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vatersein.de - Forum 22. November 2017, 14:03:32 *
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Autor Thema: Gebrauchsanweisung für Zweitfrauen  (Gelesen 41425 mal)
brille007
(Fast) Eigentumsrecht
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14.785



« am: 26. März 2009, 19:28:29 »

Liebe "Zweitfrauen",

es gibt hier eine Menge engagierter Exemplare von Euch. Doch so löblich und verdienstvoll es ist, sich als Frau einen "gebrauchten Mann" zuzulegen und sich in eine Patchwork-Familie einzubringen, so zahlreich sind die Fehler, die man dabei machen kann.

Einer davon, den ich hier bei vatersein.de immer wieder beobachte, ist Über-Engagement: Die neue Partnerin drängelt auf Lösungen, bringt sich über Gebühr ein, spricht und telefoniert mit Anwälten, Behörden, der Familie und dem gesamten Freundeskreis; gegebenenfalls sogar mit der Ex-Frau direkt. Und sie meldet sich bei vatersein.de an, um Männe’s Probleme zu schildern und Lösungen dafür zu kriegen. Möglichst umfassende und umgehende; oft mit der Schilderung unappetitlicher Details, die sie selbst gar nie erlebt hat, sondern nur vom Hörensagen kennt oder sich selbst zusammenreimt.

Sorry, Mädels, aber dieser Weg ist nur selten gut und richtig. Die Männer, die Ihr Euch ausgesucht habt, sind ja weder blöd noch Analphabeten. Sie haben nur andere Problemlösungsmechanismen als Ihr. Vielleicht langsamere. Vielleicht auch nicht den, eigene Probleme in allen Details augenblicklich in eine ihnen unbekannte Welt hinauszuschreien.

Daher ist es der viel bessere Weg, wenn Ihr dieses Forum gefunden habt, Eure Partner zu einer Anmeldung zu ermutigen und sie ihre Probleme hier selbst (!) beschreiben und sich Antworten geben zu lassen. Ja, es sind ihre Probleme, nicht Eure, auch wenn sie Euch stellenweise jeden Tag zu begleiten scheinen. Aber Ihr seid nur Beobachter und Berater; Ihr seid nicht beteiligt (auch wenn es sich so anfühlt). Ihr könnt Euren Partner trösten, ablenken, ihm den Rücken stärken und selbigen von allem Möglichen freihalten – aber Ihr könnt nicht die Probleme lösen, die er mit seiner Ex, mit dem Umgang mit seinen Kindern, mit Unterhalt oder anderen Trennungs- und Scheidungsfolgen hat. Natürlich könnt Ihr zu all diesen Themen eine Menge Geräusch und haufenweise Wellen machen, aber Euer Über-Engagement beschleunigt die Lösungen nicht, sondern verkompliziert sie.

Der Mechanismus ist nämlich schlicht: Nur ein Problem, dessen Lösungsnotwendigkeiten man selbst einsieht, packt man auch wirklich an. Also muss Euer Partner das selbst tun, nicht Ihr. Wenn Euer Traumprinz sich nur mit seiner Ex wegen Unterhalt, Umgang oder sonst was auseinandersetzt, weil Ihr es von ihm verlangt oder weil Ihr bei vatersein.de irgendwas gefragt oder erfahren habt, ist das Ganze nicht viel wert; es ist dann eher der unbeholfene Versuch, nach den ganzen gewesenen Konflikten mit der Ex keine neue Baustelle mit Euch aufzumachen.

Ja, natürlich scheint es manchen Männer durchaus bequem, wenn die neue Partnerin sich freiwillig mit dem ganzen Mist beschäftigt, der Trennung und Scheidung begleitet. Und ja: Manchmal brauchen Eure Partner durchaus einen Tritt in den Hintern: Damit sie selbst aktiv werden, damit sie sich um den Umgang mit ihren Kindern kümmern, damit sie endlich zum Jugendamt oder zum Anwalt gehen, um notwendige Dinge ans Laufen zu bringen, damit sie sich endlich gerade machen statt ständig vor der Ex zu kuschen. Also gebt ihnen diesen Tritt. Aber bitte: Tut das nicht öffentlich in Internet-Foren, sondern unter vier Augen. Und bitte nicht jeden Tag; es sollte schliesslich wichtigere Themen geben als die Ex! Beschränkt Euch auf eine Stunde am Tag, in der die Ex Thema sein darf – und konzentriert Euch den Rest des Tages auf Wichtigeres: Euch selbst und Euer neues Leben!

Im Übrigen ist es sowieso unmöglich, diese Ex-Frau, die Ihr persönlich oft nicht einmal oder nur sehr oberflächlich und aus Erzählungen kennt, 12 Tage lang zu verteufeln und zu bekriegen – und diese negative, manchmal hasserfüllte Einstellung dann am 13. und 14. Tag, wenn die Kinder zum Umgangswochenende bei Euch sind, nicht durch jede Pore auszustrahlen. Die Kinder haben feine Antennen für diese Missstimmungen, zu denen nicht selten die „neuen“ Frauen ihrer Väter eine Menge beitragen. Davon hat niemand etwas! Kinder wollen beide Elternteile lieben: Ihren Vater, den Ihr auch liebt – aber auch ihre Mutter, von der sie gerade kommen und zu der sie nach zwei Tagen wieder gehen.

Und, liebe Zweitfrauen, bei aller Kritik an der Ex: Stellt Euch doch einfach einmal vor, die Ex-Gattinen wären tatsächlich so, wie Ihr ihnen immer vorwerft, NICHT zu sein - dann wären ihre Ehen/Partnerschaften ja nie in die Hose gegangen, und die Damen würden noch immer jeden Morgen neben dem Mann aufwachen, neben dem Ihr heute schlaft. Würdet Ihr Euch das wirklich wünschen – oder solltet Ihr diesen Damen nicht wenigstens ein bisschen dankbar sein, dass sie so ein Goldstück wie Euren Partner einfach achtlos wieder auf den Markt geworfen haben? Denn ohne diese „böse“ Ex hättet Ihr heute keinen Mann. Zumindest nicht den, mit dem Ihr lebt.

