Moin,
ich habe ja Verständnis dafür wenn meine Tochter am Papawochenende Termine im Kindergarten oder der Tanzgruppe hat. Ich würde ihr da auch nie einen Stein in den Weg legen wollen. Allerdings erfahre ich dies immer kurz vor knapp wenn ich eigentlich schon eigene Unternehmungen mit der Kleinen geplant habe.
Muss ich auf jeden Termin kurzfristig aufspringen, gibt es "Stichtage"?
Ras
Moin,
je nachdem wie groß Deine Angst vor Boykott ist.
Variante 1: Du lässt dann eben einen dieser Termine mal ausfallen, mit dem bedauernden Hinweis, da KM Dir LEIDERLEIDERLEIDER nicht Bescheid gesagt hat, kannst Du Deinen LEIDERLEIDERLEIDER gebuchten Termin mit Mäuschen jetzt nicht mehr umplanen. Das könnte unter Umständen ihre Bereitschaft zur Kommunikation erhöhen.
Variante 2: Du sagst ihr ganz deutlich, an euren Umgangs-WE entscheidest Du, was gemacht wird.
Variante 3: Du hast Angst und richtest Dich nach den Gegebenheiten und schmeißt Deine Pläne um.
It's up to you.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo Rasputin,
es wird bestimmt mal Termine geben, die das Kind einfach vergessen hat: beispielsweise kurzfristige Geburtstagseinladung.
Allerdings: Tanzgruppentermine bzw. Termine im Kindergarten sind im Regefall frühzeitig bekannt. Damit könnte die Mutter dir frühzeitig die Termine geben, dann kannst du diese Zeiten einplanen.
Versuch es doch einfach so: du erklärst der Mutter, dass du ab Juni Termine fürs Kind nur dann berücksichtigen kannst, wenn sie dir so früh wie möglich bekannt gegeben werden. Und beim nächsten Tanzauftritt gehst du noch hin und fragst mal die anderen Mütter so durch die Blume seit wann sie den Termin wissen.
Meine Kinder haben beide viel Sport gemacht: reguläre Termine waren frühzeitig bekannt und wurden sobald ich wusste das das Kind vermutlich daran teilnehmen wird, zu dem Zeitpunkt dem Vater bekannt gemacht. Manches kurzfristige sobald ich den Termin erfahren habe.
Habt ihr gemeinsames Sorgerecht? Wenn ja sprich den Kindergarten an, dass es gut wäre Wochenendtermine dir frühzeitig bekannt zu geben, damit das Kind auch daran teilnehmen kann.
Und das gleiche bei der Tanzgruppe.
Sophie
Moin Rasputin,
die JA hat doch damit erstmal nichts zu tun. Die handeln auch nicht, sondern haben nur (mütter)beratende Funktion.
Ich habe dieses Problem nach LB´s Punkt 2, dann Punkt 1 gehandhabt.
Klare Ansage an die KM, dass Du entscheidest, was an den Umgangs-WE gemacht wird. In der Regel haben Umgangsväter 4 Tage
pro Monat ihr Kind und diese Zeit gehört ihnen. Alle andere kann hinten anstehen. Soweit erstmal grundsätzlich.
Ich habe auch meiner Ex gesagt, dass mögliche Termine an Umgangs-WE (wie z. B. Kindergeburtstag) etc. mit mir direkt durch die Eltern
abzuklären sind oder dass Sie mir gerne Termine der KITA nennen kann, ich mir aber die Entscheidung, ob ich hingehe vorbehalte.
Ich habe also versucht, die KM als Organisatorin meines Umgangs-WE außen vorzulassen bzw. sie in meine Entscheidung gar nicht
miteinbezogen. Ob ich alsio irgendeinen Termin wahrgenommen habe, hat sie erst nach dem WE erfahren.
Dafür waren einige Fights notwendig, bis sie es kapiert hatte.
Nochmal: Papazeit ist wichtig fürs Kind. Ein ausgefallener Kindergeburtstag ist zu verkraften. Die Entscheidungshoheit über Euer Umgangs-WE
hast Du.
LG,
Mux
Moin,
Nochmal: Papazeit ist wichtig fürs Kind. Ein ausgefallener Kindergeburtstag ist zu verkraften.
Da bin ich bissl anderer Meinung. Ein Kind, das auf jeden Geburtstag eingeladen wird, kann das sicher verkraften. Ein Kind, das nur sporadisch mal eingeladen ist, wird natürlich viel mehr Fokus auf so ein Event legen. Wie man sich als Kind gefühlt hat, wenn man dann außen vor war, daran erinnert sich jeder auch selbst, denke ich.
Natürlich will ich damit nicht sagen, dass Papazeit nicht wichtig ist. Aber ich würde die Kindertermine nicht so abtun. Ich gehe aber auch davon aus, dass man auch als Umgangsvater versuchen wird, dem Kind all die Unternehmungen zu ermöglichen, die eben dem Kind was bedeuten.
LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Moin LBM,
ich gehe einfach mal davon aus, dass jeder Vater schaut, dass sein Kind am Umgangs-WE glücklich ist. Und das man natürlich
versucht, Events wie Kindergeburtstage wahrzunehmen. Gerade aber, wenn ein Kind in der KITA ist, findet durchschnittlich jedes Um-
gangs-WE so ungefähr ein Kindergeburtstag statt. Ich hatte auch welche mit zweien.
Ich finde gerade für Umgangsväter wirklich zusammen erlebte Zeit mit dem Kind am WE sehr wichtig. Und an manchen Wochen-
enden war es einfach so: Kind irgendwo hin hinkarren, dann wieder abholen. Am nächsten Tag das gleiche. Die Kinder sehen sich
übrigens in der KITA jeden Tag bis zu acht Stunden.
Mein Fokus liegt darauf, dass man als Vater nicht die Gestaltungshoheit des WE verliert. Diese ist immer wieder gefährdet.
Es ist sehr schwer, hier eine vernünftige Linie zu fahren. Ich habe immer versucht, möglichst all diese Kindertermine wahr-
zunehmen, manche mußten aber eben auch ausfallen.
Das ganze ist natürlich erstens von dem jeweiligen Kind abhängig (meiner schien auf manche Geburtstage eher widerwillig zu gehen)
und das Alter ist natürlich sehr wichtig. Je jünger das Kind, desto wichtiger ist die Zeit, die der Vater auch wirklich mit dem Kind ver-
bringt. Später werden halt bestimmte Events wichtiger und der Elternteil rückt mehr in den Hintergrund.
Hier muss jeder selbst eine Linie finden. Ich habe zur zeit auch diese Schwierigkeiten, weil ich immer mal wieder was ausfallen lassen
muss und mir das leid tut.
LG,
Mux
Hallo Mux,
natürlich, die Gestaltungshoheit liegt beim Umgangselternteil, kein Widerspruch. Bei Lausebacke war das anders. Der geht im Jahr vielleicht auf 5-6 Kindergeburtstage und da würde ich extrem an den Papa appellieren, dass er das Kind da hin lässt. Würde aber auch jederzeit einen "meiner" Tage abtreten oder Ersatz-WE anbieten oder sonst was. Ich denke, uns gehts unterm Strich ums Gleiche.
LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Der Nachmittag war ganz OK. Die Kleine war ganz stolz mir ihr Schattenspiel in der KiTa zeigen zu dürfen. Mama bin ich weitestgehehend aus dem Weg gegangen. Die Kleine hat mich auch ins Spiel mit ihren Freundinnen mit einbezogen. Allerdings nach einem Theaterstück war ich schon wieder abgeschrieben. Hing Mama am Rockzipfel und war auch nicht mehr so zugänglich. Und wollte partout auch nicht mehr mit zurück fahren um das Papawochenende komplett bis SO zu beenden. Vermute mal es wurde ihr von Mama ein supidupi Alternativprogramm schmackhaft gemacht. No Chance!!!
Nachdem es in den vergangenen Monaten ja immer wieder kleine Umgangsboykottspritzen gegeben hatte und ich es immer wieder im guten probiert habe schreibt meine Anwältin nun mal was nettes und droht mit Gericht.
Zumal auch Anrufe boykottiert werden und Rückrufe auch nicht erfolgen.
Bin mal gespannt ob die Kleine die drei Ferienwochen durchhält und nicht von Mama am Telefon madig gemacht wird.
Ras
Hallo Rasputin73,
solche Kindergartenveranstaltungen kenne ich :exclam: Wenn man sich auf Elternebene nicht vernünftig versteht, ist es - besonders für das Kind - mehr als bescheiden, wenn beide Eltern bei solchen Veranstaltungen zugegen sind.
Bei meinem Mann ist es mittlerweile so, dass derjenige, dessen Wochenende es ist, solche Termine mit Stöpsel wahrnimmt. Das funktioniert allerdings nur, weil Stöpsel damit kein Problem hat, wenn nur ein Elternteil da ist.
lg
sleepy
Sleepy
Hallo Rasputin,
Hing Mama am Rockzipfel und war auch nicht mehr so zugänglich. Und wollte partout auch nicht mehr mit zurück fahren um das Papawochenende komplett bis SO zu beenden. Vermute mal es wurde ihr von Mama ein supidupi Alternativprogramm schmackhaft gemacht. No Chance!!!
Genau deshalb solltest Du spätestens ab jetzt solche Veranstaltungen, die an Deinen WE stattfinden, konsequent ausfallen lassen.
Für das Kind ist das zu verkraften, Du musst dem Kind eben "Alternativ-Events" derart schmackhaft machen, dass es das Gefühl bekommt, dass Eure gemeinsamen Unternehmungen mindestens genau so schön sind. Damit meine ich aber nicht, dass Du einen (finanziell aufwändigen) Event-Wettstreit ausfechten sollst.
