KM will Kontakt zum...
 
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KM will Kontakt zum Kind an meinem Umgangswochenende

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(@herbart)
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Hallo, mein Sohn ist 1,5, die KM hat sich vor 2 Monaten getrennt und ist mit ihm augezogen. Habe kein SR aber Umgang.
Situation: KM macht in aktueller Ansage den Umgang für ein (verlängertes) Wochenende davon abhängig, dass sie uns jederzeit aufsuchen kann, um den Sohn zu sehen.
Sprich: Wenn ich das irgendwie nicht gut finde, bin ich raus.
Für mich eine Zumutung.

Muss ich das? Worüber bin ich überhaupt zur Auskunft verpflichtet? Muss ich angeben wohin wir fahren, was wir machen, essen, wen wir treffen, wo wir gerade sind?
Muss ich immer mein Telefon dabeihaben, um sicherzustellen, dass sie mit dem Kind sprechen kann?

Ich hoffe nicht.

Wie geh ich damit um? (Unter besonderer Berücksichtigung der Problematik: "Ich würde ihm ja gern das GSR zugestehen, aber die Kommunikation mit ihm ist leider so schwierig!")

Dankbar für alle Tips und Ratschläge,
herbart


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Zitat
Themenstarter Geschrieben : 18.08.2012 17:46
(@brille007)
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Moin herbart,

nein, das musst Du natürlich nicht; Du allein bestimmst, was Du während Deiner Umgangszeit mit Junior machst, ob Du ein Telefon in der Tasche hast und ob Du Dich kontrollieren lässt. Allerdings sitzt Deine Ex insofern am längeren Hebel, dass sie dann jederzeit sagen kann "ok, dann findet eben kein Umgang mehr statt!"

Wenn Du also nicht klein beigeben möchtest (was ich gut verstehen kann), musst Du Dich auf eine sofort von Dir einzureichende Umgangsklage gefasst machen, damit der Umgang und seine Modalitäten gerichtlich geklärt und festgeschrieben werden können. Möglicherweise genügt ja auch die klare Ansage an Deine Ex, dass Du das ganz sicher tun wirst, wenn sie dem Umgang Steine in den Weg zu legen versucht.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 18.08.2012 17:57
(@herbart)
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Danke. Das klingt vernünftig.

Bei anderer Ansprache wär es sicher gar kein Problem sie mit dem Kind telefonieren zu lassen (wenn ich mein Telefon dabei habe), aber das zur Bedingung für den Umgang zu machen - erschwert die Sache ungemein. Aber es ist wie mit vielen anderen Sachen - ich hoffe dieses hysterische "WENN NICHT" - "DANN" - weicht in hoffentlich naher Zukunft einem "ich fände gut, wenn ..." oder "ich würde gern ..."
hach, wär das schön ...


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Themenstarter Geschrieben : 18.08.2012 18:14
(@herbart)
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Dazu fällt mir noch die Argumentation gegen einen zusätzlichen Umgangstag in der Woche ein.
Der wäre nicht nötig, weil ich immer kommen könne um meinen Sohn bei ihr zu Hause zu besuchen.
So, wie sie eben auch uns besuchen kommen will.

Abgesehen davon, dass ich gar keine Lust habe meinen Sohn in dieser FrauenWG zu besuchen, geschweige denn mit ihr mehr als notwendig konfrontiert zu sein, bekommt sie ja noch nicht mal eine vernünftige Übergabe an einem neutralen Ort hin. Da wird kein Wort gesagt, mir mein Sohn aus der Hand gerissen, weggerannt, der Teddy vergessen.
Danach befragt, gab es als Begründung: "dass meine gefühle aus ohnmacht dann hervorbrechen ist der verfahrenen situation geschuldet."

Das diese Kluft zwischen Anspruch ("Ich bin easy.") und Realität ("ich bin komplett verkrampft.") einfach nicht realisiert wird, ist schon in gewisser Weise beängstigend.


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Themenstarter Geschrieben : 18.08.2012 18:52
(@ingo30)
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Hi Herbart,

die KM hat in Deinem Umgang nichts zu suchen. Genauso, wie Du dich in ihr Leben reindrängst (was manche KVs ja auch ganz gerne mal machen). Mach ihr das nochmal vernünftig deutlich. Dazu gehört auch die gesetzliche Verpflichtung beider Elternteile den Umgang zu fördern.

