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Ist das Umgangsboykott ?

 
(@soulsister)

Hallo !!

Wie schon in anderen Threads berichtet leben seit Weihnachten die Kinder meines LGs bei uns. Wir haben nun seither 14- tägiges Umgangsrecht mit der Mutter eingehalten.
Nun war es dieses Wochenende wieder so weit. Doch der Junge wollte heute nicht mit ihr fahren. Er hatte sich mit seinem Freund verabredet und den wollte er besuchen, sowie auch ausgemacht, dass der Freund morgen bei ihm schläft. Wir haben die Mutter gestern per SMS darüber benachrichtigt und sie war damit einverstanden. Doch kurz darauf viel ihr ein, dass am Samstag die Verfahrenspflegerin zu ihr kommen würde und dann B. da sein müsse.

Heute mittag kam sie nun um die Kinder zu holen. Wir sagten ihr, dass wir morgen B. zu dem Termin zu ihr bringen würden und dann wieder mitnehmen. Sie erklärte sich, zu unserem Erstaunen damit einverstanden und nahm nur das andere Kind mit.

Kurze Zeit später kam eine SMS der Verfahrenspflegerin, in der sie uns des Umgangsboykottes beschuldigt.. Ich rief sie an und wollte ihr die Sachlage erklären. Doch sie lies mich zuerst überhaupt nicht zu Wort kommen, sondern sagte, wir hätten der KM gegenüber behauptet, dass wir mit ihr abgesprochen hätten, dass B. bei uns bleibt  und morgen erst kommt. Die KM sei nicht damit einverstanden gewesen , hätte sich aber dann dem Wunsch gefügt, da sie meinte die VP wolle das so.

Ich erklärte, dass das gar nicht so gewesen sei, und dass sie vielleicht nicht immer alles glauben solle, was die KM ihr so erzählt. Da bekam ich die Antwort, sie sei sicher, dass die KM nicht lügen würde. Ich sagte darauf, dass sie also behaupte, dass wir lügen, denn einer müsse ja lügen. Doch sie sagte dann nur, wir hätten nicht das Recht den Umgang zu boykotieren, da der ja schliesslich auf alle 14 Tage bestimmt sei und wir uns an solche Beschlüsse zu halten hätten. Darauf sagte ich ihr, dass das nicht stimme, sondern das der Umgang nicht geregelt sei, sondern im Einverständnis der ELtern geregelt werden würde. Und da die mutter ja damit einverstanden war, dass B. hier bliebe, wäre das ja in Ordnung. Doch sie sagte, das würde sie nicht akzeptieren, wir hätten uns an die Regeln zu halten. Auch gegen den Wunsch der Kindes.
Zuerst hat sie gesagt, sie würde so gegen halb 10 bei der Mutter sein. Das würden wir gut schaffen, den Jungen bis dahin dorthin zu bringen. Nun hat sie plötzlich gesagt, sie ist um Punkt neun bei der Mutter und da hat der Junge da zu sein. Obwohl sie weiss, dass mein LG morgen erst um viertel vor acht aus der Nachtschicht heimkommt und wir die 150 km zur mutter bis 9 Uhr nicht schaffen.

Das kann doch nicht wahr sein, oder ?

Sie möchte unbedingt morgen die Kinder auf das am Montag stattfindende Verfahren vorbereiten, gemeinsam mit de rMutter. und dann heisst es sie sei auf Seiten der Kinder !!! Dass ich nicht lache.


Zitat
Geschrieben : 23.02.2008 00:28
(@andreadd)
Registriert

Hallo soulsister,

Übernachtungspläne mit Freunden an Umgangswochenenden sind nicht die feine englische Art - auch nicht bei euch.

Liebe Grüße
Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2008 00:44
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin soulsister,

mal ganz grundsätzlich: Dein Engagement in solchen Angelegenheiten mag Dich ehren - aber meines Erachtens schadet es mehr als es nützt. Dein LG ist nicht taubstumm und ausserdem sicher in der Lage, ein Telefon zu bedienen. Wenn die Verfahrenspflegerin nun aber ständig mit Dir zu tun hat und nicht mit ihm, könnte sich ihr der (nicht unberechtigte!) Eindruck aufdrängen, dass das Interesse des Vaters an seinen Kindern nicht sonderlich ausgeprägt sei und dass vielmehr Du als faktisch Unbeteiligte hier - aus welchem Grund auch immer - Dein persönliches Ding durchziehen willst. Da ist es bei ihr bis zu einer Parteinahme "pro Mutter" dann wirklich nicht mehr weit.