Just my 2 cents
Martin
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When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
mariposa
Gast
« Antwort #1 am: 27. März 2009, 13:03:09 »

Also ich muss ehrlich sagen, das ich das alles mehr als nur verstehe, ich mich jedoch nicht als übereifrig sehe , wie in unserem Fall sofortige Lösungen etc. zu finden. Ich bin in diesem Forum, weil ich tatsächlich einmal die Woche mit üblen Dingen konfrontiert bin und jemand anderen , wie Menschen aus diesem Forum brauchte/brauche zum reden,austauschen usw. Desweiteren möchte ich erwähnen, das ganz und garnicht, wenn die kleine hier ist über die KM schlecht geredet wird....geschweige denn alles negative aus meinen Poren kommt,oder so...im gegenteil verstehe ich die Ansichten der KM und mache Ihr als Mutter nicht den Vorwurf .... den ich dem Kind unterschwellig unterrühren will oder so.... ich sitze prinzipell mit meinem Freund hier am Pc und er sagt ganz klar, das er mich da braucht und dann will ich Ihm auch bei Seite stehen. Seine jetzigen Worte; "Ich der KV, bin gerade sehr entäuscht von diesem Text. Gebrauchsanweisung??? Ich brauche die Unterstützung meiner jetzigen Frau und wir sin bis jetzt gut mit vatersein.de gefahren, aber meiner Freundinn nun das Gefühl geben , alles sei schlecht was sie hier gemacht hat...

wieder zu mir(mariposa) das hier ist ein schlag ins gesicht...weiß nicht was ich denken soll..... schild_schaem
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midnightwish
Globaler Moderator
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 9.822



« Antwort #2 am: 27. März 2009, 13:23:25 »

Hallo mariposa,

da ich ja auch Zweitfrau bin, werde ich mich doch dazu äußern.

Ich weiß das es schwierig ist einen Trennstrich zu ziehen zwischen Unterstützung und beratung auf der einen Seite und Drängen zu Taten und tätig werden auf der anderen Seite.

Ich nenn dir mal ein Beispiel. Als die Ex meines mannes vor kurzem der Meinung war er würde zu wenig KU zahlen, fragte mein Mann mich auch um Rat und bat mich das mal durchzurechnen und ihm zu sagen, was ich dazu meine. Das hab ich dann auch getan.
Ich rechnete und meinte, das ein KU eine Stufe höher durchaus drin wäre, den zahlt er defacto eh schon. Was er dann damit macht war aber seine Sache. Mir würde es auch nicht einfallen ihn zum Anwalt zu begleiten, das ist seine Sache. Genauso wie er nicht mitkommt, wenn ich wegen dem Vater meiner Töchter zum Anwalt gehe. Dabei vertritt uns ein und dieselbe Anwältin ;-)

Ja, ich trete ihn durchaus in den Hintern, wenn er mit Umständen nicht zufrieden ist und er leidet. Aber ich mache keine Termine mit wem auch immer aus.
Ich nehme die Absagen für Reittermine durch seine Ex entgegen und leite sie an ihn weiter. Aber sich darüber zu beschweren und darauf zu bestehen ,das der Termin dann eben mit was anderem gefüllt wird steht mir nicht zu und ist seine Aufgabe.
Ja, ich meckere ihn an, wenn sein Kind meint wie ein Ferkel am Tisch zu essen, denn ich möchte nicht, das meine eigenen Kinder sich so benehmen. Und ich erwarte das er das seinen Kindern auch vermittelt. Ich erziehe sie mit Sicherheit nicht. Wenn ihn das wiedrum nicht stört, dann muß ich eben damit leben und notfalls woanders essen ,wenn mir schlecht wird.
Wenn er aus beruflichen oder gesundheiltichen Gründen die Kinder nicht abholen kann, dann tue ich das gerne, aber nur dann.
Ich unterhalte mich nett mit der Ex, wenn es die Gelegenheit verlangt, aber mit Sicherheit nicht über die Kinder oder den Vater. Das Wetter ist immer ein nettes Thema.

Ja, nicht immer gelingt mir das. Aberwenn ich zu weit gehe pfeift mich mein Mann zurück. Denn eines weiß er: Es ist seine Verantwortung, nicht meine. Ich kann ihm ncihts abnehmen, ich kann ihn nur in den Arm nehmen, in den Hintern treten oder ihm Rat geben, nicht mehr und nicht weniger.

Die Gefahr sich zu sehr einzumischen besteht bei jeder Zweitfrau. Vor allem dann ,wenn man ja von Erziehung, Umgang u.s.w. so seine eigenen Vorstellungen hat. Aber diese Vorstellungen und Wünsche müssen nicht unbedingt mit denen des Partners übereinstimmen.

Ich z.B. fände es schön, wenn die Kinder alle 2 Wochen bei uns wären, obwohl das einiges an Streß bedeutet. Mein Mann aber möchte die 3 Wochen-Regelung, weil ihm das sonst zu unruhig und anstrengend ist. Dafür nimmt er sich jede Woche einen nachmittag noch Zeit für zumindest eines der Kinder.

Tina
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Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
mariposa
Gast
« Antwort #3 am: 27. März 2009, 13:33:33 »


Ja, ich trete ihn durchaus in den Hintern, wenn er mit Umständen nicht zufrieden ist und er leidet. Aber ich mache keine Termine mit wem auch immer aus.
Ich nehme die Absagen für Reittermine durch seine Ex entgegen und leite sie an ihn weiter. Aber sich darüber zu beschweren und darauf zu bestehen ,das der Termin dann eben mit was anderem gefüllt wird steht mir nicht zu und ist seine Aufgabe.

mariposa :Das tue ich auch nicht und habe ich auch noch nicht getan und das würde mir auch garnicht in den Sinn kommen!

Zitat
Ich unterhalte mich nett mit der Ex, wenn es die Gelegenheit verlangt, aber mit Sicherheit nicht über die Kinder oder den Vater.

  mariposa :Mache ich auch nicht habe es vor einem Jahr versucht bin aber gnadenlos gescheitert, also mache ich das auch nicht!!

Zitat
Es ist seine Verantwortung, nicht meine. Ich kann ihm ncihts abnehmen, ich kann ihn nur in den Arm nehmen, in den Hintern treten oder ihm Rat geben, nicht mehr und nicht weniger.

mariposa :Nichts anderes passiert bei uns!!!!

Zitat
Die Gefahr sich zu sehr einzumischen besteht bei jeder Zweitfrau. Vor allem dann ,wenn man ja von Erziehung, Umgang u.s.w. so seine eigenen Vorstellungen hat. Aber diese Vorstellungen und Wünsche müssen nicht unbedingt mit denen des Partners übereinstimmen.

 mariposa :Wir sind und sehr einig und besprechen alles gemeinsam!

Quoting korrigiert

« Letzte Änderung: 27. März 2009, 13:38:31 von midnightwish » Gespeichert
adelante
Rege dabei
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Beiträge: 195



« Antwort #4 am: 27. März 2009, 14:35:01 »

Hi,

schade, ich habe einen Kommentar dieser Art in diesem Forum nicht erwartet. Ist mir einen großen Tick zu herablassend.

Wir kommen morgen gerne noch "aufs Boot" und dann klinkt sich ein "Exermplar" der Gattung Zweitfrau hier aus.

Man, mich ärgert das richtig, kann es zwar teilweise verstehen, aber die Art und Weise entspricht nicht dem, was ich hier kennengelernt habe.

Machts jut und liebe Grüße.


Adlante
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Agent_Zero
_Agent Zero
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« Antwort #5 am: 27. März 2009, 14:58:55 »

Moin,

ich habe es mir durchgelesen und meiner Meinung nach spiegelt es die Sicht des Openers wieder.

