Hallo an Alle,
ich schreibe hier heute für meinen Mann und für seinen 3,5 Jahre alten Sohn in der Hoffnung, dass wir hier vielleicht Tips und Erfahrungswerte bekommen wie es weiter gehen soll/ kann.
Mein Mann und seine Ex-Freundin sind getrennt seit der Kleine etwa ein halbes Jahr alt ist und die Zwei haben das gemeinsame Sorgerecht. Berufsbedingt ist mein Mann schon vor der Geburt rund 500 km weit weg gezogen um überhaupt Arbeit zu haben.
Der Kleine wohnt bei der KM, wobei wir nun herausgefunden haben, dass sich sein Kinderzimmer nicht etwa im Haus der Mutter, sondern bei den Großeltern auf demselben Grundstück befindet und er sich wohl überwiegend dort aufhält. Die Wochenenden verbringt er meistens bei den Großeltern meines Mannes.
Nun ist es so, dass wir versuchen alle 4-6 Wochen dorthin zu fahren und ihn besuchen, 14-tägig wäre natürlich schön, ist aber aus Kostengründen und auch berufsbedingt nicht zu machen. Der Kleine freut sich auch immer sehr, auch Übernachtungen mit uns in einer Ferienwohnung dort waren nie ein Problem. Um meinem Mann und seinem Sohn nun auch einmal längere Zeit und vor allem in den eigenen vier Wänden (nicht im Haus seiner Eltern, Großeltern) zu ermöglichen haben wir darum gebeten, dass der Kleine im August eine Woche mit zu uns darf (die letzten MAle gab es bei unserer Abfahrt schon Tränen und er wollte mitfahren). Wir haben keinen Urlaub gebucht, alles darauf eingerichtet - und jetzt sagt die KM wieder einmal ab!
Mein Mann ist natürlich auf 180 (und furchtbar enttäuscht), zumal sie wieder einmal ganz klar durchblicken lässt dass sie am längeren Hebel sitzt. Am Telefon hat sie meinem Mann nun auch erklärt, dass sein Sohn nun zu ihrem Neuen "Papa" sagt und nicht mit ihm telefonieren möchte, da er ihn ja gar nicht kennt (komisch ist nur, dass er an den We von der Uroma aus, immer gerne telefoniert). Nachdem mein Mann nun ein bisschen auf den Urlaub gedrängt hat und dieses "Papa-Sagen" mißbilligt hat, ist schon voraus zu sehen, dass es wieder Probleme geben wird (wir werden wieder umsonst hin fahren,...).
Aus diesem Grund denken wir, dass eine klare Regelung her muss, sind uns aber total unsicher an wen wir uns wenden müssen. Anwalt, Jugendamt? Außerdem wäre interessant was den in diesem Alter für Umgangsregelungen "normal" sind.
Ich hoffe ihr könnt uns ein paar Tips geben!
Lg sunshine
Servus sunshine,
ich zähle kurz das auf, was hier der Umgangsdreisprung genannt wird:
1. Gespräch mit der Mutter und klare Regelung zum Umgang
gelingt dies nicht, dann
2. zum Jugendamt am Wohnort des Kindes und dort um ein Vermittlungsgespräch bitten
bekommt man auch hier keine ordentliche Lösung hin, dann
3. Gerichtliche Regelung zum Umgang beantragen.
Wenn das Kind jetzt 3,5 Jahre alt ist, dann kann es durchaus einige Tage bei seinem Vater verbringen, oder auch mit ihm in Urlaub fahren.
Bei einem Antrag an das Gericht, sollte dies auch so formuliert sein.
Dazu eine guten Anwalt suchen, wenn man sich der Sache selbst nicht ganz sicher ist.
Die Chancen stehen hier für Väter ausnahmsweise mal recht gut.
Auf alle Fälle immer etwas mehr fordern, damit man Verhandlungsmasse hat.
Und eines noch! Verabschiedet Euch davon, Kritik daran zu üben wo das Kinderzimmer ist, wer was zu wem sagt, oder wo sich das Kind hauptsächlich aufhält.
Die wenigste Zeit wird das Kind bei Deinem Mann sein. Er kann darauf auch keinerlei Einfluss nehmen.
Also, lasst es. Das bringt nur unnötigen Ärger und versaut Euch den Tag.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Hallo sunshine77,
ergänzend zu @staengler und dem hier:
Außerdem wäre interessant was den in diesem Alter für Umgangsregelungen "normal" sind.
Normal ist da grds. mal gar nichts und es gibt hierzu auch keine festen Regeln. Grundsätzlich sagt man bei kleinen Kindern lieber öfter und nicht so lange.
Z.B. ist meine Kleine (4,5) aktuell regelmäßig jedes 2. Woe von Freitag mittag bis Montag früh (Kigabringen) bei mir, zusätzlich noch einen Tag in der Woche, damit die Zeit zwischen den Wochenden nicht zu lange ist. Wir sehen uns also maximal 1 Woche nicht! Hinzu tritt noch eine hälftige Ferien- und Feiertagsregelung und waren wir auch schon öfters für 10-12 Tage im Urlaub.
Ich kann mich eigtl. nicht beklagen, auch wenn ich sie natürlich gerne noch öfter bei mir hätte, aber bis zur jetzigen Regelung war`s mit der KM ein sehr harter und steiniger Weg...das ging ursprünglich mit Mediationsgesprächen von 2x die Woche für ein paar Stunden eben bis zur jetzigen Regelung, die auch von der Kleinen gut gelebt wird... weil sie sich halt auch immer auf den Papa freut...