Ich denke, Du solltest Dich - zumindest im Aussenverhältnis - da stark zurücknehmen. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht!

Just my 2 cents
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2008 00:47
(@eskima)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo soulsister,

ich habe schon bei einigen deiner Beiträge arg schlucken müssen und gedacht, dass ich vielleicht einiges falsch verstehe oder du dich vielleicht nicht glücklich ausgedrückt hast. Aber hier möchte ich nun auch mal senfen.

Es ist die Aufgabe des betreuenden Elternteils, auf das Kind einzuwirken, den Umgang wahrzunehmen. Da gibt es meines Erachtens kein (plump ausgedrückt): wenn du nicht zu deiner Mutter gehst, dann kann dein Freund bei dir übernachten oder du bei ihm. Das ist für mich ein absolutes No-Go.

Was würdet ihr machen, wenn das Kind keine Lust hat zur Schule zu gehen und sich lieber woanders die Zeit vertreibt, würdet ihr dann genauso nachsichtig sein?

Zweitens. Die Mutter hat doch keine reelle Chance, nein zu euerm "Vorschlag" zu sagen. Tut sie es doch, ist sie automatisch der Buhmann. Ihr seid gefragt, dem Kind den Umgang "schmackhaft" zu machen, die Mutter ist nicht in der "Bettelrolle".

Drittens. Wenn die Verfahrenspflegerin nicht am Samstag kommen würde, hättet ihr Sohnemann dann auch morgens zur Mutter gebracht? So wie du schreibst wohl kaum. Es  handelt sich aber nach wie vor in erster Linie um den Umgang und nicht um den Termin mit der VP.

Fazit: für mich ganz persönlich ist das Umgangsboykott auf hohem Niveau.

LG

eskima


Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht sieben Meilen in seinen Schuhen gegangen bist - Indianische Lebensweisheit
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AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2008 01:06
(@soulsister)

Ich weiss nicht was ich jetzt sagen soll.

Es kann schon sein, dass ihr recht habt. Aber es war nicht so, dass wir gesagt haben " wenn du hier bleibst, dann darf dein Freund bei uns schlafen " B. hat das ganz allein so ausgemacht und wir haben zu ihm gesagt, dass es nicht ginge, weil er doch zu seiner Mutter müsse. Er wollte aber nicht. Wir wollten ihn auch schon letztes Wochenende zu seiner Mutter schicken, da sie nachgefragt hatte, ob wir nicht das Wochenende tauschen könnten. doch auch da wollte er nicht. Es ist ihm auch überhaupt nicht recht, morgen mit uns dahin zu fahren.
Wir denken, es liegt daran, dass er einfach von der Mutter nicht mehr ständig über alles ausgefragt werden möchte, und nicht ständig mit dem Thema " Gericht " konfrontiert werden möchte.
Hier bei uns wird dieses Thema nicht mehr angesprochen, wir versuchen die Kinder so weit wir nur möglich davon fern zu halten und ein so normales Leben wir möglich zu führen.
Bei der Mutter wird über nichts anderes geredet, bei den Wochenenden, sowie auch beim täglichen Telefonat. Und der Junge hat das satt.

Mein LG hat nicht die Möglichkeit mit der VP zu sprechen, da er auf Arbeit ist. Und er hat Nachtschicht heute. er hatte versucht sie zu erreichen bevor er gegangen ist, hat es aber nicht geschafft. Ich habe dann mit ihr gesprochen, weil ich sie eben erreicht habe.

Natürlich mische ich mich sehr viel ein. Es ist aber auch so, dass ich die meiste Zeit mit den Kindern zusammen bin. Mein LG ist sehr viel in der Arbeit und die Hauptaufgabe bei den Kindern liegt bei mir. Dadurch fällt es mir auch sehr schwer mich rauszuhalten. Ich bin ja auch der " Buhmann " der Ex. Ich bin schuld daran, dass alles so ist wie es ist. Ich bin die böse Frau, die ihr die Kinder wegnehmen will und ich will nur das Geld usw.

