Hallo zusammen,
endlich habe ich eine Plattform gefunden, bei der auch Väter zugehört bekommen. Ich hoffe es ist noch nicht zu spät, denn momentan spitzt sich auch bei mir die Lage leider zu. Ich hoffe der Text ist nicht zu lang und ihr versteht, worum es mir geht…
Ganz kurz zu den Rahmenbedingungen:
Tochter 5 Jahre alt, gemeinsames Sorgerecht, nie verheiratet gewesen, KM bereits seit 4 ½ Jahren verheiratet, hat noch ein weiteres Kind (2J). Ich lebe seit 3 Jahren in einer Beziehung – in getrennten Wohnungen. Keine Umgangsvereinbarung.
Umgang war, wie bei vielen hier, so geregelt, dass ich es der KM immer recht machen wollte – ich dachte immer zum Wohle des Kindes. Nun merkte man, dass es wohl eher zum Wohl der KM war. Seit ca. einem dreiviertel Jahr – ziemlich genau nach unserem Urlaub mit der Kleinen – schränkte die KM den Umgang (bis dahin jedes 2. Wochenende Sa – So, sowie alle 2 Wochen einen Nachmittag) rapide ein, da es das Kind nicht mehr wollte. Nach ettlichem hin und her und mein Bestehen auf den kontinuierlichen Umgang zur Festigung der Vater – Tochter – Beziehung, schaltete die KM das JA und einen Psychologen ein. Der Psychologe stellte zunächst die Verdachtsdiagnose eines Traumas – welche sich jedoch nicht bestätigte. Trotzdem wurde seit September 2011 keine Übernachtungstermine mehr durchgeführt. Dies wurde auf Grund der Empfehlung der Psychologin, gemeinsam mit dem Jugendamt „entschieden“. Somit fanden seit September 2011 zwar Umgangszeiten statt, diese jedoch nur, wenn die Kleine „Lust hatte“ mitzugehen.
Ich weiß, das war falsch!!!! Leider bin ich genau in dieser Zeit auf an einer Depression erkrankt und es war mir nicht möglich einfach auf den Tisch zu hauen und Recht meiner Tochter, für eine kontinuierliche Umgangssituation, durchzusetzten. KM, JA und Psychologin redeten auf mich ein, wie es ihnen gerade passte und ich konnte daran nichts ändern, sondern nickte es letzten Endes ab.
Mein Gesundheitszustand besserte sich langsam und ich erkannte immer mehr das System dahinter. Ich schaltete die Beratungsstelle der Caritas ein und hatte dort 3 Termine. Die Kindesmutter kam lediglich zu einem – war aber zu allen drei eingeladen. So entschied ich mich vor 2 Wochen eine Umgangsklage einzureichen. Ziel sollte sein, dass ich eine gerichtliche Regelung und somit Planungssicherheit für meine Tochter und mich erlange (Alle 14 – Tage Fr – Mo sowie einen festen Nachmittag unter der Woche)
Nach Einreichen der Klage ging alles sehr schnell und ich habe in 2 Tagen Gerichtstermin. Die KM und ihr Anwalt beschuldigen mich nun bei Gericht, dass ich Umgangstermine nicht wahrnahm – dies stimmt nicht, ich das Kind mit Gewalt zwang mitzugehen usw.
Heute bekam ich den Bericht des Verfahrenspflegers von meiner Anwältin. (Beratungstermin war bereits am Freitag) Der Verfahrenspfleger schildert die Situation eigentlich ganz klar wieder – dass das Hauptproblem zwischen der KM und mir liegt und schlägt eine regelmäßige Mediation vor. Als weitere Empfehlung steht in dem Bericht: „einen Besuchstag unter der Woche halte ich für schwierig und würde davon abraten. Des Weiteren würde ich empfehlen, die Umgänge am Wochenende zu intensivieren. Diese Umgänge sollten ausschließlich in der Wohnung des Antragstellers stattfinden.“
Mit dem letzten Satz wird darauf angespielt, dass ich mit meiner Tochter als auch bei meiner Freundin zu Hause war. Hier gibt es noch 3 andere Kinder mit denen sich meine Maus sehr gut versteht. Wenn wir dort z.B. Geburtstag gefeiert haben, haben wir danach auch dort übernachtet. Die Kleine hat dort zwar kein eigenes Zimmer, aber ein eigenes Bett und ebenso ettliche Spielsachen. Dies will die KM nicht (hat sie mir bereits mehrmals mitgeteilt) und hat es nun dem Verfahrenspfleger so geschildert, als wäre es dir reinste Qual für unser Kind dort zu sein.
Was kann ich tun?
Wie kann ich mich noch weiter auf die Verhandlung vorbereiten?
