Hallo da draußen,
ich habe mich im Januar 2004 von meiner Frau getrennt.
Im Februar und März 2004 hatte ich die Möglichkeit, meine
beiden Töchter (8 und 10 Jahre) zu sehen, als diese ein
Wochenende bei meinen Eltern verbrachten. Seitdem wurde
jeglicher Kontakt zu ihnen durch meine Frau unterbunden.
Das letzte, was mir meine Tochter sagte war "ich liebe dich
und werde dich immer lieben, aber sag das bitte nicht der Mama"
Meine Kinder sind seit der Trennung in psychatrischer Behandlung,
Der kontakt zu ihnen wurde mir mit der Begründung verweigert,
dass sie erstmal Abstand benötigen.
Heute habe ich Angst, dass sie diesen Abstand als Desinteresse
meinerseits werten und das auch das Gericht und das Jugendamt
die Frage stellt, weshalb ich mich nicht eher um einen geregelten
Umgang bemüht habe. Ihr werdet euch das sicher auch fragen,
aber die Umstände der Trennung von meiner Frau und die Tatsache,
dass ich sie und die Kinder damals im Stich gelassen habe, liessen
mich zweifeln und zögern. Meine Anwälte rieten mir zwar, das Recht
auf Umgang einzuklagen, teilten mir jedoch mit, dass meine Töchter
dann auch mit unangenehmen Fragen seitens des Gerichtes konfron-
tiert werden könnten und das der Einfluss meiner Frau zu Aussagen
führen könnten, die mich und meinen Umgang in ein schlechtes Licht
rücken würden.
Hätten, könnten, würden.....
Ich vermisse meine Kinder und ich habe ebenso Angst davor, dass sie
mich ebenso vermissen und mir mein Zögern als Desinteresse vorwerfen
wie ich Angst davor habe, dass sie durch die lange Trennung mit dem Thema
Papa abgeschlossen haben.
Soll ich mich nun mit dem Jugendamt in Verbindung setzen und denen erklären,
dass mir nach zwei Jahren eingefallen ist das es da noch zwei wundervolle
Töchter gibt, die ich vermisse und die mich vielleicht auch vermissen.
Oder soll ich mich damit zufrieden geben, dass es vieleicht besser für alle
Beteiligten ist, alles so zu lassen wie es ist ?
Ich möchte, dass meine Kinder glücklich sind und in einem für sie akzeptablem
Umfeld aufwachsen. Meine Liebe zu ihnen steht über dem egoistischen Bedürfnis
sie dabei zu begleiten.
ciao
Markus
Moin Markus,
ich begrüße Dich im Namen aller (mache ich jetzt einfach mal) herzlich bei Vatersein.
Die erste Frage die ich mir stellte, als ich Deinen Tread las, war ... da muss noch mehr sein!
Kein Vater läst sich "mal ebend so" zwei geschlagende Jahre von seinen Kindern fernhalten?
Schildere uns bitte die Umstände Deiner Trennung und Dein (damaliges) Verhältnis zu Deinen Kindern.
Gruß
Kasper
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Hey!
Man muß ja nicht gleich hinter allem was schlechtes suchen ....
Toll ist das natürlich für keinen...weder für deine Kids noch für dich..
Aber langsam wäre es mal an der Zeit aus seinem Schneckenhaus heraus zu kommen u etwas zu tun...
Denn gelitten werden deine Kids wohl so oder so haben..
Natürlich wirst du dir auch, und das erst recht jetzt, einige unangenehme Fragen stellen lassen müssen..u auch sicherlich auf etwas Missgunst treffen...aber da mußt du durch..auch im interesse deiner Kids..
Letzténdlich mußt du dich mal kümmern..
Ein Gang zum JA oder vielleicht noch besser einer Familienberatungsstelle wäre sinnvoll...u ein Gang zu einer Institution die einen begleiteten Umgang durchführt wäre auch sinnvoll, denn es sollte vielleicht ersteinmal nach so einer Zeit ein begleiteter Umgang stattfinden..
Und vielleicht solltest du auch einmal vorab versuchen Kontakt mit der KM auf zu nehmen..und zu erfragen wie es überhaupt deinen Kids geht..
Den Umgang solltest du dann notfalls durch einen RA durchsetzen lassen, wenn alles andere nicht zum Erfolg geführt hat..jetzt auf jeden Fall nicht mit dem Kopf durch die Wand..
U mach dich natürlich auch auf ein paar böse Worte gefasst...
Nur mach mal langsam etwas..
Gruß
Jens
Hallo Markus,
ja gebe JensB2001 recht! Und vor allem TU WAS SOBALD ALS MÖGLICH aber alles mit Hand und Fuß keine voreiligen entscheidungen über das wie, sondern alles wohl überlegt damits klappt. Und da hast ja jetzt schon gute Ratschläge. KINDER BRAUCHEN IHREN PAPA! Verzögere nicht unnötig den sprung ins kalte Wasser je länger Du wartest desdo kälter wirds.
Telefoniert ihr oder schreibt Briefe?
LG Nancy