Es ist sehr schwer sich da rauszuhalten. Ich habe eben auch schon so vieles mit angesehen, was die Ex mit meinem LG und ihren Kindern veranstaltet hat. Wie die Kinder benutzt werden, den Vater fertig zu machen und dann auch noch dafür gelobt werden von der Mutter und dem LG.
Wie sie versucht hat mit den Kindern ohne Zustimmung meines LGs 800 km wegzuziehen.
Ich sehe wie sie die Kinder mit Essensentzug bestraft, wenn sie nicht auf sie hören, wie die Kinder geschlagen werden, wenn sie sagen, sie wollen beim Papa leben, wie notwendige Arztbesuche nicht gemacht werden, ( Hörgeräte werden nicht besorgt, weil das Kind es ja nicht verdient hat, dass man es sich um es kümmert ), wie den Kindern klar gemacht wird, sie seien alle geistig krank, weil es ja nicht sein kann, dass die Mama schuld daran ist, dass sie in der Schule nicht gut sind.... usw.

Wie kann ich mich da nicht einmischen ? Wie kann ich da die Kinder zwingen zu dieser Frau gehen zu wollen, wenn sie es endlich schaffen sich davon zu lösen ?

Seit mir nicht böse, aber ich verstehe das nicht. Wenn man so eindeutig sieht wie in unserem Fall, dass es den Kindern nicht gut tut, dort sein zu müssen, wieso muss man dann die Kinder zwingen dahin zu gehen ?


AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2008 01:48
(@eskima)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo soulsister,

du übersiehst einen wesentlichen Faktor: die Kinder lieben immer beide Eltern, Vater und Mutter. Sie haben nicht den Filter, den du hast. So wie es auf mich wirkt, ist es den Kindern nicht möglich, sich mit Vater und Mutter zu verstehen, weil die Erwachsenen gegeneinander arbeiten. Und ja, dazu gehörst auch du.

Dir würde ich raten, mal drei Schritte zurück zu treten und dir zu sagen, dass es nicht deine Probleme sind, um die du dich grad kümmerst. Vielleicht hilft es, um mehr Abstand zu bekommen? Ist zumindest einen Versuch wert.

Und nochwas: ihr (du und dein Liebster) habt keine Garantie, dass die Kinder dauerhaft so entscheiden, wie sie jetzt tendieren. Es wäre durchaus möglich, dass sie mit 14, 16 oder 18 Jahren euch den Rücken kehren und nur noch mit der KM Kontakt haben möchten.

Das ist der Preis, den Kinder und Eltern manchmal/öfter zahlen, wenn Kinder sich entscheiden müssen. Euer Anliegen sollte eigentlich sein, den Kindern klar zu machen, dass sie sich nicht entscheiden müssen, dass es völlig normal ist, dass sie beide Eltern lieben und das auch ausleben sollten.

LG

eskima


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AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2008 02:03
(@soulsister)

Nein, ich übersehe das nicht. Ich weiss, dass Kinder immer beide Eltern lieben.

Das ist ja sogar bei meinen Kindern so. Mein Exmann hat versucht mit zu töten vor den Kindern, er hat die Kinder fast totgeprügelt, sie eingesperrt, uns alle gequält. Und das über Jahre hinweg, bis es mir geglückt ist mit meinen Kindern aus dem Land zu flüchten.

Und trotzdem lieben meine Kindern ihren Vater. Sie wollen zwar nicht bei und mit ihm leben, weil sie wissen, dass das nicht möglich ist, aber sie lieben ihn. Mir manchmal unverständlich, aber ich akzeptiere es.

Und daher weiss ich auch dass das bei den Kindern meines LGs nicht anders sein kann.

aber was würdet ihr mir denn empfehlen ? Es muss ja eine Entscheidung getroffen werden. Die Kinder müssen ja zu irgendeinem Elternteil ziehen.

Wir sehen eben, dass wir momentan besser in der Lage sind uns um die Kinder zu kümmern. Die KM hat ja selber bis zum Dezember noch zugegeben, dass sie mit den Kindern überlastet ist und es nicht schafft mit ihnen fertig zu werden.