Ich habe echt Angst, dass ich es nicht schaffe und die KM mit ihren Spielchen durchkommt – und alles nur, weil ich nicht rechtzeitig richtig reagiert habe.
Ich hab da mal was gefunden was dir evtl helfen könnte! Ich habe selbst morgen einen Gerichtstermin wegen dem umgang und übernachtung und meine ex erzählt auch ständig lügenmerchen!
Umgangsrecht des Nichtsorgeberechtigten Elternteils
Das Elternrecht des nichtsorgeberechtigten Elternteils ist verletzt, wenn das Gericht eine Regelung des Umgangsrechts ablehnt, ohne dass ersichtlich ist, für welche Dauer eine erneute Prüfung des Umgangsrechts begehrt werden kann. Das Umgangsrecht des nichtsorgeberechtigten Elternteils steht ebenso wie das elterliche Sorgerecht des anderen Elternteils unter dem Schutz des Art. 6 II S. 1 Grundgesetz.
Der sorgeberechtigte Elternteil muss demgemäß grundsätzlich den persönlichen Umgang des Kindes mit dem anderen Elternteil ermöglichen. Eine Einschränkung oder der Ausschluss des Umgangsrechts kommt nur in Frage, wenn nach den Umständen des Einzelfalls der Schutz des Kindes dies erfordert.(BVerfG, Beschluss vom 14.07.2005 – 1BvR 2151/03)
sowie
http://www.vaeter-fuer-gerechtigkeit.de/forum/39-Rechtliches/1173-Urteile-zum-Umgangsrecht.html
Gruß
Janusz
Danke schonmal....
Wann ahst du denn heute Gerichtstermin? Wünsche dir alles Gute!
Vielleicht kannst du heute abend bereichten, wie es lief?!
Hi Sharry
Nach Einreichen der Klage ging alles sehr schnell und ich habe in 2 Tagen Gerichtstermin. Die KM und ihr Anwalt beschuldigen mich nun bei Gericht, dass ich Umgangstermine nicht wahrnahm dies stimmt nicht, ich das Kind mit Gewalt zwang mitzugehen usw.
Die Ausagen der KM(bei Gericht dient der Anwalt als Sprachrohr der KM), wirst du im Termin widerlegen.
Ansonsten sehe ich eigentlich kein Problem was gegen 14 tägigen Umgang sprechen soll.
Der Verfahrenspfleger schildert die Situation eigentlich ganz klar wieder dass das Hauptproblem zwischen der KM und mir liegt und schlägt eine regelmäßige Mediation vor. Als weitere Empfehlung steht in dem Bericht: einen Besuchstag unter der Woche halte ich für schwierig und würde davon abraten. Des Weiteren würde ich empfehlen, die Umgänge am Wochenende zu intensivieren.
Ich denke darauf wird es hinauslaufen und dem wird der Richter folgen.
Was kann ich tun?
Wie kann ich mich noch weiter auf die Verhandlung vorbereiten?
Ich habe echt Angst, dass ich es nicht schaffe und die KM mit ihren Spielchen durchkommt und alles nur, weil ich nicht rechtzeitig richtig reagiert habe.
Vor dem Termin brauchst du keine Angst haben.
Diese Termine laufen i.d.R. wie ''Gesprächsrunden'' ab.Deine EX meckert und ihr Anwalt auch.
Du meckerst nicht, sondern erzählst ruhig und sachlich deine Belange.
Dir ist deine Tochter wichtig und du möchtest an ihrem Leben teilhaben.
Egal was und wie KM nebst Anwalt dir an die Wäsche wollen, alles Gemecker und die Vorwürfe dienen nur dazu, dich aus der Reserve zu locken und dich dazu zu bringen laut zu werden und KM zu beschimpfen.
Wenn du ruhig bleibst, kann eigentlich nichts schiefgehen.
Dein Ziel ist es, möglichst viel Umgang mit deiner Tochter zu haben.
Viel Glück
Gruss Wedi
Hallo Sharry,
sorry, ich hatte den Beitrag hier echt übersehen :redhead:
Ich denke auch, Du brauchst keine Angst vor dem Termin haben. Du solltest sowieso nur sprechen, wenn Du aufgefordert wirst und ansonsten Deinem Anwalt das Wort überlassen. Ansonsten würde ich mich kooperativ zeigen und insbesonders den Vorschlag mit der Mediation offensichtlich begrüßen. Wenn Deine Ex über Dich herziehen sollte, nicht zurück schießen, sondern immer am Kind orientiert argumentieren.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du Umgangsauflagen bekommst, WO Du Dich mit Deinem Kind aufhalten darfst. Ebenso würde ich versuchen, den Tag unter der Woche durchzusetzen, einfach damit Du auch "Alltag" und nicht nur "Wochenendspaß" mit dem Kind hast.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo und danke für eure Antworten -
ich werde versuchen, das genauso durchzuziehen.