Natürlich ist es als Gedankenanstoss gemeint. Doch wie jeder damit umgeht ist seine Sache.

Er hat eben frei seine Meinung geäußert und bestimmt nicht versucht, jemanden zu diskriminieren.

Gruss
Agent
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Mantra:

NEIN, NICHT nächste Woche. Heute noch oder morgen. Und schreib jetzt nix vom Anwalt (...), sondern heb Deinen Hintern samt Eiern hoch und werde aktiv.


Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
ginnie
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« Antwort #6 am: 27. März 2009, 17:01:44 »

Hallo,
ich überlege die ganze Zeit, soll ich auch was dazu schreiben oder nicht..
Ich ziehe mir die Jacke nicht an, die Brille da allen zweitfrauen großzügig hinhält.

Erstens, finde ich du hast es zu sehr verallgemeinert.
Dieses Forum lebt doch gerade von den Einzelmeinungen und der erkenntnis, dass nicht ALLE Frauen so sind wie die (H)exen die hier zuhauf beschrieben werden, und nicht ALLE Männer die armen, gebeutelten gutherzigen Väter, sondern es gibt überall sone und solche.
Wenn es nicht als verallgemeinerung rüberkommen sollte, sorry aber dann hättest du es nicht "Gebrauchsanweisung..." nennen sollen. Diese Überschrift geht mir doch schon gegen den Strich. mad

Zweitens, auch die Frauen, die hier schreiben, haben eine Vorgschichte: haben sich getrennt, eine Scheidung hinter sich, haben Kinder...
....sicher waren auch einige, die sich fair und mit einer gewissen Lösungskompetenz getrennt habe,  so wie ich entsetzt, dass es andere Ex-Partner gibt, die diese Kompetenz nicht besitzen und die es nicht schaffen, die Paar- und Elternebene zu trennen. Und dass mein LG nun gerade mit solch einem Exemplar zurechtkommen muss..ist der grund weshalb ich zB hier gelandet bin, nicht aber der Grund, weshalb ich bisher GEBLIEBEN bin.

drittens, natürlich besteht die Gefahr der Einmischung. Aber wie schon einige andere sagten, ist es doch meine und die sache meines Partners, diese Einmischung zu definieren, tolerieren und zwischen uns sozusagen auszuhandeln, was geht und was nicht geht. Und vergiss nicht, würde ich mich nicht einmischen, und gewisse Dinge von ihm fordern, wäre ICH die Leidtragende, da ich die finanziellen Folge (mit)trage. Und da sehe ich mich ehrlich gesagt vorranging in der verantwortung gegenüber meinem Sohn und nicht den Kindern meines Lg.  Insofern, finde ich steht mir eine gewisse Einmischung zu. Und ich bin froh dass mein Lg mich um rat fragt, täte er das nicht, hätte es uU eine ernsthafte Partnerkrise zur Folge:
Ich gehe doch nicht voll arbeiten, damit die Kinder meines LG ein schönes Leben haben. Und würde ihm was husten, würde er es verlangen, nach dem Motto misch dich nicht ein, aber ich verfüge gleich mal über dein Einkommen...? Nee.

Und viertens, ich habe bisher immer gedacht dass die Frauen hier gerade auch willkommen sind, und dass es dem forum gut tut, diese unterschiedliche Bandbreite vorweisen zu können. Manchmal ist es mir aber echt zu einseitig...bleibt doch so objektiv wie möglich und vor allem tolerant!

Also, Brille, behalte die Jacke.

ligr ginnie
 
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Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
Smilla
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« Antwort #7 am: 27. März 2009, 17:19:55 »

Ich werde mir diese Jacke auch nicht anziehen..... mad

Es gibt nicht DIE Zweitfrau, genausowenig wie es DEN Vater oder DIE Mutter gibt.
Jeder Mensch ist einzigartig, hat Unterschiedliches erlebt und reagiert eben auch nicht "einheitlich".

Schublade auf...Zweitfrauen rein....Schublade zu!

Schade...

Smilla
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lesemaus
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Optimistin


« Antwort #8 am: 27. März 2009, 17:35:36 »

Liebe Adelante,

vielleicht liest du dir Martins Ausführungen einfach nochmal durch.
Ich kann nicht recht verstehen, woraus du offensichtlich einen persönlichen Angriff ziehst.

Ich kann seine Ausführungen nur unterschreiben.

In erster Linie lese ich das als Warnung.
Und dass die Zweitfrau sich als das sieht, was sie ist: Geliebte, Freundin, Vertraute, Partnerin....

Ich habe beim Lesen mancher Geschichten, oder auch aus dem weiteren Bekanntenkreis schon öfter den Eindruck gewonnen, dass sich so manche Zweitfrau als eine Art Heldin sieht. Eine, die (natürlich ehrlicher, fairer, besser als die böse Ex) diesen armen und gebeutelten Mann aus seiner Misere holt und rettet. Und da man als Zweitfrau ja so wahnsinnig objektiv und weitsichtig ist, kann man auch viel ruhiger und sachlicher so manchen Brief formulieren, so manches Telefonat führen.
Das mag in kleinster Einheit ja auch ab und zu stimmen.
Aber in erster Linie ist es auch m.E. ausreichend, wenn man für den Partner da ist, ihm den Rücken freihält, ihn bestärkt.
Dieser gelegentliche Tritt in den Allerwertesten ist eigentlich auch nur nötig, wenn der andere den Wald vor Bäumen nicht mehr sieht, oder es um Fristen geht, bei denen der Partner eventuell mal die Übersicht verliert.

Im Zusammenleben mit meinen eigenen Kindern und der Tochter meines LG´s, die ja alle bei uns leben, und nicht nur zeitweise im Umgang ist es absolut notwendig, seine Erziehungsstile etwas anzugleichen, sich abzusprechen.

Sämtliche Punkte zu den Themen Umgang mit dem anderen Elternteil und Unterhaltszahlungen regelt bei uns jeder für sich, bzw. mit dem Ex-Partner, und zwar ausschließlich.
Sowohl mein LG wie auch ich wussten von Anfang an, worauf wir uns einlassen, etwaige Unterhaltsforderungen, Probleme mit Umgangsregelungen ect.pp eingeschlossen...
Fragt er mich um Rat, gebe ich ihm den, wenn er ihn nicht beherzigt bzw. doch anders handelt: So what. Seine Baustelle.
Umgekehrt genauso.

Ich bin allerdings auch kein gutes Beispiel, denn bei uns gab es keine Scheidungskämpfe, keine Geldschlachten.

Ein Neupaar, was in einer hässlichen Scheidung steckt ist meiner Meinung nach sehr gut beraten, wie von Martin vorgeschlagen, der Sache am Tag eine Stunde zu schenken, und den Rest wirklich konsequent mit der eigenen Beziehung zu füllen.

