Hallo zusammen,
eine Frage, vielleicht könnt Ihr uns helfen, wir sind langsam echt ratlos und verzweifelt.
Kurze Erklärung:
Mein Freund hat einen Sohn mit seiner Ex, sie haben das gemeinsame Sorgerecht. Der Junge lebt bei seiner Mutter, ist alle 2 Wochen bei uns und sollte die Hälfte aller Schulferien bei uns verbringen, er ist jetzt 6 Jahre alt, kommt im September in die Schule.
Wir haben schon öfter Auseinandersetzungen mit der Mutter des Kindes gehabt, das artet speziell dann aus, wenn wir in den Urlaub möchten. Bekommt sie mit, das wir alleine verreisen möchten, dreht sie die Besuchswochenden kurzfristig so, das wir ihn der Zeit nehmen müssten. Wollen wir ihn aber mitnehmen, ist das immer genau der falsche Zeitpunkt, das war schon im Januar der Fall, da konnten wir ihn nicht mitnehmen, weil er sonst im Kindergarten fehlen würde, allerdings hat sie ihn 1 Woche nach unserem Urlaub für ganze 4 Wochen aus dem Kindergarten genommen, wo wir auch immer erst durch Zufall davon erfahren.
Im Januar haben wir uns das erste Mal ans Jugendamt gewandt, wo es Anfang April zu einem gemeinsamen Termin der Eltern beim Jugendamt kam, die Kindsmutter hat ab da auf Stur geschalten, verweigert jegliche Hilfe oder Beratung. Das einzige, wo sie sich heute dran erinnern kann von den Absprachen ist, das der Sohn die Hälfte aller Ferien bei uns zu verbringen hat. Vor 2 Wochen kam dann die SMS, in der stand, das er seinen Sohn ab 1. August für 3 Wochen nehmen soll, wir hatten dann wiedersprochen, worauf wir nur eine SMS bekommen haben, der stand, sie hätte angeblich gesagt, das sie ab 23. August mit den Kindern verreist und er hat das schließlich beim Jugendamt unterschrieben. Jetzt ist es so, das wir nicht gerade Jobs haben, wo man spontan mal 3 Wochen Urlaub bekommt, also hat mein Freund das Schreiben vom Jugendamt vorlegen müssen und hat jetzt auf Biegen und Brechen ab 1. August für 3 Wochen Urlaub bekommen, worauf er Zugtickets gebucht hat, um mit seinem Sohn ab 1. August zu verreisen. Als er gestern seinen Sohn angerufen hat, um ihm zu erzählen, das beide am Wochenende die Oma im Thüringen besuchen gehen, hat die Kindsmutter dem Sohn das Telefon aus der Hand genommen und meinem Freund verkündet, sie hat das alles geändert und er kann *** dieses Wochenende einschließlich der nächsten 3 Wochen nicht haben, er muss ihn ab dem 23. August nehmen. Nur zur Erklärung, die Kindsmutter geht nicht arbeiten, ist mit dem 2. Kind von dem 2. Mann seit 3 Jahren zuhause. Jeglichen Wiederspruch ignoriert sie, hat dann gestern per SMS nur verkündet, das sie ihn solange nicht raus gibt, bis das nicht geklärt ist.
Das Jugendamt verweist auf das Familiengericht, aber das da die nächsten 2 Tage nichts passieren wird, wissen wir alle.
Was kann man in diesem Fall tun, wie gesagt, er hat das halbe Sorgerecht für seinen Sohn, es muss doch die Möglichkeit geben, das er seinen Sohn mit rechtlicher Unterstützung dieses Wochenende abholen kann, wo das eh das reguäre Wochenende ist. Und vorallem freut sich der Junge schon die ganze Zeit, das er endlich seine Oma sehen kann, wo´s im Janaur (dank der Mutter) auch schon nicht geklappt hat. Bitte gebt mir einen Rat, wir wissen echt nicht mehr weiter...
DANKE IM VORAUS!
Bitte keine Realnamen!
Gibt Tage, da weis ich sicher, das die Diskussion nicht von ungefähr kam, das manchen Menschen das Kinder zeugen verboten werden sollte...
Moin bluemchenmaria,
Bitte gebt mir einen Rat, wir wissen echt nicht mehr weiter...
der vorrangige Rat, den ich Dir geben kann, steht >>>HIER<<<, denn Du hast in diesem Spiel keine Aktien und keine Befugnisse. Es gibt auch kein "wir" im Sinne von
Wir haben schon öfter Auseinandersetzungen mit der Mutter des Kindes gehabt
[...]
das wir ihn der Zeit nehmen müssten.
[...]
Wollen wir ihn aber mitnehmen,
[...]
da konnten wir ihn nicht mitnehmen
[...]
wo wir auch immer erst durch Zufall davon erfahren.
[...]
Im Januar haben wir uns das erste Mal ans Jugendamt gewandt,
[...]
wir hatten dann wiedersprochen,
Ermutige Deinen Partner, sich hier selbst anzumelden, denn er muss das Problem lösen, nicht Du und auch nicht Ihr.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hi bluemchenmaria,
willkommen bei vatersein.de!
Beantragt schnellstmöglich eine gerichtliche Umgangsregelung, alles andere
ist bei dieser KM sinnlos. Ihr hab leider viel zu lange mit Euch spielen lassen
und bezahlt nun die Rechnung.
Im akuten Fall könnt Ihr leider nicht viel ausrichten. Fahrt einfach wie vereinbart
bei der KM vorbei und versucht den Jungen zu kriegen. Auf diese Weise bekommt
wenigstens der Junge mit, dass Ihr es versucht habt.
Die härtere Variante ist, den Jungen irgendwo aufzugabeln (KITA? etc.) und ohne Zustimmung
der KM zu verreisen. Das GSR verhindert, dass Ihr wegen Entführung angezeigt werdet.
