Hallo,
meine DEF ist ein ziemlicher Unordnungsmensch - nett formuliert. Dies war während des Zusammenlebens schon immer wieder Thema, doch habe ich gegengesteuert (sprich immer wieder aufgeräumt), weil ich derartige Werte natürlich auch meinem Sohn vermittelt haben möchte.
Nun ist der "Aufräumer" natürlich nicht mehr zugegen. DEF wohnt mit Mutter und bettlegerischer Großmutter in einer kleinen Wohnung. Meine DEF wohnt zusammen mit Sohnemann in einem kleinen Zimmer. Dieses Zimmer, welches gleichzeitig auch das Schlafzimmer beider ist, versinkt zunehmend im totalen Chaos (Schränke Schubladen alle offen, alles voll Wäsche und Spielzeug). DEF weiß, wie schlimm ich das finde, doch sage einfach beim letzten Umgang in diesem Zimmer: Tut mir leid mit dem Chaos, doch Du kennst mich ja so. Ich machte heimlich Fotos von der Situation dort.
Nun hatte die Verfahrensbevollmächtigte meines Sohnes die grundsätzliche Wohnsituation vor der Umgangsverhandlung bereits als nicht akzeptabel dargestellt (ganz unabhängig der Ordnung, denn davon weiß sie nichts). Dieser Thematik ist DEF dann in der Verhandlung zuvor gekommen, indem sie äußerte, dass die Großmutter ausziehe, sie dann also die Wohnung alleine nutze (mit Sohnemann und Pflege der alten Dame). Ihre Mutter sei bereits dabei Kartons zu packen.
Die Verfahrensbevollmächtigte äußerte mir bereits innerhalb einer Verhandlungspause, dass Sie nicht hoffe, dies sein nun inszeniert.
Doch genau diesen Eindruck habe ich nun, denn da packt niemand Sachen - auch liegt die Verhandlung nun bereits 3 Wochen zurück.
Ich empfinde dieses Ordnungsthema als sehr schlimm.
Dazu kommt diese Darstellung des Auszugs, die nach aktuellem Stand nicht zu stimmen scheint.
Wie würdet ihr damit umgehen?
Gruß,
Papakind
Gar nicht.
Das geht dich nichts mehr an.
Sei ihm selbst ein Vorbild.
Es ist extrem unwahrscheinlich, dass du auf der Baustelle etwas positives erreichst aber extrem wahrscheinlich, dass du dir und deinem Sohn damit schadest.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Moin PK,
Deine Ex ist sicher nicht erst mit Eurer Trennung zur "Chaotin" geworden; Du hast sie als solche geheiratet und mit ihr Nachwuchs auf Kiel gelegt. Warum sollte sie sich jetzt, NACH Eurer Trennung, Deinen persönlichen Vorstellungen von Ordnung unterwerfen?
Ob man bei jemandem vom Fussboden essen kann oder ob er lieber in einem mehr oder minder kreativen Chaos lebt, ist Teil seiner persönlichen Lebensführung. Ich kann @Beppo da nur zustimmen: Wie Deine Ex lebt, geht Dich nichts mehr an. Dasselbe gilt auch für neue Partner: Du hast in diesen Fragen einfach kein Mitspracherecht. Es ist weder vorgeschrieben, täglich aufzuräumen und zu putzen noch ist es verboten, jede Woche einen anderen Partner zu haben. Du bist hier nicht im Besitz einziger oder allgemeingültiger Wahrheiten. Ihr deshalb ans Bein pinkeln zu wollen, wird höchstens ein Eigentor.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hi,
Bzgl. Unordnung und Chaos kannst Du auch aus meiner Sicht nichts unternehmen.
So lange es nicht gefährlich für das Kind wird (also dass Werkzeuge und scharfe Messer rumliegen), ist es die Sache eines jeden Elternteils, wie die Wohnung aussieht.
Bzgl. der allgemeinen Wohnsituation
Nun hatte die Verfahrensbevollmächtigte meines Sohnes die grundsätzliche Wohnsituation vor der Umgangsverhandlung bereits als nicht akzeptabel dargestellt
Hat die Verfahrensbevollmächtigte Gründe hierfür angegeben?
Wenn ja und wenn die entsprechende Situation sich bisher nicht verändert hat: Hast Du die Möglichkeit, Kontakt mit ihr aufzunehmen? Ist sie noch zuständig (läuft das Verfahren noch)?
Denn hier würde ich sehr wohl einen Ansatzpunkt und auch Handlungsbedarf sehen, da eine unabhängige Person die Situation als nicht gut für das Kind bewertet hat.
Ev. einfach nur mal anfragen und mitteilen, dass sich hier nichts geändert hat und Du dir Sorgen wegen der Wohnsituation machst.
lg
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Gut, ich werde das Ordnungsthema abhaken, und zumindest bei mir zu Hause etwas anderes vorleben. Ihr habt da irgendwo recht...
Bzgl. der allgemeinen WohnsituationHat die Verfahrensbevollmächtigte Gründe hierfür angegeben?
Wenn ja und wenn die entsprechende Situation sich bisher nicht verändert hat: Hast Du die Möglichkeit, Kontakt mit ihr aufzunehmen? Ist sie noch zuständig (läuft das Verfahren noch)?
Nein - das Verfahren ist seit 14 Tagen beendet und von der Sache her habe ich mit der Bevollmächtigten nichts mehr zu tun (zumindest vermute ich das).
Hintergrund waren hier die Ausführungen der DEF gegenüber der Dame: Sehr beengte Verhältnisse. Die Dame hat kein Bild der Situation vor Ort, sondern allein die Schilderungen meiner DEF führen zu der Ansicht, es ist nicht gerade optimal oder kindgerecht.
Die Möglichkeit einer Kontaktaufnahme hätte ich natürlich.
Hi,
Wenn das Kind durch die Umgebung gefährdet ist, würde ich ev. Kontakt mit der Verfahrensbevollmächtigten aufnehmen, ihr die Situation schildern und sie fragen, was man unternehmen kann.
Ev. auch darauf hinweisen, dass es die Situation verschärfen könnte, wenn Du als Vater dich mit einer solchen Anfrage ans JA wendest.
Vorher würde ich aber auf jeden Fall die eigene Motivation hinterfragen und genau prüfen, ob es wirklich um das Kindeswohl geht, oder ob ev. andere Beweggründe dahinterstehen.
lg
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