Ich stimme Martin auch zu, dass die betroffenen Männer der Zweitfrauen ihre Probleme hier selbst schildern, ihre Fragen persönlich formulieren sollten.
Eine Geschichte wird wahrhaftig nicht objektiver, wenn sie von Dritten erzählt wird. Und leider sind sie ja zwangsweise schon nie wirklich objektiv, wenn der Betroffene selbst erzählt, weil auch seine Darstellung nur die Hälfte des Ganzen ist.

Es gibt hier eine Menge Zweitfrauen, die es genau richtig machen (und ich denke, jeder hat sich schon mal mehr gekümmert, als er sollte. Das ist völlig menschlich)
Denjenigen Zweitfrauen, die sich als Erretter und Heldin sehen stehe ich auch eher kritisch gegenüber (aber damit spreche ich absolut niemanden persönlich an!!)
Hier wird oft (ungewollt) mehr zerrieben wie geklebt.
Und als Mann käme ich mir ein bisschen blöd und entmündigt vor.

Ach, übrigens: Das gilt für mich auch umgekehrt, und zwar in ebensolchem Umfang.
Auch wenn das auf vatersein.de eher keine Rolle spielt.

Liebe Grüße, Lesemaus

PS: Nochmal schnell zu ginnie und smilla, die hier dazwischen sind (weil ich noch nicht fertig bin): Ich will Zweitfrauen auf gar keinen Fall über einen Kamm scheren. Ich glaube nur auch, dass man wirklich große Fehler machen KANN als Zweitfrau, und dass es oft wirklich besser ist, sich rauszuziehen.Nicht nur für einen selbst, sondern auch für die Beziehung.
Aber im Grunde muss natürlich jedes Paar für sich entscheiden, wie es seine Beziehung führt, und es entscheidet auch jeder selbst, was er alleine durchzieht oder wo er sich Hilfe von der Partnerin holt.
Wirklich bessere Hilfe gäbe es aber sicherlich meistens eher von außen, denn wer von uns ist schon Mediatorin, Psychologin, Finanzexpertin, Juristin, Pädagogin, und Motivationscouch in einer Person...Huch


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Getretener Quark wird breit, nicht stark
ginnie
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« Antwort #9 am: 27. März 2009, 19:19:35 »

Hallo Lesemaus,

dein Beitrag stellt eine sehr tiefsinnige, differenzierte Betrachtungsweise dar. Dieser kann ich sehr gut folgen und stimme dir auch zu!
Ich hätte mir gewünscht, dass brille in seiner "Gebrauchsanweisung" auch diese Sensibilität an den Tag gelegt hätte.
Dann wären seine wichtigen und guten ! Hinweise, die du ja auch noch mal herausgearbeitet hast, auch in den Vordergrund gerückt.
Dann hätte sein post einen besseren Sinn gemacht. Aber vielleicht hat er ja geglaubt, mit plakativen Aussagen erreicht er die "Zielgruppe" besser. Vielleicht geht er davon aus, dass die Heldinnen unter den Zweitfrauen nur diese Sprache verstehen...

ligr ginnie
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« Antwort #10 am: 27. März 2009, 19:58:11 »

Hallo ginnie, smilla, adelante & andere stille MitleserInnen,

ein altes deutsches Sprichwort sagt: "Wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an". Das erklärt vielleicht die eine oder andere harsche Reaktion auf mein Opening-Posting in diesem Thread, zumindest, wenn man es nur oberflächlich gelesen hat. Von Schubladen ist dort nämlich keine Rede.

Angesprochen habe ich damit jedenfalls - und das erschliesst sich bei halbwegs sorgfältigem Lesen ohne weiteres - nicht die zahlreichen Zweitfrauen, die sich mit Liebe, Engagement und Verständnis in eine Patchwork-Familie einbringen. Sondern die, die es zu dominieren versuchen, indem sie nicht nur ihre eigenen Probleme lösen wollen, sondern die ihres neuen Partners gleich mit. Und/oder die, die aus einer diffusen Eifersucht auf eine Dame, die mit dem Herzallerliebsten zuvor schon das Laken geteilt und dieses offensichtlich auch zerwühlt hat (Minimalbeweis: Die vorhandenen Kinder des neuen Partners) glauben, diese Dame jeden Tag und bei jedem Anlass in irgendeiner Weise bekämpfen, toppen oder sonstwie schlechter aussehen lassen zu müssen als sich selbst. So wie es Mütter gibt, die ihren Kindern bei den Hausaufgaben HELFEN - und Super-Muttis, die sie für ihre Kinder gleich ERLEDIGEN. Wie "sinnvoll" Letzteres ist, erklärt einem jeder Grundschullehrer.

Ich bin selbst mit einer ganz zauberhaften "Zweitfrau" verheiratet. Sie passt in keine Schublade und würde sich selbst auch nie in einer solchen vermuten. Aber sie konnte während meines (!) Rosenkrieges, den sie (natürlich) hautnah erlebt hat, zu allen Zeiten zwischen ihren und meinen Problemen unterscheiden. Und sie war klug genug, mich dann zu beraten, wenn ICH das wollte oder brauchte - aber nicht meine Probleme in ihrem eigenen Sinne lösen zu wollen.

Grüssles
Martin

By the way: Wer das Wort "Gebrauchsanweisung" richtig versteht, weiss auch, dass Gebrauchsanweisungen nicht geschrieben werden, weil der Hersteller die Käufer seines Produkts grundsätzlich in eine Dummie-Schublade stecken möchte, sondern um ihnen zu ermöglichen, das neu erworbene Gerät mit all seinen Features in möglichst kurzer Zeit und ohne Beschädigung in Betrieb nehmen zu können (anstatt zuvor sicherheitshalber wild auf irgendwelchen Knöpfen herumzudrücken). Insofern: Wem der Schuh passt...


***edit - PS: @ ginnie,
Vielleicht geht er davon aus, dass die Heldinnen unter den Zweitfrauen nur diese Sprache verstehen...
die wahren Heldinnen unter den "Zweitfrauen" sind die, die nicht ständig und jeden darauf hinweisen müssen, was für Heldinnen sie sind...
« Letzte Änderung: 27. März 2009, 20:01:26 von brille007 » Gespeichert

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gaya
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« Antwort #11 am: 27. März 2009, 20:08:41 »

hey brille,

bist du dir sicher, das gebrauchsanweisungen nur  aus diesem grund beigefügt werden, dienen sie nicht eher der absicherung des herstellers.

schmunzelnde grüsse

gaya

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Smilla
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« Antwort #12 am: 27. März 2009, 20:37:28 »

Hallo Martin,

also ganz ehrlich:

Du hast hier alle Zweitfrauen über einen Kamm geschert....ich konnte auch bei nochmaligem Lesen keinerlei
Differenzierung erkennen.

