Hallo alle zusammen,
ich bin neu hier und möchte einfach ein paar Anregungen, wie ich in meiner Situation am besten weiter verfahre.
Ich fasse die Situation erst einmal kurz zusammen und möchte hier auch keinen Roman schreiben. Wenn also irgendwas fehlt oder unklar ist, bitte nachfragen:
Seit 20 Jahren verheiratet, zwei Kinder (Sohn 11 Jahre, Tochter, 7 Jahre). Seit 3 Jahren in Trennung (Scheidungsverfahren läuft seit knapp zwei Jahren), sie zog direkt mit den Kindern zu ihrem LG. Seit zwei Jahren lebe ich mit meiner neuen LG zusammen und seitdem wird der Umgang immer wieder verhindert.
Erst wurde er von der KM von alle 2 Wochen Freitag auf Sonntag auf alle 2 Wochen Samstag auf Sonntag verkürzt und dann fällt er mit wechselnden Gründen immer wieder ganz aus, teilweise auch mehrfach hintereinander. Ebenso werden geplante Urlaube ein paar Tage vorher abgesagt.
Informationen über meine Kinder erhalte ich keine (also keine Zeugnisse, keine Informationen bei Krankheiten, selbst nach OP's keine Informationen). Anrufen darf ich auch nicht, da das den Tagesablauf der Kinder stören würde.
Gesprächsversuche sind leider sinnlos, da sie mit mir nicht spricht oder nur wenn ihr LG anwesend ist.
Der Mitarbeiter der Beratungsstelle ist leider wenig hilfreich ebenso wie das JA.
Im letzten Jahr dann habe ich versucht den Umgang gerichtlich festlegen zu lassen (zweimal). In Vergleichen wurde daraufhin der Umgang festgelegt, aber wie beschrieben immer wieder verhindert.
Meine Frage ist nun, was mache in weiterhin? Ich bin nicht sicher, ob ein weiteres gerichtliches Streiten Sinn macht bzw. was es den Kindern antut. Eigentlich möchte ich das im Sinne der Kinder vermeiden. Am liebsten wäre mir, wenn es einen Schritt zum Reden geben würde, schließlich sind es ja weiter unsere gemeinsamen Kinder, aber alle Versuche dazu scheiterten bisher. Eine ander Option wäre den Kindernzu sagen, wenn ihr zu mir kommen wollt, ruft an, dann hole ich euch.
Ich weiß einfach nicht was richtig ist und möchte den Kindern nicht noch mehr zumuten.
Vielen Dank und viele Grüße
Glorfindel
Viele Grüße
Christoph
Servus Glorfindel,
und willkommen im Forum!
Ich würde gerne noch von Dir erfahren, wie denn das Verhältnis Eurer Kinder zu Dir aufgrund der Geschichte entwickelt hat?
Siehst Du sie regelmäßig? Wollen sie zu Dir?
Gescheitert bist Du letzten endes wohl immer daran, dass Du vor Gericht "nur" einen Vergleich erhalten hast, den KM boykottiert.
Hier musst du wohl nochmals ran. Aber diesmal muss dann ein Beschluss vom Richter her, mit Zwangsmittel gegen Verstösse.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Hallo Michael,
danke erst einmal für die schnelle Antwort.
Eigentlich habe ich zu meinen Kindern ein ganz normales Verhältnis und sie wollen auch zu mir, was sie sogar vor Gericht (hier war ich sehr erstaunt, da zum einen der MA der Beratungsstelle immer das Gegenteil behauptet hat, aber zum Glück die Verfahrenspflegerin nicht und zum anderen mein Sohn extrem introvertiert ist und normalerweise "Fremden" gegenüber gar nichts sagt) gesagt haben.
Der Umgang ist unregelmäßig. Im Dezember wurden mit einem Kalenderblatt die Umgangswochenenden vor Gericht festgelegt (ich kam mir wie im Kindergarten vor). Davon hat ca. die Hälfte nicht statt gefunden.
Im zweiten Gerichtstermin im Dezember hat meine Anwältin ziemlich massiv darauf bestanden, daß Zwangsmittel mit aufgenommen werden sollten, aber der Richter wollte das nicht. Ich weiß halt nicht, was noch alles passieren muß, damit man an diesen Punkt kommt und ich weiß auch nicht, ob ich das meinen Kindern zumuten möchte.
Gruß
Glorfindel
Viele Grüße
Christoph
Servus Glorfindel,
Im zweiten Gerichtstermin im Dezember hat meine Anwältin ziemlich massiv darauf bestanden, daß Zwangsmittel mit aufgenommen werden sollten, aber der Richter wollte das nicht.
Leider sind Richter auch nur faule Menschen und ein Vergleich spart ihne die leidige Urteilsbegründung. Außerdem verdienen Anwälte an Vergleichen mehr (sog. Einigungsgebühr).
Andererseits musst Du dem Vergleich am Ende ja zugestimmt haben, sonst gäbe es keinen. Egal ob auf Drängen vom Richtrer oder auch anraten vom Anwalt, aber zugestimmt hast Du.
Ich würde diese "Strafrunde" nochmals drehen, aber mit einem scharfen Anwalt und klarer Aussage auch vorm Richter.
Wenigstens halten die Kinder noch zu Dir. Je länger hier KM die Hebel ansetzen kann, umso schlechter für Dich!
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Hallo Michael,
das mit den faulen Menschen mag stimmen.
Sicher habe ich zugestimmt. Inhaltlich ist das ja nun auch das worum es mir ging. Leider fehlt einem da dann doch die Erfahrung bzw. die Kristallkugel, um zu sehen was daraus wird. Rückblickend hätte ich mit dem heutigen Wissen auch vor vielen Jahren nie "Ja" gesagt, aber leider lernt man ja auch in fortgeschrittenem Alter nur aus Erfahrungen.
Ich bin deshalb unsicher, weil ich ja nicht genau weiß, wie es weiter ablaufen wird und wann der Richter den Zeitpunkt für richtig hält etwas zu entscheiden. Es kann durchaus sein, dass sollte ich diesen Weg gehen, es noch einige Termine vor Gericht benötigt. Bei den Kindern merke ich heute schon viele Dinge, die aus diesem Zirkus herrühren und meine Sorge ist, dass das noch schlimmer wird. Ich weiß halt nicht, was schlimmer bzw. für die Kinder richtig ist: Entweder das durchziehen oder eben nicht und damit vielleicht Spannungen heraus zu nehmen.
Es gibt so viele Argumente für das eine wie das andere und es ist nicht so einfach wirklich zu sehen, was für die Kinder das Richtige ist und dabei alles auszublenden, was mich betrifft!
Gruß
Glorfindel
Viele Grüße
Christoph
Servus Glorfindel,
ich sehe nur das eine und nicht das andere!
Kinder haben ein Recht auf beide Elternteile und brauchen diese auch für ihre Entwicklung.
Deine Ex versucht den Kindern einen Teil zu nehmen.
So ganz klein sind die beiden außerdem nun nicht mehr. Sicherlich kannst Du ihnen einiges schon erklären.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
