hallo zusammen,
seit neuestem muss ich mich auch mit dem thema trennung und allem was dazu gehört auseinander setzen.
meine ersten recherchen haben mich hierher geführt, ich habe gelesen und gelesen - aber nun eigentlich mehr fragen als vorher. also bin ich nun aktiv geworden und habe eine erste (von sehr vielen -) frage. ich fange mit dieser an, da sie mir am drängensten erscheint.
es gibt sorgerecht, umgangsrecht und unterhaltsrecht - aber wer die kinder betreut wird irgendwie immer nur "nebenher" mit eingebracht. auch in artikeln hier und anderswo gibt es zwar ellenlange psychologische abhandlungen und hinweise der papa möge sich doch am wochenende auch um die kinder kümmern, aber das trifft es meines erachtens nicht.
worauf will ich eigentlich hinaus: meine frau und ich wollen uns trennen und wir haben zwei kinder(10&16). wir wollen uns beide um sie kümmern (vielleicht im 14tägigen wechsel), aber dazu finde ich kaum hilfestellungen -ist die wechselei gut? wie kann man das organisieren? wie weit sollte man höchstens auseinander wohnen? usw.
vielleicht bin ich blind hier durch und finde nur die richtige stelle nicht?!
Gruß
Rob
Hallo Rob,
zunächst einmal: Herzlich willkommen bei vatersein.de, dem Forum auch für friedliche und vernünftige Trennungen.
Zu Deinen Fragen: Google mal nach Begriffen wie "Wechselmodell" oder "Doppelresidenzmodell" - da wirst Du mehr finden, als Du in diesem Leben lesen kannst.
Dein Ansatz ist sehr vernünftig - ich würde Dir und Deiner Frau trotzdem raten, bei einem Mediator eine Familienberatung/Sorgerechtsmediation durchzuführen. Viele der anstehenden Fragen kann man als Trennungs-Unerfahrener nicht mit Hausmittelchen lösen. Zusätzlich solltet Ihr vereinbaren, vorerst Anwälte und "wohlmeindende Berater" aus dem persönlichen und familiären Umfeld aus dem Spiel zu lassen - sobald die ins Spiel kommen, kochen erfahrungsgemäss leicht die Wogen hoch.
Grüssles aus'm Wilden Süden
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo Rob,
auch von mir ein herzliches Willkommen. Da ich ja sonst eher konträre Meinungen pflege ist das mal ne Möglichkeit was positives zu schreiben 🙂
Ich find das toll was ihr vorhabt. Gerade bei Kids in dem Alter. Wichtig finde ich, dass ihr so wohnt dass die Kids von beiden aus die Schule und Freunde gut erreichen können und.. naja.. auch mal eben den "klüngel" den sie vergessen haben beim anderen abholen können*g
Ich wünsch euch viel viel Glück bei eurem Vorhaben. Bleibt Eltern auch wenn ihr kein Paar mehr seit.
LG
Nena
Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum
hallo nochmal
das ging ja eher flott!!
Zu Deinen Fragen: Google mal nach Begriffen wie "Wechselmodell" oder "Doppelresidenzmodell" - da wirst Du mehr finden, als Du in diesem Leben lesen kannst.
ja, das war wohl der durchbruch - Danke.
Ich find das toll was ihr vorhabt.
toll finde ich das ganze weniger - nun, ich versteh schon was gemeint ist, aber die gesamtsituation schreit zur zeit nicht nach begriffen wie toll. aber Danke für die aufmunterung.
gruß Rob
Hi,
vergiß nicht, auch mal im Forum mit den benannten Begriffen und den Begriff: 50/50 oder 50:50 zu suchen.
Zu deinen Konkreten Fragen:
-ist die wechselei gut?
Kann man so nicht sagen, jedes Kind reagiert anders darauf - ob ein Wechselmodell nicht funktioniert, werdet ihr merken. Den 16-Jährigen würde ich fragen, was er will.
wie kann man das organisieren?
Seht ales im Ermessen eurer Elterlichen Entscheidungs-Hoheit. Faustregeln: je jünger die Kinder, desto kürzer die Wechselabstände. 2. Je besser die Eltern Paar- und Elternebene trennen können, und je mehr sie in der lage sind Kindeswohlorientiert zu kommunizieren, desto besser.
Es gibt übrigens auch noch das sog. "Nestmodell". Da tauschen die Eltern z. B. wöchentlich, und die Kinder bleiben in einer Wohnung. Dies Modell gibt es selten, weil es teuer ist und ein hohes Maß an Vertrauen erfordert. Aber kennen sollte man es schon auch.
wie weit sollte man höchstens auseinander wohnen?
da gibt es keine Regel, nur: je näher, desto besser - allerdings für das Verhältnis der Eltern ist es gefährlich z.B. Tür an Tür zu wohnen.
Ich habe bis jetzt 18 km von der KM entfernt gewohnt (mit Auto und erehöhter Bring-/Hol-Bereitschaft meinerseits ging das gut, jetzt ist Sohnemann aber in der Schule, und ich ziehe in die Nähe (2 km) der KM - weil irgendwann soll er es sich auch aussuchen können, wo er dann mal schlafen will.
Gruß
haddock