Und zu Deinem Spruch, dass nur derjenige sich den Schuh anzieht, der ihm passt:

Du kannst Dir gerne meine sämtlichen Posts durchlesen....in keinem wirst Du irgendwas entdecken,
was auf eine, Deiner Ansicht nach "typischen" Zweitfrau hinweisen könnte.
Ich mische mich nicht in die Angelegenheiten meines LG, es sei denn, sie betreffen mich persönlich.
Ich verstehe mich auch mit seiner Ex ganz gut, was für die Kinder sicherlich positiv ist.

Ich selbst habe es mit so einer Frau zu tun, wie Du sie beschreibst:
Die LG meines Ex, die ihm die Mails an mich schreibt
(kann ich immer wunderbar am Schreibstil erkennen  ) und ihm Tipps gibt, wie
man mir das Leben schwer machen kann!

Trotzdem empfinde auch ich Dein Posting unangemessen, eben weil Du derart verallgemeinerst!
Es würde Dir sicherlich auch nicht passen, wenn hier jemand alle Väter über einen Kamm scheren
würde....und zu Recht!

Also, auch wenn Deine Absichten möglicherweise nicht die schlechtesten waren...rübergekommen ist
es denkbar ungut!

Smilla 
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ginnie
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« Antwort #13 am: 27. März 2009, 20:37:54 »

@brille,

Zum Thema Über-Engagement fühlte ich mich durch den Beitrag nicht angesprochen. Da mir diese Jacke nicht passt.

Es waren einige Formulierungen, die mich angeregt haben, doch etwas zu schreiben:

Die Überschrift finde ich immer noch nicht richtig passend, auch nicht beim nochmaligen Durchlesen, weil es bei der Partnerschaft ja nicht um irgendein käufliches Produkt geht.
Weiterhin hast du ja größtenteils nur die eine Seite einiger "Zweitfrauen" beschrieben, nämlich das Über-Engagement.
Eine Gebrauchsanweisung, wenn wir jetzt doch mal bei dem Wort bleiben, sollte aber alle Funktionen beschreiben und nicht nur einen (negativen) Teil.
Somit gefällt mir die Überschrift gleich zweifach nicht.

Einige deiner Ausdrücke, wie "Exemplare", finde ich ebenso nicht so passend und nicht "auf gleicher Augenhöhe", und somit habe ich versucht, deinen Beitrag zu relativieren und habe habe versucht darzustellen, dass es nicht nur um Über-Engagement gehen kann, wenn über Zweitfrauen geredet wird.

Lesemaus hat es zugegebenermaßen noch viel besser auf den Punkt gebracht und sehr differenziert dargestellt.

Deinen Aussagen
So wie es Mütter gibt, die ihren Kindern bei den Hausaufgaben HELFEN - und Super-Muttis, die sie für ihre Kinder gleich ERLEDIGEN.
und
die wahren Heldinnen unter den "Zweitfrauen" sind die, die nicht ständig und jeden darauf hinweisen müssen, was für Heldinnen sie sind...

stimme ich uneingeschränkt zu.
Mit diesen Meinungen liegen wir überhaupt nicht auseinander.

Auch liegt es mir fern, bei der Lösung von Problemen, die mein Lg mit seienr ex hat, dominieren zu wollen. Kam das etwa so rüber?
Er findet selbst seinen Weg, und wenn er mag, unterstütze ich ihn.
Allerdings werden einige seiner Probleme zu meinen, sofern sie mich persönlich betreffen. Auch das war mir wichtig darzustellen. Ich bin involviert in einige seiner Problemlösungen, und trage den Kolateralschaden. Somit sind manche Entscheidungen einfach nur gemeinsam zu treffen, es geht gar nicht anders. Und wäre auch umgekehrt so, wenn es zB bedeuten würde, dass er finanziell für mich aufkommen müsste. Dann kann ich schwerlich sein Einverständnis voraussetzen, sondern müsste ihn fragen und in die Lösungen einbeziehen. Das hat nichts mit dominieren zu tun. Sondern mit Partnerschaft auf gleicher Augenhöhe und Fairness.

Ich hoffe es ist jetzt klarer geworden.  

ligr ginnie


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DeepThought
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« Antwort #14 am: 27. März 2009, 20:40:48 »

Moin,

natürlich hat es eine Berechtigung, dass Zweitfrauen sich kümmern. Mal mag es an der nicht verfügbaren Zeit liegen, mal an der situativ bedingten Eigenblindheit, mal an unzureichenden PC-Kenntnissen, mal an subjektiv nicht ausreichender Ausdrucksfähigkeit, mal an Berührungsängsten, ...

Ich versuche immer, das Individuum zu betrachten und bringe den sich kümmernden Zweitfrauen bis zum erträglichen Maß eine gerüttelte Portion Verständnis entgegen. Mir ist klar, dass emotional gebundene und be-/getroffene Menschen durchaus in eine Bewegungslosigkeit behaftet sein können und der Partner ihm schlich nur helfen will.

Hilfe über Umwege hat nur das potentielle Risiko des Streuverlustes und der gefilterten Wahrnehmung. Und: Durch die Fragestellung kann die Richtung einer Antwort vorgegeben werden. Oftmals haben wir erlebt, dass aus dem Gefragten nicht die Antworten wurden, die gewünscht/erhofft wurden und die Antworten die tatsächliche Intention der Fragen frei spülten. Ja, dafür haben wir ein Gespür.

Hilfe sollte aus dem Grunde der Hilfe gegeben werden. Eigene Ideen, Wünsche, Hoffnungen haben dabei wenig bis keinen Platz. Das ist schwer, sauschwer. Und Stück für Stück den Ratsuchen selbst heranzuführen, sich hier einzubringen, selbst zu diskutieren. Immer nach dem Motto: Den Führerschein macht man ja auch nicht vom Beifahrersitz aus.

DeepThought

P.S.: Ich meine, weisnich hatte einen ähnlichen Appell vor einiger Zeit formuliert...
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
oldie
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Bonnie 2


« Antwort #15 am: 27. März 2009, 20:48:16 »

Hi

Jetzt, wo DeepThought es schreibt, fällt mir auch ein was mich stört. Das Wort "Gebrauchsanweisung". Warum nicht "Appell"?

Gebrauchsanweisung klingt so herabwürdigend - und zwar für den Mann, welcher auf ein Objekt reduziert wird.

Gruss oldie
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Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
ginnie
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« Antwort #16 am: 27. März 2009, 20:52:31 »

Danke oldie.
Bin sehr froh dass dich das Wort auch stört.
Appell klingt viel netter und konstruktiver irgendwie...

ligr ginnie
« Letzte Änderung: 27. März 2009, 20:54:43 von ginnie » Gespeichert

Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
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Bonnie 2


« Antwort #17 am: 27. März 2009, 21:08:26 »

Hi

Na ich unterstelle mal brille007, dass er den Titel mit einem gewissen Augenzwinkern verfasst hat. Doch wie heisst es so schön in den Forumsregeln? -> siehe  Pkt. 4
Gefragt wurde zwar nicht, aber erkennbar ist das Nichtverstehen.

