Ein Fall aus dem Leben gegriffen: Mutter verstirbt, Vater durfte Kinder nie sehen. Nun darf er für sie sorgen.
Es ist (wieder) ein Beweis für die kinderverachtende Gerichtsbarkeit in unserem Lande.
Eine Mutter von vier kleinen Kindern verstirbt. Zwei davon sind von dem einen Mann, zwei von einem anderen. Was passiert nun mit den Kindern?
Zunächst werden sie in ein Heim gebracht und pädagogisch betreut (Trauerarbeit, usw.). Das finde ich persönlich sehr gut. Die Kinder brauchen jetzt einen Halt und eine Stütze. Sie brauchen jemanden, mit dem sie reden und weinen können. Jemanden, der versucht zu verstehen, was in ihnen vor geht. Aber sie brauchen auch jemanden, der ihnen einen Weg weist in die Zukunft. In eine Kinderzukunft, nicht in die rationelle Zukunft eines Erwachsenen.
Gleichzeitig wird seitens des Jugendamtes ein Vater der zwei Kinder zur Verantwortung gezogen. Er soll sich künftig um die Kinder kümmern. Für sie sorgen, Ihnen Liebe und ein Zuhause schenken.
Dieser Vater kann doch nur überfordert sein. Seit der Geburt bemühte er sich um Umgang mit seinen leiblichen Kindern. Immer wieder scheiterte er bis er letztlich aufgab.
Nun bekommt er zwei oder auch vier Kinder, die er nicht kennt, von denen er außer dem Namen nichts weiß. Welchen Kraftakt müssen die Kinder meistern? Was werden sie denken, wenn sie ihm das erste Mal in ihrem Leben gegenüber stehen? Er ist ein Fremder und irgendein Erwachsener erzählt ihnen, dass dies ihr Vater sei. Werden sie dies glauben können. Wie wird ihre Gefühlswelt aussehen. Erst die geliebte Mutter verloren und dann einen unbekannten Vater gewonnen. Was denken die anderen beiden Kinder?
Was passiert mit den Kindern vom anderen Vater? Werden die Geschwister getrennt? Wird der Vater der zwei Kinder auch diese Kinder annehmen. Wie sieht das alles rechtlich aus. Wird er sie adoptieren können?
Fragen über Fragen. Keine Antworten!
Es ist abermals ein Beweis für die kindesrechtverachtende deutsche Gerichtsbarkeit. Mütter, der Inbegriff von Erziehungskompetenz, bekommen vor Gericht, was sie fordern. Väter werden zum Zahlsklaven degradiert, der seine Kinder sehen darf, wenn er sich müttergenehm verhält.
Wann kommen die Mütter zur Besinnung, die ihre Kinder so sehr hassen, dass sie ihnen den Umgang mit dem leiblichen Vater verwehren. Haben sie sich zur Mutter Maria erhoben und wähnen sich ich Unsterblichkeit? Vergessen sie, wie schnell in der heutigen Zeit etwas passieren kann? Denken die Gerichte nur bis zum Portemonnaie der Mutter?
In der Kindheit brachte man uns gefahrenbewußtes Denken mit den Worten "Was passiert, wenn..." bei. Leider ist die Erinnerung hieran bei den Müttern verloren. Für sie zählt nur die Bestrafung des Mannes durch Umgangsentzug. Doch, letztendlich strafen sie ihre Kinder. Sie sind nicht der Inbegriff eines salomonischen Verhaltens. Dies sind die Väter, die sich zurückziehen, um den Konflikt der Kinder nicht noch weiter zu vertiefen. Sie sind es, die sich wahrhaft salomonisch zeigen.
Wann lernen die Gericht endlich dazu? Nicht die Mütter, sondern die Kinder werden gerichtlich eines wichtigen Teiles ihres Leben beraubt.