Fällt aber sicherlich nicht unter die Deeskalationsstrategie.
Mit gerichtlichen Umgangsbeschluss hättet Ihr noch Handhabe mit Zwangsgeld und /oder
Schadensersatzforderungen. Leider greifen beide Varianten in Eurem Fall nicht.
LG,
Mux
Das wollte ich eigentlich woanders hinscheeiben, lässt sich jetzt aber irgendwie nicht mehr zum anderen Thema verschieben!:
Hallo,
ich bin auch so eine " Zweitfrau" die sich hier angemeldet hat um Informationen, Erfahrungen usw. auszutauschen. Allerdings erstmal ohne das Wissen meines LG( jetzt weiß er natürlich davon ). Ihn interessiert das ganze hier auch. Aber er würde sich sonst nicht drum kümmern! Er liebt seine Tochter über alles, aber nach dem ganzen Stress und Ärger mit der KM hat er keine Lust und Kraft mehr dafür! Und ich helfe ihm halt auf die Sprünge, auch dem Kind zu liebe! Vielleicht misch ich mich auch ab und zu zu oft ein,aber da ich die KM etwas kenne und sie sich auch in unsere Dinge einmischt, hab ich auch etwas das Recht dazu ( wenn man das überhaupt hat).Vorallem wenn sie mich beschimpft, anruft, SMS schickt usw. obwohl ich nichts mit Ihr zu tun haben möchte!
Ja, so sehe ich das auch, warum darf ich mich nicht einmischen, wenn man überhaupt von einmischen sprechen kann - in dem Moment, wo die KM versucht, das Kind an mich loszuwerden, häng ich genauso mit drin. Die KM nimmt es in Kauf, das ich auf den Kleinen aufpasse, weil der Vater arbeiten muss, verbietet mir auf der anderen Seite aber den Mund, wenn ich sie kritisiere. Ich übernehm gern die Verantwortung für den Kleinen, dafür möchte ich aber auch ein Recht haben, bei Problemen mitzureden, weils mich ja auch betrifft, schließlich wohnen wir in einem gemeinsamen Haushalt. Und es ist ziemlich schwer, mit anzusehen, wie der Vater des Kindes an den Problemen zu Grunde geht und man nicht helfen kann, da greift man nach jeder Hilfe, die man irgendwo bekommen kann. Und wo ist der Unterschied, ob ich hier angemeldet bin oder mein Freund? Er liest das doch sowieso hinterher.
Was unser Problem mit der KM betrifft, wir sind dran, werden beim Familiengericht das Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragen, das Jugendamt hat dem zugestimmt und auch die Ärtzin des Kindes hat sich dafür ausgesprochen, das der Junge bei uns besser aufgehoben ist.
Gibt Tage, da weis ich sicher, das die Diskussion nicht von ungefähr kam, das manchen Menschen das Kinder zeugen verboten werden sollte...
Moin bluemchenmaria,
auch Dir sei zunächst die Lektüre >>>DIESES<<< Threads empfohlen.
Ich übernehm gern die Verantwortung für den Kleinen, dafür möchte ich aber auch ein Recht haben, bei Problemen mitzureden, weils mich ja auch betrifft, schließlich wohnen wir in einem gemeinsamen Haushalt.
Im Innenverhältnis kannst Du das Nötige jederzeit mit Deinem Partner besprechen; im Aussenverhältnis hast Du jedoch keinerlei Rechte. Du hast auch keine erworben, nur weil Du Dich gelegentlich um dieses Kind kümmerst. Der Wettstreit, wer nun die "bessere Mutter" ist, giesst im Gegenteil ständig neues Öl ins Feuer. Mittelbar bist Du mit Deiner Einmischung also mit Schuld am Konflikt.
Was unser Problem mit der KM betrifft, wir sind dran, werden beim Familiengericht das Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragen, das Jugendamt hat dem zugestimmt und auch die Ärtzin des Kindes hat sich dafür ausgesprochen, das der Junge bei uns besser aufgehoben ist.
auch hier solltest Du das "wir" aus Deinem Sprachgebrauch streichen. Beantragen kann das ABR nur der Vater des Kindes; Du hast keine Aktien in diesem Spiel und auch keinerlei Mitspracherecht. Für das ABR muss Dein Partner ein kindgerechtes Betreuungskonzept vorweisen; nicht Ihr oder Du. Und kindgerecht bedeutet in Eurem Fall nicht "bluemchenmaria ist ja zuhause und kümmert sich."
Du selbst könntest vermutlich bereits einiges zur Entkrampfung beitragen, indem Du zwei Gänge zurückschaltest.
Just my 2 cents
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo!
Auch hierzu einen Satz von mir:
Die Mutter meines Sohnes hat noch zwei Töchter aus einer geschiedenen Ehe. Diese Mädesl hatten seinerzeit noch Papa zu mir gesagt.
Gleichwohl, bei den Sorgerechts-und Umgangssachen, habe ich mich komplett zurück gehalten. Moralische Unterstützung ja, aktive Einmischung niemals. Das ist in Streitfällen regelmäßig kontraproduktiv. Beispiel: Wird da jetzt ne neue Mama/wird da jetzt ein neuer Papa aufgebaut.
Ich habe die Mädels zu ihrem Vater an den Umgangstagen gefahren und wieder abgeholt. Fertig. Ich muß aber auch zugeben, mit ihrem Mann hat sie es längst nicht so brutal getrieben, wie mit mir. Da gab es eigentlich nie Stress wegen der Kids.
Thomas
Wer aufgibt, gibt sein Kind auf!
Das Zeichen größten Misstrauens Gott gegenüber, ist ein Blitzableiter auf dem Kirchturm.