Auch der Besuch der Oma, des Streichelzoos oder sonstwelcher Örtlichkeiten gehen die KM nichts an.

Der wäre nicht nötig, weil ich immer kommen könne um meinen Sohn bei ihr zu Hause zu besuchen.

Diese Aussagen sind nichts weiter als Unfug und meist der Beginn einer Karriere als Kindsbesitzerin. Umgang hat geplant und regelmäßig zu erfolgen, damit Kind und beide Elternteile sich darauf einstellen können. Dazu wird Deine Exe bzw. Du auch alsbald mal wieder neue Partner haben. Auch dafür ist ein geplanter Umgang wichtig.

Ansonsten wirst Du in kürzester Zeit als billiger Babysitter eingesetzt (wenn die KM arbeiten muss, mal dienstlich weg muss), danach wird der Umganng aber gegen 0 gehen. Also sofort aktiv werden. Gruß Ingo

P.S. Telefonate mit einem 1,5 jährigen Kind stell ich mir sehr "dynamisch" vor. Auch das ist lächerlich in meinen Augen und nur ein Vorwand um Kontrolle über Dich auszuüben.


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Geschrieben : 18.08.2012 19:22
(@l3nnox)
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Wie geh ich damit um? (Unter besonderer Berücksichtigung der Problematik: "Ich würde ihm ja gern das GSR zugestehen, aber die Kommunikation mit ihm ist leider so schwierig!")

Hi..
bei dir ist die Sache noch sehr frisch (2 Monate) und das Kind noch recht klein. Insofern ist das nichts ungewöhnliches, dass die KM dir als Mann nich allzuviel zutraut beim Umgang mit dem Kind.
Aus eigener Erfahrung kann ich dir folgenden Tip geben: War bei mir anfangs absolut genauso. Ich hab ihr dann per smartphone (MMS/whatsapp) als mal ein paar nette Bilder vom Kind gemailt auf denen er happy ist und was tolles macht. Dazu kam bei mir, dass mein Kind sehr gern zu mir kommt und das auch der Mutter gesagt hat im Alter von 3 etwa. Dann hat sie nach wenigen Monaten begriffen, dass es
a) dem Kind sehr gut gefällt beim Papa
b) der Papa sich super ums Kind kümmern kann
c) die Mama auch mal Wochenends was unternehmen kann was vorher wegen dem Kind nicht ging.

Ich habe mich also anfangs kooperativ gezeigt und als sie verstanden hatte, dass Papawochenende was Gutes für alle Beteiligten ist, hat sie mich sogar gefragt ob ich nicht schon Donnerstags abholen kommen könnte statt Freitags und Ferien waren den Sommer auch kein Thema mehr.


Am reichsten sind die Menschen, die auf das meiste verzichten können
Rabindranath Tagore

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Geschrieben : 18.08.2012 22:49
(@herbart)
Rege dabei Registriert

P.S. Telefonate mit einem 1,5 jährigen Kind stell ich mir sehr "dynamisch" vor. Auch das ist lächerlich in meinen Augen und nur ein Vorwand um Kontrolle über Dich auszuüben.

Ja sicher, zumal Sie sonst als eingefleischte Esotherikerin nicht müde wird sich vor Strahlung aller Art zu fürchten und das jedem mitzuteilen und auszuleben. "Am liebsten aufs Land ziehen!" und "böse, böse Strahlen!" Komischerweise kann sie aber beschwerdefrei stundenlang mit einer Freundin telefonieren.
Ich bin der Meinung, das man ziemlich deutlich sieht und spürt, dass der Vorgang des telefonierens für so ein kleines Kind wenig Sinn macht. Wenn man SIEHT und zwar nicht nur, was man sehen will.

Mich deprimiert dieser Blödsinn gerade wieder so sehr. Dieses blödsinnige "es ist mein Kind"- Denken. Diese sinnlosen, demütigenden Machtspiele. Dieser Hass, diese Falschheit, diese manische Besessenheit den Vater loszuwerden, zu beleidigen, sein Umfeld, seine Freunde zu infiltrieren und sie zu vergiften - und das alles, weil er die bodenlose Dreistigkeit und Frechheit besitzt sein Kind zu lieben und sich darum kümmern zu wollen.


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Themenstarter Geschrieben : 19.08.2012 12:36
(@herbart)
Rege dabei Registriert

Insofern ist das nichts ungewöhnliches, dass die KM dir als Mann nich allzuviel zutraut beim Umgang mit dem Kind.