Nun ist sie auf einmal anderern Meinung. Aber sollen wir die Kinder deshalb zurückgeben ?

Wir wollen ja wirklich das richtige tun. Aber was ist das richtige ? Unserer Meinung nach, sollten die Kinder hier leben und so oft sie es wollen die Mutter besuchen. Und ja, wir werden auch auf die Kinder  einwirken zur Mutter zu gehen. Ist das nicht das Beste ? Oder machen wir da wirklich etwas falsch ???

Ja, ich weiss, dass ich mich eigentlich zurückhalten müsste. Ich versuche es ja auch imemr wieder. Aber ich schaffe es einfach nicht so leicht. Dazu habe ich die Kinder schon viel zu lieb und viel zu viel Angst, dass es ihnen bei der Mutter nicht gut geht. Sie hat ja sogar schon damit gedroht sich und den Kinder etwas anzutun.
Ist einfach furchtbar schwer, so zu tun, als ob es mir nicht nahe geht. Versteht ihr das nicht ?


AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2008 02:29
(@eskima)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Soulsister,

Anrede und Gruß wäre übrigens nett  😉

Klar verstehe ich dich. Aber ich bin selbst Next und das seit fast 11 Jahren. Ich habe die Fehler, die du heute machst, auch schon durch. Ich bin keinen Deut besser als du, aber ich habe aus meinen Fehlern gelernt.

Natürlich hast du auch das Recht darauf, selber Fehler zu machen. Natürlich hast du die Kinder lieb, das würde ich dir niemals absprechen. Aber du siehst die Situation durch deine Brille und handelst mit deiner Erfahrung. Eben das macht die Situation auch problematisch.

Denk immer dran: es sind nicht deine Kinder. Es sind die Kinder deines LGs und du bist sozusagen momentan das Kindermädchen. Vielleicht tut es dir jetzt weh, aber so ist das. Mehr Rechte und Pflichten hast du nicht. Für alles andere muss dein LG eintreten. Auch dann, wenn er eigentlich keine Zeit hat und du schon.

LG

eskima


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AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2008 02:40
(@soulsister)

Hallo, und guten Abend,

Entschuldige, dass ich die Anrede vergessen habe. Mache ich normalerweise schon. Bin nur heute schon ziemlich müde.

Weisst du, momentan habe ich sowieso das Gefühl, dass nur ich noch kämpfe. Mein LG hat schon lange aufgegeben. Er ist soweit, dass er denkt, es hat sowieso alles keinen Sinn. Die ganze Welt ist gegen ihn, als Vater ist er sowieso nur der letzte A....
Ich versuche jeden Tag ihm klar zu machen, dass es nicht so ist. Dass wir eine Chance haben, dass wir oder besser ER nicht aufgeben darf. Zum Wohle seiner Kinder. Manchmal kann ich einfach nicht mehr. Manchmal möcht ich einfach alles hinwerfen und sagen, habt mich doch alle gerne.

Ich habe meine Kinder wieder hierher geholt nach Deutschland. Ich habe MEINEN Kampf eigentlich schon hinter mir. Und nun muss ich wieder kämpfen für Kinder die mich, so wie ihr ja auch sagt, eigentlich nichts angehen.

Aber kann ich dass tun ? Darf ich das tun ? Mein LG würde es sich niemals verzeihen, wenn er jetzt aufgeben würde und die Kinder im Stich lassen würde. Das weiss ich ganz genau. Aber wir ja auch viele, viele Männer hier auch wissen, man rennt gegen unüberwindbare Mauern. Man kann es manchmal einfach nicht fassen, dass es so was gibt. Dass diese Leute einfach die Augen zu machen und so tun als ob sie es nicht sehen würden.  Nur weil ein Kind einfach zur Mutter gehört. Weil das einfach so ist und schon immer so war.

Mein LG hat bei der Scheidung schon einmal alles durchgemacht und war damals alleine und hat dann irgendwann einfach aufgegeben. Jetzt bin ich da, und ich werde es nicht zulassen, dass er wieder aufgibt. Weil ich weiss, dass er daran zerbrechen würde.

