Hallo liebe Community,
hier meine kleine Geschichte mit anschließendem Hilferuf:
Ich bin mittlerweile 31 Jahre alt und mein Sohn ist gerade drei Jahre alt geworden.
Vor vier Monaten haben meine Expartnerin und ich uns getrennt. Leider kam es auf der Beziehungsebene nach der Schwangerschaft für eine sehr lange Zeit absolut nicht mehr ins Rollen und mündete darin, dass sie schlußendlich einen anderen wohl besser fand.
Vorweg, menschlich verstehen wir uns noch gut, wie eh und je. Können gut miteinander reden und kommen klar.
Nachdem ich vor vier Monaten ausgezogen bin, meine neue Wohnung bezogen hatte und soweit eingerichtet war, kam endlich das erste Wochenende an dem der Kleine bei mir übernachten sollte.
Wir haben viel miteinander unternommen und tagsüber war alles in bester Butter. Er hat manchmal ein bisschen gequängelt, dass er zur Mama will, das ging allerdings recht schnell wieder vorüber. Dafür gings abends dann richtig zur Sache, er wollte partout nicht bei mir schlafen, hatte regelrechte Panikattacken, für ein Kind das wirklich niemals weint recht ungewöhnlich. Er war leider absolut nicht zu beruhigen. Permanent wollte er nur zur Mama und in sein "eigenes" Bett (welches er bei mir natürlich auch hat). Ich muss dazu sagen, dass ich quasi Nerven aus Stahlseilen habe und immer sehr ruhig und einfühlsam mit ihm umgehe.
Das geht jetzt schon von Anfang an so und wird leider auch nicht besser. Ich möchte das dem Kleinen natürlich auch nicht auf Dauer zumuten. Also habe ich mich kurzerhand mit der Mama unterhalten und ihr vorgeschlagen, dass ich ihn samstags und sonntags morgens um acht Uhr zum frühstücken abhole und abends zwischen sechs und acht Uhr zum schlafen wieder bringe. Zumindest eine zeitlang, bis er sich daran gewöhnt hat. Das stiess bei ihr leider auf taube Ohren, da sie dann ja gar kein Wochenende mehr frei hätte und ich das nur machen würde, damit ich schön auf die Piste gehen kann (was, unter uns gesagt, ziemlicher quatsch ist, da ich ihn ja morgens wieder holen würde).
Ich weiss leider nicht, wie ich mit dieser Situation umgehen soll, mir zerreisst es das Herz, wenn ich ihn am Wochenende so leiden sehen muss und nichts dagegen tun kann. Auch möchte ich ihr unter Garantie nicht ihr Leben vermiesen, im Gegenteil, mich würde es freuen, wenn der Kleine wieder täglich eine Vaterfigur um sich hat.
War jemand zufällig schon in einer ähnlichen Situation bzw. hat eine solche gemeistert oder auch nur einen guten Tipp?
Vielen Dank fürs Lesen und schöne Grüße
neco
Hi neco
Und wilkommen bei v.s.
Dieses Thema hatten wir vor kurzem doch schonmal, meine ich,.....egal.
Der Kleine ist drei und mit drei Jahren, sind Kinder schon clever.
In ''normalen'' Familien versuchen sie gerne die Eltern gegeneinander auszuspielen.
Du solltest den Kleinen nicht wieder zur Mutter bringen, wenn er wieder mal quängelt.
Machst du das einmal, machst du das immer wieder.
Versuche ihn abzulenken, mit spielen, Geschichten erzählen etc.
Wenn er erstmal kapiert hat, das er bei dir schläft und du dir nicht auf der Nase rumtanzen lässt, wird es besser.
Gruss Wedi
Moin,
gibt "übernachten" als Suchbegriff ein und du wirst einige Stunden lesen können.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Moin neco,
falls es Dir hilft: Stel Dir einfach vor, Du wärst noch mit Deiner Partnerin zusammen - und Euer Sohn würde nicht bei EUCH übernachten wollen: Nimmt man dann das Telefn und sucht jemanden, bei dem das klappt?
Kinder sind keine Maschinen; sie tun auch unvorhersehbare Dinge und haben ihre Mucken und Launen. So wie Du Deine Ex schilderst, freut sie sich über den Freizeit-Zugewinn durch die Papa-Wochenenden (was sehr zu begrüssen ist!); zudem kannst Du daraus schliessen, dass die momentanen Probleme nicht auf den Einfluss Deiner Ex zurückzuführen sind.
Wenn A nicht hilft, funktioniert vielleicht B. Vielleicht machst Du mal nicht nur das Standard-Programm "jeder schläft in seinem Zimmer", sondern ein häusliches Matratzen- oder Zeltlager mit Buch-Vorlesen bei Taschenlampen-Licht o. ä. Einfach zu Muddi abschieben, weil ein 3-Jähriger das so will ist eine schlechte Idee. Du würdest ja auch nicht jeden Tag nur Pommes pur zum Mittagessen machen, nur weil Sohni das so möchte.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo neco,
hast du schon versucht, dich zu ihm zu legen, damit er in deinen Armen einschlafen kann ?
Möglicherweise tut er sich schwer, sich an die ungewohnte Umgebung, die er nur alle 14 Tage hat, zu gewöhnen.
Gut ist, dass deine Ex anscheinend nicht versucht, deinen Sohn gegen eine Übernachtung bei dir zu beeinflussen.
Grüße
Thomas