Das ist bei uns nicht das Thema da ich mich von Anfang an hälftig um das Kind gekümmert habe und sie zum Beispiel bereits schon vor einem Jahr schon mal ganz lässig eine Woche allein eine Freundin im Ausland besucht hat. Ich war auch schon mehrmals alleine mit ihm unterwegs, seit er ein bisschen grösser ist, ist das auch deutlich stressfreier und macht uns beiden richtig Spaß. Das weiß sie auch und ist - eifersüchtig? Also eher andersherum. Es läuft "zu gut" zwischen mir und meinem Sohn sozusagen.

Hier gehts, denke ich wirklich eher in die Richtung "Etablierung als Kindsbesitzerin".


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Themenstarter Geschrieben : 19.08.2012 12:52
(@ingo30)
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Hi Herbart,

deshalb grätsch auch jetzt schon dazwischen bzw. arbeite hier mit Hilfe des Forums ein tragfähiges Umgangskonzept aus, dass Du ihr dann in Ruhe vorstellst.

Wie Du schon schreibst, haben viele Exen in Ihrer Wahrnehmung immer das Bild eines total unkommunikativen "Trottels" vor Augen, der nicht an der Sache arbeitet und die arme KM mit ihren Alltagssorgen nicht Ernst nimmt. Also zeig ihr, dass es besser geht 😉 

Lehnt sie dieses ab, geht der nächste Weg zum Vermittlungsgespräch beim JA. Frag Deine Exe doch mal, ob sich ihr Charma in schlichten Behördenräumen mit Neonröhre an der Decke so gut entwickelt und ob ihr nicht hier als erwachsene Menschen selber Entscheidungen treffen wollt.

Manchmal reicht es auch schon, wenn unabhängige Dritte mal ein Wort dazu sagen. Aber Du musst ihr vermitteln, dass Du dieses "Spring mal lieber Ex, so wie ich das will" nicht mitmachen wirst. Die Forenerfahrung zeigt ziemlich eindeutig, dass Einlenken in diesen Situation auf kurz oder lang zum totalen Umgangsboykott führt, da Deine Exe Dein Verhalten als Schwäche auslegen wird. Gruß Ingo


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Geschrieben : 19.08.2012 13:02
(@fruchteis)
Registriert

Moin Herbart,

ganz oben steht der Umgang mit Deinem Kind. Er bestimmt Deine gelebte Vaterschaft!
Diesen Umgang würde ich daher nichtr gefährden, festigen und ausbauen.

Dazu würde ich einiges an 'Ungezogenheiten' der Mutter in Kauf nehmen. Denn sollte es doch mal zu massiven Streitigkeiten zum Umgang auch vor Gericht kömmen, dann könnte die Kontinuität des bis dahin organisierten Umgangs eine gewisse Rolle spielen.

Etabliere Dich als Vater!

W.


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Geschrieben : 19.08.2012 13:06




(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Wildlachs,

Dazu würde ich einiges an 'Ungezogenheiten' der Mutter in Kauf nehmen

Das sollte er mal schön bleiben lassen. Macht er das, gerät er in den beschriebenen Kreislauf aus Schwäche und Ausnutzung, der letztlich im totalen Umgangsboykott endet. Herbart hat jetzt die Chance, aktiv an der Sache zu arbeiten und den Umgangsdreisprung anzuwenden. Das macht sicherlich mehr Sinn. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 19.08.2012 13:09
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin

Ich würde es eher wie Lennox halten:

Scheinbar an solchen Stellen "kooperieren" wo reines Info geben nicht weh tut:  Klar kannst Du doch bei der Abholung sagen, dass ihr diesesWE bei den Großeltern seid, oder am So Nachmittag in den Zoo geht. Und logisch, schickst Du ihr, zu einem Dir genehmen Zeitpunkt, ein paar Fotos, wo sie sehen kann wieviel Spass ihr habt... Damit vergibst Du Dir nichts.

Und klar, kann Ex ja versuchen, Dich auf dem Handy anzurufen. Ob Du dran gehst, entscheidest letztendlich Du. Aber gerade um anfangs "kooperativ" zu wirken, tut es wirklich nicht weg, sonntags um 11 Uhr, wenn es passt und ihr nicht gerade in der Kirche sitzt, auch kurz , mit ihr zu telf (also Du mit ihr)

Wichtig ist mE ihr vorzugaukeln, dass sie Kontrolle hat, sodass sie nicht boykottiert. Tatsächlich Du aber Dein Ding mit dem Kind machst und Dich nicht einschränken lässt. Dazu gehört vermutlich auch, irgendwann ihr die Grenzen aufzuzeigen; wenn sie bis dahin nicht die Lust verloren hat. Aber bis dahin hat sich hoffentlich ein wenig Kontinuität gezeigt...