Doch leider sehe ich auch, dass wir alle darunter leiden. Meine Kinder genauso wie ich. Meine Kinder sagen schon, sie wären nicht mehr wichtig. Ich würde sie und ihre Probleme vergessen. Und das ist etwas das ich auch mir zum Vorwurf mache. Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir alle an diesem Kampf kaputt gehen. Meine Kinder, ich, meine Beziehung und leider auch die Kinder meines LGs. Und wer wird sich darüber am meisten freuen ? Dreimal dürft ihr raten.


AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2008 03:05
(@eskima)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Soulsister,

was würde passieren, wenn dein LG zu dir sagt, dass er keine Kraft mehr zum Kämpfen hat und von dir erwartet, dass du das Kämpfen auch einstellst?

Bei meinem Göga und mir war es so, dass wir über all die Jahre immer abwechselnd kraftlos waren und einer den anderen aufgebaut hat. Für mich war es wichtig, dass er sich als Vater für seine Kinder engagiert und für ihn war es wichtig, dass er Rückendeckung von mir hat.

Auch ich habe eine Tochter, für die sich der Vater nicht interessiert und ich bin heute der Meinung, dass dies auch eine Antriebsfeder für mich war. Ich wollte einfach in meinem Mann einen Vater sehen, der um seine Kinder bis zum Umfallen kämpft und er hat bis zum Umfallen gekämpft. Aus heutiger Sicht ist es schwer zu erkennen, was daran meine und was seine Anteile waren.

In deiner Situation kann ich verstehen, dass du kämpfst. Aber es sollte schon ein Warnzeichen sein, wenn deine Kinder den Eindruck haben, dass sie nicht mehr wichtig sind. Erstmal ist das ja ihre subjektive Wahrnehmung, aber die Frage ist doch, ob sie wirklich noch wahrgenommen werden mit ihren Bedürfnissen.

Wir haben aufgehört zu kämpfen, alle beide. Wie es den Kindern geht, wissen wir nicht. Nach unseren Maßstäben kann es ihnen nicht gut gehen. Das muss man auch aushalten können, es ist nicht leicht. Aber wir waren nach so vielen Jahren am Ende und da spielt es dann keine Rolle mehr, ob die Ex sich darüber freut.

Was macht es mit dir, wenn die Ex sich freut?  Kannst du dir vorstellen, noch weitere 5 oder 10 Jahre so zu kämpfen?

Heute sagt mein Mann, dass auf "unsere große Tochter" (meine Tochter) wenigstens Verlass ist. Er hat eine bessere Beziehung zu ihr als zu seinen eigenen Kindern, obwohl er darum jahrelang gekämpft hat.

LG

eskima


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Geschrieben : 23.02.2008 03:39




(@furbie30)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo

Also als ich letztens in meinem Thread geschrieben habe,daß meine jetztige Frau mit dem JA der für mich und meine Tochter zuständig ist einmal Telefoniert hat,musste ichmir heftige Kretik anhören müssen, die ich auf einer art und weise verstanden habe , aber zum anderen aber auchnicht.
Meine Frau hat auch versucht dem SA einen standpunkt klar zu machen wie du der VP, nur wie gesagt wurde das hier im Forum nicht begrüsst und daher habe ich zu meiner Frau gesagt sie solle sich aus meinen Sachen krass gesagt raus halten , da ich mir wie gesagt die kretik zu Herzen genommen habe, da ich weiss das hier einige user recht haben und meine Frau sich einfach aus solchen angelegenheiten raus halten muss.

Aber als ich gelesen habe wie du mit der VP am telefon gesprochen hast habe ich nur auf heftige Kretik gewartet, aber sei froh die hast du nicht bekommen, aber auch ich musste sehr gewaltig schlucken wie du mit der VP gesprochen hast.
Wenn diese Frau euch nicht durch das Telefonat in ein schlechtes Licht rückt hast du echt sehr grossses glück gehabt, aber an deiner stelle würde ich solche Telefonate in der zukunft unterlassen.

Auch muss sich der Sohn an die Umgangestermine halten halten wie ihr die KM sieht ihre Kinder alle 14 tage übers WE und in der restlichen zeit habt ihr den Sohn und somit kann man solche Übernachtungen auch ausserhalb des Umgansgwe veranstalten dem Sohn es vernünftig erklären und ihn dazu motevieren zur Mutter zu fahren.