Mütter sind eine Hälfte der Eltern, Väter die andere
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
'Mütter, der Inbegriff von Erziehungskompetenz, bekommen vor Gericht, was sie fordern '
Als Mutter, egal ob 'erziehend' oder nicht, kann und will ich diesen Satz nicht so stehen lassen.
Hier wird ein Pauschalurteil gefällt, das Widerspruch geradezu provoziert. Erziehungskompetenz ist keine Frage des Geschlechts, sie macht sich an ganz anderen Dingen fest wie konsequentes Handeln, Vorbildfunktion, Vertrauen etc.
Ich persönlich bin natürlich auch dagegen, dass ein Elternteil den Kindern den Umgang mit dem jeweilig anderen Elternteil untersagen kann - in ganz bestimmten Ausnahmefällen kann eine solche Entscheidung allerdings auch begründet sein.
Den Umgang mit dem getrennt lebenden Elternteil als Druckmittel einzusetzen, ist für Kinder wie den betroffenen Elternteil eine zusätzliche Qual, die ich selbst in Ansätzen schon erlebt habe, allerdings im umgekehrten Fall. Da wurden die Kinder mit der Aussicht auf einen Besuch bei mir (der Mutter) zum Aufräumen genötigt und als sie sich dem nicht fügten, durften sie eben nicht zur Mama. Ich halte es für mehr als bedenklich, wenn der Umgang mit dem anderen Elternteil als Belohnung für das Wohlverhalten der Kinder gehandhabt wird.
Umgekehrt den Umgang als Druckmittel gegen den anderen Elternteil einzusetzen, ist ebenso verwerflich.
Ich widerspreche also nicht der Grundaussage des Textes an sich, verwahre mich aber gegen Pauschalisierungen.
Gelassenheit setzt großzügiges Denken voraus.
(Ernst Ferstl, Österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker)
Diesen Eindruck wollte ich wirklich nicht erwecken.
Bei meinen Recherchen ergab sich ein deutlicher Überhang des Umgangsboykotts durch Mütter ausgelöst. Das kann auch daran liegen, dass sie zumeist die Kinder haben. Die Gerichte und Jugendämter stützen dies durch ihre Aussagen und Handlungen (erlebe ich gerade selbst).
Auch stelle ich fest, dass Mütter diese 'Psychoschiene' eher bereit sind einzugehen, als Väter. Dies ist sicherlich in der Grundnatur der Geschlechter festgelegt.
Vor allem wollte ich aufzeigen, welche Folgen es für die Kinder haben kann, wenn der sorgende Elternteil plötzlich ausfällt. Und hier sollte sich jeder und jede fragen, ob dies gut für Kinder ist.
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Wenn ich gehässig wäre, würde ich jetzt mal die These aufstellen, dass die Väter sich oft mit der Erziehung schlichtweg überfordert fühlen und ganz froh sind, wenn sie auf die Mütter zurückgreifen können. Das hat jedenfalls meine Erfahrung gezeigt. Mein Ex würde den Kindern oder mir niemals den Umgang verbieten - allein aus diesem Grund.
Allein dadurch, dass die Zahl der Wochenendmütter noch relativ gering ist, kann die Statistik tatsächlich nur zeigen, dass überwiegend Frauen den Umgang verbieten. Aus meiner persönlichen Erfahrung raus tippe ich allerdings darauf, dass auch bei einem ausgewogenen Verhältnis die Frauen in dieser Beziehung die Nase vorn hätten - da gebe ich dir Recht.
Im übrigen muss ich gestehen, dass sich bei mir ein "Freud'scher Verleser" eingeschlichen hatte, der den ersten Absatz in meinem letzten Kommentar schwer verständlich macht. Ich hatte nämlich "Inbegriff der ErziehungsINkompetenz" gelesen und deshalb so heftig reagiert. Das nehme ich hiermit zurück, bleibe aber dabei, dass ich Pauschalisierungen - in welche Richtung auch immer - nicht begrüße.
Gelassenheit setzt großzügiges Denken voraus.
(Ernst Ferstl, Österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker)