Gruß, Toto


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Geschrieben : 19.08.2012 13:58
(@herbart)
Rege dabei Registriert

Etabliere Dich als Vater!

Ja, cool das wird mein Leitspruch für die nächsten Wochen!

Hier geht es schlicht darum, Macht zu demonstrieren und panisch Beweise für "schlechte Kommunikation des Vaters als Grundlage für die Ablehnung des GSR" zu provozieren und zu sammeln.
Das Mittel sind Ansagen, die aus der Machtposition ASR heraus getroffen werden und von denen vermutet wird, das sie für den anderen inakzeptabel sind.
Dann wird sich hingestellt: "Kommunikation ist ganz schlecht! Immer Diskussionen!" und das Jugendamt sagt "Oh, dann lieber kein GSR!"
Ziel erreicht! - aber um welchen Preis?

Ich bin immer noch am Überlegen, ob diese leidige Panik vor dem GSR - um etwas anderes geht es nämlich nicht - die immer wieder zu irrationalen Situationen und Entscheidungen führt nur durch einen Antrag und Gerichtsentscheid zu kurieren ist.
Was anderes fällt mir inzwischen nicht mehr ein.
Wenn wir es nicht schaffen, den Loop "Ich brauch pro Woche wenigstens drei Beweise, dass er schlecht kommuniziert! Wie mach ich das am besten?" zu durchbrechen, kommen wir in Teufels Küche.
Für meine Begriffe kann nur eine bindende ENTSCHEIDUNG zum SR diesem Teufelskreis ein für alle Mal die Grundlage entziehen.
Meine Position kann sich nicht verschlechtern. (Falls die Frage auftaucht, warum ich so erpicht darauf bin - Annerkennung des Vaters als Elternteil auch auf rechtlicher Ebene + (ganz wichtig) ABR!)

Was ist der "Umgangsdreisprung"? Mediation, JA, Gericht?

Ja und sicher bin ich bereit zu kooperieren, nichts anderes tu ich die ganze Zeit - es geht um Ansagen wie: "Wenn ich euch nicht besuchen kommen kann, fällt das in Zukunft komplett flach!" Sie weiß, das ist für mich komplett inakzeptabel und wir beide wissen, dass sie es noch nicht mal hinbekommen würde - aber kann ich dem deshalb zustimmen und das Thema ist gegessen? Nein, dann kommt das nächste Ding. Und dann wird es immer absurder. Es geht nicht um diese Sache - es ist eine Selbstvergewisserung der Macht. 


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Themenstarter Geschrieben : 19.08.2012 14:35
(@diskurso)
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Dann wird sich hingestellt: "Kommunikation ist ganz schlecht! Immer Diskussionen!" und das Jugendamt sagt "Oh, dann lieber kein GSR!"
Ziel erreicht! - aber um welchen Preis?

Mein Rat dazu: keine Diskussionen um das GSR so kurz nach der Trennung.
Sollten demnächst keine wesentlichen Entscheidungen fällig sein (bei denen ihr unterschiedlicher Meinung seit) halte Dich ganz diplomatisch noch mindestens einige Monate damit zurück.
Thematisiere das solange nicht, bis der Umgang einigermaßen stabil und reibungslos verläuft.
GSR-Diskussionen könnten momentan 1. den Umgang generell gefährden (KM wird panisch) und sind 2. bezüglich eines künftigen Gerichtsverfahrens taktisch unklug.
GSR-Verfahren bei gleichzeitigem Umgangsstreit sind in der Regel von vornherein aussichtslos - OT OLG-Richter: "Wie soll denn ein GSR funktionieren, wenn Sie sich noch nicht einmal einvernehmlich über den Umgang einigen können?" ...


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Geschrieben : 19.08.2012 14:56
(@diskurso)
Registriert

Hallo herbart,

Muss ich das? Worüber bin ich überhaupt zur Auskunft verpflichtet? Muss ich angeben wohin wir fahren, was wir machen, essen, wen wir treffen, wo wir gerade sind?
Muss ich immer mein Telefon dabeihaben, um sicherzustellen, dass sie mit dem Kind sprechen kann?

