Braucht Säugling An...
 
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Braucht Säugling Anwesenheit der Mutter, um Vertrauen zum Vater (getrennt) entwicklen zu können?

 
(@bulu_david)
Schon was gesagt Registriert

Hallo liebe Väter!
Und ebenso hallo an alle mitlesenden Mütter, Frauen etc.!

Ich habe eine knifflige Frage, zu der ich gerade versuche eine Haltung und ein Gefühl zu bekommen.
Ich bin vor vier Monaten Vater geworden. Unsere Tochter ist toll & bezaubernd. Die Kindesmutter hat sich allerdings während der Schwangerschaft von mir getrennt - wir kannten uns erst einige Monate & sie hat bereits eine Tochter, die sie alleine großzieht, ist also ein wenig "vorbelastet" in der Hinsicht. Unser Verhältnis zueinander ist schwierig, sie möchte offenbar viel kontrollieren und ihre Meinung ist Gesetz. Bei diesen Worten möchte ich aber nicht behaupten, dass ich mich immer super-konstruktiv verhalten hätte; die Trennung, der Ausschluss aus der Schwangerschaft & Entwicklung unserer Tochter sowie jetzt so wenig von ihr mitzubekommen - ich sehe sie zwei Mal pro Woche für 90-120 Minuten - das hat mich emotional ganz schön mitgenommen.
Nun, lange Vorrede. Meine Frage ist: braucht unsere Tochter die Anwesenheit ihrer Mutter als sicheren Hafen, um Vertrauen zu mir zu entwickeln, sich sicher zu fühlen, damit zwischen uns eine tragfähige Beziehung entstehen kann? Oder ist gerade die Anwesenheit der Mutter dafür hinderlich, weil es meiner Tochter und mir die Möglichkeit nimmt, gemeinsam auch schwierige Momente zu meistern, und weil sie meine Anspannung in Anwesenheit der Mutter sicher spürt?
Ich persönlich & nur auf mich schauend möchte sehr klar, dass die Mutter nicht dabei bzw so wenig präsent wie irgendwie möglich ist. Aber ich möchte vor Allem, dass es meiner Tochter gut geht & dass sie und ich eine schöne Zeit miteinander verbringen können, dass wir eine enge Bindung miteinander entwickeln.
Diese Frage hängt natürlich ganz klar eng mit unserer Tochter zusammen, wie sie drauf ist und was SIE braucht.
Dennoch möchte ich Euch nach Euren Erfahrungen und Gedanken hierzu fragen, denn ich alleine komme hier nicht weiter.
Also, was meinst Du, was meint Ihr?
Ich bin für jede Rückmeldung wirklich dankbar!!

Herzliche Grüße!

David


Anmerkung der Moderation: Hallo David - ich habe die etwas eigenwillige Formatierung deines Beitrags entfernt und nur den reinen Text behalten, denn so wie es vorher war, war es m.E. etwas schwer zu lesen. Übrigens, willkommen im Forum, und viele liebe Grüße - Malachit


Dieses Thema wurde geändert Vor 3 Monaten von Malachit
Zitat
Themenstarter Geschrieben : 12.11.2025 21:06
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo David und willkommen hier!

Ich gehe mal davon aus, dass du die Vaterschaft anerkannt hast; damit hast Du Pflichten aber auch Rechte, unter anderem das sogenannte Umgangsrecht.
Dieses sieht eigentlich nicht vor, dass es in Begleitung der Kindsmutter (KM) stattfindet, es sei denn, es liegen besonders schwere Gründe hierfür vor.
In Eurem Fall sind erst mal kurze aber häufigere, später dann weniger Häufigkeit aber dafür längere Umgangszeiten sinnvoll; idealerweise betreuen möglichst bald (z.B. ab Kindergarten) beide Eltern zu gleichen Teilen.

Genaugenommen gibt es nichts, was Du nicht genauso gut wie KM machen könntest (ausser Stillen).
Solltest Du Dir (mangels Erfahrung) unsicher in Sachen Betreuung (z.B. Wickeln, etc.) des Kindes sein, lass Dir helfen...auch um diese etwaige Sorge oder Befürchtung der KM aus dem Weg zu räumen. Zum jetzigen Zeitpunkt bräuchtest Du nicht mal eine babygerechte Wohnungseinrichtung: Wickelunterlage, Wechselklamotten, ein (z.B. mit Kissen gesicherter) Schlafplatz und ein Mülleimer sind für kurze Umgangszeiten in Deiner Wohnung ausrechend. 

By the way: wie habt Ihr das gemeinsame Sorgerecht geregelt?

Grüßung
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 13.11.2025 14:20
(@alexy9)
Schon was gesagt Registriert

++ Vollzitat gelöscht! ++

Hallo David, ich verstehe dein Dilemma gut. Studien aus der Entwicklungspsychologie zeigen, dass ein Säugling tatsächlich Bindungen zu mehreren Bezugspersonen aufbauen kann, aber emotionale Sicherheit ist entscheidend. Wenn dein Kind deinen oder die Anspannung der Mutter spürt, kann das die Interaktion vorübergehend erschweren.

In der Praxis merken viele Väter, dass Zeit allein mit dem Baby, selbst kurz, die Bindung stark fördert. Die Anwesenheit der Mutter ist nicht zwingend notwendig, um Vertrauen zu dir aufzubauen; im Gegenteil, diskrete oder fehlende Anwesenheit kann helfen, einen Raum zu schaffen, in dem sich das Kind wohlfühlt, deine Rituale kennenlernt und merkt, dass du eine verlässliche Bezugsperson bist.

Ein Tipp: bleib geduldig und konsequent, auch wenn die Besuche kurz sind. Kleine Rituale (Vorlesen, Baden, Kuscheln) werden verlässliche Anker für dein Kind. Vertrauen entwickelt sich über die Zeit, also kannst du auch mit begrenzten Momenten eine starke Bindung aufbauen.

 


AntwortZitat
Geschrieben : 28.11.2025 17:45