Moin zusammen,
ich bin seit 2007 getrennt und seit Ende letzten Jahres geschieden. Ich bin damals aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen. Den Trennungsunterhalt haben wir nicht gesetzlich geregelt, sondern auf freiwilliger Basis ausgehandelt. Meine Ex Frau hat seinerzeit halbtags gearbeitet mit einem Gehalt von ca. 900 € netto. Ich hatte damals 1850 € netto. Unsere Tochter war zur Zeit der Trennung 14 Jahre alt.
Ich habe im ersten jahr das komplette Haus weiter bezahlt, das waren ca. 1350 € im Monat. Im zweiten Jahr dann 250 €. Im dritten und letzten Jahr dann 200 € in den ersten sechs Monaten, dann noch 150 €.
Jetzt kommt meine Ex Frau an und meint, das wäre alles viel zu wenig gewesen. Ist das wirklich so ? Sie ist der Auffassung, die Weiterzahlung des Hauses zählt wohl nicht direkt zum Unterhalt, sondern wäre eine Pflichtaufgabe von mir gewesen, damit sie nicht auf der Strasse stehen.
Gruß
Hallo Spider,
Jetzt kommt meine Ex Frau an und meint, das wäre alles viel zu wenig gewesen.
Nun, ich meine auch, da ist irgendetwas viel zu wenig gewesen: Das Kind war bereits 14 Jahre alt, da hätte sie problemlos Vollzeit arbeiten können! Dann hätte sie wohl ähnlich viel verdient wie du, und damit hätte es keinen oder fast keinen Echsen-Unterhalt geben dürfen 😉
Aber, ganz ehrlich - wen interessiert das alles jetzt noch? Oder, noch brutaler gefragt: Was will die dusselige Kuh eigentlich? Rückwirkend kann sie zum Glück eh' keinen erhöhten Unterhalt fordern ...
Sie ist der Auffassung, die Weiterzahlung des Hauses zählt wohl nicht direkt zum Unterhalt, sondern wäre eine Pflichtaufgabe von mir gewesen, damit sie nicht auf der Strasse stehen.
Selten so einen Blödsinn gehört. Erstens, dann hätte sie das Haus halt räumen sollen, damit ihr es verkaufen könnt. Zweitens, diese Pflichtaufgabe besteht tatsächlich, der Gesetzgeber nennt das "Unterhalt" - wenn sie diesen Unterhalt in der Naturalwährung "kostenloses Wohnen" genommen hat statt in Euro, dann kann sie das nicht nachträglich dir zum Vorwurf machen.
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Servus Spider,
für mich tut sich hier ein ganz anderes Problem auf:
Du warst allem Anschein nach mit meiner Ex zusammen!! 😉
Auf jeden Fall hatte die die gleichen blödsinnigen Vorstellungen von wer bezahlt und wer bekommt und Kind war ebenfalls 14 Jahre alt.
Ansonsten hat Malachit alles sehr gut auf den Punkt gebracht.
Wie geht es weiter bei Dir? Siehst Du Dein Kind regelmäßig?
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Hallo Malachit,
danke für die schnelle Antwort.
Aber, ganz ehrlich - wen interessiert das alles jetzt noch? Oder, noch brutaler gefragt: Was will die dusselige Kuh eigentlich? Rückwirkend kann sie zum Glück eh' keinen erhöhten Unterhalt fordern ...
Ich hatte das auch schon abgehakt, aber nun will sie mein Auto oder einen finanziellen Gegenwert :gunman: Siehe Thread http://www.vatersein.de/Forum-topic-18569.html.
Ich möchte gerne gut vorbereitet und abgesichert sein, wenn es zur Klage kommt.
Zitat formatiert und eingekürzt
Hallo Michael,
dann weißt du ja, wie ich mich fühle. Mir meiner Tochter hat es am Anfang überhaupt nicht funkioniert, aber seit 1,5 Jahren klappt es sehr gut und wird immer besser. :thumbup:
Vollquoting gelöscht
Hallo Spider,
ich denke mal, dass außer mir noch einige andere hier dein Seelenleben sehr gut kennen.