Nein, rein rechtlich sieht die Situation so aus:

Leitsatz eines Urteils vom OLG Frankfurt vom 14.04.2003 - 4 UF 102/02:

Wer das Kind gerade in Obhut hat, bestimmt nach § 1687 BGB auch was gemacht wird. Der Vater darf genausowenig vorschreiben, was die Mutter unter der Woche mit dem Kind zu tun und zu lassen hat. Der Vater darf mit dem Kind auch ohne mütterliche Genehmigung beispielsweise in einen Kurzurlaub. Solange die Rückgabezeiten eingehalten werden und das Kindeswohl nicht gefährdet ist, ist das mütterliche hineinregieren abzulehnen. Insbesondere damit verbundene Drohungen sind unzulässig.

Für das "gute Gefühl" der plötzlich seit der Trennung überbesorgten Mutter kannst Du Ihr ja trotzdem ganz diplomatisch mitteilen, wo Du Dich so ungefähr während der Umgangszeiten mit dem Kind befindest.
Maximal ein Telefonat pro Umgangswochenende würde ich (anfangs) auch zulassen, Dein Handy hast Du sicher ohnehin immer dabei.
Du musst die schwierige Balance finden, Ihr das Gefühl zu geben, dass sie genug Einfluss hat, während Du dabei das durchsetzen kannst, was Du willst (ohne das sie das bemerkt).

Dazu fällt mir noch die Argumentation gegen einen zusätzlichen Umgangstag in der Woche ein.
Der wäre nicht nötig, weil ich immer kommen könne um meinen Sohn bei ihr zu Hause zu besuchen.

Ohne eine verbindliche Umgangsvereinbarung wird es zukünftig immer Streit um den Umfang geben.
Spontane Überraschungsbesuche beim anderen Elternteil, der gerade Umgang hat, sind absolut tabu.

Über KindesesitzerInnen lies mal dies hier:
http://derstandard.at/1323916644373/Der-traumatische-Kreidekreis


AntwortZitat
Geschrieben : 19.08.2012 15:01
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Herbart,

beim Umgagsdreisprung versuchst Du zuerst mit der KM selbst eine verbindliche Umgangsregelung hinzubekommen. Das kann mündlich geschehen, hilfreich ist aber auch oft das Ganze einmal schriftlich zu formulieren und dann an die KM zu schicken (insb. wenn die Kommunikation schwierig ist). Dann bitte aber vorher den Entwurf hier einstellen und die Experten können alle mal drüber schauen und die (oftmals vorhandene) Emotionalität aus dem Schreiben rausnehmen. Vorteil: Du kommunizierst verbindlich, was Du Dir vorstellst und die KM weiß woran sie ist. Ziel: Der Umgang wird so einvernehmlich geregelt, keine Dritten sind notwendig.

2. Phase: Lehnt die KM ab, geht es weiter zum JA zwecks Vermittlungsgespräch. Auch wenn das JA keine Bindungswirkung hat, erledigst Du zwei Dinge: Erstens kriegst Du und Deine Ex auch mal Unterstützung Dritter, zweitens wird bei weiterer Ablehnung der KM dies schon mal protokolliert und Du hast den Schritt, zu dem Dich das Gericht eh auffordern würde, schon erledigt.

3. Phase: Auf zum Gericht und dort den Umgang regeln lassen. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 19.08.2012 15:08
(@herbart)
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Sollten demnächst keine wesentlichen Entscheidungen fällig sein (bei denen ihr unterschiedlicher Meinung seit) halte Dich ganz diplomatisch noch mindestens einige Monate damit zurück.
GSR-Verfahren bei gleichzeitigem Umgangsstreit sind in der Regel von vornherein aussichtslos.

Ja, ich würde mich gern auch noch einige Jahre zurückhalten, aber die Ankündigung "Ich zieh einfach mit ihm weg!" kam bereits und die ist für meine Begriffe auch durchaus ernstzunehmen.
In dem Moment, wo sich eine Gelegenheit in einer Landkommune/ ein nette, esotherisch verwandte männliche Seele mit einem schicken Haus im Grünen bietet - ist sie weg.
Und zwar ankündigungs- und skrupellos. So sieht es aus.

Und unser Sohn "hat damit einfach gar nichts zu tun." Das ist mir auch schon versichert worden.