Ich hatte im januar fast das gleiche problem mit meiner Tochter, Tochte rhatte eine Veranstaltung ich sollte mit Tochter dahin hätte ich auch gemacht, aber durch die entfernung hätte ich im ort schlafen müssen , aber wir waren zusammen auf einer Hochzeit eingeladen.
Tja was mache ich Tochte rhatte natürlich schon ein Kostüm von der KM bekommen damit sie Tochter noch richtig heiss macht anstatt den Umgang mit mir zu fördern versucht sie ihn immer zu unterbinden.
Tja ich immer versucht mit Tochter zu reden sie hat ständig den Hörer aufgelegt,daß ich wie klein blödmann immer wieder anrufen musste und irgendwann war mir das zu blöd 5 mal hintereinander anzurufen und habe gesagt ok geh zu der Veranstaltung und ich hole dich dann erst wieder in 3 wochen ab.
Tja Tochter war happy ich zwarnicht, aber wenn man gegen eine KM kämpft die das Kind noch anstichelt hat man keine chance.

ich möchte dir nur sagen,daß es für euch jetzt nicht gut aussah mit dem WE vorallem wenn ihr noch in den nächsten tagen eine Verhandlung habt, im schlimmsten Fall spricht die VP gegen euch, daß ihr jetzt schon am anfang es nich thin bekommt den Umgang regelmnässig zu gestalten..

@Eskima
Darf ich mal genauer auf euren fall eingehen würdest du mir eventuell mal eine PN mit der Geschichte von deinem LG schreiben wie weit ihr gekämpft habt und wann ihr aufgehört habt?

LG


AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2008 14:23
(@eskima)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Furbie,

@Eskima
Darf ich mal genauer auf euren fall eingehen würdest du mir eventuell mal eine PN mit der Geschichte von deinem LG schreiben wie weit ihr gekämpft habt und wann ihr aufgehört habt?

guckst du hier: http://www.vatersein.de/Forum-topic-8841.html für einen ersten Eindruck.

LG

eskima


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Geschrieben : 23.02.2008 15:25
(@furbie30)
Nicht wegzudenken Registriert

Alles klar danke dir


AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2008 16:36
(@andreadd)
Registriert

Hallo soulsister,

@eskima hat da einen sehr entscheidenden Satz gesagt, finde ich. "Für mich war es wichtig, dass er um seine Kinder kämpft." Auch ich gehöre zu der Fraktion, die immer wieder gekämpft hat auf der einen Seite, dass der Vater der eigenen Kinder sich kümmert und auf der anderen Seite ein Vater da ist, der sich kümmern möchte, aber gehindert wird. Aus der Position heraus ist man wirklich geneigt, den sich kümmernden Vater nach besten Kräften zu unterstützen (auch um die eigene Seele zu heilen?). Irgendwann stellt sich dann die Frage, ob da gekämpft wird, weil die Zweitfrau das erwartet oder aus eigenem Antrieb? Wenn das nicht aus eigenem Antrieb passiert, ist wohl der Streit vorprogrammiert. Die Zweitfrau übernimmt plötzlich Verantwortung, die gar nicht ihre ist.

Mich macht da deine Aussage stutzig, "der Vater konnte die Verfahrenspflegerin wegen Schichtdienst nicht erreichen, deswegen hab ich das gemacht". Fast identisch habe ich das auch erlebt (Deep kann sich vielleicht erinnern). Ich glaube, du bist genau in der Schleife. Dass bei euch die Nerven anlässlich der bevorstehenden Verhandlung blank liegen, ist mir dabei durchaus bewußt. Aber gerade auch deswegen würde ich dir raten: nimm dich zurück. Gebe Anregungen, aber lass die Taten den machen, der die Verantwortung hat.

Ich habe, nachdem ich die Erfahrung gemacht habe, dass ich mich mit der Verantwortung allein gelassen gefühlt habe, mein Konzept geändert. Dabei habe ich festgestellt, dass ich die bessere Hilfe bin, wenn ich als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung stehe, auch Tipps gebe, aber ansonsten dafür sorge, dass eine entspannte Atmosphäre Zuhause herrscht und mein Mann auch mal abschalten kann (und darf).

Seitdem ist der ganze Quark auch nicht mehr vorherrschendes Thema in unserem Leben. Und das tut uns beiden echt gut und ich denke, allen Kindern auch.

