von der Beziehung nicht begeistert, da ich sie während einer Down-Phase begonnen habe, was für Borderliner niemals das Optimale ist. Ich fühle mich gut und geborgen bei ihm.
Mein Problem ist nicht, dass ich für alles, was ich tue, etwas erwarte, sondern dass ich eher zur Selbstaufgabe neige. Es ist schon paradox, wie sehr das Austauschen mit Fremden die eigene Perspektive manchmal wieder gerade rücken kann.
Ich hoffe, ich klinge mittlerweile nicht schmalzig, aber ich fühle mich soviel besser jetzt, dafür vieeeeelen lieben Dank. Und eure Erfahrungen mit solchen Beziehung fand ich sehr interessant, wobei ich nicht glauben mag, dass unsere allein durch die Unterschiede auf Dauer nicht funktionieren kann.
Und das Forum ist sowieso klasse, ich finde es toll, dass man hier Hilfe und Unterstützung bekommt. Leider denke ich nicht, dass ich davon viel zurück geben kann, vielleicht findet sich eines Tages eine Gelegenheit.
Was mir vorher zwar bekannt, aber nie so bewusst war, sind die Missstände in den deutschen Gesetzen zu Gunsten der Mutter und wie sehr einige Väter darunter leiden. Trifft auf meinen Freund zwar nicht zu, aber mich macht sowas wütend. Sehr krass (habe ein bisschen auf der Seite gesurft).
So, muss erst mal einkaufen und putzen, bin aber vielleicht später noch einmal online.
Noch mal herzlichen Dank für alle Antworten.
Liebe Grüße, eleanna