Nachdem es in den vergangenen Monaten ja immer wieder kleine Umgangsboykottspritzen gegeben hatte und ich es immer wieder im guten probiert habe schreibt meine Anwältin nun mal was nettes und droht mit Gericht.
Schön und gut, aber ob das hilft, wirst Du erst mal sehen müssen.
Existiert denn eine einvernehmliche Umgangsvereinbarung ?
Gerade bei dem von Dir geschildertem Umgangs-WE, liegt die Entscheidungshohheit jedoch ausschließlich bei Dir:
Leitsatz eines Urteils vom OLG Frankfurt vom 14.04.2003 - 4 UF 102/02:
Wer das Kind gerade in Obhut hat, bestimmt nach § 1687 BGB auch was gemacht wird. Der Vater darf genausowenig vorschreiben, was die Mutter unter der Woche mit dem Kind zu tun und zu lassen hat. Der Vater darf mit dem Kind auch ohne mütterliche Genehmigung beispielsweise in einen Kurzurlaub. Solange die Rückgabezeiten eingehalten werden und das Kindeswohl nicht gefährdet ist, ist das mütterliche hineinregieren abzulehnen. Insbesondere damit verbundene Drohungen sind unzulässig.
Du musst gegenüber der KM lediglich Konsequenz zeigen, eine Drohung ist da eigentlich überflüssig.
Bin mal gespannt ob die Kleine die drei Ferienwochen durchhält und nicht von Mama am Telefon madig gemacht wird.
In der Regel genießen die Kinder die seltene gemeinsame Ferienzeit als willkommene Abwechslung.
Reduziere Telefonate auf das Nötigste z.B. 1x wöchentlich.
Moin,
KM hat Post von meiner Anwältin bezüglich Mitarbeit an Umgang bekommen und ist am Telefon voll ausgerastet! Was ich damit bezwecken möchte, ich darafuhin: Nur das dies zukünftig geregelter läuft und nicht immer ein Alternativprogram oder der Einfachheit halber das Kind in seinem NICHT ZU PAPA WOLLEN unterstützt wird. SIe mitarbeiten muss und das Kind Freitags zu mir ins Auto zu steigen hat. Sie daraufhin wörtlich: ICH ZWINGE MEINE TOCHTER NICHT DAZU. UND ES GEFÄLLT IHR HALT NICHT BEI DIR. Was ich mit den Argumenten wie es bei ihr und bei mir eben läuft dagegengesetzt habe.
Dann habe ich gesagt : Naja Du wirst ja schon sehen was ich damit bezwecken werde. UNd dann hat sie eine Stimme wie Golom aus Herr der Ringe bekommen und gesagt: "Du sagst mir jetzt sofort was Du damit bezweckst. Wenn es um MEIN Kind geht kann ich ekelhaft werden." Um daraufhin meine Mieterin ( Sie wohnt ja noch in meinem Haus ) anzuschreien und ihr zu sagen das sie nun sofort zum Jugendamt fahren müssen, ich würde etwas bezwecken und hätte sie nicht mehr alle. Darauf hin habe ich erneut gesagt ich will nur das dies geregelter läuft. (Bei der Frage: Kann ich meinen Mietern etwas entgegensetzen weil sie sich immer durch Anwesenheit etc einmischen und nicht neutral verhalten? )
Frage 01: Wie gehe ich nun schnell (!) weiter vor, am Wochenende ist wieder Papawochenende, Frage 02: Kann man diese Frau irgendwie dazu bewegen lassen ihre Psyche untersuchen zu lassen? Meine Tochter wird unter dieser Mutter über kurz oder lang einen Schaden davon tragen. Das schliesse ich inzwischen nicht mehr aus.
Danke
Servus,
rechne schwer damit, dass der Umgang an diesem WE ausfallen wird.
Sicherlich wird KM diese Aktion nicht "ungestraft" für Dich lassen.
Auf die Schnelle könnte Dir höchstens ein Gericht helfen. Aber in der Kürze der Zeit wird das IMO auch nichts.
Für die Zukunft solltest Du daraus lernen, Dich erst gar nicht auf irgendwelche diskussion wit ihr darüber einzulassen.
Das bringt Dir nicht`s außer Ärger und früher oder später ein Magengeschwür. Du kannst diese Frau nicht ändern und sollst es auch nicht. Ansonsten wäre eine Trennung nicht notwendig gewesen.
Damit beantwortet sich Deine Frage 02 aus meiner Perspektive beinahe von selbst.
Die Psyche der KM gehört Dich nichts mehr an.
Den einzigen Weg würde ich im Rahmen eines Gerichtsstreites um das Sorgerecht bzw. ABR sehen, in dem Du die Erziehungsfähigkeit der Mutter in Frage stellst.
Aber dafür muss schon mehr vorliegen als reine Befürchtungen von Dir.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