Klar die Mediation haben wir auf jeden FAll nötig - hatte das auch bereits mehrmals vorgeschlagen, aber Madame hat für sowas leider keine Zeit.
Soeben rief mich die Kinderpsychologin an.
Sie habe gearde einen Anruf der Richterin erhalten und diese hat morgen früh noch einieg Fragen, ich müsse sie hierfür von der Schweigepflicht entbinden.
Die Psychologin sagte nun selbst, dassetwas verwundert sei, da sie ja bereits mit dem Verfahrensbeistand ein außführliches Gespräch hatte.
Nun, mir wird nichts anderes übrig bleiben, als abzuwarten....
Nun möchte ich euch ein kurzes Update geben...
Die Verhandlung war soweit ok - der JA Mitarbeiter hat mir aber andauernd versucht ans Bein zu pinkeln....
Nun gut...
Heraus kam ein Beschluss:
Zunächst jedes 2 Wochenende Sa und So Umgang von 10.00 - 17.00
Alle 2 Wochen den Mi nachmittag von 14-17 Uhr.
Feiertage im Wechsel (hier bin ich mal gespannt, wie das ablaufen wird, da die Richterin dies nicht genau terminieren wollte)
1. Versuch einer Übernachtung am 2. Juliwochenende
KM und ich sind zunächst zu 3 Mediationsstunden "verurteilt" worden.
Keine Ferienregelung!
Die Richterin geht davon aus, dass nach der Mediation wir als Eltern uns so verhalten können, wie dies "normalerweise" sein sollte und uns daraufhin selbst einigen können/sollten wie und in welchen MAße wir die Umgänge ausbauen, Zeiten verlängern, Geburtstage regeln usw.
Die Kindesmutter hat dafür zu sorgen, dass die Abholsituationen ohne Störfaktoren (Besuch da usw.) verlaufen
Nun gut, diese Hoffnung, dass wir das selbst klären könnten habe ich leider nicht, aber jetzt lassen wir es zunächst mal so laufen.
KM und ich haben nächste Woche einen Termin bei der Kinderpsychologin - die hat die Behandlung bereits abgeschlossen - möchte aber wissen, wie es so läuft. HAbe mir nun überlegt, dass ich dort vielleicht einen weiteren Termin für Anfang Juli vorschlage.
Somit könnten die KM und ich uns vor der ersten Übernachtung nochmals Ratschläge holen (ich habe hier nach wie vor keine Bedenken) und es wäre irgendwo dokumentiert. Was haltet ihr davon?
Hallo Sharry,
klingt doch gar nich so verkehrt.
Bleib aber bei dem Thema Übernachtungen dran. Es ist doch bescheuert wenn du dein Kind am Samstag abend zum schlafen zur Mutter bringst und am Sonntag morgen wieder zu dir holst... :puzz: aber nun gut...
Wenn im Beschluss drin steht das du es im Juli starten/versuchen kannst mit dem Übernachten dann macht das auch auf jeden Fall und lass es dir nicht ausreden... !!!!!
Ein Tipp noch zum Thema Feiertage und Ferienregelung... :
Versuch dich da mit der Mutter so früh wie möglich zu einigen. Nicht erst 1 Woche vor Weihnachten oder den großen Sommerferien da drüber sprechen.
Falls ihr euch auch nicht mit Hilfe einigt und du das durch bringen willst was du dir vor stellst müsst ihr auch dafür wieder vor den Richter. Gerade in der Zeit vor den Ferien oder Feiertagen sind die Familiengerichte völlig überfordert und dann noch eine rechtzeitigen Termin zu finden fast unmöglich.
Sprich du hast die Arschkarte und es läuft so wie die Mutter es möchte.
Gruß
M
Ja, genau... so sieht es aus 😉 Es ist total bescheuert, die Kleine Samstags abends heimzubringen und sie sonntags morgens wieder abzuholen - sind ja auch nur 40 km (einfache Fahrt) :puzz: Ich bin mir durchaus bewusst, dass bei einigen hier, die Lage noch wesentlich schlechter aussieht...
Die Übernachtungen stehen auf jeden Fall an, da die Maus, ja bis Okt.11 regelmäßig alle 2 Wochenenden bei mir 1 - 2 Nächste übernachtet hat - und das die letzten 2 Jahre!
Nun gut, jetzt spielen wir das Spiel mal mit...
Noch eine Frage - wenn es in dem Beschluss heißt, Feiertage im Wechsel!
Wie seht ihr das, wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt? Z.B. Ostern (Osterwochenende ist reguläres We bei der KM) Feiertage sind Karfreitag, Ostersonntag? und Ostermontag.