Trotzdem halte ich seinen Beitrag für sehr gelungen. Er zeigt ziemlich prägnant, was auch mir widerfahren ist. Und das sollte nicht nur auf vorhergehende Beziehungen als auch auf die sich daraus ergebende Verpflichtung als auch Verantwortung beziehen. Wird das alles verallgemeinert, so richtet sich dieser Text prinzipiell gegen eine Einmischung in die Persönlichkeit und Eigenverantwortung der Partnerin / des Partners. Man hat sich gefunden - warum muss er/sie verbessert werden, umgeformt werden? Helfen, unterstützen, beistehen, irgend wohin treten - alles kein Problem. Doch ICH möchte immer auch ICH bleiben. Darum bitte keine Einmischung in mein Selbst.

Gruss oldie
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Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
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« Antwort #18 am: 27. März 2009, 21:39:33 »

... Das Problem, wenn beispielweise die Zweitfrauen hier die Fragen für ihre LG´s stellen, ist tatsächlich das, dass die gestellten Fragen zum Großteil die Probleme darstellen, die die Zweitfrauen selbst haben.
Selbst wenn man eine grundsätzlich übereinstimmende Lebenseinstellung hat, so empfindet doch jeder Partner ganz eigen.

Es ist doch ein großer Unterschied, ob man sich selbst trennt, mit der eigenen Person in der Problematik Expartner, Unterhaltsfragen, Scheidungsmodalitäten, Umgang mit den Kindern ect. drin steckt, oder es als neue Partnerin miterlebt und dabei ganz eigene Empfindungen hat.

Die Zweitfrau kann sich vielleicht gut reinfühlen, aber sie LEBT die Situation nicht. Die Kinder sind nicht ihre, die Ex wird oft gar nicht gekannt, die existenziellen finanziellen Sorgen berühren sie bestenfalls, sind aber nicht ihre.

Als Zweitfrau weiß ich als realistischer Mensch, dass ich einen Mann bekomme, der möglicherweise finanziell nicht mehr in der Lage sein wird, ein neues Haus zu bauen, eine neue Familie zu gründen, ich treffe im Grunde genommen vorher die Entscheidung, will ich das? Bin ich bereit, ebenfalls zurück zu stecken, wenn bei ihm schlicht das Geld fehlt, um einfach mal in Urlaub zu fahren, bin ich bereit, alle zwei Wochen mit Kindern zu leben, die nicht meine sind, die nicht wegen mir kommen, sondern Zeit mit ihrem Vater verbringen wollen, ect....

Habe ich selbst Kinder und einen Ex, dann muss auch das synchronisiert werden. In den wenigsten Fällen ist das eine immer harmonische Kiste, die akribisch organisiert sein will.
Natürlich kann das alles funktionieren, in vielen Fällen tut es das auch.

Nicht ohne Grund warten einige Männer (oder auch Frauen) mit einer neuen Partnerschaft, bis zumindest das Grobe einer Trennung/Scheidung erledigt ist.
Aber dafür kann es weder Rezepte noch Gebrauchsanweisungen geben.

Ohne eine große Portion gesunden Menschenverstand, daneben Sensibilität und auch die Fähigkeit, sich selbst mal zurück zu stellen, bis der sich scheiden lassende Partner seine Angelegenheiten geregelt hat, geht es einfach gar nicht.

Eine Scheidung, vor allem mit Kindern, ist ein dermaßen großer Schnitt im Leben, kein einziges der vielfältigen Gefühle, die man dabei durchlebt, kann man in irgendeiner Form an jemanden abgeben, der es dann wieder in die Spur schiebt.
Man muss jeden Schritt selbst gehen, sonst kann man es nicht zufriedenstellend regeln.
Und man muss mit allen Entscheidungen, die es abverlangt, im Nachhinein auch leben können.
Ein Partner kann immer nur da sein und einen dabei begleiten.

Wie wäre es denn, wenn der Partner unklare Krankheitssymptome hätte.
Natürlich kann ich zu einem Arzt gehen und ihn fragen, was es sein könnte, oder was helfen könnte. Ich kann sogar schildern, wie der andere sich fühlt, wenn er mir das vorher versucht hat zu erklären. Aber hat er alles erklärt? Hat er jedes Gefühl, jedes Zwicken geschildert??
Auf die Idee käme keiner. Man würde natürlich sagen: Geh zum Arzt, lass dich untersuchen, er kann dir am besten helfen, wenn er dich selbst sieht und die richtigen Fragen stellen kann.
Ich kann ihm Tee kochen, kann ihm ein Bad einlassen, das Bett frisch machen, ihm was kochen, und all das macht es ihm erträglicher. Gesund werden muss er aber ganz alleine...

LG, Lesemaus


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« Antwort #19 am: 04. April 2009, 08:29:42 »

Hallo zuammen,

nun schreib ich doch auch was hier rein. Bin auch Zweitfrau oder "Next" - wie mich die Exfrau meines Mannes in diversen Foren nennt.
Ich habe die Diskussion hier sehr aufmerksam gelesen und habe nun ein paar Fragen:

- Wann ist es "Einmischung" und wann "Unterstützung"?
- Verweigert Ihr Eurem Mann die Hilfe, wenn er Euch darum bittet (z.B. ein "diplomatisches" Schreiben zu verfassen).
- Wie würdet Ihr Euch verhalten, wenn die Ex Euch im Fadenkreuz hat und gezielt versucht, Euch als Unmenschen darzustellen, der den Kindern schadet?
- Was tun, wenn die Ex sich direkt an Euch wendet? (Anrufe, E-Mails, Briefe,...)

Ich finde den Beitrag von Brille auch nicht so toll.
Das Wort "Gebrauchsanweisung".... ja.... gut..... nicht optimal, aber ich dachte echt "oh schön, ein Rat für mich denn ich bin Zweitfrau".
Dann lese ich das und versuche als doch recht selbstkritischer Mensch das ganze mal auf mich zu münzen und mein Verhalten zu hinterfragen.
Zugegebenermaßen mische ich mich auch ein. Jedoch muss ich sagen, dass mein Mann das gut findet und mir dankbar dafür ist, dass ich ihn (Achtung) "unterstütze":

Letztendlich ist es doch so in einer Partnerschaft, dass man möchte, dass es dem anderen (und ggf. auch dessen Kindern) gut geht. Das gilt für Frauen ebenso wie für Männer. Sobald eine Entscheidung ansteht wird darüber gesprochen. Bei uns geht das von "Was sollen wir heute kochen?" und "Was unternehmen wir am Wochenende?" bis hin zu "Wohin geht's in den Urlaub?" oder "Wofür geben wir das Geld aus?".
Dabei würde es auch bleiben, wenn es eben nicht das Thema "Ex-Frau" bzw. "Kind aus erster Beziehung" gäbe.
Da wir alles gemeinsam machen weil wir uns einfach lieben und eben nicht die "Luft zum Atmen" brauchen, die andere in ihren Beziehungen vielleicht für sich in Anspruch nehmen müssen, treffen wir auch in Sachen Umgang und Unterhalt gemeinsame Entscheidungen. Halt! Falsch formuliert!
ER trifft die Entscheidung und fragt mich zuvor um Rat. Schließlich ist sein Kind mein Stiefkind und Teil meines Lebens. Und auch die Ex ist nun eben in gewissem Maße Teil meines Lebens.
Als ich ihn geheiratet habe wusste ich das. Es ist schwerer als gedacht, das gebe ich zu, aber zusammen ist man eben einfach stärker.