Also viel Erfolg für Euch
Guten Morgen,
erstmal danke für eure Tips - jetzt kennen wir wenigstens schon mal das "theoretische" Vorgehen.
Mein Mann hat sich auch schon die ersten Gedanken gemacht, wie ein regelmäßiger Umgang trotz der Entfernung und seinem Arbeiten auch am We aussehen könnte. Vermutlich wird es so Richtung ein We pro Monat (mehr ist geld- und arbeitstechnisch leider nicht drin), halbe Ferien und anteilig Feiertage laufen (das Übliche eben was man hier im Forum so findet). Mal sehen wie die KM darauf reagiert.
Was die Sommerferien angeht hat er sich nun für dieses Jahr damit abgefunden, dass der Kleine nicht mit hier her darf. Im Moment steht immerhin dass wir eine Woche bei den Großeltern Urlaub machen und der Kleine in dieser Zeit bei uns sein wird. Außerdem sind in dieser Zeit auch 3 Tage Ostsee geplant und im Moment hat die KM auch hier zugestimmt. Ja ich weiß - im Moment. Das kann sich leider auch nochmals ändern.
Schwierig macht die Sache zur Zeit auch, dass die Mutter & Oma meines Mannes sich zu sehr einmischen 😡 (z.B. auch bei dem geplanten Ostseeurlaub), immer glauben sie müssten irgendetwas mit der KM regeln und absolut dagegen sind dass der KM jetzt "die Pistole auf die Brust gesetzt" wird und meinen Mann eher drängen abzuwarten. Ihre Sorge ist natürlich wenn sie der KM nicht mehr in allem schön zustimmen, dass der Kleine nicht mehr jedes We bei der Uroma sein darf. Die Höhe ist jetzt, dass sie mit an die Ostsee wollen - für alle Fälle :knockout:.
Naja - ich glaube das wird noch eine längere GEschichte bis es hoffentlich zu einer Einigung kommt und wir werden hier sicher noch mit der einen oder anderen Frage auftauchen 😉
Ach ja und hierzu:
Und eines noch! Verabschiedet Euch davon, Kritik daran zu üben wo das Kinderzimmer ist, wer was zu wem sagt, oder wo sich das Kind hauptsächlich aufhält.
Die wenigste Zeit wird das Kind bei Deinem Mann sein. Er kann darauf auch keinerlei Einfluss nehmen.
Also, lasst es. Das bringt nur unnötigen Ärger und versaut Euch den Tag.Gruß, Michael
Wir bzw. mein Mann üben bzgl. Ki-Zi, Zähneputzen, Babyflasche,... weder Kritik gegenüber der KM, noch gegenüber der Mutter/ Großmutter meines Mannes (weil sowieso zwecklos). Das sind nur die Dinge, die meinem Mann "sauer aufstossen" weil auf der einen Seite so wenig mit dem Kleinen gemacht wird/ auf seine Gesundheit geachtet wird und auf der anderen Seite ihm aus "Sorge" der Umgang verweigert wird.
Lg sunshine
Servus sunshine,
abwarten bringt nichts!
Dein Partner muss mit Mutter & Oma klären, dass sie sich raushalten sollen und müssen.
Mal sehen wie die KM darauf reagiert.
Wie soll sie schon reagieren?
Auf irgendeine Art und Weise ablehnend. Oder erwartet ihr was anderes?
Deshalb ist es wichtig, ganz klare und unmissverständliche Regelungen zum Umgang zu haben.
Auch das Prozedere bei Verstößen gegen die Regelung (Ordnungsgeld) oder dem Ausfall von Umgangsterminen (Nachholen am nächsten WE) sollte darin zwingend geregelt werden.
Wasserdicht soll es also sein.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Du kennst meine Schwie-mu nicht :knockout: :knockout: :knockout:
Aber es gab gestern schon eine klare Ansage durch meinen Mann, inklusive Auflegen am Telefon (durch die Schwiemu).
Und nein - mein Mann will jetzt nicht mehr abwarten! Nach dem Sommerurlaub wird es ein klares Gespräch mit der KM geben und er wird seine "Forderungen" anbringen. Wir warten nur noch den Sommerurlaub ab (auf die 4 Wochen kommt es nun auch nicht mehr an), weil der ansonsten definitiv ins Wasser fällt und so haben wir wenigstens gute Aussichten auf eine Woche Umgang mit dem Kleinen.
Gruss sunshine
So jetzt melde ich mich mal wieder mit einem kleinen Erfolg!
Der geplante Urlaub hat ohne größere Probleme geklappt!!! Der Kleine durfte drei Tage mit uns an die Ostsee fahren und mein Mann konnte seinen Kleinen insgesamt eine ganze Woche (solange waren wir noch bei seinen Eltern im Urlaub) sehen. Die Oma (Mutter meines Mannes) hat nach einer kleinen Ansprache wohl kapiert, dass ihre Einmischungen fehl am Platze sind (wir hoffen diese Erkenntnis hält an) und musste offen zugeben, dass der Kleine wenn sein Papa nicht greifbar ist auch mit mir Spaß hat und nicht mehr nach der Oma weint. Ansonsten hoffen wir endlich! das leidliche Thema mit der Milch-Kakau-Flasche an den Oma-/Uroma-We zugunsten seiner Zähne abgeschafft zu haben.
Nun steht als nächstes ein Gespräch/ Telefonat mit der KM an, um die nächsten We-Besuche zu klären und in diesem Zuge gleich eine Ferienregelung (ab Weihnachten) vorzuschlagen. Hier werden wir vermutlich wieder auf große Gegenwehr stoßen, aber einige ihrer Argumente wurden nun ja leider durch den Urlaub aus dem Weg geschafft 😉
Lg Mela