Ja, der erfindungsreichtum von Exen ist schon erstaunlich. noch erstaunlicher wird es, wenn man nach dem Grund für diese ganzen Aktionen fragt. Immerhin hat man sich ja mal ganz gut verstanden und meist ja auch geliebt.....
Ich habe mich dadurch geschützt, dass ich meinen Alltag nicht davon bestimmen lies. Ich habe sehr viel Sport gemacht und war auf dem Rennrad mit einer Gruppe unterwegs. 1 Jahr nach der Trennung habe ich dann meine neue LG kennengelernt. Mein Leben ging weiter und die noch nicht bewältigte Vergangenheit war immer nur an zweiter Stelle in meinem Leben. Kontakt zu meiner Tochter habe ich leider überhaupt nicht mehr. Da hat KM ganze Arbeit geleistet. Diesen Herbst wird sie Volljährig. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sie sich irgendwann von selbst bei mir meldet.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Hallo Spider,
Ich hatte das auch schon abgehakt, aber nun will sie mein Auto oder einen finanziellen Gegenwert
Ach so, diese Erpressungs-Geschichte ... kann dir da zwar keinen Rat geben, aber zumindest wird sie keinen Honig saugen können aus diesem "ich hab aber vor einer gefühlten halben Million von Jahren angeblich zu wenig Trennungsunterhalt bekommen". Das interessiert heute einfach niemanden mehr.
Wobei, wenn du ein bisschen auf den Putz hauen willst, mach mal ungefähr so eine Rechung auf: Dein Einkommen 1850 Euro, bereinigt vielleicht 1750 Euro, abzüglich Kindesunterhalt, den du ja sicher gezahlt hast, dann bleiben bei dir vielleicht 1500 Euro. Ihr Einkommen 900 Euro, bereinigt vielleicht 850 Euro; ein Jahr nach der Trennung wird ihr der volle Wohnwert von vielleicht 1000 Euro für das Haus angerechnet, d.h. sie hat ein unterhaltsrelevantes "Einkommen" von 1850 Euro ==> sie hätte dir Unterhalt zahlen müssen ...
Bevor du mich falsch verstehst: Diese Rechnung stimmt so nicht. Genau so wie auch ihre "Rechnung" nicht stimmt, aber diesmal halt in die entgegengesetze Richtung gedacht. Was ich eigentlich sagen will: Ihr habt euch damals geeinigt. Es ist schwachsinnig und nutzlos, da jetzt im Nachhinein zu rechnen, wer mit welcher Begründung mehr oder weniger hätte bekommen können.
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Ja, sehe ich auch so. Aber weißt du , wenn von dort Aussagen kommen " Ich hätte damals viel mehr kriegen müssen, sagt mein Anwalt...." , dann hat man den Drang, sich zu erkundigen, ob das wirklich stimmt.
Wegen der Autogeschichte muss ich wohl doch einen Anwalt fragen.
Gruß
Spider
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Hallo Spider,
Aber weißt du , wenn von dort Aussagen kommen " Ich hätte damals viel mehr kriegen müssen, sagt mein Anwalt...." , dann hat man den Drang, sich zu erkundigen, ob das wirklich stimmt.
Ersetze es gedanklich durch die Aussage: "Ich hätte damals viel mehr kriegen müssen, sagt mein Friseur ....".
Der Friseur von Madame hat in diesem Fall nämlich genau so viel oder wenig zu sagen wie der Anwalt von Madame 😉
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Hallo Staengler,
das mit deiner Tochter tut mit leid. Das wäre für mich das schlimmste, meine Tochter nicht mehr zu sehen.
Ich hoffe, das wird wieder.
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@ Spider,
Danke!
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Jetzt kommt meine Ex Frau an und meint, das wäre alles viel zu wenig gewesen. Ist das wirklich so?
Nein.