Liebe Grüße
Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2008 19:27
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Soulsister,

ich kann mich Andrea und Eskima nur anschließen. Ich habe damals den gleichen Fehler gemacht und mich da maßgeblich engagiert, weil ich den Eindruck hatte, mein Mann ist einfach unbeholfen, traut sich nicht, usw. Erst als ich gepasst habe und mein Mann dann sämtlichen Einsatz kommentarlos eingestellt hat, ist mir aufgegangen, dass ICH SEINEN Kampf gekämpft habe.

Die Ursache (zumindest in meinem Fall) sehe ich da: Man sieht ein Kind, dem es (subjektiv/objektiv) nicht gut geht und man fühlt sich an seinem Verantwortungsgefühl und seiner Zivilcourage gepackt und denkt, da kann man nicht einfach tatenlos zusehen. Schon gar nicht, wenn man stiefmütterlich involviert ist. Tieferliegend ist aber, dass ich (man?) ein akutes Helfersyndrom habe. Wenn irgendwo was passiert, KANN ich einfach nicht zusehen, ich hab den Zwang etwas tun zu müssen. Vielleicht geht es Dir ebenso.

Ich habe dieses Helfersyndrom auch heute noch nicht abgelegt, hab es aber ein klitzekleines bißchen besser im Griff. Zumindest bemühe ich mich.

Ich denke, wenn es Deinem Partner wichtig ist, dass die Kinder zu ihm kommen bzw. bleiben, dann MUSS er selber den Hintern hoch kriegen. Ein bißchen Einsatz muss einfach sein und ständiges Herausreden mit Schichtdienst ist nicht....

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2008 19:38
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

auch bei mir hat sich der Eindruck verstärkt, dass der LG von soulsister den Kampf entweder aufgegeben hat oder diesen zumindest nicht so führen möchte wie seine LG. Das hat man als Partner zunächst einfach einmal zu akzeptieren. Kein Mensch möchte in seinem persönlichen Bereich ständig bekrittelt werden. Kluge Lebensgefährten/innen wissen das und mischen sich nicht mehr ein als es ein guter Freund unter Wahrung des nötigen Respekts ebenfalls täte. Killerargumente wie "Ich mein's doch nur gut" oder "ich will doch nur das Beste" sind keine Rechtfertigung, sich über Gebühr in die Angelegenheiten und die Verantwortung des Partners hineinzuhängen. Und Anrufe im Auftrag eines eigenverantwortlichen Elternteils sind ein absolutes NoGo: Sie lösen keine Probleme, sondern schaffen neue.

Ich teile auch die Beobachtung von AndreaDD: Irgendwann (wenn man es zulässt) kann das Thema "Ex-Familie" auch zum alles beherrschenden Thema werden, mit entsprechenden Auswirkungen auf die "neue" Familie. Das verhindert den dringend notwendigen Schnitt zwischen "früher" und "heute"; die Vergangenheit ist dann ständig so präsent, dass die Gegenwart kaum Platz hat. Meine frühere LG (und heutige Ehefrau) und ich haben das sehr pragmatisch gelöst, als sich bei uns eine ähnliche Problematik abzeichnete: Eine Stunde am Tag durfte das Ganze Thema sein; den Rest der Zeit war es tabu. Das macht ein Problem automatisch kleiner.

Und bitte: In einem Zeitalter, in dem schon die meisten 10-Jährigen (und sicher auch soulsister's LG) ein Handy in der Tasche haben, ist ein "hat keine Zeit zum telefonieren, weil er arbeiten muss" kein wirkliches Argument mehr.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 23.02.2008 19:43
(@soulsister)

Danke für eure guten Ratschläge. Ihr habe alle recht gehabt.

Aber es war egal ob wir die Kinder am Wochenende zur Mutter gegeben haben oder nicht. Die VP hatte von Anfang an beschlossen, dass die Kinder zur Mama zurückgehen.

Es war vollkommen egal, was die Kinder wollten, was wir gesagt haben oder was " das Wohl der Kinder " ist.

Jetzt sind sie weg. Von einer Stunde zur anderen. Einfach weg.


AntwortZitat
Geschrieben : 26.02.2008 07:43