Einen Umgangsstreit gibt es im Moment nicht. Weil ich mich nicht provozieren lasse.
Von mir organisierte Mediationsgespräche werden vertagt und Terminvorschläge gemacht, wo sie genau weiß das ich im Urlaub bin.
Die einzige Variante, wo sie sprechen will ist das Jugendamt. Alles getreu der Strategie: "Ganz schlechte Kommunikation, Können leider nur über das Amt kommunizieren - Sorgerecht? Lieber nicht!"
Habe bisher intuitiv vermieden mich in solche "öffentlichen Kämpfe" verwickeln zu lassen und immer wieder um erwachsene, zwischenmenschliche Klärungsansätze gebeten. Oder um neutrale Moderation.
Dieses permanente Entgegenkommen meinerseits und das Beschimpftwerden dafür ist keine tragfähige Perspektive für mein Leben.

Und solange das Machtmonopol besteht, sehe ich bei ihr da keinen Änderungsbedarf.
Ich würde mir wünschen, dass sie begreift, dass sie ein Kind hat und kein Haustier - und das es ein Glück für ein Kind ist einen Vater zu haben, der sich kümmert.

Vielleicht wäre der Antrag auf GSR auch ein Statement dafür, es ernst zu meinen.


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Themenstarter Geschrieben : 19.08.2012 15:34
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Herbart,

Einen Umgangsstreit gibt es im Moment nicht. Weil ich mich nicht provozieren lasse.

Das ist ja auch gut so - nur, Du schreibst ja selber, was da schon für Ankündigungen kommen. Hier kommst Du mit dieser Strategie nicht mehr weiter.

Warum soll es schlecht sein, über das JA zu kommunzieren? Du wirst dies eh bald zwangsläufig machen müssen, spätestens wenn sie wirklich ihre Umzugspläne umsetzt.

So schön das GSR auch ist - es hilft Dir keinen Deut mehr dabei, den Umgang auch konkret zu verbessern oder zu gestalten. Das müsst ihr selber tun als Elternteile und dazu auch dann die vorgesehenen Wege einhalten.

Die einzige Variante, wo sie sprechen will ist das Jugendamt

Wo ist das Problem? Angst Dich schlecht darzustellen? Du bist doch kooperativ und freundlich und stellst Dich dort auch so vor.

Aus meiner Sicht blockierst Du Dich gerade selber mit Deinen GSR Gedanken. Deine Exe gewinnt so Handlungsoptionen, die sie wahrscheinlich durch faktische Entscheidungen untermauern wird. Während Du noch bei einem Mediator sitzt, zu dem sie nicht kommen wird. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 19.08.2012 15:43
(@herbart)
Rege dabei Registriert

Warum soll es schlecht sein, über das JA zu kommunzieren?

Weil es ein AMT ist?
Weil es nicht neutral ist?
Weil es bereits für das Gericht protokolliert?
Weil es die "Kommunikationsunfähigkeit" manifestiert?
Weil es Schritt 2 im Dreisprung ist?
Weil ich mit der KM tragfähige Einigungen erziehlen will und muss und nicht nicht auf Ansagen vom Amt oder Gericht agieren möchte?

Es ist wie du sagst: Zum Amt können wir immer noch gehen! Es ist der zweite Schritt.

Und ich denke, es macht schon einen Unterschied ob gemeinsames ABR besteht oder nicht.
Und wahrscheinlich hast du Recht - ich blockiere mich im Moment mit dem GSR Gedanken - indem es aus Furcht vor Abweisung, oder Rücksicht auf die KM ein Gedanke bleibt.
Wenn ich da weiter nur darüber nachdenke, zieht sie irgendwann einfach weg und ich beiss mir in den Allerwertesten über meine Dummheit und mein Zögern.


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AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 19.08.2012 16:08
(@diskurso)
Registriert

Hallo herbart,

aus Zeitgründen erst einmal nur dazu:

Und ich denke, es macht schon einen Unterschied ob gemeinsames ABR besteht oder nicht.

Jein.
Eine echte KinderbesitzerIn kümmert der rechtliche Status eines ABR einen feuchten Irgendwas.
Will sie wirklich den Ort wechseln, wird auch bei gABR kein Amt für Dich und das Kind tätig.
Den rechtlichen Status eines gABR als Vater erst einmal zu erlangen ist schon schwer genug, ihn dann aber auch noch vollstrecken zu können ...


AntwortZitat
Geschrieben : 20.08.2012 00:08




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