Wenn einer weint, ist der andere da zum trösten.
Wenn einer nicht mehr weiter weiß, hat der andere einen Rat.
Wenn einer wütend ist, kann der andere ihn beruhigen.
Wenn einer keine Hoffnung mehr hat, dann macht ihm der andere Mut
...

Ich habe bei uns beobachtet, dass das "Weinen", "nicht weiter wissen", "wütend sein" oder "keine Hoffnung haben" bei uns sehr ausgeglichen ist.
Und ich weigere mich einfach nun zu glauben, dass ich zu viel getan habe.
Das muss jeder für sich entscheiden.
Ich sehe den Beitrag von Brille als "Denkanstoß", aber es wäre nicht richtig, wenn man nun als Zweitfrau ein schlechtes Gewissen bekäme oder gar die "Rollläden" runter lässt und den Mann im Stich lässt. V.a. nicht, wenn er sagt "ich brauche Hilfe".

Nun ist es doch mehr Text geworden als gedacht.
Eure Antworten würden mich aber echt interessieren.

Heidschnucke






« Letzte Änderung: 04. April 2009, 08:32:45 von heidschnucke » Gespeichert
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« Antwort #20 am: 04. April 2009, 11:04:19 »

Hallo,

ich bin nur eine zeimlich böse Ex, zumindestens aus der Perspektive bestimmter Menschen.

Ich kann nur sagen, dass ich darauf bestehe, die Dinge, die unseren Sohn betreffen, mit meinem Ex-Mann zu klären.
Zugegebenermaßen hat er da keine Lust drauf, aber er ist nun einmal der Vater.
Auch ich kann mir manchmal schöneres vorstellen, bin aber nun einmal die Mutter.
Da muss man sich dann halt mal zusammenreißen.

Seine jetzige Lebensgefährtin betrachte ich auch nicht als "Steifmutter" unseres Kindes, dann müsste ich ja tot sein.

Sie hat einmal versucht, mit mir Dinge zu besprechen, die ganz klar wir als Eltern zu besprechen haben, kam dann auch gleich mit dem "Du" an.
Ich habe ihr höflich mitgeteilt, dass sie mich gerne siezen darf und  ich das "Problem" mit dem Vater des Kindes besprechen werde.

Umgekehrt sehe ich es genauso: Ich würde mich als "Zweitfrau" nirgendwo reinhängen, was mich nix angeht und dazu gehört die Kommunikation mit der Ex-Frau.

Was die beiden miteinander zu besprechen und zu organisieren haben, ist nicht mein Problem.
Aber Unterhalt, Umgang, etc. sind Dinge, die Eltern besprechen.
Besucht der Junge den Vater, ist der hauptsächlich für ihn verantwortlich und damit immer mein Ansprechpartner.
Schwer verbitten würde ich mir auch, wenn sie mit Behördern, etc. sprechen würde.
Das ist definitv nicht ihr Job.
Was die beiden sonst über mich zu lästern haben, ist mir ziemlich egal. Die fahren ihren Stiefel und ich meinen.
Es geht mich absolut nix an, solange das Kind darunter nicht leidet.

Ich weiß auch nicht, ob es so gut, ist, die Probleme mit den Expartnern andauernd mit dem neuen Partner durchzukauen. Ich hätte da keine Lust zu, es gibt doch viel schönere Dinge als nur, oftmals nicht lösbare Probleme wiederzukäuen; man hat sich ja nicht umsonst getrennt und befindet sich in einer neuen Partnerschaft.

Irgenwie muss das doch einmal abgschlossen sein und auf einem erträglichen Niveau für die Eltern handhabbar sein, ohne dass das gesamte soziale Umfeld dabei involviert wird und alles zum Problem wird.
Gruß: Lavendel





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« Antwort #21 am: 04. April 2009, 12:22:12 »

Das Wort "Stiefmutter" gefällt mir persönlich auch nicht besonders. Ich sehe mich lieber als "Weggefährtin" oder "Freundin" und vielleicht werden manche "Geheimnisse" (erstes Verliebtsein etc.) auch eher mit Nicht-Eltern besprochen. Das meinte zumindest mein Mann, als ich mal wieder fertig war, weil ich nicht so recht wusste, welche Rolle ich hier spiele.
Dennoch muss ich Dich (Lavendel) korrigieren. Die Ex muss nicht tot sein, damit man Stiefmutter ist. Sogar in sog. "Regenbogenfamilien" kann es eine Mutter und eine Stiefmutter geben.

Wie hier bereits geschrieben wurde, müssen die Zweitpartner damit klarkommen, dass vor ihnen schonmal jemand da war. So weit so gut.
Es ist doch aber auch so, das "Erstpartner" lernen müssen damit umzugehen, dass der/die Ex eine neue Liebe findet.
Diesen Sachverhalt vermisse ich hier ein wenig.

Das Thema "Sie" oder "Du"... naja. Meiner Meinung nach gibt das "Sie" ein Signal an die Kinder, dass der/die Neue nicht in dem Maß akzeptiert wird wie es dem Kindeswohl vielleicht entsprechen würde.

Und was Behördengänge etc. angeht. Natürlich hat da der Zweitpartner nichts verloren. Er hat in der Regel kein Sorgerecht und ich denke, dass da auch die Behörde nicht mitmacht, wenn nun plötzlich Dritte daherkommen. Das steht auch gar nicht zur Debatte. Ebenso verhält es sich mit Abmachungen zwischen den Ex-Partnern (Unterhalt, Umgang, etc.). Da geb ich Dir vollkommen recht.
Wenn jedoch ein wichtiger Termin oder ein Schreiben oder sonst was ansteht, welches mein Mann ALLEIN zu erledigen hat und er bittet mich um Rat, dann werde ich einen Teufel tun und zu ihm sagen "geht mich nichts an". Und wie er dann handelt, das ist seine eigene Entscheidung.

Überlegt doch mal:
In Foren holt sich alle Welt Rat. Rat von Menschen die man nur sehr selten persönlich kennt. Und der neue Partner soll außen vorgelassen werden??? Häh???  c

Und zum Thema "Heldentum" muss ich nun doch auch noch (etwas überspitzt) meinen Senf abgeben:
Wenn Zweitmänner sich um ein Kind kümmern, dann sind es "total süße und tolle Typen, die sich ja so lieb um alles kümmern und kinderlieb sind und eben die absoluten Übermenschen" und bei Zweitfrauen heißt es dann "Tussy, die sich an das Kind ranmacht um beim Ex zu landen"...

Hatte mal die Idee ein Kinderbuch zu schreiben, in welchem auch Stiefeltern vorkommen (zur Abwechslung aber als "normale" Menschen und nicht immer wie in Grimms Märchen als Unmenschen). Ob sich dafür wohl ein Verlag interessiert? 

Schöne Grüße
Heidschnucke





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« Antwort #22 am: 04. April 2009, 12:50:53 »

Hallo, Heidschnucke,

ich glaube, dass das Leben als Zweitpartner schon zu einer Gratwanderung werden kann, insbesondere, wenn die Ex zum größten Thema wird und man sich als Allianz gegen sie versteht.
Insbesondere glaube ich auch, dass gerade Frauen gerne dem neuen Partner "helfen" wollen und seine Baustellen mit übernehmen.
Macht nur nicht viel Sinn.

Auch kann es dann ganz schnell passieren, dass meine eine Allianz gegen die Ex schmiedet und sich dabei ganz toll fühlt. Frei nach dem Motto, "Ich wir/ sind ja viel besser als die.

Ich finde nicht, dass das Siezen einer mir wildfremden Person dem Kindeswohl schadet.
Und nebenbei bemerkt, kann ich das Wort nicht mehr hören, es ist oftmals eine leere Phrase, die gedroschen wird, wenn Argumente fehlen.
Ich quatsche auch nicht jeden mir fremden Menschen mit "Du" an.
Das hat eher was mit Höflichkeit zu tun.

Eigentlich hat euch Brille doch einen guten Rat gegeben:
Nach vorne gucken, Grenzen ziehen und die eigene Beziehung leben, ohne den "Geist" der Ex.
Ehrlich gesagt:
Seitdem mein Exmann nicht mehr im gleichen Ort lebt und seine Freundin hat, geht's mir richtig gut.
Er hat nämlich keine Zeit mehr, mir mit irgendwas auf den Keks zu gehen.
Somit bin ich der Neuen sehr dankbar und hoffe, dass sie ihn noch lange beschäftigt.
Gruß: Lavendel
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« Antwort #23 am: 04. April 2009, 13:49:29 »

Moin,

Ich bin Froh, dass meine älteste Tochter einen guten "Zweitvater" hatte.

Mutter und ich hatten uns kurz nach der Geburt getrennt und sie sind 600Km weggegezogen, als sie von ihm schwanger wurde.

Sie wuchs bei ihm auf und er weiß sicher mehr von ihr als ich.

Ich weiß nicht, was gewesen wäre, wenn er ein A... gewesen wäre, war er aber nicht.
Er hat sich weder zwischen meine Tochter und mich gedrängt noch einen Unterschied zwischen meiner Tochter und seinen Kindern gemacht.

Dafür danke ich ihm.

Ich denke, unerwünschte Einmischung ist falsch aber konstruktives Mitwirken nicht.

Ich würde immer wieder versuchen, eine Verbindung aufzubauen und zum Glück hatten meine Exfrau und die Mutter meiner Ältesten auch nie ein Problem miteinander.
Auch meine Ex hat bei Ältesten mit geholfen, sich aber nicht eingemischt.

So würde ich es mir immer wünschen.

Gruss Beppo
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« Antwort #24 am: 04. April 2009, 13:55:05 »

Also Lavendel,

dein post kann ich nur unterschreiben!!
(und das mit dem "Du" oder "Sie" ist reine Einstellungssache)

Eine Zweitfrau sollte unterstützen, sollte sich einbringen und sollte sich aus den Sachen heraus halten, die Expartner unter sich zu besprechen und abzuklären haben. Ratschläge kann und wird sie immer geben, und im Normalfall wird sich der Partner die anhören und auch aufnehmen oder umzusetzen versuchen, oft fehlt ja vielleicht wirklich nur zeitweise eine gewisse Objektivität, also ist ein Ratschlag durchaus angemessen und hilfreich.

Was du beschreibst, sollte im Idealfall immer gelebt werden.
Vollwertige Partnerschaft, mit Idealen und Zielen, unter Einbeziehung von Kindern aus ehemaligen Beziehungen, so normal und unverkrampft wie möglich.
Respekt oder Neutralität dem Expartner gegenüber.
Strikte Neutralität den Kindern gegenüber, was Expartner angeht, sprich keinerlei "harmlose" aber doch meistens spitze Bemerkungen oder Werturteile.
Die Kinder haben die nicht einfache Aufgabe, allen Erwachsenen in ihrem Leben einen Platz zu geben. Sind alle diese Erwachsenen neutral und respektvoll zueinander, können Kinder das entsprechend frei und ungezwungen tun. Und nur so gewinnen im Endeffekt ALLE.
Die neuen Beziehungen, die Expartner (allein oder ebenfalls neu liiert), und die Kinder (die immer diejenigen waren, die keiner gefragt hat, und die die neuen Lebensumstände NIE so gewollt haben!!)

Zitat
Es ist doch aber auch so, das "Erstpartner" lernen müssen damit umzugehen, dass der Ex eine neue Liebe findet.
Diesen Sachverhalt vermisse ich hier ein wenig.

DAS ist der Knackpunkt.
Denn das ist mit das Schwerste für den Expartner selbst.
Daran sollte ein Expartner schwer arbeiten, und daran scheitert oft genug vieles, vom oben so "einfach" beschriebenen. Gefühle kann man nämlich nicht nach Belieben ausschalten. Aber auch für einen (verletzten) Expartner ist es enorm wichtig, genau diesen Prozess möglichst zielorientiert zu durchleben und ehrlich abzuschließen.
Von Anfang klar sein muss allerdings, dass dieser Punkt in keinster Weise die Kinder betrifft.
Für MICH persönlich war dies der schwerste Prozess und der einzige Teil, wo meine Neutralität und Objektivität je in Gefahr geriet. Fast.

'Ich bin Ex und Next.
Es gibt nach allen Seiten neue Partner und insgesamt 5 Kinder aus drei ehemaligen Beziehungen.
Es gab auf allen Seiten eine Menge Gefühle jeder Färbung.
Und es wird nie aufhören, dass man kommunizieren muss, dass man Respekt zeigt und Neutralität und hier und da mal zurück steckt.
Aber im Großen und Ganzen lebt jeder einzelne, bzw. jedes "Neupaar" SEIN Leben, und den Kindern wird die Möglichkeit gegeben, sich frei zu fühlen, sie haben überall ihren Rückhalt, ihre Nischen, ihre sicheren Bahnen. Daneben streiten und vertragen sie sich, wie in jeder Otto-Normal-Familie auch.... !


Liebe Grüße, Lesemaus

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